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Osnabrücker Herbstjahrmarkt mit vielen Attraktionen und wieder ein Riesenrad

Foto: Riesenrad bei Nacht, Symbolfoto Archiv Hasepost

„Ein Riesenrad gehört einfach dazu“, das ist die Meinung vieler Volksfestfreunde. So gesehen ist der Herbstjahrmarkt in diesem Jahr komplett. Es locken aber auch zahlreiche andere Attraktionen an die Halle Gartlage.

Nachdem es auch schon „Jazzer“ gab, bei denen das Riesenrad nur auf dem Plakat abgebildet war, tatsächlich aber kein Schausteller mit entsprechendem Fahrgeschäft anreiste, dürfen sich Riesenradfreunde auf diesen Jahrmarkt ganz besonders freuen.

Freitag, 27. Oktober, geht es los!

Am letzten Freitag im Oktober ist es wieder soweit, denn dann heißt es zehn Tage lang: „Die nächste Fahrt geht rückwärts!“ auf dem Gelände der Halle Gartlage. Der sogenannte „Jazzer“ lockt jedes Jahr viele Osnabrücker und Besucher aus dem Umland auf den großen und bunt beleuchteten Festplatz. Von Freitag, den 27. Oktober  bis Sonntag, den 05. November hat der Herbstjahrmarkt täglich von 15 bis 22 Uhr geöffnet, freitags und samstags sogar bis 23 Uhr.

Neben traditionellen Fahrgeschäften sorgen die Schausteller auch beim Herbstjahrmarkt wieder für spektakuläre Aufbauten und viel Vergnügen für Groß und Klein.

Jahrmarkt Osnabrück, Power Express
Foto: Jahrmarkt Osnabrück, OMT, © next choice

Gambrinus und Bürgermeisterin eröffnen den „Jazzer“

Am Eröffnungstag geht es direkt rund, denn ab 15 Uhr heißt es eine halbe Stunde lang: Freie Fahrt für alle!

Das lassen sich auch die prominenten Vertreter aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft nicht entgehen und nutzen beim offiziellen Rundgang selbst die Gelegenheit zu rasanten Fahrten. Den traditionellen Fassanstich an Weltes Almhütte übernimmt in diesem Jahr Bürgermeisterin Birgit Strangmann (Bündnis 90/Die Grünen) und wird dabei vom Osnabrücker Bierkönig Ferdinand Gambrinus unterstützt. Das Jazztrio „Sidewalk Orchestra“ aus Bramsche sorgt für den nötigen Schwung.

Jahrmarkt Osnabrück
So ein Herz gehört zu jedem Jahrmarktsbesuch dazu!

Fahrgeschäfte und Attraktionen

Von den klassischen, aber dennoch beliebten Fahrgeschäften wie Breakdance, Musikexpress oder Autoskooter bis hin zum 35 Meter hohen Riesenrad, ist für jeden Jahrmarktbesucher das Richtige dabei. Eine Geisterbahn über zwei Etagen, die Familienachterbahn „Tom der Tiger“ und die High-Speed-Schaukel „Ultimate“ sorgen für jede Menge Spaß und Abenteuer. Die bunte Mischung an Speise- und Getränkeständen rundet die Jahrmarktatmosphäre ab. Der Jazzer ist besonders familienfreundlich und wird bei den Kindern für leuchtende Augen sorgen.

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Aktions- und Familientage

An den beiden Sonntagen, dem 29. Oktober und 05. November können sich Familien am „FamilienSPAAASStag“ auf besondere Angebote freuen.
Am Mittwoch, den 01. November gibt es für Familien unter dem Motto „FamilienSPAAARtag“ vergünstigte Preise: 20 % Ermäßigung auf Speisen, Getränke und Spiele sowie 50 % Rabatt auf alle Karussellfahrten. Der traditionelle ON-Coupon-Tag findet am Montag, den 30. Oktober statt und sorgt für Freude im Geldbeutel: Wer am Sonntag die Coupons aus der ON ausschneidet, erhält damit am Montag viele Vergünstigungen.

