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Südamerika? Osnabrück Hellern!

das Nutria aus Hellern
Südamerika? Osnabrück Hellern!

Das Nutria vom Regenrückhaltebecken

Gleich vorweg, Nutrias sind weder Biber noch (Bisam-)Ratten, auch wenn sie mit letzteren wohl entfernt verwandt sind. Zur Verwandtschaft gehören aber auch die possierliche… Mehr anzeigen

Zur Verwandtschaft gehören aber auch die possierlichen Meerschweinchen, mit denen sie die südamerikanische Herkunft ebenso teilen wie ihre zurückhaltende Art und die Vorliebe für strikt vegetarische Kost.
Das moppelige Nagetier ist vermutlich ein Einzelgänger, jedenfalls hat man in Hellern noch keine Gefährtin oder einen Gefährten entdeckt. Auffallend ist die geringe Scheu, die der Exot zwischen den gefiederten Mitbewohnern gegenüber Menschen und selbst Hunden zu haben scheint. Bis auf wenige Meter kommt das Nutria an den Uferweg heran.

Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Pflanzenliebhaber sind in der Regel Pelztierfarmen entflohen. Als wahre Nutria-Hochburgen gelten der ostdeutsche Spreewald und der Niederrhein.
Wie das Osnabrücker Nutria in sein Regenrückhaltebecken gekommen ist, ist nicht bekannt. Spaziergänger haben dort aber auch schon exotische Schildkröten beobachtet – ein kleines Stück weite Welt im Westen der Stadt.

Vielen Dank an Ute Lübben für das Foto und ihre Beobachtungen. Das Foto wurde zuerst in der wunderbaren Facebook-Gruppe „Osnabrück & Landkreis in Bildern“ veröffentlicht.

Mehr über Nutrias bei Wikipedia

+++ kleine Ergänzung +++

siehe Kommentare bei Facebook

Es gibt wohl im näheren Umfeld mehrere Nutria-Populationen, das Nutria aus dem Regenrückhaltebecken lebt also wenn, dann in selbstgewählter Einsamkeit 😉

 

AFP

Stadt Osnabrück beantragt Verlegung der Bundesstraße 68

Stadt Osnabrück beantragt Verlegung der Bundesstraße 68
Stadt Osnabrück beantragt Verlegung der Bundesstraße 68

+++ EXKLUSIV +++

Auf der Route der B68 starben dieses Jahr zwei Radfahrer und eine Fußgängerin unter rechtsabbiegenden LKW.

Nach bereits erfolgter Verlegung der B51 und B65 in den 70er und 80er Jahren ist die B68 die einzig verbliebene Bundesstraße, die das Stadtgebiet in ihrem Verlauf noch durchquert.

HASEPOST.de hat bereits im Spätsommer auf die längst überfällige Verlegung hingewiesen. Die neue Route der B68 wird für den LKW-Verkehr etwa 10 Kilometer länger sein, aber eine Zeitersparnis von 10 Minuten bedeuten – bei gleichzeitig deutlicher Reduzierung der Unfallgefahren in der Innenstadt.

Diese Maßnahme kann der erste Schritt zu einem LKW-Fahrverbot in der Innenstadt sein.

Nun liegt alles beim Bundesministerium für Verkehr, das mit Schreiben vom 07.11. vom Stadtbaurat Frank Otte über die Beantragung einer Verlegung auf die BAB1 und BAB30 informiert wurde.

In dem Schreiben der Verwaltung, das uns exklusiv vorliegt, wird das zuständige Bundesministerium deutlich auf die Unfallsituation und die zusätzlichen Probleme hinsichtlich Lärm und Abgasen hingewiesen.

Mehr zum LKW-Verkehr in der Innenstadt und möglicher Abhilfe hier:

http://loewenpudel.de/austausch/Todesursache_Rechtsabbiegen_141022.pdf

Update 18:05: nachdem zwischenzeitlich auch die Lokalzeitung (hinter Paywall) zusammen mit dem Schreiben des Stadtbaurates berichtet, und damit die Vertraulichkeit gebrochen ist, möchten wir es Euch auch nicht länger vorenthalten und haben es hier zum freien Download abgelegt: loewenpudel.de/austausch/otte-verlegung-b68.pdf

AFP

BILD: geschmacklos – stellt aber die richtigen Fragen

BILD: geschmacklos – stellt aber die richtigen Fragen
BILD: geschmacklos – stellt aber die richtigen Fragen

Kein Zweifel, einen Tag nach dem Auffinden der beiden vermissten Freunde Alexander und Maximilian ist es mehr als geschmacklos jetzt noch die Bilder einer Überwachungskamera zu zeigen, die offenbar die beiden späteren Unfallopfer kurz vor ihrer Abfahrt aufgenommen hat.

