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Hitzige Debatten im Ratssitzungssaal – auch über
eine offenbar mangelhafte Diskussionskultur

Stadtrat Ratssitzungssaal Osnabrück
Hitzige Debatten im Ratssitzungssaal – auch über
eine offenbar mangelhafte Diskussionskultur

Die Ratssitzung wurde eingeleitet mit einer Schweigeminute für die Flüchtlinge, die in den vergangenen Tagen im Mittelmeer starben.

Ergänzend dazu wurde von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ein Schreiben verlesen, in dem der Stadtrat seine Bestürzung über die „Katastrophe im Mittelmeer“ zum Ausdruck bringt. Dieses Schreiben, das wir im hier im vollen Wortlaut zum Download anbieten, geht an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil.

Aktuelle Stunde zur Diskussionskultur

Gleich mit dem ersten regulären Tagesordnungspunkt ging es „zur Sache“. In einer „aktuellen Stunde“ wurde über die „Diskussionskultur“ im Stadtrat debattiert. Auslöser war der hitzige Diskurs in der vorangegangenen Ratssitzung, in der SPD-Fraktionschef Frank Henning heftige Vorwürfe in Richtung des Oberbürgermeisters machte. Henning beklagte damals, dass der Besuch der niedersächsischen Kultusministerin in bislang noch nie dagewesener Weise gestört worden wäre – allen voran auch durch Billigung des Oberbürgermeisters.
Fritz Brickwedde, der Fraktionschef der CDU, warf seinem SPD-Konterpart vor in diesem Zusammenhang öffentlich mindestens 5x „nicht die Wahrheit“ gesagt zu haben“.
Brickwedde erinnerte daran, dass die Kommunalpolitik ein „schwieriges Jahr“ vor sich habe. 2015 sei zwar kein Wahljahr, aber man müsse einen Doppelhaushalt verabschieden, und da wolle er auch mit dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion vernünftig zusammenarbeiten können.

Henning will Konflikte im Ratskeller beim Bier lösen

Nach einigen Redebeiträgen aus den Reihen der anderen Parteien, in denen mehr Kollegialität eingefordert wurde, kam abschließend auch Frank Henning zu Wort, um den es in der Sache ja eigentlich ging. Er machte es relativ kurz: zwar betonte er, dass der politische Streit ins Rathaus gehören würde, aber er wolle Fritz Brickwedde baldmöglichst „zwei Etagen tiefer“ im Ratskeller einladen, um dort mögliche Konflikte beim Bier zu klären.

Für Heiterkeit im Ratssitzungssaal sorgte Dr. Thomas Thiele (FDP), der mögliche Mängel in seiner Diskussionskultur wie folgt erklärte:

 Für mein Testosteron kann ich nicht so viel, dafür bin ich Mann

Stadtrat Ratssitzungssaal Osnabrück

Stellplätze für Foodtrucks an der Skateranlage?

Die Skateranlage an der Liebiegstraße beschäftigte erneut den Rat – auch weil von Seiten der SPD der Standort wiederholt im Stadtteil Schinkel angesiedelt wurde.
Christoph Bertels (CDU) betonte, dass für jeden Schinkelaner und echten Osnabrücker die Liebigstraße immer noch im Stadtteil Gartlage zu verorten sei.
Nach dem Austausch diverser Argumente dafür und dagegen (hauptsächlich die Kosten für mögliche Baumaßnahmen) wurde einem Antrag zugestimmt, der die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob zusätzliche Stellplätze in Randlage der Skateranlage für „mobile Dienstleister“ (gemeint sind wohl vor allem „Foodtrucks“) vorgesehen werden können.
Festlegen will sich der Rat noch nicht – das geht auch erst im nächsten Schritt, nach Prüfung durch die Verwaltung. Vielleicht wird es dann auch zu weiteren Stellplätzen, zum Beispiel am neuen Hundeplatz, dem Rubbenbruchsee oder am Moskau kommen. Denn auch da könne er sich mobile Imbissstände vorstellen, so Wulf-Sigmar Mierke von der UWG.

Mehr E-Autos für Osnabrück

Auch die Elektromobilität beschäftigte den Rat. Durch die Bank argumentierten die Redner aller Parteien, dass hier vor allem die Bundesregierung tätig werden muss, damit Elektroautos endlich attraktiver werden.

Rathaus Osnabrück Ratssitzungssaal
Im Ratssitzungssaal brennt noch lange das Licht.

Die Debatte wurde ausgelöst durch einen Antrag der CDU, der vorsah E-Autos zukünftig zu privilegieren, zum Beispiel bei Parkgebühren, Nutzung von Busspuren oder in der Ausnahme von Zufahrtsbeschränkungen.
Letztlich angenommen wurde ein weitergehender Antrag der rot/grünen Zählgemeinschaft, der neben einer Privilegierung von Elektroautos (CDU-Antrag) sich auch dafür einsetzt, dass die Eigenbetriebe und Tochtergesellschaften der Stadt zukünftig stärker auf Elektroautos setzen. Auch soll geprüft werden, ob das Anliefern in der Innenstadt verstärkt elektrisch erfolgen könnte.
Im Haushaltsentwurf 2016/17 sollen erste finanzielle Mittel zur Förderung der Elektromobilität eingestellt werden, mit denen dann auch Elektrofahrräder und Pedelecs für den Weg zur Arbeit und der Ausbau der Ladeifrastruktur gefördert werden können. Wie das genau geschehen wird, muss noch definiert werden.

Der Prüfantrag, der ohne Gegenstimmen angenommen wurde, wurde noch ergänzt um die Anregung von Fritz Brickwedde (CDU), der geprüft wissen möchte, wie laufende Fördermaßnahmen des Bundes genutzt werden können um den Verkehr in Osnabrück zu elektrifizieren.