Feuerwerk, Ladies Night und Flohmarkt

An beiden Freitagen erwartet die Besucher ein Brillant-Feuerwerk der Extraklasse und auf der Ladies Night am Donnerstag, den 02. November ab 19 Uhr, zahlen die weiblichen Besucher nur 1 € (pro Fahrt/ pro Person) an ausgewählten  Fahrgeschäften. An den Wochenenden während des Jahrmarktes finden in der Halle Gartlage wieder die beliebten Flohmärkte statt. Eine tolle Gelegenheit, Jahrmarktspaß und Schnäppchenjagd zu verbinden.

 

 

AFP

Trickdieb gab sich am Schölerberg als Wasserwerk-Mitarbeiter aus

Symbolfoto Klemmbrett
Symbolfoto Klemmbrett

Eine 83-jährige Frau wurde am Montagvormittag gegen 10.30 Uhr in ihrer eigenen Wohnung (Am Riedenbach) bestohlen.

An der Wohnungstür hatte ein Mann geklingelt, der vorgab, die Wasserleitung überprüfen zu müssen, da es einen Schaden in der Straße gegeben habe. Die Seniorin ließ den Mann herein, die Wohnungstür blieb offen. Mit dem angeblichen Handwerker suchte sie das Bad auf und drehte die Wasserhähne auf. Nach kurzer Zeit sagte der Unbekannte, dass alles OK sei und verließ die Wohnung.

Bargeld und Schmuck futsch

Erst später bemerkte die 83-Jährige, das Bargeld und Schmuck entwendet worden waren. Der angebliche Handwerker war 1,70m-1,75m groß und kräftig. Er hatte dunkle Haare, trug eine Jeans und eine dunkle Jacke.

Hinweise zu dem Diebstahl bitte an die Polizei unter 0541 327 2115 oder 0541 327 3203.

Echte Stadtwerke-Mitarbeiter können sich ausweisen

Mitarbeiter der Stadtwerke bzw. der SWO Netz GmbH als der für den Netzbetrieb zuständigen Stadtwerke-Tochtergesellschaft benötigen im Regelfall keinen Zutritt zu Gebäuden. Sollten dennoch Arbeiter im Namen der Stadtwerke oder der SWO Netz GmbH an der Tür klingeln, können diese sich immer ausweisen. Die Bewohner sollten sich unbedingt den Mitarbeiterausweis zeigen lassen, um Trickdieben keine Chance zu geben.

Zur Sicherheit kann die Identität der Stadtwerke- und SWO Netz-Mitarbeiter durch einen Anruf bei der Netzleitstelle unter Telefon 0541 2002-2020 bestätigt werden.

AFP

Raubüberfall auf Bäckereifiliale am Kurt-Schumacher-Damm (Wüste/Weststadt)

Symbolbild Polizei
Symbolfoto: Polizei.

Schreck in der Morgenstunde! Gegen 06.02 Uhr betrat am Montagmorgen ein unbekannter Mann eine Bäckereifiliale am Kurt-Schumacher-Damm. Er forderte die 38-jährige Angestellte in akzentfreiem Deutsch auf, die Kasse zu öffnen und bedrohte sie mit einem Messer.

Mit dem erhaltenen Geld flüchtete er in Richtung der gegenüberliegenden Tankstelle bzw. Am Kirchenkamp.

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Messer-Räuber sieht ungepflegt aus

Der Unbekannte ist zwischen 25 und 30 Jahre alt, ca. 1,70m-1,75m groß und schlank. Er hat braune Augen, ein ungepflegtes Äußeres (blass) und war mit dunklem Kapuzenpulli und blauer Jeans bekleidet.
Hinweise zu dem Raub bitte an die Polizei unter 0541 327 2215 oder 0541 327 3203.

