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Gute Nachricht des Tages: Am Freitag wird es „kalt“ in Osnabrück

Wettervorhersage
Am 10. August wird es "kalt"!

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Bei unserer heutigen Guten Nachricht des Tages greifen wir einfach mal ein paar Tage voraus. Glaubt man der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD), dann steht uns zumindest am Freitag ein Tag bevor, der uns ein Sommerwetter präsentiert, wie wir es kennen: Wolkig und mit einer Temperatur knapp über 20 Grad. Doch bis dahin wird es zwischendurch leider ein wenig ungemütlich.

Am Mittwoch drohen Gewitter

Am Mittwoch ist es im Osten anfangs noch sonnig, von Westen her kommen zunehmend mehr Wolken auf, mit einzelnen, teils kräftigen Schauern oder Gewittern. Höchstwerte zwischen 26 Grad auf den Inseln und 35 im Osten von Niedersachsen. Mäßiger, in Böen frischer, von Süd auf West drehender Wind.
In der Nacht zum Donnerstag ist es anfangs wolkig, allmählich nachlassende Schauer oder Gewittertätigkeit.

Der Donnerstag bringt uns zunehmend mehr Wolken mit kräftigen Schauern oder Gewittern. Höchstwerte 25 bis 31 Grad. Mäßiger, in Böen stürmischer Südwestwind.
In der Nacht zum Freitag anfangs bewölkt mit kräftigen Schauern oder Gewittern, zum Morgen nachlassend und auflockernde Bewölkung. Abkühlung auf Werte um 16 Grad. Mäßiger bis starker von Südost auf Südwest drehender Wind, küstennah Sturmböen.

Freitag-Wetter: Wolken und Schauer

Am Freitag ist es anfangs dicht, danach wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Maximal 21 bis 24 Grad. Frischer, an der See starker Westwind mit teils stürmischen Böen. In der Nacht zum Sonnabend abklingende Schauer, danach gering bewölkt oder klar. Abkühlung auf 11 bis 16 Grad. Schwacher bis mäßiger, an der See starker Südwestwind.

Allerdings wird es ab spätestens Sonntag wohl schon wieder wärmer. Auch Mitte August ist noch mit Temperaturen bis zu 30 Grad zu rechnen.

 

AFP

Side by Side – Second Hand mit Konzept

Side by Side

Am 01. August öffnete der Second Hand Concept Store Side by Side seine Türen in der Hasestraße. Wer bei Second Hand an Wühltische und Kilo-Preise denkt wird hier eines anderen belehrt: Besitzerin Carla Wawro sucht die hochwertigen Stücke sorgfältig aus und will ihren Kunden nur die höchste Qualität bieten.

In der Hasestraße eröffnete Carla Wawro Anfang des Monats ihren Second Hand Concept Store Side by Side. Dort bietet sie Marken- und Designermode für Frauen und Männer an, sowie Accessoires und Wohndekorationen. „Ich gucke mir jedes Stück genau an und entscheiden dann, ob es in das Geschäft passt“, erzählt Wawro.

Side by Side steht für Gegensätze

Die Idee für das Geschäft entstand nach einem Umzug. Nachdem sie eine kleinere Wohnung bezog, musste viel Kleidung dem Platz zu liebe weichen. Der Verkauf auf einer Online-Verkaufsseite gestaltete sich aber eher mühsam. Gepaart mit einem Affinität zur Nachhaltigkeit entstand so die Idee für den Second Hand Store.

Der Name Side by Side spielt dabei auf die Gegensätze an, die sich in dem Geschäft finden. So gibt es sportliche Kleidung, aber auch Abendgarderobe , schlichte Stücke und auffällige Hingucker. „Natürlich schaue ich viel nach tragbarer Mode, aber auch außergewöhnliche Einzelstücke dürfen nicht fehlen“, sagt Wawro.

Side by Side

Werbung durch Mundpropaganda

Um den Namen Side by Side schon vor der Eröffnung unter die Leute zu bringen, verteilte sie 3.000 Flyer in Osnabrück. Der Rest sei Mundpropaganda gewesen. „Ich kenne viele modeaffine Frauen und man unterhält sich ja auch“, erzählt die Besitzerin. So kam es, dass schon vorab viele Kunden vorbeikamen, um ihre Kleidung bei Side by Side vorbeizubringen. So konnte das Geschäft schon gut gefüllt mit der Neueröffnung starten. „Am Wochenende war hier schon gut was los“, freut sie sich.

