Kommentar von Hasepost-Herausgeber Heiko Pohlmann

Nachdem HASEPOST bereits am Donnerstagabend über die erstaunliche Zertifizierung von Osnabrück als „fahrradfreundliche Kommune“ berichtet hatte, gab es im Kommentarbereich bei Facebook zahlreiches negatives Feedback. Nun gut, wir sind als angeblich „autofreundlich“ oder gar „fahrradfeindlich“ verschrien – was allerdings quatsch ist – aber vielleicht liegt es an der Leserschaft der HASEPOST?

Aber auch nachdem die Osnabrücker Tageszeitung NOZ über die kuriose Zertifizierung berichtete, zog dies Unglauben („ist denn schon der 1. April?“) und Kritik nach sich. Und selbst die „Otte-freundliche“ Facebookseite von Critical Mass Osnabrück provozierte Leser dazu, dieses Zertifikat „als Witz“ zu bezeichnen.

Warum lieber Stadtbaurat Otte, haben Sie nicht wenigstens einmal „nein“ gesagt? Osnabrück ist (noch) nicht so weit, eine derartige Auszeichnung anzunehmen.
Oder wollten Sie als Vorstand des auszeichnenden Vereins nicht blöd dastehen? Die Fakten sprechen leider nicht für Osnabrück. Immerhin hat die Hasestadt in den vergangenen vier Jahren insgesamt sieben (7!!!) tote Radfahrer zu verzeichnen, allein durch rechtsabbiegende LKW.

Ich persönlich finde es übrigens toll, dass Sie nun (nachdem auch in diesem Jahr ein Radler unter einem LKW sein Leben aushauchte) eine bereits mehrere Jahre alte Idee ausgegraben haben und die Bundesstraße 68 als Kreisverkehr um Osnabrück herumführen wollen. Aber auch das sind lediglich Ankündigungen, wie der vielgerühmte Fahrradschnellweg nach Belm, der noch sehr weit davon entfernt ist realisiert zu sein. Wenn Sie diese beiden Projekte fertiggestellt haben, dann wäre Osnabrück vielleicht wirklich soweit eine derartige Auszeichnung anzunehmen!