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In Deutschland leben mehr Eingewanderte als im EU-Durchschnitt

Foto: Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland leben mehr Eingewanderte als im EU-Durchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag unter Bezug auf eine erstmals erhobene Statistik mitteilte, betrug der Anteil im Jahr 2021 in Deutschland 17,3 Prozent, im EU-Durchschnitt 10,6 Prozent.

Die Zahl der Menschen, die seit 1950 selbst eingewandert sind, belief sich demnach auf 14,2 Millionen Personen. Die höchsten Anteile EU-weit hatten Malta mit 22,3 Prozent, Zypern mit 22,1 Prozent und Schweden mit 21,9 Prozent. Die Länder mit den geringsten Anteilen Eingewanderter waren Bulgarien, Rumänien und Polen. Hier waren es jeweils unter 1 Prozent. Da es sich um Ergebnisse für das Jahr 2021 handele, seien Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine noch nicht abgebildet, so die Statistiker. Hierzulande waren weitere 4,7 Millionen Personen und damit 5,7 Prozent direkte Nachkommen von Eingewanderten. Hierzu gehören Personen, die selbst in Deutschland geboren wurden, bei denen aber beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Insgesamt hatten damit im Jahr 2021 in Deutschland knapp 19,0 Millionen Personen eine Einwanderungsgeschichte, ihr Anteil an der Bevölkerung betrug 23,0 Prozent. Darüber hinaus war bei 3,7 Millionen Personen, die in Deutschland geboren wurden, nur eines der Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert, das machte 4,5 Prozent aus, so die Statistiker.

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Kommentar: Feministische Außenpolitik oder latenter Rassismus im Minister:innenamt?

Annalena Baerbock (Grüne) und Svenja Schulze (SPD)
Annalena Baerbock (Grüne) und Svenja Schulze (SPD) / Screenshot YouTube

Wenn man (in dem Fall eher „Mann“) eine junge Frau als „Fräulein“ bezeichnet oder auch einen Herrn fortgeschrittenen Alters als „jungen Mann“, dann kann das als Altersdiskriminierung gewertet werden.

Was aber ist, wenn man Afrikanern unterstellt, dass sie Nachhilfe von alten weißen Frauen bei der Planung und Standortwahl von Toilettenanlagen benötigen?

Reisen bildet nicht nur, es hilft auch dabei Vorurteile abzubauen. Das gelingt vermutlich besser, wenn man sich auf Land und Leute einläßt und auch mal die Hotelanlage verlässt und sich ein wenig umschaut.

Dieser Wille zum Lernen und Kennenlernen scheint unserer auf Dauerweltreise befindlichen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihrer zwar farblosen aber immer gut frisierten Kollegin Svenja Schulze (SPD) vom Entwicklungshilfeministerium abzugehen.

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

Wie sonst, als durch einen Mangel an Kenntnis über Land und Leute, ist es zu erklären, wenn die beiden Ministerinnen sich vor die Kamera stellen und als glänzendes Beispiel für ihre neu eingeführte „Feministische Außen- und Entwicklungspolitik“ die gendersensible Standortwahl von Toilettenanlagen aufführen? Hier unten im Video etwa ab der zweiten Minute. Was für ein Bild von Afrika haben diese beiden Frauen?!

Mal abgesehen davon, dass Annalena Baerbock wieder ganz grundsätzliche Probleme mit der Sprache hatte, als sie ihre Kollegin als „Wicklungsministerin“ vorstellte, hat mich doch das von ihr aufgeführte Beispiel für „feministische Entwicklungspolitik“ sehr verwundert: Demnach solle man Toilettenanlage nicht da bauen, wo der Geruch nicht stört – so würden Männer planen -, sondern an einem sicheren Ort möglichst in der Mitte der Gemeinde.

Schön und gut, macht vielleicht Sinn – kurze Wege und so.
Hygienisch ist das bestimmt eher zweifelhaft und neben so einer Latrine würde ich nicht unbedingt wohnen wollen; vor allem bei den in Afrika allgemein recht hohen Temperaturen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man in Afrika schon einen Grund dafür hat, die Toiletten nicht da zu bauen, wo sich Baerbock und Schulze das wünschen? Aber für ein paar Entwicklungshilfe-Millionen wird man den Damen wohl einen Gefallen tun, auch wenn es Unsinn ist.