In diesem Zusammenhang auch noch die Gesichtsbilder zu zeigen, zeugt ebenfalls von schlechtem Stil. Selbst wenn man spitzfindig argumentieren könnte, mit dem Tod erlischt auch jedes Persönlichkeitsrecht der Opfer, so ist dies hier wirklich nicht angebracht. Die „Gesichtsbalken“ haben wir daher nachträglich in den Screenshot eingefügt.

Aber zu den Fragen die die Bild aufwirft und denen sich die Ermittlungsbehörden stellen müssen: Warum wurde den Hinweisen auf das umgefahrene Verkehrsschild nicht nachgegangen? Das Unfallauto lag nur wenige Meter hinter dem Schild im Straßengraben – wenn auch von Sträuchern verdeckt.

Hierzu gibt es übrigens einen Bericht des WDR (Link unten), nachdem die Polizei bereits am Mittwoch auf dieses Schild aufmerksam gemacht wurde. Und – noch schlimmer – dass die Polizei zu dem Zeitpunkt angeblich selbst schon Kenntnis von dem umgefahrenen Schild hatte, aber nichts unternahm (nachschauen!).

Seltsam auch die Ortungs-Daten des einen Handys, das sowohl am Unfallort, aber auch in Lemgo geortet worden sein soll. Warum wurde daraufhin keine nachträgliche Kreuzpeilung gemacht?

Der Fall bleibt rätselhaft. Laut Bild wurde inzwischen auch eine Obduktion der Opfer angeordnet – nach vorherigen Medienberichten wollte der Staatsanwalt zuerst darauf verzichten.

Bild.de über offene Fragen des Unfalls: http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/unfaelle-mit-todesfolge/gleich-fahren-die-zwei-freunde-in-den-tod-38537438.bild.html

WDR über Kritik an Herforder Polizei: http://www1.wdr.de/studio/bielefeld/themadestages/kritik-an-herforder-polizei100.html

AFP

Kraniche über der Hasestadt

Kraniche über der Hasestadt
Kraniche über der Hasestadt

Auch heute flogen wieder Kraniche über Osnabrück auf ihrem Weg gen Süden, habt Ihr sie vielleicht auch gesehen oder „tröten“ gehört?

Im Frühjahr sieht man sich dann wieder…

Unser Bild entstand gegen Mittag am ICO Innovationscentrum Osnabrück im Wissenschaftspark.

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Mordfall „Iburger Straße“ – Richter verhängt hohes Schmerzensgeld

Die Pressestelle der Staatsanwaltschaft hatte die Forderung der Hinterbliebenen schon für aussichtslos erklärt und die Prozesskostenhilfe wurde gekürzt (wir berichteten), dennoch verurteilte der Richter am Landgericht die drei Täter heute zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro, Mit 36.000 Euro wird der Messerstecher (20) die Hauptlast aufbringen müssen. Noch sitzt der bei der Tat 17jährige, der laut Aussage in der Verhandlung 2012 nur „sein Messer ausprobieren“ wollte, seine siebeneinhalbjährige Haftstrafe ab.

Die verhängte Gesamtsumme von 40.000 Euro soll das bisher höchste Schmerzensgeld sein, das Hinterbliebenen in vergleichbaren Fällen in Deutschland bislang zugesprochen wurde.
Die Eltern des Opfers hatten mindestens 50.000 Euro gefordert. Das OLG Oldenburg hielt lediglich 10.000 Euro für angemessen, da Matthias B. zu schnell nach den Messerstichen verstorben war und in den Augen der Oldenburger Richter nicht genügend gelitten habe – verkürzt dargestellt.

