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Sparkasse Osnabrück blickt optimistisch in das laufende Jahr

Der Vorstand der Sparkasse Osnabrück: Nancy Plaßmann, Johannes Hartig (Vorsitzender) und André Schüller (vlnr)
Der Vorstand der Sparkasse Osnabrück: Nancy Plaßmann, Johannes Hartig (Vorsitzender) und André Schüller (vlnr) / Foto: Pohlmann

Ein „schwieriges Umfeld“, wenn Banker eine derartige Formulierung für das vergangene Jahr verwenden, dann war es wohl nicht einfach.

Doch trotz zahlreicher Herausforderungen ist die Sparkasse Osnabrück nicht unzufrieden mit dem vergangenen Jahr. Beim Jahrespressegespräch wurde für das Jahr 2022 Bilanz gezogen und auf das laufende Jahr geblickt.

Plötzlich wieder Zinsen für Guthaben: „Wir haben junge Mitarbeiter, die so etwas noch gar nicht kannten“, beschreibt die für das Geschäft mit den Privatkunden zuständige Sparkassen-Vorständin Nancy Plassmann eine der Herausforderungen, auf die sich die mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Osnabrück im vergangenen Jahr einstellen mussten.

Keine Filialschliessungen geplant

Viele Privatkunden der Sparkasse dürfte interessieren, wie es mit „ihrer Filiale“ vor Ort weitergeht. „Wir halten an allen 44 Standorten der Sparkasse Osnabrück fest“, erklärt Plassmann auf Nachfrage unserer Redaktion im jährlichen Pressegespräch.
Und auch wenn die Sparkasse nach Corona einen weiterhin ungebrochenen Trend zum kontakt- und bargeldlosen Zahlen verzeichnet, das Geldautomatennetz von derzeit 100 Automaten in der Region bleibt unangetastet.

Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, ergänzt, dass die Sparkasse Osnabrück mit der Ankündigung, in 2023 ihre Kontoführungspreise im Privatkundengeschäft stabil zu halten ein weiteres positives Signal setzen will.

Sparkasse Osnabrück mit Top-Ergebnis in Niedersachsen

Trotz des schwierigen Umfelds im vergangenen Jahr zeigt sich die Sparkasse Osnabrück mit dem Geschäftsergebnis zufrieden und belegt mit ihrem Ergebnis im Vergleich mit anderen Sparkassen in Niedersachsen einen Spitzenplatz. Bei einer Bilanzsumme von 8,6 Milliarden Euro war sowohl bei den Kundeneinlagen (+7,6 % auf 6,8 Milliarden Euro) als auch im Kreditgeschäft (+6,1 % auf 6,6 Milliarden Euro) ein kräftiges Wachstum zu verzeichnen. Darüber hinaus konnte auch der Wertpapier- und Immobilienbereich Zuwächse erzielen.

Hervorzuheben ist nach Ansicht der Sparkasse insbesondere die Entwicklung der Darlehenszusagen. Mit einem Wert von 1,5 Milliarden Euro hat die Sparkasse Osnabrück die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen sowie die persönlichen Ziele der Privatkunden in der Region ganz erheblich unterstützt. Das Betriebsergebnis vor Bewertung profitierte von dem breiten Wachstum und erreichte einen Wert von 76,4 Millionen Euro. Das daraus resultierende Jahresergebnis in Höhe von 10,5 Millionen Euro wird zur Stärkung des Eigenkapitals und damit als Grundlage für zukünftiges Wachstum verwendet.

2022 fing gut an, doch dann kamen die Herausforderungen

„Das erste Quartal verlief richtig positiv“, beschreibt Vorstand André Schüller das Firmenkundengeschäft des vergangenen Jahres. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine dreht sich die gerade erst nach Corona wieder aufgehellte Stimmung erneut ins Negative.
Allerdings hellte sich die Stimmung im weiteren Jahresverlauf schnell wieder auf. Mit der verbesserten Stimmung bei den Unternehmen der Region stieg dann auch die Nachfrage nach Unternehmenskrediten. „Teils auch um Lagerbestände aufzubauen oder Produktion wieder an den Standort in der Region zurückzuholen„, so Schüller. Auch aktuell sieht Schüller die Unternehmen in der Region gut aufgestellt.

