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Klausi ist da! Drei neue Tierarten im Zoo Osnabrück

Schopfhirsch Klausi
Schopfhirsch Klausi

Klausi, ein männlicher Schopfhirsch, ist in den Zoo Osnabrück gezogen. Sein neues Zuhause teilt er sich mit den Kleinen Pandas in der asiatischen Tierwelt „Angkor Wat“. Ein Bongo und ein Polarfuchs sind ebenfalls neu am Schölerberg. Derweil sind die Dromedare Kathi und Lea nach Rostock umgezogen.

 „Die Nachzucht gerade bedrohter Arten ist eine wichtige Aufgabe von zoologischen Gärten. Deswegen müssen wir regelmäßig mit anderen Zoos Tiere tauschen und mithilfe der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme neue Zuchtgruppen zusammenstellen. Und so kommen und gehen im Laufe eines Jahres einige Tiere“, erläutert Tobias Klumpe, Biologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. „Im Fall des neuen Schopfhirsches Klausi freuen wir uns, dass wir mit ihm und demnächst einer Partnerin bald die Zucht starten können. Außer uns halten nur vier weitere deutsche Zoos diese potenziell gefährdete Tierart.“ Schopfhirsche stammen aus Südostasien und werden dort stark bejagt.

Der sieben Monate alte Schopfhirsch Klausi kommt aus dem Zoo Heidelberg und lebt nun bei den Kleinen Pandas in der asiatischen Tierwelt „Angkor Wat“. Die Tierpfleger sind begeistert von ihrem neuen Schützling: „Er ist neugierig und sehr zutraulich, er frisst sogar aus der Hand. Bei seinen ersten Ausflügen auf die Außenanlage hat er das Gelände ganz in Ruhe untersucht“, berichtet Klumpe. Kleine Pandas kennt Klausi bereits aus Heidelberg, wo er ebenfalls mit dieser Tierart unter einem Dach lebte. Die Osnabrücker Pandas müssen sich jedoch erst noch an ihren neuen Untermieter gewöhnen: „Sie beobachten Klausi jeden Tag aufs Neue mit großen Augen und ziehen sich auf ihr Klettergerüst nach ganz oben zurück“, schmunzelt Klumpe. Auf Klausis Speiseplan steht übrigens viel Gesundes: Möhre, Paprika, Gurke, rote Beete oder gekochte Kartoffel kommen täglich auf den Tisch.

 Schönste Antilopenart Afrikas

Neue Tiere kommen auch in den Zoo, um hier vorübergehend in Junggesellengruppen zu leben – wie Neuzugang Kamuu, ein ein Jahr altes Bongo-Antilopenmännchen. Es erweitert die Bongo-Männer-WG in der Afrika-Tierwelt „Takamanda“ zu einem Trio.

„Noch sind die Männchen nicht geschlechtsreif und Zoos haben gute Erfahrungen damit gemacht die Junggesellen in Gruppen zu halten. Sollte dann ein Transfer in eine Weibchengruppe passen, organisiert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm die Zusammenführung“, erläutert Klumpe. Im Frühjahr soll noch ein weiteres Männchen aus dem Zoo Berlin nach Osnabrück kommen. Auf der großen Anlage können Besucher nun eine vielfältige Tierwelt beobachten: Neben den Bongos leben hier Impalas, Pinselohrschweine und im Frühjahr wieder Rötelpelikane. „Kamuu hat sich schon prima eingelebt, sowohl die anderen Bongos als auch die Schweine, die ihm am Anfang etwas suspekt waren, akzeptieren ihn“, berichtet Klumpe. Bongos gehören zu den großen Antilopenarten Afrikas und mit ihren weißen Streifen auf dem braunen Fell sind sie für viele Tierliebhaber auch die schönste Antilopenart. Der Ostafrikanische Bongo ist vom Aussterben bedroht, 2004 wurden in Zoos geborene Bongos wieder in Kenia angesiedelt. Schätzungen zufolge leben zurzeit nur noch 75 bis 140 Exemplare in den dortigen Regenwäldern.

 Polarfuchs Baldur mit neuer Partnerin

Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ ist noch Polarfüchsin Lisa eingezogen. Damit hat Polarfuchs Baldur wieder eine Partnerin, nachdem Weibchen Bijou aus Altersgründen mit 13 Jahren verstorben war. „Lisa ist sehr zutraulich gegenüber uns Pflegern. Baldur hält noch respektvoll Abstand, aber das hat er bei seinen anderen Partnerinnen auch immer gemacht“, berichtet Tanja Boss, Tierpflegerin. Je nachdem wie schnell Baldur und Lisa sich näher kommen, könnte es im nächsten Frühjahr auch Jungtiere geben.

 Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedeten sich die Zoomitarbeiter derweil von den Dromedaren Lea und Kathi. Diese zogen in den Zoo Rostock um, wo sie ihren Lebensabend genießen können. Der Weggang läutet die ersten Vorbereitungen für die geplanten Umbauarbeiten in diesem Zoobereich ein: In den nächsten Jahren soll hier eine nordamerikanische Tierwelt entstehen.

