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Dumm und Dümmer in Osnabrück:
ohne Versicherung und Helm vor Polizei geflüchtet

Roller vs. Polizeiauto
Dumm und Dümmer in Osnabrück:
ohne Versicherung und Helm vor Polizei geflüchtet

Mit dieser Ausrede haben sich zwei besonders „clevere“ Verkehrsteilnehmer wohl vollends um Kopf und Kragen geredet:

bis jetzt sind immer alle Verfahren eingestellt worden und daher hätte man nichts zu befürchten

Was war passiert?

Ostersonntag, kurz nach 22 Uhr, kam einer Funkstreife auf der Franz-Lenz-Straße (Hasepark) ein Roller entgegen, auf dem zwei Personen fuhren.

Lange Liste von Vergehen bei nur einer Kontrolle

Roller vs. PolizeiautoEiner der beiden trug keinen Helm, so dass das Fahrzeug von den Polizisten angehalten werden sollte. Der Streifenwagen wendete, der Roller gab Gas.
Die Beamten gaben dem Rollerfahrer deutlich zu verstehen, dass er anhalten sollte, aber der setzte seine Fahrt unbeirrt fort und beschleunigte noch. Der Fahrer des Rollers versuchte, nach rechts über einen Parkstreifen zu flüchten, er geriet dabei ins Schlingern und stieß mit dem Streifenwagen zusammen. Doch damit nicht genug!
Der jugendliche Fahrer setzte seine Fahrt fort, konnte aber von den beiden Polizisten, die zwischenzeitlich ausgestiegen waren, gestoppt werden. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass die beiden Jungen mit einem nicht versicherten Roller unterwegs waren (die Versicherung galt für 2014). Weiterhin bestand der Verdacht, dass die Geschwindigkeit des Rollers verändert wurde und somit auch ein „richtiger“ Führerschein für das Fahrzeug erforderlich war. Eine dementsprechende Fahrerlaubnis konnten die beiden 15 und 16 Jahre alten Beteiligten nicht vorlegen. Bei dem Unfall entstand an dem Streifenwagen ein Schaden von ca. 1000 Euro; an dem Roller, der später für eine eingehende Untersuchung sichergestellt wurde, waren es ca. 100 Euro. Verletzt wurde niemand.

 

Polizeibekannte Täter attackieren Beamte nach Unfallaufnahme

Während der Unfallaufnahme wurden die Polizisten von den beiden Jugendlichen beleidigt und verbal attackiert.

Die polizeibekannten Jugendlichen werden sich wohl wegen folgender Delikte verantworten müssen:

  • Missachten von Haltezeichen
  • Unfallflucht
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz

Ob die Beleidigungen auch geahndet werden, darüber schweigt sich die Polizeimeldung aus.

Als ihnen die Tatbestände vorgehalten wurden, erklärten sie, dass „bis jetzt immer alle Verfahren gegen sie eingestellt worden seien und sie von daher nichts zu befürchten hätten“.

PM PI OS
AFP

Frohe Ostern Osnabrück – hoffentlich ohne Smog

Smog-Ostern
Frohe Ostern Osnabrück – hoffentlich ohne Smog

Es liegt was in der Oster-Luft

Smog-OsternIn den Morgenstunden des Ostersonntags fühlten sich einige Osnabrücker an das „Smog-Ostern“ 2009 erinnert.
Damals verdunkelte sich am Ostermontag die Sonne über dem Osnabrücker Land, ausgelöst durch die Rauchschwaden der in der Nacht zuvor abgebrannten Osterfeuer. Die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung wurden teils um mehr als das Dreifache überschritten.

Osterfeuer unter scharfer Kontrolle

In Folge der „Smog-Ostern“ werden Osterfeuer seither in Stadt und Landkreis noch schärfer kontrolliert. Insgesamt nur 22 genehmigte Osterfeuer und drei genehmigungsfreie Kaminholzfeuer finden sich auf der Liste, die von der Stadt herausgegeben wurde. HASEPOST hat hier die Liste der genehmigten Osterfeuer 2015.

Der Rauch von Ostersonntag ist nur ein Vorgeschmack

Allerdings ist es Brauchtum in Osnabrück und näherer Umgebung, Osterfeuer erst an Ostersonntag, gelegentlich auch Ostermontag, abzubrennen. Was jetzt am Ostersonntag als „Barbecue-Geschmack“ in der Luft liegt, hat schon eine weitere Reise hinter sich. In Teilen Westfalens, in Teilen des Emslands oder nördlich von Bramsche gehört auch der Ostersamstag zu den üblichen Osterfeuer-Tagen.

Riecht es auch Ostermontag nach Grillfest beim Osterspaziergang?

Es bleibt spannend, wie sich die Wetterlage entwickelt. Aktuell erwartet der Deutsche Wetter Dienst weiteres Hochdruckwetter, ob das wieder zu einer Wetterlage wie 2009 führen kann, ist noch nicht klar. Vor sechs Jahren soll auch Nässe in Bodennähe eine Rolle gespielt haben – durch die Feuchtigkeit wurde der Rauch und der Feinstaub in Bodennähe gehalten.
Starke Regenfälle vor Ostern? Die hatten wir auch 2015…

HP
AFP

Hundeplatz am Haster Weg eröffnet –
vorerst kein Hundeplatz in Eversburg

Freilaufende Hunde auf dem Hundeplatz in Osnabrück Haste
Freilaufende Hunde auf dem Hundeplatz in Osnabrück Haste

[Update 22:20] In einer ersten Version dieses Artikels war vom Standort „Haste“ die Rede. Es ist zwar der „Haster Weg“, aber im Bereich „Widukindland/Dodesheide“.


