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Leserbrief: Wünsch-dir-was-Politik in Osnabrück

Die HASEPOST veröffentlicht gelegentlich Leserbriefe, wie diesen hier. Wir können leider nicht jeden Leserbrief veröffentlichen, freuen uns aber über jede Zuschrift, die ein Anstoß für weitere Recherchen sein kann. Die Autoren der Leserbriefe sind der Redaktion immer bekannt, auch wenn – auf Wunsch der Verfasser – der Name nicht genannt wird. Über Zuschriften per Mail freuen wir uns sehr!


Zu unserer aktuellen Berichterstattung über die Neuverschuldung der Stadt Osnabrück haben wir folgenden Leserbrief erhalten.

Ein Leserbrief von Heinz Henkel

Die Stadt Osnabrück hatte bis zum 31.12. 2021 bereits einen Schuldenberg in Höhe von 894 Millionen € angehäuft (Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen). Der Haushaltsplan für 2024 sieht zusätzlich weitere 135 Millionen € Schulden vor.

Trotzdem wird dieser Haushalt vom Rat und in der Berichterstattung verharmlosend und verschleiernd als „Haushalt der Hoffnung und zum Wohlfühlen“ sowie als „Vorbild für die Ampel in Berlin“ bezeichnet. Um Widerspruch zu vermeiden, gibt man auch der Opposition, was sie sich wünscht.

Warum schafft man es eigentlich nicht, mit den immensen Einnahmen von 750 Millionen € auszukommen? Wäre es nicht endlich an der Zeit, über das Sparen nachzudenken? Warum wird zum Beispiel immer noch der Profisport, das Theater und die Kunsthalle mit zweistelligen Millionensummen subventioniert? Sollte hier nicht gelten: „Wer die Musik bestellt, sollte sie auch bezahlen?“

Auch wenn Volker Bajus „großzügig“ behauptet, dass die Bürger nicht mit Steuererhöhungen belastet werden, so werden sie umso mehr durch die Schulden belastet. Schuldenmachen ist schön, wenn man damit anfängt. Der Spaß hört auf, wenn man auf den Schulden sitzt und Zins und Tilgung zahlen muss. Schulden treiben die Inflation in die Höhe und schaden damit den Sparern und Verbrauchern. Es widerspricht der Generationengerechtigkeit, wenn wir auf Kosten unserer Nachkommen über unsere Verhältnisse leben.

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