 Fotos: Zoo Osnabrück / Hanna Rickert

 

Wissenswertes zum Schopfhirsch (Elaphodus cephalophus)

Schopfhirsche leben in Südostasien (zentrales und südliches China). Sie haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 110 bis 160 cm. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merkmal dieser hübschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die Männchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gänzlich im Schopf verborgen sind. Männchen haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange, obere Eckzähne, die aus dem Maul ragen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Der Berlin Tierpark, der Zoo Halle, der Zoo Magdeburg und der Zoo Heidelberg halten neben dem Zoo Osnabrück Schopfhirsche.

Quelle: Verband der zoologischer Gärten

 

Wissenswertes zum Ostafrikanischen Bongo (Tragelaphus eurycerus isaaci)

Bongos leben im tropischen Bergregenwald Kenias in der Nähe von Flüssen und Waldlichtungen. Sie ernähren sich vegetarisch von Blättern, Knospen und Früchten.

Bongos erreichen eine Körperlänge von bis zu 250 Zentimeter und ein Stockmaß von gut 120 Zentimeter, sowie ein Gewicht von 180 bis 220 Kilogramm. Weibchen bleiben deutlich kleiner als Männchen. Beide Geschlechter verfügen über Hörner. Sie sind spiralförmig und leicht nach innen gebogen und können eine Länge von 80 bis 100 Zentimetern erreichen. Auf dem Rücken zeichnet sich über die gesamte Länge ein Bürstenkamm ab, der einige Zentimeter lang sein kann. Das Fell ist rotbraun mit markanten weißen Streifen. Bei den Männchen wird die rote Färbung nach hinten dunkler bis tief dunkelbraun.

Die Tiere erreichen die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit ist an keine feste Jahreszeit gebunden und findet ganzjährig statt. Nach einer Tragzeit von 280 bis 300 Tagen bringt das Weibchen ein, selten zwei Jungtiere zur Welt. Das Kalb ist ein Ablieger und wird von der Mutter nur zum Säugen aufgesucht. Ab etwa der achten Woche folgt das Kalb der Mutter und wird in die Gruppe integriert. Nachdem in 1990er Jahren die Population am Mount Kenya erloschen war, wurde 2004 mit der Wiederansiedlung von zoogeborenen Bongos, deren Vorfahren aus demselben Gebiet stammten, begonnen. Die ausgewilderten Nachzuchttiere wurden vom Species Survival Plan (SSP) des amerikanischen Zooverbandes (AZA) zur Verfügung gestellt.

Quelle: Zoo Frankfurt

 

Wissenswertes zum Polarfuchs (Alopex lagopus)

Polarfüchse leben in Polarregionen (Finnland, Schweden, Norwegen, USA, Alaska, Kanada, Russland, Grönland und Island). Sie sind tag- und nachtaktiv. Die Tiere sind Allesfresser und leben „flexibel“ als Paar, in Familiengruppen oder Erwachsenengruppen ohne Jungtiere. Polarfüchse haben feste Reviere, deren Größe je nach Nahrungsangebot und Besiedelungsdichte variiert.

Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 50 bis 70 cm, die Schwanzlänge 28 bis 40 cm, die Schulterhöhe 28 bis 32 cm und das Gewicht 2,5 bis 9 kg. Beeindruckend ist das Fell der Polarfüchse. Sie haben ein Winter- und ein Sommerfell. Das Sommerfell ist nur halb so dick und hat weniger als halb so viel Unterwolle wie das Winterfell. Mit dem dicken Winterfell, das zu 70 Prozent aus Unterwolle besteht, können sie Temperaturen bis -50 Grad Celsius aushalten. Es gibt zwei Farbschläge beim Polarfuchs, den Weißfuchs und den Blaufuchs. Während das Sommerfell bei beiden dunkelgrau ist, hat der Weißfuchs ein fast rein weißes Winterfell, beim Blaufuchs färbt sich das Winterfell in verschiedenen Nuancen von grau, braun bis zu blau. Die zwei verschiedenen Farbschläge können in einem Wurf vorkommen. Die Füße der Polarfüchse sind dicht behaart, so können sie gut geschützt über Eis und Schnee laufen.

Der Polarfuchs gilt weltweit nicht als gefährdet, in Skandinavien und Finnland ist er jedoch als bedroht eingestuft und es gibt Schutzmaßnahmen der EU.

Quelle: Verband der Zoologischer Gärten, das-tierlexikon.de

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Nachts, wenn die Fräse in den Osnabrücker Asphalt eindringt…

Kanalarbeiten Osnabrück
Kanalarbeiten Osnabrück

Im Bereich Vitihof wurden in der vergangenen Nacht neue Gullis eingesetzt. Für die Anwohner eine kurzzeitige Lärmbelastung – für den fliessenden Verkehr am Tage eine ordentliche Entlastung.

An den Straßenkreuzungen Hasemauer/Klingensberg sowie Hasemauer/Vitihof rückten in der Nacht auf den 20. November Baufahrzeuge an, um dort Kanalabflüsse zu sanieren. Durch die Belastung des Kraftfahrzeugverkehrs waren diese abgesackt und mussten deshalb erneuert werden.

