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Verfolgungsjagd eines Drogenschmugglers mit Polizeihubschrauber

Osnabrücker Zoll ermittelt Leistungsbetrüger (Foto: Hauptzollamt Osnabrück)
Symbolbild / Foto: Hauptzollamt Osnabrück

1.200 Gramm Marihuana im Wert von 12.000 Euro stellten Osnabrücker Zöllner am 23. Oktober 2018 bei einer Kontrolle auf der Autobahn A 30 in der Nähe von Melle sicher.

Die Zöllner wollten ein Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen anhalten, um es zu kontrollieren. Nachdem sie ihren Dienstwagen vor das polnische Fahrzeug setzten, befuhr der Reisende den Standstreifen der Autobahn und hielt an. Er stieg mit einer dunklen Reisetasche aus und schleuderte diese in die Böschung. Danach sprang der Mann über eine Leitplanke und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Mit der Unterstützung der Polizeiinspektion Osnabrück suchten mehrere Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber den Geflüchteten. Kurz darauf wurde der Ukrainer durch Einsatz eines Wärmebildgerätes sitzend in einer Böschung geortet und vorläufig festgenommen.

1,2 Kilo Marihuana beschlagnahmt

Der Grund für das Verhalten des Reisenden war schnell gefunden. Bei der Überprüfung der Reisetasche fanden die Zöllner 1.200 Gramm Marihuana.

Die Ermittler beschlagnahmten die Drogen.

Heute Mittag wurde der Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einem Haftrichter beim Amtsgericht Osnabrück vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den 33-Jährigen. Der Beschuldigte wurde in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Hannover – Dienstsitz Bremen – übernommen.

AFP

Polizei warnt vor „Falschen Polizeibeamten“ am Telefon

Telefonieren
Symbolfoto: Telefonieren.

Am Dienstagnachmittag häuften sich im Bereich von Stadt und Landkreis Osnabrück die Anrufe von angeblichen Polizeibeamten, meistens bei älteren Personen, oft mit Nachfragen zu Wertgegenständen oder Geld-Depots.

Die Anrufe in der Stadt erfolgten hauptsächlich in den Abendstunden des Dienstags, während im Landkreis in den späten Nachmittagsstunden hauptsächlich Bissendorf betroffen war. Bereits in der letzten Woche (Donnerstag) hatte es eine „Serie“ in der Gemeinde Bad Essen gegeben. Hier hatte ein angeblicher Beamter vom „Polizeipräsidium Bohmte“ bei mehreren älteren Menschen angerufen.

Vorgehensweise der falschen Beamten

Die Vorgehensweise: Die Täter melden sich telefonisch bei ihren potentiellen Opfern und gaukeln ihnen vor, sie seien Polizeibeamte. Laut Aussage des Anrufers seien gerade in dem Stadtteil oder Wohngebiet zwei bulgarische oder rumänische Einbrecher festgenommen worden, weitere Täter aber noch flüchtig. Anschließend fragen die Anrufer mit sehr geschickter Gesprächsführung nach Bargeld, Schmuck, Goldbarren und Kontoständen vor dem Hintergrund, alle Wertgegenstände müssten „in Sicherheit gebracht werden“ und man könne die Polizei bei der Festnahme der flüchtigen Täter – oder sogar der Hintermänner – unterstützen. Bei den gemeldeten Fällen fiel zum Glück keiner auf die falschen Polizisten herein. Die Osnabrücker Polizei nimmt die Fälle erneut zum Anlass, um vor dieser Betrugsmasche zu warnen.

Folgende Hinweise sind wichtig:

– Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

– Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Dazu zählen
auch Geldüberweisungen mittels Geldtransferunternehmen (Moneygram, Western Union, RIA, etc.).

– Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

– Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der
die angebliche Amtsperson kommt – in diesem Fall die (echte) Polizei.

– Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder
lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtiger Hinweis: Nicht Weiterleiten lassen – das wird durch die Täter imitiert.

AFP

Kommentar: Kauft endlich den Osnabrücker Güterbahnhof!