Wawro kauft jedoch keine Kleidung ab, sondern verkauft sie für die Besitzer der Kleidung. „Side by Side nimmt aber nur einwandfreie Stücke an“, sagt Wawro. Sie ergänzt: „Side by Side will hochwertige Kleidung anbieten. Das soll nicht hochpreisig bedeuten, sondern dass die Stücke von hoher Qualität und gut verarbeitet sind.“
Sollten Kleidungsstücke in einem gewissen Zeitrahmen nicht verkauft werden können, so haben die Besitzer die Möglichkeit, ihre Stücke wieder abzuholen. Geschieht dies nicht, so werden sie an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

Side by Side

Vergrößerung der Herrenabteilung

In der Zukunft soll natürlich noch mehr Ware hinzukommen und das Angebot wachsen. So soll beispielsweise die Herrenabteilung noch größer und auch mehr Wohnaccessoires angeboten werden. Momentan ist das Regal zum großen Teil mit den Wohnaccessoires der Besitzerin gefüllt.

Side by Side ist von Montag bis Freitag von 11.00 bis 19.00 Uhr geöffnet und am Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr.

 

AFP

Polizei gibt Entwarnung: Doch keine Explosionen in Hagen

Polizei Symbolbild
Symbolbild

Wie wir berichteten, meldete die Polizei am Dienstag um 11.16 Uhr zwei Explosionen in Hagen am Teutoburger Wald. Zu der Ursache der lauten Knallgeräusche konnte zu dem Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

In Gellenbeck an der Bonhoefferstraße 15 kam es in einem Siedlungsgebiet zu zwei lauten Knallgeräuschen, die mutmaßlich zu einer Explosion gehörten. Verletze gab es jedoch nicht. Vor Ort ermittelten Polizei und Feuerwehr, konnten aber keine Ursache für die Knallgeräusche finden.

Nun gibt die Pressestelle der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion Entwarnung: Es gab keine Explosion. Weder konnte ein zusammengestürztes Haus noch etwas ähnlich explodiertes gefunden werden. Auch ein Energieversorger soll vor Ort gewesen sein, um zu prüfen woher die Knallgeräusche stammen. Aber dieser konnte ebenfalls nichts feststellen. Die Polizei weist daraufhin, dass die Geräusche viele Ursachen haben könnten, wie beispielsweise Silvesterböller. Wie die Meldung von Explosionen zustande kam, kann sich die Pressestelle der Polizei nicht erklären.

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AFP

Zwei Explosionen in einem Wohngebiet in Hagen a. TW.

Flughafen Münster/Osnabrück

Die Polizei meldete am Dienstag um 11.16 Uhr zwei Explosionen in Hagen am Teutoburger Wald.

In Gellenbeck an der Bonhoefferstraße 15 kam es in einem Siedlungsgebiet zu zwei lauten Knallgeräuschen, die wohl zu einer Explosion gehörten. Die Polizei und die Feuerwehr sind vor Ort und ermitteln. Bis lang gibt es keine Hinweise auf verletzte Personen oder die Ursache der Knallgeräusche.

Am Nachmittag gab die Polizei Entwarnung, es war offensichtlich keine Explosion feststellbar.

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Gartenhütten brennen in Osnabrück Widukindland

Symbolbild

In der Nacht zu Dienstag, den 07.08.2018, brannten zwei Gartenhütten in einem Osnabrücker Kleingartenverein aus.

Gegen 23:40 Uhr meldeten Bürger eine Rauchentwicklung aus der Gartenanlage des Kleingartenvereins Nord. Als die alarmierte Berufsfeuerwehr eintraf, standen bereits zwei Gartenhütten im Vollbrand. Deshalb wurde umgehend die Freiwillige Feuerwehr Schinkel zur Unterstützung nachalarmiert.