Die Entscheidung für zwei(!) Hundeplätze in Osnabrück, die der Stadtrat im vergangenen Jahr beschloss, war nicht unumstritten. Während SPD und Grüne innerhalb ihrer Fraktionen ein differenziertes Abstimmungsverhalten zeigten, stimmte die CDU einstimmig auch für den zweiten im Natruper Holz geplanten Hundeplatz.

Zweiter Hundeplatz war an Stelle eines beliebten Bolz- und Kinderspielplatzes geplant

HASEPOST hatte zuvor darauf hingewiesen, wie ungeeignet gerade die im Natruper Holz geplante Fläche ist. Dort gibt es weder genügend Parkplätze, noch ist er direkt mit dem PKW erreichbar. Lediglich die teils ungeteerte Straße „Am Tannenhof“ erschließt diesen Platz, der zudem ein beliebter Bolzplatz ist und früher auch einen Spielplatz beherbergte. Erst wurde der Spielplatz (aus Kostengründen!) demontiert – dann sollte ein Hundeplatz eingerichtet werden. Anwohner befürchteten, dass ihre Wohnstraßen zugeparkt werden könnten, wenn die Straße „Am Tannenhof“ den Verkehr nicht aufnehmen könne.
Jedes Jahr im Spätsommer findet auf dem Bolzplatz der beliebte Waldflohmarkt des Jugendzentrums Westwerk statt, was mit einem Hundeplatz an der Stelle auch nicht mehr möglich gewesen wäre.

Burkhard Jasper und Sponsoren von animonda
Dr. Sandra Solf (Fachbereich Bürger und Ordnung), Bürgermeister Burkhard Jasper und Marco Lubberich (animonda petcare GmbH) begrüßen auf der Hundefreilauffläche die ersten vierbeinigen Nutzer.

Zumindest die offensichtliche Problematik mit den fehlenden Parkplätzen am Standort, erkannte auch die Verwaltung. Sie schlug – um den Platz dennoch durch den Stadtrat zu bekommen – ernsthaft vor, motorisierte Hundebesitzer könnten ja an der Sedanstraße parken und auf dem Weg zur Freilaufwiese erstmal einen Waldspaziergang unternehmen.
Trotz der offensichtlichen Probleme des Standorts im Natruper Holz übten die CDU-Stdaträte „Fraktionsdisziplin“ und winkten den Antrag durch.
Und dann geschah erstmal monatelang nichts…

Hundeplatz am Haster Weg eröffnet

Auf dem ehemaligen VfL-Übungsplatz am Haster Weg wurde überraschend, fast 11 Monate nach dem Ratsbeschluß, die erste städtische Freilauffläche für Hunde eröffnet. Die notwendigen Arbeiten übernahm die Ausbildungskolonne des Garten- und Landschaftsbaus im Osnabrücker ServiceBetrieb.
Wie beim Ratsbeschluß vergangenen Jahres bereits eingerechnet, konnte eine Spende der Firma animonda petcare GmbH einen teil der Kosten abdecken. Bürgermeister Burkhard Jasper bedankt sich für das gesellschaftliche Engagement.

Der Bolzplatz blieb erhalten

Durch das Sponsoring konnten 4.000 Quadratmeter des ehemals als Bolzfläche genutzten Areals als leinen- und maulkorblose Hundelandschaft angelegt werden. Die Garten- und Landschaftsbau-Auszubildenden des Osnabrücker ServiceBetriebes haben die Hundefreilauffläche mit einem 1,60 m hohen Stabgittermattenzaun eingefriedet und durch einen Pflanzstreifen zum benachbarten Bolzplatz zusätzlich abgegrenzt, der erhalten blieb. „Damit bleibt der Bolzplatz weiterhin erhalten und eine Nutzung beider Interessen kann verträglich nebeneinander stattfinden“, ist sich Bürgermeister Jasper sicher.

Außerhalb der Fläche herrscht Leinenzwang

Freilaufende Hunde auf dem hundeplatz in Osnabrück HasteDas Gebiet um die Fläche am Haster Weg ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und durch ortsrechtliche Regelungen vor allem für Hundehalter nur begrenzt nutzbar. Aufgrund der „Verordnung über den Leinenzwang zum Schutz Erholungssuchender und wild lebender Tiere“ sind Hunde ganzjährig in diesem Bereich an der Leine zu führen. Katja Oehler von animonda petcareweiß, wie wichtig freies Spielen für Hunde ist. Das  zur heristo-Gruppe gehörende Unternehmen für Heimtiernahrung wollte Hundebesitzern eine freie Fläche bieten. „Der Standort ist ideal“, so Oehler. „Sie ist nicht nur für Hundebesitzer aus der direkten Nachbarschaft, sondern auch für anreisende aufgrund der Parkmöglichkeiten, sehr attraktiv.“ Für die notwendige Sauberkeit für Herrchen und Hund sorgt ein zusätzlich bereitgestellter Hundekot-Beutelspender und Abfallbehälter.