AFP

Alter Schwede: Volvo mit Drogen im Wert von halber Million Euro gestoppt

Drogenfund im Volvo
Foto: Bundespolizei

Beamte der Bundespolizei haben am letzten Wochenende an der deutsch-niederländischen Grenze in zwei Fällen, Drogen mit einem Schwarzmarktwert von zusammen rund 575.000 Euro aus dem Verkehr gezogen. Die Beamten beschlagnahmten rund 2,5 Kilogramm Heroin, 5,3 Kilogramm Kokain und fast 5 Kilogramm Marihuana.

Mit einer Fahrzeugkontrolle, am sehr frühen Sonntagmorgen hatte ein 33-jähriger Schwede wohl nicht gerechnet. Beamten der Bundespolizei gelang ein spektakulärer Fund.

Anspannung machte den Schweden verdächtig

Gegen 03:30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag, reiste der Skandinavier mit seinem Volvo über die BAB 30 aus den Niederlanden in die Bundesrepublik Deutschland ein. Bei der Überprüfung gab der Mann an, er wäre auf der Rückreise von einem Familienbesuch und habe keinerlei Drogen oder andere verbotene Dinge dabei. Widersprüchliche Antworten des 33-Jährigen auf Nachfragen zu seiner Reise und seine zunehmende Anspannung ließen allerdings Zweifel aufkommen, ob der Mann tatsächlich die Wahrheit sagte.

Drogenfund, Bad Bentheim
Foto: Bundespolizei

Darum sahen sich die Bundespolizisten das Auto des Mannes etwas genauer an. Bei der folgenden Durchsuchung wurden die Beamten fündig. In einem Versteck im Fahrzeugraum entdeckten die Beamten zwei Taschen mit Drogen. Darin enthalten waren rund 2,5 Kilogramm Heroin und 5,3 Kilogramm Kokain. Zusammen haben allein diese Drogen einen Straßenverkaufswert von ca. 525.000,- Euro.

Die Drogen wurden beschlagnahmt und der Drogenkurier wurde vorläufig festgenommen und Beamten des Zollfahndungsamtes Essen für weitere Ermittlungen übergeben.

Weiterer Erfolg am Samstagabend

Einige Stunden zuvor, am frühen Samstagabend gegen 18:45 Uhr, stoppten die Beamten an der Autobahn 30 zunächst das Fahrzeug eines 34-jährigen Niederländers.

Weil der Mann angeblich zu einem Besuch in Hamburg unterwegs war, hätten die Beamten im Kofferraum des Fahrzeuges eigentlich persönliches Gepäck des 34-Jährigen erwartet. Statt der zu erwartenden Kleidung und Hygieneartikel befanden sich in einer einzelnen Reisetasche aber annähernd fünf Kilogramm Marihuana mit einem Schwarzmarktwert von rund 50.000,- Euro. Der mutmaßliche Rauschgiftschmuggler wurde vorläufig festgenommen.

 

Am Sonntag wurden die beiden Drogenschmuggler auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einem Haftrichter beim Amtsgericht Nordhorn vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl und beide Männer wurden einer Justizvollzugsanstalt zugeführt.

Die abschließenden Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Essen, am Dienstsitz in Nordhorn geführt.

AFP

Osnabrücker sind produktiv, zahlen wenig Miete und sind überdurchschnittlich jung

Osnabrück Statistik
Grafik anklicken zum Vergrößern.

Das Magazin Der Spiegel beschäftigt sich in seiner aktuellen Printausgabe damit, wie Kommunen erfolgreich sein können. Das alles vor dem Hintergrund, dass Deutschland „gespalten“ ist in Gewinner- und Verlierer-Regionen.

Osnabrück, das früher selbstbewusst mit seiner Mittelmäßigkeit warb – „die Stadt der goldenen Mitte“ – kommt im bundesdeutschen Vergleich ganz gut weg und ist in vielen Aspekten sogar deutlich im oberen Drittel der mehr als 400 verglichenen Regionen vertreten.

