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Dänemark erhöht Grenzüberwachung in Reaktion auf Koranverbrennungen

Nach umstrittenen Koranverbrennungen in Kopenhagen hat die dänische Polizei ihre Grenzkontrollen verstärkt. Diese Aktionen haben weltweit Empörung ausgelöst und die terroristische Bedrohungslage verschärft.

Grenzkontrollen verschärft

Aufgrund der „aktuellen Entwicklung der Bedrohungslage“ hat die dänische Behörde ihre Grenzkontrollen verstärkt. Die Einreise nach Dänemark könnte nun stichprobenartigen Grenzkontrollen unterliegen, so das Justizministerium. Diese Entscheidung folgt Empfehlungen des Polizeinachrichtendienstes PET, berichtet die dänische Tageszeitung „Jyllands-Posten“. Demnach hat der Nachrichtendienst festgestellt, dass die Koranverbrennungen die terroristische Bedrohungslage verschärft haben. In den letzten Wochen wurden bei Protestaktionen in Dänemark und Schweden mehrfach Ausgaben des Koran angezündet.

Internationaler Aufschrei

Diese Aktionen haben in vielen muslimisch geprägten Ländern Empörung ausgelöst. In der irakischen Hauptstadt Bagdad kam es zu Ausschreitungen, bei denen die schwedische Botschaft gestürmt wurde. Die irakische Regierung drohte Schweden sogar mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Viele schwedische und dänische Bürger betrachten die Verbrennungen als unnötige Provokation, die ihrem Land schadet, und fordern ein Verbot solcher Aktionen.

Meinungsfreiheit oder Provokation?

Andere betrachten die Verbrennungen jedoch als legitime Religionskritik im Rahmen der Meinungsfreiheit. Dänemark hat inzwischen angekündigt, ein Verbot von Koran-Verbrennungen im Rahmen von Versammlungen zu prüfen.

AFP

Neuzugang Nummer 11: Oumar Diakhite soll Lücke in der VfL-Innenverteidigung schließen

Oumar Diakhite / Instagram, Oumar Diakhite
Oumar Diakhite / Instagram, Oumar Diakhite

Der VfL Osnabrück hat Oumar Diakhite unter Vertrag genommen und damit die offene Position in der Innenverteidigung geschlossen. Der 29-jährige Senegalese stand zuletzt beim SV Sandhausen in der 2. Bundesliga unter Vertrag.

Der im senegalesischen Kédougou geborene Diakhite sammelte in seiner Karriere Erfahrungen in den USA, in Portugal sowie in Rumänien und zuletzt in Deutschland. In der ersten Liga Portugals bestritt der zweikampfstarke Defensivspieler 89 Partien. Im Winter 2021 heuerte der Rechtsfuß bei Eintracht Braunschweig an. Er zeigte in den 17 Spielen eine starke Leistung und wechselte im folgenden Sommer nach Sandhausen, wo er bis zum Ende der vergangenen Saison unter Vertrag stand.

„Kompromisslose Zweikampfführung“

„Oumar kennt die 2. Bundesliga und komplettiert mit seiner physischen Präsenz und der kompromisslosen Zweikampfführung die Innenverteidigung neben Niklas Wiemann und Maxwell Gyamfi, die in der Vorbereitung und im ersten Heimspiel sehr gut harmoniert haben. Insbesondere in seiner Zeit bei der Braunschweiger Eintracht hat Oumar überzeugt“, so VfL-Sportdirektor Amir Shapourzadeh.

Oumar Diakhite, der Deutsch sehr gut versteht und perfekt Englisch spricht, freut sich über den Wechsel: „Ich bin sehr gespannt, meine neuen Kollegen kennenzulernen. Ich werde versuchen, mich sehr schnell ins Team zu integrieren, um der Mannschaft schnellstmöglich helfen zu können.“ Der elfte externe Neuzugang der Lila-Weißen hat am Donnerstagnachmittag (3. August) den obligatorischen Medizincheck absolviert, er wird zukünftig mit der Nummer 14 auflaufen.“

AFP

Textilkunst trifft Geschichte: Exil e.V. präsentiert westafrikanische Kunstwerke zum Thema Kolonialismus im MIK

Wilsons Werk "La rencontre - Die Begegnung" / Foto: MIK
Wilsons Werk "La rencontre - Die Begegnung" / Foto: MIK

Organisiert vom Exil e. V. werden ab Samstag (5. August) zahlreiche westafrikanische Textilkunstwerke, die sich mit dem Kolonialismus befassen, im Museum Industriekultur in Osnabrück ausgestellt. Dies geschieht begleitend zur derzeit laufenden Sonderausstellung „Welthandel. Geschichte, Gegenwart, Perspektiven“.