Nachhaltigkeit wird für Firmenkunden immer wichtiger

Zusätzliche Investitionen, bei denen die Sparkasse ihren Unternehmenskunden an der Seite steht, sind durch eine immer stärkere Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten notwendig. Um Unternehmen in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie dabei helfen zu können, sich zukunftsfähig aufzustellen, hat die Sparkasse Osnabrück in 2022 die Gesellschaft Nawisio gegründet. Nawisio unterstützt Firmenkundinnen und -kunden bei der Bewältigung ihrer Nachhaltigkeitsherausforderungen indem sie Expertise, Beratung und eine entsprechende Software kombiniert. „Der Bedarf an Finanzierungen, die Unternehmen in den nächsten Jahren für die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit benötigen werden, wird enorm sein“, so Schüller. „Dabei wollen wir unsere Kundinnen und Kunden aktiv begleiten“.

Sparkasse spendet in der Region und für Erdbebenopfer

Am Freitag (24. Februar 2023) wird sich die Sparkasse Osnabrück an der Friedenskette von Osnabrück nach Münster beteiligen. „Uns geht es immer um mehr als nur um Geld“, betont Sparkassenchef Hartig an dieser Stelle.
Die Sparkasse Osnabrück förderte im vergangenen Jahr mit 3,1 Millionen Euro eine Vielzahl von Projekten in den Bereichen Kultur, Kunst, Sport, Wissenschaft und Soziales und unterstützte damit insgesamt 459 Einrichtungen, Vereine und Schulen. 25.000 Euro flossen kurzfristig an die Aktion Deutschland hilft e.V. um den Erdbebenopfern in der Türkei und Syrien zu helfen.

Titelbild: Der Vorstand der Sparkasse Osnabrück: Nancy Plaßmann, Johannes Hartig (Vorsitzender) und André Schüller (vlnr) / Foto: Pohlmann

AFP

Ab März: Gartenabfallplätze der Stadt Osnabrück öffnen wieder

Gartenabfallplatz (Symbolbild) / Foto: Guss
Gartenabfallplatz (Symbolbild) / Foto: Guss

Ab März öffnen wieder alle 15 Grünsammelplätze der Stadt Osnabrück. Am Mittwoch (1. März) starten die Plätze Bröckerweg (Schölerberg), Gluckstraße (Westerberg), Meller Landstraße (Voxtrup), Paradiesweg (Nahne), Obere Waldstraße (Pye), und Strothmannsweg (Gretesch) in die Gartensaison und sind am ersten Tag zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet.

Die 15 Plätze haben unterschiedliche Wochenöffnungszeiten. Mit der Öffnung der Plätze in die Gartensaison startet auch wieder der Verkauf von städtischem Kompost als Gartendünger. Auf den drei Recyclinghöfen Limberger Straße, Ellerstraße/Knollstraße, St.-Florian-Straße und am Abfallwirtschaftszentrum Piesberg sowie auf den Gartenabfallplätzen Gluckstraße, Eversheide, Hanns-Braun-Straße, Hasewinkel, Hunteburger Weg, Klaus-Stürmer-Straße und Paradiesweg ist der Kompost erhältlich.

Darüber hinaus bietet der OSB auch einen Kompost-Bringservice im Stadtgebiet an. Zu den Transportkosten von 80 Euro kommt die Gebühr für die gewünschte Kompostmenge, Mindestmenge sind fünf Kubikmeter. Geliefert wird per Lkw und ein Abkippen muss möglich sein. Weitere Infos gibt es hier.