Bürger entdecken Rauch aus Kleingärten

Mit zwei Strahlrohren und mehreren sich ablösenden Trupps unter Atemschutz gingen die Feuerwehrleute vor. Parallel bauten sie dazu eine Wasserversorgung aus Tanklöschfahrzeugen, einem separaten Wassertank auf dem Wechselladerfahrzeug der Berufsfeuerwehr und dem nächsten, etwas abseits gelegenen Hydranten auf. Aufgrund der knappen Verfügbarkeit von Trinkwasser in der derzeitigen Hitzeperiode, versuchte die Feuerwehr möglichst wenig Wasser aus dem örtlichen Trinkwassernetz zu entnehmen.

Feuerwehreinsatz dauert mehrere Stunden

Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs um kurz vor 01:00 Uhr mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, Michael Heinze, war dann das Feuer bereits unter Kontrolle gebracht worden. „Ich schätzte jedoch, dass der Einsatz mit der Suche und dem Ablöschen von Glutnestern noch ca. 1,5 Stunden andauern wird.“, teilte uns der Experte mit.

Mit acht Fahrzeugen und rund 26 Mann waren die Feuerwehren im Einsatz. Durch die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, konnte die Berufsfeuerwehr einen Teil der eigenen Kräfte als Reserve für weitere Notfälle zurückhalten.

Polizei vermutet Brandstiftung

Der Schaden an den Lauben beläuft sich laut der Polizei Osnabrück auf ca. 10.000€. Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein 52-jähriger Mann, der gelegentlich in einer der Gartenlauben übernachtet, einen Grill entzündet und den fest installierten Kamin befeuert. Dann verließ der alkoholisierte Mann die Gartenlaube und ließ das Feuer unbeaufsichtigt. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

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Gute Nachricht des Tages: Nahezu unfallfreies Wochenende auf den Autobahnen

Autobahnen
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Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Trotz eines hohen Verkehrsaufkommens auf den Autobahnen im Bereich Osnabrück, zieht die Autobahnpolizei ein positives Wochenend-Resümee.

An den besonders stark frequentierten Reisetagen Samstag und Sonntag kam es zwar zu den erwarteten Staubildungen auf den Autobahnen, insbesondere im Bereich Bramsche und Osnabrück-Hafen. Insgesamt krachte es jedoch nur sechs mal, wobei es glücklicherweise immer bei Blechschäden blieb. Die Hauptunfallursache war wieder einmal zu geringer Sicherheitsabstand und überhöhte Geschwindigkeit.

Unfall mit fünf Fahrzeugen, aber keine Verletzten

Bei einem Verkehrsunfall am Sonntagnachmittag in Höhe der Anschlussstelle Bramsche waren insgesamt fünf Fahrzeuge beteiligt. Aufgrund der Fahrstreifenreduzierung von drei auf zwei Fahrspuren kam es immer wieder zu Staubildungen. Ein 71-jähriger Niederländer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und beschädigte insgesamt vier andere Autos – verletzt wurde zum Glück niemand.

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Zwei junge Frauen in Stadt und Landkreis Osnabrück von Sextätern angegriffen

Symbolbild Polizei
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Die Polizeiinspektion Osnabrück meldet für das vergangenen Woche zwei Angriffe auf junge Frauen. Die Sextäter konnten unerkannt fliehen. 

Betrunkener berührte Frau unsittlich

Bereits am späten Freitagnachmittag wurde am Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde eine 20-Jährige belästigt. Wie der Polizei erst jetzt bekannt wurde, wartete die junge Frau gegen 17 Uhr auf einen Zug, als sie am Bahnsteig von einem Mann angesprochen wurde. Der Unbekannte gehörte zu einer Gruppe von vier bis fünf Personen, die augenscheinlich betrunken waren. Die 20-Jährige reagierte nicht auf die Ansprache des Mannes, woraufhin der Unbekannte sie unsittlich berührte. Die junge Frau wehrte sich gegen den Übergriff, wodurch ein Passant auf die Situation aufmerksam wurde und der Frau zur Hilfe eilte. Die 20-Jährige stieg anschließend in einen Zug und entfernte sich.