Alter Güterbahnhof, Osnabrück
Alter Güterbahnhof, Archivbild

Über den Osnabrücker Güterbahnhof ist schon viel geschrieben worden – der Bundesgerichtshof und das Oberverwaltungsgericht Lüneburg haben jüngst zwei neue Kapitel zu dieser scheinbar unendlichen Geschichte hinzugefügt.
So bekommt die Stadt nun ein paar für die Sanierung der Eisenbahnbrücke an der Hamburger Straße fehlende Quadratmeter vom Eigentümer, der 3G Group (vormals Zion GmbH).
Und der von Stadtbaurat Frank Otte über Jahre verschleppte Bebauungsplan 370, der bislang die Nutzungsmöglichkeiten des riesigen Geländes (halb so groß wie der Vatikan) massiv einschränkte, wurde gekippt. Nach jahrelangem Stillstand könnte auf der städteplanerisch wertvollen Fläche doch noch ein Mischgebiet entstehen, vielleicht sogar mit Wohnbebauung.

Rat und Verwaltung wollten Grundstücksnutzung blockieren

Gerade das letzte Urteil bedeutet für die Stadt Osnabrück viel Ungemach, denn eigentlich war der Bebauungsplan 370 als „Verhinderungsplan“ gedacht. Ein strategisches Druckmittel um sich trotzig gegen die Pläne der Eigentümer zu stellen, die ihr Investment in einer Niedrigzinsphase zu Geld machen wollten.
Weil vor allem der SPD und den Grünen – und damit auch dem mit grünem Parteibuch ausgestatteten Stadtbaurat – so viel Geschäftssinn und auch die enge Verbindung  des Geschäftsführers Ralf Gervelmeyer zur freichristlichen Gemeinde Lebensquelle missfiel, suchte man die Konfrontation. Diese mündete in einem Bebauungsplan, der ein Filetstück der Stadtentwicklung unbrauchbar machen sollte und der fremdes Eigentum dreist zu „Vorratsflächen“ herabqualifizierte.

Größenvergleich Vatikan vs Güterbahnhof Osnabrück
So groß ist die Fläche des alten Osnabrücker Güterbahnhofs

Kleingeister gegen Geschäftsleute

Letztlich waren es Machtspielchen von ideologisch verbrämten Kleingeistern auf der einen Seite des Verhandlungstisches und von knallhart kalkulierenden Investoren, die zu dieser Situation führten. Man mochte sich auf beiden Seiten nicht und oft ging es zwischen beiden Parteien nur noch darum sich gegenseitig eins auszuwischen. Das für die Brückensanierung fehlende Grundstück, das die 3G Group nicht herausgeben wollte, war selbstverständlich eine Retourkutsche für den bösartig formulierten Bebauungsplan eines Stadtbaurats, der schon lange nicht mehr zwischen eigener Meinung und dem Wohl der Stadt zu unterscheiden vermag.
Gut, dass ordentliche Gerichte jetzt für Klärung gesorgt haben – schade, dass dadurch viel Zeit unnütz verstrichen ist.

Was die Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Politik vermutlich bis heute nicht verstanden haben: Die 3G Group hat weiterhin alle Zeit der Welt und kann auch in Zukunft so weitermachen. Das billig gekaufte Grundstück ist in seiner Gesamtheit bereits durch den Weiterverkauf des ehemaligen Abfertigungs- und Verwaltungsgebäudes bezahlt – die kleinen Scharmützel mit Politik und Verwaltung belasten allenfalls die Portokasse und kosten nur ein wenig Zeit.

Dass – vielleicht unter einer anderen politischen Führung – die Stadt am Ende das Gelände kaufen wird, darf als ausgemacht gelten. Spätestens wenn die Eigentümergesellschaft am freien Markt einen Käufer findet, wird die Verwaltung jeden Preis bezahlen und ihr inzwischen eingerichtetes Vorkaufsrecht ausüben.

Jetzt endlich kaufen: Billiger wir es nicht!

Was die Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Politik aber hoffentlich verstehen: Billiger wird es nicht!
Nun, da das OVG die Nutzungsmöglichkeit als „Mischgebiet“ wieder in greifbare Nähe gerückt hat, dürfte sich der potentielle Verkaufspreis wieder ordentlich nach oben bewegen und es besteht tatsächlich das „Risiko“, dass die 3G Group einen Käufer präsentiert.

