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Bürgermeister von Çanakkale erhält mit Justus-Möser-Medaille die höchste Auszeichnung Osnabrücks

Katharina Pötter überreicht Ülgür Gökhan die Justus-Möser-Medaille. / Foto: Stadt Çanakkale, Burhan Mert Balcı
Katharina Pötter überreicht Ülgür Gökhan die Justus-Möser-Medaille. / Foto: Burhan Mert Balcı

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter hat in der vergangenen Woche dem Bürgermeister der türkischen Partnerstadt Çanakkale, Ülgür Gökhan, die Justus-Möser-Medaille der Stadt Osnabrück überreicht. Die feierliche Übergabe fand während einer Delegationsreise in die Partnerstadt statt. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Osnabrück nahmen am traditionellen Trojafest teil, das in etwa mit der Osnabrücker Maiwoche vergleichbar ist.

Der Rat der Stadt hatte bereits im November 2020 einstimmig beschlossen, Bürgermeister Gökhan für sein Wirken im Sinne des Osnabrückers Justus Möser (1720–1794) auszuzeichnen. Eigentlich wollte der Geehrte auf Einladung des damaligen Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert nach Osnabrück kommen, um die Auszeichnung am Handgiftentag 2021 entgegenzunehmen. Doch die Corona-Pandemie vereitelte diesen Plan.

Viele Eindrücke aus Çanakkale

„Ich freue mich, dass mein geschätzter Amtskollege die Möser-Medaille nun endlich entgegennehmen konnte“, sagt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. „Wir sind mit vielen unvergesslichen Eindrücken aus unserer Partnerstadt zurückgekehrt.“ Vor allem der Besuch der Ruinen des historischen Troja habe sie tief beeindruckt. „Vor allem aber durften wir in Çanakkale die sprichwörtliche türkische Gastfreundschaft genießen. Ich kann jeder Osnabrückerin und jedem Osnabrücker nur empfehlen, unsere schöne und lebendige Partnerstadt selbst zu besuchen. Ich kann ihnen versichern, dass Sie nicht enttäuscht sein werden.“

Hoher Einsatz für demokratische Werte

Die Auszeichnung des am 1. April 1950 in Çanakkale geborenen Ülgür Gökhan erfolgte aufgrund der vielfältigen Verdienste, die sich der Geehrte in seiner langjährigen politischen Tätigkeit, insbesondere als Bürgermeister von Çanakkale, erworben hat. Besonders gewürdigt wird sein Verantwortungsbewusstsein für die ihm anvertrauten Menschen, für Frieden, Meinungsvielfalt und Verständnis für unterschiedliche politische, kulturelle und ethnische Strukturen sowie die Akzeptanz Andersdenkender. Hinzu kommen sein Einsatz für demokratische Werte sowie seine großen Verdienste um den langjährigen interkulturellen Austausch und die Stärkung der Beziehungen zwischen Osnabrück und Çanakkale.

Großer Besuch aus Osnabrück

Ülgür Gökhan ist seit 2002 Bürgermeister der Partnerstadt. Er gehört der sozialdemokratischen Partei CHP an (Cumhuriyet Halk Partisi, übersetzt: Republikanische Volkspartei). An der Delegationsreise unter der Leitung von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter nahmen aus dem Rat der Stadt außerdem Volker Bajus und Christiane Balks-Lehmann (Grüne/Volt), Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann (CDU), Heiko Schlatermund und Volker Witte (SPD) sowie Nicole Emektas (Die Linke/Kalla Wefel) teil. Die Justus-Möser-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Osnabrück vergibt. Zu den Preisträgern gehören Persönlichkeiten wie Theodor Heuss, Erich Maria Remarque, Hans Calmeyer oder Friedrich Vordemberge-Gildewart.

AFP

Baerbock in Abu Dhabi festgehalten – Unklarheit über Weiterreise besteht

Baerbock verteidigt langsames Tempo bei Sanktionen
Baerbock verteidigt langsames Tempo bei Sanktionen

Die Außenministerin Annalena Baerbock ist aufgrund einer Flugzeugpanne in Abu Dhabi gestrandet und die weitere Reiseplanung nach Australien ist derzeit ungewiss.