 Bezahlbarer Wohnraum für Osnabrück

Gleich drei Anträge – von SPD/Grüne, der Linken und der CDU – beschäftigten sich mit den stetig steigenden Mietpreisen in Osnabrück und der möglichen Einführung einer Mietpreisbremse.

Frank Henning von der SPD, der auch Landtagsabgeordneter ist, betonte hier wäre zwar das Land zuständig, aber seine Fraktion unterstützt die Einführung. Die Mietpreissteigerungen in Osnabrück nannte Henning „exorbitant“.
Giesela Brandes – Steggewentz (Linke) erläuterte den Antrag ihrer Fraktion, die einen qualifizierten Mietpreisspiegel für Osnabrück fordert.
Thomas Thiele von der FDP kritisierte seine Vorredner, sie würden den Wählern „Sand in die Augen streuen“, da doch gerade erst durch die Erhöhung der Grundsteuer die Kosten für die Vermieter erhöht wurde, und eine Mietpreisbremse vor allem bestehende Mietverträge schützt und in der Zukunft Vermieter dann besonders nach solventen Mietern Ausschau halten würden.
Fritz Brickwedde (CDU) erläuterte, dass Osnabrück im Vergleich der niedersächsischen Großstädte ein sehr gutes und verhältnismäßig niedriges Mietpreisniveau hätte. Man solle vor allem bei Neubauten dafür sorgen, dass die Kosten erschwinglich blieben. Dies können dadurch sichergestellt werden, dass zum Beispiel Familien mit Kindern Baugrundstücke mit Rabatt bekommen. Als Beispiel nannte Brickwedde die Baugebiete in der Gartlage und zukünftig auf dem Gelände der ehemaligen Landwehr-Kaserne in Eversburg/Atter.

Autofreier Sonntag 2016

Über diesen Diskussionspunkt haben wir bereits direkt nach der Ratssitzung berichtet.
Der Artikel ist hier zu finden.

Wildtiere im Zirkus

Dieses Thema, über das HASEPOST.de als erstes Medium in Osnabrück berichtete, war mit besonderer Spannung erwartet worden. Wulf-Sigmar Mierke (UWG), der zusammen mit seinem Kollegen von den Piraten das Thema auf die Agenda brachte, sieht das Kommunalparlament gefordert, gerade weil es keine europaweite oder deutschlandweite Regulierung gibt.
Von Seiten der UWG/Piraten ist die Freude groß, dass es „im Sinne der Tiere“ durch die vorliegenden Änderungsanträge, so viel Zustimmung gibt.
Fritz Brickwedde (CDU) möchte die Veterinäre der Stadt als Kontrollbehörde streng prüfen lassen und wünscht sich, dass die Amtstierärzte dazu auch mal vor der Lokalpolitik berichten.
Diana Häs (Grüne) betonte, dass ihre Partei sehr auf ein generelles und bundesweites Verbot von Wildtieren in Zirkussen hinwirken will.

Langweilen sich Zirkustiere wenn es keine Vorstellungen mehr gibt?

Für die FDP erläuterte Maria-Theresia Sliwka, dass sich die Osnabrücker Liberalen gegen ein Verbot stellen, da der Stadtrat dafür das falsche Gremium sei und eine bundeseinheitliche Regelung notwendig wäre.
Die Zirkusse „tun ja auch nichts verbotenes“, so Sliwka. Sie stellte in den Raum, dass sich die Tiere wömöglich „langweilen“ würden, wenn sie nicht auftreten dürften, und man könne sie ja nicht einfach zurück in die Wildnis bringen.

Wir können mehr tun!

Wir können mehr tun“, so Thomas Klein von den Grünen. Als Beispiel nannte er die bayerische Gemeinde Erding, in der es sehr wohl ein gültiges Verbot gegen Zirkusse mit Wildtieren gäbe, und man solle nicht auf ein Verbot auf Bundesebene warten.
Abschließend ergriff Wulf-Sigmar Mierke nochmals das Wort und kritisierte vor allem die FDP, man könne nicht immer warten, bis die Bundespolitik eine Lösung schaffe. Mierke prognostizierte, dass die vorliegenden Anträge seiner Gruppe (UWG/Piraten), der Grünen und der CDU nach Prüfung durch die Verwaltung bald zu einer Entscheidung führen werden, die ein wirksames Wildtierverbot für Zirkusse in Osnabrück möglich macht.

Wiedereinführung Baumschutzsatzung

Gegen Ende der Ratssitzung kam es nochmal zu hitzigen Debatten, ob Osnabrück eine Baumschutzsatzung braucht, oder nicht. Eine Alternative wäre verstärkte Beratung im Vorfeld geplanter Fällarbeiten gewesen. Die Gegner (CDU, FDP, UWG) einer Baumschutzsatzung, die genau definiert wann Bäume nicht mehr gefällt werden dürfen, sehen eine solche Regelung als kontraproduktiv für die gut gemeinte Sache. Ihrer Meinung nach haben Erfahrungen mit einer zeitweise bereits in Osnabrück gültigen Verordnung gezeigt, dass wenn es eine solche Regelung gibt, Bäume „vorsorglich“ gefällt würden, damit sie gar nicht erst den für den Schutz definierten Stamm-Umfang erreichen.
Durchsetzen konnten sich schließlich doch SPD und Grüne, die sich unter anderem darauf berufen, dass es vergleichbare Baumsatzungen in zahlreichen niedersächsischen Städten gibt. Der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Michael Hagedorn führte als Beispiele in Niedersachsen auch Rostock auf, konnte diesen kleinen geografischen Lapsus aber nach zahlreichen Zwischenrufen aber korrigieren.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der gegen eine Baumsatzung stimmte, hatte den Befürwortern entgegen gehalten, dass Münster – trotz des Titels „Umwelthauptstadt“ – eine der Städte ohne eine solche bürokratische Regelung sei.

