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Netzstation soll schöner werden: Spray-Aktion für Jugendliche in Georgsmarienhütte

Alles startklar für die Sprayaktion an der Realschule. Darüber freuen sich (von links): Sarah Brüggemann (Auszubildende Stadt Georgsmarienhütte), Max Schmidt (Auszubildender Stadtwerke Georgsmarienhütte), Graffiti-Künstler Christian Borchert, die städtische Jugendpflegerin Martina Möllenkamp und die Leiterin der Personal- und Rechtsabteilung bei den Stadtwerken Georgsmarienhütte, Nina Fischer. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte, Niklas Otten
Alles startklar für die Sprayaktion an der Realschule. Darüber freuen sich (von links): Sarah Brüggemann (Auszubildende Stadt Georgsmarienhütte), Max Schmidt (Auszubildender Stadtwerke Georgsmarienhütte), Graffiti-Künstler Christian Borchert, die städtische Jugendpflegerin Martina Möllenkamp und die Leiterin der Personal- und Rechtsabteilung bei den Stadtwerken Georgsmarienhütte, Nina Fischer. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte, Niklas Otten

Die städtische Jugendhilfe Georgsmarienhütte organisiert am 19. und 20. Mai einen Spray-Workshop für Jugendliche. Die Teilnehmenden können gemeinsam den Stromkasten an der Realschule verschönern.

Meistens sind die umgangssprachlich als Stromkästen bezeichneten Einhausungen von Netz- oder Verteilstation weniger schön und recht farblos anzuschauen. So auch die ganz in grün gehaltene Ortsnetzstation der Stadtwerke Georgsmarienhütte an der Realschule. Das soll sich nun ändern: In Kooperation mit der städtischen Jugendpflege bieten die Stadtwerke am 19. und 20. Mai eine zweitägige Sprayaktion zur Verschönerung der Netzstation für Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren an. Anmeldungen dafür sind ab sofort möglich.

Kreativ werden mit einem Profi

Bei der Aktion werden die Jugendlichen von dem professionellen Graffiti-Künstler Christian Borchert unterstützt und angeleitet. Eine konkrete Vorgabe, wie das Motiv aussehen soll, gibt es dabei im Vorfeld nicht. Im Gegenteil: Gemeinsam mit dem Profi sollen die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und das gesamte Projekt von der ersten Idee, über einen Entwurf bis hin zum fertigen Kunstwerk umsetzen. Die Teilnahme an dem Spray-Workshop ist kostenlos. An den beiden Tagen startet die Aktion um 11 Uhr und dauert bis circa 16 Uhr. Treffpunkt ist an der Realschule Georgsmarienhütte am Carl-Stahmer-Weg 16. Eine vorherige Anmeldung bei der Jugendpflegerin der Stadt Georgsmarienhütte, Martina Möllenkamp, ist unter der Rufnummer 05401/ 850 – 273 oder unter martina.moellenkamp@georgsmarienhuette.de erforderlich.

AFP

Arbeitslosigkeit in der Region Osnabrück im April gestiegen – „Leichte Anstiege, aber kein Negativtrend“

Agentur für Arbeit Osnabrück Bushaltestelle
Agentur für Arbeit Osnabrück Bushaltestelle

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk ist im April 2023 um 231 auf jetzt 13.725 gestiegen. Im Vorjahresvergleich waren 1.871 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem März konstant bei 4,5 Prozent. Dieser Wert liegt indes um 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

„Der Arbeitsmarkt in Stadt und Landkreis Osnabrück ist relativ stabil, eine Frühjahrsbelebung ist jedoch ausgeblieben“, kommentiert Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück. „Es haben sich im April etwas mehr Menschen als zuletzt und auch im Vergleich zum Vorjahr arbeitslos gemeldet.“ Vom Verlust des Arbeitsplatzes überdurchschnittlich betroffen gewesen seien weibliche, ältere und ausländische Menschen, beispielsweise im Lebensmittelbereich, in dem es einige saisonal bedingte Entlassungen gegeben habe. Auch aus dem Sektor Verkehr und Logistik, aus kaufmännischen und Verkaufsberufen sowie Reinigungsberufen hatten sich im Vergleich zum Vorjahr mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Fern: „Wir reden hier aber von leichten Anstiegen in einzelnen Branchen. Bezogen auf den gesamten Arbeitsmarkt in der Region sehen wir aber keinen negativen Trend.“

