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1. Bundesliga: Leverkusen erringt Sieg gegen Gladbach auf Auswärtsspiel

EL-Viertelfinale: Leverkusen und St. Gilloise unentschieden
EL-Viertelfinale: Leverkusen und St. Gilloise unentschieden

Am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga sicherte sich Bayer Leverkusen einen dominanten 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach, wobei Victor Boniface zweimal traf und damit maßgeblich zum Erfolg beitrug.

Leverkusen setzt früh ein Zeichen

Den Führungstreffer für Bayer Leverkusen erzielte Victor Boniface in der 19. Minute per Kopf, nachdem beide Teams zunächst abwartend agierten. Auch im weiteren Verlauf blieben die Gäste aus Leverkusen die dominantere Mannschaft, während die Hausherren aus Mönchengladbach tief standen und ihre Defensive souverän hielten.

Hitze steigt vor der Halbzeit

Kurz vor der Halbzeitpause wurde das Spiel hitziger. Schiedsrichter Christian Dingert verteilte gleich vier Gelbe Karten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf dann Verteidiger Jonathan Tah und erweiterte die Führung für Leverkusen.

Die Dominanz von Leverkusen hält an

Nach dem Wiederanpfiff behielten die Gäste ihre Dominanz bei und die Defensive von Mönchengladbach wackelte erkennbar. Kurz darauf legte Bayer erneut nach und wieder war es Boniface, der einnetzte – diesmal in der 53. Minute. Anschließend zog sich Leverkusen in die Defensive zurück, was zu einem Verlust an Fahrt und Spannung im Spiel führte.

Leverkusen steigt in der Tabelle

Am Ende blieb es beim 3:0-Sieg. Damit gewinnt Bayer zum zweiten Mal in Folge und befindet sich am Samstagabend auf dem zweiten Platz der Bundesliga-Tabelle. Es bleibt abzuwarten, ob sie diese Form in den kommenden Spielen beibehalten können.

AFP

Ergebnisse der Samstagsziehung: Lottozahlen vom 26. August 2023

Lottozahlen vom Samstag (18.03.2023)
Lottozahlen vom Samstag (18.03.2023)

Millionen von Deutschen beteiligen sich jede Woche am Lottospiel „6 aus 49“, obwohl die Gewinnchancen extrem gering sind. Glücksspiel kann süchtig machen, warnt der Deutsche Lotto- und Totoblock.

Ziehung der Lottozahlen

In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Die Gewinnzahlen lauten 7, 12, 36, 37, 39, 42, und die Superzahl ist die 2. Neben dem Hauptspiel wurden auch die Gewinnzahlen im „Spiel77“, die 1307525 lauten, und im „Super 6“-Spiel mit dem Zahlenblock 045209 gezogen.

Die Gewinnchancen und Risiken

Der Deutsche Lotto- und Totoblock äußerte sich zu den Gewinnchancen und Risiken des Lottospiels. Demnach liegt die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen. Diese Angaben sind ohne Gewähr. Hinzu kommt eine ernste Warnung: Glücksspiel kann süchtig machen.

Die Beliebtheit des Lottospiels

Trotz der geringen Gewinnchancen und des Risikos der Spielsucht erfreut sich das Lottospiel großer Beliebtheit in Deutschland. Nach unterschiedlichen Statistiken spielen jede Woche etwa 10 bis 20 Millionen Deutsche Lotto. Im Laufe eines Jahres beteiligen sich etwa 25 Millionen Deutsche mindestens einmal an dem Gewinnspiel.

AFP

Mösers Meinung: Über die Sperrung des Walls für ein Bürgerfest

Möser- Osnabrück Bürgerfest
autofreier Wall / Foto: Pohlmann

Unser wohl ältester Mitarbeiter meldet sich zurück! Unsere Leserinnen und Leser lieben ihn oder sie lehnen ihn und seine Ansichten oft auch vehement ab. Genau wie sein historisches Vorbild macht „unser Justus“ aus seiner liberal-konservativen Weltanschauung keinen Hehl, und das schon seit mehr als 100(!) Kolumnen, die bereits seit 2015 exklusiv bei der HASEPOST erscheinen.

Guten Abend,

Osnabrück lässt die Sau raus. Am 27. August findet ein Bürgerfest statt. Und das mitten auf der Straße.