Spezialfräse holt komplette Gullis aus der Straßendecke

Mit einem Bagger mit Spezialfräse wurden alte Gullis ausgefräst, bevor neue Abflüsse eingesetzt und die Stellen nachgeteert werden konnten.
„Die Arbeiten sollten weitestgehend in dieser Nacht fertig werden, jedoch könnten in den kommenden noch Restarbeiten anstehen“, erklärte uns ein Mitarbeiter der Baufirma. Dennoch ist wohl mit keinen Einschränkungen im Verkehr zu rechnen, da die Maßnahmen in den Stunden durchgeführt werden, in denen kaum Fahrzeuge unterwegs sind.

Stadtwerke wollen Rückstaus am Tag vermeiden

Auf Nachfrage unserer Redaktion ergänzt Stadtwerke-Sprecherin Nicole Seifert: „Die Sanierung bzw. der Austausch der Kanalschächte gehört zu unseren Tätigkeiten im Rahmen des Kanalbetriebs. Die Schächte liegen oftmals in der Fahrbahnmitte. Beim täglichen Verkaufsaufkommen gerade im Bereich Hasemauer/Vitihof würden auch kurzzeitige Sperrungen höchst wahrscheinlich zu einen hohen Rückstau führen. Deshalb  führen wir diese Arbeiten bevorzugt nachts aus, um so die Beeinträchtigungen für den Verkehr möglichst gering zu halten.“

 

AFP

Osnabrücker Volkshilfe-Verein: Teil einer rechten „Graswurzelstrategie“?

Volkshilfe-Vorstand ein Neonazi? Quelle: Lotta-Magazin.de
Volkshilfe-Vorstand ein Neonazi? Quelle: Lotta-Magazin.de

„Volkshilfe“, das klingt schon irgendwie „altbacken“.

Erinnert das Attribut „Volk“ nicht auch an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte? Als sich das Volk hinter dem Führer vereinte und fleißig auf den Volkswagen sparte – diesen jedoch nur in seiner Kübel-Version fahren durfte, vorzugsweise erst gen Osten, dann in den Westen und schließlich in den Untergang, nach nicht ganz tausend Jahren.

Tatsächlich gibt es einen bereits 1947 gegründeten Verein gleichen Namens. Allerdings steht dieser Verein der Sozialdemokratie nahe, und er kümmert sich unter anderem um Flüchtlingshilfe und die Integration von Sinti und Roma. Dieser Verein hat seinen Sitz jedoch im österreichischen Wien.

Volkshilfe Osnabrück
Wer steckt hinter der Volkshilfe? Im Internet werden Bezüge zur rechten Szene hergestellt

Ein Osnabrücker Verein mit Telefonanschluss in New Mexico

Der in Osnabrück im November 2014 gegründete und im April 2015 in das Vereinsregister eingetragene Verein, zeigt sich nach außen hin verschlossen. Zwar wird regelmäßig über Facebook kommuniziert, doch die dort in der Seiteninfo angegebene Internetadresse www.volkshilfe.info verlinkt nur zurück auf die Facebook-Präsenz.

Wenn man nicht gerade im Vereinsregister des Amtsgerichts recherchiert (haben wir, siehe unten), findet sich lediglich eine anonyme Postfachadresse zur Kontaktaufnahme. Ein Impressum findet sich bei den Volkshelfern ebenso wenig, wie Hinweise auf die Mitglieder des Vereinsvorstands oder gar die Satzung des eingetragen Vereins.

Auch die bei Facebook hinterlegte Telefonnummer führt ins Leere, die Vorwahl verweist auf einen Vorort von Albuquerque im us-amerikanischen Bundesstaat New Mexico. Wer dort anruft bekommt nur ein Besetztzeichen zu hören.

Nach Informationen der zuständigen WHOIS-Datenbank wurde die Domainadresse der Osnabrücker Volkshilfe auf Achim Kemper registriert. Zu Achim Kemper, der nach Angaben des Vereinsregisters beim Amtsgericht nicht nur zu den Gründern des Volkshilfe e.V. gehört, sondern für den Verein auch seine Wohnanschrift beim Amtsgericht hinterlegt hat, findet sich deutlich mehr im Internet. Zahlreiche Webseiten der linken Szene bezeichnen Kemper als „Neonazi“, der vor ein paar Jahren vor allem im Raum Münster in der rechten Szene aktiv gewesen sein soll.

Die Osnabrücker Volkshilfe hilft vor allem „Landsleuten“

Ein aktueller Artikel der „Antifaschistischen Zeitung“ Lotta-Magazin hat sich näher mit dem Verein Volkshilfe und den Hintergründen befasst.

Volkshilfe-Vorstand ein Neonazi? Quelle: Lotta-Magazin.de
Volkshilfe-Vorstand ein Neonazi? Quelle: Lotta-Magazin.de

Während auf der eigenen Facebook-Seite von der Volkshilfe das Motto verbreitet wird: „Wir helfen da, wo Politik aufhört“, gibt die im linken Spektrum angesiedelte Webseite den Hinweis auf einen im Internet zu findenden Brief an den Herausgeber der Seite Einwanderungskritik.de.
Dort schreibt Kemper unverblümt: „Wir wollen eine deutsche Gemeinschaft errichten, die greifbar ist, die lebendig ist,“ und weiter,“Da hilft mir jemand, meines Deutschtums wegen“. Kemper beschreibt wie man Hausaufgabenhilfe für „deutsche Kinder“ und Sammelaktionen für „deutsche Obdachlose“ organisiert.