Die Ausstellung „L’Océan Noir – The Black Ocean – O Oceano negro“, die am 5. August 2023 im Haseschachtgebäude des MIK eröffnet wird, zeigt textilbasierte Kunstwerke von William Adjété Wilson. In seiner künstlerischen Auseinandersetzung greift Wilson die Themen Kolonialismus und Sklavenhandel auf, die in direktem Zusammenhang mit globalen Handelsströmen stehen. Die gezeigten 18 Wandteppiche spiegeln fünf Jahrhunderte Geschichte von Versklavung und Befreiung wider, angefangen bei den ersten Kontakten zwischen westafrikanischen Fischern und Kolonisatoren im 16. Jahrhundert bis hin zum gegenwärtigen Rassismus, der immer noch von Schwarzen Menschen erlebt wird.

Künstler William Adjété Wilson / Foto: MIK
Künstler William Adjété Wilson / Foto: MIK

Werke bereits auf verschiedenen Kontinenten präsentiert

Die Ausstellung „L’Océan Noir“ stellt eine Serie von Werken des Pariser Künstlers Wilson vor, die bereits in Afrika, Europa und Nordamerika gezeigt wurden. Dank der Bemühungen von Exil e.V., der Seebrücke Osnabrück und Fridays for Future Osnabrück im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Friedensjahr 2023 konnte diese einzigartige Sammlung nach Osnabrück gebracht werden. Sie wird vom 5. August bis zum 8. Oktober 2023 im MIK präsentiert.

Präsentieren die neue Ausstellung: (von links) Vera Hierholzer (MIK), Lara Benteler (Exil e. V.) und Ralph Giesinger (Seebrücke Osnabrück). / Foto: MIK
Präsentieren die neue Ausstellung: (von links) Vera Hierholzer (MIK), Lara Benteler (Exil e. V.) und Ralph Giesinger (Seebrücke Osnabrück). / Foto: MIK

Wilson hat diese 18 handgewebten Wandteppiche in Zusammenarbeit mit Textilhandwerkerinnen und -handwerkern in Abomey, Benin, unter Verwendung einer traditionellen Applikationstechnik aus dem 12. Jahrhundert erstellt. Nach einer intensiven Erforschung seiner eigenen togolesischen Wurzeln und der jahrhundertealten Beziehungen zwischen Afrika, Europa und Amerika, sowie der Geschichte von Kolonialismus und Sklaverei, schuf Wilson diese Werkreihe, die von Entwurzelung und Identität, von Sklaverei, Widerstand und Empowerment erzählt. Sie steht im Dialog mit der Hauptausstellung „Welthandel. Geschichte, Gegenwart, Perspektiven“, in der der koloniale Einfluss und die globale Ausweitung des Handels im Laufe der Jahrhunderte dargestellt werden.

Künstler eröffnet Ausstellung selber

Parallel zur Ausstellung sind themenbezogene Veranstaltungen geplant, darunter ein Workshop mit dem Künstler William A. Wilson, Fachvorträge und Podiumsdiskussionen. Weitere Informationen gibt es hier. Der Künstler William Adjété Wilson wird persönlich bei der Ausstellungseröffnung am 5. August anwesend sein und seine Kunstwerke vorstellen.

AFP

Berlins Kultursenator Chialo plant Förderung der Schlagermusik

Der Berliner Kultursenator Joe Chialo (CDU) plant, aus seinem Etat nicht nur die klassische Hochkultur, sondern auch populäre Kunstformen wie Schlagermusik zu unterstützen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und eine breitere Vielfalt der Berliner Kulturlandschaft abzubilden.

