Osnabrück Hochschule Osnabrück spricht sich gegen Nullsemester aus

Hochschule Osnabrück spricht sich gegen Nullsemester aus

-



In einer konzertierten Aktion positionieren sich die Hochschulen des UAS7-Verbunds, dem die Hochschule Osnabrück neben sechs weiteren Hochschulen angehört, klar dagegen, das Sommersemester 2020 zum „Null-Semester“ zu erklären. 

Seit einigen Tagen läuft die Debatte, das kommende Sommersemester zu einem „Null- oder Nicht-Semester“ zu erklären. Lehre würde demnach weiterhin stattfinden, wenn auch in digitalen Formaten, das Semster wäre jedoch formal nicht gültig. Der Hochschulverbund UAS7 erteilt einem solchen „Null-Semester“ eine Absage. Stattdessen soll alles getan werden, den Studierenden ein erfolgreiches Studiensemester zu ermöglichen.

Kreativer Einsatz von Online-Lehre gefragt

Das Sommersemester soll demnach ein Semester sein, bei dem die Studierenden vor allem durch kreativen Einsatz von Online-Lehre weiterhin die notwendigen Leistungsnachweise erbringen können, das aber nicht bei der Regelstudienzeit zählt oder zu Nachteilen beim BAföG führt. Der Vorsitzende von UAS7, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Prof. Dr. Andreas Zaby, stellt fest: „UAS7-Hochschulen werden alles Notwendige tun, damit die Studierenden ihr Studium ohne Zeitverlust absolvieren können. Das wird zum großen Teil sehr kreativ und online geschehen müssen. Hochschulen verfügen über notwendige technische und fachliche Kompetenzen. Individuelle Härtefälle für einzelne Studierende müssen wir abfedern.“ Einzelne Lehrinhalte, die in dieser Form nicht oder nur teilweise vermittelt werden können, müssen in spätere Semester verschoben werden können. Zudem ist Kulanz bei prüfungsrechtlichen Fragen zu üben.

Hochschule Osnabrück als Vorreiter in digitaler Lehre

„Die Hochschule Osnabrück befindet sich bereits seit dem 16. März im Online-Modus. Als eine der größten Hochschulen deutschlandweit, die sich zu dem Zeitpunkt überhaupt im regulären Vorlesungsbetrieb befand, nimmt sie eine Vorreiterrolle ein. Wir haben quasi über Nacht in einem enormen Kraftakt unsere Lehre umgestellt“, sagt Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück. „Wir sehen hier unseren solidarischen Beitrag für unsere Studierenden, die mitten im Semester stehen“, ergänzt Bertram und betont: „Mit unseren Partner-Hochschulen im UAS7-Verbund sind wir uns hier unserer Verantwortung für eine bestmögliche Organisation dieses und vielleicht auch des folgenden Semesters sehr bewusst.“

Kein regulärer Betrieb möglich

Den Hochschulen im Verbund der UAS7 sei bewusst, dass es in der aktuellen Situation keinen regulären akademischen Lehrbetrieb geben kann. Derzeitige Herausforderungen schaffen für alle Akteure im Wissenschaftsbetrieb Bedingungen, die man so zuvor noch nicht erlebt hat. Alle, von der Verwaltung, der IT bis hin zu den Lehrenden, würden intensiv an der Bereitstellung von Formaten digitaler Lehre und an kreativen Formen der Kommunikation arbeiten.

Verlängerung des Studiums soll vermieden werden

Eines der Merkmale von HAWs/FHs bestünde in der Anwendungsorientierung des Studiums und der Qualifizierung im praktischen Bereich, insbesondere durch Praxisphasen, Praxissemester und Laborpraktika. Hier sind die Länder und Hochschulen gefordert, kluge Lösungen zu ermöglichen, wie eine Verlängerung des Studiums für betroffene Studierende möglichst vermieden werden kann. Ein „Null-Semester“ würde erhebliche Abstimmungsprobleme und Zeitverluste für diese Studierenden bedeuten, da die Praxiselemente eine enge zeitliche und auch inhaltliche Abstimmung mit Partnern aus der Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen erfordern. Gerade für das erfolgreiche Modell des Dualen Studiums, dessen wesentlicher Träger HAWs/FHs sind, wäre ein „Null-Semester“ mit gravierenden Einschränkungen und Nachteilen für die Studierenden verbunden.


PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.

aktuell in Osnabrück

Haftstrafen für Hüggel-Mörder von Hasbergen: Täter nannte das Mordopfer vor der Tat “Mama”

Im Winter 2018 fanden zwei Spaziergänger den Leichnam einer 75-jährigen Frau in der Nähe des Augustaschachts am Hügel in Hasbergen....

Pflasterstein-Poesie: Ein Gruß der Stadtbibliothek Osnabrück im öffentlichen Raum

Wer aufmerksam durch Osnabrück geht oder radelt, wird sie entdecken: Gedichte, kleine Texte und Rätsel, die vom 3. Juni...

Arbeitsminister will Steuer für Spitzenverdiener

Foto: Hubertus Heil, über dts Berlin (dts) - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat in der Diskussion um Familienboni eine...

DFB: Keine Verfahren wegen Floyd-Solidaritätsbekundungen

Foto: Fußball, über dts Frankfurt/Main (dts) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will nicht gegen Spieler vorgehen, die eine Solidaritätsbekundung...

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Contact to Listing Owner

Captcha Code