Der Täter wurde als etwa 28 bis 30 Jahre alt, kräftig und ca. 1,80 m groß beschrieben.
Er hatte ein südländisches Erscheinungsbild, braune Augen, schwarze, kurze Haare und einen „kurzen“ Bart. Bekleidet war er mit einem dunklen T-Shirt und einer kurzen Jeanshose. Die Polizei in Dissen bittet Zeugen des Geschehens, und insbesondere den unbekannten Passanten, sich zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 05421/921390 entgegengenommen.

Mann drängte Frau in Hinterhof

An der Johannisstraße in Osnabrück wurde am Sonntagmorgen eine 25-Jährige Opfer eines Übergriffs. Ein etwa 1,65 bis 1,70 m großer, dunkelhäutiger Mann sprach die Frau gegen 03.25 Uhr im Bereich der Kreuzung Johannisstraße/Petersburger Wall an und drängte sie in einen dortigen Hinterhof. Die 25-Jährige machte lautstark auf sich aufmerksam, woraufhin ihr eine 18-Jährige zur Hilfe eilte und den Angreifer vertrieb. Ein weiterer Zeuge wurde ebenfalls auf die Situation aufmerksam und alarmierte die Polizei.

Der Unbekannte flüchtete unterdessen mit einem dunklen Fahrrad in die Johannisstraße in Richtung stadteinwärts. Der Flüchtige war circa Mitte 20, sehr dünn und hatte kurze, schwarze Haare. Bekleidet war er mit einem schwarzen T-Shirt (mit weißem Aufdruck auf der Rückseite). Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Übergriff geben können, sich unter der Telefonnummer 0541/327-2115 oder 327-3103 zu melden.

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AFP

Auf den Spuren der britischen Besatzer in Osnabrück

Friedhelm Scheel und Dr. Thorsten Heese mit dem Fundstück

Man mag es kaum glauben, aber es ist schon beinahe zehn Jahre her, dass die britische Armee die Kasernen in Osnabrück verlassen hat. Nach dem 2. Weltkrieg kamen sie als Besatzer und Befreier vom Nationalsozialismus und wirkten viele Jahre in der Stadt. Aber auch nach ihrem Abzug finden sich bis heute immer wieder Spuren ihrer Existenz.

Eine dieser Spuren hat Friedhelm Scheel aus Westerkappeln gefunden. Er ist leidenschaftlicher Naturschützer und zum Schutz der Flora und Fauna regelmäßig in und um Osnabrück unterwegs – Auch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der britischen Armee in Achmer. Dort fand er das Schild, das auf Deutsch und Englisch auf Lebensgefahr durch Munition aufmerksam macht. Nach dem Abzug der Truppen Ende 2008/Anfang 2009 hatte sich wohl niemand darum gekümmert, dass die Schilder entfernt wurden.

Ein Schild mit Aussagekraft

„Obwohl anfänglich der Kontakt zwischen den britischen Soldaten und der Bevölkerung in Osnabrück nicht gewünscht war, wurden doch schnell Freundschaften geschlossen. Die Briten kauften in der Stadt ein, gingen in die Kneipen, heirateten deutsche Frauen,“ erklärt Dr. Thorsten Heese vom Museumsquartier. Über die lange Zeit der Besetzung entwickelten sich viele Kontakte und Beziehungen, die zum Teil bis heute bestehen. „Doch man darf auch nicht vergessen, dass die Soldaten Besatzer waren“, betont Heese. „Deswegen hat dieses Schild eine solche Aussagekraft. Zwar wurden die Soldaten meistens als friedlich wahrgenommen, trotzdem führen sie nun mal Kriege“. Das sollte man nicht vergessen.

Das Schild hat seinen Platz gefunden

So sieht das auch der Finder, Friedhelm Scheel, der das Fundstück mühevoll gereinigt und zurecht gebogen hat: „Ich wollte nicht, dass diese Geschichte in Vergessenheit gerät, deswegen habe ich das Schild dem Museum gespendet. Hier hat es seinen Platz gefunden“. Derzeit wird das Warnschild genauesten untersucht und dann in den Inventar des Museums übergehen. Was danach passiert ist noch nicht geklärt. Vielleicht wird das Objekt im nächsten Jahr zum Thema „80 Jahre Beginn des zweiten Weltkrieges“ zu sehen sein.