Dass die Stadt ein riesiges Interesse hat in eigener Regie, zum Beispiel im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs, Wohnraum und Gewerbeflächen zu entwickeln, macht es kaum noch verständlich, warum nicht längst wieder über einen Kauf verhandelt wurde.
Übrigens auch, weil der Stadt seit 2013 der alte Ringlokschuppen gehört, für den 2 Millionen Euro ausgegeben wurden und für den der Stadt immer noch keine Nutzung eingefallen ist – auch weil man vergessen hat eine zur Erschliessung notwendige Zuwegung zu kaufen.

Ringlokschuppen Osnabrück, alter Güterbahnhof
Liegt noch im Dornröschenschlaf: der Ringlokschuppen am alten Güterbahnhof.

Schinkel und Neustadt brauchen Impulse, Gewerbe und Wohnungen

Dabei gehört es doch zu den Mantren, der Lokalpolitik, dass Osnabrück Gewerbeflächen fehlen, dass Baugrundstücke dringend benötigt werden und dass sowohl Schinkel wie Neustadt städtebauliche und soziale Brennpunkte sind, die neue Impulse brauchen.
Was also läge da näher als das riesige Güterbahnhofgelände zu nutzen um die oben genannten Problemfelder aktiv anzugehen?

Ja, das wird teuer! Deutlich teuerer als die nahezu lächerlichen 2,7 Millionen Euro, für die sich vor acht Jahren die Deutsche Bahn von dem Filetstück trennte. Und mit Sicherheit wird es auch nochmals teurer als die 7 Millionen Euro, die 2011 zur Diskussion standen. Nach Informationen unserer Redaktion hat sich der im Raum stehende Preis seither inzwischen mehr als verdoppelt. Billig einkaufen, teuer verkaufen – so funktioniert Wirtschaft.

Das Geld ist (noch) billig, die Kassen gefüllt

Die Kassen der Stadt sind unerwartet gut gefüllt und noch(!) ist Geld am Kreditmarkt billig. Billiges Geld ist wichtig, wenn es darum geht, das Grundstück sinnvoll zu bebauen.
Will die Stadt wirklich warten, bis Kredite wieder teurer werden und neue Arbeitsplätze und Wohnungen dann durch ein ungünstiges wirtschaftliches Klima ausgebremst werden?

Es wäre jetzt an der Zeit endlich wieder den Weg an den Verhandlungstisch zu suchen und über einen Kauf des Areals zu verhandeln. Der inzwischen aus dem Rat der Stadt ausgeschiedene ehemalige Grüne Ratsherr Michael Florysiak hatte genau das bereits 2016 angeregt, verbunden mit dem Vorschlag, die bisherigen Verhandlungspartner auf beiden Seiten durch „unverbrauchte Vertreter“ auszutauschen.

Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, so wie vor einem Jahr oder vor zwei Jahren. Wenn eines gewiss ist: Nächstes Jahr wird der Kaufpreis nochmals teurer!

…meint Heiko Pohlmann

 

AFP

Total unnütze Osnabrücker Fakten: Steckenpferdreiten

Steckenpferdreiten

Steckenpferdreiten gibt es schon ewig und ist typisch Osnabrück – wirklich? Bekanntlich wurde am 25. Oktober 1648 von der Treppe des Osnabrücker Rathauses der Westfälische Frieden verkündet. In Erinnerung daran wird alljährlich in Osnabrück am 25. Oktober der Friedenstag gefeiert und die Viertklässler der städtischen Schulen reiten seither auf hölzernen Pferden durch die Stadt, so lernt es jedes echte Osnabrücker Kind.

Kein Osnabrücker, der in der Hasestadt seine Grundschulzeit verbrachte, wird je diesen Abend vergessen, an dem er mit mehr als tausend anderen Grundschülern zum Rathaus geritten ist.
Jedes Jahr ziehen Ende Oktober die Viertklässler der Grund- und Förderschulen Osnabrücks mit selbstgebastelten Steckenpferden und geschmückt mit farbigen Hüten durch die Innenstadt zum historischen Rathaus.
Die vom Oberbürgermeister dort im Oktober an die Schulkinder ausgeteilten Brezeln sollen die Erinnerung an den Frieden von 1648 symbolisieren.

