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Post schickt Brief an Beschäftigte

Foto: Deutsche Post, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Mitten in der Urabstimmung macht der Vorstand der Post Stimmung gegen den von der Gewerkschaft Verdi angepeilten Streik. In einem Brief an die Beschäftigten wirbt die für das deutsche Brief- und Pakete-Geschäft zuständige Vorständin Nikola Hagleitner dafür, das Tarifangebot des Vorstandes besser anzunehmen als für einen Streik zu stimmen.

Die „Rheinische Post“ berichtet in ihrer Samstagausgabe darüber und schreibt, den Brief sollten alle 160.000 Beschäftigten der Sparte erhalten. Hagleitner wirbt demnach dafür, sich das Angebot genau anzuschauen, das dem Brief als Grafik angefügt wurde. Es handele sich um die höchste jemals von der Post vorgeschlagene Tariferhöhung, die auch deutlich besser sei als andere Branchenabschlüsse. Demnach gäbe es innerhalb von drei Jahren mindestens 9.560 Euro an Zusatzeinkommen, alleine im Jahr 2023 würden 150 Euro im Monat steuerfrei draufgelegt. Nächstes Jahr gäbe es 3.340 Euro mehr, wovon 1.200 Euro steuerfrei seien. 2024 sollten 4.420 Euro zusätzlich an Bruttogehalt fließen. Die Managerin wirft Verdi in dem Schreiben indirekt vor, das Angebot falsch darzustellen, und warnt davor, durch einen Streik die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu gefährden. „Meine Bitte an Sie: Lassen Sie sich nicht von Parolen oder Falschbehauptungen verunsichern – jetzt ist nicht die Zeit dafür, unsere Organisation zu spalten und dabei das wichtigste Ziel aus den Augen zu verlieren: die Zukunftssicherheit von Post & Paket Deutschland sicherzustellen und Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern.“

AFP

Duell der geschlagenen Ungeschlagenen: VfL Osnabrück empfängt Wehen Wiesbaden

VfL Stadion an der Bremer Brücke
VfL Stadion an der Bremer Brücke

Zweiter Tel des Heimspiel-Doppelpacks an der Bremer Brücke: Am Samstag (25. Februar) gastiert Wehen Wiesbaden zum Topspiel beim VfL Osnabrück. Es ist nicht nur das Aufeinandertreffen der zwei besten Drittliga-Mannschaften aller Zeiten, sondern auch das Duell der geschlagenen Ungeschlagenen.

Der VfL Osnabrück gewann zuletzt sieben Spiele in Folge, Wehen Wiesbaden blieb gar acht Partien hintereinander ungeschlagen. Am vergangenen Wochenende erwischte es allerdings sowohl die Lila-Weißen als auch die Hessen. Während die Osnabrücker gegen Bayreuth eine 2:0-Führung verspielten, verlor Wiesbaden gegen Aue knapp mit 1:2. Wirklich unterlegen wirkte der Aufstiegsaspirant allerdings nicht, ohne die frühe rote Karte gegen Ahmet Gürleyen in Minute 13 wäre das Spiel vermutlich anders verlaufen.

VfL kann an Wiesbaden heranrücken

Doch nicht nur wegen der jüngsten Erfolgsserien beider Teams gilt das Duell als Topspiel, sondern auch wegen der engen Tabellensituation in Liga drei. Mit einem Sieg könnte der VfL auf vier Punkte an den SVWW heranrücken, der aktuell auf Position drei hinter dem ungefährdeten Spitzenreiter Elversberg und der nicht aufstiegsberechtigten Freiburger Zweitvertretung liegt.

Topspiel-Charakter verspricht außerdem die Treffsicherheit beider Teams: Mehr Treffer als dem VfL (45) und den Wiesbadenern (43) gelang bisher nur dem Spitzenreiter Elversberg (58). Vorsicht ist dabei auf Osnabrücker Seite allen voran vor dem Wehen-Duo Benedict Hollerbach und Ivan Prtajin, die jeweils auf zehn Tore kommen, geboten. Weitere Stärken des Tabellendritten: Die drittbeste Defensive (27 Gegentore) und das Auftreten in der Ferne (nur drei von zwölf Auswärtspartien verloren).