Künftige Förderung populärer Kunstformen

Joe Chialo, der neue Berliner Kultursenator, hat angekündigt, in Zukunft nicht nur die klassische Hochkultur zu unterstützen, sondern auch populäre Kunstformen mehr in den Fokus zu rücken. „Ich finde, wir sollten auch Schlagermusik fördern, wenn es unseren Förderkriterien entspricht“, sagte Chialo der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Er unterstreicht die Notwendigkeit, über alle Musikrichtungen zu sprechen, die die Menschen berühren, einschließlich Schlagermusik.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt durch Kultur

Der Kultursenator betont, dass dieser Schritt dazu dienen soll, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. „Da geht es um die Rolle der Kultur als Bindeglied – zum Beispiel auch darum, dass wir Stadtrand und Innenstadt zusammenbringen“, erklärte er. Die Kulturangebote in Innen- und Außenbezirken sollten so gestaltet sein, dass für jeden etwas dabei ist. Die Breite und Vielfalt der Berliner Kulturlandschaft müssten sich in der Fördersystematik widerspiegeln.

Politische Hintergründe

Die CDU hatte die Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, die aufgrund von Abstimmungspannen notwendig geworden war, vor allem wegen ihres guten Abschneidens in den Außenbezirken gewonnen. Die Grünen hingegen blieben in der Innenstadt die stärkste Partei. Der neue schwarz-rote Senat war im April mit dem Ziel angetreten, weniger als die vorherige rot-rot-grüne Regierung die Befindlichkeiten akademischer Milieus in den Altbauquartieren zu bedienen.

AFP

VfL-Gegner im Blickpunkt: Bekannte Gesichter und ein Ex-Nationalspieler beim SC Paderborn

Gegen den SC Paderborn trifft der VfL Osnabrück auch auf Max Kruse. / Instagram, SC Paderborn
Gegen den SC Paderborn trifft der VfL Osnabrück auch auf Max Kruse. / Instagram, SC Paderborn

Nach der Heim-Auftaktniederlage ist vor dem ersten Auswärtsspiel der Saison: Am Freitagabend (4. August) gastiert der VfL Osnabrück in Paderborn – und trifft dabei wie schon gegen den Karlsruher SC auf einen der wohl bekanntesten neuen Gesichter in der 2. Bundesliga in dieser Saison.

So hat sich Max Kruse sein Pflichtspieldebüt für die Ostwestfalen wohl nicht vorgestellt: Keine 10 Minuten waren gespielt als Innenverteidiger Visar Musliu nach einem überharten Einsteigen mit glatt rot vom Platz flog, am Ende stand ein 0:5 gegen Greuther Fürth auf der Anzeigetafel. Ex-Nationalspieler Kruse spielte dabei kaum eine Rolle, wurde zur zweiten Halbzeit ausgewechselt und kassierte vom renommierten Sportmagazin Kicker am Ende die Note 5,0.

„Eher steigt Paderborn auf…“

Dennoch dürfte man beim VfL Osnabrück gewarnt sein vor den Qualitäten des mittlerweile 35-Jährigen. 307 Spiele in der Bundesliga mit 97 Treffern stehen ebenso in seiner Vita wie neun Spiele in der Champions League (zwei Tore), 14 Einsätze in der Nationalmannschaft (vier Tore) und 64 Zweitliga-Partien (20 Tore). Zum Abschluss seiner beeindruckenden Karriere probiert es Kruse noch einmal beim SCP in Liga zwei – und fiel zu Beginn direkt mit einem seiner markigen Sprüche auf: „Eher steigt Paderborn auf als dass Deutschland 2024 Europameister wird.“

Tatsächlich spielten die Ostwestfalen bereits in der vergangene Saison – und damit ohne Kruse – lange oben mit, landeten am Ende auf Rang sechs und somit einen Zähler vor dem letzten Gegner des VfL. Insbesondere die Offensiv-Maschinerie sorgte für Furore: 68 Treffer waren Bestwert in der vergangenen Saison.

Bekannte Gesichter beim SCP

Aus Osnabrücker Sicht fallen zudem noch zwei weitere Namen von Akteuren auf, die beim Saisonauftakt von der Bank kamen: Sirlord Conteh und Sebastian Klaas. Conteh? Da war doch was! Sirlord ist der ältere Bruder von Christian Conteh, der seit dieser Saison beim VfL spielt und gegen Paderborn sein Debüt in Lila-Weiß feiern könnte – in einem möglichen Bruder-Duell. Mit Sebastian Klaas trifft der VfL zudem auf einen langjährigen Osnabrücker, der beim SCP allerdings noch nicht so richtig in Fahrt kommt. Zu Beginn bremste den Mittelfeldspieler allerdings auch – wie auch so oft beim VfL – eine schwere Verletzung aus. Verletzt ist derweil ein anderer Ex-Osnabrücker in Paderborner Reihen: Adriano Grimaldi wird entsprechend nicht mit von der Partie sein.

