HASEPOST
 
HASEPOST

Osnabrücker Bauarbeitern wird jetzt auch die Fahrstrecke zu Baustellen bezahlt

Wegezeit (Symbolbild) / Foto: IG BAU | Alireza Khalili
Wegezeit (Symbolbild) / Foto: IG BAU | Alireza Khalili

Zum ersten Mal erhalten Bauarbeiter in Osnabrück eine Entschädigung für die Fahrstrecken zur Baustelle. Sie fahren im Jahr rechnerisch „rund 476 Mal um die Erde“, so die IG BAU.

Im Februar wurden erstmals Arbeitnehmern die gefahrenen Kilometer zu Baustellen entlohnt. „Bislang hat ein Großteil der Bauarbeiter Zeit und Nerven investiert, um zu den Baustellen zu kommen. Und das alles zum Null-Tarif“, sagt Bezirksvorsitzender der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim Friedrich Pfohl.

Baustellenfahrten „echte Zeitfresser“

Immerhin sind die Strecken, die Bauarbeiter auf ihrem Weg zu den Baustellen zurücklegen, enorm. Laut Berechnungen des Pestel-Instituts sind rund 3.040 Bauarbeiter – und damit neun von zehn Beschäftigten der Baubranche – in Osnabrück an 200 Arbeitstagen unterwegs, um zu den Gebäuden, Straßen und Brücken zu kommen, die sie bauen und sanieren sollen. Im Schnitt werden pro Tag 16 Kilometer Arbeitsweg dafür gefahren. „Das Ergebnis macht deutlich, dass die, die auf dem Bau arbeiten, viel Extra-Zeit am Steuer vom Pkw oder im Baubulli verlieren“, betont Carsten Buckhardt, Vorstandsmitglied des IG BAU-Bundesvorstand für die Bauwirtschaft. Die Fahrten zu den Baustellen seien „echte Zeitfresser“. „Rein rechnerisch fahren die Bauarbeiter aus Osnabrück damit rund 476 Mal um die Erde. Klar, mal liegt die Baustelle um die Ecke, oft ist sie aber auch jwd – also ganz weit draußen“, so Pfohl.

Fahrtgeld zwischen 6 und 8 Euro pro Tag

Trotzdem sei es nach Buckhardt ein „hartes Stück Arbeit“ gewesen, die Entschädigung der Wegezeit am Tariftisch durchzusetzen. „Die Arbeitgeber haben sich jahrelang dagegen gesträubt.“ Die Zeiten, in denen Fahrstrecken von Bauarbeitern einfach unter den Teppich gekehrt wurden, seien jetzt allerdings endgültig vorbei: Für die Strecken zwischen dem Betrieb und der Baustelle bekommen Bauarbeiter, die Tag für Tag von zu Hause aus anfahren, jetzt – je nach Kilometern – zwischen 6 und 8 Euro pro Tag. Wer nicht mit dem Baubulli fährt, sondern das eigene Auto nimmt, bekommt weiterhin zusätzlich Kilometergeld. „Auch für Fahrten mit Bussen und Bahnen gibt es eine Erstattung“, erläutert Burckhardt. Wer auf Montage sei und nicht jeden Tag nach Hause fahren könne, bekomme – abhängig von der Strecke – zwischen 18 und 78 Euro pro Woche.

AFP

Julis lehnen Konfrontationskurs der FDP in Ampel ab

Hasepost Breaking
Hasepost Breaking

Foto: Vorstellung des Koalitionsvertrags am 24.11.2021, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Franziska Brandmann, hat die Forderung von FDP-Vize Wolfgang Kubicki nach einem konfrontativeren Kurs der Liberalen in der Ampelkoalition zurückgewiesen. „Dass wir nun erneut eine Landtagswahl verloren haben, mag den einen oder anderen in der FDP dazu einladen, mehr Krawall zu fordern – in mir löst so ein Ergebnis eher Demut aus“, sagte sie dem „Spiegel“.

Zum Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl sagte sie, dass etwas „fundamental schief“ laufe, wenn gerade die Wähler in einer Stadt, in der so viel nicht funktioniere, sich die FDP anscheinend nicht als Problemlöser vorstellen könnten. Die Juli-Chefin forderte ihre Parteifreunde auf, nach der Berlin-Wahl darüber nachzudenken, welche politischen Lösungsvorschläge jeder aktuell in die Partei einbringe und welchen Anteil er an einem lösungsorientierten Auftreten der Partei habe. „Ich erwarte Kompetenz statt Krawall, Selbstreflexion statt Beißreflex – und werde mich auch selbst daran halten“, so Brandmann.