„Wird ein geiles Spiel“

Der VfL geht entsprechend mit Respekt, aber dennoch mutig in das Topspiel an der Bremer Brücke und will seine eher maue Bilanz gegen Wiesbaden (sieben Siege, sechs Unentschieden, 14 Niederlagen) aufpolieren: „Wehen wird nicht einfach zu bespielen, die haben einen guten Plan – wir aber auch! Deswegen bin ich mir sicher, dass es ein sehr, sehr spannendes und geiles Spiel wird“, so Angreifer Noel Niemann im vereinseigenen VfL-TV.

Apropros Bilanz aufpolieren und in der Tabelle heranrücken: Nicht nur in der aktuellen Drittliga-Tabelle könnte der VfL Osnabrück Punkte auf den Konkurrenten gut machen, sondern auch in der ewigen Tabelle. Dort liegen die Lila-Weißen mit 622 Punkten aus 401 Spielen auf Rang 2 – 78 Punkte hinter dem Spitzenreiter, dem kommenden Gegner Wehen Wiesbaden.

AFP

32. KidS-Projekt: Schülerinnen und Schüler erleben Osnabrücker Kommunalpolitik

Infoveranstaltung KidS-Projekt im Rathaussaal. / Foto: Hirsch
Infoveranstaltung KidS-Projekt im Rathaussaal. / Foto: Hirsch

Am Donnerstagnachmittag (23. Februar) fand die Infoveranstaltung zum 32. KidS-Projekts im Osnabrücker Rathaussaal statt. Bei dem Projekt können Schülerinnen und Schüler für vier Wochen Politikluft schnuppern. Bereits 150 Kinder und Jugendliche nehmen teil.

Bei dem seit 2001 stattfindende Projekt können die Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe neun und zehn den ehrenamtlichen Ratsmitgliedern über die Schulter schauen. Vom 26. April bis 31. Mai findet das KidS (Kommunalpolitik in den Schulen) statt. Ziel ist es, das Interesse an Kommunalpolitik bei Kindern und Jugendlichen zu wecken oder zu vertiefen. Bei der vorherigen Anmeldung können sie in einem Erst- und Zweitwunsch äußern, welche Partei sie für vier Wochen unterstützen möchten.

Anmeldung jetzt auch digital möglich

Unter dieser Website können sich Interessierte bis zum 24. März anmelden. Die Referenten der Oberbürgermeisterin Martina Sellmeyer und Frank Hinrichsen weisen darauf hin, vor der Anmeldung mit einem zuständigen Lehrer und den Eltern zu reden. Die Partei-Gruppen Bündis 90/Die Grünen/Volt, FDP/UWG und Die Linke/Kalla Wefel sowie die Fraktionen CDU, SPD können bei beim Politikalltag unterstützt werden. Das Projekt wird von den Fraktionsgeschäftsstellen begleitet, die auch als Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler agieren. Am 26. April um 16:30 Uhr werden die Teilnehmenden im Friedenssaal des Rathauses empfangen.

Kinder und Jugendliche nehmen an Ausschusssitzungen teil

Neben der ehrenamtlichen Parteiarbeit nehmen die Interessierten an Ratssitzungen, die im vier bis sechs wöchigen Turnus stattfinden, und auch an Fraktionsausschusssitzungen teil. Persönliche Interessen und Ideen sind sehr willkommen und werden umgesetzt. „Zu einer Abschlusspizza seid ihr natürlich auch herzlich eingeladen“, so alle Ratsmitglieder. Bei einer Nicht-Teilnahme an den Sitzungen, können die Jung-Politikerinnen und -Politiker flexibel per WhatsApp absagen oder bei einem Live-Stream teilnehmen.

Für interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende und Erziehungsberechtigte gibt es hier weitere Informationen.

AFP

Mehrere Schweine verstorben: Viehtransporter auf der B214 umgekippt

Symbolfoto: Schweine.
Symbolfoto: Schweine.

Am Freitagmorgen (24. Februar) ist auf der Bundesstraße 214 ein Schweinetransporter umgekippt. Der Fahrer blieb unverletzt, allerdings sind mehrere Schweine verstorben.

Gegen 06:30 Uhr befuhr ein 33-Jähriger aus Schwagstorf bei Fürstenau mit einer Zugmaschine die „B214- Ankumer Straße“ in Richtung Bersenbrück. Der Fahrer beabsichtigte nach links auf die „Nortruper Straße“ abzubiegen. Bei der Bremsung kippte der Anhänger in Kurvenlage um und blockierte die Fahrbahn.

