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Union beschuldigt Ampel-Koalition der Sabotage der Nato-Zusammenarbeit

Marine setzt verstärkt auf unbemannte Einheiten
Marine setzt verstärkt auf unbemannte Einheiten

Die Entscheidung der Ampelkoalition, das Zwei-Prozent-Ziel für Verteidigungsausgaben nicht festzuschreiben, stößt auf heftigen Widerstand. Unionsfraktionsvize Johann Wadephul warnt vor schwerwiegenden Folgen für die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Kritik an fehlender Festlegung

Unionsfraktionsvize Johann Wadephul kritisiert die Ampelkoalition scharf. Der Grund: Der Verzicht auf eine feste Verpflichtung, jährlich zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigungsausgaben aufzuwenden. „Die Bundesregierung begeht einen schweren Fehler mit schwerwiegenden Konsequenzen für die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik“, sagte Wadephul dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Verstoß gegen NATO-Zusagen

Der CDU-Politiker sieht in dem Schritt eine Abkehr von NATO-Zusagen. „Mit der neuen Volte im Finanz-Roulette der Ampel, das Zwei-Prozent-Ziel nicht festzuschreiben, verabschiedet sich Deutschland nur einen Monat nach dem Gipfel von Vilnius von den dort gemeinsam gefassten Beschlüssen“, warnt Wadephul. Er spricht von einer „bewussten Sabotage am Zusammenhalt der Nato, an unserer Verlässlichkeit und an dem Vertrauen gerade unserer Verbündeten an der Ostflanke.“

Gefahr für die Bundeswehr

Auch die Bundeswehr könnte unter dem Verzicht leiden, so Wadephul. Er warnt: Die Truppe bewege sich „sehenden Auges“ auf einen „drohenden Kollaps“ zu. Denn die laufenden Kosten müssten jenseits des Sondervermögens für die Bundeswehr von 100 Milliarden Euro, mit dem neue Waffensysteme angeschafft werden, aus dem Verteidigungshaushalt kommen.

AFP

Scholz trifft dänische Ministerpräsidentin zu Gesprächen im Kanzleramt

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Bundeskanzler Olaf Scholz diskutieren in Berlin über Sicherheitspolitik, Asylpolitik und weitere bilaterale und europapolitische Themen inmitten des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Empfang im Kanzleramt

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ist am Donnerstagmittag von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Kanzleramt empfangen worden. Bei dem Termin sollen nach Angaben der Bundesregierung aktuelle Themen der Sicherheitspolitik infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erörtert werden.

Besprechung von bilateraler und europäischer Politik

Zudem geht es um weitere bilaterale und europapolitische Themen. Eine Pressekonferenz vor oder nach dem Gespräch war nicht geplant.

Asylpolitik auf der Tagesordnung

Dem Vernehmen nach dürfte auch die Asylpolitik auf der Tagesordnung stehen. Die Sozialdemokratin Frederiksen, die seit 2019 im Amt ist, hat sich in den vergangenen Jahren durch einen harten Kurs beim Thema Migration profiliert und sich damit deutlich von anderen Vertretern der europäischen Sozialdemokratie abgehoben.

AFP

Gute Nachricht des Tages: Felix Schoeller zum vierten Mal für Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Gebäude der Felix Schoeller Group in Osnabrück.
Gebäude der Felix Schoeller Group in Osnabrück. / Foto: Guss

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Der weltweit agierende Spezialpapierhersteller Felix Schoeller ist zum vierten Mal in Folge mit dem Gold-Status von Ecovadis ausgezeichnet worden. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Osnabrück hat dabei erneut ein Rekordergebnis erzielt und seine Gesamtpunktzahl verbessert.

Ecovadis würdigt mit dem Gold-Status Unternehmen, die in den Bereichen Umwelt, soziale Verantwortung, Ethik und nachhaltige Beschaffung vorbildliche Leistungen erbringen. Die größten Fortschritte wurden Felix Schoeller im Bereich Umwelt attestiert. Ebenfalls positiv hervorgehoben wurden von der Rating-Agentur die Bemühungen im Bereich Arbeits- und Menschenrechte.