Osnabrück ist richtig jung – im Vergleich

Wenn es um das Durchschnittsalter geht, steht Osnabrück auf Platz 25 – rechnet man die Doppelbelegungen beim Durchschnittsalter aus dem Ranking heraus (was der Spiegel – warum auch immer – nicht getan hat) kommt unsere „junge Stadt“ mit einem Durchschnittsalter der Osnabrücker von „nur“ 41,7 Jahren auf Platz 13, den sich die Hasestadt mit Karlsruhe teilt. In einer alternden Gesellschaft und angesichts der Durchschnittswerte in zahlreichen ostdeutschen Kommunen, die alle schon hart an der Grenze zur 50 kratzen, kein schlechtes Ergebnis.

Wohnen an der Hase statt an der Isar: halbe Miete

Und auch die anderen ermittelten Werte zeigen, wie überdurchschnittlich gut es den Osnabrückern geht. Von einer Quadtratmeter-Miete, die an der Hase im Mittel bei 7,06 Euro liegt, können die Münchner nur träumen (15,65 Euro). Dass die bayerische Hauptstadt bei der Bevölkerungsentwicklung auf Platz steht (+20,5 Prozent) macht es angesichts des Wohnungsmangels nicht besser. Osnabrück wuchs zwischen 2000 und 2015 um moderate 11,3 Prozent – die Schlusslichter sind wie immer in Ostdeutschland zu finden, zum Beispiel in Suhl oder im Oberspreewald, wo jeder fünfte dem Osten den Rücken kehrte.

Hier geht es zum aktuellen Mietpreisspiegel für Osnabrück.

Probleme bei der Arbeitslosigkeit – aber sehr produktiv

Manch ein Ossi wird auch in die Friedensstadt gekommen sein, aber auch zahlreiche Zuwanderer aus dem Ausland sorgten wohl für das bevölkerungswachstum in Osnabrück. Mit einem Ausländeranteil von 11,3% ist Osnabrück recht weit oben angesiedelt im Deutschlandvergleich, allerdings ist bei diesem Wert die West- Ost-Spaltung besonders auffällig. Selbst ostdeutsche Metropolen wie Leipzig verzeichnen lediglich einen Ausländeranteil von 2%. Doch während manch eine westdeutsche Kommune sowohl beim Ausländeranteil wie auch bei der Arbeitslosenquote ganz oben rangiert (zum Beispiel Gelsenkirchen: Rang 24 und Rang 1), schafft es Osnabrück immerhin noch auf Platz 78, was für eine Großstadt keine allzu schlechte Platzierung ist. Knapp 8 von 100 erwerbsfähigen Osnabrückern sind arbeitslos gemeldet; bayrische Vorzeigelandkreise wie Erding oder Paffenhofen haben bei der Arbeitslosigkeit hingegen eine 1 vor dem Komma – Vollbeschäftigung am Alpenrand.
Wer aber Arbeit hat, der ist in der Hasestadt auch produktiv. Die Datenjournalisten des Spiegel ermittelten nicht das durchschnittliche Einkommen, sondern lediglich das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das ein Maß für die wirtschaftliche Leistung ist. Bei dieser Kennziffer profitiert Osnabrück ganz erheblich vom produzierenden Gewerbe innerhalb der Stadtgrenzen. Osnabrück ist beim BIP ganz weit vorne dabei und schafft es auf den Rangplatz 51; wobei auch bei diesem Ranking durch einige Doppelplatzierungen der tatsächliche Status von Osnabrück nochmals deutlich weiter oben liegt.

Mehr dazu online bei Spiegel.de und in der Papierausgabe (43/2017) des Spiegel.