Auch Ajdini fehlt dem VfL

Der VfL trifft dennoch auf einige bekannte Gesichter und eine Mannschaft, der trotz deutlich Auftaktniederlage einiges zuzutrauen ist. Apropros VfL: Neben dem verletzten Timo Beermann fehlt mit Bashkim Ajdini ein zweiter wichtiger Akteur gegen den SCP. Der Rechtsverteidiger war in Spiel eins nach seiner Rückkehr vom Platz geflogen. Ersetzen dürfte ihn auf der rechten Seite Henry Rorig. Ebenfalls ein möglicher, aber eher noch unwahrscheinlicher Kandidat für die zuletzt wackelnde Abwehr: der am Freitag (4. August) vorgestellte neue Innenverteidiger Oumar Diakhite.

Wer steht dieses Mal im Tor?

Darüber hinaus kann Trainer Tobias Schweinsteiger aus dem vollen schöpfen. Spannend dürfte dabei vor allem der Blick ins Tor sowie in den Angriff werden. Hinten heißt die Frage „Grill oder Kühn?“, im vergangenen Spiel gab Schweinsteiger Lennart Grill den Vortritt. Für den Neuzugang wurde das 2:3 gegen einen effizienten KSC allerdings zu einem bitteren Debüt. Besser lief es für Erik Engelhardt, der im Sturm den Vortritt erhielt und einen schönen Treffer beisteuerte.

Wie sich Tobias Schweinsteiger am Ende entscheidet erfahren die VfL-Fans am Freitagabend. Anstoß gegen den SCP ist um 18:30 Uhr. Es wird erwartet, dass deutlich über 2.000 Lila-Weiße ihre Mannschaft zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison begleiten.

AFP

Dax beginnt fast unverändert, Fokus auf US-Arbeitsmarktdaten gerichtet

Dax vor US-Zinsentscheid in grünen Bereich
Dax vor US-Zinsentscheid in grünen Bereich

Die Börse in Frankfurt verzeichnet zum Handelsstart am Freitag minimale Kursgewinne, getragen von soliden Quartalszahlen und im Fokus stehenden US-Arbeitsmarktdaten.

Minimale Kursgewinne zum Handelsstart

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax wurde gegen 09:35 Uhr mit rund 15.905 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Vortag entspricht. Die größten Gewinne gab es bei Daimler Truck, während die größten Verluste entgegen dem Trend bei Vonovia zu verzeichnen waren.

Expertenkommentar

„Es zeichnet sich eine Kurserholung zum Wochenschluss ab, die nicht zuletzt durch die guten Quartalszahlen von Amazon getragen wird“, kommentierte Experte Andreas Lipkow den Handelsbeginn am Morgen. „Die Berichtssaison bleibt weiterhin sehr heterogen und gibt nur bedingt allgemein gültige Signale für die Gesamtmärkte.“

US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

Im Fokus stünden heute erneut die US-Arbeitsmarktdaten, so Lipkow. Diese könnten wesentliche Impulse für die Marktentwicklung liefern.

Ölpreisentwicklung

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 85,24 US-Dollar, das waren 10 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

AFP

Osnabrücker Stadtwerke finden kreative Lösung: Granit-Kauf in China doch nicht nötig

Asphalt statt China-Granit. So hat die von den Stadtwerken beauftragte Baufirma die Große Straße hier hinterlassen
Schwarze Flecken" aus Asphalt in der Großen Straße / Foto: Pohlmann

„Die schwarzen Flächen kommen weg“, verspricht Stadtwerke-Sprecher Sebastian Philipp am Freitagmorgen im Telefonat mit unserer Redaktion und kann dabei auch ein Aufreger-Thema aus der Welt schaffen: Es wird dafür keinen Nachkauf von China-Granit für die Große Straße geben!

Möglich wird das durch eine kreative Lösung, die sich die Bauplaner der Stadtwerke ausgedacht haben. So kann das durchgängige Erscheinungsbild der Großen Straße erhalten bleiben – trotz der durch Bauarbeiten kaputtgegangene Pflastersteine (HASEPOST berichtete).