AFP

Friedensspieltag am Samstag: VfL Osnabrück zeigt mit Sondertrikot und weiteren Aktionen Solidarität mit der Ukraine

Bremer Brücke (Symbolbild) / Foto: Marc Niemeyer
Bremer Brücke (Symbolbild) / Foto: Marc Niemeyer

Am Freitag (24. Februar) jährt sich der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zum ersten Mal. Mit einem Sondertrikot und verschiedenen weiteren Aktionen bekräftigt der VfL Osnabrück daher bei seinem Heimspiel am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden seine Solidarität mit der Ukraine und ruft den russischen Machthaber Wladimir Putin auf, den Krieg im Sinne des Friedens zu beenden.

Die Mannschaft des VfL wird am Samstag ein symbolträchtiges Zeichen setzen. Die Lila-Weißen laufen in einem Sondertrikot auf, das auf der Brust mit einer Friedenstaube veredelt ist. Das Friedenssymbol ist auch in deine Rückennummern eingearbeitet. Der Klub- und Stadtname auf dem Rücken ist ergänzt um Friedensstadt, so ergibt sich in diesem Jahr des 375. Jubiläums des Westfälischen Friedens der Begriff „Friedensstadt Osnabrück“. Am Freitag wird das Sondertrikot ab 13:00 Uhr im Fanshop an der Brücke sowie im Online-Shop erhältlich sein – solange der Vorrat reicht.

Spende in die Ukraine

Dazu werden im Laufe der nächsten Woche auch die Matchworn- und Matchvorbereiteten-Trikots vom Spiel am Samstag im Online-Shop des VfL versteigert. Ein Teil der Erlöse wird dabei als Spende der Wärmebus-Initiative von Konvoi-Initiator und Organisator Ansgar Frommeyer zugutekommen, der ausgediente Busse restauriert, um sie in der Ukraine als warmen Treffpunkt im Kriegsgebiet anzubieten.

Darüber hinaus wird der VfL wie schon bei den vergangenen Spielen wieder die weißen Tonnen im Stadion aufstellen, in die Fans ihre Mehrwegbecher einwerfen können und damit den Becherpfand für einen guten Zweck spenden. Die Spende wird am Samstag ebenso der Wärmebus-Initiative zugutekommen.

VfL ruft zur Teilnahme an Menschenkette auf

Weiterhin werden kurz vor dem Anpfiff Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Landrätin Anja Kebschull im Stadion sprechen und als wichtige Vertreterinnen der Region Osnabrück ein weiteres Statement für Frieden setzen. Bereits für Freitag haben viele Organisationen und Privatleute zu einer Menschenkette vom Friedenssaal in Münster zum Friedenssaal in Osnabrück aufgerufen. Unter dem Motto „Peace Now“ wollen die Organisatorinnen und Organisatoren ein klares Zeichen für die Solidarität mit der Ukraine und den Frieden setzen. Der VfL ruft alles Fans dazu auf, sich an der Aktion ab 15:00 Uhr zu beteiligen.

AFP

Osnabrücker Boris Pistorius auf Anhieb beliebtester deutscher Politiker

Boris Pistorius
Boris Pistorius

Erst seit rund einem Monat und Amt und schon auf Platz 1: Der aus Osnabrück kommende Verteidigungsminister Boris Pistorius ist laut RTL/ntv-Trendbarometer der beliebteste deutsche Politiker.

Im forsa-Politiker Ranking im Auftrag von RTL/ntv wird regelmäßig ermittelt, bei welchen Politikern die Deutschen ihr Land in guten Händen sehen. Teilnehmende können Werte zwischen 0 („ist überhaupt nicht in guten Händen“) und 100 („ist voll und ganz in guten Händen“) vergeben. Für den Osnabrücker Pistorius, der seit dem 19. Januar das Amt des Verteidigungsministers bekleidet, wurde erstmals ein Wert ermittelt – und direkt steht der 62-Jährige an der Spitze.

