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VfL Osnabrück verliert 1:2 gegen St. Pauli – Harte Zeiten an der Bremer Brücke

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Der VfL hatte genau eine Aufgabe: Verlorengegangen Boden gutmachen. Die Gäste aus Hamburg waren dafür allerdings kein leichter Gegner. Und trotz des kleinen Lichtblicks in Nürnberg in der vergangenen Woche und wenigstens einem gelungenen Treffer, treibt der VfL nach diesem Spiel wieder und weiter dem Abstieg entgegen. 

Ein Spielbericht von Hermann Schmidt

Die Aufgabe des VfL: Verlorengegangen Boden gutmachen

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Der FC St. Pauli rangiert vor dem Spiel mit 32 Punkten auf Platz 11 der Zweitligatabelle, der VfL Osnabrück auf dem Relegationsplatz mit 23 Punkten, wobei das Nachholspiel gegen Jahn Regensburg noch aussteht. Mit einem Sieg gegen die Elf von Trainer Timo Schultz können die Lila-Weißen unter Leitung ihres neuen Coachs Markus Feldhoff verlorenen gegangenes Terrain gegenüber den Kontrahenten im Anstiegskampf wieder gutmachen.

Im Faktenvergleich fällt auf, dass der FC St. Pauli mit bisher 37 erzielten Toren in der Offensive deutlich besser dasteht als der VfL (23 Tore bei einem Spiel weniger). Nur in der Abwehr schneidet Lila-Weiß in der laufenden Saison bisher besser ab: Den 38 Gegentoren, die der VfL kassiert hat, stehen 42 gegnerische Treffer beim FC St. Pauli gegenüber. Nach der Hinrunde waren die Rollen noch vertauscht: Der VfL zierte Platz 11 mit 22 Punkten, der FC St. Pauli schloss auf Rang 15 ab und lag somit unmittelbar vor dem Relegationsplatz. Vor Transferschluss Ende Januar 2021 wurde das Millerntor- Team durch neue Spieler verstärkt. Mit 32 Spielern im Kader, davon 16 „Legionäre“, erzielt der FC St. Pauli Spitzenwerte im Unterhaus der Bundesliga.

Die Losung für den VfL kann am heutigen Tag nur lauten: hinten schön dichtmachen und vorne munter drauf los!

Lila-weiße Fans ziehen bereits eineinhalb Stunden vor dem Spiel rund ums Stadion und skandieren Sprechchöre, um ihre Lieblinge in Stimmung zu bringen. Der Rasen ist in gutem Zustand, der Himmel bedeckt, manchmal kommt die Sonne durch. St. Pauli Sportchef Bornemann plaudert vor dem Spiel angeregt mit Sebastian Kerk, und auf der Pressetribüne ist man umzingelt von St. Pauli- Berichterstattern. Dreißig Minuten vor Spielbeginn spielt die Stadionbeschallung dann „You win again“ von der Oldie-Softband Bee Gees ein. Das wollen wir doch hoffen: Sieg gegen Braun-Weiß, so wie im letzten Spiel am Millerntor. St. Pauli tritt in weißen Trikots an, der VfL in traditionellem Lila.

FC St. Pauli in der ersten Halbzeit feldüberlegen

Die ersten Angriffe rollen auf das Tor von Philipp Kühn. Und bereits nach zwei Minuten lupft Burgstaller die Kugel im Strafraum auf Zalazar, der sich mit einem Fallrückzieher versucht. Der Ball streicht knapp über die Querlatte. Im Gegenzug geht Ulrich Bapoh nach vorne, kommt aber nicht zum Abschluss. Ein weiterer Konter der Lila-Weißen über Niklas Schmidt und Sebastian Kerk wird vom herauslaufenden St. Pauli Keeper abgefangen. Der Druck der Paulianer hält an, die Gäste ziehen das Spiel im Mittelfeld in die Breite. Lila-Weiß steht unter Dauerbeschuss und kann sich nur gelegentlich befreien. Ecke auf Ecke wird vor Kühns Tor geschlagen. Das sieht nicht gut aus für den VfL, der zu tief steht und sich nicht entlasten kann. In der 23. Minute dann ein Foul an Kerk, 18 m vor dem St. Pauli Tor. Niklas Schmidt tritt an, Stojanovic lenkt den Ball zur ersten Ecke für den VfL, die nichts einbringt. Zwei Minuten später vergibt Guido Burgstaller in aussichtsreicher Position mit einem Seitfallzieher. Der VfL lässt den Treibern der gegnerischen Angriffe, Benatelli, Becker und Pacarada sehr viel Raum und fängt sie erst am Sechzehner ab. Nach 30 Minuten unterbindet Gästespieler Kyereh einen VfL Angriff durch ein gelbwürdiges Foul, doch Dr. Thomsen lässt die Karte stecken.

