Zwei Radfahrer (15 und 16 Jahre) wurden am Montagnachmittag gegen 16 Uhr in Bramsche von einem Unbekannten körperlich angegriffen, als sie mit ihren Fahrrädern auf dem Weg zur Sporthalle an der Realschule waren.
In Höhe der Grundschule Im Sande fuhr hinter den beiden Jungen ein Pkw, der mehrfach hupte. Ein Grund für dieses Hupen war den Jugendlichen nicht klar, sie zeigten an, dass das Auto überholen sollte. Nachdem das Fahrzeug überholt hatte, sprang plötzlich der Beifahrer noch während der Fahrt aus dem Auto, rannte auf die Jugendlichen zu, schrie sie an und griff einen der beiden körperlich an. Die Fahrerin beruhigte den Mann, der ließ von dem Jungen ab und die Autofahrer setzten die Fahrt fort.
Der unbekannte Beifahrer soll 50-60 Jahre alt sein, ca. 1,70m groß und schlank. Er hat graue kurze Haare, eine tiefe Stimme und trug eine Brille. Die Fahrerin des grauen Pkw war ebenfalls 50-60 Jahre alt, ca. 1,60m groß und schlank. Sie trug einen grauen Mantel und einen lila Hut.
Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen grauen Pkw handeln, Marke Kia oder Ford, neueres Modell. Hinweise zu den beschriebenen Personen oder dem Fahrzeug nimmt die Polizei in Bramsche unter 05461/ 915300 entgegen.
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Was geht ab? Das neue Jahr ist schon in vollem Gange, und auch die Osnabrücker Kultur- und Veranstaltungsszene gibt so langsam richtig Vollgas. Ein besonderes Highlight erwartet zum Beispiel alle Liebhaber von Jazzmusik diese Woche im Blue Note am Erich-Maria-Remarque-Ring. Von Dienstag, 17.01., bis Donnerstag, 19.01., gibt es dort als Semesterabschlusskonzerte des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück „Die Facetten des Jazz an drei Abenden“. Für Jazz-Fans sind die JAZZNights mit drei Konzertabenden der Studierenden des Studienschwerpunkts Jazz am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) sicherlich der Höhepunkt im Konzertjahr. An drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils ab 20 Uhr zeigen die Ensembles der angehenden Profi-Jazzer im Blue Note ihr Können und präsentieren Jazz in seinen vielen Facetten. Mit einem Programm aus Latin, Swing, BeBop, Contemporary Jazz, Vocal-Jazz, Big Band und Jazzchor ist diese Konzertreihe in ihrer stilistischen Vielfalt und Qualität einzigartig in der Region. Der erste Abend steht unter dem Motto „Jazz and beyond“, u.a. mit Standard Combos und „Beatles rearranged“, der Mittwoch präsentiert die „Vocal and Big Band Night“ und am Donnerstag gibt es „Roots and Wings“, u.a. mit BeBop, Jazz´n Blues und der „Urban Outreach Band“.
Zu ganz großer Form läuft die OsnabrückHalle in dieser Woche auf. Nach dem gelungenen Umbau kommen nun auch mal ein paar mehr oder weniger große Namen in die Hasemetropole. Zum Beispiel der Komödiant Michael Mittermeier am Dienstag, 17.01., um 20 Uhr. Er läuft ohne Leine rum und will nicht nur spielen. Aber wie kriegt man die Welt in den Griff? Oder noch wichtiger: Wie kriegt man sich selbst in den Griff, wenn die Welt sich nicht mehr im Griff hat? Der Vorkämpfer der deutschen Stand-Up-Comedy hat in seinem neuen Programm WILD mehr als nur eine Überlebenstaktik für unsere Zivilisation im Gepäck. Ungezähmt und unerbittlich jagt er die Menschenfänger, Trolle und Nagellackentferner. Sein neues Programm ist wie ein guter James Bond-Bösewicht: Gesetzlos, gerissen, genial. Oder wie es Ragnar zu seinem Chefberserker beim Schädelboccia sagte: Leif is Leif.