Für Burkhard Jasper ist der Standort Eversburg nicht vom Tisch

Bürgermeister Jasper macht deutlich: „Grundsätzlich sieht die Stadt Osnabrück einen zusätzlichen Bedarf an Hundefreilaufflächen. In der nächsten Zeit beobachten wir die Akzeptanz der hergerichteten Fläche. Finden sich weitere Sponsoren, könnten wir eine weitere Hundefreilauffläche im Bereich Natruper Holz/Am Tannenhof ausbauen.

HP/PM Stadt Osnabrück, Fotos: Stadt Osnabrück
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Osnabrück ist die „fitteste Stadt Deutschlands“!

Osnabrück ist die fitteste Stadt Deutschlands
Osnabrück ist die „fitteste Stadt Deutschlands“!

„Ich komm zum Glück aus Osnabrück“, das ist „so 2002“!

Ab und zu sieht man noch die (meist verblassten) Sticker aus der Zeit, als Osnabrück sich rühmen konnte vom Magazin Stern als die Stadt mit den glücklichsten Deutschen ermittelt zu werden.

Das „Glück“ konnte nicht verteidigt werden

Leider konnte dieser Titel nicht verteidigt werden. Die Studie, an der neben dem Hamburger Boulevardmagazin auch die renomierte Unternehmensberatung McKinsey beteiligt war, verwies die Hasestadt in den Folgejahren nur noch auf eher durchschnittliche Plätze.

Jetzt ist Osnabrück „Fitness-Hauptstadt“!

Völlig überraschend erreichte uns heute die Nachricht, daß Osnabrück die „fitteste Stadt Deutschlands“ ist. In einer Studie, die von fitogram, einer spezialisierten Suchmaschine für Fitness- und Wellnessangebote, in Zusammenarbeit mit „edelhelfer“ erstellt wurde, erreichte Osnabrück den Spitzenplatz der 50 größten Städte in Deutschland!

fit-in-osnabrueck

Jeder fünfte Osnabrücker in einem Fitnessclub!

Knapp ein Fünftel der Einwohner Osnabrücks ist Mitglied bei einem Fitnessanbieter, ermittelten die Profis der Fitness-Suchmaschine fitogram. Zu dem guten Abschneiden dürfte nicht zuletzt der recht hohe Anteil an Pendlern beigetragen haben, da Osnabrück ein relativ eng umgrenzendes Stadtgebiet hat – umgeben von selbständigen Gemeinden.

Osnabrücker lieben Yoga und Pilates

Homepage fitgram.de
Homepage der Fitness-Suchmaschine www.fitogram.de

Jonas VillwockMitarbeiter von fitogram und einer der Autoren der Studie, erklärte gegenüber der HASEPOST: „Auffällig ist, dass Osnabrück überdurchschnittlich viele Yoga- und Pilates-Studios hat“. Offenbar sind wir nicht nur fit, sondern „ruhen auch in uns selbst“… das klingt schon fast wieder nach „Glückshauptstadt“.
Rang zwei sicherte sich Freiburg, dessen Fitnesslandschaft durch regional besonders aktive Kettenanbieter geprägt ist. Die Finanzmetropole Frankfurt am Main landet auf dem dritten Platz. Sie wartet mit besonders vielen hochpreisigen Angeboten aus dem Premium-Segment auf. Die großen deutschen Metropolen Hamburg (22), München (27) und Berlin (30) liegen im Mittelfeld.

Extreme Unterschiede zwischen den Städten

Am unteren Ende des Rankings finden sich neben dem Schlusslicht Duisburg (50) – wo nichteinmal jeder 10. Bürger sich um seine Fitness kümmert – auch Gelsenkirchen (49), Hagen (45), Oberhausen (43), Mülheim (42), Dortmund (41) und Hamm (39).
„Auffällig ist das insgesamt schlechte Abschneiden des Ruhrgebiets. Im Vergleich zu Duisburg ist in Osnabrück der Anteil an Menschen mit einer Fitness-Mitgliedschaft mehr als doppelt so hoch“, sagt Jonas Villwock von fitogram. Das heißt aber nicht, dass ganz NRW fitness-faul ist: Als fitteste Stadt im Ruhrgebiet erreicht Bochum immerhin Platz 29. Düsseldorf (11) und Köln (15) landen als größte Städte NRWs weiterhin im oberen Drittel.

die fittesten Städte Deutschlands 1
Quelle: fitogram-Datenbank, edelhelfer Analyse

Die Präsenz von Kettenanbietern trägt als ein Faktor dazu bei, dass die Anzahl der Fitnesstreibenden in einer Stadt steigt. „Gerade regionale Anbieter kennen in der Regel die Gegebenheiten ihres lokalen Marktes besonders gut. Durch eine bekannte Marke mit einer hohen Sichtbarkeit können zudem besonders viele Menschen erreicht und zum Sport motiviert werden. Außerdem gehen Ketten die Werbung neuer Kunden häufig systematischer an als viele Mitbewerber mit nur einer Anlage“, so der Fitnessmarkt-Experte Gregor Titze von edelhelfer.
Markante Beispiele sind neben Freiburg auch Bonn (5) mit Donna’s Frauenfitness und Mannheim (6) mit der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier. Die starke Präsenz von Fitness First in Frankfurt, insbesondere mit Anlagen der hochpreisigen Formate Platinum und Black Label, ist ein weiteres Beispiel.