AFP

Erst macht er Komplimente, dann versucht er einen Kuss – es folgt eine Ohrfeige und dann klaut er ihr das Handy…

Eine wirklich seltsame Tat beschreibt die Polizei in einer Pressemeldung heute Morgen.
In der Nacht zu Sonntag, gegen 00.30 Uhr wartet eine junge Frau (18) auf einer Haustreppe vor der dortigen Ersatzhaltestelle auf den Bus in Richtung Georgsmarienhütte.
Plötzlich setzt sich ein Mann neben sie, machte ihr Komplimente und versuchte die Frau zu küssen. Als diese dem Unbekannten daraufhin eine Ohrfeige gibt, schnappt sich der südländisch aussehende Täter die Handtasche der Frau und rennt über den Neuen Graben in die Straße Alte Münze.
Auf dem Weg dorthin nimmt der Täter das Handy der Frau aus der Tasche und wirft diese dann weg.

Der von der Polizei nun gesuchte Dieb sprach in gebrochenem Deutsch, war etwa 20 bis 30 Jahre alt und circa 170cm groß. Er hatte eine schlanke Statur und war zur Tatzeit mit einer schwarzen Winterjacke und einer hellblauen Jeans bekleidet. Auf dem Kopf trug er eine Kappe mit einem Sticker auf dem Schirm.

Hinweise auf den Täter bitte direkt an die Polizei Osnabrück unter 0541-3273203.

Zum Thema Täterbeschreibung: wir (Hasepost) glauben, dass eine möglichst vollständige Beschreibung hilfreich ist bei der Fahndung nach Straftätern. Die Polizei wird aus gutem Grund „südländisch“ etc. in ihren Fahndungsaufrufen verwenden, weil nur so der Täter korrekt beschrieben werden kann, daher kürzen wir grundsätzlich keine polizeilichen Täterbeschreibungen!

AFP

Jugendliche am Hauptbahnhof ausgeraubt – Passanten gehen vorbei

Drei Jugendliche sind heute Morgen auf der Humboldtbrücke am Hauptbahnhof ausgeraubt worden. Gegen 09.25 Uhr trafen die drei 14-16 Jahre alten Opfer auf den Täter. Der Unbekannte drohte ihnen Schläge an und forderte gleichzeitig Geld.
Er raubte ein Handy, Tabak und ein Feuerzeug und flüchtete anschließend in Richtung Hauptbahnhof. Während der Tat gingen mehrere Personen an ihnen vorbei. Der Raub wurde von den Zeugen aber offensichtlich nicht wahrgenommen.

Nach Angaben der Polizei beschrieben die Opfer den Täter als 18-20 Jahre alt und 1,65 – 1,70m groß. Er sprach deutsch mit Akzent, hatte schwarze Haare und einen dunklen Drei-Tage-Bart. Bekleidet war er mit einer braunen Jacke, ähnlich einem Mantel. Außerdem führte er einen dunklen Regenschirm, der am Griffende braun war, mit sich.
Zeugen melden sich bitte unter 0541/3272115.

AFP

„Die Partei“ tauscht Papiermüll gegen Satirezeitung

„Die Partei“ tauscht Papiermüll gegen Satirezeitung
„Die Partei“ tauscht Papiermüll gegen Satirezeitung

Nein, nicht jedes bedruckte Altpapier, aber zumindest die gestern kostenfrei und bundesweit verteilte Gratis-Bild-Zeitung, die vermutlich auch in eurem Briefkasten steckte und vielleicht schon ins Altpapier gewandert ist.
Los geht’s um 18:00 Uhr am Rosenhof. Veranstalter ist die Partei von „Martin Sonneborn“, der persönlich jede Gratis-Bild in das Satiremagazin Titanic umtauschen will.

AFP

Ab FMO in die Sonne mit Crews aus Ebola-Gebieten?

Ab FMO in die Sonne mit Crews aus Ebola Gebieten Piloten der Germania haben Angs
Ab FMO in die Sonne mit Crews aus Ebola Gebieten Piloten der Germania haben Angs

Es war eine gute Nachricht für unseren Regionalflughafen FMO Anfang vergangener Woche, dass ab sofort zahlreiche Verbindungen mit der Fluggesellschaft Germania direkt gebucht werden können. Bislang trat Germania vor allem als Charterflieger für diverse Reiseveranstalter auf, öffnet sich aber nun dem Geschäft mit individuellen Flugreisenden. Bereits jetzt fliegt Germania einmal wöchentlich aus dem Westfälischen ins ägyptische Hurghada, mit dem Sommerflugplan kommen zahlreiche Ziele hinzu.

