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Doch kein “gratis” Nahverkehr in Osnabrück – VOS richtet mobile Verkaufsstellen ein [mit Kommentar]

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Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) hat zwei mobile Ticket-Verkaufsstellen in Betrieb genommen. Der Ticketverkauf erfolgt unter Einhaltung strenger Hygiene- und Schutzmaßnahmen aus einem Bus bzw. Sprinter heraus. Positioniert werden die Fahrzeuge am Hauptbahnhof in Osnabrück und in verschiedenen Städten und Gemeinden im Gebiet der VOS Süd. Man möchte damit die Einschränkungen durch den eingestellten Ticketverkauf in den Bussen und die Schließung mehrerer Servicezentren kompensieren. 

Am Hauptbahnhof in Osnabrück erfolgt der Ticketverkauf wochentags von 9 Uhr bis 16 Uhr. Im Gebiet der VOS Süd werden Tickets an folgenden Stellen und zu folgenden Zeiten verkauft:

  • Hasbergen – Haltestelle Hüggelzwerge:
09:00 bis 10:00 Uhr
  • Bad Rothenfelde – Haltestelle ZOB:
10:00 bis 11:00 Uhr
  • Hagen – Haltestelle Kreisel:
10:30 bis 11:30 Uhr
  • Bad Laer – Rathaus:
11:30 bis 12:30 Uhr
  • Oesede – Haltestelle Casmann:
12:00 bis 13:00 Uhr
  • Glandorf – Haltestelle ZOB:
13:00 bis 14:00 Uhr
  • Bad Iburg – Esso Tankstelle:
13:30 bis 14:30 Uhr
  • Hilter – Rathaus:
15:00 bis 16:00 Uhr
  • Dissen – Parkplatz Netto:
16:30 bis 17:30 Uhr

 

Reiner Ticketverkauf zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden

Erhältlich sind alle bekannten Tickets vom EinzelTicket über das TagesTicket bis hin zu Wochen- und MonatsTicket. Nicht ausgestellt werden Busabos, da in dem Ablauf mit Formulare ein Infektionsrisiko gesehen wird. Durch Absperrungen und Hinweisschilder in den Fahrzeugen wird ein Mindestabstand zum/zur Verkäufer/in gewahrt. Kundinnen und Kunden werden außerdem gebeten, eigenständig Abstand, auch in den Warteschlangen, zu halten.

Zusätzlicher Verkauf von HandyTickets in der VOSpilot App

Für die Preisstufe 0 (Osnabrück/Belm) weist die VOS weiterhin auf das HandyTicket per VOSpilot hin. Über den Ticket-Shop der App kann ebenfalls ein breites Sortiment an Tickets verkauft und auf das eigene Smartphone geladen werden.

Kommentar des Herausgebers

Meinen die das wirklich ernst?
Wir sollen alle unnötigen soziale Kontakte minimieren, spätestens seit der Rede der Kanzlerin an die Nation, gestern Abend, sollte uns dieser Leitsatz deutlich bewusst sein.
Busfahren lässt sich dennoch nicht vermeiden, denn viele von uns müssen auch weiterhin zur Arbeit kommen und es ist gut, dass die Stadtwerke den Betrieb aufrecht erhalten.
Doch jetzt sollen die, die eigentlich nur auf direktem Weg zu ihrem Arbeitsplatz unterwegs sein sollen, zu einem zentralen Ort fahren wo sie in den Umlandgemeinden genau eine Stunde Zeit haben ein Ticket zu kaufen?

Natürlich muss Leistung bezahlt werden, doch die Stadtwerke Osnabrück, die einen Großteil des Verkehrs der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) abdecken, sind zu 100% in Besitz der Stadt Osnabrück und damit auch der Bürger. Verantwortungsvolles Handeln im Sinne der Bürger sieht anders aus!

Und hat sich eigentlich im Vorfeld dieser aktionistisch wirkenden Aktion mal irgendjemand die Mühe gemacht durchzurechnen, wie hoch der Aufwand für den Ticketverkauf ist? Mehrere Mitarbeiter werden durch den Landkreis geschickt bzw. vor dem Hauptbahnhof postiert… um wieviele Tickets zu verkaufen?
Damit sich das überhaupt rechnet müssten wohl tausende Tickets pro Tag verkauft werden. Ich habe so meine Zweifel.
Ich zweifele allerdings nicht daran, dass hier unnötig ein Ansteckungsrisiko konstruiert wird, sowohl für die Mitarbeiter wie für die Fahrgäste. Muss das wirklich sein?!

Ich wage die Prognose, dass jeweils eine Sammelbox an den Eingängen zu jedem Bus kostengünstiger zu installieren wäre als der Betrieb von zwei mobilen Verkaufsstellen. Vermutlich würde dadurch sogar mehr Geld an die VOS fließen, denn die Osnabrücker sind in der Mehrheit keine Schwarzfahrer und wollen für Leistung auch bezahlen.

Heiko Pohlmann


PM
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