Bestätigung der Unternehmensstrategie

„Das erneute Gold-Rating ist für uns nicht nur eine Bestätigung unserer bisherigen Bemühungen, sondern auch Motivation, uns kontinuierlich zu verbessern“, betont Hans-Christoph Gallenkamp, CEO von Felix Schoeller. „Das Thema Nachhaltigkeit ist für uns kein Lippenbekenntnis. Unser Ziel ist, in der Papierindustrie weiterhin eine Vorreiterrolle einzunehmen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen unserer Kunden und der Umwelt gleichermaßen gerecht werden.“

Für Felix Schoeller ist es das vierte Gold-Rating in Folge. 2019 wurde der Spezialpapierhersteller aus Osnabrück erstmal von Ecovadis bewertet. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und mittlerweile sogar in der Unternehmensvision verankert.

Detailliertes Prüfverfahren

Ecovadis ist eine führende unabhängige Plattform für die Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen weltweit. Die ausgezeichneten Unternehmen werden anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs bewertet, der ökologische, soziale und ethische Aspekte umfasst.

AFP

Mittags-Dax entspricht dem Vortagesniveau – Finanzaktien sind besonders gefragt

Dax verkraftet Banken-Beben vorerst gut
Dax verkraftet Banken-Beben vorerst gut

Der Dax hat am Donnerstag nach einem schwachen Start fast das Vortagesniveau erreicht, während die Investoren einen vorsichtigen Optimismus für die deutsche Konjunktur zeigten und sich auf Finanztitel und Versorgertitel konzentrierten.

Entwicklung der Aktienmärkte

„Der Dax ist am Donnerstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag wieder fast auf das Vortagesniveau zurückgekehrt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.785 Punkten berechnet, nur knapp unter dem Schlussniveau vom Mittwoch“, berichtete die dts Nachrichtenagentur. „Zugewinne gab es unter anderem bei den Aktien der Commerzbank, Münchener Rück und von Adidas. Am unteren Ende der Kursliste rangierten Fresenius, Rheinmetall und Daimler Truck.“

Investorenstimmung und Branchenfokus

Das Marktgeschehen sei „Ausdruck eines gemilderten Zweckoptimismus der Investoren, dass die deutsche Konjunktur doch noch an Fahrt gewinnen kann“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Positionierung der Investoren ist dabei jedoch wesentlich defensiver und zurückhaltender sowohl bei der Branchenauswahl als auch dem Handelsvolumen.“ Die Marktteilnehmer bevorzugten derzeit Banken und Finanzwerte, da diese von den neuen Zinsanhebungsbefürchtungen direkt profitierten, so Lipkow weiter. „Auch die Aktien von Versorgertiteln stehen auf den Kauflisten, vorsichtiger sind die Investoren weiterhin bei stark zyklischen Branchen.“

Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten

Der Fokus liege am Donnerstag auf den US-Arbeitsmarktdaten. „Diese geben Auskunft über eine der wichtigen Konjunktursäulen in den USA“, sagte Lipkow.

Währungs- und Ölmarkt

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmittag fast unverändert. Ein Euro kostete 1,0882 US-Dollar (+0,01 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9190 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 84,10 US-Dollar. Das waren 65 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

AFP

Linienbusfahrer verursacht Unfall am Heger-Tor-Wall und flüchtet – 57-Jährige schwer verletzt

Verkehr am Heger-Tor-Wall / Foto: Guss
Verkehr am Heger-Tor-Wall / Foto: Guss

Am Mittwochvormittag (16. August) kam es zu einem Verkehrsunfall am Heger-Tor-Wall in Osnabrück, bei dem eine 57-jährige Kleinkraftradfahrerin schwer verletzt wurde. Der verursachende Busfahrer wird gesucht.

Nach Angaben der Polizei befuhr die 57-Jährige gegen 11:45 Uhr den linken Fahrstreifen des Heger-Tor-Walls in Richtung Natruper-Tor-Wall. Kurz hinter der Bushaltestelle „Heger Tor“ wechselte ein Linienbus vom Busfahrstreifen unvermittelt auf den Hauptfahrstreifen, woraufhin die Kleinkraftradfahrerin ausweichen musste, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Durch das Ausweichen auf die regennasse Fahrbahn kam die Frau aus Osnabrück jedoch zu Fall und zog sich schwere Verletzungen zu. Sie wurde von einem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Am Kleinkraftrad entstand Sachschaden.