Zehn Schweine tot

Auf dem Anhänger waren 90 Schweine geladen. Einige Schweine liefen außerhalb des Anhängers herum, sodass die Bahnstrecke kurzzeitig gesperrt wurde. Der Fahrer blieb unverletzt. Amtstierärzte des Landkreises Osnabrück wurden zur Verladung hinzugezogen. Für die Verladung der Tiere musste die Fahrbahn voll gesperrt werden. Außerdem begutachteten die Tierärzte die Schweine. Zehn Schweine mussten eingeschläfert werden.

Der Anhänger und die Tiere wurden abtransportiert. Die Fahrbahn wurde durch die Straßenmeisterei gesäubert. Die Leitplanke wurde auf einer Länge von etwa zehn Metern beschädigt. Die Sperrung der Fahrbahn wurde um 10:30 Uhr wieder aufgehoben.

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Gute Nachricht des Tages: Spendenboxen bei „Blumen Jeda“ bringen 4.000 Euro für Osnabrücker Kindertafel ein

Spendenübergabe an die Osanbrücker Kindertafel: (v.l.n.r.) John McGurk, Inge Kämmler, Petra Jeda, Herrmann Große-Marke, Ann-Kathrin Jeda, Ralf Märten und Holger Gerdes. / Foto: Hirsch
Spendenübergabe an die Osanbrücker Kindertafel: (v.l.) John McGurk, Inge Kämmler, Petra Jeda, Herrmann Große-Marke, Ann-Kathrin Jeda, Ralf Märten und Holger Gerdes. / Foto: Hirsch

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Am Donnerstag (23. Februar) erhielt die Osnabrücker Kindertafel einen Spendenscheck in Höhe von 4.000 Euro. Petra Jeda vom Peter-Jeda-Fonds übergab zusammen mit Botschafter für Kinder John McGurk den Scheck.

Petra Jeda, die stellvertretende Vorsitzende vom Peter-Jeda-Fond, übergab zusammen mit dem Botschafter für Kinder John McGurk einen Spendenscheck in Höhe von 4.000 Euro. Jeda sammelte in ihrem Blumengeschäft „Blumen Jeda“ mit Spendenboxen für die Osnabrücker Kindertafel, die täglich Schulen mit Lebensmitteln beliefert.

35 Schulen in der Stadt Osnabrück und im Landkreis profitieren von der Kindertafel

„Am beliebtesten sind Äpfel, von denen brauchen wir eine Menge“, erzählt Hermann Große-Marke, erster Vorsitzender Osnabrücker Tafel. Neben den 700 Kundinnen und Kunden in der Einrichtung an der Schlachthofstraße werden auch 35 Schulen in Osnabrück und Landkreis beliefert. Hauptsächlich Grundschulen, Realschulen und Hauptschulen benötigen die Lebensmittelspende.

Osnabrücker Tafel erhielt Regionalpreis

„Es ist für uns eine Herzensangelegenheit“, so Jeda. Auf der vierten Charity-Gala „Flügel für die Zukunft“ im Alando Ballhaus von der John McGurk Stiftung und dem Zoo Osnabrück erhielt die Tafel den Regionalpreis, den Große-Marke entgegennahm. Jeda erzählt, dass sie „von dem Auftritt von Herrn Große-Marke sehr ergriffen war“. Daraufhin fing sie an Spenden zu sammeln, über die endgültige Summe die zusammengekommen war sie überrascht und vor allem froh. Mit 4.000 Euro kann die Kindertafel für über einen Monat lang finanziert werden.

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Umweltschützer scheitern mit Klage gegen VW

Foto: VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Detmold (dts Nachrichtenagentur) – Das Landgericht Detmold hat am Freitag eine Klage gegen den Volkswagen-Konzern abgewiesen. In dem Zivilprozess wollte ein Detmolder Bio-Bauer unter anderem erreichen, dass dem Autokonzern der Verkauf von Verbrennungsmotoren ab spätestens 2030 weltweit untersagt wird.