© Friso Gensch / Presseamt der Stadt Osnabrück
Viertklässler Osnabrücker Grundschulen reiten am Freitag (25.10.2013) mit ihren selbstgebastelten Steckenpferden durch Osnabrück / Germany. Foto: Friso Gentsch / eye-work.com via Presseamt Stadt Osnabrück

Was kaum ein Osnabrücker weiß: Die Geschichte des Steckenpferdreitens hat ihre Wurzeln nicht in Osnabrück und ist auch noch gar nicht so lange als regelmäßiges Ereignis etabliert.

Die Idee stammt aus Nürnberg

Die Tradition des Steckenpferdreitens geht auf das Jahr 1650 zurück. In dem Jahr des Friedensexekutionshauptrezesses sollten in Nürnberg die praktischen Folgen aus dem zwei Jahre zuvor geschlossenen Westfälischen Friedensvertrag geregelt werden. Damals ritten Nürnberger Jungen mit Steckenpferden zu Fürst Piccolomini, dem Beauftragten des deutschen Kaisers Ferdinand III., um ein „Friedensgedächtnis“, ein Andenken an den Frieden, zu erbitten. Piccolomini ließ nach Abschluss des Exekutionsrezesses eine große Anzahl von silbernen, viereckigen Gedächtnispfennigen prägen, die auf der einen Seite einen Jungen als Steckenpferdreiter zeigen. Auch die Jugend erhielt die Münze, „um die Friedensfreude in die nächste Generation weiterzuvermitteln“.

Die emsländischen Dichterinnen Clara und Emmy von Dincklage bearbeiteten 1875 in ihrem Buch „Geschichten für die Jugend“ das Nürnberger Ereignis. In ihrer Sage ist der Schauplatz der Handlung die Friedensstadt Osnabrück.
Die Geschichte der Schwestern von Dincklage war letztlich die Quelle für das Osnabrücker Steckenpferdreiten, das 1948 der damalige Stadtarchivar Ludwig Bäte (1892-1977) anlässlich des 300. Jubiläums des Westfälischen Friedens im Rahmen der Friedensgedächtniswoche der Stadt Osnabrück ins Leben rief. Damals ritten rund 100 Jungen zu Ehren des Friedens durch die vom Krieg zerstörte Altstadt und umrundeten den Marktplatz zweimal.

Steckenpferdreiten 1953 als feste Tradition etaliert

Erst seit 1953 wird das Osnabrücker Steckenpferdreiten jährlich und in erweiterter Form veranstaltet. Seitdem hat es sich zu einem überregional bekannten Kinderfest etabliert.

Hier alle weiteren total unnützen Osnabrücker Fakten.

Quelle: u.a. Pressemitteilung der Stadt Osnabrück von 2015
Dieser Artikel erschien erstmals zum Steckenpferdreiten 2017 und wurde überarbeitet.

 

AFP

Gute Nachricht: Über 4.000 schwalbenfreundliche Häuser in Niedersachsen

Schwalben
© LBV/Anita Hatlapa

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Die Sommerboten befinden sich aktuell auf ihrem Weg in den Süden in ihr afrikanisches Winterquartier. Von dort kehren sie im April und Mai nach Deutschland zurück. Doch die gern gesehenen Gäste werden hierzulande immer weniger. Grund hierfür ist ein Mangel ihrer Nahrungsgrundlage, den Fluginsekten. Außerdem fehlen zunehmend geeignete Nistplätze an Häusern. Hausbesitzer, die Schwalben an ihren Gebäuden dulden und dadurch das Brutgeschehen der kleinen Sommerboten unterstützen, werden vom NABU mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet.

Mittlerweile wurden über 4.000 Plaketten in Niedersachsen verliehen. „Allein in diesem Jahr haben wir bislang 275 Plaketten an schwalbenfreundliche Häuser vergeben“, freut sich Philip Foth vom NABU Niedersachsen. „Diese Tradition wollen wir gerne im nächsten Jahr fortsetzen, wenn ab April die Schwalben wieder zu ihren Brutgebieten hier im Norden zurückkehren.“

Rauchschwalbe gilt in Niedersachsen als gefährdet

Nicht nur auf dem Vogelzug lauern viele Gefahren, auch in den hiesigen Brutgebieten haben es Schwalben immer schwerer. Die Rauchschwalbe gilt in Niedersachsen als gefährdet und die Mehlschwalbe steht immerhin auf Vorwarnliste der Roten Liste der Brutvögel Niedersachsens. Schwalben haben gleich mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig zu kämpfen: Zum einen fehlt es ihnen an Insekten als Nahrung und an Lehmpfützen als Material zum Nestbau. „Beides ist vor allem der intensiven Landbewirtschaftung sowie der zunehmenden Versiegelung von Flächen geschuldet“, sagt Philip Foth.