Glauben unsere beiden Fachministerinnen wirklich, dass die Afrikanerinnen und Afrikaner solche Fragen nicht auch selbst lösen können? Sollen unsere jährlich knapp 6 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe nun für eine gendergerechte Standortwahl von Toilettenanlagen verwendet werden?

Die Chinesen bauen in Afrika Bahnlinien, Autobahnen und Häfen. Und diese beiden Feministinnen im Ministeramt meinen den schwarzen Kontinent mit Toiletten glücklich machen zu können? Warum nicht gleich wieder die begehrten Glasperlen und Wolldecken schicken?
Wer ist hier eigentlich der Rassist, wenn er glaubt, dass man in Afrika auf Ratschläge beim Toilettenbau wartet? Die Grünen und die ihr scheinbar blind folgenden Sozialdemokraten demaskieren sich immer mehr als kleingeistige und leider auch latent rassistische Kleinbürger!

Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Afrika sieht jedenfalls anders aus.

Es „kostet“ zwar etwas CO₂ in der persönlichen Klimabilanz, doch wer Afrika nicht nur aus einer Fünfsterne-Hotelanlage betrachtet („draußen all die armen Afrikaner:innen“), wo Staatsbesuche üblicherweise stattfinden, wird schnell feststellen, was sich dort alles tut.
Ein Kontinent im Aufbruch – trotz der immer noch bitteren Armut weiter Teile der Bevölkerung dennoch vielfach bereits moderner als manch eine Schmuddelecke hierzulande.
Mit der Planung von Toilettenanlagen können wir dort sicher keinen Staat machen! Bildung, Infrastruktur und Handel – so wie China das macht –, so etwas  können die Länder südlich der Sahara wirklich gut gebrauchen um eine faire Chance in der globalisierten Welt zu bekommen.
Ach ja, China bekommt immer noch Entwicklungshilfe aus Deutschland; ein Land, das selbst in Afrika Entwicklungshilfe betreibt. Kann man sich nicht ausdenken!

Die „Feministische Außenpolitik“ wurde übrigens von ihren Erfindern, den Schweden (und natürlich auch Schwedinnen), jüngst wieder aufgegeben: weil es grober Unfug ist!


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„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G Jung)
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Titelfoto: Screenshot YouTube.

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Verstärkung für die Hochschule Osnabrück: Vier neue Professoren nehmen zum Sommersemester ihre Arbeit auf

Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff (links), Prof. Dr. Andreas Bertram (2. von links), Prof. Dr. Bernd Lehmann, (rechts), Prof. Dr. Ingmar Ickerott (2. von rechts) und Prof. Dr. Alexander Schmehmann, (3. Von rechts), (von links) Prof. Dr. Enno Rupert, Prof. Dr. Stephanie Hoy, Prof. Dr. Jan-David Liebe und Prof. Dr. Michael Schuricht. / Foto: Hochschule Osnabrück
Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff (links), Prof. Dr. Andreas Bertram (2. von links), Prof. Dr. Bernd Lehmann, (rechts), Prof. Dr. Ingmar Ickerott (2. von rechts) und Prof. Dr. Alexander Schmehmann, (3. Von rechts), (von links) Prof. Dr. Enno Rupert, Prof. Dr. Stephanie Hoy, Prof. Dr. Jan-David Liebe und Prof. Dr. Michael Schuricht. / Foto: Hochschule Osnabrück

Zum kommenden Sommersemester (Beginn 1. April) unterstützen vier neue Professorinnen und Professoren die Osnabrücker Hochschule, nachdem elf in den Ruhestand gingen. Auch die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind vorne mit dabei.

Vier neue Professorinnen und Professoren starten ihre Amtszeit zum kommenden Sommersemester an der Osnabrücker Hochschule, der größten Hochschule für angewandte Wissenschaften. An der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften starten zwei neue Professoren mit Prof. Dr. Jan-David Liebe im Bereich „Digital Society“ und Dr. Enno Ruppert in „Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften“ lehren und forschen.