Schon einen Tag später, am Mittwoch, 18.01., spielen um 20 Uhr die Einstürzenden Neubauten in der OsnabrückHalle. Das Programm, das Blixa Bargeld, N.U. Unruh und Alexander Hacke als Urmitglieder sowie Jochen Arbeit und Rudolf Moser (seit 1997 dabei) darbieten werden, nennt sich schlicht und einfach „Greatest Hits“. Es handelt sich dabei um eine Mixtur von Stücken aus allen Epochen der 36jährigen Bandhistorie. So wird sicherlich auch das ein oder andere Stück von dem letzten Album „Lament“ auf der Setlist stehen, einem intensiven Statement gegen den Krieg, das als „Rekonstruktion einer Liveperformance“ einfach auf die Bühne gehört. Die Einstürzenden Neubauten spielen in Osnabrück drei Tage vor ihrem Konzert im Rahmen der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg. Der letzte Auftritt der Kultband in der Hasestadt fand im Mai 1991 im Rahmen des KlangArt-Festivals statt. Damals mußte das Konzert leicht verkürzt gespielt werden, da das vorhandene technische Equipment nicht komplett zum Einsatz kommen konnte. Aus diesem Grund erhält jeder Besucher, der noch ein Konzertticket vom 23. Mai 1991 hat, freien Eintritt. Das alte Ticket muß dafür im Vorfeld des Konzertes beim Ticket-Service der OsnabrückHalle umgetauscht werden.
Mit einem ernsten und traurigen Thema beschäftigt sich eine Fotoausstellung im Ameos Klinikum Osnabrück an der Knollstraße (im Moment nur von der Dodesheide kommend befahrbar!) vom 18. Januar bis zum 22. Februar. Unter dem Titel „Deutschland, eine Reise – gemeinsam gegen das Stigma der Depression“ werden Eindrücke von der sogenannten MUTTOUR gezeigt. Diese Tour ist Deutschlands erstes Aktionsprogramm auf zwei Rädern, das einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leistet. Zwischen Juni und September 2016 fuhren Tandem-Teams mehr als 7.300 Kilometer quer durch Deutschland, um Öffentlichkeitsarbeit für dieses wichtige Anliegen zu leisten. Zur Vernissage mit 50 tollen Momenten dieser Aktion ist die Öffentlichkeit am Mittwoch, 18.01., um 11 Uhr ganz herzlich eingeladen. Künstler und Initiator Sebastian Burger sowie Teilnehmer der MUTTOUR berichten und stehen zum Gedankenaustausch und zur Diskussion zur Verfügung. Krankenhausdirektor Ralf Ehring wird die Ausstellung eröffnen, für ausreichend Getränke zum Anstoßen ist gesorgt. Prösterchen…
Bleibt uns gewogen, und nicht vergessen: „Rettet die Osnabrücker Kneipenkultur!“
Für Hinweise auf Neueröffnungen oder Aktionen in der Gastronomie sind wir immer sehr dankbar. Schickt uns alles, was interessant sein könnte, entweder per E-Mail info@hasepost.de oder unter Fax 0541/20280379. In dringenden Fällen könnt ihr uns auch gerne unter 0541/20280370 anrufen.
Illustration unter Verwendung eines Fotos von Estevoai, Lizenz: CC BY-SA 3.0
In den frühen Morgenstunden des Sonntags (4 Uhr) konnten in der Osnabrücker Altstadt zwei bereits polizeibekannte 21- und 26- jährige Männer festgenommen werden, die wegen Diebstählen aufgefallen waren.
Die jungen, nicht in Osnabrück lebenden Männer, hatten in einer Kneipe Jacken von Gästen durchsucht und Wertgegenstände gestohlen. Bereits zuvor waren die beiden durch das „Antanzen“ weiblicher Gäste aufgefallen. Als eine Wirtin die beiden zur Rede stellte, wurde sie von einem der beiden mit einem Stuhl angegriffen. Hinzugerufene Polizeibeamte konnten die beiden Männer festnehmen.
Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an
Die Festgenommenen randalierten in der Polizeidienststelle. Ermittlungen zufolge hielt sich zumindest einer von ihnen bereits Weihnachten und Silvester in Osnabrück auf und konnte zu Taschendiebstählen identifiziert werden. Die beiden jungen Männer wurden am Montag einem Haftrichter vorgeführt, der einen U-Haftbefehl erließ.
20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter für ein Zimmer in Osnabrücks Neustadt
Wo in Osnabrück die beste Wohnlage ist? Wer als Neubürger diese Frage stellt, wird vermutlich den Westerberg empfohlen bekommen, vielleicht auch das Katharinenviertel oder die etwas höher gelegenen Teile von Nahne oder Lüstringen. Die Neustadt gehörte bislang nicht zu den „besseren“ Wohngegenden der Hasestadt. Aber das kann sich ja ändern…
Auch wenn sich zwischen Neumarkt und Rosenplatz und Pottgraben und Arbeitsagentur zentrumsnah und gut leben lässt, bislang gehörte dieser Teil der Osnabrücker Innenstadt noch zu den bezahlbaren Wohngegenden. Die börsennotierte Immobilienfirma Vonovia SE scheint nun aber in Osnabrücks Neustadt „die Latte“ für die Quadratmeterpreise deutlich nach oben legen zu wollen.