Aber auch mit der oft fehlenden Toleranz gegenüber ihren Nistplätzen an Gebäuden haben Schwalben zu kämpfen. „Vor allem Mehlschwalbennester werden oft von den Fassaden abgeschlagen, weil eine Verschmutzung oder Beschädigung der Fassade befürchtet wird“, so Foth weiter. Der NABU weist jedoch darauf hin, dass Schwalbennester ganzjährig durch das Bundenaturschutzgesetz besonders geschützt sind und auch nach Abreise der Schwalben nicht entfernt oder zerstört werden dürfen. Müssen wegen Baumaßnahmen Nester entfernt werden, muss vorab eine Genehmigung der Naturschutzbehörde vorliegen. Als Auflage wird meist Ersatz in Form von Kunstnestern gefordert.

Jetzt fürs nächste Frühjahr vorbereiten

Es gibt viele Möglichkeiten, Verschmutzungen zu vermeiden, ohne gegen das Gesetz verstoßen zu müssen. Wenn jetzt im Herbst die Glücksbringer in den Süden ziehen, können Hausbesitzer die Fassade und vorhandene Kotbretter reinigen oder neue anbringen. Auch Kunstnester können nun gezielt an solchen Stellen angebracht werden, wo die Verschmutzung von der Fassade abgelenkt werden kann, z. B. an überhängenden Dachsparren.

Die Unterstützung der Sommerboten an Gebäudefassaden verdient Anerkennung. Mit einem solchen wertvollen und wichtigen Artenschutzbeitrag werden schwalbenfreundliche Häuser ausgezeichnet. Per E-Mail oder Post kann man sich mit einem ausgefüllten Antrag für die beliebte Plakette bewerben. Diesen kann man im Internet unter www.nabu-niedersachsen.de/schwalben herunterladen.

AFP

Verfolgungsjagd mit Hubschrauber auf der Autobahn A30

(Symbolbild) Polizeihubschrauber / Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
(Symbolbild) Polizeihubschrauber / Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

Wieder Drogen, wieder die Autobahn A30. Ganz offensichtlich hat die Polizei ihre Aktivitäten verschärft um die Drogen-Strecke durch das Osnabrücker Land unter Kontrolle zu bekommen. Am Montag wurde ein ukrainischer Drogenschmuggler mit einem Hubschrauber gejagt und gestellt.

Drogenroute Autobahn A30

Bereits in der vergangenen Woche wurden bei einer Großkontrolle an der A30 bei Melle große Mengen Drogen und zahlreiche bekiffte Autofahrer entdeckt. Am Wochenende ging der Autobahnpolizei ein unter Drogeneinfluss auf der A30 fahrender Münsteraner ins Netz.

Die Zöllner wollten auf der Autobahn bei Melle ein Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen anhalten, um es zu kontrollieren. Nachdem sie ihren Dienstwagen vor das polnische Fahrzeug setzten, befuhr der Reisende den Standstreifen der Autobahn und hielt an. Er stieg mit einer dunklen Reisetasche aus und schleuderte diese in die Böschung. Danach sprang der Mann über eine Leitplanke und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Mit der Unterstützung der Polizeiinspektion Osnabrück suchten mehrere Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber den Geflüchteten. Kurz darauf wurde der Ukrainer durch Einsatz eines Wärmebildgerätes sitzend in einer Böschung geortet und vorläufig festgenommen.

Der Grund für das Verhalten des Osteuropäers war schnell gefunden. Bei der Überprüfung der Reisetasche fanden die Zöllner 1.200 Gramm Marihuana. Nach Polizeiangaben haben die Drogen einen Wert von 12.000 Euro.