Ungeklärte Flugzeugpanne

Nach einer notwendigen Zwischenlandung in Abu Dhabi musste das Flugzeug der Außenministerin, ein A340, aus Sicherheitsgründen kurz nach dem Start wieder umkehren. Die technische Störung, die dazu führte, dass die Flügelklappen nicht korrekt eingefahren werden konnten, ist noch unklar. „Ich kann nur sagen, dass das am Boden sehr schwer reproduzierbar ist und wir unternehmen alles, dass wir die Ursache finden“, erklärte eine Regierungssprecherin. Techniker sind vor Ort und überprüfen die Situation.

Unsicherheit über Weiterreise

Der genaue Zeitpunkt für die Weiterreise der Grünen-Politikerin nach Australien steht noch nicht fest. „Optionen für die weitere Reiseplanung“ würden derzeit geprüft und geklärt, so die Regierungssprecherin. Baerbock war zum Zeitpunkt der Panne auf dem Weg zu einer einwöchigen Reise nach Australien, Neuseeland und Fidschi.

AFP

Zwölf deutsche Filme schaffen es auf die Oscar-Shortlist

Regisseur Brandon Cronenberg bevorzugt praktische Splatter-Effekte
Regisseur Brandon Cronenberg bevorzugt praktische Splatter-Effekte

Die Shortlist für den deutschen Beitrag zur Oscarverleihung 2024 steht fest, mit zwölf Filmen im Rennen. Die endgültige Auswahl durch eine unabhängige Fachjury findet Ende August statt.

Zwölf Filme auf der Shortlist

German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, hat die Shortlist für die Filme veröffentlicht, die von Deutschland als Beitrag für die Oscarverleihung 2024 eingereicht werden können. Insgesamt sind zwölf Filme im Rennen, darunter „Anselm – Das Rauschen der Zeit“ von Wim Wenders, „Das Lehrerzimmer“ von Ilker Çatak und „Die Theorie von Allem“ von Timm Kröger. Des Weiteren sind auch „Ein ganzes Leben“ von Hans Steinbichler, „Eine Frau“ von Jeanine Meerapfel und „Elaha“ von Milena Aboyan nominiert. Mit „Orphea in Love“ von Axel Ranisch, „Roter Himmel“ von Christian Petzold, „Sisi & Ich“ von Frauke Finsterwalder, „The Ordinaries“ von Sophie Linnenbaum, „Was man von hier aus sehen kann“ von Aron Lehmann sowie „Wochenendrebellen“ von Marc Rothemund runden die Auswahl ab.

Entscheidungsprozess und Oscar-Nominierungen

Die Auswahl des deutschen Beitrags für die Oscar-Kategorie „Bester Internationaler Film“ wird durch eine unabhängige Fachjury am 22. und 23. August 2023 in München getroffen. Ob einer der zwölf deutschen Beiträge es auf die 15 Titel umfassende Oscar-Shortlist schafft, wird am 21. Dezember bekannt gegeben. Die Oscar-Nominierungen selbst werden am 23. Januar 2024 verkündet.

Oscar-Verleihung und mögliche Verschiebung

Die Oscar-Verleihung ist für den 10. März 2024 angesetzt. Allerdings könnte es aufgrund der derzeitigen Streiks in Hollywood zu einer Verschiebung kommen.

AFP

Ernst betrachtet Beitritt zur Wagenknecht-Partei als realistische Möglichkeit

Der Linken-Politiker Klaus Ernst sieht einen Beitritt in eine mögliche neue Partei von Sahra Wagenknecht als „realistische Option“ angesichts der Veränderungen innerhalb der Linkspartei, die er als Weg hin zu einer radikalen Ökopartei beschreibt.