Exakt 20 Euro Kaltmiete(!) pro Quadratmeter einer Einzimmerwohnung verlangt das Unternehmen, das 2015 aus dem Immobilienmulti Gagfah hervorgegangen ist und weite Teile der einst in städtischem Besitz befindlichen OWG-Immobilien besitzt.
Lage, Lage, Lage… rechtfertigt diese Lage diesen preis?
Bei Facebook wurde ein Tippfehler beim Preis vermutet
Die Facebookseite Was los in Osnabrück wurde am Wochenende über die Immobilienseite www.Wohnraumkarte.de auf das Schnäppchen aufmerksam. „Schlimmer geht´s dann wohl wirklich nicht mehr“ titelte der Facebook-Admin und bekam viel Zustimmung von seinen Lesern. Allerdings zweifelten auch einige Leser an der veröffentlichten Preisvorstellung. Zu schlecht die Lage, zu alt das Haus (1964) und ansonsten seien andere Angebote der Firma Vonovia doch preislich „im Rahmen“, versuchten sich einige Leser dieses Angebot zu erklären.
Mietpreis beinhaltet Internet- und GEZ-Gebühren
Unsere Redaktion fragte beim Anbieter der Wohnung nach und bekam die Bestätigung, dass der veröffentlichte Mietpreis tatsächlich von Interessenten verlangt wird. Jana Kaminski, Pressesprecherin in der Bochumer Hauptverwaltung von Vonovia teilte der Redaktion per E-Mail mit:
„Bei der genannten Wohnung in der Kommenderiestraße handelt es sich um eine vollständig modernisierte und möblierte Wohnung. Die Wohnung ist hinsichtlich ihrer energetischen sowie ihrer gestalterischen Ausstattung (Fenster, Badezimmerausstattung, Armaturen, Bodenbeläge, Wandgestaltung, Küche, Mobiliar) also nach modernsten Standards eingerichtet. Bei Einzug sind keinerlei Maßnahmen in der Wohnung oder Anschaffungen für diese notwendig. Auch die Strom- und Internetkosten sowie die GEZ Gebühren sind bereits in den genannten Kosten enthalten.
Leider gehen diese Informationen aktuell nicht aus dem von Ihnen zur Verfügung gestellten Inserat hervor. Die auf dieser Basis entstandene Irritation können wir sehr gut nachvollziehen und möchten uns für Ihren Hinweis bedanken. Wir arbeiten bereits mit Hochdruck daran, die zur Verfügung gestellten Informationen im Exposé zu aktualisieren.“
Warmmiete addiert sich auf 756,20 Euro
Der Grundriss des Luxus-Appartments (ohne Balkon).Dass der Vermieter selbst die GEZ-Gebühren zahlt, ist sicher ein besonderer Service (vermutlich ist der Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro/Monat gemeint, GEZ-Gebühren gibt es nicht mehr; Anmerkung der Redaktion), auf den Mieter kommen entsprechend des vorliegenden Exposées aber auch noch Neben- und Heizkosten in Höhe von 113 Euro hinzu. „Warm“ und inklusive Nebenkosten errechnet sich so eine monatliche Belastung von 756,20 Euro – für ein Zimmer, Duschbad und je ein Fenster im einzigen Zimmer und in der schmalen Küche.
Die vom Vermieter angegebene Renovierung scheint hinsichtlich Energieverbrauch nicht sonderlich hilfreich gewesen zu sein. Die „Luxuswohnung“ in der Kommenderistraße ist mit der Einstufung in Energieeffizienzklasse E auf der von A bis G reichenden Skala alles andere als „sparsam“ im Verbrauch.
„Eigentlich“ sollte es sie gar nicht geben, da „angeblich“ keine Einbindung der provisorischen Neumarktampel in das städtische Ampelnetz möglich ist – doch nun ist sie da.
HASEPOST hatte bereits Ende vergangener Woche von den Arbeiten an der Ampelanlage am Neumarkt berichtet – und von der absehbar nur kurzen Lebensdauer dieser Investition, die nach Informationen unserer Redaktion die Stadtkasse um einen fünfstelligen Betrag erleichtern wird.