Linienbusfahrer flüchtig

Der Fahrer des Linienbusses setzte seine Fahrt nach dem Vorfall ohne anzuhalten fort und entfernte sich von der Unfallstelle. Die Polizei Osnabrück ermittelt nun wegen Unfallflucht und bittet um Hinweise zu dem flüchtigen Busfahrer. Zeugen, die Informationen zu dem Unfall oder dem verantwortlichen Busfahrer haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0541/327-2515 zu melden.

AFP

FDP lehnt ausschließliches Befolgen des Koalitionsvertrags ab

Die aktuelle Regierungskoalition muss ihre Ziele angesichts neuer globaler Herausforderungen überdenken, warnt FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai. Er betont die Notwendigkeit, den Fokus von Sozialprojekten auf Wirtschaftserleichterungen zu verlagern und kritisiert die Blockade des „Wachstumschancengesetzes“ durch Familienministerin Lisa Paus (Grüne).

Anpassung der Ampel-Vorhaben an neue Rahmenbedingungen

Djir-Sarai betonte im TV-Sender „Welt“, dass viele Vorhaben des Koalitionsvertrags „neu gedacht“ werden müssten, da sie zu einer Zeit zustande kamen, als die größten Herausforderungen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie zu sein schienen. Er sagte: „Zu dem Zeitpunkt, als der Koalitionsvertrag zustande kam, war ich der Meinung, die größten Herausforderungen der nächsten Jahre werden die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie sein. Von einem Krieg in der Ukraine, von den dramatisch steigenden Energiepreisen war noch keine Spur.“

Kritik an der Ausrichtung auf Sozialprojekte

In der aktuellen Bewertungssituation sei es unangebracht, weiter auf Sozialprojekte zu setzen, so Djir-Sarai: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Steigerung oder Vergrößerung oder Ausweitung des Sozialstaates nicht die Lösung ist.“ Er hält Erleichterungen für die Wirtschaft für unabdingbar.

Vorwürfe an Familienministerin Lisa Paus

Dass Lisa Paus das Wachstumschancengesetz blockiere, weil ihr die Mittel für die Kindergrundsicherung nicht ausreichten, sei schlechter Stil und unprofessionell: „Das ist unprofessionell. So sollten wir nicht zusammenarbeiten.“ Nach dem Ampel-Streit ums GEG habe man eigentlich einen anderen Stil in der Zusammenarbeit verabredet. „Das war jetzt kein Beleg dafür, dass die neue Strategie funktioniert hat.“

AFP

Deutlicher Anstieg der Mietpreise in Osnabrück: Neuer Mietspiegel zeigt durchschnittliche Steigerung von über 9 Prozent

Mietwohnung (Symbolbild)
Mietwohnung (Symbolbild)

Der neue Mietspiegel für die Stadt Osnabrück liegt vor. Die darin einfließenden Angaben zeigen einen deutlichen Anstieg der Mietpreise in der Stadt.

Seit 1979 erstellt die Stadt Osnabrück gemeinsam mit weiteren Akteuren einen Mietspiegel für Osnabrück, der als eine grundsätzliche Orientierungshilfe für die jeweiligen Vertragspartner auf dem Wohnungsmarkt für nichtpreisgebundene Wohnungen dient. Er wird alle zwei Jahre an die aktuelle Marktentwicklung angepasst.

Knapp 10.000 Datensätze einbezogen

Das Sachgebiet Statistik, Stadtforschung und Wahlen hat gemeinsam mit dem Verein Haus und Grund Osnabrück, dem Mieterverein für Osnabrück und Umgebung und dem Immobilienverband Deutschland, IVD Nord West den Mietspiegel der Stadt Osnabrück auf den Stand 2023/2024 aktualisiert.

