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Überreste des Reichtstagsbrandstifters werden untersucht

Foto: Reichstagskuppel bei Sonnenaufgang, über dts Nachrichtenagentur

Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – Knapp 90 Jahre nach dem Brand des Reichstagsgebäudes sollen die sterblichen Überreste des Brandstifters Marinus van der Lubbe untersucht werden. Bereits im Januar sei dazu das Grab auf dem Leipziger Südfriedhof geöffnet worden, berichtet die „Zeit“ unter Berufung auf Angaben des Journalisten und Buchautors Uwe Soukup.

Die Öffnung erfolgte demnach im Auftrag der Paul-Benndorf-Gesellschaft, die sich um die historischen Gräber auf dem Südfriedhof kümmert. In den kommenden Wochen soll das Team des Leipziger Gerichtsmediziners Carsten Babian prüfen, ob sich in den Knochen Spuren einer Vergiftung nachweisen lassen. Beobachter des Schauprozesses vermuteten aufgrund des verwirrten Zustands van der Lubbes schon im Herbst 1933, dass der Angeklagte unter Drogen gesetzt worden war. Der Niederländer gilt vielen bis heute als alleiniger Urheber des Reichstagsbrandes am 27. Februar 1933. Die Nationalsozialisten nutzten den Brand, um Grundrechte außer Kraft zu setzen und politische Gegner zu verfolgen; das Feuer im Reichstag war ein entscheidendes Ereignis auf dem Weg in die NS-Diktatur. Am 10. Januar 1934 wurde der am Tatort verhaftete Anarchist nach einem Prozess in Leipzig hingerichtet. Über die Täterschaft van der Lubbes streiten Historiker seit Jahrzehnten. Diskutiert wird unter anderem, ob er den Reichstag allein angezündet hat oder es Hintermänner, etwa aus der SA, gegeben hat.

AFP

„Wir entlasten Deutschland“-Kampagne kostete sechs Millionen Euro

Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Für die bundesweite Kampagne „Wir entlasten Deutschland“, mit der im Dezember und Januar die fast 300 Milliarden Euro schweren „Entlastungspakete“ beworben wurden, hat die Bundesregierung mehrere Millionen ausgegeben. „Die im Kampagnenbudget maximal veranschlagten Ausgaben betragen rund 6,19 Millionen Euro“, heißt es in der Antwort des Regierungssprechers Steffen Hebestreit auf eine schriftliche Frage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm, über welche die „Welt“ berichtet.

„Die genaue Höhe der Kosten kann erst nach dem Vorliegen der Schlussabrechnung einschließlich der endgültigen Rabatte beziffert werden, was erfahrungsgemäß mindestens einige Monate in Anspruch nimmt.“ Holm übte scharfe Kritik an den hohen Ausgaben für die Informationskampagne. „Es riecht reichlich nach verbranntem Steuergeld. Nichts anderes sind die über sechs Millionen Euro, mit denen die Regierung hier kostspielig die Werbetrommel in eigener Sache rührt“, sagte er der Zeitung. „Angesichts permanenter Sparappelle an die Bürger sollte die Ampel besser mit gutem Beispiel vorangehen und sich ihre millionenschwere Eigen-PR sparen.“

AFP

Überraschung: Leysieffer zieht ab Juli zurück ins ehemalige Stammhaus

Leysieffer zieht in sein neues altes Zuhause. / Foto: Pohlmann
Leysieffer zieht in sein neues altes Zuhause. / Foto: Pohlmann

Nach gut einem Jahr geht es im Juli für das Osnabrücker Traditionsunternehmen Leysieffer zurück ins ehemalige Stammhaus. Die neuen Räumlichkeiten an der Krahnstraße 1 seien einfach zu groß.

Zuletzt wurde das Leysieffer-Stammhaus noch bei eBay-Kleinanzeigen angeboten, jetzt ist ein neuer alter Nachmieter gefunden. Leysieffer geht nach Pressesprecher Heinz-Joachim Schöttes „back to the roots“. Derzeit wird im Gebäude noch renoviert, zum 1. Juli soll es dann in der Krahnstraße 41 wieder weitergehen.