Osnabrücker Richter ordnete Haft an

Heute Mittag wurde der Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einem Haftrichter beim Amtsgericht Osnabrück vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den 33-Jährigen. Der Beschuldigte wurde in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Symbolbild © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

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„Die Partei“ spendet an den Osnabrücker Exil-Verein und will nicht nur Spaßpartei sein

Michael Wille und Sara Höweler (Foto: Die Partei)
Michael Wille und Sara Höweler (Foto: Die Partei)

Die Freunde und Mitglieder der Partei „die Partei“ hatten eine Menge Spaß, als sie vor ein paar Tagen gemeinsam die Stadt „cleaner“ machten und entlang der Hase aufräumten (HASEPOST berichtete). Beim anschließenden Feiern im Grünen Jäger kam eine ganz ordentliche Spendensumme zusammen, die vergangene Woche an den Exil e.V. zur Hilfe von geflüchteten Menschen übergeben wurde.

Michael Wille, Europakandidat der Partei erklärt zur Spendenübergabe von insgesamt 140 Euro gegenüber unserer Redaktion seine Motivation: „Ich werde immer wieder gefragt, warum man denn die Partei wählen sollte. Sie sei doch nichts anderes als eine Spaßpartei. Doch sie ist viel mehr als das!  Anhand der Satire können Missstände oder Unzulänglichkeiten unserer Politik und der gesellschaftlichen Entwicklung übertrieben dargestellt werden. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Bildungsauftrags!“

Alte Forderung der Partei: Die Mauer wieder aufbauen

Und weiter, wohl nicht ohne Augenzwinkern und mit Bezug auf den auch von der ostdeutschen Familienministerin Franziska Giffey (SPD) verwendeten Begriffs „Biodeutscher“ führt Wille aus: „Gleichzeitig ist es wichtig, sich nicht nur auf die Aufklärungsarbeit zu beschränken. Wir sollten uns über deren Grenzen hinaus, bis nach Ostdeutschland, gemeinsam engagieren. Um dort im Kollektiv, Newcomers [gemeint sind Flüchtlinge, die Redaktion] sowie Bio-Deutsche, die Mauer wieder errichten.“

Sara Höweler vom Exil Verein freut sich vor allem über die Spende: „Wir freuen uns immer, wenn Menschen kreative Ideen haben und sind dankbar für jede Art von Unterstützung. Die Spende fließt direkt in unsere Vereinsarbeit, mit der wir Newcomern das Ankommen in Osnabrück erleichtern wollen.“

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Gute Nachricht des Tages: Moskaubad verlängert Dschungelsaison

Moskaubad
(© Stadtwerke Osnabrück / Jan-Luca Oberländer).

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Das Wetter macht’s möglich: Die Stadtwerke reagieren auf den goldenen Herbst und verlängern die Dschungelsaison im Moskaubad. Im Verlängerungszeitraum ist der Eintritt in den Outdoor-Kletterseilgarten zudem kostenlos.

Üblicherweise beenden die Stadtwerke die Dschungelsaison zum 31. Oktober. „Erfahrungsgemäß ist Ende Oktober das Wetter für Outdoor-Aktivitäten langsam vorbei“, erläutert Moskaubadleiterin Sonja Koslowski. „In diesem Jahr ist wettermäßig ja alles anders, deshalb hängen wir vier weitere Tage dran – und machen den Besuch sogar schmackhaft.“ In den vier Verlängerungstagen ist der Eintritt in den Outdoor-Seilgarten kostenlos. Geöffnet ist der „Dschungel in der Wüste“ in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, am Freitag bis 19 Uhr. Auch das wetterunabhängige Moskaubad-Hallenbad hat am Reformationstag, 31. Oktober, geöffnet, und zwar von 7 bis 17 Uhr.

AFP

Autobahnpolizei kontrollierte Geschwindigkeit auf der Autobahn A30

Folgen, Schild, Polizei
Autobahnpolizei (Symbolbild)

Zwischen Freitag und Sonntag führten die Beamten der Autobahnpolizei in den Nächten Geschwindigkeitsmessungen auf der Autobahn A30 durch.

Im 100er Bereich wurden mit PKW Geschwindigkeiten zwischen 136 km/h und 197 km/h gefahren. In den genannten Fällen wird es Strafanzeigen mit 1-3 Monaten Fahrverbot und Bußgeldern von 200-700 Euro geben.