Selbst hingegen ist die Volkshilfe zurückhaltend. In Facebook-Posts ist etwas neutraler von „Landsleuten“ die Rede, denen geholfen wird.

Kritische Fragen von Facebook-Mitgliedern werden kryptisch beantwortet, ein Beispiel:

Posting

Wir hätten ein Jobangebot für geeignete Landsleute im Raum Osnabrück im sozialen Bereich zu vermitteln.
Wer qualifiziert ist und Arbeit sucht meldet sich bitte.
Kein deutscher soll von Arbeitslosengeld leben müssen!

Frage Facebook-Mitglied

Harte Aussage!
Kein Deutscher?
Bei allen anderen ist es ok?
Sorry aber dafür können die euch mega an die Karre pissen!
AGG [„Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“, die Redaktion] falls ihr keine Ahnung habt was ich meine! 

Antwort Volkshilfe e.V.

Entschuldige bitte, aber du interpretierst da etwas hinein was dort nicht steht. Die Formulierung lautet Landsleute und nicht deutsche. Wir geben Informationen über eine offene Stelle an geeignete Landsleute weiter. Nicht mehr und nicht weniger. „Kein deutscher soll von Arbeitslosengeld leben müssen“ ist eine eigenständige Aussage und Meinung des Vereins, deshalb auch ein extra Absatz. 😉 

 

"Vorher" (ein paar Zeitungsblätter, eine leere Flasche etc.) und "Nachher" - bemüht wirbt der Volkshilfe e.V. auf Facebook
„Vorher“ (ein paar Zeitungsblätter, eine leere Flasche etc.) und „Nachher“ – bemüht wirbt der Volkshilfe e.V. auf Facebook

Keine Verknüpfung zu (rechts)extremen Seiten = Strategie?

Bis auf die eher verklausulierten Hinweise auf Landsleute und Deutsche, denen man bevorzugt helfen wolle, ist die Facebook-Präsenz der Volkshilfe frei von nationalistischen oder gar politisch extremen Inhalten. Auch das Lotta-Magazin muss eingestehen, dass „bei Facebook keinerlei Links zu extrem rechten Parteien“ verbreitet werden. Und genauso wenig bewerben diese offenbar die Volkshilfe. Selbst auf dem Hasestadt-Blog, einer Facebook-Präsenz deren zugehöriger (aber nicht mehr aktiver) Domain-Name ebenfalls auf Achim Kemper registriert ist, verschwanden im Sommer Links auf die Volkshilfe.
Die Antifaschisten des Lotta-Magazins werten die Abwesenheit von Verbindungen in die rechte Szene als „Graswurzelstrategie“. Demnach soll „mittels (vermeintlich) sozialer Betätigung an der gesellschaftlichen Basis“ versucht werden, „Kontakt zu Bevölkerungsteilen zu knüpfen, die sich von politischen Parteien oder Organisationen nicht angesprochen fühlen“.
Das Logo der Volkshilfe soll demnach „passend“ so gewählt worden sein, „das jenen großer Wohlfahrtsverbände ähnelt“. Tatsächlich handelt es sich um eine Adaption einer vielfach im Internet zu findenden Grafik der Designerin Martha Ormiston, die unter der Creative Commons Lizenz verbreitet wurde.

Volkshilfe antwortet schnell – will aber keine Stellung nehmen

Selbstverständlich wollten wir auch mehr von der Volkshilfe erfahren und hatten auch um ein Interview gebeten. Die via Facebook gestellte Anfrage wurde schnell beantwortet:

Wir werden uns zu keinen Vorwürfen von wem auch immer äußern. Die Volkshilfe will durch Taten statt Worte überzeugen. Wer auf große Worte statt auf Handlungen setzt mag sich an Politiker halten, wir helfen eben da wo Politik aufhört. Zum Impressum: Wir befinden uns hier auf Facebook, die wenigsten FB-Seiten haben ein Impressum.

 

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Und plötzlich steht nur noch eine Fassade:
Neubau des Haus des Handels in Osnabrück

Baustelle Haus des Handels Osnabrück
Baustelle Haus des Handels Osnabrück

„Was passiert denn hier an der Hase?“

Die einsam aufragende klassizistische Fassade aus der Gründerzeit wird gestützt von zahlreichen Pfeilern – hinter und neben ihr: Schutt, schweres Gerät und eine Baugrube.
Direkt vis à vis der ruhig vorbeifliessenden Hase auf der anderen Seite der Herrenteichstraße, und rückwärtig auf einer Halbinsel unseres Stadtflüsschens gelegen, entsteht der Neubau für das „Haus des Handels“.

Bis zum Sommer 2016 soll der Handels- und Dienstleistungsverband Osnabrück Emsland e.V. hier neue Büros erhalten. Zusätzlich entstehen mehrere Wohnungen und ein Ladengeschäft. Dann gibt es wieder neues Leben hinter der alten Fassade!