Wenig glücklich sind allerdings die Piloten der Berliner Airline mit der aktuellen Personaleinsatzplanung ihres Arbeitgebers.
Germania besitzt mit „Gambia Bird“ auch eine kleine Tochtergesellschaft im westafrikanischen Gambia. Wie die Welt am Sonntag heute berichtet gehören zu den Zielen der afrikanischen Tochter auch die Ebola-Hochburgen Sierra Leone und Liberia. Regelmäßig werden Germania-Piloten aus Deutschland in das Ebola-Gebiet abkommandiert um dort im Cockpit der afrikanischen Tochter zu fliegen. Nach Rückkehr der Crews werden diese ohne medizinische Untersuchung, so die Welt am Sonntag, direkt wieder für die Germania eingesetzt.
Dabei scheint der kleinen Airline das Infektionsrisiko in dem Gebiet, das derzeit keine andere deutsche Airline mehr anfliegt, durchaus bewusst zu sein. Im August wurde für die Piloten eine gesonderte Lebensversicherung (200.000€) mit speziellem Todesfallschutz für Tropenkrankheiten abgeschlossen.
Da es für die Crews keine Möglichkeit gibt eine Versetzung ins Ebola-Gebiet abzulehnen, sollen die Krankenstände entsprechend hoch sein. Auch die Pilotenvereinigung Cockpit sieht die Arbeitsbedingungen bei Germania grundsätzlich sehr kritisch. Das Unternehmen will aber offensichtlich an der Entsendepraxis seiner Piloten festhalten.
Die Welt am Sonntag zitiert einen Flugkapitän der Germania mit den Worten „unter den Piloten herrscht zum Teil nackte Angst vor der Unternehmensführung.“

Foto: Welt am Sonntag vom 09.11.2014

AFP

Autos gezielt zerkratzt und Website gehackt: fortgesetzter „Kulturkampf“ um die Entlastungsstraße?

Autos gezielt zerkratzt und Website gehackt: fortgesetzter „Kulturkampf“ um die Entlastungsstraße?
Autos gezielt zerkratzt und Website gehackt: fortgesetzter „Kulturkampf“ um die Entlastungsstraße?

Fast ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Osnabrücker in einer nicht ganz unumstrittenen und rechtlich nicht bindenden Befragung zur Entlastungsstraße West abstimmen durften – passiert ist seitdem scheinbar nichts!
Die Anlieger von Gluckstraße, Händelstraße, Teilen des Lieneschweges und der Mozartstraße fragen sich wie es weitergehen soll. Zwei großformatige Banner entlang der Gluckstraße fordern: „Lieber Rat – wo bleibt Plan B?“

Das Ergebnis der Bürgerbefragung ist bekanntlich sehr knapp gegen den Bau der Westumgehung ausgefallen – die Ratsfraktion der Grünen bezeichnete es kurz darauf in einer Pressemitteilung als „Sieg der Demokratie“.
Wenn seit fast einem halben Jahr nichts passiert ist, kann das wohl nur bedeuten, dass sowohl die Verwaltung als auch den beiden großen Fraktionen von CDU und SPD, die beide die Entlastungsstraße befürworteten, keinen Plan B vorbereitet hatten und auch in den vergangenen Monaten nicht an einem solchen Plan gearbeitet haben?

Dabei wären die nächsten Schritte – gleich nach dem Votum gegen die Westumgehung – naheliegend gewesen. In vielen anderen Tempo-30-Zonen sorgen Aufpflasterungen und künstliche Fahrbahnverengungen für ein gedrosseltes Tempo des Durchgangsverkehrs.
Doch in den betroffenen Straßen am Westerberg wird weiter gefahren wie bisher – oft viel zu schnell, nur gelegentlich und auf einem kurzen Stück gebremst durch die zeitweise Anwesenheit des städtischen Blitzer-Autos.
Auch hier sind wieder die Grünen zu zitieren, die mit ihrer strikten Haltung innerhalb der Zählgemeinschaft mit der SPD die Bürgerbefragung erzwungen hatten. Vor der Bürgerbefragung forderten sie als Alternative zur Westumgehung „Verkehrsberuhigung, Sperrungen für den Durchgangsverkehr und Einbahnstraßen“. Diese Forderungen sind nun verklungen und scheinen vergessen zu sein.