Sebastian Kerk, Foto: Marc Niemeyer / Revierfoto
Sebastian Kerk, Foto: Marc Niemeyer / Revierfoto

Danach findet der VfL etwas besser ins Spiel und kann den Ball auch mal etwas länger in den eigenen Reihen halten. Spielerisch sind die Gäste überlegen, und im Sechzehner- das zeigt sich immer wieder- ist Burgstaller brandgefährlich: Ein Ausnahmestürmer in der Box, der Mann, der beim VfL fehlt.

Nach 37 Minuten foult St. Pauli Kapitän Ziereis Niklas Schmidt an der linken Strafraumgrenze und erhält Gelb. Die Strafstoßvariante des VfL ist schön anzusehen, bleibt aber erfolglos. Fünf Minuten vor der Halbzeit köpft Timo Beermann eine von Sebastian Kerk getretene Ecke knapp am Tor vorbei- bisher die beste Chance für den VfL.

Die erste Halbzeit zeigt eine Gastmannschaft, die dem VfL spieltechnisch überlegen ist. Der VfL Osnabrück kann sich nur mit Nadelstichen wehren, der starke Ulrich Bapoh und Sebastian Kerk setzen dabei die Akzente.

VfL Rückstand durch Fehlentscheidung

Als Marmoush in der 49. Minute im Strafraum zu Boden geht, pfeift der akademische Rat Dr. Thomsen Elfmeter: Eine glatte Fehlentscheidung! Dazu braucht man nicht einmal einen Videobeweis. Guido Burgstaller verwandelt sicher zum 0:1.

60 Minuten sind gespielt, als die nächste Welle auf das Osnabrücker Tor rollt, Philipp Kühn aber nach einem Fehler von Taffertshofer ein zweites Tor durch Burgstaller im Herauslaufen verhindern kann. St. Pauli hat nun erneut deutlich mehr Ballbesitz. Nach 61 Minuten bringt Trainer Feldhoff mit Santos, Heider und Henning drei neue Kräfte. Doch die Vorentscheidung fällt in der 63. Minute als Marmoush aus 16 m Entfernung links am Strafraum abzieht und für Kühn unhaltbar zum 0:2 trifft. Fünf Minuten später trifft Marmoush erneut zum vermeintlichen 0:3 für die Gäste.  Was von der Tribüne aus bei klarem Kopf und guter Sicht klar zu sehen war, dem Schiedsrichter aber verborgen blieb, musste der Videobeweis zurechtrücken. Marmoush stand im Abseits. In der 75. Minute fällt Burgstaller spektakulär im Strafraum, jetzt entscheidet Dr. Thomsen auf Weiterspielen.

Der VfL Osnabrück kämpft redlich weiter und kommt nach einem Konter und Pass von Santos auf Marc Heider zum glücklichen 1:2 Anschlusstreffer in der 79. Minute. In den letzten zehn Minuten verflacht das Spiel. Kerk und Ajdini ziehen noch einmal aus großer Distanz ab, aber der Ausgleich fällt nicht. Der knappe Sieg der Gäste geht in Ordnung. Burgstaller machte den Unterschied.

Zahlen und Daten

VfL Osnabrück- FC St. Pauli 1:2  (0:0)

Die Mannschaftsaufstellungen

VfL Osnabrück:

Philipp Kühn; Lukas Gugganing (69. Multhaup), Timo Beermann, Maurice Trapp; Bashkim Ajdini, Ulrich Taffertshofer, Kevin Wolze (Christian Santos); Ludovit Reis (86. Sebastian Müller), Ulrich Bapoh (61. Bryan Henning), Niklas Schmidt (61. Marc Heider), Sebastian Kerk.

FC St. Pauli:

Stojanovic; Olsson (78. Dzwigala), Lawrence, Ziereis, Pacarada; Becker (85. Aremu), Kyereh, Benatelli, Zalazar (85. Wieckhoff); Marmoush (85. Dittgen), Burgstaller ( 88. Matanovic).

Schiedsrichter:

Dr. Martin Thomsen (Kleve)

Tore:

0:1 Burgstaller (Foulelfmeter 49.)

0:2 Marmoush (64.)

1:2 Marc Heider ( 79.)

Gelbe Karte:

Ziereis (37.)

Ajdini (70.)

Die aktuelle Tabelle (Grafik aktualisiert sich fortlaufend)

Titelfoto: Tor zum 1:2 durch Marc Heider, Foto: Marc Niemeyer / Revierfoto

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Hermann Schmidt
Hermann Schmidt beobachtet den Fußball an der Hase von der Elbe aus. In Hamburg war der gebürtige Hesse lange Zeit als Verlagsmanager tätig. Zwanzig Jahre lang hat er selbst gespielt, in der Jugend als Stürmer und danach als Vorstopper in seiner Heimat und beim BFC Südring (Berlin). Schmidt ist Autor zahlreicher Fußballbücher und Biografien. Die Buchveröffentlichungen „Legenden des FC St. Pauli“ und „Männer trinken kein Fanta“ sind im Jahr 2020 erschienen. Zu seinen Lieblingsclubs gehören neben dem VfL auch Holstein Kiel, der FC St. Pauli und der 1.FC Köln.

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