 

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AFP

Zahl der Woche: 9.488.000 Euro

Zahl der Woche Hauptbahnhof Osnabrück
Zahl der Woche: 9.488.000 Euro

Es ist weiterhin nur eine Ankündigung, aber nun mit einer konkreten Summe und erstmals auch mit einem ungefähren Datum. Fast 10 Millionen Euro will die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren in den Hauptbahnhof Osnabrück investieren.

Burkhard Jasper bei FacebookBereits vor knapp einem Jahr berichtete die NOZ (Abruf ggf. gebührenpflichtig) über die Pläne der Bahn AG bis zum Jahr 2015 insgesamt 17 Bahnhöfe im Nordwesten zu renovieren.
Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte vergangene Woche der Osnabrücker Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper (CDU) Details aus einem Gespräch mit dem Bahnhofsmanager Axel Sauert.

Zahl der Woche Hauptbahnhof Osnabrück

 

Jetzt konkrete Pläne für Bahnsteige, Beleuchtung und Dächer

Inzwischen haben sich die Pläne der Bahn offenbar konkretisiert. Mittelfristig sollen insgesamt 9,448 Millionen Euro in den Standort Osnabrück investiert werden – unsere Zahl der Woche! Ab 2020/21 sollen die Bahnsteige erneuert, Leitstreifen erstellt, die Beleuchtungsanlagen verbessert und die Dächer modernisiert werden!

Die „Zahl der Woche“ ist eine neue Rubrik bei HASEPOST.de, hier werden wir unregelmäßig, aber wöchentlich, eine aktuelle Zahl und die Hintergründe dazu präsentieren. Wie immer: 100% Osnabrück!

Hier geht es zu den bisherigen Zahlen der Woche.

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Flüchtlinge: „Kippt“ die Stimmung in Osnabrück?
CDU und Rot/Grün gegen die Politik der Bundesregierung

Völkerwanderung, Flüchtlinge © Bwag/Commons
Flüchtlinge: „Kippt“ die Stimmung in Osnabrück?
CDU und Rot/Grün gegen die Politik der Bundesregierung

Angesichts der vom niedersächsischen Innenminister, dem ehemaligen Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD), geplanten Neuregelung des Anrechnungsverfahrens für Flüchtlinge, brodelt es auch in der Lokalpolitik.
Beide Seiten stellen – wenn auch von unterschiedlichen Standpunkten aus – Forderungen an die Bundespolitik.

Den Anfang machte am Dienstag die CDU-Fraktion mit einer Pressemitteilung, in der sie „Zweifel“ anmeldete, dass zukünftig noch eine „menschenwürdige Unterbringung für alle“ dann noch möglich sei. Droht womöglich sogar die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen, wie der CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde befürchtet?
In einer schriftlichen Erwiderung 
zeigen sich am Mittwoch die Fraktionsvorsitzenden Frank Henning (SPD) und Michael Hagedorn (Grüne) irritiert. „Wir wundern uns, dass der CDU-Vorsitzende sich auf einmal vom Kurs der eigenen Kanzlerin distanziert. Diese hat unter Berufung auf das Grundgesetz erklärt, dass das Grundrecht auf Asyl keine Obergrenze kennt. Gerade für uns als Friedensstadt sind Menschenrechte und Humanität Gebot und Auftrag“, so die beiden Chefs von SPD und Grünen im Stadtrat.


Wir fragen unsere Leser:


Neues Rechenmodell der Landesregierung bringt mehr Flüchtlinge

Nach der bisherigen Praxis wurde die Einwohnerzahl Osnabrücks wegen der Erstaufnahmeeinrichtung im Natruper Holz nur mit 50 Prozent berechnet, also deutlich weniger Flüchtlinge zugewiesen.
Nach dem neuen Modell, so die CDU-Fraktion, würden ab 2016 2.602 Flüchtlinge auf Osnabrück entfallen, davon 600 im Natruper Holz und 500 in der Notunterkunft an der Hannoverschen Straße. Für die 600 in der Erstaufnahmeeinrichtung sollen 750 (Faktor 1,25) und für die 500 in der Notunterkunft 375 Plätze (Faktor 0,75) der Stadt angerechnet werden, insgesamt also 1.125.

Osnabrück selber müsste also in diesem Modell 1.477 Flüchtlinge unterbringen. Zurzeit sind nach Angaben der CDU etwa 700 Flüchtlinge in 12 Einrichtungen der Stadt untergebracht.

Henning und Hagedorn: „Hier sind Bund und Länder gefordert“

Flüchtlingsheim am Natruper Holz Osnabrück
Wird bei der Berechnung der Flüchtlingszuweisung zukünftig nicht mehr so stark berücksichtigt: Erstaufnahmelager im Natruper Holz

Auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen erkennen, dass die Lage in Osnabrück wie auch bundesweit angespannt sei und die Herausforderungen angesichts der anhaltend hohen Flüchtlingszahlen sehr hoch. „Die ehren- und hauptamtlichen Helfer machen jeden Tag aufs Neue eine schwere, aber gute Arbeit. Sie brauchen unbedingt Entlastung“, so Henning. Insbesondere das Aufnahmeverfahren, die Registrierung und die Betreuung müssten besser organisiert werden. „Hier sind Bund und Länder gefordert. Vor allem müssen endlich eine einheitliche Registrierung garantiert und eine erhebliche Verfahrensbeschleunigung durch die Bundesbehörden auf den Weg gebracht werden“, fordert Hagedorn.