Im Osten sieht es düster aus für die Fitness

Die neuen Bundesländer haben Nachholbedarf in Sachen Fitness: Keine der Städte schafft es in das erste Drittel. Rostock (47) und Erfurt (46) befinden sich unter den letzten zehn Anbietern des Rankings. In beiden Städten spielen Kettenanbieter keine besondere Rolle. Dresden (19) landet zumindest im oberen Mittelfeld. Hier ist Thomas Sport Center mit fünf Anlagen aktiv und weitere Kettenanbieter – beispielsweise INJOY (drei Clubs) – sind mit mehr als einer Anlage vertreten. Magdeburg (23) erreicht dank des lokalen Betreibers Fitness Class sowie zwei McFIT-Anlagen ebenfalls einen Platz in der oberen Hälfte.

Für die Gemeinschaftsstudie von edelhelfer und fitogram wurden die Daten von rund 4.000 Fitness-Anbietern ausgewertet.

Diese umfassen sowohl traditionelle Fitnessanlagen (Ketten- und Einzelanlagen) als auch Mikroclubs (bspw. EMS, Vibration, Vakuum), Crossfit-Anlagen, Yoga-/Pilatesstudios und Kampfsportstudios. Das Fitness-Ranking „Die fittesten Städte in Deutschland“ soll regelmäßig aktualisiert werden. Dabei sollen zukünftig auch Daten zu Sportvereinen und Freizeitsportlern wie beispielsweise Läufern in die Analyse einfließen.

CS/PM, Daten:fitogram.de

 

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Auch in Osnabrück ist bis Sonntag „Tanzen verboten“!

Tanzen verboten - Symbolbild Tanzverbot
Auch in Osnabrück ist bis Sonntag „Tanzen verboten“!

Keine Ausnahme – auch nicht für Nicht-Christen und Atheisten

Wenn Muslime in der heißesten Zeit des Jahres tagsüber die Nahrungsaufnahme verweigern und während des Ramadan in der Öffentlichkeit auch nichts trinken wollen, oder Christen sich nach einem exzessiv gefeierten Karneval plötzlich kein Feierabend-Bierchen mehr leisten und nicht nur am Freitag in der Fastenzeit auf Fleisch verzichten, dann ist das für die meisten in unserer Gesellschaft irgendetwas zwischen vollkommen egal und anachronistischer Blödsinn – in jedem Fall aber: Privatsache!

Die Religionsfreiheit gestattet jedem sich selbst zu beschränken – und als „Heilfasten“ (inzwischen gibt es sogar „Medienfasten“) kann man auch ganz ohne religiösen Hintergrund Enthaltsamkeit üben.

Tanzen verboten - Symbolbild Tanzverbot

Pünktlich zu Ostern wird aber das gute Drittel derer, die keiner der großen christlichen Konfessionen angehören, mit österlichem Brauchtum konfrontiert – fernab vom eher weltlichen Schoko-Osterhasen.

Tanzverbot von Gründonnerstag bis Ostersonntag

Ab 5 Uhr in den frühen Morgenstunden des Donnerstags vor Ostern, bis Ostersonntag (konkret Mitternacht 24:00 an Karsamstag), gilt das „Tanzverbot“ – Karfreitag sind zudem auch Sportveranstaltungen gesetzlich untersagt. Bei Zuwiderhandlungen schreitet das Ordnungsamt ein, und das kann empfindliche Geldbußen verhängen. Discotheken, die in den kommenden Nächten Tische auf der Tanzfläche postieren, machen das also nicht um den österlichen Absatz von Eierlikör an den Theken zu fördern.

Die gute Nachricht: für Ostersonntag und Ostermontag gibt es keine Tanz- und Sportverbote!

FDP-Jugend nimmt öffentlich Stellung

Mit Blick auf die nahenden Osterfeiertage wiederholen die Jungen Liberalen Osnabrück Stadt ihre Kritik am österlichen Tanzverbot.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Eduard Mackert: „Das Anliegen der Christen, einen ihrer höchsten Feiertage angemessen begehen zu können, ist gerechtfertigt. Aber ebenso sollte auch ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland, die keiner Konfession angehört, die Möglichkeit für eine freie und offene Tagesgestaltung erhalten. Die Ausübung individueller Glaubensansichten einer Religionsgemeinschaft darf nicht dazu führen, dass Andersdenkende in ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Freiheit eingeschränkt werden.“

Mackert weiter: „In einem Staat, der „Heimstatt aller Bürger“ sein soll, muss die Entscheidung über die Ausgestaltung der „Stillen Tage“ beim einzelnen Bürger liegen. Dies ist mit einem allgemeinen Tanzverbot an religiösen Feiertagen unvereinbar. Jeder Clubbetreiber, der gegen das Tanzverbot verstößt, riskiert seine Konzession. Dabei ist dieses Verbot schon lange nicht mehr zeitgemäß. Für die Jungen Liberalen gibt es keinen Anlass, jegliche Tanzveranstaltung zu untersagen. Die Entscheidung daran teilzunehmen sollte jeder individuell für sich treffen.

Die Jungen Liberalen sähen es als „zeitgemäß“ an, so Eduard Mackert, wenn das Ordnungsamt das Tanzverbot nicht kontrollieren würde. Folgerichtig rufen sie das Ordnungsamt dazu auf, von einer Kontrolle während der Feiertage abzusehen.