Ampel ist nun mit dem Steuerungsgerät verbunden
In einer knappen Pressemeldung teilte die Stadtverwaltung am Montag mit, dass im Einmündungsbereich Johannisstraße / Neumarkt ist am Vormittag eine neue Fußgängerampel freigeschaltet wurde, die – anders als die provisorische Baustellenampel – an das städtische Steuerungsgerät angebunden ist.
Die Ampel, so das Presseamt der Stadt, ist nun mit der Anlage am Kollegienwall gekoppelt, so dass der Verkehrsfluss Richtung Berliner Platz beeinflusst werden kann. Der Verkehr soll schneller abließen können, so dass Verbesserungen für Fußgänger und Busse im Einmündungsbereich Johannisstraße erwartet werden.
Kommt die Ampel im März schon wieder weg?
Über die voraussichtliche Einsatzdauer der Ampelanlage und die Kosten schweigt sich das Presseamt der Stadt aus.
Nach einer baustellenbedingten Sperrung 2015 ist der Neumarkt seit Februar 2016 – mit Unterbrechung im Sommer – wieder für den Individualverkehr geöffnet. Auf Basis eines noch von der alten Ratsmehrheit auf den Weg gebrachten Entschlusses, soll der Neumarkt voraussichtlich Ende März 2017 zur Fußgängerzone umgewidmet werden.
Nur wenige Meter neben und vor allem auch oberhalb der Baugrube fließt die Hase entlang – wenn man genau hinschaut sieht man den Höhenunterschied.
Während der Fluß nebenan seine Bahnen zieht, sind Taucher damit beschäftigt die Grundlagen zu schaffen, damit spätestens im kommenden Jahr in Osnabrück ganzjähriges Wellenreiten möglich wird.
Hinter der Spundwand fließt die Hase – noch drückt ihr Wasser in die Baugrube.Es sind Herausforderungen, die es so in Osnabrück noch nicht zu meistern gab, sagt Theodor Wilken von der Firma MBN Bau AG. Wilkens Aufgabe ist es an diesem Sonntag dafür zu sorgen, dass mehr als 600 Kubikmeter Spezialbeton in dem „Loch“ verschwinden. Wenn der Beton in etwa 14 Tagen ausgehärtet ist, kann damit begonnen werden „ganz sacht“ das Wasser abzupumpen. Denn im Augenblick ist die Baugrube noch mit Hasewasser geflutet, das von unten immer wieder nachdrückt. Seitlich ist die Baugrube bereits mit Spundwänden abgedichtet. Nach unten wird jetzt der Beton dafür sorgen, dass in Zukunft kein neues Wasser nachdrückt und das Wasser im zukünftigen Wellenbecken ebenfalls da bleibt, wo es hingehört.
Zwei Taucher verteilen den Beton unter Wasser
„Vergleichbare Baustellen kennen wir sonst vielleicht vom Potsdamer Platz in Berlin“, so Wilken über das Projekt in Osnabrück. Der Beton wird unter Wasser vergossen, wobei ein Taucher permanent den Gießvorgang begleitet, während ein weiterer Taucher am anderen Ende der Baugrube dafür sorgt, dass kein nachdrückender Schlamm den frischen Beton verunreinigt. Der Arbeitsplatz der beiden Bautaucher ist ungefähr halb so groß wie ein Fußballfeld, doch ihre Sicht reicht nicht weiter als eine Handbreite – jeder Handgriff muss „erfühlt“ werden.
Sicherheit ist oberstes Gebot bei jedem Tauchgang.Bei den Tauchern handelt es sich um Spezialisten einer Firma aus Bad Saarow in Brandenburg. Wenn Sie nicht gerade etwa fünf bis sechs Meter tief im trüben Hasewasser tauchen, liegen ihre Arbeitsplätze weit draussen in der Nordsee, auf Kraftwerksbaustellen, an Talsperren oder beim U-Bahnbau.
Schon bald soll im Modehaus gesurft werden
Von Seiten des Auftraggebers L+T betont Bauleiter Lutz Brinkmann, wie wichtig ist bei derart sensiblen Aufgaben „keine Hauruckaktion“ von den beteiligten Unternehmen einzufordern. Tatsächlich war das Giessen der Betonsohle schon für November geplant gewesen. Das es nun zu einer Verschiebung gekommen ist, sei zwar ärgerlich, aber hier geht Sorgfalt vor Termindruck. Ob der ursprünglich avisierte Eröffnungstermin für die stehende Welle, bereits im Herbst dieses Jahres, noch zu halten ist, sei offen, erklärt L+T Geschäftsführer Alexander Berger.