Neu am Standort Lingen ist Prof. Dr. Michael Schuricht, der als Professor für „Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensführung in digitalisierten Arbeitswelten“ an der Fakultät Management, Kultur und Technik beginnt. Prof. Dr. Stephanie Hoy wird als Professorin für „Bildung und Beratung im Kontext der Nachhaltigkeit“ das Team der Ökotrophologie an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur verstärken. „Ich freue mich darauf, meine Herzensthemen an die Studierenden weiterzugeben. Ich möchte sie dazu ermutigen und befähigen, in Zeiten des
gesellschaftlichen Umbruchs mutig und neugierig zu sein, eine eigene Haltung zu entwickeln und zu vertreten“, erzählt Hoy.

Elf Professoren verlassen die Hochschule

Mit Ende des Wintersemesters 2022/23 sind außerdem elf Professorinnen und Professoren in den Ruhestand gegangen. Verabschiedet wurden Prof. Irmgard Brockmann (Musiktheorie und Gehörbildung), Prof. Dr. Eberhard Wißerodt (Konstruktion, Maschinenelemente und Materialfluss), Prof. Dr. Bernd Ruping (Theaterpädagogik und Darstellende Kommunikation), Prof. Dr. Ralf Westerbusch (Produktionstechnik und produktionsorientierte Managementsysteme), Prof. Dr. Bernhard Adams (Umformtechnik und Werkzeugmaschinen), Prof. Dr. Helmut Meuser (Bodensanierung und Bodenschutz), Prof. Dr. Eckart Buckow (Hochspannungstechnik und elektrische Energieanlagen), Prof. Dr. Henning Schacht (Baumschule und Gehölzkunde), Prof. Dr. Norbert Tonner (Steuerrecht und Wirtschaftsprivatrecht), Prof. Dr. Shirley Aunert-Micus (Wirtschaftsrecht, insbesondere Privat-, Handels- und Gesellschaftsrecht) und Prof. Dr. Ursula-Eva Wiese (Wirtschaftsprivatrecht, insbesondere Arbeitsrecht). „Ergreifen Sie die Chance, durch Forschung die Lehre weiterzuentwickeln und nutzen Sie Kooperationen, um das erlangte Wissen in der Praxis anzuwenden“, übergibt Wiese ihr Amt an die Nachfolge.

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Zu Gast im Knast: VfL Osnabrück kooperiert künftig mit JVA Vechta

Blick auf die Geschäftsstelle und den Fanshop des VfL Osnabrück. / Foto: Maurice Guss
Blick auf die Geschäftsstelle und den Fanshop des VfL Osnabrück. / Foto: Maurice Guss

Im Rahmen des Projekts „Anstoß für ein neues Leben“, eine Initiative der DFB-Stiftung Sepp Herberger, kooperiert der VfL Osnabrück ab sofort mit der Justizvollzugsanstalt Vechta. Am Dienstagnachmittag (28. Februar) wurde die Partnerschaft mit einem gemischten Fußballturnier offiziell gemacht.

„Als VfL verstehen wir uns als Brückenbauer, deshalb mussten wir nicht lange überlegen, als uns Frank Schmidt in seinen Funktionen bei der Stiftung und dem NFV von dem Projekt erzählte. Wir haben uns Ende des letzten Jahres persönlich ein Bild in der JVA gemacht und uns intensiv mit den Beteiligten ausgetauscht“, erklärte VfL-Präsident Holger Elixmann, der gemeinsam mit VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling am Termin in Vechta teilnahm. „In den letzten Wochen haben die Projektverantwortlichen auf beiden Seiten die Inhalte der Kooperation herausgearbeitet. Diese Partnerschaft wird nicht nur auf dem unterzeichneten Vertrag existieren, sondern auch mit Leben gefüllt werden.“

Mit dem Mannschaftsbus ins Gefängnis

VfL-Partner Höffmann Reisen, das Unternehmen ist in unmittelbarerer Nähe zur JVA in Vechta beheimatet, stellte kurzerhand den offiziellen Mannschaftsbus der Lila-Weißen zur Verfügung. So stiegen neben Elixmann und Welling auch die ehemaligen Profis Wolfgang Schütte, Rolf Meyer, Christian Claaßen und Thomas Reichenberger zu und fuhren gemeinsam mit Frank Schmidt und dem Medienteam des Klubs durch die Schleuse in die JVA ein – natürlich nach der obligatorischen Abgabe des Personalausweises und Smartphones.