Leysieffer im ehemaligen LaVie / Foto: Pohlmann
Leysieffer im ehemaligen LaVie / Foto: Pohlmann

Anfang 2022 zog Leysieffer in das ehemalige LaVie-Gebäude. Der Neustart nach der ersten Insolvenz sollte dort allerdings nicht gelingen. Im August übernahm der Logistikdienstleister Zeitfracht das Osnabrücker Traditionsunternehmen, das zum zweiten Mal Insolvenz anmelden musste. „Die Flächen, die wir hier jetzt haben, sind etwas zu groß“, erklärt Schöttes. Denn nicht nur das Erdgeschoss, sondern auch die 1. Etage gehört dort zu Leysieffer. „Das fällt dann an der neuen Adresse weg.“ Moderner und offener soll der linke Flügel des Gebäudes nun gestaltet werden. In den ehemaligen Eistraum zieht bereits Ende Mai ein Immobilienbüro ein.

Am derzeitigen Sortiment soll sich an der „neuen“ Adresse nichts ändern. „Wir haben das Sortiment bereits verkleinert und auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten“, so Schöttes. Demnach können sich Osnabrückerinnen und Osnabrücker in der Krahnstraße 41, die jahrzehntelang das Stammhaus des Pralinengeschäftes beherbergte, auf das traditionelle Angebot freuen.

AFP

Mittlerweile bundesweit: In Wallenhorst gegründetes @fire-Team hilft im Katastrophenfall

Das @fire Team im Einsatz in der Türkei. / Foto: @fire

2002 gründete Jan Südmersen mit einigen anderen die nichtstaatliche Hilfsorganisation (NGO) @fire. Nach den Erdbeben in der südlichen Türkei und Nordsyrien brachen 38 Helfende des @fire-Teams aus Wallenhorst in die Katastrophenregion auf. Sie konnten fünf Menschen retten, darunter eine verschüttete Mutter mit ihrer sechsjährigen Tochter.

Vor 20 Jahren wäre ein solcher Großeinsatz für das @fire-Team noch nicht denkbar gewesen. Eine kleine Gruppe Feuerwehrleute gründete die Organisation als Reaktion auf die verheerenden Waldbrände in Europa. Sie empfanden die föderalen Strukturen in Deutschland als Hindernis für schnelle und unkomplizierte Hilfe im Katastrophenfall. „Die ersten drei Jahre waren wir noch auf Waldbrände spezialisiert“, erinnert sich Südmersen. „Unsere Anfänge waren wild! Damals waren wir noch zehn bis zwanzig Personen. Der richtige Einstieg in die Katastrophenhilfe war erst 2004/2005 nach den Tsunamis an den Küsten des indischen Ozeans.“

Zugangsvoraussetzung ist Zeit

Im Landkreis Osnabrück gegründet sind die @fire-Teams heute flächendeckend in ganz Deutschland organisiert. Auch in Österreich, der Schweiz und Italien gibt es freiwillige Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz. Die meisten von ihnen sind Feuerwehrleute oder im Rettungsdienst tätig. Die Qualifikationen der Ehrenamtlichen sind für die Hilfe bei @fire allerdings keine Zugangsvoraussetzung: „Viel wichtiger als Qualifikation ist Zeit. Zeit, sich fortzubilden und zu lernen. Natürlich gilt: ‚Je mehr Qualifikationen desto besser‘, aber man kann auch als Quereinsteiger anfangen.“ Wer beim @fire-Team mithelfen will, durchläuft zuerst eine gründliche Fortbildung und besucht mehrere Seminare. Hier lernt man unter anderem die Grundlagen der Selbstfürsorge im Katastrophenfall: Hygiene und Ernährung. Das Credo lautet „keine Hilfe ohne Selbsthilfe“.