Zwischen Rißmüllerplatz und Stadt- bzw. OsnabrückHalle. Dafür wird der Wall in diesem Bereich für den Autoverkehr komplett gesperrt. Stattdessen soll reichlich gefeiert werden. Natürlich politisch korrekt und immer im Bewusstsein des drohenden Klimawandels. Unter anderem wollen die Scientists for Future möglichst viele Bürger zum Thema ‚Klima- und Biodiversitätskrise: Wege in eine nachhaltige Zukunft‘ in Diskussionen verwickeln und Faktenwissen vermitteln. Das klingt schonmal nach einer rauschenden Party. Doch es kommt noch besser. Die Besucher des Bürgerfestes werden aufgefordert, den Straßenraum mal anders zu erleben. Sie sollen sich spontan selbst einbringen, etwa durch Picknicks auf den Grünstreifen. Dafür bietet die lokale Gastronomie Friedensbier und Friedenskorn an, was besonders die anwesenden Kinder freuen dürfte. Die können derweil beim Verein ‚OsnaMerch‘ (das Merch dürfte für Merchandising stehen, also ganz banal für die Vermarktung des Wortes Osnabrück) Biobaumwollbeutel mit einem Friedensmotiv bedrucken. Oder mit Studenten der Universität Hannover Ideen für Freiräume in den Sand zeichnen. Oder sich einen Artisten namens Arthur anschauen, der (laut Aussage der Stadt Osnabrück) angepasst an den Klimawandel auf einem Lastenrad Jonglagetricks vorführt. Früher hat er dafür übrigens einen Fiat 500 benutzt, aber wenn er das heutzutage noch machen würde, wäre er wohl niemals zum sog. Osnabrücker Bürgerfest eingeladen worden.

Das Bürgerfest soll übrigens Bestandteil der Feierlichkeiten zum 375. Jubiläum des Westfälischen Friedens sein. Sozusagen das nächste große Highlight nach der spektakulären Verhüllung des ehemaligen Galeria-Kaufhauses zum Schnäppchenpreis. Ein wenig kommt in mir allerdings der Verdacht auf, daß es dabei weniger um gemeinsames Feiern mit allen Bevölkerungsschichten geht, als vielmehr um die Demonstration einer bestimmten politischen Agenda auf Kosten des Steuerzahlers. Rein zufällig ist diese Agenda auch das Programm der Partei, die seit der letzten Kommunalwahl die Mehrheit im Osnabrücker Stadtrat stellt. Und die sich über jede Möglichkeit zur Sperrung von Straßen und der damit einhergehenden Behinderung des Straßenverkehrs freut. Deshalb werden am morgigen Sonntag zahlreiche Anlieger des Walls keine Möglichkeit haben, per Auto ihre Wohnungen zu erreichen. Besonders die alten und gehbehinderten Menschen in Osnabrück wird das freuen. Dient es doch einem guten Zweck. Der dürfte allerdings weniger die Erinnerung an den Westfälischen Frieden sein, als vielmehr die Beweihräucherung eines unspezifischen grünen Lebensgefühls. So werden also in Zukunft die Partys in Osnabrück aussehen: Diskussionen mit selbsternannten Klimaaktivisten statt ungezwungenem geselligen Beisammensein. Und natürlich immer die Kinder im Blick! Politische Neutralität war gestern. Klimaaktivisten wissen auch in Osnabrück, wo die Prioritäten gesetzt werden müssen. Ich wünsche allen HASEPOST-Lesern trotzdem einen schönen Sonntag.

Ihr

Justus Möser

Hier gibt es alle bislang erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

 


[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G Jung)
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

AFP

Merz verlangt die Bereitstellung von ‚Taurus‘-Marschflugkörpern

Friedrich Merz / dts
Friedrich Merz / dts

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz fordert die Bundesregierung auf, die Ukraine mit „Taurus“-Marschflugkörpern zu unterstützen und warnt vor zu großer Zögerlichkeit bei Waffenlieferungen.

Unterstützung für die Ukraine

In einer aktuellen Stellungnahme zum Ukraine-Konflikt drückte der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz seine Bedenken aus und plädierte für stärkere Unterstützung der Ukraine durch die Bundesregierung. Wie er gegenüber der „Bild am Sonntag“ äußerte, sollte Deutschland „Taurus“-Marschflugkörper liefern, die allerdings eine derart begrenzte Reichweite aufweisen, dass sie rein zur Verteidigung des ukrainischen Territoriums eingesetzt werden können.