Pistorius hängt seine Vorgängerin ab

Mit 53 Vertrauenspunkten liegt Pistorius im Ranking nicht nur fünf Punkte vor seinem ersten Verfolger, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU, sondern auch stolze 28 Punkte über dem Wert, den seine Vorgängerin Christine Lambrecht erzielen konnte. Den letzten Platz auf dem Vertrauens-Treppchen konnten sich derweil punktgleich der ebenfalls in Osnabrück geborene Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mit 45 Punkten sichern. Auf dem vierten Platz folgen gleich drei Politiker von den Grünen mit jeweils 44 Punkten: Winfried Kretschmann, Annalena Baerbock und Robert Habeck.

CDU-Chef Friedrich Merz erreicht derweil 34 Punkte, mit einem Punkt weniger ist Christian Lindner zudem beliebtester FDP-Politiker. Bei den Randparteien genießen Sarah Wagenknecht mit 26 und Alice Weidel mit 13 Punkten das größte Vertrauen.

AFP

Ampel will Lobbyregeln für gemeinnützige Organisationen entschärfen

Foto: DRK-Suchdienst, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ampelparteien wollen die Regeln des Lobbyregisters für gemeinnützige Organisationen entschärfen. Sie sollen von bestimmten Transparenzpflichten befreit werden, berichtet das „Handelsblatt“.

„Es kann nicht Ziel eines Lobbyregisters sein, dass beispielsweise Spenden an das Rote Kreuz für Erdbebenopfer mit Namen und Anschrift des Spenders offengelegt werden müssen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Stephan Thomae, zu den Ampel-Plänen. „Um dieses Problem zu lösen, prüfen wir Möglichkeiten wie etwa eine Ausnahme von der Angabenpflicht für Spenden zu karitativen Zwecken oder die Möglichkeit der Anonymisierung.“ Dringenden Handlungsbedarf sieht auch die SPD. Laut dem Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, befürchten Verbände wie die DLRG oder die Caritas „einen massiven Spendenrückgang, wenn private Spender ihren Namen angeben müssen, der dann im Internet zu lesen ist“.

„Darum beraten wir über Regelungen, die die Anonymität privater Spenden für Wohltätigkeitsorganisationen wahren“, so Fechner. Der Grünen-Abgeordnete Bruno Hönel sprach von „berechtigten und nachvollziehbaren Problemanzeigen“ gemeinnütziger Organisationen. „Die Bedenken nehmen wir ernst und prüfen ergebnisoffen mögliche Regelungen zur Lösung dieser Probleme.“ Die Union lehnt unterdessen die Ampel-Pläne ab.

„Es geht hier nicht um Kleinspenden für karitative Zwecke, sondern um Großspenden von mehr als 20.000 Euro im Jahr, die auch schon mal sechs- oder siebenstellig sein können“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Patrick Schnieder (CDU). In diesem Bereich gebe es ein „erhebliches Transparenzdefizit“. Offenbar gebe es bei der Ampel die „irrige Annahme“, dass Nichtregierungsorganisationen (NGO) per se „gute Lobbyisten“ seien.

AFP

Sondierungen in Berlin gehen weiter – Grüne zurückhaltend

Foto: Grünen-Plakat zur Wiederholungswahl in Berlin am 12.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Fraktionschef der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Werner Graf, hat sich zurückhaltend zu der Frage geäußert, mit wem seine Partei eine Koalition eingehen will. Man habe vor der Wiederholungswahl gesagt, dass man eine Präferenz für die Fortsetzung des Bündnisses mit SPD und Linken habe, das gelte auch nach der Wahl, sagte Graf am Donnerstag im RBB-Inforadio.