Foto: Monique Müller

AFP

Schlossgarten Open Air bis 2023 gesichert

Schlossgarten Open Air
Foto: Sophie Scherler

Am kommenden Wochenende findet zum vierten Mal das Schlossgarten Open Air mit Künstlern wie Nena, Sarah Connor und den Dropkick Murphys statt. Das direkt am historischen Osnabrücker Schloss gelegene Open Air zog in den vergangenen Jahren bis zu 12.000 Besucher pro Veranstaltungstag an.

Nachdem zur Begünstigung der Planungssicherheit dieses Jahr ein Interessenbekundungsverfahren für die Jahre 2019 bis 2023 ausgeschrieben wurde, ging der Vertrag an die Firma Goldrush Productions GmbH. „Mit Goldrush haben wir einen Veranstalter mit Fingerspitzengefühl und Sensibilität gefunden“, freut sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Beim Interessenbekundungsverfahren konnten sich auch andere Unternehmen für die Fläche bewerben, aber Goldrush hat sich am Ende durchgesetzt.“

Zukünftig sind auch drei Konzerttage möglich

Nun darf die Firma Goldrush bis 2023 jeweils zwischen Juni und September für bis neun Tage den Schlossgarten für sich beanspruchen und das Schlossgarten Open Air mit bis zu drei Konzerttagen veranstalten. Für die Nutzung zahlt der Veranstalter bis zu zwei Euro pro Quadratmeter für die gesamte Nutzungszeit.

„Man sieht die Stadt und das Schloss. Das ist dem Image sehr zuträglich, wenn wir Musik unter freien Himmel haben“, erzählt Griesert. „80 Prozent der Verkäufe für den Tag, an dem Sarah Connor und Nena auftreten, kommen aus dem 20km Umkreis von Osnabrück“, ergänzt Rüdiger Scholz von Goldrush. „Für den Freitag, an dem die Dropkick Murphys spielen, kommen 60 Prozent der Besucher aus dem 100km Umkreis. Internationale Acts bringen uns auf die Landkarte der Festivals.“

Zustimmung von allen Seiten für das Schlossgarten Open Air

Frau Petra Rosenbach vom Stadtmarketing Osnabrück sieht den Vorteil des Schlossgarten Open Airs vor allem in der Ergänzung zur Maiwoche: „Die Maiwoche bietet eher regionalen Musikern eine Bühne und das Schlossgarten Open Air kann dann mit den größeren Acts aufwarten.“
Auch der Osnabrücker Service Betrieb gibt grünes Licht für das Schlossgarten Open Air, nachdem sie dem Festival anfangs eher skeptisch gegenüber standen. „Die Schäden waren so gering, dass man das gut weiter laufen lassen kann“, sagte Herr Maag vom OSB.

Bald auch internationale Stars?

Goldrush will zukünftig auch mehr internationale Acts buchen. Das sei vom Booking her aber schwieriger als bei deutschen Musikern, vor allem da auch die Besucherkapazitäten im Schlossgarten beschränkt sind. Mit den Dropkick Murphys sei jedoch schon ein erster internationaler Erfolg gelungen. Auf eine feste Zielgruppe wolle man sich aber nicht festlegen. Dies würde nur andere Gruppen vom Open Air ausschließen. „Cro hat das eine Jahr viele Studenten angezogen“, erzählte Christopher Hengholt von Goldrush. Dieses Jahr wird das Durschnittsalter durch die gebuchten Acts wohl eher etwas höher liegen.

Foto:
Hinten:Christopher Hengholt (Goldrush productions GmbH) und Patricia Mersinger (Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur); Vorne: Rüdiger Scholz (Goldrush Productions GmbH) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert

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Einkaufen (fast) ohne Verpackungsmüll bei „Tara – unverpackt genießen“

Tara

Deutschland hält einen traurigen Rekord: Wir sind Spitzenreiter im Produzieren von Verpackungsmüll. Mehr als 200kg verbraucht jeder Bürger im Durchschnitt im Jahr, deutlich mehr als unsere europäischen Nachbarn. Und wer glaubt, wir würden so viel recyclen, der irrt – lediglich 15% unseres Mülls werden wieder in neue Produkte überführt. Es ist deswegen wichtig, weniger Verpackungsmüll zu produzieren: Und da setzt das Konzept von „Tara – unverpackt genießen“ an.

