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SPD-Außenexperte Roth sieht „Todesstoß“ für Atomabkommen mit Iran

Foto: Michael Roth, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), sieht das Atomabkommen JCPOA nach Berichten über hoch angereichertes Uran im Iran vor dem Aus. „Das iranische Regime verstößt fortwährend gegen das JCPOA und zeigt, dass es keinerlei Interesse daran hat, sich an geschlossene Vereinbarungen zu halten“, sagte Roth dem „Spiegel“.

Damit versetze Teheran dem Atomabkommen faktisch den „Todesstoß“. Sollte der Iran tatsächlich beim Bau der Atombombe entscheidend vorankommen, gefährde das die Stabilität in einer sowieso schon krisengeschüttelten Region. Umso wichtiger sei es, dass die Bewegung für Freiheit und Demokratie im Iran obsiege. „Wir sollten sie nach Kräften unterstützen“, so Roth. Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) rief die Bundesregierung unterdessen dazu auf, sich für eine Konfrontation mit Teheran zu wappnen. „Deutschland muss sich auf alle Eventualitäten einstellen“, sagte der CDU-Politiker und forderte eine „sehr eng“ abgestimmte Vorgehensweise mit den USA. „Es ist klar, dass die USA eine atomare Bewaffnung verhindern werden. Das ist wegen der sonst unübersehbaren Folgen auch notwendig“, fügte Wadephul mit Blick auf die Rivalitäten im Nahen und Mittleren Osten hinzu. „Saudi-Arabien würde definitiv nachrüsten“, so der Verteidigungspolitiker. Auch der FDP-Außenexperte Ulrich Lechte forderte von Berlin und Brüssel eine neue Linie im Umgang mit dem Mullah-Regime. „Die EU war mir in der Iran-Politik zuletzt viel zu leise und zu zurückhaltend. Ich hoffe auf eine neue Initiative, auch wie wir jenseits des JCPOA mit dem Nuklearprogramm umgehen“, so Lechte. „Die Massenproteste drücken seit Monaten die Unzufriedenheit der Bevölkerung aus“, so der Liberale. Das zeige, dass man Hebel in der Hand habe, um Veränderungen im Iran zu unterstützen. „Aber diese müssen nun schnell und klug genutzt werden.“ Er halte die Anreicherung des Urans auf 84 Prozent nicht für einen technischen Fehler – „sondern für Kalkül der Machthaber des Iran“.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuletzt unter Berufung auf Diplomatenkreise berichtet, die Internationale Atomenergiebehörde habe in Iran auf 84 Prozent angereichertes Uran gefunden. Zum Bau von Atombomben ist auf rund 90 Prozent angereichertes Uran notwendig.

AFP

Enercon hält Pläne zum Ausbau der Erneuerbaren für unrealistisch

Foto: Windräder, über dts Nachrichtenagentur

Aurich (dts Nachrichtenagentur) – Der Windkraft-Hersteller Enercon hält die deutschen Ausbau-Ziele für Erneuerbare Energien für unrealistisch. „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen – insbesondere den langen Genehmigungsverfahren – erscheint es nicht realistisch, dass die politischen Zielvorgaben erreicht werden“, sagte Enercon-Chef Jürgen Zeschky der „Bild“.

Die Installationszahlen befänden sich weiterhin auf niedrigem Niveau: „Mit lediglich 2,1 GW Netto-Zubau lag der Onshore-Ausbau in Deutschland 2022 deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die Zielsetzung der Politik für 2022 lag bei 3 GW.“ Man gehe davon aus, dass es noch bis 2024 dauern werde, bis dies spürbar Wirkung zeige. Auch der Netzausbau müsse in Deutschland deutlich schneller und umfangreicher erfolgen als es derzeit tatsächlich geschieht, sagte Zeschky. Die bisherige Abwehrhaltung im Süden, insbesondere in Bayern, sei bekannt und spiegele sich in sehr niedrigen Installationszahlen dort wider. „Aus unserer Sicht sind die größten Hürden für einen beschleunigten Onshore-Ausbau langwierige Genehmigungsverfahren, Preissteigerungen aufgrund von externen Effekten sowie Zurückhaltung bei Investitionen wegen Inflationssorgen.“ Die EU-Notfallverordnung könne insbesondere nicht die langwierigen Genehmigungsverfahren beschleunigen: „Die Effekte der Maßnahmen kommen bei den Herstellern nur langsam an.“ Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Montag verkündet, dass er mit einem Anstieg des Strombedarfs bis auf 700 bzw. 750 Terawattstunden bis 2030 rechne. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis dahin auf 80 Prozent steigen. Dafür nötig ist eine Verdreifachung des Ausbau-Tempos.