HP
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„Wissen, was der andere denkt“

Grünberg, Griesert, Witthaut
Foto: (von links) Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Bernhard Witthaut, Polizeipräsident © Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Osnabrück
Grünberg, Griesert, Witthaut
Foto: (von links) Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Bernhard Witthaut, Polizeipräsident

Es ist gut, dass wir miteinander sprechen.Michael Grünberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, ist unter anderem für die Sicherheit der Menschen zuständig, die sich in der Synagoge aufhalten.
In einem Gespräch, zu dem Oberbürgermeister Wolfgang Griesert auch Bernhard Witthaut, Polizeipräsident der Polizeidirektion Osnabrück, eingeladen hatte, schilderte der Vorsitzende, wie die Gemeinde in Osnabrück aufgestellt ist: „Aus unserer Geschichte heraus und auch angesichts der aktuellen Ereignisse, wie zuletzt den Attentaten in Paris, sind wir vorsichtig und aufmerksam.“ Gleichwohl wolle sich die Gemeinde nicht im Alltag einschränken lassen. „Ich habe schon den Eindruck, dass Osnabrück den Titel ‚Friedensstadt‘ zu Recht trägt. Die Gemeindemitglieder fühlen sich wohl hier.

Bernhard Witthaut sagte, dass die Polizei sensibel mit dem Thema umgehe. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Gemeinde und wir kommen lieber dreimal zu viel als einmal zu wenig.

Solche Gespräche sind wichtig, um miteinander in Kontakt zu bleiben und zu wissen, was der andere denkt“, fasste Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zusammen. „Ich freue mich, dass auf diese Weise manche Probleme gar nicht erst entstehen.

PM/Foto: Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Osnabrück

 

 

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Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM):
VfL und Preußen Münster rücken zusammen!

Fußball-Arena Osnabrück Münster (OFM) am 01.04.2015
Maik Walpurgis auf der Pressekonferenz zur Fußball-Arena Osnabrück Münster (OFM) am 01.04.2015

[Update 23:30] Das war natürlich „nur“ ein April-Scherz. Wir freuen uns über die Leser, die mit uns herzlich gelacht haben, und entschuldigen uns bei denen, denen der Scherz etwas zu weit ging. VfL und die Preußen mit einer gemeinsamen Arena… nein wirklich: 2x im Jahr ist das Maximum, das sehen wir ein.
Die Kommentare zeigen, das Thema war rein gefühlstechnisch „nicht ohne“ für die VfL-Fans unter unseren Lesern. Sehr schön auch der Beitrag unseres Oberbürgermeisters im Kommentarbereich… vielleicht gibt es das „Projekt OMO“ ja wirklich; hallo Oldenburg?!
Vielen Dank auch an Frank Henning (SPD) und Christoph Bertels (CDU), die uns nachträglich das OK für die – natürlich frei erfundenen – Zitate gegeben haben.


 

Die Sensation ist perfekt!

Der VfL bekommt eine brandneue Arena – zusammen mit den Preußen aus Münster. Bis zuletzt wurde an den Verträgen gefeilt und die Finanzierung auf Herz und Nieren geprüft. In den frühen Morgenstunden gelang der Durchbruch.

Logo Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM)
Logo Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM)

Möglich machen es niedrige Zinsen und der Immobilienmarkt

Am Ende hat der Erfolg viele Väter, tatsächlich kam der Impuls aber aus dem Osnabrücker Rathaus. Die niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt und die steigende Nachfrage nach großen und zusammenhängenden Flächen in Innenstadtnähe, bieten „eine historische Chance„, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning gegenüber der HASEPOST erklärte.
Henning, der sich als Steuerprüfer gut auskennt in Finanzdingen, war es auch, der den Impuls gab die Option der Arena Westfälischer Frieden zu prüfen. Bis zuletzt entstanden alle Pläne unter größter Geheimhaltung. Nur die Spitzen der Ratsfraktionen in Münster und Osnabrück, und die Führungsriege der betroffenen Vereine, wussten was in langen Hinterzimmer-Verhandlungen auf den Weg gebracht wurde. Öffentlich bekannt wurde es erst in einer eilig berufenen Pressekonferenz nach Mitternacht, nach einem Verhandlungsmarathon, der bereits am Morgen des 31. März begann.

Für einen sensationellen Darlehenszins, bei dem es sogar geringfügige Zinsen für die aufgenommen Schulden geben soll, finanzieren die beiden Städte des Westfälischen Friedens den Arena-Neubau. Die finanzierende Bank soll nicht in der Schweiz ansässig sein, obwohl man dorthin „hervorragende Kontakte“ habe und auch „richtig Kasse“ mache mit den Darlehen, so ein Osnabrücker Kommunalpolitiker am Rande der Pressekonferenz.
Beide Städte haben sich mit je 45% in der Fußball-Arena Osnabrück Münster GmbH (FOM) zusammengeschlossen. Jeweils weitere 5% der Anteile liegen beim Kreis Steinfurt und bei einem Privatinvestor, der als Stiller Teilhaber nicht genannt werden will.