Jetzt müsse man sehen, „ob man diese Präferenz zusammen bekommt“ oder ob eine Koalition mit der CDU mehr Schnittmengen habe. Man wolle ausloten, welche Koalitionen für Berlin möglich sind, „und vor allem, welche Koalition Berlin am weitesten voranbringt und mit welcher Koalition wir Berlin am besten klimaneutral umbauen können“, so der Grünen-Fraktionschef. Zum zweiten Sondierungsgespräch zwischen Grünen und CDU am Mittwoch sagte Graf: „Wir haben über Themen und Wohnen tatsächlich auch gesprochen. Aber es sind noch Dissense da, es gab aber auch Lösungen. Tatsächlich ist A 100 und Volksentscheid Enteignung noch nicht gelöst. Da sind im Augenblick noch Diskussionen vor uns.“ Die Grünen treffen sich am Donnerstagvormittag mit SPD und Linken zur zweiten Sondierungsrunde. Laut Graf soll es dabei um die künftige Zusammenarbeit gehen sowie um zentrale Themen wie Verkehr und Wohnungspolitik.

AFP

GdP: Verbot des „Z“-Symbols wird konsequent durchgesetzt

Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, hat angekündigt, dass die Polizei das Verbot des „Z“ als Symbol des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bei Protesten rund um den 24. Februar konsequent durchsetzen werde. „Zum Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine bereitet sich die Polizei auf Versammlungslagen und Autokorsos auf den Straßen der gesamten Republik vor“, sagte Kopelke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Dabei werde insgesamt ein stärkerer Zulauf zu proukrainischen Veranstaltungen als zu prorussischen erwartet. „Ein Aufeinandertreffen beider Seiten wird in jedem Fall hochemotional. Man wird versuchen, lautstark auf die Gegenseite einzuwirken“, sagte Kopelke. In diesem Spannungsfeld stehe die Polizei, um ihrem Auftrag zum Schutz der Versammlungsfreiheit nachzukommen. Ein besonderes Augenmerk werde die Polizei auf Unterkünfte geflüchteter Ukrainer legen müssen, sagte der Gewerkschafts-Chef. „Hier besteht das größte Provokationspotenzial für prorussische Versammlungen. Das erfordert besonderes Fingerspitzengefühl der Versammlungsbehörden.“

AFP

Gewerkschaften kritisieren Vorstoß zu Streikrecht-Begrenzung

Foto: Streik, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Forderung des Arbeitgeberverbandes BDA nach einer gesetzlichen Begrenzung des Streikrechts stößt bei den großen deutschen Gewerkschaften auf heftige Kritik. „In Zeiten von Rekord-Inflationsraten kämpfen Beschäftigte in Deutschland um notwendige und gerechte Lohnerhöhungen“, sagte Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Und da fällt manchen nichts Besseres ein, als darüber zu diskutieren, ihre Grundrechte zu beschneiden?“, so Fahimi. Sie sagte: „Finger weg vom Streikrecht.“ Für den Verdi-Vorsitzenden Frank Werneke kommt der Vorstoß nicht überraschend. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Arbeitgeber und ihre Unterstützer in der Union mit der Forderung kommen, das Streikrecht zu beschneiden“, sagte er dem RND. Die Forderung sei aber so abwegig wie irreführend. „Seit jeher bieten wir in besonders sensiblen Bereichen wie etwa Krankenhäusern oder in der vergangenen Woche an einigen Flughäfen den Abschluss von Notdienstvereinbarungen an, um einen Mindestbetrieb sicherzustellen“, so Werneke. Dort, wo das nicht zustande komme, scheitere es an den Arbeitgebern. „Um das klar zu sagen: Die Möglichkeit zu streiken, ist für abhängig Beschäftigte der einzige Weg, ihre Interessen wirkungsvoll durchzusetzen“, sagte er. „Wird ihnen dieses Recht genommen, verkommen Tarifverhandlungen zu kollektiver Bettelei.“ Das möge aus Perspektive der BDA vielleicht erstrebenswert sein – aus Perspektive der Beschäftigten sei das nicht akzeptabel. „Das Streikrecht hat Verfassungsrang in Deutschland. Es beschneiden zu wollen, ist ein Angriff auf das Grundgesetz. Deshalb: Hände weg vom Streikrecht.“

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Jusos fordern Investitionen in Sicherheit über Bundeswehr hinaus