AFP

13. Bürgerdialog Verkehrswende am 1. März im Rathaus Osnabrück

Bald kein Busverkehr mehr auf dem Neumarkt

Die Lokale Agenda 21 lädt am Mittwoch (1. März) zum 13. Bürgerdialog Verkehrswende ein. Thema der Diskussion ist der ÖPNV in Osnabrück.

Unter dem Titel „ÖPNV – fördern oder (kaputt)sparen? Oder: Wann wendet sich der Bürger freiwillig dem Busverkehr in Stadt und Landkreis zu?“ findet am 1. März um 18 Uhr der 13. Bürgerdialog Verkehrswende statt. Neben Bürgerinnen und Bürgern sind auch Mitglieder der Ratsfraktionen zum Austausch im Rathaus eingeladen. Die Hauptfrage ist, wie der Busverkehr in Stadt und Landkreis attraktiver und gleichzeitig effizienter gestaltet werden kann. Die Veranstaltung ist auf zwei Stunden ausgelegt: In der ersten Stunde werden vier Kurzvorträge zu den Themen Klimaschutz und Verkehrsentwicklung, ÖPNV-Angebot, Investitionen in den Busverkehr sowie Finanzierung des selbigen gehalten. Die zweite Stunde ist für die Aussprache unter den Teilnehmenden gedacht.

AFP

Gute Nachricht des Tages: Land Niedersachsen unterstützt auch Osnabrücker Tierheim

Katze im Tierheim (Symbolbild)
Katze im Tierheim (Symbolbild)

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Das Land Niedersachsen hat ein Sofortprogramm für die aufgrund von Energiekrise und Krieg finanziell in Not geratenen Tierheime auf den Weg gebracht. Von März bis Ende Juni können Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen Mittel in Höhe von bis zu 30.000 Euro beantragen. So auch das Osnabrücker Tierheim, für das die Mehrheitsgruppe im Osnabrücker Stadtrat zusätzlichen Investitionsbedarf sieht.

„Die Tierheime stehen erheblich unter Druck. Vor allem die Energie- und Futterkosten sind seit dem Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine massiv gestiegen. Insofern ist die Landesförderung eine wichtige Unterstützung, die Agrarministerin Staudte auf den Weg gebracht hat, um die Versorgung der Tiere zumindest für den Moment sicherzustellen“, sagt die tierschutzpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Dr. Diana Häs. „Uns wurde bereits signalisiert, dass dem Ministerium an einem möglichst unbürokratischen Antragsverfahren gelegen ist. Das ist sicherlich sehr im Interesse der zumeist ehrenamtlichen Vorstände der Trägervereine“, ergänzt Jutta Schäfferling (SPD).

Enorme Kosten für Tierheime

Sie weisen darauf hin, dass nicht nur die Kosten für Energie und Futter, sondern auch die Behandlungs- und Materialkosten deutlich angestiegen seien. „Auch bei der Unterbringung der Tiere geraten die Tierheime an ihre Grenzen, denn immer mehr Besitzer:innen entscheiden sich teilweise auch aus Kostengründen dafür, ihre Tiere, die sie sich oftmals erst in der Corona-Zeit angeschafft haben, wieder abzugeben“, sagt Häs. In Osnabrück wurde zuletzt ein Aufnahmestopp für Katzen verhängt.