AFP

Osnabrücker Gastronomen verkaufen am Samstag die Straßenzeitung „Abseits“

Bereits zum zweiten Mal werden sechs Osnabrücker Gastronomen am Samstag (21.10.2017) die Straßenzeitung „Abseits“ verkaufen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte der Geschmackskomplize Tobias Neumann (Fricke Blöcks und Steakmeisterei), dass es Ziel der Aktion „Raus aus dem Abseits“ ist, etwas zusätzliche Aufmerksamkeit für die Straßenzeitung und ihre Verkäufer zu erzeugen.

Wirte werden die „Abseits“ mit persönlicher Ansprache verkaufen

Anders als sonst üblich beim Verkauf der Straßenzeitung, werden die Wirte am Samstag ab 11 Uhr offensiv auf die Osnabrücker zugehen und im persönlichen Gespräch für die Abseits werben, damit diese auch den Rest des Jahres über fleißig gekauft wird.

Bereits im vergangenen Jahr war die Aktion ein voller Erfolg, auch wenn manch ein Gast, der am Vorabend noch im jeweiligen Lokal bewirtet wurde, vorsichtig nachfragte, ob das jetzt vielleicht ein Zubrot für die Gastronomen sei. Aber das alles ist kein Problem für die freiwilligen Verkäufer, denn auch so kommt man ins Gespräch für die gute Sache.

Diese Wirte machen bei „Raus aus dem Abseits“ mit:

  • Jörg Radloff, Kartoffelhaus
  • Bernd Wagner, Sonnendeck
  • Pedro Stortini, Planeta Sol
  • Pascal Arnout, Warsteiner Treff
  • Luis Benito Hidalgo, Don Luis
  • Tobias Neumann, Steakmeisterei und Fricke Blöcks
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BGH bestätigt Urteil – Ex-Verleger der Osnabrücker Sonntagszeitung muss in Haft

Osnabrücker Sonntagszeitung
Das alte Verlagsbüro bleibt geschlossen.

Die Verurteilung von Norbert Fuhs (63), dem ehemaligen Verleger der Osnabrücker Sonntagszeitung, ist rechtskräftig.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe vervwarf die Revision des Angeklagten und bestätigte die Verurteilung zu sechs Jahren Gesamtfreiheitsstrafe .

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts in Osnabrück hatte den Angeklagten mit Urteil vom 22.11.2016 wegen Betruges in 165 Fällen sowie wegen Insolvenzverschleppung schuldig gesprochen.

Nach seiner Verurteilung zu sechs Jahren Haft, während der Ex-Verleger aus einem selbstgewählten Exil in Tecklenburg vor dem BGH in Revision gegen sein Urteil ging, startete Fuhs im Frühjahr eine Online-Sonntagszeitung, die als Novum für ein digitales Medium mit einem festen Erscheinungstermin jeden Sonntagmorgen erschien.

Am Freitagnachmittag, nach der Urteilsbestätigung durch die Karlsruher Richter, erschien unter dem Datum des kommenden Sonntags auf der Webseite osz-fuhs.de ein knapper Text, der ein späteres Neu-Erscheinen nach einer Neukonzeptionierung offen lässt.

BGH bestätigt Urteil - Ex-Verleger der Osnabrücker Sonntagszeitung muss in Haft
Screenshot osz-fuhs.de vom 20.10.2017

Medienbriefe trotz roter Zahlen der Sonntagszeitung verkauft

Nach durchgeführter Beweisaufnahme stand für die Kammer fest, dass der Angeklagte zwischen Dezember 2009 und Januar 2014 als alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter seiner Verlagsgesellschaft in der von ihm herausgegebenen Sonntagszeitung sogenannte Medienbriefe als sichere Geldanlage mit einer Rendite von 4 bis 6,25 % beworben habe. Auch in den Beratungsgesprächen mit so geworbenen potentiellen Anlegern habe der Angeklagte suggeriert, dass es sich bei dem Kauf der Medienbriefe um eine sichere Geldanlage mit guter Rendite handele, die jederzeit ohne Verlust der Einlage gekündigt werden könne. Darüber, dass es sich bei dem Anlagemodell um eine stille Gesellschaftsbeteiligung mit Totalverlustrisiko gehandelt habe, habe er die Kleinanleger nicht aufgeklärt. Insbesondere habe er die Anleger nicht darüber informiert , dass die Gesellschaft bereits seit 2001 keinen Gewinn mehr erzielt habe.