Anwohner der Gluckstraße, die sich im Vorfeld der Bürgerbefragung für die Entlastungsstraße West engagierten, berichteten HASEPOST nun von einem wahren „Kulturkampf“, der sich seit Mai in ihrer Wohngegend abspielt.
Die Gegner der Westumgehung scheinen ihre Abneigung gegen die Befürworter auch über die Bürgerbefragung hinaus konserviert zu haben. Es soll, so berichten Anwohner, regelmäßig zu nächtlichen Hupkonzerten vor den Häusern von bekannten Entlastungsstraßen-Befürwortern kommen. „Lärm-Terror“ nennen das die Betroffenen, die auch von heulenden Motoren berichten, die offensichtlich das Ziel haben die Anwohner der Gluckstraße zu treffen.
Wie bereits kurz vor der Bürgerbefragung im Mai, wurde auch im Sommer der Webserver des Aktionsbündnisses Verkehrsentlastung Innenstadt Osnabrück (AVIO) von Unbekannten gehackt. Durch dabei versteckt installierte Malware nahm Google die Website für etwa 14 Tage aus dem Index, so dass sie faktisch nicht mehr aufzufinden war. Erstaunlich dabei: bei den weiterhin andauernden Hack-Versuchen werden die Namen von bekannten Befürwortern der Entlastungsstraße als Nutzername und Passwort probiert, so der Webmaster der AVIO.

lieber-rat-wo-bleibt-plan-b


Bisheriger Höhepunkt des Unfriedens am Westerberg ist nun ein vollständig zerkratztes Auto eines der Anwohner. Der Fahrzeughalter, der nicht genannt werden möchte, trat auch öffentlich für die Entlastungsstraße ein. Im rechtlich erlaubten Rahmen parkt er gelegentlich sein Auto am Straßenrand, um so ein wenig den Charakter der eigentlich temporeduzierten Straße zu unterstützen – bauliche Maßnahmen (bis auf ein Hinweisschild für Tempo 30) fehlen bekanntlich. In der Nacht zu Samstag wurde das Auto nun rundherum zerkratzt, so dass ein wirtschaftlicher Totalschaden entstand. Auch das Auto eines anderen Befürworters der Entlastungsstraße soll entsprechend demoliert worden sein. Die Betroffenen glauben nicht, dass ihre Autos nur zufällig Opfer von Vandalen wurden – die Polizei ermittelt.

Am Donnerstag tagt der Stadtentwicklungsausschuss – ein Thema wird die notwendige Erschließung des Wissenschaftsparks über die Natruper Straße sein. Die Entlastung der „heimlichen Westumgehung“, die eigentlich mit dieser Erschließung hätte verbunden sein sollen, ist auch diese Woche kein Thema auf der Tagesordnung. Offensichtlich ein klares Signal an die Anwohner: es wird keinen Plan B geben!
Stattdessen schwelt der Kulturkampf zwischen ehemaligen Gegnern und Befürwortern auch Monate über die Bürgerbefragung hinaus.

Den Begriff „Kulturkampf“, in Bezug auf den Osnabrücker Stadtverkehr, führte übrigens Volker Bajus von den Grünen ein, allerdings im Zusammenhang mit der Verabschiedung einer Nahverkehrsstudie. Angesichts der Eskalation, die nicht zuletzt durch die strikte Blockade der Grünen gegen die Mehrheit im Stadtrat und innerhalb der Regenbogen-Koalition entstanden ist, passt dieser Begriff inzwischen aber wohl besser an den Westerberg. Wie lange werden die Anwohner noch auf einen Plan B warten müssen?

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, die in der Nacht zu Samstag das Auto in der Gluckstraße zerkratzt haben, hat der Fahrzeugeigentümer eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgelobt. Wir leiten entsprechende Hinweise (bitte per PN) vertraulich weiter.

AFP