Zuletzt hatte sich die Mehrheitsgruppe im Oktober die Situation vor Ort angeschaut und sich ein Bild von den Bedarfen gemacht. „Das Tierheim arbeitet nach eigenen Angaben schon länger nicht mehr kostendeckend, in den letzten beiden Jahren musste die Stiftung immer wieder unterstützen“, erklärt Schäfferling. In der Folge seien die für die Finanzierung der Neubauten des Tierheims eingeplanten Mittel weitgehend weggefallen.

Neubau eines Katzenhauses?

Insbesondere auch durch das Engagement der Stiftung zeichne sich eine positive Entwicklung ab, die man im Interesse der Tiere und des Tierschutzes in Osnabrück konstruktiv begleiten werde. „Aktuell steht der Neubau eines Katzenhauses in der Diskussion. Das ist eine wichtige infrastrukturelle Maßnahme, die auch das zum Teil in die Jahre gekommene Tierheim und die damit verbundenen Möglichkeiten der Unterbringung deutlich verbessern würde“, so Häs. Sobald konkrete Planungs- und Finanzierungskonzepte vorliegen, werde man sich diese in den Fachausschüssen ansehen.

AFP

Verdi droht Bund und Kommunen mit Urabstimmung

Foto: Verdi, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes droht Verdi-Chef Frank Werneke mit einer Urabstimmung. „Nun stehen wir vor einer zweitägigen Verhandlungsrunde und erwarten, dass die öffentlichen Arbeitgeber die zurückliegenden Wochen genutzt haben, um substanzielle Vorschläge für eine Lösung des Tarifkonflikts auszuarbeiten, über die wir verhandeln können“, sagte Werneke der „Rheinischen Post“.

Alles andere wäre „sehr enttäuschend“ und würde eine Ausweitung der Warnstreiks – insbesondere hinsichtlich der zeitlichen Dauer – nach sich ziehen. „Eine Urabstimmung kommt dann in Betracht, wenn die Verhandlungen in der dritten Runde Ende März gescheitert sind.“ Der Verdi-Chef vermutet, dass Bund und Kommunen nun die Inflationsausgleichprämie anbieten. „Welche Angebote die öffentlichen Arbeitgeber in dieser Lohnrunde machen werden, wissen wir nicht. Überraschend wäre der Rückgriff auf die steuerfreie Inflationsausgleichsprämie nicht“, sagte Werneke.

„Aber unser Ziel ist klar: ein Gehaltsplus von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro mehr monatlich. Dauerhaft steigende Preise brauchen auch dauerhaft steigende Löhne – einmalige Prämien wirken nicht nachhaltig.“

AFP

SPD unterstützt Baerbocks Pläne für „feministische Außenpolitik“

Foto: Annalena Baerbock, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD hat die Pläne von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für eine stärkere Ausrichtung der deutschen Außenpolitik an den Belangen von Frauen und Minderheiten begrüßt. „Das finden wir gut und das unterstützen wir“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Nils Schmid, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Wir wissen, dass in vielen Konflikten Frauen nicht nur die Hauptleidtragenden sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Lösung von Konflikten leisten können.“ Zuvor war bekannt geworden, dass Baerbock ein 41-seitiges Papier mit dem Titel „Leitlinien feministischer Außenpolitik“ hat erarbeiten lassen. Es geht um Vorgaben für das Auswärtige Amt, aber auch für die Außenpolitik insgesamt. Geplant ist unter anderem, eine „Botschafterin für feministische Außenpolitik“ zu ernennen. SPD-Politiker Schmid sagte nun den Funke-Zeitungen, die genaue Ausgestaltung des Konzepts müsse man sich anschauen. In der Sache sei das Vorhaben aber völlig unstrittig. „Das Wichtige wird die Umsetzung sein.“

AFP

Umfrage: Mehrheit für Einhaltung der Schuldenbremse ab 2024

Foto: Schuldenuhr, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um die Einhaltung der Schuldenbremse ab 2024 erhält Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Unterstützung durch die Mehrheit der Bevölkerung. In einer Umfrage des Instituts Insa für die „Bild“ sprachen sich 57 Prozent der Befragten für die Einhaltung der Schuldenbremse aus.