Weiterhin gute Chancen für Bewerber

Auf dem Ausbildungsmarkt erkennt die Expertin weiterhin gute Chancen für Bewerber. 2.008 hatten sich bis April bei der Arbeitsagentur gemeldet, zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Diesen gegenüber standen 3.626 Ausbildungsplatzangebote – ein Rückgang um drei Prozent. Trotz der geringeren Stellenzahl stehen die Chancen für Bewerber immer noch gut. So kamen im April statistisch auf 100 unbesetzte Ausbildungsstellen nur 47 unversorgte Bewerber. Fern: „Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung bietet hervorragende berufliche Perspektiven. Wer sich diesen Weg ins Arbeitsleben vorstellen kann, sollte sich unbedingt zeitnah bei unserer Berufsberatung melden.“

Jobcenter betreuen mehr Menschen aus der Ukraine

Aktuell werden 3.006 Ukrainerinnen und Ukrainer von den beiden Jobcentern in Stadt und Landkreis betreut. Das sind somit 32 mehr als im März und 2.900 mehr als vor einem Jahr. 2.370 Personen aus der Ukraine stehen dem Arbeitsmarkt derzeit grundsätzlich zur Verfügung, sind also arbeitsuchend. Arbeitslos sind darunter 1.116 (März 2023: 1.062).

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, jedoch zum Beispiel derzeit an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, umfasste im April 18.624 Personen – 184 mehr als im Vormonat (plus 1,0 Prozent) und 2.799 mehr als vor einem Jahr (plus 17,7 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag mit 6,1 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert aus dem März.

AFP

Sicherheitsbedenken wegen chinesischer Technik der Bundeswehr

SPD kritisiert Habecks Scham-Aussage zu späten Waffenlieferungen
SPD kritisiert Habecks Scham-Aussage zu späten Waffenlieferungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verteidigungspolitiker der Ampelkoalition und der Opposition haben sich besorgt über den Einsatz von chinesischer IT-Technik in den Kommunikationsinfrastrukturen der Bundeswehr geäußert. So sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dem „Handelsblatt“: „Sollten Komponenten verbaut sein, die die Sicherheit der Bundeswehr und damit der Bundesrepublik in irgendeiner Form tangieren, muss darauf selbstverständlich reagiert werden.“

Die Frage bedürfe nun dringender Klärung. Der Vize-Vorsitzende des Ausschusses, Henning Otte (CDU), verlangt nun von der Ampelregierung „umfassend“ zu klären, wo und welche chinesische IT-Technik in der Kommunikation der Bundeswehr zum Einsatz komme. „Anschließend müssen Bestandteile, die umgehend adäquat ersetzt werden können, ausgetauscht werden“, sagte er dem „Handelsblatt“. Der CDU-Politiker bezeichnete die Kommunikationsinfrastruktur der Truppe als „Schlüsseltechnologie“ und somit als sensiblen Bereich.

„Bei kritischer Infrastruktur muss daher vermieden werden, dass chinesische IT-Technik verbaut wird“, so Otte. Laut Angaben der Bundesregierung werden die Kommunikationsinfrastrukturen der Bundeswehr in der Regel durch Industrieunternehmen im Auftrag der Bundeswehr und nach Maßgabe der geltenden Richtlinien der Cybersicherheitsbehörde des Bundes (BSI) realisiert. „Dabei ist nicht auszuschließen, dass Komponenten chinesischer Hersteller genutzt werden“, heißt es in der Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage der Unions-Bundestagsfraktion, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Der Präsident des Reservistenverbandes, der frühere CDU-Sicherheitspolitiker Patrick Sensburg, warnte vor möglichen Sicherheitslücken durch chinesische IT-Komponenten.

„Zum anderen besteht das Risiko der Lieferabhängigkeit, die uns auch bei Rüstungsgütern von chinesischen Produkten abhängig macht“, so Sensburg. Dies müsse zumindest durch alternative Produkte aus der EU vermieden werden.


Foto: Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Bundesregierung will Ukraine weitere Panzerhaubitzen schicken

Bundeswehrverband begrüßt Umbaupläne für Verteidigungsministerium
Bundeswehrverband begrüßt Umbaupläne für Verteidigungsministerium

Berlin/Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung plant, der Ukraine weitere Panzerhaubitzen aus dem Arsenal der Bundeswehr zur Verfügung zu stellen. Laut eines Berichts von Business Insider sieht das Bundesverteidigungsministerium das als nötig an, weil die 14 bisher an die Ukraine gelieferten Haubitzen durch die intensive Nutzung im Krieg gegen Russland regelmäßig Reparaturen und Ersatzteile benötigen.