Warnung vor Zögerlichkeit

Merz warnte zudem vor zu großer Zögerlichkeit bei Waffenlieferungen. „Ich habe die Sorge, dass wir eines Tages zu der Erkenntnis kommen, dass wir zu spät und zu wenig für die Ukraine und damit auch für unsere Sicherheit getan haben. Diese Zögerlichkeit könnte sich noch als großer historischer Fehler erweisen.“ Die Ukraine, als geopolitischer Knotenpunkt, habe eine direkte Auswirkung auf die Sicherheit Deutschlands und sollte daher nach Merz‘ Meinung stärker in den Fokus der deutschen Außenpolitik rücken.

Nachbeschaffung für die Bundeswehr

Ergänzend zur Forderung nach unterstützenden Waffenlieferungen betonte Merz die Notwendigkeit einer zeitgleichen Nachbeschaffung für die Bundeswehr. Laut ihm sollte eine Unterstützung der Ukraine keineswegs eine Schwächung der eigenen Streitkräfte bedeuten. Die Bundesregierung habe demnach die Aufgabe, sowohl für internationale Sicherheit zu sorgen, als auch die nationale Verteidigungsfähigkeit zu gewährleisten.

AFP

1. Bundesliga: Union Berlin sichert mit Sieg in Darmstadt Tabellenführung

Im zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga hat Union Berlin einen überzeugenden Sieg gegen Darmstadt 98 erzielt und sich dadurch auf den ersten Platz in der Tabelle gesetzt.

Starke Leistung trotz Unterzahl

Das Spiel begann stark für die Gäste aus Berlin, mit Robin Gosens, der in der 4. Minute den ersten Treffer erzielte. Trotz der späteren Geld-Roten Karte und dem damit verbundenen Ausschluss von Brenden Aaronson in der 21. Minute, konnten die Berliner ihre Leistung auf dem Feld beibehalten. Marvin Mehlen von Darmstadt nutzte zwar den entstandenen Raum und glich in der 24. Minute aus, aber bereits zehn Minuten später brachte Gosens Union erneut in Führung, gefolgt von Kevin Behrens, der in der 39. Minute zum 3:1 per Kopf nachlegte.

Halbzeit und weitere Ergebnisse

Trotz der soliden Führung für die Gäste zur Halbzeit, blieb das Spiel offen. In der 65. Minute erweiterte Danilho Doekhi die Führung für Berlin auf 4:1, das zugleich das Endergebnis des Spiels war. Union Berlin setzt sich damit an die Spitze der Tabelle. Die weiteren Ergebnisse des Samstagnachmittags in der Bundesliga waren: VfL Bochum – Borussia Dortmund 1:1, 1. FC Köln – VfL Wolfsburg 1:2, SC Freiburg – Werder Bremen 1:0 und Heidenheim – Hoffenheim 2:3.

Ausblick auf den Abend

Am Abend des gleichen Tages steht noch das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen in der 1. Liga an.

AFP

Formel 1: Verstappen sichert sich Pole-Position beim Heimrennen in den Niederlanden

Verstappen gewinnt chaotisches F1-Rennen in Melbourne
Verstappen gewinnt chaotisches F1-Rennen in Melbourne

Beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort sicherte sich der Weltmeister Max Verstappen die Pole-Position.

Verstappen dominiert in Zandvoort

Max Verstappen eroberte am Samstag im Qualifying die erste Startposition für den Großen Preis der Niederlande. Er überzeugte vor Norris und Russell, die sich die Plätze zwei und drei sicherten.

Hinteres Feld mit starken Leistungen

Auf den Quali-Rängen vier bis zehn zeigten sich Albon, Alonso, Sainz, Pérez, Piastri, Leclerc und Sargeant stark. Der deutsche Fahrer Nico Hülkenberg konnte sich den 15. Platz auf der Startaufstellung sichern.

Verstappen führt in der Gesamtwertung

Mit dem Erfolg im Qualifying baut Verstappen seine Führung in der Fahrerwertung weiter aus. Nach dem Großen Preis von Belgien führt er mit 125 Punkten vor Sergio Pérez und mit 165 Punkten vor Fernando Alonso. Im Konstrukteursrennen hat Red Bull mit 256 Punkten die Nase vor Mercedes und liegt mit 307 Punkten vor Aston Martin.

Schnellste Runden im freien Training

Im ersten freien Training setzte Verstappen mit einer Rundenzeit von 1:11,852 Minuten die Bestmarke vor Alonso und Hamilton. Im zweiten freien Training konnte sich jedoch Norris mit einer Zeit von 1:11,330 Minuten als Schnellster behaupten, gefolgt von Verstappen und Albon.