Mittlerweile bundesweit: In Wallenhorst gegründetes @fire-Team hilft im Katastrophenfall
Jan Südmersen im Einsatz / Foto: Privat

Verarbeiten und trotzdem funktionieren

Die Ausrüstung für die Einsätze von @fire ist jederzeit einsatzbereit. In Aluboxen liegen die Einsatzgeräte an einem zentralen Ort und müssen nur noch per Flugzeug in das betroffene Gebiet gebracht werden. Südmersen selbst war schon bei mehreren Einsätzen dabei – unter anderem nach dem Erdbeben in Haiti 2010 und kürzlich in der Türkei. Das Geschehene zu begreifen, zu verarbeiten und trotzdem zu funktionieren, ist nicht leicht, wie der Osnabrücker Feuerwehrmann erklärt: „Nach so einer Katastrophe kann man nicht einfach einen Schnitt machen und die Einsätze sind nie vergleichbar. Im aktuellen Einsatz war ein riesengroßes Gebiet betroffen und der ganze Bereich ist zerstört. Sich durchzubeißen und sich auf das Wesentliche zu fokussieren, ist manchmal schwer.“ Im Einsatzteam können sich die Kräfte austauschen und in einer professionellen Nachbesprechung bekommen sie den Raum, über das Gesehene und Erlebte zu sprechen. „Wir lassen keinen zurück“, fasst Südmersen zusammen.

Guter Wille reicht nicht

Während akuter Katastrophen klingeln die Telefone der @fire-Teams teilweise im Minutentakt. Viele Menschen rufen an und wollen helfen; mitfahren und Leben retten. Der gute Willen dahinter reicht aber leider nicht aus, um in Katastrophengebieten zu helfen. „Die Helferinnen und Helfer brauchen eine entsprechende Ausbildung, gerade um sich nicht selbst zu gefährden. Abläufe und Strukturen sind wichtig, damit wir überhaupt Hilfe leisten können.“ Im Verein engagieren sich heute über 400 Ehrenamtliche in der Trümmerrettung und Vegetationsbrandbekämpfung – und das weltweit. Die Arbeit der Freiwilligen wird über Spenden finanziert. Weitere Infos zum @fire-Team gibt es hier.

AFP

„Osnabrück!“ – Große Befragung zu den Stärken der Stadt gestartet

Aus dem Fragezeichen wird auf den Plakaten in der gesamten Stadt ein Ausrufezeichen. / Foto: Hirsch
Aus dem Fragezeichen wird auf den Plakaten in der gesamten Stadt ein Ausrufezeichen. / Foto: Hirsch

An den Stellen, an denen zuletzt „Osnabrück?“-Plakate hingen, hat sich das Fragezeichen in ein Ausrufezeichen verwandelt. Damit startet am Mittwoch (15. Februar) die stadtweite Umfrage unter Osnabrückerinnen und Osnabrückern. 

Bis zum 13. März können alle, die etwas mit der Stadt Osnabrück verbinden, noch an der Umfrage teilnehmen. Auf Basis von Workshops mit Stakeholder sowie Bürgerinnen und Bürgern ist ein Fragebogen entstanden, der nach den Stärken der Stadt fragt. „Wir sprechen in diesem Prozess bewusst nur über Stärken“, sagt Stadtmarketingchef Alexander Illenseer. Mit den Umfrageergebnissen werde dann der Markenkern erarbeitet – also das, was nach Illenseer im städtischen Schaufenster stehen soll.

Bereits 100 Teilnahmen in wenigen Stunden

„Städte stehen zunehmend untereinander in Konkurrenz“, erklärt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Egal, ob es um Tourismus, Unternehmen oder Fachkräfte geht. „Wir bewerben uns bei den Menschen als Stadt“, meint Pötter. „Wir wollen eine wachsende, junge und dynamische Stadt sein.“ Und gerade deshalb habe sie es so erschrocken, dass nur jeder fünfte Befragte im Brandmeyer Markenmonitor etwas mit Osnabrück verbinden konnte. „Damit haben wir aber auch eine gute Ausgangslage, denn mit Osnabrück wird nichts Negatives verbunden.“

Bis Dienstagmittag haben bereits über 100 Personen an der Umfrage teilgenommen. Für Illenseer ein tolles Zeichen, denn erst seit Mitternacht können Interessierte den Fragebogen ausfüllen. Gute 15 Minuten müssen sich Osnabrückerinnen und Osnabrücker dafür einräumen. 1.000 ausgefüllte Online-Bögen sind nötig, damit die Umfrage auch repräsentativ ist. Aber sowohl Illenseer als auch Agenturchef der Brandmeyer Markenberatung Peter Pirck sind zuversichtlich, dass diese Marke geknackt werden kann. In Bielefeld etwa haben zuletzt 2.800 Teilnehmende an dem Prozess teilgenommen. „Je mehr Menschen teilnehmen, desto wirkungsstärker ist der Prozess“, so Pötter.

