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Klima- und Coronakrise: Verein Freier Menschen bekennt sich zum „Bannerdrop“ an OsnabrückHalle

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Am gestrigen Dienstag, den 15. Dezember 2020, wurde ein großes Banner mit der Aufschrift „Gegen diese Katastrophe gibt es keinen Impfstoff“ an der OsnabrückHalle befestigt. Der „Verein Freier Menschen“ aus Osnabrück bekennt sich zum „Bannerdrop“ und spielt mit dem Banner auf die weltweite Klimakrise an.

„Die Coronakrise hat 2020 das Leben von uns allen auf massive und unvorhergesehene Weise beeinflusst. Und auch wenn die zweite Welle gerade ihre volle Kraft entfaltet, scheint es durch Impfstoffe eine mittelfristige Lösung dieser Krise geben zu können“, heißt es in einem Bekennerschreiben des Vereins Freier Menschen. „Auch wir sehnen coronafreie Zeiten herbei. Doch nach der Krise ist vor der Krise – der Klimakrise! Leider wird es hierfür keinen Impfstoff geben. Daher haben wir gestern zur Ratssitzung ein Banner von der Stadthalle gedropt.“

Kein „weiter wie bisher“

Nach Ansicht des Vereins Freier Menschen kann es nach der Corona-Krise kein „weiter wie bisher“ geben. Das Leben, das viele Menschen führen würden, wäre nicht mit den ökologischen Grenzen des Planets Erde vereinbar. „Daher müssen wir uns jetzt und heute als Gesellschaft zusammensetzen und endlich darüber diskutieren, wie ein besseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystem aussehen kann. Lasst uns gemeinsam nachdenken, wie wir Solidarität, Umweltschutz, Wohlstand für alle und möglichst viel freie Zeit zu einer lebenswerten Zukunft für alle verbinden können“, heißt es in dem Bekennerschreiben weiter.

Klimakrise mit Coronakrise vergleichbar?

Der Verein Freier Menschen sieht allerdings Analogien zwischen der Corona- und Klimakrise: „Eine nicht geringe Menge an Menschen zweifelt die Existenz von Corona an. Genauso finden sich Klimakrisen-Leugner*innen. Auch wird Corona erst dann als tatsächliche Krise von vielen erkannt, wenn das Virus seine tödliche Wirkung in größerem Umfang entfaltet. Auch die Klimakrise hat eine gewisse Inkubationszeit. Ursache und Wirkung fallen nicht direkt zusammen, sondern treten zeitversetzt auf. Die Coronakrise ist grundsätzlich nur mit Solidarität zu meistern. Zahlreiche Menschen erkennen, dass es sinnvoll ist, sich einzuschränken, auch wenn sie selbst nicht zur Risikogruppe gehören. Genauso ist jetzt aber auch Solidarität mit jüngeren Menschen und zukünftigen Generationen gefragt, will man ihnen einen lebenswerten Planeten überlassen. Die Coronakrise hat uns auch gezeigt, dass politische Gestaltung mit massiven Eingriffen und Änderungen des Alltages möglich ist, wenn sie von der breiten Mehrheit einer Gesellschaft getragen werden.“

Bannerdrop an der OsnabrückHalle. / Foto: Verein Freier Menschen.



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