27 Prozent sind dagegen. Besonders hoch ist die Zustimmung unter Anhängern der Union, schreibt die Zeitung weiter: Demnach sind 68 Prozent der Wähler von CDU/CSU für die Einhaltung ab 2024 (21 Prozent dagegen). Bei den FDP- und AfD-Anhängern sind es jeweils 64 Prozent (24 Prozent beziehungsweise 19 Prozent dagegen). Unter Wählern von SPD und Grünen sind jeweils 59 Prozent für die Einhaltung ab nächstem Jahr (27 Prozent beziehungsweise 28 Prozent dagegen).

Für die Erhebung befragte Insa vom 17. bis 20. Februar insgesamt 1.002 Wahlberechtigte.

AFP

Die Bagger kommen (mal wieder): Hansastraße wird für 8 Monate zur Baustelle

Hansastraße in Höhe der Wachsbleiche. / Foto: Pohlmann
Hansastraße in Höhe der Wachsbleiche. / Foto: Pohlmann

Auf, zu, auf zu … wer regelmäßig die Hansastraße entlang fährt – immerhin eine Straße im Rang einer Bundesstraße und die Hauptverbindungsachse von Osnabrück in den Nordkreis – bekommt den Eindruck, dass auf dieser wichtigen Straße seit Jahren mehr Baustelle ist als regulärer Verkehr.

Auch wenn seit einigen Monaten die Asphaltdecke geschlossen ist, in einem halben Jahr sollen (mal wieder) die Bagger anrücken.

Im Rahmen der Unterrichtung von Politik und Verwaltung präsentierte ein Vertreter der Stadtwerke am vergangenen Donnerstag (16. Februar) im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (StUA) die für die kommenden Monate geplanten Baumaßnahmen des städtischen Versorgers.

Ganz oben auf der Liste der von den Stadtwerken geplanten Baugruben: die ab kommenden Juli geplante neuerliche Baustelle auf der Hansastraße. Fertigstellung wohl nicht vor Februar 2024.

Enge Abstimmung zwischen Stadt und Stadtwerken im gemeinsamen Baustellenmanagement

Stadtwerke-Sprecher Sebastian Philipp betont auf Nachfrage unserer Redaktion, dass es sich dabei um einen „tagesaktuellen Stand der Planungen“ handelt, „der sich aber freilich noch ändern kann“. Hintergrund der Vorläufigkeit ist, dass es bei der Vielzahl und der Komplexität der Baustellen immer zu Verschiebungen und Änderungen kommen kann. „Dabei spielen verschiedenste Einflüsse eine Rolle: die Witterung, Personalengpässe, eine unerwartete Pandemie, etc. Oft sind Baustellen auch voneinander abhängig beziehungsweise es kann erst mit einer Baumaßnahme begonnen werden, wenn eine andere abgeschlossen wurde, weil sonst die Beeinträchtigung zu groß wäre. All diese Feinheiten werden eng zwischen Stadt und Stadtwerken im gemeinsamen Baustellenmanagement abgestimmt“, so Philipp.

Gleichzeitig wird auch der Fürstenauer Weg wieder aufgerissen

Tatsächlich wurden bei der Vorstellung der Pläne für die Hansastraße im StUA auch Stimmen aus der Politik laut, die Stadtwerke und Stadtverwaltung darum baten, mit den erneuten Bauarbeiten auf der B68 doch erst zu beginnen, wenn der Fürstenauer Weg wieder durchgängig befahrbar ist – auch hier soll in diesem Sommer für mehrere Wochen die Asphaltdecke geöffnet werden. Verwaltung und Stadtwerke wurden beauftragt, eine mögliche Überlappung dieser beiden Baustellen im Vorfeld zu prüfen und auszuschließen.