Wenn im kommenden Jahr die alten Gas- und Wasserleitungen unterhalb der Großen Straße im letzten Bauabschnitt zwischen Markthalle und Nikolaiort erneuert werden, sollen in einem ersten Schritt die „schwarzen Flächen“ mit den im Bereich der neuen Baustelle entnommenen Steine gepflastert werden.

„Granit-Tetris“ macht es möglich auch andersfarbige Steine zu verwenden

Was dann folgt ist wohl mit „Granit-Tetris“ am besten zu beschreiben. Mit der Fertigstellung des finalen Bauabschnitts werden die noch vorhandenen Steine so neu zusammengesetzt, dass die Große Straße einheitlich wieder mit dem robusten Granit durchgepflastert werden kann.
Dabei werden die Bauprofis dann aber eine Stelle im Bereich des Nikolaiorts suchen, die ohne einen optischen Bruch in der Platzgestaltung zu verursachen, mit aus Deutschland beschafften Granitsteinen gepflastert werden kann.

Auch bei den neu zu beschaffenden Steinen werde eine größtmögliche Ähnlichkeit zu der bestehenden Pflasterung gesucht. „Ein kleiner optischer Unterschied ist aber nicht zu vermeiden“, erläutert der Stadtwerke-Sprecher.
Durch den von den Stadtwerke-Bauprofis ausgetüftelten Tausch der Steine vom Nikolaiort zur Großen Straße kann dann auf eine Neubestellung des bereits bei seiner Verlegung im Jahr 2020 umstrittenen China-Granit verzichtet werden.

Clevere Lösung war bereits in der Planung

Tatsächlich, so Phillip, sei der clevere Plan des „Granit-Tetris“ bereits schon fertig entwickelt gewesen, als unsere Redaktion mit einer Anfrage die Diskussion um eine mögliche Neubeschaffung von Granitsteinen in China wieder ins Bewusstsein gerückt habe. Ein internes Kommunikationsproblem habe dafür gesorgt, dass man bei der Nachfrage unserer Redaktion noch von einer Neubestellung in China ausgegangen sei.

AFP

Leichter Anstieg der Bafög-Empfängerzahlen registriert

Studenten
Studenten / Foto: dts Nachrichtenagentur

Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der Bafög-Empfänger in Deutschland um 1 Prozent auf 630.000, wobei Studierende 78 Prozent der Geförderten ausmachten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Anstieg der Bafög-Empfänger und der Förderbeträge

Im vergangenen Jahr haben mehr Menschen Bafög bezogen. Die Zahl der Personen, die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) bezogen, stieg 2022 um 7.000 (1 Prozent) auf insgesamt 630.000. Die Empfänger erhielten durchschnittlich 592 Euro pro Monat, was 30 Euro oder 5,1 Prozent höher als im Vorjahr war. Die Ausgaben für Bafög-Leistungen stiegen insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro.

Aufteilung der Bafög-Empfänger

78 Prozent der Bafög-Geförderten im Jahr 2022 waren Studierende (489.000) und 22 Prozent Schüler (141.000). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der geförderten Studierenden um knapp 5 Prozent, während die der Schüler um gut 9 Prozent sank.

Aufteilung der Fördermittel

Im Jahr 2022 wurden für die Förderung von Studierenden 2,5 Milliarden Euro (+137 Millionen Euro) bereitgestellt sowie 0,5 Milliarden Euro (-57 Millionen Euro) für die Förderung von Schülern. Im Durchschnitt erhielten Studierende monatlich 611 Euro (+32 Euro), Schüler 517 Euro pro Person (+13 Euro). Die Höhe des individuellen Förderbetrages ist unter anderem abhängig von der Ausbildungsstätte (zum Beispiel Berufsfachschule oder Hochschule) sowie der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts).

Steigerung der Vollförderung

352.000 Personen und damit 56 Prozent der Bafög-Empfangenden erhielten den maximalen Förderbetrag (Vollförderung). Gegenüber 2021 stieg die Zahl der Vollgeförderten damit um 13 Prozent an, so die Statistiker aus Wiesbaden.

