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Neue Therapien in Osnabrück verbessern Aussichten für Erkrankte mit Magen- und Speiseröhrenkrebs

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(Symbolbild) Klinikum Osnabrück

Bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Karzinomen der Speiseröhre, des Magens oder des Übergangs zwischen beiden Organen hat sich die Kombination von Immun- und Chemotherapie, oder auch die alleinige Immuntherapie als besonders wirksam erwiesen.

Wie Dr. Corinna Petz, Chefärztin der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Blutstammzelltransplantation des Klinikums Osnabrück, berichtet, standen in der Vergangenheit zur Behandlung dieser Krebsarten ausschließlich Chemotherapeutika zur Verfügung. Neue immuntherapeutische Verfahren bringen nun signifikante Überlebensvorteile für die Betroffenen. Dabei werden die in der Chemotherapie eingesetzten Wirkstoffe teilweise mit den Immuntherapeutika kombiniert, um die Abwehrreaktionen des Immunsystems gegen das Tumorgewebe zu unterstützen.

Petz hat zuletzt bei einer Fortbildungstagung für Onkologen, dem NIO-Kongress in Hannover, über die neuen Kombinationstherapien informiert. Krebserkrankungen der Speiseröhre und des Magens, sogenannte gastroösophageale Tumoren, machen nach ihren Angaben einen sehr großen Teil ihrer täglichen onkologischen Behandlungen aus.

Dr. med. Corinna Petz, Chefärztin der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Blutstammzelltransplantation des Klinikums Osnabrück
Dr. med. Corinna Petz, Chefärztin der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Blutstammzelltransplantation des Klinikums Osnabrück / Foto: Klinikum Osnabrück

Kombinationen von immuntherapeutischen Wirkstoffen und Chemotherapie

„Nachdem uns früher ausschließlich die Chemotherapie-Kombinationen zur Verfügung standen, ist 2019 das erste immuntherapeutische Verfahren zur Behandlung dieser Krebsart zunächst in der späteren Therapielinie zugelassen worden und in die entsprechenden Leitlinien der Fachgesellschaften aufgenommen worden“, so Petz. „Dann setzte eine rasante Entwicklung ein, die in kurzer Zeit zu einer Vielzahl weiterer Kombinationen von immuntherapeutischen Wirkstoffen mit oder ohne Chemotherapie in allen Phasen der Behandlung gastroösophagealer Tumoren Einzug gehalten hat, selbst nach einer vorausgegangenen Operation im sogenannten adjuvanten Bereich.“

Deutlich weniger Nebenwirkungen

Welche Therapie für Erkrankte geeignet ist, hängt von der individuellen Diagnose ab und dem sogenannten Profil der Tumorzellen. Die Kombinationen führen zu einem höheren Wirkungsgrad der Therapie. Einfach gesagt, wirkt sie dadurch besser gegen bösartige Weiterbildungen, so dass sich die Prognose der Erkrankten nachhaltig verbessert.

Ein weiterer großer Vorteil für die Lebensqualität ist, dass das Nebenwirkungsprofil der neuen Kombinationen im Vergleich zur klassischen Chemotherapie-Kombination deutlich geringer ausfallen kann. Wie Petz erklärt, gehen der Zulassung solcher Verfahren langjährige Studien voraus, in denen der Behandlungserfolg bei einer Vielzahl von Erkrankten ausgewertet wird. „Die Studien laufen meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Dabei fließen Ergebnisse aus spezialisierten Zentren ein, in denen bereits damit therapiert wird. Auch wir nehmen im Krebskompetenz-Zentrum Osnabrück regelmäßig an solchen Studien teil.“

Petz freut sich über diese immensen Fortschritte in der Therapie ihrer vielen Patienten, die sich durch die neuen immuntherapeutischen Verfahren in der Krebsmedizin ergeben. „Bei fortgeschrittenem Krebs an diesen Organen standen uns nur wenige Chemotherapeutika zur Verfügung. In der Kombination mit den neuen Immuntherapien ergibt sich mittlerweile ein ganzes Spektrum von Möglichkeiten, die Aussichten für die Erkrankten zu verbessern – an solch einer Entwicklung teilzuhaben, ist ein großer Gewinn und ich freue mich, dass wir unseren Patienten damit deutlich bessere Perspektiven bieten können.“

PM
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