Bei den geplanten Bauarbeiten an der Hansastraße handelt es sich um den inzwischen dritten Bauabschnitt zwischen Wachsbleiche und vor der Einmündung zur Bramscher Straße (aus stadteinwärtiger Richtung gesehen).
Hier führt die für die Versorgung der Innenstadt wichtige Wassertransportleitung vom Hochbehälter Piesberg in die Innenstadt entlang der Hansastraße – und die soll nun auch auf den letzten noch fehlenden Metern auf den neuesten Stand gebracht werden.

„Lückenschluss“ soll das Ende jahrelanger Arbeiten markieren

„In vorherigen Abschnitten haben wir die Leitung bereits zwischen der Haster Mühle und der Kreuzung Wachsbleiche erneuert. Den Umbau des gesamten Bereichs zwischen Bahnunterführung und Bramscher Straße haben wir 2018 genutzt, um neben Kanalisation etc. auch den Anbindungspunkt dieser Transportleitung herzustellen. Somit müssen wir in diesen Bereich nicht mehr rein. Es fehlt nun quasi nur noch der Lückenschluss zwischen Wachsbleiche bis kurz vor der Einmündung zur Bramscher Straße“, erläutert Stadtwerke-Sprecher Philipp gegenüber unserer Redaktion.

„Die Sperrung wird sich voraussichtlich ähnlich darstellen wie in den vorherigen Abschnitten. Es wird voraussichtlich zur Sperrung einzelner Fahrspuren kommen. Auch diese Maßnahme muss aber mit anderen Baustellen koordiniert werden. Wir befinden uns in Abstimmung mit der Stadt, wann begonnen werden kann. Avisiert ist das 3. Quartal – es kann allerdings noch Verschiebungen geben.“

 

AFP

RKI meldet 15500 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 96,9

Foto: Corona-Teststelle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 15.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 28 Prozent oder 6.132 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche.

Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 103,5 auf heute 96,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 233.500 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 17.200 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 98 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 512 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 73 Todesfällen pro Tag (Vortag: 75).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 167.387. Insgesamt wurden bislang 38,02 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

AFP

Streit zwischen Kommunen und Verdi droht zu eskalieren

Foto: Streik, über dts Nachrichtenagentur

Potsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Niklas Benrath, wirft Verdi-Chef Frank Werneke Eskalation vor. „Wir befinden uns eigentlich in konstruktiven Verhandlungen. Der Fokus wird, wie mit den Gewerkschaften vereinbart, auch auf besonders betroffenen Bereichen liegen. Schon allein deshalb kann ich die Streikaufrufe und die damit nunmehr neue Stufe der Eskalation eines Herrn Werneke nicht nachvollziehen“, sagte Benrath der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Er nannte als Bereiche Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Sparkassen und Versorger. „Die Streikaufrufe entsprechen zum jetzigen Zeitpunkt lediglich der Dramaturgie der Gewerkschaften, dienen der Gewinnung neuer Mitglieder und haben mit der vereinbarten Schrittfolge unserer Verhandlungen nichts zu tun“, so Benrath weiter.

Er ließ offen, ob es am Mittwoch ein erstes Angebot der Arbeitgeber geben wird: „Ob und wann wir ein Angebot abgeben oder ob wir – wie in vielen Tarifrunden in der Vergangenheit – ohne ein formales Angebot zu einer Einigung kommen, hängt vom konkreten Verhandlungsverlauf ab.“ Eine Inflationsprämie kann der VKA-Chef sich vorstellen, weist aber auch auf die Kosten hin: „Inwiefern die Option einer steuerfreien Inflationsausgleichszahlung relevant ist, wird sich im Verhandlungsverlauf zeigen. Aber auch Einmalzahlungen gibt es nicht gratis, sondern sie kosten die kommunalen Arbeitgeber Geld.“ Wichtig sei es, dass ein Tarifabschluss nicht die Leistungsfähigkeit der Kommunen übersteige und die Abgaben-Belastung der Bürger erhöhe.

AFP