AFP

Dax am Mittag weiter in Gewinnzone – Anleger verhalten optimistisch

Hasepost Breaking
Hasepost Breaking

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Dienstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag etwas deutlicher in den grünen Bereich bewegt. Gegen 12:40 Uhr stand der Index bei 15.455 Punkten und damit weiter 0,4 Prozent über dem Handelsschluss am Vortag.

Anleger warten weiter auf die US-Inflationsdaten. Marktbeobachtern zufolge ist die Stimmung auf dem Parkett verhalten optimistisch. „Für die größte Verunsicherung sorgt die Angst vor einem Anstieg in den Verbraucherpreisen“, sagte Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Anleger wollten stattdessen einen erneuten Rückgang des Kostendrucks vor allem bei der Kernrate sehen, die um Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigt wird.

„Nur dies wäre den derzeitigen Spekulationen auf ein baldiges Ende der restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank zuträglich, alles andere wäre eine große Enttäuschung“, so Stanzl. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0760 US-Dollar (+0,34 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9294 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 85,54 US-Dollar.

Das waren 1,07 Dollar oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

AFP

EU-Parlament billigt Verbrenner-Aus ab 2035

Hasepost Breaking
Hasepost Breaking

Foto: Autobahn, über dts Nachrichtenagentur

Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Das EU-Parlament hat den Weg für das Verbrenner-Aus bei neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ab dem Jahr 2035 frei gemacht. 340 Abgeordnete stimmten am Dienstag in der finalen Abstimmung in Straßburg für das Verbot, zudem gab es 279 Nein-Stimmen und 21 Enthaltungen.

Den Plänen zufolge sollen ab 2035 in der EU keine Pkw mit Verbrennermotoren mehr neu zugelassen werden dürfen. Die mit dem Rat erzielte Einigung umfasst auch Zwischenziele für die Verringerung der Emissionen bis 2030 (55 Prozent für Pkw und 50 Prozent für Lieferwagen gegenüber den Werten von 2021). Zudem ist eine neue Methode zur Bewertung der CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs vorgesehen. Die Einigung enthält auch eine Überprüfungsklausel, wonach die geplanten Maßnahmen im Jahr 2026 erneut geprüft werden sollen. Bereits zugelassene Fahrzeuge sind von dem Verbot nicht betroffen. Auch für gebrauchte Autos ist kein generelles Verkaufsverbot vorgesehen.

AFP

EU-Parlament stimmt für Verbrenner-Verbot ab 2035

Hasepost Breaking
Hasepost Breaking

Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Das EU-Parlament hat den Weg für das Verbrenner-Aus bei neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ab dem Jahr 2035 frei gemacht. In der finalen Abstimmung votierte am Dienstag die Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg für das Verbot.

Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Informationen.

AFP

IW: Indexmieten sind „Nischenprodukt“ auf dem Wohnungsmarkt

Foto: Wohnhäuser, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind sogenannte Indexmieten auf dem deutschen Wohnungsmarkt nur ein „Nischenprodukt“. Nur 2,2 Prozent der Mieter hätten solche an die Inflation gekoppelten Verträge vereinbart, teilte das Institut am Dienstag mit.

Wegen der hohen Inflationsraten hatte es in den letzten Monaten heftige Debatten über die Indexmiete gegeben. Das IW kritisierte jetzt in diesem Zusammenhang, dass zahlreiche Meldungen den Anschein erweckt hätten, dass solche Verträge ein flächendeckendes Phänomen seien. Es habe allerdings noch keine verlässlichen oder amtlichen Zahlen zu den Verträgen gegeben. Aus den neuen IW-Berechnungen ergibt sich, dass 92 Prozent der Mieter einen Standardvertrag abgeschlossen haben, bei dem die allgemeinen Mieterhöhungsregelungen gelten. Die Staffelmiete, bei der Vermieter die Preise zu bestimmten Zeitpunkten um einen festgelegten Betrag erhöhen, betrifft mit drei Prozent ebenfalls einen geringen Anteil der Mieter. Im Neubau, also bei Wohnungen und Häusern, die nach 2020 gebaut wurden, ist der Anteil der Indexmieten etwas höher. In diesem Bereich haben dem Institut zufolge sieben Prozent der Mieter einen solchen Vertrag unterzeichnet und rund elf Prozent (11,1 Prozent) einen Staffelmietvertrag.