Auch am Ende gab es nochmals Streit

Ein kleiner Wermutstropfen für die zu Beginn der Ratssitzung geführte Debatte zur Dikussionskultur war es sicherlich, dass Volker Bajus von Grünen und Fritz-Brickwedde von der CDU bei diesem Thema wieder in alte Gewohnheiten verfielen, und es erneut zu einem Schlagabtausch kam.
Fraglich, ob auch dieser Konflikt „beim Bier im Ratskeller“ gelöst werden kann, wie es SPD-Chef Frank Henning für die ihn betreffenden Konflikte wünscht.

AFP

Stadtrat will den autofreien Sonntag

autofreier Sonntag in Osnabrück
sonntagsfahrverbot

Grüne mit CDU auf einer Linie

Gar nicht weit auseinander lagen SPD/Grüne und die CDU bei ihren Anträgen zu einem autofreien Sonntag.

Jens Meyer von den Grünen erklärte, so ein autofreier Tag „wird zwar nicht unser Klima retten“, aber an einem Tag im Jahr könnte man die Bürger zum Nachdenken über ihre Mobilität bewegen.
Viele Städte in Deutschland machen es uns vor, allen voran Hannover, so Jens Meyer in der Ratssitzung am Dienstagabend.
Nach seinen Angaben sind die autofreien Sonntage in der Landeshauptstadt ein voller Erfolg. 130.000 Menschen seien dann in Hannover unterwegs – allerdings ohne Auto. An so einem Tag erleben die Bürger ihre Stadt neu.
Die Grünen, erklärte ihr verkehrspolitischer Sprecher, seien offen auch für alternative Formen eines autofreien Tages, so wie im CDU-Antrag beschrieben, bei dem nur einzelne Straßen oder Quartiere autofrei sind. Gute Beispiele gäbe es zum Beispiel in Rheinland Pfalz, wo Moselgemeinden an autofreien Tagen die Straßen entlang des Flusses für Feiern nutzen, aber nicht generell den Autoverkehr verbannen.

autofreier Sonntag in Osnabrück

CDU will keinen Zwang zum Verzicht

Katharina Pötter (CDU) erkannte auch, das wesentliche Elemente in den Anträgen identisch seien. Man solle mit einem solchen Tag die Leute anregen zu überdenken, ob wirklich jeder Weg mit dem Auto erledigt werden muss. Wichtig, so die CDU-Stadträtin, sei es keinen Zwang auszuüben. Wer sein Auto benötigt um zur Arbeit zu gelangen, oder einfach nicht darauf verzichten will, soll es auch an so einem Aktionstag nutzen können.

Die FDP in der Opposition, UWG sieht ein Déjà-vu

Kritik gab es von Thomas Thiele (FDP) und Wulf-Sigmar Mierke von der UWG. Während der FDP-Stadtrat aus Kostengründen, aber auch weil Osnabrück „Autobauerstadt“ ist, sich gegen die Vorschläge aussprach, betonte der UWG-Vertreter, dass die vorliegenden Anträge fast wortgleich schon mal vor vier Jahren vorlagen, damals aber abgelehnt wurden.

Die UWG war damals sogar so weit gegangen, den autofreien Tag auf einen Werktag legen zu wollen. Selbstverständlich freue er sich, so Mierke, dass die Akzeptanz jetzt offenbar anders sei als 2011.

Bei Enthaltung der FDP, wurden die zusammengelegten Anträge verabschiedet – die Verwaltung wird nun prüfen, wie ein autofreier Sonntag in Osnabrück möglich ist. Ziel ist es 2016 zum ersten Mal einen solchen Tag auszurufen.

AFP

Terrassenfest am Westerberg heute mit Charity-Lauf

Charity Lauf Terrassenfest
Terrassenfest am Westerberg heute mit Charity-Lauf

Neben einigen anderen Highlights, wie einem Kicker-Turnier (13 – 17 Uhr) und Filmvorführungen des Osnabrücker Filmfests, ist der „Charity-Lauf der sozialen Dienste SKM“ ein Higlight des Terrasenfests am Dienstag.

Das gesamte Programm, inklusive der Musik-Acts, ist hier online.

 
Charity Lauf TerrassenfestBeim Charity-Lauf (Start um 18:30 Uhr) steht der gute Zweck im Vordergrund.
Dieser sportliche Programmpunkt findet jährlich statt und ist zugunsten wohnungsloser Menschen in Osnabrück.

Wo geht es lang?

Der Lauf startet und endet auf der Terrasse der Hochschule an der Albrechtstraße 30 und führt über den Westerberg durch das Heger Holz und am Rubbenbruchsee entlang.

Die Läufer/innen können sich zwischen einer Distanz von 4 km, 7 km und 14 km entscheiden, für Walker/innen steht eine Strecke von 4 / 7 km zur Verfügung. Auf den Läufen findet kein Wettkampf statt.

Was kostet die Teilnahme?

Die Anmeldegebühren für Erwachsene betragen 10 €, für Jugendliche und Studenten 5 Euro und Kinder unter 12 Jahren zahlen kein Startgeld.

Die Anmeldung und der Startnummernverkauf starten ab 17:00 Uhr am Veranstaltungsort.

Durch die Teilnahme am Charity-Lauf können zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten im Laurentiushaus für Menschen in Notsituationen, die Tageswohnung als Treffpunkt und mit Beratungsangeboten für Menschen die auf der Straße oder in unzureichenden Wohnverhältnissen leben und die Straßenzeitung “ABSEITS!?” unterstützt werden.

Das Abendprogramm…

Heute stehen auf der Bühne: Astairre, Home To Paris und DJ Riot On The Rocks.

