Kallas Kolumne Liebe Arschlöcher ...

Liebe Arschlöcher …

-



Liebe Arschlöcher … sorry, ich meine natürlich: liebe rechtsradikale Arschlöcher!

Wie sehr musstet ihr heute unter dem Hamburger Wahlergebnis leiden?
Die von euch immer wieder totgesagte SPD holte 39,0%, die Grünen 24,2%, die trotz recht angenehmer Kandidaten angetretenen CDU und FDP 11,2% und 4,9% , da sie offenbar für das Verhalten ihrer Thüringer Blockparteien abgestraft wurden, und die Linke kam auf 9,1%.
Aber fehlt da nicht jemand?
Nein, da fehlt überhaupt niemand, auch wenn die AfD noch nicht auf dem Müllhaufen der Hamburger Geschichte gelandet ist, so hat 94,7% der Hamburger Bevölkerung demokratische Parteien gewählt.

(Gleich zur karnevalistischen Einstimmung solltet ihr euch unbedingt diesen Ausschnitt aus der Mainzer Büttenrede von Andreas Schmitt ansehen, die er am vergangenen Freitag gehalten hat. Der Beweis, dass dick nicht gleich doof ist.)

… nach “Mösers” unsäglicher Verharmlosung des Rechtsradikalismus und dem Bagetellisieren und Relativieren der rassistisch motivierten Morde in Hanau durch einige Dauerhetzer – auch in den Kommentarspalten der Hasepost -, sage ich nur:
Wenn ihr rechtsradikalen Arschlöcher es schlichtweg nicht ertragt, als rechtsradikale Arschlöcher bezeichnet zu werden, dann hört endlich auf, rechtsradikale Arschlöcher zu sein.
So einfach ist das.
Aber viel einfacher ist es natürlich, rechtsradikal zu bleiben, denn dazu muss man rein gar nichts wissen oder können. Doch! Man muss hassen können, und zwar nicht nur Migranten oder Flüchtlinge, sondern längst auch die links-grün versifften “Altparteien”, die ohnehin unter der Fuchtel der Linken und der jüdischen Weltverschwörung stehen … und überhaupt:
Danke, Merkel!
Und man muss natürlich stolz sein, ein Deutscher zu sein. Dazu hat man zwar nichts beigetragen, doch auf etwas stolz zu sein, wofür man nichts kann, ist eine ganz besondere Kunstform, die nur wenige Blitzbirnen beherrschen.
Ach, und wer sich gerade von der viel beschworenen Nazikeule tatsächlich getroffen fühlt: Pech gehabt, dann ist er offenbar auch einer, auch wenn ihm der Verstand fehlt, diesen Zusammenhang zu verstehen.
Eure ganz Dummheit, liebe rechtsradikale Arschlöcher, wird einem erst durch die Kommentarspalten im Internet verdeutlicht. Ihr seid kaum in der Lage, auch nur ein Wort, geschweige denn, einen ganzen Satz fehlerfrei zu schreiben, und fordert gleichzeitig eine mittlerweile 17jährige Schülerin mit Bestnoten auf, lieber zur Schule zu gehen. Offenbar seid ihr immer nur zur und nie in die Schule gegangen.
Ihr berichtet voller Stolz, weiterhin Negerküsse und Zigeunerschnitzel zu essen, als schmeckten sie nur mit rassistischen Zutaten besser, und ihr lasst alle Welt wissen, dass ihr mit getunter Dreckschleuder ohne Tempolimit über die Autobahn rast und mit Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen um die Welt reist. Warum es euch trotz all der Weltreisen nicht gelingt, euren geistigen Horizont zu erweitern, lässt nur den Schluss zu, dass euer Blick nicht einmal über den Tellerrand einer Untertasse hinweg reicht.
Und was wollt ihr uns mit eurer “Ich-mach-was-ich-will-und-ich-scheiß-auf-die-Umwelt”-Attitüde eigentlich verkünden?
Was für tolle Hechte ihr seid?
Merkt ihr noch was?
Euer Handeln hat euch längst zu Opfern eurer eigenen Lächerlichkeit degradiert. Eure aus rechten Lügenmärchen zusammengezimmerte Meinung erhebt ihr zur wissenschaftlichen Erkenntnis, denn obwohl ihr rein gar nichts wisst, habt ihr von allem eine Ahnung. Euch kann selbst der Coronavirus nichts antun, ist ja alles nichts als Panikmache von denen da oben. Wer immer die da oben sind, ihr wisst es ganz genau!
Meine Güte!
Macht doch einfach, was ihr wollt. Niemand hindert euch an irgendetwas:
Fresst weiter eure Negerküsse und erstickt am besten daran. Rast im geistig tiefer gelegten Möchtegern-Rennwagen vor die nächste Wand und ersauft auf der Titanic am liebsten noch vor der Sintflut, denn von Sinnflut habt ihr noch nie etwas verstanden.
Aufgrund eurer Hässlichkeit traut ihr euch mit Vorliebe anonym und in Verkleidung ins Internet. Früher musste man eure Stammtischparolen allenfalls am Nebentisch in der Eckkneipe ertragen, heute kotzt ihr eure rechtsradikale Gülle überall ins Internet und seid immer noch beleidigt, wenn man euch als rechtsradikal bezeichnet.
Ihr seid die Speerspitze aller intellektuellen rechtsdrehenden Fehlschläge, ihr seid hässlich und strunzdumm, ihr seid Nazis.
Und wer sich angesprochen fühlt: Schon wieder Pech gehabt, denn dann bist du eben einer, dann bist du ein Nazi, dann bist du ein rechtsradikales Arschloch, dann bist du ein Höcke.