Münsteraner (20) unter Drogen am Steuer

Bei einem 20-Jährigen aus Münster gesellte sich zu der Geschwindigkeitsüberschreitung noch ein Fahren unter Drogen- und Alkoholeinfluss. Sein Führerschein wurde umgehend beschlagnahmt.

Bei einer Großkontrolle in der Woche zuvor wurden auf der Autobahn A30 ebenfalls zahlreiche unter Drogeneinfluss fahrende Fahrzeuglenker festgestellt.

AFP

Ermittlergruppe gelingt Schlag gegen internationale Einbrecherbande

Diebesgut
Bild: Polizei Osnabrück

Der „Zentralen Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl“, kurz ZEG WED, der Polizeidirektion Osnabrück ist in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück nach knapp einein-halbjähriger intensiver Ermittlungsarbeit ein bedeutender Schlag gegen eine international agierende Einbrecherbande gelungen.

Elf mutmaßliche Wohnungseinbrecher, die als Bande in ständig wechselnden Konstellationen agierten, konnten festgenommen und zahlreiche Wohnungen durchsucht werden. Die Ermittlungen der Polizei richten sich gegen insgesamt 21 Tatverdächtige. Außergewöhnlich: Bei den Verdächtigen handelt es sich um Mitglieder einer niederländischen Großfamilie, die auch Züge von Clankriminalität aufwiesen. Die Taten – meist waren es Einbrüche in Gehöfte oder alleinstehende Wohnhäuser – wurden von den Niederlanden aus (Provinz Overijssel) geplant und staatenübergreifend begangen. Den führenden Köpfen der Bande sowie den restli-chen Mitgliedern, 14 Männer und 7 Frauen, werden über 100 Einbrüche in Deutschland, Niederlande und Belgien zur Last gelegt. Auch die dänische Polizei stellte Bezüge zu diversen Eigentumsdelikten im eigenen Land her, sodass auch sie Teil des internationalen Polizeinetzwerks wurden.

Erfolg durch Zusammenarbeit

Der Erfolg war nur dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Polizeibehörden und der Koordination und Unterstützung durch Europol möglich geworden. Der materielle Schaden beläuft sich auf über 150.000 Euro. Hinzu kommen die seelischen Folgen der Opfer, die meist sehr viel schwerer wiegen als der materielle Verlust. Die Inhaftierten müssen sich nun vor dem Landgericht Osnabrück verantworten.

Bernhard Witthaut, Polizeipräsident der Polizeidirektion Osnabrück, zum Erfolg seiner Ermittlungsgruppe: „Ein großer Erfolg im Kampf gegen Einbrecherbanden. Die enge Zusammenarbeit von Justiz und Polizei hat dazu geführt, ein funktionierendes kriminelles Netzwerk zu zerschlagen.“

Mindestens 64 Einbrüche in Deutschland

In Deutschland gehen auf das Konto der 21 tatverdächtigen Bandenmitglieder nachweislich 64 Einbruchsdiebstähle, davon 25 in Niedersachsen und 39 in Nordrhein-Westfalen. In Belgien und den Niederlanden stellten die Ermittler weitere Taten fest, die ebenfalls dieser Gruppierung zuzurechnen sind. Bei den Tatausführungen gingen die Mitglieder der niederländischen Großfamilie äußerst konspirativ und professionell vor. Nicht nur, dass die Taten von täglich wechselnden „Teams“ begangen wurden, benutzten sie bei ihren Taten auch technisches Equipment, um ihre Komplizen bei Tatausführung zu warnen oder zu instruieren. Zudem nutzten die Täter zahlreiche unterschiedliche Fahrzeugtypen, die oftmals auf sogenannte „Scheinhalter“ zugelassen waren. In einem Fall schafften es die Täter, einen großen Tresor ohne großes Aufsehen unerkannt aus einem Einfamilienhaus in Meinerzhagen (NRW) zu transportieren. In der Nähe des Tatortes wurde dieser dann gewaltsam geöffnet, das Diebesgut entnommen sowie das Wertgelass während der Fahrt achtlos aus dem fahrenden Täterfahrzeug in den Straßengraben geworfen worden.