 

Kritik an Parteivorstand und möglicher Parteiaustritt

Ernst kritisiert gegenüber dem Magazin Cicero den Parteivorstand der Linken scharf und wirft ihm vor, „einen Teil der Mitglieder aus der Partei drängen“ zu wollen. Diese Kritik bezieht sich vor allem auf Mitglieder, die mit der Veränderung der Partei hin zu einer „ökoradikalen Umweltpartei“ unzufrieden sind. Besonders scharf ist seine Kritik am parteiinternen Umgang mit Sahra Wagenknecht: „Wer behauptet, Wagenknecht sei eine ‚Nationalistin‘, hat politisch irgendwo nicht aufgepasst, was sich gerade abspielt bei uns im Land“.

Politische Ausrichtung einer neuen Linkspartei

Ernst sieht eine neue linke Kraft als zentrales Gegenmittel zum Umfragehoch der AfD. Diese Partei müsse unter anderem eine „ganz klare friedenspolitische Ausrichtung, keine Waffenexporte in Krisengebiete, eine Außenpolitik des Miteinanders und nicht der Verschärfung von Konflikten“ haben. Ebenso plädiert er für eine Sozialpolitik, die die „Frage der Spaltung der Gesellschaft, der Löhne, der unzureichenden Renten, die Frage der Arbeitsbedingungen“ in den Mittelpunkt stellt.

Ernsts Zukunft innerhalb der Linken ungewiss

Laut Ernst könnten die Aussagen Wagenknechts in den vergangenen zwei Jahren die „Programmpunkte“ einer solchen Partei sein. Er selbst kann sich gut vorstellen, die Linke zu verlassen und sich einer möglichen Wagenknecht-Partei anzuschließen: „Wenn sich Sahra Wagenknecht dazu entscheidet, eine solche Partei ins Leben zu rufen – sie sagt ja, sie will das bis Ende des Jahres machen – wäre es für mich durchaus eine realistische Option, mitzumachen.“

AFP

Gute Nachricht des Tages: Erstklässler aus Osnabrück gestalten Elternfahrscheine für Schulanfänger

Die Gewinnerklasse der Grundschule Wellingholzhausen. / Foto: Verkehrsgemeinschaft Osnabrück
Die Gewinnerklasse der Grundschule Wellingholzhausen. / Foto: Verkehrsgemeinschaft Osnabrück

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Jährlich gestalten die Erstklässler der Grundschulen in Stadt und Landkreis Osnabrück unter Vorgabe eines Leitmottos die Elternfahrscheine für ihre Nachfolger, der sogenannten i-Männchen. Mit den Elternfahrscheinen dürfen Schulanfänger ihre Eltern in der ersten Schulwoche (17. bis 25. August) kostenlos auf dem Schulweg im Bus mitnehmen.

101 erste Klassen aus 48 Schulen nahmen am diesjährigen Malwettbewerb der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) zur Gestaltung der Elternfahrscheine teil, insgesamt 1.656 Bilder wurden eingereicht. In diesem Jahr lautete das Motto „Wie und wo verbringt VOS-Maskottchen Haltelinchen am liebsten ihre Freizeit?“. Der Fantasie der Kinder waren dabei keine Grenzen gesetzt. Besonders beliebt waren Themen wie Schwimmbäder, Ausflüge in den Zoo und der VfL. Nun haben sechs Erstklässler gewonnen: Ihre Bildmotive zieren die Fahrscheine für die Eltern ihrer Nachfolger, der i-Männchen.

Sechs Gewinnerklassen

Die Motive der Fahrscheine variieren je VOS-Teilgemeinschaft. So gratuliert die VOS der Grundschule Ueffeln (VOS Nord), der Grundschule Dissen (VOS Süd), der Grundschule Wellingholzhausen (VOS Ost), der Katharinaschule Wallenhorst (VOS Wallenhorst), der Erich-Kästner-Grundschule Bohmte (VOS NordOst) sowie der Rosenplatzschule (Stadtgebiet Osnabrück) zum diesjährigen Gewinn. Die VOS spendiert den sechs Gewinnerklassen traditionsgemäß einen Tagesausflug in den Osnabrücker Zoo inklusive einer Führung vor Ort.