AFP

Schwesig unterbreitet Vorschläge für ein neues „Wirtschaftspaket“ zur wirtschaftlichen Unterstützung

Vor der Klausurtagung der Bundesregierung hat Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, eine generelle Senkung der Strompreise gefordert. Sie plädiert für faire Netzentgelte und eine Entkoppelung der Strompreise vom Gaspreis.

Schwesig fordert Strompreissenkung

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat vor der Klausurtagung der Bundesregierung eine allgemeine Absenkung der Strompreise angemahnt. „Die Strompreise müssen für alle gesenkt werden“, sagte sie dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe). Ihr Appell richtet sich nicht nur an die Privatverbraucher, sondern auch an die kleinen und mittleren Unternehmen.

Bedeutung von Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung

Schwesig betonte die Wichtigkeit einer starken wirtschaftlichen Entwicklung und gesicherten Arbeitsplätze. „Das Wichtigste sind eine gute wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze, deshalb brauchen wir ein Wirtschaftspaket“, so Schwesig.

Ausweitung bestehender Strompreiskonzepte

Zugleich plädierte Schwesig für eine Erweiterung der Konzepte von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und der SPD-Bundestagsfraktion für einen Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen. Schwesig betonte jedoch, dass ein Industriestrompreis ohne Lösung für kleine und mittlere Unternehmen und die Bürger unzureichend sei.

Abkopplung vom Gaspreis und faire Netzentgelte

Darüber hinaus sprach sich die SPD-Politikerin für eine Entkoppelung des Strompreises vom Gaspreis aus, insbesondere beim grünen Strom aus erneuerbaren Energien. Schwesig forderte auch eine faire Gestaltung der Netzentgelte und kritisierte, dass Regionen mit Vorreiterrolle beim Ausbau erneuerbarer Energien höhere Strompreise zahlen mussten.

Kontroverse um Heizungsgesetz und Erwartungen an Regierungsarbeit

Die erste Jahreshälfte sei durch „den Streit um das Heizungsgesetz von Robert Habeck überlagert worden. Der Streit hat schweren Schaden angerichtet. Klimaschutz kann nur gemeinsam mit den Menschen erreicht werden“, sagte Schwesig. Sie appellierte an die Regierung, während der Klausurtagung in Meseberg effektiv zu arbeiten. Es gehe nicht um einen Neustart, sondern darum, „dass ordentliche Regierungsarbeit geleistet wird“, so Schwesig. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass Kanzler Olaf Scholz dafür stehe, forderte aber auch die Regierungspartner zur Mitarbeit auf.

AFP

Landkreistagspräsident fordert Reduzierung der Kindergrundsicherung

Die deutschen Landkreise fordern die Ampelregierung auf, die Pläne zur Kindergrundsicherung zu überdenken, und appellieren für eine Straffung des Projekts, um unnötige und kostspielige Strukturveränderungen zu vermeiden.

Kritik an geplanter Kindergrundsicherung

Reinhard Sager, Präsident des Landkreistages, äußerte in einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) seine Bedenken gegenüber der geplanten Kindergrundsicherung der aktuellen Ampelregierung. Die geplante Reform solle „auf ein Mindestmaß zurückgeschnitten werden, das sich in bestehende Strukturen einfügt“, forderte Sager. Er kritisierte das Vorhaben als „unnötig und kostspielig“, da es die bereits vorhandenen Strukturen der mehr als 400 Jobcenter duplizieren würde.

Aufwändiger Behördenumbau

Das Vorhaben, die Kindergrundsicherung ab 2025 automatisch und digital zu leisten, hielt Sager für unrealistisch. Er verwies auf das geplante „aufwändige Behördenumbau von 100 auf 400 Familienkassen“, der schätzungsweise 500 Millionen Euro kosten würde. „Dafür muss man sich nur anschauen, wo unser Land ansonsten bei der Verwaltungsdigitalisierung steht“, erläuterte der Präsident des Landkreistages.

Forderung nach Straffung des Projekts

Sager betonte, dass ein solcher gigantischer Verwaltungsumbau nicht notwendig sei, um bedürftigen Kindern monatlich etwa 40 Euro mehr vom Staat zu gewähren. „Stattdessen sollte man einfach das Bürgergeld für Kinder erhöhen und müsste nicht den halben Sozialstaat umbauen“, schlug er vor. Er appellierte an die Regierung, bei der Kabinettsklausur in der kommenden Woche in Meseberg „eine vernünftige Entscheidung zur Kindergrundsicherung zu treffen“.