Anlegern entstand ein Schaden von über 1,6 Millionen Euro

Die Kammer hatte weiter festgestellt, dass die Gesellschaft die Anlegergelder – wie der Angeklagte gewusst habe – dringend benötigte , um eine Insolvenz des Unternehmens abwenden und den Betrieb der Sonntagszeitung aufrechterhalten zu können. Da sich die finanzielle Situation des Unternehmens jedoch nie gebessert habe, habe das Verfahren, in dem auch Vorabzahlungen auf – tatsächlich nicht eingetretene – Gewinne an die Anleger ausgekehrt worden seien, nur durch ein sogenanntes Schneeballsystem aufrechterhalten werden können . Dies sei dadurch erfolgt, dass immer weitere Medienbriefe veräußert und immer neue Anlegergelder generiert worden seien. Im angeklagten Tatzeitraum sei so auf Seiten der Anleger ein Gesamtschaden in Höhe von 1,6 Mio. € entstanden, wobei noch nicht berücksichtigt sei, dass die Anleger als „stille Gesellschafter““ von dem Insolvenzverwalter auf Rückzahlung der gezahlten Vorabvergütung in Anspruch genommen würden.

Der Bundesgerichtshof entschied auf die Revision des Angeklagten, dass das Urteil der Wirtschaftsstrafkammer nicht zu beanstanden ist und keine Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten aufweist. Nach Verwerfung der Revision ist das Strafverfahren nun mehr abgeschlossen. Der Verurteilte muss die Haftstrafe verbüßen.

 

AFP

Ölspur sorgt am Neumarkt für leichte Behinderungen

Ölfleck
Ölfleck, Foto: Anton CC BY 2.0

Da ging auch für die Stadtbusse kurzzeitig nichts mehr auf dem Neumarkt.
Am frühen Freitagmittag kam es auf einem Abschnitt zwischen Johannisstraße bis rauf zum Berliner Platz zu Behinderungen im Busverkehr, da ein Stadtbus Öl verlor.

„Aus Stadtwerke-Sicht können wir von Glück reden, dass der Neumarkt aktuell für den Individualverkehr gesperrt ist“, so Stadtwerkesprecher Marco Hörmeyer im Gespräch mit unserer Redaktion. Ein größeres Verkehrschaos, ausgerechnet am Freitagnachmittag, blieb dadurch aus. Wenn überhaupt, musste der Neumarkt nur kurz gesperrt werden, damit die Polizei feststellen konnte, wie groß die Verschmutzung war.

Was war passiert?

Nach erster Einschätzung der Stadtwerke-Techniker kam es zu einer Leckage an einem Hydraulikschlauch eines Gelenkbusses. Als der Fahrer den Defekt bemerkte, war schon auf mehreren hundert Metern das Öl auf der Fahrbahn verteilt. Im Laufe des Freitagnachmittags wird eine Spezialfirma den Schmierstoff umweltgerecht einfangen und entsorgen, es kann daher zu kleineren Verzögerungen im Busverkehr kommen.

In Absprache mit der Polizei konnte sichergestellt werden, dass der zentrale Platz nicht auch noch für den Busverkehr gesperrt werden muss.

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Foto: Ölfleck, von „Anton“, Lizenz: CC BY 2.0

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KiTa an der Mindener Straße (Osnabrück Schinkel) bekommt eine Fußgängerampel

Ampel für Kita Wasserwerk Osnabrück

Erst im August wurde, nach jahrelangen Forderungen von Elternvertretern einer angrenzenden Kita, an der Mindener Straße ein Tempolimit eingeführt (HASEPOST berichtete) – nun kommt eine Bedarfsampel.