„Wir kommen an Grenzen, die nicht mehr akzeptabel sind“

Angesichts der für Osnabrück erwarteten Zuweisungen von Flüchtlingen erklärte CDU-Chef Brickwedde: „Bei allem Engagement der Stadt und der vielen ehrenamtlichen Helfer kommen wir so an Grenzen, die nicht mehr akzeptabel sind. Die Zahl neuer Flüchtlinge muss deshalb reduziert werden.“
Das Modell des Landes gehe von über einer Millionen Flüchtlinge in 2016 für Deutschland aus, also so viel wie 2015. Auf Niedersachsen entfallen etwa 10 Prozent. Eine vergleichbare Zahl wie 2015 sei aber im kommenden Jahr nicht mehr zu verkraften.

SPD und Grüne erwarten bald mehr Geld von der Landesregierung

Rot/Grüne sieht hingegen auch schon erhebliche Fortschritte. So haben sich das Land Niedersachsen und die kommunalen Spitzenverbände auf eine erhebliche Erhöhung der Kostenpauschale für Asylbewerber geeinigt. „Das Land entspricht damit unseren Forderungen und die Stadt wird in die Lage versetzt, auch weiterhin einen guten humanitären Standard bei der Versorgung der Flüchtlinge zu gewährleisten“, so Henning. Im kommenden Jahr solle es demnach pro Flüchtling 9.500 Euro und ab 2017 sogar 10.000 Euro pro Jahr geben. Und, die Auszahlung der Pauschale komme jetzt zeitnah und nicht mehr mit einer Verzögerung von zwei Jahren.

Völkerwanderung, Flüchtlinge © Bwag/Commons

CDU fordert die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern

Die Situation der Flüchtlinge in den Lagern des Nahen Ostens müsse verbessert, die Schlepperkriminalität bekämpft und eine Verteilung in der ganzen EU erreicht werden. Es dürfe auch keinen ungeregelten Zustrom nach Deutschland geben, jeder Flüchtling müsse kontrolliert und registriert werden.

Brickwedde: „Wir wollen Menschen in Not helfen. Das geht aber nicht unbegrenzt.“ Er erinnerte daran, dass die CDU in der Ratssitzung am 22. September beantragt hatte, „Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive für die Dauer ihres Verfahrens nicht auf die Kommunen zu verteilen“.

Das sei von SPD und Grünen abgelehnt worden. Auch der CDU-Antrag „alle Staaten des Balkans zu sicheren Herkunftsländern einzustufen“ sei von SPD und Grünen abgelehnt worden.

Selbst die CDU-Forderung, den „Rückführungserlass so zu gestalten, dass endgültig abgelehnte Bewerber in ihre Heimat zurückkehren“, habe die SPD nicht mitgemacht.

SPD und Grüne sehen die Bundesregierung in der Pflicht

Hagedorn und Henning beklagen hingegen, dass das Thema von der Bundesregierung nicht konsequenter angegangen wird. „Wir brauchen in den Kommunen Lösungen zur Bewältigung der Krise.
Wie Brickwedde fordern sie aber auch, dass dieFluchtursachen konsequenter angegangen werden.
Mit Hinweis auf die unterschiedlichen Auffassungen in der Union heisst es von kichael Hagedorn: „Statt jeden Tag einen neuen Placebo-Vorschlag aus Bayern zu diskutieren, sollte sich die Union endlich zusammenraufen und hinter der Kanzlerin versammeln“.

„Neben mehr Personal für Betreuung und schnelle, geordnete Verfahren braucht es endlich eine massive Ausweitung der humanitären Hilfe in den Herkunftsländern und eine politische Lösung für Syrien. „Nur eine Bundesregierung, die geschlossen und entschlossen agiert, wird auch auf der EU-Ebene überzeugend wirken können. Hier geht es um mehr als Parteiränkespiele und aktuelle Umfragewerte“, ergänzt Henning.

CDU befürchtet die Stimmung könnte in der Bevölkerung kippen

„Für eine gute Versorgung der Flüchtlinge brauchen wir Zustimmung und Mithilfe unserer Bürger. Wenn wir die uns möglichen Zahlen überschreiten, kann die Stimmung kippen. Es darf keinesfalls zu fremdenfeindlichen Aktivitäten in Osnabrück kommen. Deshalb müssen wir rechtzeitig begrenzen, ordnen und steuern“, heißt es in der Erklärung der CDU-Fraktion.

Alles nur Parteitaktik von der CDU?

„Jammern hilft nicht“, erwidern die Spitzen von SPD und Grünen im Stadtrat, „Wenn Menschen in Not sind, muss gemeinsam nach Lösungen gesucht und gehandelt werden. Wir stehen als Politik in der Verantwortung für die Betroffenen, für die Helfer und unsere Stadt. Wir brauchen jetzt Mut und Entschlossenheit und die CDU offensichtlich eine Erinnerung an das „C“ in ihrem Namen“, so Henning und Hagedorn.