Das heutige Urteil ist das letzte an einem deutschen Landgericht zu den aktuellen Klima-Klagen gegen Autohersteller, die letztlich von Greenpeace und Deutscher Umwelthilfe (DUH) vorangetrieben werden. Greenpeace-Chef Martin Kaiser kündigte am Freitag umgehend Berufung vor dem Oberlandesgericht an. „Dieses Urteil ohne direkte Begründung durch den Richter ist enttäuschend“, sagte Kaiser am Freitag. „Es hinterlässt den fatalen Eindruck, dass sich das Gericht mit dem detailliert dargelegten Zusammenhang zwischen VWs enormen CO2-Ausstoß und den schon heute spürbaren Schäden für den Kläger gar nicht auseinandersetzen wollte.“

Angesichts einer galoppierenden Klimakrise halte Greenpeace es aber für unabdingbar, die globale Verantwortung eines Konzerns wie Volkswagen, mit seinem ländergroßen CO2-Fußabdruck gerichtlich klären zu lassen. „Deshalb bringen wir VW jetzt vor die nächste Instanz.“ Zuvor war schon ein Verfahren in Braunschweig gescheitert, auch dort ist Berufung geplant.

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Lauterbach plant Beitragserhöhung zur Pflegeversicherung

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Zur Verbesserung der Finanzlage in der Pflegeversicherung und für mehrere Reformmaßnahmen in der Pflege will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) den Beitragssatz zum 1. Juli diesen Jahres um 0,35 Prozentpunkte erhöhen. Das geht aus einem Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für ein Gesetz zur Unterstützung und Entlastung in der Pflege hervor, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Samstagausgaben berichten.

„Zur Sicherung der finanziellen Stabilität der sozialen Pflegeversicherung im Sinne einer Absicherung bestehender Leistungsansprüche und im Rahmen dieser Reform vorgesehener Leistungsanpassungen wird der Beitragssatz zum 1. Juli 2023 moderat um 0,35 Prozentpunkte angehoben“, heißt es in dem Papier. So seien unter anderem aufgrund der demographischen Entwicklung, höherer Ausgaben für die Eigenanteilsreduzierung in der vollstationären Pflege, der hohen Kosten für die Erstattung von Pandemie-Mehraufwendungen und Mindereinnahmen der Pflegeeinrichtungen Maßnahmen zur Verbesserung der Einnahmensituation der sozialen Pflegeversicherung „unumgänglich“, schreibt das Ministerium. Das Haus will demnach sicherstellen, dass die Pflegeversicherung der Aufgabe auch weiterhin nachkommen könne, unter anderem „Pflegebedürftige und Pflegepersonen, insbesondere pflegende Angehörige, wirksam zu unterstützen“. Lauterbach will deswegen die häusliche Pflege stärken. Dafür werde das Pflegegeld zum 1. Januar 2024 um fünf Prozent erhöht. Auch die Pflegesachleistungen sollen demnach erhöht werden. Im Entwurf heißt es: „Angesichts lohnbedingt steigender Pflegevergütungen ambulanter Pflegeeinrichtungen werden die ambulanten Sachleistungsbeträge zum 1. Januar 2024 um 5 Prozent angehoben.“ Weiter soll der „Trend zu steigenden Eigenanteilen noch stärker entgegengewirkt“ werden, schreibt das Ministerium.

Laut Entwurf sollen die Leistungszuschläge zur Reduzierung der von den Pflegebedürftigen zu tragenden Eigenanteile in der vollstationären pflegerischen Versorgung ab dem 1. Januar 2024 nochmals um fünf bis zehn Prozentpunkte erhöht werden. Mit diesem Gesetz will das Gesundheitsministerium auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Berücksichtigung des Erziehungsaufwands von Eltern umsetzen. Dem Entwurf zufolge soll der Kinderlosenzuschlag um 0,25 Beitragssatzpunkte auf 0,6 Beitragssatzpunkte angehoben werden. „Mitglieder mit mehreren Kindern werden ab dem zweiten Kind bis zum fünften Kind in Höhe von 0,15 Beitragssatzpunkten je Kind entlastet (ab dem fünften Kind gleichbleibende Entlastung in Höhe eines Abschlags von 0,6 Beitragssatzpunkten)“, heißt es weiter.

Den Bund strebt zudem zum 1. Januar 2025 und zum 1. Januar 2028 eine automatische Dynamisierung der Geld- und Sachleistungen in Anlehnung an die Preisentwicklung an. „Für die langfristige Leistungsdynamisierung wird die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode Vorschläge erarbeiten“, so der Entwurf.

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Commerzbank erwartet nur moderat sinkende Immobilienpreise

Foto: Wohnungen, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Commerzbank erwartet nur moderat sinkende Immobilienpreise. Der Markt befinde sich in der ersten Phase eines Korrekturprozesses, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Analyse.