Die Maßnahme, mit der bei ungünstigen Lichtverhältnissen nur schwer zu erkennenden Geschwindigkeitsbegrenzung, war nicht „der Weisheit letzter Schluss“.
Die sichere Überquerung der Mindener Straße in Höhe der integrativen KiTa “Altes Wasserwerk” beschäftigt den Stadtentwicklungsausschuss daher auch weiterhin. Nachdem die Stadtverwaltung die Einrichtung einer Mittelinsel vorgeschlagen hatte, gab es bei bei den Elternvertretern der KiTa große Bedenken bezüglich der Effektivität einer solchen Sicherheitsmaßnahme.

Lokalpolitiker bringen Ampel auf den Weg

Auf Antrag der Gruppe UWG und Piraten beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner Sitzung am Donnerstag mehrheitlich, der künftig die Einrichtung einer bedarfsgesteuerten Fußgängerampel an der Mindener Straße in Höhe Finkenweg vorsieht.

UWG: Gefahrenpunkt wird entschärft

Warum die Ampel für alle Beteiligten die bessere Lösung ist, erläutert Wulf-Siegmar Mierke, Ratsmitglied der UWG: “Eine Mittelinsel zwingt Fußgänger nach wie vor, die Geschwindigkeit der Autos gut einschätzen zu können und Lücken zu finden. Insbesondere beim Überqueren mit Kindern kann dieses zu gefährlichen Fehleinschätzungen führen. Was kann sicherer sein als eine klare Abgrenzung des Verkehrflusses durch ein rotes und ein grünes Licht sein? Gerade auf der Mindener Straße kommt es immer wieder zu Unfällen, in die Fußgänger oder Radfahrer involviert sind. Auch die bereits eingefügte Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h im Bereich der Kita und temporäre Geschwindigkeitsüberwachungen sind unseres Erachtens nicht ausreichen, um den Gefahrenpunkt zu entschärfen. Wir freuen uns daher, dass hier die Vernunft gesiegt hat und die Überquerung für alle zukünftig sicher ist!”

 

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AFP

Ende Legende? Zum (vielleicht) letzten Mal „Castell Revival Party“

Castell Revival Party
Unter Verwendung eines Fotos von Klaus Broermann

Ganz ehrlich, so recht glauben wollen wir es nicht: Diesen Freitag (20.10.2017) steigt zum letzten Mal die Castell Revival Party in den ursprünglichen Kellerräumen Johannisstraße, Ecke Große Rosenstraße, dort wo sonst auf den Tischen getanzt wird.

„Irgendwann muss Schluß sein“, erklärte Party-Organisator und selbst Castell DJ-Legende Chris Schäfer seinen Entschluss es an diesem Freitagabend final krachen zu lassen.

So richtig wollen wir das aber nicht glauben, denn Legenden enden eigentlich nie und vielleicht braucht es bald ein Revival für die Revival-Party?

Party mit alten Freunden!

„Ende Legende“, wäre in den 80er Jahren wohl der passende Ausdruck gewesen, oder auch ein „Tschüssikowsky“.
Bei der Castell Revival Party stehen aber nicht die dummen Sprüche, schrägen Frisuren, Oberlippenbärte und seltsamen modischen Entgleisungen dieser Zeit im Mittelpunkt, sondern die Musik und die Möglichkeit alte Freunde (oft hat das „alt“ hier inzwischen doppelte Wortbedeutung) wiederzutreffen.

Eintritt ab 40 und schon um 21 Uhr

Los geht es zu den damaligen Szene-Zeiten, also ab 21 Uhr(!) und gefeiert wird sicher bis weit über Mitternacht. Karten gibt es an der Abendkasse für 12 Euro – und wer glaubt sich als Kind der 90er Jahre reinschmuggeln zu können, der wird enttäuscht: Kein Zutritt unter 40 Jahren!

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AFP