Elternbegleitaktion vom 17. bis 25. August

Die kunstvollen Fahrscheine sind für die Eltern der neuen Erstklässler des Sommers 2023 bestimmt. „In der ersten Schulwoche vom 17. bis 25. August können sie ihre Schützlinge dadurch kostenlos im Bus von und zur Schule begleiten“, erklärt Andrea Haspecker aus der VOS-Geschäftsstelle. „Die Aktion hat bereits in den vergangenen Jahren sehr viel Zuspruch erfahren.“ Die Fahrscheine für die kostenfreie Hin- und Rückfahrt in den Bussen erhalten die Eltern spätestens am Einschulungstag in ihrer entsprechenden Grundschule. Zusätzlich bekommen die Kinder noch ein kleines Begrüßungsgeschenk.

AFP

Bundesregierung erkennt kaum Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung

Erzeugerpreise für Dienstleistungen steigen weniger stark
Erzeugerpreise für Dienstleistungen steigen weniger stark

Die Bundesregierung zeigt sich in ihrem Monatsbericht für August besorgt über die aktuelle wirtschaftliche Situation in Deutschland, trotz einiger positiver Indikatoren.

Wirtschaftliche Belebung bleibt aus

Im Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums wird ein eher düsteres Bild der aktuellen wirtschaftlichen Lage gezeichnet. „Aktuelle Frühindikatoren wie Auftragseingänge und Geschäftsklima, aber auch die verhaltende Entwicklung der Weltkonjunktur, deuten vorerst nicht auf eine nachhaltige wirtschaftliche Belebung in Deutschland hin“, so das Ministerium. Eine konjunkturelle Erholung, die nach der etwas weniger ausgeprägten rückläufigen Entwicklung der deutschen Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2022/23 erwartet wurde, habe sich auch im Frühsommer noch nicht eingestellt.

Erste Lichtblicke

Trotz der insgesamt pessimistischen Einschätzung gibt es auch positive Entwicklungen. „Binnenwirtschaftlich zeigen sich mit der erwarteten vorsichtigen Belebung des privaten Konsums, der Dienstleistungen wie auch der Investitionsentwicklung erste Lichtblicke, die sich im weiteren Jahresverlauf festigen dürften“, so das Ministerium.

Hindernisse für die Erholung

Allerdings werden diese positiven Entwicklungen durch verschiedene Faktoren gedämpft. Die noch schwache außenwirtschaftliche Nachfrage, die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, die nach wie vor hohen Preissteigerungsraten wie auch die zunehmend spürbaren Auswirkungen der geldpolitischen Straffungen hindern eine kräftigere wirtschaftliche Erholung. Zudem seien die kräftig angestiegenen Auftragseingänge im Juni mit einem Plus von sieben Prozent vor allem auf volatile Großaufträge zurückzuführen. „Ohne Großaufträge bleiben die Auftragseingänge abwärtsgerichtet“, so das Ministerium.

AFP

Anstieg der Gewaltdelikte an Schulen in Sachsen-Anhalt alarmierend

Immer mehr Deutsche wollen Informatik als Pflichtfach
Immer mehr Deutsche wollen Informatik als Pflichtfach

Gewaltdelikte an Schulen in Sachsen-Anhalt haben sich im vergangenen Jahr verdreifacht – eine Entwicklung, die Experten und Verantwortliche als besorgniserregend einstufen und die nach mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung durch Politik und Schulbehörden verlangt.

Anstieg der Gewaltdelikte

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete unter Berufung auf die Antwort des Landesbildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Thomas Lippmann (Linke), dass sich die Zahl der Vorfälle auf 220 Gewaltereignisse verdreifacht hat. „Die Entwicklungen der letzten Jahre – insbesondere auch in und nach der Pandemie – ist besorgniserregend und müssen deutlich mehr Beachtung und Unterstützung durch die Politik und die Schulbehörden finden“, sagte Lippmann.