SOe / unter Verwendung von Material des Orgateams Terrassenfest 2015
AFP

Kommunalwahl 2016 – was plant Kalla Wefel?

Kalla Wefel strebt die Kommunalwahl 2016 an
Kommunalwahl 2016 – was plant Kalla Wefel? / Foto: Michael Stange

Bis zur Kommunalwahl 2016 ist es noch ein wenig hin – noch nicht einmal der genaue Termin steht fest. Irgendwann im Herbst des kommenden Jahres wird aber der Osnabrücker Stadtrat neu gewählt. Bis dahin werden wohl einige neue Spieler die politische Bühne betreten.

Bis 2011 war noch alles überschaubar

Schaut man sich die Zusammensetzung des Osnabrücker Stadtrates in den zurücklegenden Jahrzehnten an, waren es immer nur CDU, SPD und FDP, die untereinander die Stadträte ausmachten. Erst 1981 kamen die Grünen hinzu, die 2011 mit insgesamt 11 Sitzen ihr bisher bestes Ergebnis erzielten.

UWG, Linke und Piraten kamen erst 2006 und 2011

2006 war es schon fast eine Revolution, als mit je einem Vertreter die Linke und die UWG das Rathaus eroberten. 2011 kamen die Piraten hinzu, während die FDP von 5 auf 2 Sitze zurückfiel.
Angetreten, aber erfolglos blieben 2011 die vom Verfassungsschutz beobachtete und inzwischen wieder aufgelöste muslimische Partei MDU, bei der auch der Osnabrücker Islamist Erhat Toka mitmischte, sowie die Ökologisch Demokratische Partei „ÖDP“, deren ehemaliger Kreisvorsitzender Heiko Panzer inzwischen für die SPD im Stadtrat sitzt.

Parteilose Kandidaten wie bei der Oberbürgermeister-Wahl 2013?

Kalla Wefel - der Kandidat
Mit diesem Bild empfahl sich Kalla Wefel zur Wahl des Oberbürgermeisters 2013

Als 2013, nach dem Wechsel von Boris Pistorius auf den Ministerposten in Hannover, ein neues Stadtoberhaupt gewählt werden musste, traten erstmals Kandidaten ins Rampenlicht, die man dort nicht erwartete.
Neben den üblichen „Spaßkandidaten“ von FDP (Robert Seidler) und Grünen (Thomas Klein), denen man nur marginale Chancen einräumen konnte, wechselten Christian Steiffen alias Hardy Schwetter und Kalla Wefel von der Showbühne auf die politische Bühne. Nicht bis auf die Wahlzettel schaffte es der als „Taschen-Künstler“ bekannte Markus Oliver Braun, aber zumindest im „Vorprogramm“ sorgte er für Gesprächsstoff, denn er war ein weiterer Beweis dafür, dass es keiner Partei bedarf um in der Lokalpolitik mitzumischen.
Wie nicht anders erwartet machten natürlich Wolfgang Griesert  und seine sozialdemokratische Kontrahentin Birgit Bornemann die Wahl unter sich aus.

Bei der Kommunalwahl gelten andere Regeln

Anders als bei der Wahl zum Oberbürgermeister sind bei der Kommunalwahl rund 50 Sitze im Stadtrat zu vergeben.
nicht nur können bereits 16jährige an diesen Wahlen aktiv teilnehmen, auch Bürger aus EU-Mitgliedsstaaten haben das Recht das Kommunalparlament zu wählen.
Wahlvorschläge können nicht nur durch Parteien eingereicht werden, auch Einzelkandidaten können sich aufstellen lasse und gemeinsame Listen von interessierten (aber sonst vielleicht parteilosen) Bürgern sind möglich.

Kopf der Facebook-Präsenz der Bunten Liste Osnabrück
Kopf der Facebook-Präsenz der Bunten Liste Osnabrück

Kalla Wefel plant eine „Bunte Liste“ für Osnabrück

Unter dem Titel „Bunte Liste Osnabrück“ hat Kalla Wefel, der beim ersten Wahlgang zur Wahl des Oberbürgermeisters 2013 2,54% aller Stimmen erreichte, nun eine Facebook-Seite eingerichtet.
Kurz noch zum Wahlergebnis von Kalla Wefel 2013. 2,5% bzw. 2,3% reichten 2006 schon um je einen Kandidaten von Linke oder UWG ins Stadtparlament zu bringen. Die Piraten brachten ihren Kandidaten 2011 bereits mit nur 2% der Stimmenanteile ins Rathaus.

Zielbereich: 8-20%!

Gegenüber HASEPOST.de erklärte Kalla Wefel, er strebe ein Ergebnis zwischen 8 und 20% an – es gäbe bereits einige Kandidaten für seine „Bunte Liste“. Auch sei es geplant in allen acht Wahlbezirken der Stadt eigene Listen aufzustellen.
bunte-liste-postingDas angepeilte Ergebnis ist jedenfalls ambitioniert. Mit 8% wäre die Bunte Liste nahezu doppelt so stark wie die FDP jetzt (4,6%, 2 Sitze). 20% brächte sie auf Augenhöhe mit den Grünen, die mit 20,91% der Stimmen und 11 Sitzen aktuell die drittstärkste Partei im Rat sind.

Kalla Wefel betont seine ernsthaften Absichten: „Das Ganze ist alles andere als eine Schnapsidee, wird aber erst in etwa ziemlich genau einem Jahr wirklich publik gemacht.

Es wird 2016 nicht bei einer neuen Liste bleiben

Vom Schlagersänger Christian Steiffen, der bei der Wahl zum Oberbürgermeister mit 2.790 Stimmen knapp an Kalla Wefel (2.153 Stimmen) vorbeizog, ist überliefert, dass er es nicht bei der OB-Wahl belassen wollte und auch Ambitionen für den Stadtrat hegen würde. Allerdings antwortete er nicht auf eine Anfrage von uns und so müssen wir abwarten.