Handschlag für die Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM) am 01.04.2015
Benjamin Siegert, Maik Walpurgis, Frank Henning und Addy Menga – Handschlag für die Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM) am 01.04.2015

Stadionflächen in Münster und an der Bremer Brücke bereits verkauft

Den „Ball ins Rollen“ (nicht ganz unpassend in diesem Zusammenhang), so Frank Henning, brachte das eigentlich am Neumarkt in Osnabrück geplante Einkaufscenter.
Der Investor klagte dem Vernehmen nach schon lange, dass man im Entwicklungsprozess zu viele Kompromisse hinsichtlich Flächen und Verkehrsanbindung machen mußte – deswegen gab es bislang auch keine konkreten Pläne zum Baubeginn am Neumarkt.
In den vergangenen Wochen drohte sogar bereits ein Rückzug des Investors aus Osnabrück, weil die Grüne Stadtratsfraktion den Neumarkt komplett autofrei gestalten will, dann aber die Zufahrt zum Einkaufszentrum aus Richtung Schinkel/Belm nicht mehr möglich sein würde.

Die „pfiffige Idee“ (so ein Mitglied der FDP im Osnabrücker Stadtrat) bestand darin, einen möglichst großen und zusammenhängenden Standort zu finden, der zudem noch verkehrstechnisch gut angebunden ist.
Letztlich war es „eine einfache Rechenaufgabe für einen studierten Mathematiker„, so der CDU Stadtrat Christoph Bertels, die zum Verkauf der Bremer Brücke als universelle Problemlösung führte.

Dort wo heute noch die Ostkurve steht, werden bald Parkflächen entstehen – zur Bremer Straße hin entsteht der Haupteingang für die Bremer Brücke Arkadenso der vorläufige Projettitel für das Einkaufszentrum. Allein der Verkauf der alten Stadionflächen im Schinkel finanziert den Rohbau der neuen Arena in Greven.
Auch für das „Preußenstadion“ in Münster soll es bereits eine Nachnutzung geben. Da es in Münster bereits ein Einkaufszentrum gibt, in der „Fahrradstadt“ aber akuter Parkplatzmangel für Zweiräder herrscht, wird hier voraussichtlich Deutschlands erstes Fahrrad-Parkhaus entstehen.

Enge Kooperation von FOM mit Flughafen FMO angestrebt

Nicht ganz zufällig entstand der Name FOM (= Fußball-Arena Osnabrück Münster), bei dem Osnabrück – anders als beim Flughafen FMO – vor Münster genannt wird. Flughafen und Arena-Gesellschaft werden eng kooperieren. Der Standort der Arena (siehe Karte unten) wird nahe am Ankunfts-Terminal des Regionalflughafens liegen. Zu den Spielen der Preußen und des VfL werden in den Flughafen-Parkhäusern separate Etagen exklusiv für Heim- und Gäste-Fans reserviert sein, die bequem über die Autobahn A1 anreisen können.

Spitzenclubs aus Mailand, Barcelona und London werden hier trainieren

Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM) am 01.04.2015
Maik Walpurgis auf der Pressekonferenz zur Fußball-Arena Osnabrück Münster (FOM) am 01.04.2015

Einen echten „Trumpf“ wird der Regionalflughafen aber zwischen den Liga-Spielen ausspielen. Es ist geplant die Arena Westfälischer Frieden „in der Woche“ (also an den spielfreien Tagen) als Trainingsplatz für die Champions-League zu etablieren!
Für Spitzenspieler wie Cristiano Ronaldo (Real Madrid), die längst eigene Flugzeuge statt Sportwagen als Statussymbol entdeckt haben, kann der FMO attraktive Parkflächen und Serviceleistungen (u.a. VIP-Wartung für Business-Jets) anbieten. Internationale Spitzenmannschaften werden sich „auf neutralem westfälischen Boden“  zu regelmäßigen Testspielen treffen – während in den Flugzeughallen die Jets der Stars eine Grundreinigung erhalten.
Dem Vernehmen nach haben bereits Real Madrid, der FC Barcelona und ein noch nicht näher bekannter Club aus London ihr Interesse bekundet, die neue „Arena mit eigener Landebahn“ regelmässig für Trainings und Testspiele zu buchen.
Um die immer größeren Privatjets der Fußball-Stars abfertigen zu können, soll der FMO in Greven so auch kurzfristig seine seit langem geplante Startbahnverlängerung erhalten.

Ambitionierter Zeitplan

Da die „Bremer Brücke“ bereits mit dem Stichtag 1. April 2015 an das geplante Kaufhaus verkauft ist (der „Affenfelsen“ in der Ecke Nord/Ost soll kurzfristig eingerissen werden), wird mit einem schnellen Baufortschritt der Arena Westfälischer Frieden gerechnet. Über die Autobahn A1 soll bereits in den Sommermonaten Bauschutt angefahren werden, der das Fundament für die neuen Tribünen der Arena bilden wird. Auch hier setzen die Verantwortlichen auf eine pragmatische Lösung: durch die verschiedenen Bombensprengungen der vergangenen Wochen (zuletzt in der Gartlage und am Haster Berg) wurden große Erdmassen aufgeworfen, die man nun nach Greven bewegen wird.

Der Termin für den Anpfiff des ersten Spiels – ein Freundschaftsspiel zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück – steht bereits: 29.02.2017 (schon jetzt in den Kalender eintragen!).