Ursachen

Der Anstieg der Zahlen liegt laut Eva Gerth, Landeschefin der Lehrergewerkschaft GEW, an der höheren Bereitschaft der Schulen, Fälle zu melden. „Allerdings merken wir auch an den Anfragen an uns, etwa zu Rechtsschutzthemen, dass der Bedarf größer wird.“ Gerade während der Corona-Pandemie sei die Hemmschwelle, eigene Positionen auch mit gewaltvollen Mitteln durchzusetzen, gesunken. „Bei der Maskenpflicht kam es da auch zu Bedrohungen gegenüber dem Schulpersonal.“

Unterversorgung mit Lehrern

Laut Matthias Rose vom Landeselternrat führt die massive Unterversorgung mit Lehrern zu den aktuellen Problemen: „Die Schulen können ihrem Erziehungsauftrag nicht mehr nachkommen.“ Auch Gerth bemängelt, dass zu wenig Zeit für Konfliktbewältigung bleibt. „Die Kollegen sind damit beschäftigt, die Löcher an den Schulen zu stopfen und kommen gar nicht dazu, pädagogisch einzuwirken.“

Mangel an Ressourcen

Gespräche, Klassenkonferenzen, spezielle Aggressionsprogramme – dafür gebe es kaum Kapazitäten. Und auch Schulsozialarbeiter, die bei Konflikten tätig werden sollen, seien Mangelware. „Wir haben 400 Sozialarbeiter in Sachsen-Anhalt – für 800 Schulen.“

AFP

Fast 50% befürworten längeres Elterngeld ohne jegliche Bedingungen

Frauen in der EU bekommen erstes Kind immer später
Frauen in der EU bekommen erstes Kind immer später

Fast die Hälfte der Deutschen unterstützt eine bedingungslose Ausweitung des Elterngeld-Bezugszeitraums auf vierzehn Monate. Die Zustimmung variiert jedoch je nach Geschlecht, Alter, politischen Präferenzen und Einkommensniveau.

Deutschlands Meinung zum Elterngeld

Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) unterstützt eine bedingungslose Ausweitung des Elterngeld-Bezugszeitraums auf vierzehn Monate, und zwar unabhängig davon, wie die Eltern die Bezugsmonate unter sich aufteilen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts Ipsos. Stärkere staatliche Vorgaben bei der Aufteilung der Monate sind hingegen weniger populär. Lediglich 12 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Erweiterung der Bezugsdauer nur dann gewährt werden sollte, wenn beide Elternteile gleichmäßig sieben Monate arbeiten und sieben Monate Elterngeld beziehen. Die vollständige Abschaffung des Elterngelds würden nur 9 Prozent der Befragten befürworten.

Unterschiede zwischen Geschlechtern und Altersgruppen

Unter den Frauen spricht sich mehr als die Hälfte (53 Prozent) für die bedingungslose Ausweitung des Elterngeldanspruchs auf vierzehn Monate aus, während nur 38 Prozent der Männer eine solche Regelung bevorzugen würden. In allen Altersgruppen ist die bedingungslose Ausweitung der Bezugsdauer auf vierzehn Monate die beliebteste Option. Allerdings ist der Zuspruch bei jüngeren Befragten (18 bis 39 Jahre) mit 59 Prozent am stärksten und nimmt mit steigendem Alter ab.

Politische Präferenzen und regionale Unterschiede

Unabhängig von den Wahlabsichten bevorzugt jeweils die größte Gruppe der Befragten eine bedingungslose Ausweitung der Bezugsdauer auf vierzehn Monate. Am meisten Zuspruch erhält dieser Vorschlag bei der Anhängerschaft der AfD (50 Prozent), den Grünen (47 Prozent) und der Union (46 Prozent). Personen, die in Ostdeutschland leben, sprechen sich öfter dafür aus, dass der Mindestanspruch von zwölf Monaten nur dann gewährt wird, wenn die Bezugsmonate gleichmäßig aufgeteilt werden, als Westdeutsche.

Einkommensabhängige Meinungsunterschiede

Die Hälfte der Gutverdiener (Netto-Einkommen von über 4.000 Euro) befürwortet eine bedingungslose Auszahlung des Elterngelds für vierzehn Monate, während dies bei Geringverdienern (Netto-Einkommen bis 2.000 Euro) nur 37 Prozent tun. Personen mit niedrigem Einkommen sind eher der Meinung, dass der Elterngeldbezug generell an eine gleichmäßige Aufteilung der Bezugsmonate gebunden sein sollte, als Personen mit hohem Einkommen.