Wenn alles gut läuft, werden aber ungefähr in einem Jahr, dort wo heute noch die Taucher arbeiten, die ersten Beach-Boys und -Girls beim Surfen zu bewundern sein.
Auf der Baugrube schwimmt eine Arbeitsplattform.
Alles ist doppelt abgesichert
Damit es beim Herstellen der Betonsohle nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, haben die beteiligten Unternehmen umfangreich vorgesorgt. Der Betonlieferant Sibo produziert den speziellen Baustoff parallel in seinen Werken in Osnabrück und Georgsmarienhütte.
Das mobile Labor analysiert jede Betonlieferung.Sollte dort eine Maschine ins Stocken geraten, kann jederzeit das Werk in Melle übernehmen, das dafür extra in Bereitschaft gehalten wird.
Die Spezialpumpe, mit der der dickflüssige Beton über 50 Meter vom Haseufer bis in die Baugrube gepumpt wird, wurde gleich zweimal geordert. Auch hier kann das Backup-Gerät im Ernstfall sofort übernehmen. Damit der Baustoff immer in gleichbleibender Qualität verarbeitet werden kann, werden von jedem LKW Qualitätsproben genommen und in einem mobilen Labor auf Tauglichkeit untersucht.
Die genaue Zahl der benötigten LKW-Fahrten kann Theodor Wilken von MBN nur schätzen, am Ende könnten es wohl „etwa 100 Touren“ werden. Die Betonlaster haben ganz unterschiedliche Fassungsvermögen, zwischen sechs und zehn Kubikmeter. Und selbst gegen Mittag war noch nicht abzusehen ob es bei den geplanten 600 Kubikmetern Beton bleibt, oder ob noch ein wenig mehr von dem Spezialmaterial benötigt wird.
Polizeistreife vermutete LKW-Diebstahl im ganz großen Maßstab
Bis um 11 Uhr waren rund 300 Kubikmeter verbaut. Damit waren die Bauarbeiter deutlich schneller als in ihrem ursprünglichen Plan vorgesehen. Trotz Schneefalls in der Nacht und Dank der kurzen Wege zu den Betonwerken kam es zu keinen Verzögerungen bei der Logistik.
Sibo-Betonlaster warten auf ihre Entladung.Die Arbeiten begannen bereits um 5 Uhr mit dem Absperren des Haseufers und der Parkhauszufahrt, vor der sich während der Arbeiten die Betonlaster stauen. Mit dem sonntäglichen Sonnenaufgang kamen die ersten Betonlaster aus dem Hafen und aus Georgsmarienhütte. Die ungewöhnlich zahlreich auf den morgendlichen Straßen verkehrenden Betonlaster fielen auch einer Polizeistreife auf. Sie klingelten den Niederlassungsleiter von Sibo aus dem Bett und fragten nach, ob hier vielleicht ein Fahrzeugdiebstahl in großem Maßstab im Gang sei.
VfL Jahreshauptversammlung geht in die zweite Runde
Am Montag, den 16. Januar 2017 lädt der VfL Osnabrück zur Fortsetzung der Jahreshauptversammlung 2016 in die OsnabrückHalle ein. Beobachter stellen sich die Frage, ob es ähnlich turbulent zugehen wird, wie am ursprünglich für die Jahreshauptversammlung vorgesehenen Termin am 21. November vergangenen Jahres. Im Herbst hatte man sich nach langen und heftigen bis in die Nacht reichenden Diskussionen vertagen müssen. Nun folgt die zweite Runde, die ebenfalls brisant zu werden droht.
Grund für die ausufernden Diskussionen im November war insbesondere der Tagesordnungspunkt, der den Beschluss über eine neue Satzung vorsah.
Zuletzt hatte sich der VfL Osnabrück vor nur vier Jahren im Zuge seiner Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft im Dezember 2012 eine neue Satzung gegeben, die jedoch nach Auffassung des Präsidiums und einiger Mitglieder die Realitäten des Vereinslebens nicht mehr ausreichend abbilde.
Im November ging es bereits „hoch her“
Eine Satzungskommission, bestehend aus Vertretern verschiedener Organe und Abteilungen des VfL, hatte im vergangenen Jahr den Vorschlag für eine neue Satzung erarbeitet, der am 21. November der Mitgliederversammlung zur Abstimmung gestellt wurde.