Mit großer Sicherheit wird aber Michael Florysiak wieder für den Stadtrat kandidieren. Florysiak hatte im Februar mit einem Paukenschlag die Ratsfraktion der Grünen verlassen. Er bereitet sich jetzt darauf vor mit einer neuen Partei auch landes- und bundesweit aktiv zu werden. Details wollte Michael Florysiak aber auf Anfrage noch nicht bekanntgeben.

Rechts von der Mitte und „die Partei“

Auch der AfD werden Ambitionen nachgesagt bei der niedersächsischen Kommunalwahl in die Kommunalparlamente einziehen zu wollen. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Osnabrück, Christopher Jahn, beantwortete allerdings eine an ihn gerichtete Nachfrage nicht. Die AfD verweigerte sich damit wie Christian Steiffen unserer Nachfrage.

Zwar konnte auch „die Partei“, die von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründet wurde, noch keine Auskunft geben, reagierte aber zumindest auf unsere Nachfrage mit einer eigenen Nachfrage, zu wann wir denn Informationen bräuchten -meldete sich dann aber auch nicht mehr. Auch hier kommen wir wohl zu früh…

Links von der SPD, aber nicht bei der Linken…

Last not least halten sich im Umfeld der SPD Stadtratsfraktion Gerüchte, dass es einen linken Flügel der lokalen SPD geben soll, der am liebsten mit einer eigenen Liste zur nächsten Kommunalwahl antreten möchte. Zwar gäbe es inhaltliche Überschneidungen auch mit den Grünen und der Linken, aber doch nicht genügend um das Lager dorthin zu wechseln. Also auch hier könnten noch Überraschungen für die etablierte Parteienlandschaft lauern.

 

 

 

AFP

Das Terrassenfest am Westerberg startet bei blauem Himmel

Abendvorlesung Terrassenfest Osnabrück 2015
Das Terrassenfest am Westerberg startet bei blauem Himmel

Bei wunderbar blauem Himmel über Osnabrück startete heute Morgen das Terrassenfest am Hochschulstandort Westerberg.

Das Programm ist auch über den Tag verteilt bunt und abwechslungsreich. Bevor am Abend die Bühnen bespielt werden, steht um 20 Uhr in der Aula die „Abendvorlesung“ auf dem Programm, für die es noch Restkarten an der Abendkasse gibt (Studenten 10€, alle anderen 14€).
Wer noch keine Karten hat, sollte pünktlich sein, um 19 Uhr öffnet das Foyer mit Getränken und Snacks.

Tahnee Schaffarczyk und Alain Frei bei der Abendvorlesung

Dieses Mal zu Gast bei der Comedy-Abendvorlesung sind die zwei Senkrechtstarter Tahnee Schaffarczyk und Alain Frei (siehe Video oben), welche die perfekte Mischung aus Witz und Coolness nach Osnabrück bringen.

Tahnee Schaffarczyk belegte bereits 2011 beim „RTL Comedy Grand Prix“ den 2. Platz. Sie stand unter anderem bereits  bei „Nightwash“, „Willkommen und bei Mario Bath“, Late Night (mit Philipp Simon) auf der Bühne. Seit 2014 moderiert Tahnee die Disney Family Time im Disney Channel.

Auch Alain Frei lässt kein Auge trocken und hat bereits dieses Jahr u.a. den 1. Platz im „NDR Comedy Contest“ platziert. Eigentlich räumt der Schweizer aktuell alles ab, was es an Newcomer Preisen in Deutschland gibt. Seine Auftritte befassen sich mit Gott, die Welt, wie er als Schweizer in Deutschland lebt und welche Unterschiede es da nun wirklich gibt.

Abends wird es laut auf dem Westerberg!

Das Abendprogramm der ersten Nacht des Terrassenfests 2015 bestreiten Total BanalTherapiezentrum und DJ Kid Vincent.

Mehr dazu auf: www.terrassenfest.de

Abendvorlesung Terrassenfest Osnabrück 2015

SOe / unter Verwendung von Material des Orgateams Terrassenfest 2015, Video: YouTube

 

 

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Zirkus-Wildtierverbot in Osnabrück nur bedingt durchsetzbar

Bedingt durchsetzbar: Wildtierverbot im Zirkus Osnabrück
Zirkus-Wildtierverbot in Osnabrück nur bedingt durchsetzbar

[Update 21.04., 17:15]

Kurz vor Beginn der Ratssitzung in der über das Wildtierverbot diskutiert werden soll, mussten wir feststellen, dass unsere kleine Umfrage zur lokalen(!) Meinungslage offenbar „virale“ Verbreitung gefunden hat.
Wie es aussieht bei Freunden der gepflegten Raubtierdressur, denn seit einigen Stunden explodieren die Stimmen „gegen ein Verbot von Wildtier-Shows im Zirkus“.
Anhand der Facebook-Kommentare lässt sich gut nachvollziehen, dass diese Stimmen von „überall“ und aus dem gesamten Bundesgebiet stammen.

Anbei ein Beispiel für einen besonders sinnigen Kommentar:

Facebook Kommentar


Wir haben selten ein Thema bei HASEPOST.de gehabt, das größere Resonanz hervorgerufen hat.

Hier unser erster Artikel zum möglichen Zirkus-Wildtierverbot für Osnabrück.

Schaut man sich die Facebook-Kommentare an, wird ein Meinungsbild deutlich: offenbar lehnen die meisten unserer Leser Raubtier-Dressur, Elefanten, Affen und Giraffen und sonstige Wildtiere in der Manege ab.