Teile der erforderlichen Komponenten können jedoch nicht mehr von der Rüstungsindustrie hergestellt oder geliefert werden. Deshalb sollen die acht Panzerhaubitzen der Bundeswehr aus dem Betrieb genommen werden, um als Ersatzteillager für die Haubitzen in der Ukraine zu dienen. Die Haubitzen sollen ersetzt werden. Das Vertragswerk für den Nachkauf von Panzerhaubitzen sieht laut des Magazins aber nur Käufe nur in 6er-Schritten vor. Daher hatte man intern im Verteidigungsministerium bislang geplant, zusätzlich zu den 14 abgegebenen Haubitzen zwei weitere Waffensysteme außer Dienst zu stellen, um dann vertragskonform alle 16 nachzubestellen. Mit dem geplanten Ausschlachten von acht weiteren Panzerhaubitzen wächst die Lücke bei der Bundeswehr nun jedoch auf 22 Haubitzen an – wodurch das Ministerium nun also vertragsgemäß zusätzlich zu den zehn ohnehin bestellten zwölf weitere Panzerhaubitzen kaufen kann.


Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

AFP

25-Jähriger nach Tod einer Zehnjährigen in Wunsiedel verhaftet

Hintergründe zu Tod von Zehnjähriger in Wunsiedel weiter unklar
Hintergründe zu Tod von Zehnjähriger in Wunsiedel weiter unklar

Wunsiedel (dts Nachrichtenagentur) – Im Fall des Tods einer Zehnjährigen in einer Jugendeinrichtung im oberpfälzischen Wunsiedel hat die Polizei einen 25-Jährigen verhaftet. Gegen ihn wird wegen des Verdachts eines Tötungs- und eines Sexualdeliktes ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Hof am Freitag mit.

Der Mann, der den Tatvorwurf bislang nicht einräumte, sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung hatte zuvor ergeben, dass das Mädchen durch Gewalteinwirkung gegen den Hals gestorben war. Aufgrund der Einbindung weiterer Gutachter bestätigte sich für die Ermittler der Verdacht eines Sexualdeliktes, so die Behörde. Ein Abgleich der gesicherten Spuren hatte dann eine Übereinstimmung mit dem 25-Jährigen ergeben.

Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Bergbaugewerkschaft sieht „viele offene Fragen“ bei Energiewende

Bergbaugewerkschaft sieht "viele offene Fragen" bei Energiewende
Bergbaugewerkschaft sieht "viele offene Fragen" bei Energiewende

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Michael Vassiliadis, sieht bei der Energiewende noch „viele offene Fragen“. Er schätze das Ziel, 80 Prozent des Stroms bis 2030 grün zu beziehen, als „supersportlich“ ein, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus.

Für ihn gebe es aktuell keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Ausbaugeschwindigkeit schnell genug steige. „Was wir allerdings bis dahin werden tun müssen, ist, mit Kohle die Lücken zu füllen.“ Vassiliadis kritisierte vor allem die Grünen, sie hätten sich „in ihren Konzepten festgefahren“. Patrick Graichen, Grünen-Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium, habe schon öffentlich darüber sinniert, dass Teile der energieintensiven deutschen Industrien auch dorthin ziehen könnten, wo die Energie billig ist.

Er warne davor, „industrielle Wertschöpfung“ abzubauen und „uns noch abhängiger von anderen Weltregionen“ zu machen, so der Gewerkschaftsvorsitzende. Vassiliadis macht sich zudem für eine europäische Antwort auf den Inflation Reduction Act (IRA) der US-Regierung stark, „sonst laufen uns die Amerikaner mit ihrem Programm den Rang ab“. Er fordere ein „umfangreiches Investitionsprogramm“. „Mein Vorschlag wäre ein Schulterschluss mit den USA, ein Transatlantikpakt im Klima- und Energiebereich“, so der IGBCE-Chef.

Mit dem IRA haben die USA ein milliardenschweres Investitionsprogramm geschaffen, mit dem erneuerbare Energien und grüne Technologien gefördert werden. Beobachter fürchten eine massive Verlagerung künftiger Investitionen aus Europa in die USA.

Foto: Tagebau Hambach, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Länderdaten deuten auf leicht sinkende Inflation

Wirtschaftsforscher rechnen mit weiterhin hoher Kerninflation
Wirtschaftsforscher rechnen mit weiterhin hoher Kerninflation

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die bundesweite Inflationsrate, für März noch mit 7,4 Prozent berechnet, könnte im April leicht gesunken sein. Darauf deuten erste Zahlen aus den Bundesländern hin.