AFP

Ungewöhnliches Hobby in Osnabrück: Andreas Grubert stieg mit Mitte 40 noch auf Rollschuhe

Gemeinsam mit seiner Tochter tritt er bei der Rollschuhgala auf. / Foto: Dieter Reinhard
Gemeinsam mit seiner Tochter tritt er bei der Rollschuhgala auf. / Foto: Dieter Reinhard

Am 25. und 26. Februar steht Andreas Grubert auf seinen Rollschuhen das erste Mal auf der großen Bühne. Zur Rollschuhgala im Osnabrücker Sportclub (OSC) verwandelt er sich in die Grinsekatze aus Alice im Wunderland. Doch wie kommt man eigentlich dazu, in einer von Frauen dominierten Sportart mitzumischen?

Obwohl Geschlechterrollen immer mehr aufbrechen, gibt es in vielen Sportvereinen nach wie vor „typische Sportarten“. Jungs und Männer spielen gerne Fußball, tackeln sich beim Football oder steigen beim Boxen in den Ring. Nicht so Andreas Grubert. Der Hasberger schlüpft jeden Samstag in seine Rollschuhe, um mit Sohn und Tochter über das Parkett zu fegen. Für sein Hobby wird er zeitweise belächelt, auch seine Frau ist kein großer Fan. „Fußball ist ein ernster Sport, aber Rollkunstlauf ist in vielen Köpfen nur was für kleine Mädchen“, sagt Grubert. „Dabei ist es etwas Spektakuläres, wenn Männer Eiskunstlauf machen.“

Proben für die Rollschuhgala am 25. und 26. Februar / Foto: Dieter Reinhard
Als Cowboy zwischen den Mädels / Foto: Dieter Reinhard

Von seiner Tochter motiviert

Eigentlich war das Rollschuhlaufen das Hobby seiner damals 9-jährigen Tochter. „Als die Inliner zu klein wurden, mussten wir uns zwischen Rollschuhen und neuen Inlinern entscheiden“, erzählt Grubert. „Auf Inlinern stehen Kinder allerdings immer so x-beinig. Deshalb haben wir uns für Rollschuhe entschieden.“ Als er dann noch das Rollkunstlaufangebot beim OSC entdeckte, wollte seine Tochter das natürlich unbedingt ausprobieren. „Andere Eltern saßen bei der Probe nur da und haben auf ihr Handy gestarrt. Das fand ich doof“, sagt Grubert. „Nach zwei Samstagen habe ich deshalb gefragt, ob ich mitlaufen kann, wenn ich mir eigene Rollschuhe besorge.“ Gesagt, getan: Beim nächsten Mal stand der Familienvater mit seinen eigenen Rollschuhen da. Die Trainerin hatte seine Frage damals für einen Witz gehalten.

Seine Tochter performt als weißes Kaninchen bei der Rollschuhgala. / Foto: Dieter Reinhard
Seine Tochter performt als weißes Kaninchen bei der Rollschuhgala. / Foto: Dieter Reinhard

Grubert läuft jetzt seit knapp fünf Jahren mit seiner Tochter jeden Samstag durch die Halle. Seinen 8-jährigen Sohn konnte er mittlerweile auch überzeugen, denn er will besser als seine Schwester laufen. „Ich wollte nie so ein Vater sein, der vom Rand korrigiert. Ich wollte wissen, was meine Kinder da so leisten müssen“, erklärt der 49-Jährige. Vor allem seine Tochter findet seinen Einsatz toll, manchmal sei ihr ihr Vater aber auch ein bisschen peinlich. „Typisch Teenager“, meint Grubert. Für seinen Sohn musste der Hasberger etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten. Denn der 8-Jährige läuft in einer reinen Mädchenrunde. „Aber wenn er erst einmal läuft, dann macht es ihm Spaß“, weiß der Familienvater.

Andreas Grubert rollt seit rund fünf Jahren über das Parkett. / Foto: Dieter Reinhard
Andreas Grubert rollt seit rund fünf Jahren über das Parkett. / Foto: Dieter Reinhard

Bald vielleicht eine Vätergruppe?

Aber ist es schwierig, in fortgeschrittenem Alter Rollkunstlauf zu lernen? „Als Junge war ich oft in der Eishalle, bin Schlittschuh gelaufen oder war auch da schon auf Rollschuhen unterwegs“, erzählt er. Ganz neu war es für den 49-Jährigen also nicht. Der Unterschied zu seinem jetzigen Hobby: die Figuren. Grubert würde sich mehr Männerverstärkung im Rollschuhgeschäft wünschen. „Eine Vätergruppe fände ich toll“, sagt er. Eigentlich bräuchte man auch nicht viel: Mut, keine Angst hinzufallen, ein wenig Gleichgewicht und ungefähr 200 Euro für das erste Paar Rollschuhe.