Vizepräsident Uwe Brunn und Geschäftsführer Jürgen Wehlend bei Teil 1 der Jahreshauptversammlung im November
Brisanz erhielt die Versammlung bereits nach der Begrüßung durch das Präsidium, vertreten durch Dr. Hermann Queckenstedt und Uwe Brunn (Sascha Heise, zweiter Vize-Präsident, war nicht zur Jahreshauptversammlung erschienen), zunächst durch den Antrag eines Mitglieds, der das Ziel hatte, die Berichterstattung der anwesenden Pressevertreter dahingehend einzuschränken, dass auf eine Namensnennung von Mitgliedern im Falle von Wortbeiträgen verzichtet werden möge. Der Antrag bekam zwar einige Zustimmung, die erforderliche einfache Mehrheit jedoch erreichte er knapp nicht.
Versammlungsleiterin war gleichzeitig Leiterin der Satzungskommission
Auch die Wahl der Versammlungsleiterin verdeutlichte bereits früh, dass diese Versammlung einige Turbulenz beinhalten würde. So wurde die vom Präsidium als Versammlungsleiterin vorgeschlagene Rechtsanwältin Monika Keller lediglich mit knapper Mehrheit in diese Position gewählt. Grund dafür waren offenbar Befürchtungen einiger Vereinsmitglieder, sie könne die erforderliche Neutralität und Ausgeglichenheit als Versammlungsleiterin nicht in Einklang mit der Vorstellung des Satzungsvorschlages der Satzungskommission, deren Leiterin sie war, bringen. Im Zuge der Diskussion wurde mehrheitlich dafür gestimmt, dass Keller die Sitzungsleitung während des Tagesordnungspunktes, der die neue Satzung beinhaltet, an Vizepräsident Brunn abgebe.
Zukünftig absichtlich hohe Hürden gegen Minderheitenbegehren?
Der mit Spannung erwartete Tagesordnungspunkt offenbarte dann auch, dass der als Konsensvorschlag vorgestellte Satzungsentwurf der Kommission tatsächlich schwerwiegenden Dissens enthielt, der zu sachlichen, wie auch emotionalen Redebeiträgen von Mitgliedern und Amtsträgern führte. So bestand der Dissens wesentlich aus zwei Punkten: der Vorschlag der von Rechtsanwältin Keller geleiteten Kommission sah vor, dass zukünftig nicht mehr 100 stimmberechtigte Mitglieder, sondern 10% der stimmberechtigten Mitglieder notwendig seien, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Dies werteten die Kritiker als undemokratische Veränderung zum Nachteil der Mitglieder, der insbesondere dann zum Tragen käme, wenn die Mitgliederanzahl des VfL weiter wachse. Minderheitenbegehren gehörten geschützt und nicht angegriffen, argumentierten die Kritiker. Weshalb die Kommission um Keller hier mehrheitlich eine andere Auffassung vertrat, blieb unklar.
Auch Teil 2 der Jahreshauptversammlung wird für VfL Geschäftsführer Jürgen Wehlend sicher kein reines Vergnügen.
Der zweite wesentliche Kritikpunkt an dem von Keller präsentierten Satzungsvorschlag befasste sich mit der Institution des Wahlausschusses, der unter anderem über die Eignung und Zulassung von Bewerbern auf von der Mitgliederversammlung zu wählende Posten im Verein zu entscheiden hat. Nach dem Satzungsvorschlag soll der Wahlausschuss zukünftig unter anderem dazu legitimiert sein, auch diejenigen Kandidaten, die er für grundsätzlich geeignet hält, nicht zur Wahl zuzulassen, wenn er die Auffassung vertritt, dass dies im Sinne des VfL sei. Die Kritiker hielten dem entgegen, dass dies sehr subjektiv sei und auf diesem Wege echte Wahlen verhindert würden. Außerdem entstehe der Eindruck, dass die Mitgliederversammlung zukünftig nur abnicken könne, was der Wahlausschuss beschlossen habe. Die Tätigkeit des Wahlausschusses unter Leitung des Rechtsanwalts Ralf Wöstmann hatte schon in der Vergangenheit mehrfach zu heftiger Kritik geführt, weil sich viele Mitglieder vom Wahlausschuss bevormundet sahen.