Begrüßt wurden die VfL-Vertreter von Dr. Manfred Krohn und seinem Team. Der Anstaltsleiter versammelte alle Anwesenden und berichtete im Pressegespräch von der Arbeit der JVA und der großen Bedeutung des Sports für die Inhaftierten. Ergänzend berichteten Melanie Janßen, Sozialdienst und Entlassungskoordinatorin, und Andre Werneke als sportlicher Leiter der JVA Vechta inhaltlich zum Projekt „Anstoß für ein neues Leben“, zu dem auch Frank Schmidt ausführte.

Vielfältige Kooperation

Die Kooperation zwischen dem VfL und der JVA Vechta wird vielseitig sein. Bei vielen Inhalten wie beispielsweise der Teilnahme an gemeinsamen Trainingseinheiten oder der Durchführung von Trainings von VfL-Trainern wir der Sport zentrales Element sein. Der Fußball wird aber auch über verschiedene Talkformate und den allgemeinen Austausch zum Thema werden. Der VfL wird die JVA Vechta also auch zukünftig besuchen und einen kleinen Beitrag zu Resozialisierung leisten.

Reichenberger und Co. kicken mit Inhaftierten

Einen Vorgeschmack gaben heute die ehemaligen VfL-Profis Wolfgang Schütte, Rolf Meyer, Christian Claaßen und Thomas Reichenberger. Sie erklärten sich direkt bereit mitzufahren und in gemischten Teams mit 12 inhaftierten jungen Männern, die sich im Anstoß-Projekt befinden, in der kleinen Sporthalle der JVA zu kicken. Auch wenn der Spaß im Vordergrund stand, ganz ohne Ehrgeiz ging es nicht – sowohl auf Seiten der Profis als auch der Inhaftierten. Am Ende setzte sich das Team Schütte durch, gewonnen haben trotzdem alle. Der erste Aufschlag hat gezeigt, wie wertvoll der Austausch für alle Beteiligten sein kann. Ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird – nicht nur aufgrund des überlassenen Trikotsatzes, den die JVA zukünftig bei Spielen und Turnieren tragen wird und den Torwarthandschuhen, die Rolf Meyer aus seiner Tasche zog und dem Torwart des JVA-Teams überreichte.

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Bauarbeiten an Gas- und Wasserleitungen: Rheinstraße wird für sieben Wochen halbseitig gesperrt

(Symbolbild) Baustelle / Foto: Schulte
Symbolbild / Foto: Schulte

Die Rheinstraße im Osnabrücker Stadtteil Hafen wird ab kommendem Montag (6. März) für rund sieben Wochen zur Einbahnstraße in stadteinwärtiger Richtung.

Die SWO Netz wird in diesem Zeitraum im südlichen Abschnitt der Rheinstraße Gas- und Wasserleitungen sowie Hausanschlüsse erneuern. Für die Baugrube und die nötigen Sicherheitsabstände ist eine halbseitige Sperrung vonnöten. Von der Hafenstraße aus ist daher keine Einfahrt in die Rheinstraße möglich. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende können das Baufeld hingegen passieren.

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Ältere Menschen seltener in Verkehrsunfälle verstrickt

Foto: Rettungswagen, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Ältere Menschen in Deutschland sind seltener in Verkehrsunfälle verstrickt als jüngere. Im Jahr 2021 waren 66.812 Menschen ab 65 Jahren an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, das waren 14,5 Prozent aller Unfallbeteiligten, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung lag unterdessen bei 22,1 Prozent. Die geringere Unfallbeteiligung dürfte unter anderem daran liegen, dass ältere Menschen nicht mehr regelmäßig zur Arbeit fahren und somit seltener als jüngere am Straßenverkehr teilnehmen, so die Statistiker. Im hohen Alter gehe auch die Nutzung individueller Verkehrsmittel wie Auto oder Fahrrad zurück. Im Jahr 2021 verunglückten insgesamt 45.123 Menschen im Alter von 65 oder mehr Jahren im Straßenverkehr, 868 von ihnen wurden getötet, weitere 11.169 schwer verletzt.