Vielleicht seien die Äußerungen von Brickwedde auch nur parteitaktischer Natur gewesen. Schließlich stehe am Wochenende der CSU Parteitrag und in drei Wochen der Bundesparteitag der CDU an. Heftige Kontroversen über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin stünden dort auf der Tagesordnung. „Ein öffentliches Geplänkel zur parteiinternen Positionierung hätte uns Brickwedde hierzu ersparen müssen. Das wirkt nicht motivierend bei der Bewältigung der Aufgabe und kann auch parteiintern geführt werden. Da wird er seiner Verantwortung nicht gerecht“, so die beiden abschließend.

Lob von Michael Hagedorn an Verwaltung und Oberbürgermeister

„Unsere Sozialverwaltung und die Integrationsbeauftragte machen das sehr gut. Das gilt für die Leitung wie für die Mitarbeiter. Dabei binden sie Bürgerschaft und Politik vorbildlich ein. Alle Abteilungen, wie zum Beispiel das Bauamt oder die Freiwilligenagentur arbeiten konstruktiv zu. Zudem gibt es einen kurzen Draht zum Oberbürgermeister und zu den Dezernenten“, erklärt Hagedorn. Das sei wirklich vorbildlich.

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Jedes 10. Großunternehmen in Niedersachsen sitzt in Osnabrück

Topunternehmen Osnabrück
Jedes 10. Großunternehmen in Niedersachsen sitzt in Osnabrück

Praktisch jedes zehnte Großunternehmen in Niedersachsen hatte im Jahr 2014 seinen Sitz in Osnabrück.
Jedes fünfte der umsatzstärksten Unternehmen stammt aus der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.

Topunternehmen Osnabrück

Die Region ist nach Hannover auf Platz 2

Wie in den Vorjahren bildet der IHK-Bezirk den zweiten regionalen Schwerpunkt für Großunternehmen nach Hannover. Dies geht aus der Rangliste des aktuellen Niedersachsen Reports hervor, der jetzt von der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) veröffentlicht wurde.

Durchschnittlicher Umsatz pro Mitarbeiter fast eine Viertelmillion

Exakt 21 der 100 umsatzstärksten niedersächsischen Unternehmen sind demnach im IHK-Bezirk ansässig, davon zehn Unternehmen in der Stadt Osnabrück. Die weiteren Unternehmenssitze verteilen sich auf die Landkreise Emsland (6), Osnabrück (4) und Grafschaft Bentheim (1). Die 21 gelisteten Unternehmen setzten 2014 rund 19,4 Milliarden Euro um und beschäftigten nahezu 80.300 Mitarbeiter. Das entspricht einem durchschnittlichen Umsatz pro Mitarbeiter von etwa 241.000 Euro

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Schon jetzt die Osnabrücker Weihnachtsmarkttasse 2015 gewinnen!

Weihnachtsmarkttasse Osnabrück 2015
Schon jetzt die Osnabrücker Weihnachtsmarkttasse 2015 gewinnen!

Es ist eine Premiere auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt: Wenn am 25. November auf dem historischen Weihnachtsmarkt die zahlreichen Buden öffnen, werden erstmals 20.000 „Glas-Seidel“ für den beliebten Glühwein in den Umlauf gelangen.

Limitierte Präsentsets waren nach 48 Stunden ausverkauft

Weihnachtsmarkttasse Osnabrück 2015250 Präsentsets, bestehend aus einer neuen Weihnachtsmarkttasse, einem Teelicht und einem Zertifikat waren in der vergangenen Woche binnen 48 Stunden ausverkauft.
Bernhard Kracke Junior vom Schaustellerverband Weser-Ems freut sich über die rege Nachfrage. Mehr als 50% der limitierten Präsentsets wurden an Käufer außerhalb Osnabrück verkauft, für den Chef der regionale Schausteller ist das ein Beweis für die ungebrochene Attraktivität des Osnabrücker Weihnachtsmarkt, der regelmäßig als einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands bezeichnet wird.

HASEPOST hat eine Tasse vorab erhalten

Wir haben vom Schaustellerverband eine der begehrten neuen Glühweintassen vorab erhalten.
Wer Lust hat schon am kommenden Wochenende seinen Glühwein (Kaffee, Tee etc.) aus der neuen Tasse zu trinken, kann an einer Verlosung des begehrten Trinkgefässes teilnehmen.

Unter allen Lesern, die uns ein paar Fragen beantworten, verlosen wir unsere Premieren-Tasse (+ drei „I-love-OS“ Aufkleber).

Teilnahmeschluss: 20. November 2015. Der Gewinner wird per Zufall und ohne Gewähr ermittelt.
Die abgefragte E-Mail-Adresse wir ausschließlich zur Information des Gewinners genutzt.
Das Formular enthält keine Pflichtfelder. Alle mit diesem Formular übermittelten E-Mail-Adressen werden nach der Verlosung am 20.11. gelöscht.

[Update 20.11.2015] Die Aktion ist beendet, eine Gewinnerin wurde ermittelt und per E-Mail informiert.