„Die Käufer können (oder wollen) angesichts der deutlich gestiegenen Finanzierungskosten für ein Haus deutlich weniger bezahlen als vor dem Zinsanstieg, wohingegen viele Verkäufer offensichtlich nicht bereit sind, einen solchen deutlichen Abschlag gegenüber den noch vor kurzer Zeit zu erzielenden Preisen hinzunehmen“, heißt es darin. Auf Dauer würden die Anbieter diese Position aber nicht halten können, sondern ihre Preisvorstellungen an die neue Realität anpassen müssen. „Schließlich gibt es für viele von ihnen auf längere Sicht keine Alternative zu einem Verkauf, sei es wegen Umzugs, einer Erbschaft oder anderer Gründe“, so die Bank. In der nächsten Phase werde die Zahl der Transaktionen und damit die Zahl der neu abgeschlossenen Hypothekenverträge wieder steigen, die in der Statistik berücksichtigten Transaktionspreise aber weiter fallen, bis Nachfrage und mittelfristiges Angebot wieder übereinstimmen, so die Commerzbank. Erst wenn Immobilien für viele Kaufinteressenten wieder erschwinglich würden und die Nachfrage zunehme, würden sich die Preise stabilisieren. Begünstigt werde eine solche mittelfristig zu erwartende Stabilisierung durch ein geringeres Angebot an Neubauten. Denn die Bauentwickler reagierten auf die wegen der niedrigeren Preise und höheren Kosten ungünstigeren Ertragsaussichten und führen ihre Bautätigkeit herunter. Gleichzeitig seien die Auftragseingänge seit ihrem Hoch im März 2022 um mehr als ein Drittel eingebrochen. So rechnet der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW im laufenden Jahr nur noch mit rund 240.000 Wohnungsfertigstellungen. Das ist rund ein Fünftel weniger als im Hochpunkt 2020, als 306.000 Wohneinheiten gebaut wurden. Für das Jahr 2024 rechnet der Verband gar nur mit 214.000 Wohnungen. „Kurzfristig dürfte dies nicht ausreichen, um den Preisverfall zu stoppen“, bewertet die Commerzbank die Lage. „Mittel- bis langfristig dürfte das geringere Angebot aber die Preise stabilisieren.“ Auch wenn sich somit der Preisrückgang vorerst fortsetzen dürfte, hält die Bank einen harten Preiseinbruch weiter für unwahrscheinlich. So dürfte es keine Angebotsschwemme durch erzwungene Verkäufe geben, weil diejenigen, die vor zehn Jahren eine Immobilie erworben haben und nach auslaufender Zinsbindung refinanzieren müssen, eine Anschlussfinanzierung zu einem Zinssatz deutlich über den derzeit knapp 4 Prozent verkraften könnten. Als Beleg bemüht die Commerzbank die Zahl der Zwangsversteigerungen, die 2022 gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken war – auf rund 12.000 Immobilien.

Selbst wenn die Zahl der Notverkäufe merklich steigen würde, wäre dies angesichts von rund 750.000 Immobilientransaktionen im Jahr 2020 „kein wirklicher Angebotsschock“, glaubt die Commerzbank. Auch einen weiteren Nachfrageeinbruch infolge eines neuerlichen Zinsschubs hält das Geldhaus für unwahrscheinlich. So geht die Commerzbank davon aus, dass die EZB ihren Einlagensatz im März auf 3,0 Prozent anhebt, und im Mai und Juni zwei weitere Zinsschritte um jeweils 0,25 Prozentpunkte folgen, auf dann 3,5 Prozent. Damit werde der Zinserhöhungszylus beendet sein, glaubt die Commerzbank.

„Zusammen mit einer fallenden Inflationsrate und einer anhaltend schwachen Konjunktur dürfte dies das Zinsniveau für längere Laufzeiten sogar eher fallen lassen“, heißt es weiter. Die Zinsen für Hypothekendarlehen mit 10-jähriger Laufzeit würden sich damit auf absehbare Zeit unter der 4-Prozent-Marke einpendeln.

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Dax startet freundlich – Konsumklima schlägt Wirtschaftsleistung

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag freundlich in den Handel gestartet. Um 9:30 Uhr standen rund 15.530 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal und damit 0,3 Prozent mehr als am Vortag.