Es geht um Wildtiere – nicht um Tiere allgemein

Es geht nicht allgemein gegen vierbeinige Zirkus-Akrobaten. Domestizierte Tiere, wie Hunde, Pferde oder Hühner sollen nicht aus dem Zirkuszelt verbannt werden. Sicher sollte grundsätzlich bei allen Tieren auf artgerechte Haltung geachtet werden, bei Wildtieren ist eine artgerechte Haltung während einer Zirkus-Tournee jedoch überhaupt nicht möglich, so die Befürworter des Verbotsantrags.

Problem: das traditionelle Zirkus-Gelände gehört der Stadt nicht mehr

Kurz nach Veröffentlichung unseres Artikels am Freitagabend, meldete sich die Stadträtin Claudia Schiller (CDU) bei uns. Auch sie steht dem Antrag grundsätzlich offen gegenüber, machte uns aber auf einen entscheidenden Punkt aufmerksam. Der Antrag der beiden Stadtrat-Kollegen Wulf-Siegmar Mierke (UWG) und Ralf ter Veer (Piraten) bezieht sich lediglich auf städtische Flächen. Der Festspielplatz vor der Halle Gartlage wurde Ende 2009 an die Osnabrücker-Herdbuch-Gesellschaft (OHG) verkauft. Es ist daher keine Fläche mehr, auf die man von Rat oder Verwaltung Einfluss nehmen könnte.
Ein entsprechendes Wildtier-Verbot würde daher zum Beispiel nur die kleine Fläche im Schinkel an der Weberstraße treffen, wo Familienbetriebe wie der Circus Atlantik auftreten – die bis auf ein paar Kamele und vielleicht 1-2 Affen meist keine wilden Tiere im Repertoire haben.

Bedingt durchsetzbar: Wildtierverbot im Zirkus Osnabrück

UWG-Stadtrat nimmt Stellung

Wulf-Siegmar Mierke stand der Redaktion am Samstag kurzfristig für ein Gespräch zur Verfügung. Ihm und seinem Kollegen von den Piraten ist wohl bewusst, dass es sich um nur wenige potentielle Flächen handelt, auf denen ein städtisches Verbot für Gastspiele von Zirkussen mit Wildtierhaltung überhaupt in Frage kommt. „Dennoch„, so der UWG-Stadtrat, „halten wir als Gruppe UWG und PIRATEN den Antrag dennoch für ein wichtiges politisches Signal! Unser primäres Ziel ist es zu erreichen, dass zumindest in unserem Stadtgebiet Gastspiele mit Wildtieren nicht mehr stattfinden. Aber insbesondere hoffen wir mit diesem Antrag auch die Sensibilität für das Thema in der Bevölkerung zu wecken, die letztlich Besucher dieser Veranstaltungen sind„.

Auch Grüne, Linke und die SPD-Jugend sind dabei

Gleich am Samstag-Vormittag verbreitete die Grüne-Ratsfraktion unseren Artikel über ihren Facebook-Account. Ebenfalls über Facebook meldete sich der Linke-Stadtrat Christopher Cheeseman mit dem kurzen Kommentar: „super, unterstütze ich.
Etwas ausführlicher meldeten sich die JUSOS, mit einer Pressemeldung am Sonntag:
Die Jusos Osnabrück Stadt begrüßen den gemeinsamen Vorstoß der UWG und Piraten zur Überprüfung von Zirkusgastspielen, in denen auch Wildtiere zum Programmpunkt gehören, ausdrücklich.“ Nach einem Exkurs über die Tierrechte allgemein und in der Landes- und Bundespolitik kommen sie zum Fazit: „Wenn es die Regierung nicht hinbekommt, dann muss zumindest die Osnabrücker Kommunalpolitik richtungsweisend agieren.

Wie ist die Meinung der Osnabrücker?

Wir fragen unsere Leser nochmal mit einer Online-Umfrage!
Die Ergebnisse und Kommentare werten wir am Dienstag, kurz vor der Ratssitzung, aus.

Mit der Umfrage erlauben wir auch ein wenig „Wünsch Dir was“.
Obwohl der Stadtrat nicht über private Flächen entscheiden kann, stellen wir auch die Antwortmöglichkeit zur Abstimmung, ob die Osnabrücker für ein generelles Verbot von Wildtier-Shows im Zirkus wären – auch auf anderen Flächen im Stadtgebiet, zum Beispiel vor der Halle Gartlage.

 

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HP, Grafik unter Verwendung von Pressebildern Charles Knie und Circus Atlantik
AFP

Freiwillig durch den Schlamm von Fürstenau robben!

Strong Viking Deutschland
Freiwillig durch den Schlamm von Fürstenau robben!

Strong Viking DeutschlandWer zu Zeiten des Kalten Krieges eine „Einladung“ (damals noch „Einberufung“) nach Fürstenau bekam, hatte nicht viel zu lachen. Die damalige „Pommern Kaserne“ gehörte für Wehrpflichtige nicht unbedingt zu den Wunschzielen. Allerdings war sie nahe an Osnabrück – Arrangements als „Heimschläfer“ sollen wohl nach der Grundausbildung möglich gewesen sein. Heute muss man Geld dafür bezahlen, um sich einmal so richtig durch den Morast zu wühlen, der auch nach dem Truppenabzug noch immer reichlich vorhanden ist.

Und das Beste? Der Autor dieser Zeilen kann endlich mal diesen Satz schreiben:

Halbnackte Leiber wälzen sich durch den Schlamm!