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Unfallflucht auf dem Parkplatz der Hochschule in der Albrechtstraße in Osnabrück

Polizei Osnabrück Symbolbild
Polizei Osnabrück (Symbolbild)

 

DRK Blutspende-Dienstfahrzeug beschädigt

Der Fahrer eines blauen Saab Kombi beschädigte am Dienstagmorgen gegen 09.20 Uhr einen geparkten LKW, der auf dem Parkplatz der Hochschule abgestellt war. Bei dem beschädigten Fahrzeug handelt es sich um einen Daimler des DRK Blutspendedienstes.

Der Unfallverursacher entfernte sich, ohne sich weiter um den entstandenen Schaden zu kümmern. Der blaue Saab Kombi dürfte an der rechten Seite beschädigt sein.

Hinweise auf den Unfallverursacher nimmt die Polizei unter 0541/ 327 2315 entgegen.

Polizei Osnabrück Symbolbild
Polizei Osnabrück (Symbolbild)

 

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Sechs neue Stolpersteine in Osnabrück

Stolpersteine werden verlegt
Stolpersteine werden verlegt (Symbolbild)

Der Künstler Gunter Demnig ist mit dabei, wenn am Montag, 7. Dezember, sechs neue Stolpersteine in Osnabrück verlegt werden. „Stolpersteine“ sind zehn mal zehn Zentimeter große Betonwürfel, die mit einer beschrifteten Messingplatte versehen sind. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat das Projekt 1997 ins Leben gerufen.
Aktuell wird an sechs Bürgerinnen und Bürger erinnert, die den Krankenmorden im Nationalsozialismus zum Opfer fielen und aufgrund ihres jüdischen Glaubens oder ihrer politischen Gesinnung ermordet wurden. Die Stolpersteine werden am Ort der letzten freiwilligen Wohn- oder Wirkungsstätte in den Gehweg eingelassen.

Beginn der Verlegung um 13:00 Uhr

Die Route der Verlegung beginnt um 13 Uhr in der Benzstraße 9 in Atter mit der Verlegung eines Stolpersteins für Frida Schröer. Frida Schröer wurde 1939 mit 25 Jahren als Patientin in der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen, 1942 nach Hildesheim und 1943 nach Altscherbitz verlegt. Am 30. Mai 1943 verstarb sie dort, vermutlich an den Folgen der dauerhaften Unterernährung.
Anschließend wird gegen 13.45 Uhr der Stolperstein für August Arndt an der Adolf-Staperfeldstraße 67 verlegt. August Arndt war KPD-Mitglied und Mitglied des Widerstands im Konzentrationslager Buchenwald. Als Pfleger auf der Krankenstation infizierte er sich mit Lungentuberkulose von der er sich nicht wieder erholte. August Arndt starb am 12. Januar 1952 an den Folgen der KZ-Haft in Osnabrück.
Gegen 14.15 Uhr findet am Bröckerweg 28 die Verlegung eines Stolpersteines für Johannes Beerlage statt. Johannes Beerlage wurde als „asozial“ stigmatisiert und war seit 1941 in Arbeitserziehungs- und Konzentrationslagern inhaftiert. Er starb am 7. Juli 1942 im KZ Ravensbrück aufgrund der Haftbedingungen mit nur 23 Jahren.

Stolpersteine werden verlegt
Stolpersteine werden verlegt (Symbolbild)


In der Goldstraße 38 wird um ca. 14.45 Uhr der Stolperstein in Erinnerung an Anna Sophie Blanke, geb. Landmeyer, verlegt, die ebenfalls Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde ist. Anna Sophie Blanke erkrankte mit 53 Jahren und wurde 1940 in die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen. Auch sie wurde wie Frida Schröer 1942 nach Hildesheim und 1943 nach Altscherbitz verlegt, wo sie am 7. Mai 1943 vermutlich an Unterernährung verstarb.
Im Anschluss wird an der Großen Straße 60 um ca. 15.15 Uhr ein Stein für Fritz Aufderheide verlegt. Die Gestapokartei führte Fritz Aufderheide als „Querulant“. 1942 wurde er in Schutzhaft genommen und in das KZ Sachsenhausen eingeliefert. Am 8. Mai 1943 starb er schließlich im KZ Stutthof mit 44 Jahren.

Letzter Stein wird gegen 15:45 verlegt

Die Verlegeroute endet gegen 15.45 Uhr mit der Verlegung eines Stolpersteins für Arthur Bock. Arthur Bock war jüdischer Abstammung, mit einer christlichen Ehefrau verheiratet und konvertierte selbst zum christlichen Glauben. Trotzdem wurde er in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 verhaftet. 1941 wurde die Ehe geschieden. Damit war Arthur Bock ungeschützt der Verfolgung ausgesetzt. Er wurde 1942 nach Theresienstadt, 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er an einem unbekannten Datum ermordet wurde.Die Verlegung wird durch Berufsschüler des Berufsschulzentrums am Westerberg begleitet.

Verlegte Stolpersteine (Symbolbild)
Verlegte Stolpersteine (Symbolbild)

Weitere Informationen zu dem Projekt Stolpersteine sind im städtischen Büro für Friedenskultur unter Telefon 0541 323-2287 und im Internet unter www.osnabrueck.de/stolpersteine erhältlich.

AFP