Umfrage läuft bis zum 13. März

Die Teilnahme an der Umfrage ist ausschließlich online möglich. Damit aber auch diejenigen teilnehmen können, die keinen Zugriff auf Laptop, Smartphone oder Tablet haben, plant die Marketing Osnabrück GmbH (mO.) auch einen Laptop in der Stadtbibliothek aufzustellen und an zwei Samstagen mit einem Stand in der Osnabrücker Innenstadt zu stehen. Neben Plakaten, Anzeigen und Radiowerbung geht das Stadtmarketing aktiv auf Unternehmen per Mail sowie auf Osnabrücker Haushalte per Post zu. Außerdem wird beim kommenden VfL-Heimspiel zusätzlich die Werbetrommel gerührt.

Erste Maßnahmen sollen planmäßig 2024 umgesetzt werden. „Das ist kein Sprint“, weiß Illenseer, sondern viel eher ein Prozess der nächsten Jahre. Der Markenkern soll dann auch in viele Bereiche wie etwa die Stadtentwicklung strahlen.

Hier geht es zur Umfrage. Die Teilnahme ist noch bis zum 13. März möglich.

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Verdi kündigt Urabstimmung über Post-Streik an

Foto: Postbotin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post lässt die Gewerkschaft Verdi über die Durchführung „unbefristeter Arbeitskampfmaßnahmen“ abstimmen. Die Urabstimmung finde vom 20. Februar bis zum 8. März statt, teilte Verdi am Mittwoch mit.

Konkret soll es dabei um die Ablehnung des von den Arbeitgebern in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegten Angebotes gehen. Sollten mehr als 75 Prozent der Befragten das Angebot ablehnen, werde man unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen einleiten, so die Gewerkschaft. „Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot ist weit von unseren Forderungen entfernt“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. „Die Arbeitgeber waren nicht bereit, die Reallohneinbußen der Beschäftigten auszugleichen.“ Insbesondere die lange Laufzeit von 24 Monaten und die „geringe Entgelterhöhung“ im Jahr 2024, die für die meisten Beschäftigten weniger als zwei Prozent betragen würde, erhöhten das Risiko weiterer Reallohnverluste. „Jetzt liegt es an unseren Mitgliedern, den Arbeitgebern klare Kante zu zeigen und für ihre Interessen einzustehen“, so Kocsis. Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten bei der Post eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.

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Mainzer Bischof kann sich Frau an Spitze eines Bistums vorstellen

Foto: Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur

Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf ist prinzipiell aufgeschlossen für eine Frau an der Spitze eines Bistums. „Ich könnte mir eine Bischöfin Sattler ganz hervorragend vorstellen, wenn das weltkirchlich gut geregelt wäre“, sagte er der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ mit Blick auf die Theologieprofessorin Dorothea Sattler.

Umgekehrt könnte er auch etwas mit seinem Leben anfangen, wenn er nicht Bischof wäre. In der römisch-katholischen Kirche werden bisher nur Männer zu Priestern und Bischöfen geweiht. In „Christ & Welt“ kritisierte Kohlgraf das in ungewöhnlich deutlichen Worten: „Wir verhindern die Verkündigung des Auferstandenen, indem wir uns in der Frauenfrage verkrallen“, so der Bischof. „Die mangelnde Geschlechtergerechtigkeit versperrt den Weg zum Kern unserer Botschaft.“ Das habe er in einem Gespräch auch Papst Franziskus gesagt. Sattler, die Theologieprofessorin an der Universität Münster ist und das Frauenforum im katholischen Reformprozess „Synodaler Weg“ leitet, verlangt die Teilhabe von Frauen an allen Diensten und Ämtern. „Die römisch-katholische Kirche muss sich vor Gott rechtfertigen, wenn sie die Charismen der Frauen nicht für die Verkündigung des Evangeliums einsetzt.“ Zur Frage, ob sie unter anderen Voraussetzungen Bischöfin werden würde, sagte die 62-Jährige, in einer anderen Lebensphase wäre sie offen. „Ich verkündige sehr gerne das Wort Gottes. Und das Zweite Vatikanische Konzil sieht das als primäre Aufgabe der Bischöfe an.“ Kohlgraf versicherte, er werde ohne eine entsprechende Reform nicht einfach Frauen weihen. „Ich setze hier keinen umstürzlerischen oder kirchenspalterischen Akt. Obwohl es diese Erwartung gibt.“