Hochkonzentriert, denn bei der Show ist Grubert "im Tunnel". / Foto: Dieter Reinhard
Hochkonzentriert, denn bei der Show ist Grubert „im Tunnel“. / Foto: Dieter Reinhard

Ende Februar ist Grubert dann natürlich in den gemeinsamen Songs zu „Let’s go“ und „Star Wars“ sowie den Performances zu Aladin und Alice im Wunderland zu sehen. Eigentlich sei das Schaulaufen nichts für ihn. „Ich stehe lieber in der zweiten Reihe“, gibt der Rollkunstläufer zu. Aufgeregt sei er nicht. „Eigentlich blendet man das Publikum aus, im Kopf läuft immer wieder das Programm ab.“ Vor dem Aufritt geht es für die Familien möglicherweise noch einmal zum Aasee in Ibbenbüren. Rund um den See ist die Fläche neu asphaltiert und eigne sich somit „wunderbar fürs Rollschuhlaufen“.

AFP

Sneak-Test: Lohnt sich „What’s Love Got to Do with It“?

Sneak
Sneak

Der Montag ist vorbei und das kann nur eines heißen: Die Sneak-Preview in der Hall of Fame, präsentiert von der HASEPOST, ist gelaufen. Doch was gab es für die Osnabrücker Kinobesucher dieses Mal zu sehen und vor allem: Lohnt sich der Film?

Am Montag (13. Februar) lief wieder ein Überraschungsfilm über die große Leinwand. Die Hall of Fame zeigte die Komödie „What’s Love Got to Do with It“. Nach der Überraschungspremiere in dieser läuft der Film ab dem 23. Februar auch im regulären Kino-Programm. Weibliche Fans, die es bis dahin nicht mehr abwarten können, steht bereits einen Tag zuvor eine Vorstellung in der Ladies Night Preview zur Verfügung.

Worum geht’s? Dokumentarfilmerin Zoe (Lily James) ist auf der Suche nach dem Richtigen, doch selbst Dating-Apps können nicht so richtig helfen und fädeln stattdessen lieber Dates mit den Falschen ein. Und dann wäre da noch Zoes chaotische Mutter Cath (Emma Thompson), die die verzweifelte Suche mit schnippischen Kommentaren und Verkupplungsversuchen mit dem Tierarzt, der ihren Hund behandelt, begleitet. Ganz anders läuft die Partnersuche für Zoes Kindheitsfreund und Nachbarn Kaz (Shazad Latif). Seine Partnerwahl übernehmen die Eltern, die ihn mit einer schönen Braut aus Pakistan vermählen wollen. Zoe kann das Konzept des Verheiratens durch die Eltern nicht so wirkilch verstehen, als sie jedoch seine Reise nach London filmt, wo er eine völlig Fremde heiraten soll – mit der er erst ein Gespräch über Skype geführt hat – fragt sie sich, ob sie von diesem anderen Ansatz Liebe zu finden, vielleicht doch noch etwas lernen kann.

Sneaker mit positivem Fazit

Den ersten Sneaker kann der Film schon einmal viel Positives entlocken. Ganze 67 Prozent gaben einen lachenden Smiley als Fazit, nur drei Prozent einen unzufriedenen. Kein „Netflix-Kitsch“, kommentiert Jonas, „sehr guter Film“, ergänzt Jannik. Susanne fands „zwischendurch lustig“, Stefan hingegen kritisierte, dass der Film zu glatt und vorhersehbar gewesen sei. Ab dem 23. Februar können sich Kino-Fans dann selber ein Bild vom Film machen!

Mit Popcorn gaben die Sneaker ihre Bewertung zu „Der Geschmack der kleinen Dinge“ ab. / Foto: Hall of Fame
Mit Popcorn gaben die Sneaker ihre Bewertung zu „Der Geschmack der kleinen Dinge“ ab. / Foto: Hall of Fame

Übrigens: Jeden Montag zeigt die Hall of Fame um 20 Uhr einen Film, der in Deutschland erst ein bis sechs Wochen später startet. Der Clou: Welcher Film gezeigt wird, ist und bleibt eine Überraschung. Mit der Sneak-Preview haben Osnabrückerinnen und Osnabrücker also die einmalige Gelegenheit, neue Produktionen exklusiv vor Kinostart zu sehen. Kostenpunkt: 5,50 Euro online im Vorverkauf, 6 Euro an der Kinokasse.