Allen anderen wünsche ich eine nachdenkliche Woche, Kalla

PS
Dass ich mal eine Büttenrede verlinken würde und dann noch von einem “Obermessdiener” … Als hätte jemand das Fenster geöffnet und frische Luft rein gelassen.
2006 bin ich im “Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses” auf einer Wahlkampfveranstaltung für Kurt Beck aufgetreten und habe dort ihn, Andreas Schmitt, und andere Karnevalisten kennengelernt und konnte zum ersten Mal erfahren, dass Karneval nicht von Natur aus dämlich sein muss, schon gar nicht in Mainz.

 


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.


Kalla Wefelhttps://kallawefel.info/
Kalla Wefel saß mit zwei Jahren zum ersten Mal auf der Trainerbank des VfL, und zwar auf dem Schoß seines Vaters „Doc“ Wefel, der 34 Jahre lang Mannschaftsarzt und Vorstandsmitglied war. Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Jupp Heynkes, Gerd Müller, Paul Breitner, Lothar Matthäus, Diego Maradona und Kalla Wefel hatten denselben Fußballtrainer, nämlich Udo Lattek, der einst bei Familie Wefel ein und aus ging. Diese und viele weitere skurrile, heitere und ernste Geschichten und Anekdoten um den VfL lassen sich in seinen Büchern „Mein VAU-EFF-ELL!“ und „111 Gründe, den VfL Osnabrück zu lieben“ nachlesen. Die von ihm 2010 mit viel Aufwand produzierte CD „Wir sind der VfL“ wurde 5.000 mal verkauft und der komplette Erlös (etwa 30.000 €) ging an terre des hommes. Seine VfL-Heimatabende sind legendär. Mit „Kär, Kär, Kär!“ schrieb er das nach der Bibel und „Mein Kampf“ meistverkaufte Buch Osnabrücks. Seit über vierzig Jahren arbeitet er professionell als Kabarettist, Musiker, Journalist und Autor.

aktuell in Osnabrück

Vom Schinkelberg zur Rosenburg – “Corona-Karfreitag” in Osnabrücks größtem Stadtteil

Auch zu diesem Wochenende startet unser Autor Wolfgang Niemeyer einen Spaziergang mit der Kamera, um uns scheinbar von allen...

Polizei löst “Corona-Party” auf – Gäste extra aus München und Hamburg nach Osnabrück angereist

Einen unerfreulichen Einsatz erlebten Beamte der Osnabrücker Polizei am Freitagmorgen in der Bohmter Straße (Osnabrück Gartlage). Die Gäste einer...

Staatsrechtler: Recht auf Leben nicht das höchste Gut

Foto: Corona-Testzentrum, über dts Berlin (dts) - Staatsrechtler Uwe Volkmann sieht das Grundrecht auf Leben nicht als das Wichtigste...

Über 100.000 Corona-Tote weltweit

Foto: Kreuz in einem Krankenhaus, über dts Halle (Saale) (dts) - Die weltweite Zahl der Menschen, die mit einer...

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Contact to Listing Owner

Captcha Code