AFP

Weil es nach Cannabis gerochen hatte – Polizei Diepholz entdeckt Indoor-Plantage

Marihuana
Marihuana-Blüten in Säcken / Foto: Polizei Diepholz

Nicht immer wenn es nach Cannabis riecht, raucht jemand eine „Sportzigarette“. In diesem Fall im Landkreis Diepholz verursachte eine Plantage den prägnant krautigen Geruch und brachte die Polizei auf den Plan und die Blüten-Farmer in Untersuchungshaft.

Am Donnerstag, den 27.07.2023, gegen 08:00 Uhr, durchsuchten Polizeibeamte der Polizeiinspektion Diepholz mit Unterstützung von Beamten der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta eine Gewerbehalle in Barenburg und entdeckten vor Ort eine professionelle Indoorplantage.

Polizeihubschrauber im Einsatz gegen Kiffer-Farmer

In jüngster Vergangenheit wurde im Bereich der Gewerbehalle Cannabisgeruch festgestellt, erläutert die Diepholzer Polizei ein einer Pressemitteilung. Eine Aufklärung unter Zuhilfenahme des Polizeihubschraubers mit Infrarotkamera erhärtete den Verdacht des Anbaus von Cannabis.

Im Zuge der Ermittlungen erließ der zuständige Richter am Amtsgericht Verden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verden einen Durchsuchungsbeschluss wegen des Verdachts des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln.

Mehr als 600 Pflanzen und kiloweise Marihuana-Blüten

Bei der anschließenden Durchsuchung am Donnerstagmorgen stellte die Polizei circa 622 im Wachstum befindliche Cannabispflanzen, Equipment zum Betreiben einer Plantage und einige Säcke mit insgesamt 6kg verarbeiteten Marihuana-Blüten fest.

Zwei in den Räumlichkeiten angetroffene Tatverdächtige wurden durch die Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die Tatverdächtigen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen die Männer. Die weiteren Ermittlungen dauern derzeit noch an. Den Beschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe.

AFP

Erneuter Anstieg der Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe verzeichnet

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland hat im Juni gegenüber dem Vormonat um 7,0 Prozent zugelegt, wobei Großaufträge in mehreren Bereichen einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtentwicklung hatten, so das Statistische Bundesamt.

Auftragseingang und Gesamtentwicklung

Im Mai ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg des Auftragseingangs gegenüber April 2023 von 6,2 Prozent (vorläufiger Wert: +6,4 Prozent). Der Auftragseingang von April bis Juni blieb nahezu unverändert (+0,2 Prozent). Durch die beiden deutlichen Anstiege in den Monaten Mai und Juni ist der Auftragseinbruch im März (-10,9 Prozent) ausgeglichen worden. Die Gesamtentwicklung der Auftragseingänge war im Juni stark geprägt von Großaufträgen in mehreren Bereichen.

Entwicklung in den Wirtschaftsbereichen

Der Auftragseingang ohne Großaufträge ging im Juni um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Positive Entwicklungen sind in den Wirtschaftsbereichen größtenteils zu erkennen. Besonders der Maschinenbau (saison- und kalenderbereinigt +5,1 Prozent zum Vormonat) und der sonstige Fahrzeugbau (+89,2 Prozent) hatten einen starken positiven Einfluss. Der starke Anstieg im Bereich des sonstigen Fahrzeugbaus ist auf einen Großauftrag im Luft- und Raumfahrzeugbau zurückzuführen. Negativ entwickelten sich hingegen die Aufträge in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-7,3 Prozent).

Auftragseingang nach Produktgruppen

Im Bereich der Investitionsgüter stieg der Auftragseingang um 9,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern ergab sich ein Anstieg um 2,0 Prozent, bei den Konsumgütern um 7,7 Prozent. Die Auslandsaufträge stiegen um 13,5 Prozent. Dabei nahmen die Aufträge aus der Eurozone um 27,2 Prozent zu – auch hier war der Großauftrag im Luft- und Raumfahrzeugbau ausschlaggebend für den Anstieg. Die Aufträge von außerhalb der Eurozone nahmen um 5,0 Prozent zu, die Inlandsaufträge gingen um 2,0 Prozent zurück.

Umsatzentwicklung

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Juni 2023 saison- und kalenderbereinigt 1,6 Prozent niedriger als im Vormonat. Für Mai 2023 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 3,4 Prozent gegenüber April 2023 (vorläufiger Wert: +2,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2022 lag der Umsatz im Juni 2023 kalenderbereinigt 0,5 Prozent höher, so die Statistiker.

AFP