Er sei gehorsam gegenüber Rom, aber sein Gehorsam heiße nicht, nur Sätze nachzubeten.

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Dax bleibt stabil – Anleger warten auf US-Daten

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Mittwoch nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag seine Gewinne gehalten. Gegen 12:30 Uhr stand der Index bei rund 15.440 Punkten und damit 0,3 Prozent über Handelsschluss vom Vortag.

Anleger warten auf die US-Einzelhandelsumsätze am Nachmittag. Sollten diese sich stark erholt haben, kann dies als weiteres Zeichen einer sich erholenden US-Wirtschaft gesehen werden. „Die Abwehrkräfte des Deutschen Aktienindex halten in diesen Tagen scheinbar jedem grassierenden Virus stand“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Entgegen der hartnäckigen Inflation und der weiter steigenden Zinsen bleibe der Dax robust. „Die Stabilität des deutschen Aktienmarktes ist beeindruckend“, so Stanzl. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0721 US-Dollar (-0,13 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9328 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 84,98 US-Dollar, das waren 60 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Hessischer Ministerpräsident lobt SPD-Herausforderin Faeser

Foto: Nancy Faeser, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der hessische Regierungschef Boris Rhein (CDU) hat knapp acht Monate vor der Landtagswahl in Hessen Sympathien für seine Konkurrentin Nancy Faeser von der SPD erkennen lassen. „Ich schätze Frau Faeser sehr“, sagte er dem „Spiegel“.

Faeser und er konkurrierten bei der Landtagswahl im Oktober um das gleiche Amt: „Trotzdem glaube ich, dass es eine gegenseitige Wertschätzung und Sympathie gibt.“ Rhein bestätigte, dass in seinem Büro ein Foto der Bundesinnenministerin steht, die zur Landtagswahl im Oktober als SPD-Spitzenkandidatin gegen ihn antritt. Die Sozialdemokratin habe ihm die Autogrammkarte geschenkt, als sie noch Oppositionsführerin im hessischen Landesparlament gewesen sei und er Landtagspräsident, so der CDU-Politiker. Aus heutiger Sicht habe er wenig Zweifel daran, dass der Wahlkampf zwischen ihm und Faeser „eine faire Auseinandersetzung wird“, sagte der CDU-Politiker. Allerdings äußerte er auch Kritik an der Integrationspolitik seiner Gegenkandidatin und an ihrem Plan, aus dem Berliner Ministeramt heraus die SPD-Spitzenkandidatur in Hessen zu übernehmen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) müsse beurteilen, ob man ein Bundesministerium führen und gleichzeitig Wahlkampf in Hessen machen könne. „Es zeichnet sich doch schon jetzt ab, dass es nicht ganz einfach ist“, sagte Rhein.

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Strack-Zimmermann begrüßt Pistorius-Vorstoß zu Verteidigungsetat

Foto: Boris Pistorius, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Rückendeckung für seinen Vorstoß zum deutschen Wehretat gegeben. „Der Minister hat unsere volle Unterstützung“, sagte Strack-Zimmermann der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

„Aber zuerst sollte er dafür Sorge tragen, dass das Sondervermögen zügig und effektiv abgearbeitet wird“, so die FDP-Politikerin. Pistorius hatte bei der Sitzung der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel die Nato-Vorgabe von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung bei den Verteidigungsausgaben künftig nur noch als Untergrenze bezeichnet.

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