Strong Viking DeutschlandAm 4. Juli ist es soweit (4th of July, kann man sich merken): das inzwischen „Fürsten Forest“ getaufte ehemalige Kasernengelände wird zum Schauplatz des „Strong Viking Obstacle Run“.
Diese Veranstaltung einfach nur als „Hindernislauf“ zu bezeichnen ist reichlich untertrieben. Hindernislauf, das klingt nach Schulhof, nicht nach militärischem Übungsgelände. Es wird wohl mehr ein Hindernislauf auf Steroiden, den der Veranstalter Strong Viking Deutschland in Fürstenau plant. Die „Forest Edition“ führt durch Wälder und Sandgruben auf dem ehemaligen Militärübungsplatz und hält je nach Strecke zwischen 20 bis 40 anspruchsvolle Hindernisse bereit.

Die Veranstalter rechnen mit ungefähr 3.000 Personen. Erfahrungsgemäß sind darunter bis zu 40 Prozent Frauen. Je nach körperlicher Fitness können die Teilnehmer zwischen einer Parcourslänge von sieben, 13 oder 19 Kilometern wählen.

Anmeldung ab sofort möglich

Entsprechend der Parcourslänge varieren die Teilnehmergebühren zwischen 59,95 und 79,95 Euro (zzgl. Gebühren). Die Voranmeldung läuft jetzt und ist online unter www.strongviking.de möglich. Für Zuschauer, die sich die mutigen Nordmänner und Wikinger-Frauen anschauen wollen, sind herzlich willkommen und können sich das Outdoor-Spektakel kostenlos ansehen.

„Walhalla“ ist das Ziel

Die vom Veranstalter gewählte Wikinger-Symbolik ist nicht zufällig gewählt und gehört zum Konzept von Strong Viking, wie Geschäftsführer Koen Postma erklärt: „Wir greifen bewusst auf eine tausend Jahre alte Geschichte zurück. Wikinger gelten als willensstarke Persönlichkeiten, die Abenteuer nicht scheuen und sich durch Stärke und Kampfgeist auszeichnen. Bei unseren Läufen geht es nicht um Einzelkämpfer, sondern um Teamgeist, um gemeinsam ins Ziel zu kommen. Wikinger lassen niemanden zurück.“ Und das wird auch im Ziel – dem Walhalla – deutlich, wo alle Läufer gemeinsam ihren Sieg feiern, nachdem steile Wände, Schlammgräben und Eisbecken überwunden wurden.

In den Niederlanden bereits sehr erfolgreich

Unter mehr als 100 Hindernisläufen verschiedener Organisatoren, darunter auch der „FischermansFriend Strongmanrun“ und „Mudmasters“, wurde der „Strong Viking Obstacle Run“ 2013 und 2014 zum besten Hindernislauf in den Niederlanden gewählt.

HP, unter Verwendung von Material von Strong Viking Deutschland
AFP

Demnächst keine Zirkus-Shows mit Tieren mehr in Osnabrück?

Wildtierverbot Zirkus
Demnächst keine Zirkus-Shows mit Tieren mehr in Osnabrück?

Wenn am Samstag (25.04.) der Zirkus Charles Knie sein Gastspiel an der Halle Gartlage beginnt, könnte das eine der letzten Besuche eines Zirkus an der Hase sein, bei dem auch Wildtiere in der Manege zu bewundern sind.

Antrag soll zukünftige Zirkusvorstellungen mit Wildtieren verhindern

Geht es nach den beiden Ratsherren der Kleinstparteien UWG und Piraten, beschließt der Osnabrücker Stadtrat am Dienstag einen Antrag, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll zu prüfen, wie zukünftig Zirkusgastspiele auf öffentlichen Flächen untersagt werden können, wenn auch Wildtiere zum Showprogramm gehören.

Bundeseinheitliche Regelung steht aus

zirkus-ratsbeschlussDie beiden Antragsteller Wulf-Siegmar Mierke (UWG) und Ralf ter Veer (Piraten) bedauern, dass es bisher noch keine einheitliche bundesweite Regelung über das Bundestierschutzgesetz erfolgt sei. Daher müssen die einzelnen Kommunen selber rechtliche Spielräume für eigene Lösungen auf lokaler Ebene finden. Städte wie Köln, Schwerin, Potsdam oder Erding haben dies schon erfolgreich vorgemacht und das Wildtierverbot auf städtischen Flächen umgesetzt.
Laut dem Antrag für die kommende Ratssitzung, haben EU-weit bereits 14 Länder die Haltung von Wildtieren in Zirkussen bereits eingeschränkt oder gänzlich verboten, wie beispielsweise Österreich, Bulgarien oder Dänemark.
Nach § 16 des Tierschutzgesetzes lässt sich die Haltung im Einzelfall zwar verbessern, allerdings sind die lokalen Veterinärämter mit der Kontrolle der derzeitigen Tierschutzvorschriften überfordert. Auch handelt es sich bei der nicht artgemäßen Haltung der Wildtiere nicht um Einzelfälle, sondern um eine generelle Problematik. Daher ist es erforderlich, eine generelle Regelung in Form eines allgemeinen Haltungsverbots von Wildtieren im Zirkus zu fordern, um der unsachgemäßen Haltung und der Züchtung von Wildtieren dauerhaft ein Ende zu setzen.

Artgerechte Wildtierhaltung im Zirkus nicht möglich

Laut Bundestierärztekammer, so die Kommunalpolitiker, ist die artgerechte Wildtierhaltung aufgrund der häufigen Standortwechsel, den meist zu kleinen Gehegen nicht möglich. Auch viele weitere durch den Zirkusbetrieb und die städtische Umgebung bedingte Stressfaktoren bedingen, dass insbesondere Tiere wie Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Flusspferde, Tümmler, Delfine, Greifvögel, Flamingos, Pinguine, Nashörner und Wölfe, nicht angemessen gehalten werden können. Der stetige Platzmangel und die fehlenden Bewegungsmöglichkeiten führen zu schwerwiegenden Erkrankungen, Verhaltensstörungen, Stress und nicht selten auch zu Todesfällen.