Insgesamt betrug der Anteil der Senioren an allen Verunglückten 13,9 Prozent, bei den Todesopfern war er mit 33,9 Prozent wesentlich höher. Ältere Menschen erleiden im Durchschnitt schwerere Unfallfolgen als jüngere, so wurden 24,8 Prozent der verunglückten älteren Menschen schwer verletzt, der entsprechende Anteil bei den Unter-65-Jährigen war mit 15,7 Prozent deutlich geringer. Darüber hinaus ist für mindestens 65-Jährige die Wahrscheinlichkeit geringer, einen Verkehrsunfall zu überleben. Während der Anteil der Getöteten an den Verunglückten bei den Unter-65-Jährigen bei 0,6 Prozent liegt, beträgt er bei den Senioren 1,9 Prozent.

Hier spiegele sich zum einen die mit zunehmendem Alter nachlassende physische Widerstandskraft wider, zum anderen nehmen ältere Menschen häufiger als ungeschützte Fußgänger am Verkehr teil und seien daher einem größeren Risiko für schwerwiegendere Verletzungen ausgesetzt, hieß es aus Wiesbaden. Waren ältere Menschen als Pkw-Fahrer in einen Unfall verwickelt, so trugen sie in 68,2 Prozent der Fälle die Hauptschuld. Bei den mindestens 75-Jährigen wurde sogar 75,9 Prozent der unfallbeteiligten Autofahrern die Hauptschuld am Unfall zugewiesen. Die Unfallursachen unterschieden sich dabei von denen in jüngeren Altersgruppen: Pkw-Fahrern im Seniorenalter wurde beispielsweise häufiger als den Unter-65-Jährigen vorgeworfen, die Vorfahrt oder den Vorrang anderer Fahrzeuge missachtet zu haben – 21,5 Prozent zu 16,7 Prozent – auch Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren trat mit 22,2 Prozent zu 18,4 Prozent häufiger auf als bei Jüngeren.

Dagegen wurde älteren Menschen in einem Verhältnis von 10,9 Prozent zu 15,9 Prozent deutlich seltener zur Last gelegt, den Abstand nicht eingehalten zu haben, mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren zu sein – 5,3 Prozent zu 13,1 Prozent – oder ihr Auto unter Alkoholeinfluss gesteuert zu haben – 1,0 Prozent zu 4,0 Prozent. Ein Großteil der älteren Menschen nutzt individuelle Verkehrsmittel – im hohen Alter ist dies jedoch zunehmend seltener der Fall. Hatten 77,0 Prozent der Haushalte mit Haupteinkommenspersonen von 65 bis 69 Jahren im Jahr 2022 mindestens ein Auto und 77,7 Prozent in der Altersgruppe von 70 bis 79 Jahren, so waren es in der Altersgruppe der Über-80-Jährigen noch 65,2 Prozent. Bei den Haushalten mit hochbetagten Haupteinkommenspersonen war der Anteil damit deutlich geringer als über alle Altersgruppen hinweg: 77,6 Prozent aller Haushalte in Deutschland hatten 2022 mindestens ein Auto, am höchsten war der Anteil bei Haushalten der 45- bis 54-jährigen Haupteinkommenspersonen mit 83,4 Prozent.

78,3 Prozent aller Haushalte hatten 2022 mindestens ein Fahrrad. War die Haupteinkommensperson 65 bis 69 Jahre alt, lag der Anteil mit 73,4 Prozent bereits darunter. Bei den 70- bis 79-Jährigen waren noch 69,2 Prozent der Haushalte mit mindestens einem Fahrrad ausgestattet, in der Altersgruppe über 80 Jahren noch 51,6 Prozent der Haushalte, so das Bundesamt.

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Merz wirft Scholz mangelndes Tempo bei „Zeitenwende“ vor

Foto: Friedrich Merz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Chef Friedrich Merz wirft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, die ausgerufene „Zeitenwende“ zu langsam umzusetzen. Der Verteidigungsetat im Jahr 2023 sei sogar gesunken, sagte Merz am Donnerstag im Bundestag.