Dadurch, dass dieses Vorgehen in der Satzung verankert werden sollte, entstand der Eindruck, dass die Satzungskommission, der neben Wöstmann selbst auch weitere Mitglieder des Wahlausschusses angehörten, einige Entscheidungen des Wahlausschusses rückwirkend legitimieren sollte.
Satzungskommission vs. Mitglieder: 0 : 1
Wie tief die Gräben im VfL Osnabrück sind, zeigte dann auch das Abstimmungsergebnis. Die erforderliche Dreiviertelmehrheit war in weiter Ferne, weshalb der Antrag abgelehnt und der Vorschlag der Satzungskommission nicht zur neuen Satzung des VfL wurde. Bezeichnenderweise wurde der Gegenantrag eines Mitglieds, der weite Teile des von der Satzungskommission erarbeiteten Vorschlags enthielt, jedoch an wenigen Punkten zu Gunsten der Mitgliederrechte abgeändert worden war, mit annähernd umgekehrten Abstimmungsverhalten ebenfalls abgelehnt. Der VfL Osnabrück behält somit zunächst die derzeit gültige Satzung und kann sich mit einer Fülle gekränkter Eitelkeiten und Machtspielchen beschäftigen.
Kritik auch bei der Wahl der Aufsichtsräte
Fahrt nahm die Diskussion wieder auf, als die Wahl zweier Posten im Aufsichtsrat der VfL Osnabrück GmbH & Co. KGaA anstand. Hier offenbarte sich die zuvor geäußerte Kritik am Wahlausschuss. Dessen Vorsitzender, Rechtsanwalt Wöstmann, erntete erneut massive Kritik an seinem Vorgehen, nachdem er den Auswahlprozess geschildert hatte. Zur Wahl auf die zwei zu besetzenden Positionen zugelassen waren Alice Graschtat (SPD Ratsfrau) und Sebastian Kotte (Vermögensberater), ein weiterer Bewerber wurde durch den Wahlausschuss nicht zur Wahl zugelassen. Folglich wurden beide Kandidaten mehrheitlich von der Mitgliederversammlung gewählt und sind damit zukünftig Teil des Aufsichtsrates der VfL Osnabrück GmbH & Co. KGaA.
Vermutlich werden die Mitglieder auch im Januar nicht allen Vorschlägen des VfL Präsidiums folgen.
„Abpfiff“ der Jahreshauptversammlung und nächster Termin im Januar
Die Kontroversen führten im Resultat dazu, dass etwa die Hälfte der Tagesordnungspunkte im November nicht behandelt werden konnte und nun auf der Folgeveranstaltung am kommenden Montagabend abgearbeitet werden sollen. Dann werden unter anderem der Bericht des Präsidiums, die Entlastung des Präsidiums, der Bericht des Geschäftsführers zur wirtschaftlichen Situation sowie die Abstimmung über eine Kapitalerhöhung Thema sein.
Es bleibt abzuwarten, ob das vollkommen konsterniert wirkende Präsidium die Zeit erfolgreich genutzt hat, um die Wogen zu glätten, für Ausgleich und Besonnenheit zu sorgen oder ob die offenbarten Gräben auch auf der Fortsetzungsveranstaltung zu hitzigen Scharmützeln führen werden.
Macht ein Präsidiumsmitglied per Mail Stimmung gegen einzelne Mitglieder?
Womöglich wird auch noch eine E-Mail für Kontroversen sorgen, die direkt aus dem VfL-Präsidium im Umlauf gebracht worden sein soll und inzwischen weite Kreise quer durch alle Gremien und Mitgliederebenen zieht.
In dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, wird die Fanabteilung des VfL Osnabrück massiv angegangen. Ohne Namen zu nennen, werden zwei Gremienmitglieder diskreditiert und ihnen innovatives Denken abgesprochen und mangelnde Intelligenz vorgeworfen.
HASEPOST bleibt auch hier „am Ball“. Sollte sich die Urheberschaft bewahrheiten und es dem Präsidium am Montag nicht gelingen „den Deckel auf dem Topf zu halten“, steuert der VfL Osnabrück womöglich geradewegs in die nächste Führungskrise.