Auch Personal und Zirkusbesucher sollen geschützt werden

Nicht nur dem Tierschutz, auch dem Schutz der Menschen soll der Antrag dienen. Laut den Unterzeichnern Wulf-Siegmar Mierke und Ralf ter Veer, diene der Antrag auch der Gefahrenabwehr gegenüber dem Personal und den Zirkusbesuchern.

HP

 

 

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AutoWeller will auch die zweite Umsatz-Milliarde knacken

Burkhard Weller
AutoWeller will auch die zweite Umsatz-Milliarde knacken

Ein Osnabrücker Unternehmer auf Erfolgskurs!

Burkhard WellerBurkhard Weller, über dessen erste Umsatz-Milliarde wir vor einigen Tagen bereits berichtet haben, setzt an zum Sprung in Richtung der zweiten Umsatz-Milliarde.

Auch 2015 bereits erfreuliche Geschäftszahlen

Vor Vertretern der Automobilhersteller, Herstellerbanken und Geschäftsbanken sowie der Presse präsentierte die Wellergruppe in Berlin aktuelle Zahlen. So starteten alle drei Vertriebsmarken (AUTOWELLER, B&K und Max Moritz) erfolgreich in das neue Jahr. Allein die Autohäuser von Max Moritz verzeichneten im Gebrauchtwagengeschäft des ersten Quartals einen Zuwachs von 40% (1.190 Auftragseingänge) gegenüber dem Vorjahr.

Prof. Dr. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft e. V. vertrat im Rahmen der Veranstaltung die These, dass der Automobilhandel im Zeitalter der Digitalisierung stärker an Bedeutung gewinnen wird.

Toyota und die Volkswagen-Gruppe kommen unter ein Dach

Die überraschendste Ankündigung des Tages machte Burkhard Weller in seinem Schlusswort. Zukünftig werden die Brands Max Moritz und AUTOWELLER zu AUTOWELLER zusammengeführt, um trotz Markentrennung vor Kunde weitere Potenziale an den einzelnen Autohausstandorten auszuschöpfen.

2020 soll die zweite Umsatz-Milliarde erreicht werden

Power auf Dauer - Auto Weller
„Power auf Dauer“, mit diesem Slogan ist Auto Weller groß geworden.

Burkhard Wellers Wachstumsstrategie sieht für das Jahr 2020 einen Umsatz von zwei Milliarden Euro und 100.000 verkauften Fahrzeugen vor. Die für dieses Jahr ausgerufenen 50.000 Fahrzeuge werden aktuell mit 53.586 übertroffen und unterstreichen das gut angelaufene Jahr 2015 mit 16% Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Das Filialnetz soll von aktuell 32 Standorten auf deutlich über 40 Filialen ausgeweitet werden.

Die WELLERGRUPPE ist eine der größten Automobilhandelsgruppen in Deutschland und betreibt derzeit 32 Autohäuser der Marken Toyota/Lexus (AUTOWELLER), BMW/MINI (B&K) und VW/Audi/Skoda (Max Moritz).

Heiko Pohlmann, unter Verwendung von Material der Wellergruppe
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40 Jahre „Terrassenfest“ – 20.-22. April

Terrassenfest am Westerberg
40 Jahre „Terrassenfest“ – 20.-22. April

Das Video vom Terrassenfest 2014 zeigt was auch dieses Jahr zu erwarten ist.

Ein Festival, das von Montag bis Mittwoch geht

Das Terrassenfest auf dem Vorplatz der Mensa Westerberg ist eine der größten und erfolgreichsten Veranstaltungen seiner Art. Nicht nur aktive Studierende, auch Ehemaligen, Mitarbeiter und Nicht-Studenten und Studenten von Außerhalb gehören zu den Besuchern. Kommenden Montag (20. April) geht es wieder los!

40 Jahre am Westerberg

Das Terrassenfest feiert dieses Jahr seinen 40. Geburtstag! Die ehrenamtlichen Organisationsteam (etwa 30!) haben ein attraktives Programm für den 20. bis 22. April zusammengestellt.
Neben alten Traditionen werden bei der studentischen Veranstaltung auch viele neue Highlights geboten: Jeden Morgen ab 9 Uhr erwartet die Besucher ein leckeres Frühstücksbuffet, das täglich unter einem anderen Motto steht, wie z.B. dem „Big Bang Birthday“ am Dienstag. Im Anschluss bietet das Tagesprogramm bis 17.00 Uhr zahlreiche Veranstaltungen zum wettbewerbsorientierten Studierendenaustausch.

Auch Sport gehört zum Terrassenfest

Neben den traditionellen Kicker-, und Flunky-Ball-Turnieren gibt es in diesem Jahr u.a. auch ein Bubble-Soccer-Turnier, verschiedene Workshops (Massagekurs, DJ-Kurs), die Festspiele uvm. Selbstverständlich darf auch der bekannte Charity-Lauf nicht fehlen, welcher am 21.04.2014 um 18:00 beginnt. Die Anmeldeformulare zum Programm werden auf der Homepage www.terrassenfest.de freigeschaltet.

Liveprogramm und Abendvorlesung

Täglich ab 19 Uhr heizen einem Bands wie Therapiezentrum, Home to Paris, Caught Indie Act und stadtbekannte DJs ordentlich ein!
Zusätzlich gibt es wieder eine Comedy-Abendvorlesung und das Theaterstück „Aus dem Leben eines Taugenichts“, welches auch im Februar am Theater Osnabrück zu sehen war.

Mehr Infos im Web: www.terrassenfest.de

 

Unter Verwendung von PM Terrassenfest e.V. / Video: TerrassenfestOS
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