Die „unverpackt-Bewegung“ kam vor etwa vier Jahren in Deutschland auf. Inzwischen gibt es rund 70 Geschäfte dieser Art, auch das von Sarah Karow-Lodter und Franziska Ohnheiser. Vor knapp zwei Jahren gründeten sie „Tara – unverpackt genießen“, das sich zentrumsnah am Wittekindplatz befindet. Dort bekommt man beinahe alle Dinge des täglichen Bedarfs – nur eben (fast) ohne Müll.

Wie funktioniert das „Unverpackt-Konzept“

Komplett ohne Verpackungen kommen die Produkte natürlich nicht aus, sonst könnte man sie ja nicht transportieren. Es geht vielmehr darum, dass Kunden für ihren Einkauf zum Beispiel Gläser, oder Papiertüten verwenden, die danach nicht im Mülleimer landen. Im Idealfall werden die Gefäße einfach selbst mitgebracht und zunächst gewogen. Dann kann nach Herzenslust eingekauft werden – egal ob Nudeln, Nüsse, Seife, Gemüse oder Reiniger. „Viele Kunden entdecken hier erst Alternativen zu den normalen Produkten. Wir haben zum Beispiel Zahnputztabletten, oder Strohhalme aus Edelstahl im Angebot“, erklärt die Gründerin. Ein Vorteil des Konzeptes: Oftmals sind die fertigen Pakete aus dem Supermarkt nicht die Menge, die man eigentlich benötigt. Nur um einen Kuchen zu backen braucht man zum Beispiel kein ganzes Kilo Mehl. Bei „Tara – unverpackt genießen“ können Kunden genau so viel mitnehmen, wie sie verbrauchen – das reduziert Lebensmittelverschwendung. Im Anschluss an den Einkauf wird das Gefäß erneut gewogen und dann der Inhalt bezahlt.

Tara

Regional und Bio

Doch was bedeutet das für den Preis? Kann man sich das regelmäßige Einkaufen dort überhaupt leisten? Die Antwort ist: Ja! Natürlich können Kunden keine Discounter-Preise erwarten, aber „Tara – unverpackt genießen“ ist auch nicht übermäßig teurer. Die Preise sind mit denen von Bio-Supermärkten vergleichbar; und dafür bekommen die Kunden auch diese Qualität. Alle Produkte sind Bio und wenn möglich regional. „Wir beziehen zum Beispiel unseren Quinoa von einem Hof im Münsterland“, sagt die Betreiberin Franziska Ohnheiser. Außerdem werden Obst und Gemüse nicht mit dem Transporter, sondern mit einem Lastenfahrrad eingekauft und ins Geschäft gebracht. Das schätzen die Kunden, die beinahe so unterschiedlich sind, wir das Sortiment. Neben Familien kommen auch Studenten, oder alte Leute, um ihren Wocheneinkauf zu erledigen. Das ist von den Betreiberinnen auch so gewollt, ihr Geschäft soll auch ein Treffpunkt für Jung und Alt sein. Auch das kleine Bistro über dem Geschäft mit warmer und kalter Küche, sowie Kuchen und Keksen lädt zum Austausch ein.

Tara

Fast ganz ohne Müll

Ganz ohne Verpackungsmüll kommt aber auch das Unverpackt-Geschäft nicht aus. Produkte wie Nudeln werden aber zum Beispiel in 5 Kilo, oder Gewürze in 1 Kilo Paketen geliefert. Außerdem wird darauf geachtet, dass nichts extra eingewickelt wird, was später als Abfall anfallen könnte. „Hier in Deutschland sind wie viel zu sehr auf das Recyclen konzentriert, dabei müssen wir schon viel früher ansetzten und gar nicht erst so viel Abfall produzieren“, erklärt Ohnheiser. Und mit einem Einkauf in einem Unverpackt-Geschäft kann jeder genau dazu beitragen.

Mehr Informationen zu den Öffnungszeiten und dem Sortiment finden sie hier.

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AFP