Man entferne sich vom Zwei-Prozent-Ziel der Nato, anstatt sich diesem zu nähern. Die grundsätzliche Beschreibung „Zeitenwende“ sei zwar vollkommen zu Recht gewählt worden, bei der Umsetzung hake es aber. Die Europäer hätten im vergangenen Jahr Hilfe für die Ukrainer geleistet, auch militärisch – ohne die Hilfe der Amerikaner wären aber die ukrainische Hauptstadt Kiew und das ganze Land bereits gefallen, so Merz. „Die Europäer allein wären zu schwach“, fügte der CDU-Politiker hinzu. Vor Merz hatte Scholz in einer Regierungserklärung eine positive Zwischenbilanz zur „Zeitenwende“ gezogen. Scholz hatte vor knapp einem Jahr deutliche Mehrausgaben für das Militär und die Errichtung eines Sondervermögens für die Bundeswehr im Umfang von 100 Milliarden Euro angekündigt. Man habe mehr erreicht, „als viele uns zugetraut haben“, sagte Scholz am Donnerstag dazu. „Die Ukraine behauptet ihre Freiheit und Unabhängigkeit gegen Russlands Aggression – auch mit unserer Unterstützung.“ Zudem sei die Einigkeit von Europäischer Union, G7 und Nato gewahrt – und gerade in der Krise habe man sie „weiter gestärkt“. Auch habe man den Winter ohne Gas aus Russland „gut überstanden“, so Scholz. Zum Sondervermögen sagte der Kanzler, dass ein „Großteil“ der dafür vorgesehenen Projekte noch in diesem Jahr unter Vertrag sein solle.

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Dax startet im Minus – Euroraum-Inflation im Blick

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Donnerstag zunächst Kursverluste verzeichnet. Gegen 09:30 Uhr wurde der Dax mit rund 15.175 Punkten berechnet.

Das entspricht einem Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Qiagen, Heidelbergcement und Continental. Am Ende rangierten die Papiere von Covestro, Infineon und Merck. Im Laufe des Vormittags werden die Anleger unter anderem nach Luxemburg blicken, wo das EU-Statistikamt Eurostat Inflationsdaten für den Monat Februar veröffentlicht. „Die Inflationsrate für die Eurozone wird heute wohl bestätigen, was Deutschland, Frankreich und Spanien schon gezeigt haben“, sagte Thomas Altmann von QC Partners: „Die Inflation ist im Februar hartnäckig hoch geblieben.“ Aufgrund der neuen Inflationsdaten werde es im EZB-Rat frühestens im Mai wieder größere Diskussionen geben. „Der nächste 50-Basispunkte-Schritt für den März ist jetzt in Stein gemeißelt“, so Altmann. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmorgen schwächer. Ein Euro kostete 1,0631 US-Dollar (-0,35 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9406 Euro zu haben.

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Kein Fliegeralarm in Eversburg – Ölspur auf der Natruper Straße wurde entfernt

Ölspur auf der Natruper Straße wird entfernt
Ölspur auf der Natruper Straße wird entfernt. / Foto: Pohlmann

„Haben wir Fliegeralarm“, fragte ein Leser, der sich in der Nacht zu Donnerstag bei unserer Redaktion meldete. Ein lange anhaltender und immer wiederkehrender Heulton hätte ihn vom Sofa geholt und nun mache er sich Sorgen.

Während der Heulton immer noch Gefahr suggerierte, konnten wir aber schnell Entwarnung geben.
Ein Reporter unserer Redaktion, der ganz in der Nähe wohnt, machte sich auf die Suche nach dem Heulton-Verursacher. Es war das Spezialfahrzeug eines Unternehmens aus Bramsche, das herbeigerufen wurde um eine Ölspur von der Fahrbahnfläche zu entfernen.

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte am Donnerstagmorgen eine Sprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück, dass die Reinigungsarbeiten „nur rund eine halbe Stunde“ gedauert haben. Die Anwohner der Natruper Straße konnten also noch vor Mitternacht wieder ruhig zu Bett gehen.