AFP

Ischinger fordert Klarheit über Ziele des Westens im Ukraine-Krieg

Foto: Frontverlauf in der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, fordert Klarheit über die Ziele der westlichen Staaten im Ukraine-Krieg. Es gebe derzeit keine einheitliche Linie der Nato, sagte Ischinger am Dienstag im RBB-Inforadio.

„Deswegen bin ich der Meinung, brauchen wir eine politisch-strategische Kontaktgruppe, um die westlichen Kriegsziele so klar zu definieren, dass wir alle wissen – gemeinsam wissen – wo es hingeht.“ Er sei nicht sicher, ob alle Nato-Staaten das so sehen: „Wollen wir tatsächlich die Ukraine ermuntern, die Krim militärisch zurückzuerobern? Da gibt es ein weites Spektrum unterschiedlicher Meinungen.“ Der frühere Diplomat sprach sich außerdem dafür aus, beim Thema Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine nichts auszuschließen: „Wir sollten möglichst alles vermeiden, was der russischen Seite zusätzliche Sicherheit für die eigene Planung bietet.“ Er plädierte zudem dafür, „dass man am besten öffentlich zumindest gar nichts ausschließt“.

Ob man dann am Schluss Kampfflugzeuge liefere, oder sich an Lieferungen beteilige, sei eine andere Frage. Fast ein Jahr nach dem Beginn des russischen Angriffs beraten die Nato-Verteidigungsminister am Dienstag in Brüssel über weitere militärische Unterstützung für die Ukraine.

AFP

Experten kritisieren Einsatz von Freiberuflern im Rettungsdienst

Foto: DRK-Helfer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Gesundheitsexperten warnen vor der zunehmenden Beschäftigung von freiberuflichen Honorarkräften im deutschen Rettungsdienst. Honorarkräfte seien „mittlerweile nicht mehr wegzudenken“, sagte Peter Sefrin, langjähriger Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes, dem „Spiegel“.

Für Patienten sei das nicht immer ein gutes Modell. Sefrin, der als Mitentwickler des modernen Rettungsdienstes in Deutschland gilt, kritisiert, dass Honorarkräfte „die speziellen lokalen Verhältnisse“ in einem Gebiet „nicht oder nur ungenügend“ kennen würden. Zudem gebe es je nach Region „erhebliche Variationen der praktischen Versorgung von Patienten“, die der Notfallsanitäter nicht unbedingt kenne. Auch die gesetzlichen Krankenkassen sehen den Einsatz von Freiberuflern in der Notfallrettung kritisch. „Das System der Leiharbeit im Rettungsdienst, das sowohl Notärzte als auch das Rettungsdienstpersonal umfasst, ist kaum transparent“, teilte die AOK Baden-Württemberg dem „Spiegel“ mit. Der Einsatz von Honorarkräften schaffe „keine zusätzlichen Personalressourcen“, sondern führe „lediglich zu einer Umverteilung der insgesamt nur begrenzt zur Verfügung stehenden Fachkräfte“. Ein nachhaltiger Personalaufbau sei das jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil: Es erscheine „mehr als fraglich, ob Leiharbeit die angespannte Personalsituation in den Rettungsdiensteinrichtungen eher entlastet oder möglicherweise sogar noch weiter verschärft“.

Honorarkräfte werden wegen des Fachkräftemangels angeheuert. Vielerorts wäre ohne die Freiberufler eine vorschriftsmäßige Vorhaltung von Einsatzfahrzeugen kaum möglich. Sie werden oft erheblich besser bezahlt als hauptamtliche Mitarbeiter nach Tarifvertrag, wie das Nachrichtenmagazin berichtet. Weil das Arbeitsschutzgesetz für Freiberufler nicht gilt, sind bei Stundenhonoraren zwischen 50 und 70 Euro Jahresgehälter von mehr als 100.000 Euro für Notfallsanitäter möglich, wenn sie ihre Einsatzzeiten entsprechend ausdehnen.

Genaue Zahlen über den Umfang der geleisteten Arbeit bei deutschen Rettungsdiensten gibt es nicht. Marco König, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst, schätzt die Zahl der offenen Stellen im Rettungswesen deutschlandweit auf „eine mindestens hohe vierstellige, eher eine fünfstellige Zahl“.

AFP