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ich stelle immer wieder mit Erstaunen fest: Es gibt doch viel mehr Wunder zwischen Himmel und Erde als es sich träumen läßt. Die Grünen-Politikerin Elisabeth Scharfenberg, die mir dem Namen nach bisher eher kein Begriff war, hat nun die öffentliche Hand aufgefordert, die anfallenden Kosten für sexuelle Dienstleistungen an alten Menschen, Pflegebedürftigen und Behinderten zu übernehmen. Zu diesem Zweck sollen sogenannte Sexualbegleiter zum Einsatz kommen, die diese Personengruppen bei der Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse unterstützen. Das Angebot kann vom Kauf von Kondomen über die Hilfe bei der sexuellen Befriedigung und die Vermittlung von Prostituierten bis hin zum direkten Geschlechtsverkehr an Ort und Stelle reichen. Sexualbegleiter verstehen sich als Dienstleister, die gegen ein entsprechendes Entgelt in einem festgelegten Zeitrahmen unterschiedlichste körperlich-sexuelle Erfahrungen etwa durch erotische Massagen anbieten. In vielen Fällen wird für diese Berufsgruppe auch der Begriff „Sexualassistent“ verwendet, wobei einige Anbieter zwischen diesen Begriffen durchaus unterscheiden: Der Sexualassistent soll ausführen, was der wahlweise alte/pflegebedürftige/behinderte Mensch möchte, mit dem Sexualbegleiter geht der Kunde für eine begrenzte Zeit auch eine emotionale Partnerschaft ein. Die Berufsbezeichnung des Sexualbegleiters bzw. Sexualassistenten ist nicht geschützt, im Prinzip kann sich jeder diesen Titel geben. Je nach Schwere der Aufgabe liegt der Verdienst zwischen 80 bis 120 € pro Stunde. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, ebenfalls ein Grünen-Politiker, der aber in vielen Fragen quer zu seiner Partei liegt, ist von dem Vorstoß seiner Parteikollegin nicht gerade begeistert und bemerkt dazu auf seiner Facebook-Seite: „Kann man denn als Bundestagsabgeordnete gut gemeinte Ideen nicht einfach mal im Koffer lassen, wenn sie so offensichtlich dazu dienen können, uns als weltfremde Spinner abzustempeln?“
Ich finde, da macht es sich der Herr Palmer ein bißchen zu leicht. In den Niederlanden gibt es zum Beispiel seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich als Pflegebedürftiger die Dienste von Sexualassistenten bezahlen zu lassen. Dazu müssen die auf staatliche Unterstützung angewiesenen Betroffenen per ärztlichem Attest nachweisen, sich nicht auf andere Art und Weise befriedigen zu können. In Deutschland wirbt die Beratungsstelle Pro Familia seit Jahren dafür, zu klären, ob sich Ansprüche Einzelner auf Finanzierung der Sexualassistenz durch die Krankenkassen, die Sozialhilfe oder andere staatliche Leistungsträger begleichen lassen könnten. Nach Einschätzung von Sexualexperten (von denen es, zum Beispiel in meiner Bekanntschaft, sehr viele gibt) wünschen sich zahlreiche Männer und Frauen mit Behinderungen sexuelle Dienstleistungen. Selbst demenzkranke Menschen haben teilweise einen stark ausgeprägten Sexualtrieb. So einfach ist die Sache also nicht. Jeder Mensch, ob behindert oder nicht, hat individuelle sexuelle Wünsche. Körperlich oder geistig behinderte Menschen brauchen bei der Umsetzung aber mitunter Hilfe von Dritten. In Artikel 2 des deutschen Grundgesetzes steht: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ Und in Artikel 3 heißt es: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Man mag also ob des Vorstoßes von Frau Scharfenberg zur Kostenübernahme von sexuellen Dienstleistungen für benachteiligten Menschen die Nase rümpfen oder sich angesichts des um sich greifenden Sittenverfalls in diesem unserem Lande reichlich echauffieren: In der Sache selbst gibt es durchaus gute Gründe, den Vorstoß der Dame etwas weitergehend zu durchdenken und zu diskutieren. In Deutschland wird für soviel Blödsinn Steuergeld zum Fenster rausgeschmissen, da könnte es nicht schaden, vor allem alten oder behinderten Menschen den Lebensabend ein wenig zu versüßen. Auch sehe ich arbeitsmarktpolitisch einen interessanten Ansatz, wenn jeder, der sich dazu in der Lage sieht und für berufen hält, von nun an als Sexualassistent oder -begleiter wirken kann. Der Arbeitslosenstatistik würde das sicherlich guttun. Man sollte also nicht jeden Vorschlag gleich verdammen, nur weil er von den Grünen kommt. Zumindest diesen nicht. Als alter Mann weiß ich, wovon ich rede.
Ich wünsche allen HASEPOST-Lesern ein Wochenende, an dem es nichts zu mösern gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!