2012 – Erste Ermittlungen gegen Mitglieder einer Großfamilie

Ihren Anfang nahmen die Ermittlungen bereits im Jahr 2012. Schon damals waren Mitglieder einer niederländischen Großfamilie, die sich auf Einbruchsdiebstähle spezialisiert hatten, in den Fokus deutscher und niederländischer Polizeibehörden geraten. Damals richteten sich die Ermittlungen der niederländischen Polizei gegen 54 Tatverdächtige, die im Bereich Enschede Diebesgut im Gesamtwert von mehr als 300.000 Euro über Goldankäufer umgesetzt hatten. Einige der Täter wurden von der niederländischen Justiz zu Freiheitsstrafen von mehreren Jahren verurteilt.

2017 – ZEG WED nahm Ermittlungsarbeit auf

Seit April 2017 standen 21 Mitglieder dieser Großfamilie erneut im Fokus der Ermittler, als es überwiegend im Nordwesten (unter anderem Meppen, Leer, Osnabrück, Vechta, Nordhorn und Westerstede) wie auch in Nordrhein-Westfalen (unter anderem Borken, Recklinghausen, Steinfurt, Coesfeld, Wesel) zu einer Häufung von Wohnungseinbruchsdiebstählen in Gehöfte und alleinstehende Einfamilienhäuser kam. Vorrangig wurden Schmuck und Bargeld entwendet. Durch aufmerksame Zeugen erhielt die Polizei erste Hinweise zu Personen und Fahrzeugen, die sich als wertvoll für die weitere Ermittlungsarbeit herausstellten. Von da an übernahm die ZEG WED die Ermittlungen. Die Spur führte in die Niederlande. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse und dem internationalen polizeilichen Austausch von Informationen, der unter der Federführung von Europol stattfand, konnten die Osnabrücker Ermittler Bezüge zu weiteren Verfahren in den Nieder-landen, Belgien und Dänemark herstellen.

Zahlreiche Festnahmen und Durchsuchungen – länderübergreifende Zusammenarbeit zahlte sich aus

Ende November 2017 konnten drei tatverdächtige Mitglieder der Großfamilie durch belgische Polizeibeamte in Antwerpen wegen Einbruchsdiebstählen festgenommen werden. Sie wurden jedoch Anfang Dezember 2017 wieder auf freien Fuß entlassen. Im März 2018 durchsuchte die niederländische Polizei verschiedene Wohnungen und Aufenthaltsorte von tatverdächtigen Mitgliedern dieser Großfamilie in Enschede und Utrecht und nahm zwei mutmaßliche Einbrecher fest. Dabei wurden Wertgegenstände und Beweismittel aufgefunden. Mitte Juli 2018 wurden drei Mitglieder der Bande von Ermittlern dabei beobachtet werden, wie sie in ein Wohn- und Geschäftshaus eines Bestatters im Bereich Herne (Nordrhein-Westfalen) einbrachen und Bargeld aus dem Schlafzimmer der Geschädigten erlangten. Die drei Tatverdächtigen, zwei Frauen und ein Mann, konnten auf frischer Tat in ihrem Fahrzeug durch ein mobiles Einsatzkommando festgenommen werden – sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Zeitgleich zur Festnahme wurden die Wohnungen von vier weiteren Tatverdächtigen in Enschede durchsucht. Auch hier waren niederländische Polizisten mit Unterstützung der Osnabrücker Ermittler und Europol erfolgreich und konnten unter anderem Schmuck sicherstellen. Mitte August 2018 nahmen Ermittler der ZEG WED in Nordhorn und Vechta fünf weitere Bandenmitglieder fest. Zwei Männer des Quintetts sind aufgrund mangelnder Haftgründe auf freien Fuß gesetzt worden. Die drei anderen Mitglieder der Bande, zwei Frauen und ein Mann, sitzen derzeit in Untersuchungshaft.  Die letzten drei Festnahmen erfolgten am Montagmorgen (22.10.18) durch die dänische und niederländische Polizei aufgrund von europäischen Haftbefehlen. Ebenso befinden sich seit Oktober 2017 zwei Bandenmitglieder in den Niederlanden – in Zwolle und Den Haag – in Untersuchungshaft. Die Auslieferung an die deutschen Justizbehörden zur Durchführung des Strafverfahrens wird zur Zeit geprüft.

AFP