AMG-Mercedes: Fahrer (28) hatte keinen Führerschein

Notwendig wurde der nächtliche Reinigungseinsatz nach einem Unfall an der Einmündung der Fritz-Berend-Straße in Höhe des Edeka-Marktes.
Gegen 19:40 Uhr, so die Polizeiinspektion, befuhr ein 46-Jähriger mit einem Audi A4 die Natruper Straße in Richtung Eversburger Platz. Ein 28-Jähriger befuhr mit einem Mercedes vom Typ AMG CLA die Natruper Straße stadteinwärts. Wie sich später bei der Unfallaufnahme herausstellte, fuhr der junge Mann den PS-starken AMG-Benz ohne in Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Dem jungen PS-Protzer droht nun ein Ermittlungsverfahren.

An der Kreuzung zur Fritz-Berend-Straße beabsichtigte der 46-jährige Osnabrücker nach links abzubiegen. Beim Abbiegen übersah er den anfahrenden 28-jährigen Osnabrücker in seinem AMG-Mercedes und es kam zum Zusammenstoß. Bei dem Unfall wurde der 46-Jährige leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei beschlagnahmte den AMG-Benz

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Mercedes wurde beschlagnahmt. Die für die Fahrbahnreinigung notwendige Sperrung wurde gegen 22:30 Uhr wieder aufgehoben.

 

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Gewinner des Stadtwerke-Vereinswettbewerbs: Drei Vereine aus der Region erhalten kostenlose Solaranlage auf dem Vereinsdach

Solaranlage (Symbolbild)
Solaranlage (Symbolbild)

Sie kommen aus Glandorf, Bohmte und Osnabrück – und dürfen sich auf die kostenlose Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Vereinsdach freuen. Drei weitere Vereine aus der Region sind die Gewinner der neuen Auflage des jährlichen Vereinswettbewerbs der Stadtwerke Osnabrück und werden schon bald zu Sonnenstromerzeugern.

Im vergangenen Herbst hatten die Stadtwerke gemeinnützige Vereine aus der Region erneut dazu aufgerufen, sich mit ihrem Vereinsdach zu bewerben. „Und die Resonanz war und ist ungebrochen hoch“, erläutert Stadtwerke-Vertriebsleiter Bernd Lüttmann. „Gerade in diesen Zeiten ist selbsterzeugter Solarstrom ‚in‘ – ganz besonders dann, wenn die Anlage kostenlos ist.“ Für die Bewerbung galten lediglich zwei Bedingungen: Das Dach muss dem Verein gehören und technisch für die Installation einer Solaranlage geeignet sein. Mehr als dreißig regionale Vereine hatten sich beworben, ausgewählt wurden der Heimat- und Kulturverein Glandorf, der TV 01 Bohmte sowie der Stadtsportbund Osnabrück (SSB).

Win-Win-Win-Situation

Die neuen Solarstromanlagen haben eine Gesamtleistung von gut 44 Kilowatt peak (kWp) und sollen möglichst schnell installiert werden. Alle drei Vereine werden einen Großteil des erzeugten Stroms für den Eigenverbrauch nutzen können – und können sich so von den weiterhin hohen Energiekosten abkoppeln. „Für alle drei Vereine ist das eine Win-Win-Win-Situation“, erläutert Lüttmann. „Keine Installationskosten, mehr Autarkie und mehr Nachhaltigkeit.“

„Klimacent“-Förderung

Finanziert werden die Vereins-Solaranlagen aus dem „Klimacent“-Topf des speziellen Stadtwerke-Ökostromtarifs. Die Kunden dieses speziellen Tarifs zahlen freiwillig einen Cent pro verbrauchte Kilowattstunde obendrauf. Die Stadtwerke stocken den Gesamtbetrag mit 25.000 Euro jährlich auf. Die Gesamtsumme fließt dann komplett in regenerative Energie-Erzeugungsprojekte in der Region. „Somit unterstützen auch unsere Ökostromkunden in diesem speziellen Tarif tatkräftig den Ausbau der Sonnenstromerzeugung“, erläutert Lüttmann. „Das ist regionale Nachhaltigkeits-Partnerschaft pur.“

Mehr zum „Klimacent“-Ökostromtarif der Stadtwerke und den damit bereits finanzierten und gebauten Anlagen gibt es unter www.swo.de/klimacent-tarif, mehr zum Thema Sonnenstrom unter www.swo.de/sonne.

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