In dieser Ausgabe wurden 17.426 Mietangaben aus den Jahren 2017 bis 2022 als Datengrundlage herangezogen. Diese Mietangaben stammen aus den Inseraten auf der Plattform „immobilienscout24“ sowie aus einer Online-Umfrage der Statistikstelle der Stadt Osnabrück. In diesem Jahr wurde zusätzlich eine Zufallsstichprobe von 2.000 Osnabrückerinnen und Osnabrückern ausgewählt, per Post angeschrieben und um eine Teilnahme an der Erhebung gebeten.

Nach Abschluss der Datenerhebung wurden die Eingaben plausibilisiert und bereinigt, so dass 9.271 Datensätze in die Berechnung einbezogen werden konnten. Damit konnten Angaben zu etwa 10,3 Prozent der 89.678 in der Stadt Osnabrück vorhandenen Wohnungen zur Erstellung des Mietspiegels verwendet werden (Stand der Daten: 31. Dezember 2022).

Anstieg um über 9 Prozent

Die neue Mietpreistabelle 2023/2024 ist, wie auch in den vorherigen Ausgaben, nach Baujahresklassen und Wohnungsgröße aufgeteilt. In dieser Ausgabe wurde die vormals letzte Baualtersklasse „ab 2010“ in die Klassen „2010 bis 2014“ und „ab 2015“ aufgeteilt. Die letzte Klasse beginnt ab 2015, da diese Gebäude von der Mietpreisbremse (§556f S.1 BGB) ausgenommen sind.

Generell gilt dabei: Je kleiner und neuer eine Wohnung ist, desto höher ist der Quadratmeterpreis. Ein Quadratmeter in einer Wohnung, die ab 2015 fertiggestellt wurde und höchstens 40 Quadratmeter groß ist, kostet im Schnitt 11,95 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten ist der Quadratmeter in einer Wohnung, die vor 1965 gebaut wurde und mehr als 100 Quadratmeter groß ist. Hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6,02 Euro.

Der Durchschnitt aller in den Mietspiegel eingeflossen Mietangaben beläuft sich auf 7,83 Euro pro Quadratmeter. Grundsätzlich ist ein Anstieg der Mietpreise in der Stadt zu beobachten. Zwischen dem Mietspiegel 2021/2022 und 2023/2024 fand eine durchschnittliche Steigerung um ca. 9,1 Prozent statt.

AFP

16-Jährige Motorradfahrerin nach Unfall leicht verletzt – SUV-Fahrer flüchtet in Richtung Erich-Maria-Remarque-Ring

Polizei (Symbolbild)
Foto: dts

Bei einem Unfall auf der Karlstraße in Osnabrück wurde am Mittwochnachmittag (16. August) eine 16-jährige Motorradfahrerin leicht verletzt. Ein bisher unbekannter SUV-Fahrer missachtete gegen 13:15 Uhr die Vorfahrt der jungen Motorradfahrerin und bog von einem Parkplatz nach rechts auf die Karlstraße ein, kurz vor dem Einmündungsbereich zum Erich-Maria-Remarque-Ring.

Um eine Kollision zu vermeiden, bremste die 16-Jährige stark ab, verlor auf der regennassen Fahrbahn jedoch die Kontrolle über ihr Motorrad und stürzte zu Boden. Dabei erlitt sie leichte Verletzungen. An ihrem Kleinkraftrad entstand Sachschaden.

Der Fahrer des dunklen SUVs fuhr nach dem Vorfall in Richtung Erich-Maria-Remarque-Ring weiter und entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Die Polizei Osnabrück bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Unfallverursacher geben können, sich unter der Telefonnummer 0541/327-2515 zu melden.

AFP

Wüst kritisiert Scholz‘ Ablehnung eines Industriestrompreises scharf

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wirft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einen Bruch seiner Versprechen vor und warnt vor Konsequenzen für die Industrie und Arbeitsplätze.

Wüst kritisiert Scholz‘ Rücknahme des Industriestrompreis-Versprechens

„Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – „Der Kanzlerkandidat Scholz hat der Industrie 2021 einen Industriestrompreis von vier Cent versprochen, der Kanzler Scholz hat diese Zusage nun auf bemerkenswerte Art und Weise wieder zurückgenommen“, sagte Wüst der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Das ist eine herbe Enttäuschung für unsere Wirtschaft und hunderttausend Arbeitnehmer gerade in Nordrhein-Westfalen“, fügte er hinzu. Mit der Rücknahme seiner Unterstützungszusage schwinde das Vertrauen der Wirtschaft in diese Bundesregierung weiter rapide, so der CDU-Politiker.