 

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HP / Fotos: hop - am 01.04.2015
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Die Zweitwohnsteuer tritt in Kraft: alle Fakten

Symbolbild Finanzamt Formular
Die Zweitwohnsteuer tritt in Kraft: alle Fakten

HASEPOST berichtete bereits unmittelbar nach dem entscheidenden Ratsbeschluss.

Am Mittwoch, 1. April, tritt die Zweitwohnungssteuer nun in Kraft. Sie betrifft alle, die in Osnabrück eine Zweitwohnung haben – es gibt allerdings ein paar Ausnahmen. Hier alle Fakten:

Die Steuer wirkt vor allem indirekt auf die Stadtkasse

Für die Stadt Osnabrück noch wichtiger als die Einnahmeerzielung, ist der indirekte Effekt dieser Steuer: so kommen die wirklich großen Beträge in den Stadtsäckel.

Mit der Steuer soll erreicht werden, dass die Zweitwohnsitzinhaber sich mit Erstwohnsitz in Osnabrück anmelden. Dies hat für die Stadt erhebliche Mehreinnahmen im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs zur Folge. Die Verteilung erfolgt unter anderem nach der statistischen Einwohnerzahl zum Stichtag 30.06. des Vorjahres.

Die Einnahmen durch die neue Steuer schätzt die Verwaltung auf überschaubare 140.000 Euro. Die erwarteten Zuwendungen im Rahmen des Finanzausgleichs sollen bereits im ersten Jahr eine halbe Million Euro in die klammen Kassen spülen – in den Folgejahren wird mit jährlich rund einer Million Euro gerechnet.

Symbolbild Finanzamt Formular

Stadt schreibt alle Betroffenen an

Etwa Mitte April erhalten alle, die am 1. April 2015 einen Zweitwohnsitz in Osnabrück haben, ein Informationsschreiben vom Fachbereich Finanzen und Controlling/Fachdienst Steuern und Gebühren. Zusammen mit diesem Schreiben werden Fragebögen verschickt, die ausgefüllt und zurückgegeben werden müssen und die dann als Grundlage für die Entscheidung über eine Steuerpflicht dienen.

Wie in der Bibel: „der Zehnte“ geht an die Stadt

Der Steuersatz ist zehn Prozent der Nettokaltmiete. Falls jemand eine Zweitwohnung hat, aber keine Miete zahlt, muss er trotzdem die Steuer bezahlen. Berechnet wird dann nach der Nettokaltmiete, die für Räume in ähnlicher Art, Lage und Ausstattung gezahlt wird.

Es gibt Ausnahmen!

Von der Steuer ausgenommen sind Studenten und Auszubildende, die in einer anderen Stadt studieren und dort auch ihren Erstwohnsitz gemeldet haben, aber eine Nebenwohnung bei ihren Eltern in Osnabrück haben – sofern sie noch keine 29 Jahre alt sind. Ebenfalls ausgenommen sind Menschen, die in der Nebenwohnung therapeutisch oder sozialpädagogisch betreut werden. Eine weitere Ausnahme sind Gemeinschaftsunterkünfte für Soldaten, Polizeivollzugsbeamte und Personen, die im Bundesfreiwilligendienst arbeiten.

Und wann wird die Steuer fällig?

Die Steuer wird zu je einem Viertel ihres Jahresbetrages am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig.

Osnabrück ist günstig!

Das Portal Zweitwohnsitzsteuer listet alle deutschen Städte mit einer vergleichbaren Steuer auf. Das arme (aber sexy?) Berlin ist auch hier vergleichsweise „billig“, mit effektiv nur 5%, aber je weiter man südlich geht, desto teuerer wird es. Wer in Baden-Württemberg leben will, „darf“ für das Privileg einer Zweitwohnung in Überlingen fast ein Drittel seiner Miete als zusätzliche Steuer überweisen, und auch am Bodensee, genauer in Lindau (Bayern), langt man mit rund 22% ordentlich zu. Selbst im östlichsten Osten der Republik, in Cottbus möchte man 15% von seinen Zweitwohnsitz-Bürgern kassieren. So gesehen: Osnabrück ist ein Schnäppchen! Und wer jetzt „echter“ Osnabrücker wird, der zahlt auch in Zukunft nichts extra.

Christian Schmidt, Symbolfoto

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Orkan „Niklas“ erreicht das Osnabrücker Land

Spiegel Nordwestbahn
Orkan „Niklas“ erreicht das Osnabrücker Land

[Update 14:45] Nachdem ein Intercity bei Belm in einen umgestürzten Baum gefahren ist, sind auch alle Verbindungen in Richtung Hamburg unterbrochen


 

Der Spiegel (siehe Screenshot) zeigt bereits einen Notfalleinsatz an einem Zug der Nordwestbahn, aber noch(?) ist es verhältnismäßig ruhig im Osnabrücker Land. Die Ruhe vor dem Sturm?

Spiegel NordwestbahnWarnstufe „rot“ für das Osnabrücker Land

Die Unwetterzentrale (www.unwetterzentrale.de) hat jedoch mit Warnstufe rot bereits die dritte (von vier) Warnstufen ausgegeben. Bis Mittwoch-Nacht ist in Böen mit Windgeschwindigkeiten von bus zu 110 km/h zu rechnen.