Foto: Jessica Rosenthal, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Jahr nach Beginn des Kriegs in der Ukraine fordert die Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal Investitionen für Sicherheit über die Bundeswehr hinaus. „Zeitenwende heißt für uns: Auch aber nicht nur aufs Militär schauen“, sagte Rosenthal den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Sicherheit heißt unter anderem auch Verteidigung gegen Cyberangriffe, Entwicklungszusammenarbeit, ein gut aufgestellter Bevölkerungsschutz oder ein gut finanziertes Gesundheitswesen.“ Was es jetzt brauche, seien breite Investitionen in die private wie auch die staatliche Sicherheit. Wer „Zeitenwende“ sage, müsse auch „Zeitenwende“ meinen. „Der brutale und völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Sicherheitsarchitektur Europas pulverisiert“, so die Juso-Chefin.

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Zusammenschluss am Freitag: Knapp 15.000 Anmeldungen für die Osnabrücker Friedenskette

Menschenkette (Symbolbild)
Menschenkette (Symbolbild)

Bisher nehmen 14.824 Menschen an der Veranstaltung der Friedenskette teil, die am 24. Februar zwischen Osnabrück und Münster gebildet wird. Ein Jahr nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine wird nun von den Osnabrückerinnen und Osnabrückern ein Zeichen für Frieden gesetzt.

Auf der Website der Friedenskette können sich künftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch anmelden. 17 von 50 Streckenabschnitte sind bereits belegt, zwischen Lengerich und Ladbergen sowie von dort aus bis zur Stadtgrenze Münster ist noch Bedarf. Auftretende Lücken werden mit bunten Bändern und Schals geschlossen, damit eine Kette entstehen kann. Wegen der aktuellen Wetterlage ist mit Regen zu rechnen.

Kebschull und Pötter dabei

Zum Start der Friedenskette wird Landrätin Anna Kebschull die Stadt-Landkreis-Grenze zwischen Hellern und Hasbergen besuchen. Zusammen mit Oberbürgermeisterin Katharina Pötter schließt Kebschull an der Lengericher Landstraße um 16 Uhr die Landesgrenzen. Vor dem Rathaus werden neben Kindern der Friedensschule Osnabrück auch Schülervertreterin Saskia Brörmann und Schülervertreter Felix Rettig der Berufsschule Marienheim Sutthausen vor Ort sein. Die BBS Marienheim hat sich als erste Schule für die Friedenskette angemeldet und auch via Social Media zur Teilnahme aufgerufen.

Busverbindung zu den Streckenabschnitten

Alle Sonderbusse, die die gewünschten Streckenabschnitte befahren, sind bereits voll belegt. Die Abschnitte in Osnabrück-Hellern, Hasbergen und Natrup-Hagen sind mit Linienbussen erreichbar. Alle 20 Minuten gibt es vom Neumarkt in Osnabrück Busverbindungen – etwa um 14:45 Uhr die Linie 492 vom Bussteig zwei, Ankunft kurz nach 15 Uhr in Hasbergen oder um 14:02 Uhr die Linie X493. Rückfahrten sind ebenfalls im 20-Minuten-Takt möglich.

Musik von Martin Gehrmann und Georg Wiese

Ab 19:30 Uhr findet im Anschluss in der Osnabrücker Friedenskirche an der Klöntrupstraße 6 noch eine gemeinsame Abendveranstaltung statt. Musiker Martin Gehrmann und Georg Wiese haben ihre Teilnahme zugesagt. Außerdem hält Prof. Martin Jung eine Rede zum westfälischen Frieden. Lioba Meyer wird Texte von Erich Maria Remarque lesen und Dr. Carola Meier von Scientists for Future zu den Themen Krieg und Klima sprechen. Geplant sind außerdem Dialogrunden zum persönlichen Austausch und zum Nachklingen der Friedenskette. Auch für die Abendveranstaltung wird um eine Anmeldung gebeten.

AFP