Am Mittag veröffentlicht das Statistische Bundesamt seine offizielle Schätzung, die meistens Bestand hat. Laut der Länder-Daten sank die Teuerung der Verbraucherpreise in NRW von 6,9 auf 6,7 Prozent, in Baden-Württemberg von 7,8 auf 7,3 Prozent, in Niedersachsen von 7,8 auf 7,5 Prozent und in Hessen 7,1 auf 6,9 Prozent. In Bayern blieb die Inflation allerdings unverändert zum März im April bei 7,2 Prozent. Wie die Länderdaten weiter zeigen, gab es unter anderem deutliche Preissteigerungen zum Vorjahr im Bereich Nahrungsmittel, hier insbesondere bei Molkereiprodukten und Eiern, aber auch Hotels und Restaurants wurden teurer.

Auch die Preise für Strom stiegen im April in vielen Regionen, während Heizöl günstiger war als vor einem Jahr.

Foto: Butter in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Weiterer Schritt in Richtung Normalität: Corona-Hotlines und -Mailadressen von Stadt und Landkreis werden zum 1. Juli abgeschaltet

Telefon (Symbolbild)
Telefon (Symbolbild)

Die Sonderregeln wegen Corona enden nun auch in den Verwaltungen: Bei Landkreis und Stadt Osnabrück ist die eigens eingerichtete Abteilung zur Bewältigung der Corona-Pandemie schon seit dem 15. März offiziell nicht mehr in Betrieb und die Aufgaben werden seitdem wieder im normalen Regelbetrieb erledigt. Nun folgen weitere Abschaltungen und Veränderungen zum 1. Juli.

Im Einzelnen gilt: Die Corona-Hotline mit der Telefonnummer 501 1111 wird zum 1. Juli endgültig abgeschaltet. Die Bürgerinnen und Bürger können die Hotline aber noch bis einschließlich 30. Juni für Fragen nutzen. Viele Funktions-Mailadressen wie beispielsweise kliniken@lkos.de , saisonarbeiter@lkos.de und corona-kita@lkos.de werden ebenfalls zum 1. Juli außer Betrieb genommen und nicht mehr um- oder weitergeleitet.

Zur weiteren Verwendung gibt es dann noch folgende Kontaktmöglichkeiten:

infektionsschutz@lkos.de für Meldungen und Befunde nach dem Infektionsschutzgesetz
verdienstausfall@lkos.de für Fragen und Mitteilungen zum Verdienstausfall
masernschutz@lkos.de für alle Fragen und Mitteilungen zum Thema Impfpflicht bei Masern.

Weiterer Schritt in Richtung Normalität

Der Landkreis und die Stadt Osnabrück betonen, dass auch nach der Abschaltung der Corona-Abteilungen ein umfassendes Angebot zur Bewältigung von Infektionskrankheiten und anderen Gesundheitsproblemen zur Verfügung steht. Die Bevölkerung wird gebeten, sich bei gesundheitlichen Fragen oder Verdachtsfällen weiterhin an ihre Hausärzte oder an das zuständige Gesundheitsamt zu wenden. Die Abschaltung der Corona-Hotline markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg zurück zur Normalität in Stadt und Landkreis Osnabrück.

AFP

Osnabrücker Spürhund Cracker schlägt wieder zu und erschnüffelt Drogen in der Motorhaube

Der Osnabrücker Spürhund Cracker. / Foto: Hauptzollamt Osnabrück.
Der Osnabrücker Spürhund Cracker. / Foto: Hauptzollamt Osnabrück.

Der Osnabrücker Spürhund Cracker hat am Mittwoch (26. April) den richtigen Riecher bewiesen: Er erschnüffelte Drogen im Wert von über 3.500 Euro.

45 Gramm Amphetamin, 20 Gramm Marihuana und einen Joint entdeckten Osnabrücker Zöllner am Mittwoch bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn 30. Die Ermittler überwachten den fließenden Verkehr aus den Niederlanden, als ein in Polen zugelassenes Fahrzeug ihr Interesse weckte. Sie leiteten den Pkw für eine Kontrolle zum Parkplatz Waldseite-Süd.