Nahverkehr der Bahn vor dem Aus

Die Deutsche Bahn meldet (Stand 31.03., 11:50 Uhr) eine eingleisige Sperrung der Eisenbahnstrecke (Berlin) Hannover – Rheine (Amsterdam) im Bereich Melle/Bruchmühlen – mit Verspätungen auf der Ost/West-Achse ist zu rechnen.
In Nordrhein-Westfalen wurde nach aktuellen Medienberichten der Nahverkehr komplett eingestellt, was angesichts der Insellage Osnabrücks vermutlich weitreichende Folgen für den Bahnverkehr in Osnabrück haben wird.

Die Deutsche Bahn aktualisiert auf einer Sonderseite laufend ihre wetterbedingten Meldungen.

Erst nach Ostern Besserung in Sicht

Auch für das Osterwochenende sieht es nicht viel besser aus, die Höchstwerte werden kaum über 10c Grad reichen. Erst in der Woche nach Ostern ist mit einer Besserung zu rechnen, so die Meterologen.

CS, Screenshot: Spiegel.de
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Die Liebesschlösser an der Hase, jedes für sich ein „Osnabrücker Original“ und ein Zeichen der Liebe

Die Liebesschlösser an der Hase, jedes für sich ein „Osnabrücker Original“ und ein Zeichen der Liebe
Die Liebesschlösser an der Hase, jedes für sich ein „Osnabrücker Original“ und ein Zeichen der Liebe

Zugegeben, die Idee der Liebesschlösser ist keine original Osnabrücker Erfindung, aber jedes einzelne Schloss ist ein Zeichen individueller Liebe – fest angeschlossen an eine Brücke über die Hase und damit auch ein Stück Osnabrück.

Aber vielleicht kennen Sie den Brauch der Liebesschlösser noch gar nicht und haben sich schon gewundert, warum an der Brücke „Öwer de Hase“, der Hasebrücke am Gymnasium Carolinum und der Brücke hinter L+T so viele bunte und oft gravierte Vorhängeschlösser hängen?

 Der genaue Ursprung dieses romantischen Brauches ist unbekannt. Es wird vermutet, dass die ersten Schlösser von den Absolventen einer Sanitätsakademie an einer Brückenlaterne in Rom angebracht wurden. Sie wollten sich damit an ihre Ausbildungszeit erinnern und verwendeten die alten Vorhängeschlösser ihrer Spinde.
Diese Idee soll dann von verliebten Paaren übernommen worden sein, die zusätzlich noch den Brauch hinzufügten gemeinsam den Schlüssel hinter sich in den Fluss zu werfen, was an das Münzwerfen in den römischen Trevi-Brunnen erinnert. In den 90er Jahren verarbeitete der Autor Fedorico Moccia diesen Brauch in seinem Roman „Drei Meter über dem Himmel“, dessen spätere Verfilmung sicher sehr zur Verbreitung beigetragen hat.
Bereits seit dem Ende des Ersten Weltkriegs soll es auch in Serbien eine Liebesbrücke geben. Aus Ungarn ist eine Tradition überliefert, bei der Liebesschlösser an einen Zaun gekettet werden.

 Liebeschlösser an der Hase in Osnabrück

Unabhängig von der genauen, vermutlich südeuropäischen, Herkunft, reklamiert Köln für sich die ersten Liebesschlösser diesseits der Donau. Seit 2008 ist die Hohenzollernbrücke der wohl bekannteste Ort für Liebesschlösser in Deutschland. Im Jahr zuvor war der Brauch in Rom bereits so populär, dass erste Verbote ausgesprochen wurden. Eine über und über mit Schlössern behängte Brückenlampe war unter dem Gewicht zusammengebrochen.

Obwohl keine Schäden bekannt sind, wurde in Berlin zwischenzeitlich ein generelles Verbot ausgesprochen. In Lübeck hingegen, wohin sich der südliche Brauch ebenfalls verbreitete, wurden wegen festgestellter Rostschäden an einer Brücke inzwischen gesonderte Ketten angebracht, die speziell zum Aufhängen der Liebesschlösser einladen. Dort, wie auch anderswo, begrüßt man diesen neuen Brauch als Ergänzung des lokalen Tourismusangebots – schließlich kommt man als Paar gerne an den Ort zurück, an dem man sich möglichst für die Ewigkeit gekettet hat.

Seit wann genau auch in Osnabrück Liebesschlösser aufgehängt werden ist nicht bekannt. Ausgangspunkt dürfte jedoch die innerstädtische Brücke „Öwer de Hase“ sein, an der seit gut zwei Jahren erste Vorhängeschlösser baumeln, die inzwischen reichlich Nachbarn erhielten. Für spontane Liebespaare bietet der Schnellschuster im Kaufhof ein gut sortiertes Angebot auch besonders farbiger Schlösser an, die auf Wunsch direkt graviert werden können.
Wer für sein Liebes-Andenken lieber ein romantischeres Umfeld sucht, der findet es an der Füßgängerbrücke am Herrenteichswall oder vielleicht schon auf dem Weg dorthin hinter L+T. Somit hat Osnabrück insgesamt drei Brücken, an denen sich Liebende mit dieser romantischen Geste verewigen.
Man könnte sagen Osnabrücker waren zwar nicht die Ersten, aber wir machen es wie immer richtig! 

HP, Foto: privat

Dieser Artikel erschien auch am 09.09.2012 in der Osnabrücker Sonntagszeitung (PDF Download).

AFP