Der am Morgen vom Statistischen Bundesamt gemeldete Rückgang der Wirtschaftsleistung, der stärker als noch Ende Januar geschätzt ausfiel, konnte Anleger nicht davon abhalten, auf breiter Front einzukaufen. Dabei bleibe der Ukraine-Krieg ein Unsicherheitsfaktor, „obwohl an der Börse in den letzten Monaten ein Gewöhnungseffekt zu beobachten war“, wie es in einer am Morgen von der Commerzbank veröffentlichten Marktanalyse heißt. Wegen der schwächeren Konjunktur sowie anhaltend hohen Material- und sonstigen Inputkosten dürften die Analysten ihre Gewinnerwartungen weiter nach unten revidieren. Angesichts der anhaltenden hohen Inflationsraten würden die Notenbanken die Zinsen voraussichtlich weiter erhöhen, so die Commerzbank. Papiere des Werkstoffherstellers Covestro waren am Morgen besonders gefragt und legten über drei Prozent zu, gefolgt von Heidelbergcement und den typischen Konsumtiteln Adidas und Zalando. Letztere dürften von der sich kontinuierlich bessernden Konsumstimmung profitieren, von der die GfK am Morgen berichtet hatte. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0589 US-Dollar (-0,06 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9444 Euro zu haben.

AFP

Osnabrücker Landpartie geht in die zweite Runde

(von links) Michael Hamm, Lena Hoffmann und Hannes Wender vom Organisationsteam der Osnabrücker Landpartie freuen sich auf das auf die Osnabrücker Landpartie am 2. und 3. September. / Foto: Osnabrücker Landpartie
(von links) Michael Hamm, Lena Hoffmann und Hannes Wender vom Organisationsteam der Osnabrücker Landpartie freuen sich auf das auf die Osnabrücker Landpartie am 2. und 3. September. / Foto: Osnabrücker Landpartie

Auch in diesem Jahr wird die Osnabrücker Landpartie stattfinden. Am 2. und 3. September können Osnabrückerinnen und Osnabrücker im Raum Wallenhorst, Rulle, Vehrte und Icker ein vielfältiges Programm mit dem Fahrrad besuchen. Die Organisation startet in der kommenden Woche.

Bereits im letzten Jahr fand die Osnabrücker Landpartie im Umfeld der geplanten Trasse A33 Nord statt. Und sie sei ein voller Erfolg gewesen: „Wir haben viel Zuspruch von unterschiedlichen Menschen bekommen, was uns bestärkt hat, weiterzumachen“, erklärt Michael Hamm vom Organisationsteam der Osnabrücker Landpartie. Das Planungsteam der Osnabrücker Landpartie bestehe derzeit aus sieben Mitgliedern. „Die ursprüngliche Idee der Osnabrücker Landpartie kam von Lena Hoffmann. Im November 2021 fand dann das erste Treffen statt“, berichtet Johanna Mai, ebenfalls vom Organisationsteam.

Die Osnabrücker Landpartie ist ein Event mit unterschiedlichem Programm in der Natur rund um die Region Osnabrück. Programmpunkte im letzten Jahr waren beispielsweise eine Wiesenführung des Obsthains in Wallenhorst-Lechtingen, ein Bücherflohmarkt, Workshops oder auch Bühnenprogramm. Das Programm sei auch in diesem Jahr komplett mit dem Fahrrad zu erreichen. Schwerpunkt des Events sei es, die intakte Natur erhalten zu lassen.

Spaß steht im Vordergrund

„Der Nordkreis Osnabrücks bietet sich für Radtouren an“, erläutert Hannes Wender vom Planungsteam. „Man sollte den Naturraum nutzen und wertschätzen, da passt die A33 nicht hinein“, so Mai. „Vor allem im städtischen Raum wird die Natur immer weiter zerstört“, erklärt Hamm. Dadurch würde laut Wender die Naherholung verloren gehen.

Das Ziel der Osnabrücker Landpartie sei es, zu zeigen, dass man sich auch anders fortbewegen könne, erläutert Mai. „Dies kann über so ein Event geschehen. Menschen können so den Spaß am Radfahren finden“, ergänzt Hamm.

Die Osnabrücker Landpartie trifft sich zur Organisation des Events am 5. März und 7. Mai jeweils von 16 bis 18 Uhr. Dazu seien alle Menschen, die das Event mit einem Beitrag unterstützen wollen, eingeladen. Infos rund um das Programm der zweiten Landpartie sowie Routenvorschläge würden bald online erscheinen.

AFP