Versteckt im Motorraum

In der Befragung gab der Reisende an, als Metzger in den Niederlanden gearbeitet zu haben und nun auf dem Rückweg nach Polen zu sein. Die Frage nach mitgeführten Waffen, Betäubungsmitteln oder Bargeld verneinte er. Da der Fahrer äußerst nervös wirkte, entschlossen sich die Ermittler zu einer Intensivkontrolle des Fahrzeuges. Hierbei kam auch Spürhund Cracker zum Einsatz. Er zeigte durch sein Verhalten an, dass sich im Motorraum Betäubungsmittel befanden. Dort entdeckten die Beamten mehrere in Aluminiumfolie eingewickelte Tüten. Beim Öffnen dieser Tütchen kamen 45 Gramm Amphetamin, 20 Gramm Marihuana und ein Joint zum Vorschein, die einen Verkaufswert von etwa 3.600 Euro haben. Die Drogen wurden beschlagnahmt und die Zöllner leiteten gegen den Reisenden ein Strafverfahren ein.

Der Fahrer versteckte die Drogen in der Motorhaube. / Foto: Hauptzollamt Osnabrück
Der Fahrer versteckte die Drogen in der Motorhaube. / Foto: Hauptzollamt Osnabrück
AFP

Ist Osnabrück besser als sein Ruf? Radentscheid stimmt Ergebnis des jüngsten ADFC Fahrradklima-Test nur in Teilen zu

(Symbolbild) Fahrradweg
(Symbolbild) Fahrradweg

Nur die Note „ausreichend“: Beim jüngsten ADFC Fahrradklima-Test hat Osnabrück erneut mit der Note 4,3 abgeschnitten. Der Radentscheid schließt sich dem Ergebnis der Befragung allerdings nur in Teilen an.

Aktivist Matthias John: „Es hakt in Osnabrück immer noch in elementaren Bereichen: Radwege sind zu schmal, es gibt keine effektiven Falschparkerkontrollen und die nötigen Voraussetzungen, um entspannt im Mischverkehr zu fahren, sind nicht gegeben. Das alles führt zu einer entscheidenden Bewertung: Das Sicherheitsgefühl benoten die Befragten mit 5,1. Das ist ein klarer Auftrag für Politik und Verwaltung. Die Menschen müssen sich auf dem Fahrrad wohl fühlen, dann steigen sie auch dauerhaft um. Es gibt sicher viele, die lieber entspannt auf zwei Rädern am Stau vorbeifahren würden, als Teil von ihm zu sein.“

Radentscheid: Radfahrende keine Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse

Allerdings zeigten die besser bewerteten Kategorien wie die Erreichbarkeit des Stadtzentrums oder die Wegweisung für den Radverkehr, dass Osnabrück durchaus das Potenzial zur Fahrradstadt hat, erwidert Aktivist Kevin Lukas Simon. „Anzuerkennen ist auch, dass die Stadt in den letzten Jahren wirklich neue Dinge gewagt hat. Die Protected Bike Lane am Heger-Tor-Wall oder der Radschnellweg nach Belm zeigen uns endlich, wie sicher und komfortabel Radfahren sein kann. Und sie zeigen auch, dass Radfahrer*innen keine Verkehrsteilnehmer*innen zweiter Klasse sind, die sich mit dem zufriedengeben müssen, was übrigbleibt.“ Zudem trage das gerade eröffnete Fahrradparkhaus dem Fahrrad als wichtigem Teil des Umweltverbundes Rechnung. Und mit der Umwandlung von Parkstreifen in Radwege mache Osnabrück einen weiteren großen Schritt. „Hier würden wir uns allerdings noch mehr Tempo wünschen.“

Klimatest als Möglichkeit zum Frust ablassen?

Aktivist Christoph Drepper ergänzt: „Es bleibt die Frage, wie repräsentativ die Umfrage ist. Wir vermuten, dass grundsätzlich eher Menschen, die unzufrieden sind, an solchen Klimatests teilnehmen.“ Der Anreiz, Frust abzulassen, sei groß und die Durchschnittsnote fällt dementsprechend schwach aus. „Objektiv betrachtet würden wir Osnabrück eine ausreichende Note geben.“ Ausruhen könne man sich aber auch darauf nicht. „Gerade beim Ausbau sicherer Radwege und der Umwidmung von Verkehrsflächen muss noch viel mehr Tempo gemacht werden. Mehr als 10.000 Unterschriften im letzten Jahr zeigen, dass auch die Osnabrücker*innen mehr Fahrrad wagen wollen. Als Radentscheid setzen wir uns weiterhin dafür ein und arbeiten auch gerne mit der Stadt zusammen.“

AFP