Forderung nach Lösungen für hohe Energiepreise

Der Kanzler sei dem Industriestandort Deutschland „weiter eine klare Antwort schuldig, wie er das Problem der hohen Energiepreise lösen will“. Wüst erwartet, dass auch die SPD hier klar Position bezieht: „Wer in dieser Sache nicht schnell handelt, trägt den Industriestandort Deutschland zu Grabe. Unsere energieintensive Wirtschaft braucht eine strukturelle und zielgerichtete Entlastung, die Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze sichert.“

Warnung vor sozialen Rissen durch Industrieabwanderung

Sollte die Industrie abwandern, warnt Wüst, könne auch der soziale Zusammenhalt Risse bekommen. „Es ist erste Amtspflicht des Kanzlers, dem entgegenzusteuern“, so der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

AFP

Behandlungsfehler in der Medizin bleiben auch 2022 auf konstantem Niveau

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche deutlich gestiegen
Zahl der Schwangerschaftsabbrüche deutlich gestiegen

Der Medizinische Dienst Bund hat im Jahr 2022 insgesamt 13.059 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt, wovon in jedem vierten Fall ein Fehler mit Schaden bestätigt wurde und in jedem fünften Fall der Fehler Ursache für den erlittenen Schaden war.

Zahl der Behandlungsfehler bleibt konstant

Die Zahl der fachärztlichen Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern im Jahr 2022 bewegt sich auf dem Niveau der Vorjahre, wie der Medizinische Dienst Bund mitteilte. „Die Begutachtungszahlen zeigen nur einen sehr kleinen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens“, sagte Stefan Gronemeyer, Vorstandvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund. Er wies darauf hin, dass Experten davon ausgehen, dass etwa ein Prozent der Krankenhausfälle von Behandlungsfehlern betroffen ist und nur drei Prozent aller unerwünschten Ereignisse nachverfolgt werden.

Schwerpunkt stationäre Versorgung und operative Eingriffe

Zwei Drittel aller erhobenen Behandlungsfehlervorwürfe im Jahr 2022 bezogen sich auf Leistungen in der stationären Versorgung, zumeist in Krankenhäusern. Ein Drittel bezog sich auf Arztpraxen. „Die meisten Vorwürfe beziehen sich auf operative Eingriffe“, sagte Christine Adolph, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und leitende Ärztin des Medizinischen Dienstes Bayern. Die meisten Vorwürfe betrafen die Orthopädie und Unfallchirurgie, die Innere Medizin und Allgemeinmedizin, die Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie die Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Gesundheitsschäden und Diagnosen

Bei knapp zwei Dritteln der begutachteten Fälle waren die Gesundheitsschäden der Patienten vorübergehend – eine Intervention oder ein Krankenhausaufenthalt waren notwendig, die Patienten sind jedoch vollständig genesen. Bei über einem Drittel der Betroffenen wurde ein Dauerschaden verursacht. Die Vorwürfe betreffen fehlerhafte Behandlungen bei Hüft- und Kniegelenksverschleiß, Knochenbrüchen, Durchblutungsstörungen am Herzen, Gallensteinen oder Zahnerkrankungen.

Schwere Dauerschäden und Todesfälle

Die Medizinischen Dienste unterscheiden zwischen leichten, mittleren und schweren Schäden. Ein leichter Dauerschaden kann eine geringe Bewegungseinschränkung oder eine Narbe sein, ein mittlerer Dauerschaden kann eine chronische Schmerzsymptomatik oder die Störung einer Organfunktion sein. Ein schwerer Dauerschaden liegt vor, wenn Geschädigte pflegebedürftig geworden sind oder aufgrund eines Fehlers erblinden oder dauerhafte Lähmungen erleiden. In drei Prozent der Fälle hat ein Fehler zum Versterben geführt oder wesentlich dazu beigetragen.

AFP