AFP

Umfrage: Eltern unterstützen die Unternehmensgründung ihrer Kinder aktiv

Renten steigen 2023 um bis zu 5,86 Prozent
Renten steigen 2023 um bis zu 5,86 Prozent

Neue Umfrageergebnisse zeigen eine hohe Affinität der Deutschen zur Selbstständigkeit, obwohl die Zahl der Unternehmensgründungen rückläufig ist.

Aufgeschlossenheit gegenüber Unternehmensgründungen

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ergab, dass 46 Prozent der Bundesbürger es sich wünschen oder gewünscht hätten, dass eines ihrer Kinder ein Unternehmen gründet. Allerdings lehnen 30 Prozent dies ab, während der Rest keine Meinung dazu hat. Besonders im Westen Deutschlands ist die Aufgeschlossenheit gegenüber Unternehmensgründungen größer als in den ostdeutschen Bundesländern.

„Hierbei sind die FDP-Wähler am stärksten für den Weg in die Selbstständigkeit ihrer Kinder (65 Prozent) und die AfD-Wähler am schwächsten (40 Prozent)“, bringt die „Welt am Sonntag“ das Ergebnis der Umfrage auf den Punkt.

Mehrheit kann sich Unternehmensgründung vorstellen

CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, Vorsitzende der MIT, wertet die Umfrageergebnisse: „Die Mehrheit kann sich vorstellen, ein Unternehmen zu gründen. Die schlechte Nachricht: Die meisten wagen den Schritt in die Selbstständigkeit am Ende nicht.“ Die Entwicklung sei alarmierend, vor allem im Osten, wo die Angst um die Existenz den Mut zur Gründung bremst.

Insa befragte für die MIT zwischen dem 18. und 21. August 2.008 Personen über 18 Jahren. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, kommentiert die Ergebnisse: „Es gibt den vielfachen Wunsch, seine Erwerbstätigkeit sinnstiftend und nachhaltig auszurichten, etwas Eigenes zu schaffen und dabei die jeweils richtige Work-Life-Balance zu finden. Das geht in Unternehmensstrukturen oft nicht wie gewünscht“, sagt der Wirtschaftsforscher.

Deutschland ist kein Gründerland mehr

Obwohl es einen hohen Wunsch nach Selbstständigkeit gibt, sind die Zahlen der Unternehmensgründungen seit Jahren rückläufig. 2002 gab es nach Angaben der KfW-Bank noch 1,461 Millionen Existenzgründungen, aber seither geht es mit kleinen Zwischenausschlägen nach oben stetig bergab. 2022 wurden nach Angaben des KfW-Gründungsmonitors nur noch 550.000 Existenzgründungen gezählt.

AFP

Beteiligung sinkt: Nur noch Tausende bei ‚Zug der Liebe‘ in Berlin

Die Techno-Parade „Zug der Liebe“ hat in Berlin am Wochenende nur noch einige Tausend Menschen angezogen, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.

Techno-Parade im Sinkflug?

Die Techno-Parade „Zug der Liebe“, die seit 2015 jährlich in Berlin stattfindet und als Demonstration angemeldet ist, verzeichnet deutlich sinkende Teilnehmerzahlen. In der Tradition der „Loveparade“ gesehen, haben die Veranstalter diese Verbindung jedoch immer bestritten. Mit immer weniger Besuchern scheint diese Verbindung mittlerweile nicht mehr gerechtfertigt.

Protest und Forderungen

Teilnehmer der Parade nutzten die Veranstaltung, um verschiedene Forderungen zu stellen. Auf Protestbannern wurde unter anderem der Aufruf für steigende Löhne und Initiativen gegen sexuelle Gewalt gesehen.

Rückgang und Konkurrenz

In den letzten Jahren ist die Teilnehmerzahl des Umzugs stark zurückgegangen: Während 2019 noch rund 50.000 Teilnehmer kamen, waren es 2022 nur noch etwa 30.000. Die Polizei schätzte sogar, dass nur 9.000 Menschen teilnahmen. Nicht zuletzt durch die Corona-Zwangspause hat der „Zug der Liebe“ an Zustrom verloren.
Es gibt zudem wachsende Konkurrenz durch das Event „Rave The Planet“, das zuletzt rund 200.000 Menschen anzog.

AFP