Die Befragung wurde von Ipsos online zwischen dem 4. und 6. August unter 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland durchgeführt.

AFP

Drei Torbeteiligungen: Ex-Osnabrücker Marc Heider schießt Sportfreunde Lotte bei Debüt zum Sieg

Kaum dabei und schon mittendrin: Marc Heider (3. v. r.). / Foto: Sportfreunde Lotte, Instagram
Marc Heider (3. v. r.). und die Sportfreunde Lotte jubeln. / Foto: Sportfreunde Lotte, Instagram (Archivbild)

Den VfL Osnabrück schoss er in der vergangenen Saison noch zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, mittlerweile ist Marc Heider allerdings drei Ligen tiefer unterwegs. Bei seinem Debüt für die Sportfreunde Lotte zeigte der Routinier allerdings wiededer einmal, was noch in ihm steckt – und schoss den Oberligisten zum Saisonauftakt direkt zum ersten Sieg.

Wie einst in Lila-Weiß lief Heider auch bei seinem Pflichtspieldebüt für die Sportfreunde mit „seiner“ Nummer 20 auf. Vor rund 500 Zuschauen im heimischen Sportpark tat sich Lotte gegen den SV Westfalia Rhynern allerdings lange schwer, hatten zwar mehr vom Spiel, ohne dabei viele zwingende Torchancen zu kreieren.

Zwei Tore, ein Assist

Erst in Halbzeit zwei kam die Offensive in Schwung – und Heider war direkt mittendrin: Von der linken Seite schob der Angreifer den Ball in die Mitte, wo Burinyuy Nyuydine zum 1:0 traf (52. Spielminute). Nur zwei Minuten später legte Heider selber das 2:0 nach, in Minute 78 traf der Routinier dann per Kopf auch noch zum 3:0.

Vom Punkt konnte Rhynern in der Schlussphase nochmal verkürzen – der ebenfalls aus Osnabrück gekommene Schlussmann Laurenz Beckemeyer war chancenlos – , spannend wurde es allerdings nicht mehr, da Lotte nur vier Minuten später den alten Abstand wieder herstellte. Mit dem 4:1 starten die Sportfreunde damit erfolgreich in die Saison.

AFP

Telekom fordert Sicherheit bei Investitionen für den Netzausbau

Deutsche Telekom verteidigt staatliche Förderungen für den Netzausbau und betont die Notwendigkeit von Investitionssicherheit und hochwertigen Infrastrukturnetzwerken zur Sicherung des Wohlstandes der nächsten Generation.

Investitionssicherheit als Schlüssel für den Netzausbau

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Telekom hat staatliche Förderungen beim Netzausbau in Deutschland gegen Kritik verteidigt. Nötig sei Investitionssicherheit für die Unternehmen, sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges am Montag dem Fernsehsender Phoenix. „Wenn der Staat das Netz nicht baut, dann müssen wir das bauen.“ Aber wenn man diese Infrastrukturen über 15 oder 20 Jahre erst zurückverdiene, dann brauche man auf dieser Strecke Sicherheit.

Infrastruktur für die Zukunft

Er wolle für die nächste Generation Infrastruktur haben, die Deutschland im Weltmarkt „wettbewerbsfähig“ mache. „Und Digitalisierung ist die Grundlage für den Wohlstand der nächsten Generation.“ Was man dafür brauche, seien „die besten 5G- und die besten Glasfasernetze“.

Kritik am europäischen Wettbewerb

Kritisch äußerte sich Höttges über den Wettbewerb in Europa: „Wenn sie in Europa 120 Mobilfunkanbieter haben für 500 Millionen Menschen und es in Amerika drei oder vier Mobilfunkanbieter für 330 Millionen Menschen sind, dann sehen sie, dass wir einfach zu viel Wettbewerb haben auf den Infrastrukturen.“ Am Ende des Tages sei dann keiner in der Lage, „richtig zu investieren“, sagte der Telekom-Chef.

AFP