Aktuell 🎧Frisch aus dem Papierkorb, heute "Eat Local"

Frisch aus dem Papierkorb, heute „Eat Local“

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Nein, der Grundsatz „Eat Local“, oder auch „Buy Local“ war bei uns nie im Papierkorb.
Was aber wohl bald dort zu liegen kommen wird, ist die Speisekarte des Hipster-Burgerbraters Hans im Glück, denn der hat sich nämlich ganz kräftig mit seinem Lizenznehmer zerstritten, der deswegen das Restaurant in Osnabrück bald mit einem neuen Namen und einer neuen Speisekarte versehen wird.

Das finden wir jetzt nicht sonderlich schade, denn tiefgefrorenes Hackfleisch in einem standardisierten Prozess (im zeitgesteuerten Brat-Automaten) garen und in ein Vollkornbrötchen packen, das schafft der Wettbewerber von gegenüber schon seit Jahren. Und solange es den Big Rösti gibt, sind sogar rustikale Zutaten dabei.

Erinnert sich noch jemand an diese Kolumne im Oktober? Kurz vor der Eröffnung von Hans im Glück hatten wir am 18. Oktober vorgerechnet (hier, ein wenig scrollen), dass die Kollegen der NOZ, die damals schon mindestens 4x über den hippen Burgerbrater berichtet hatten, irgendwann bald täglich über den hochpreisigen Systemgastronomen schreiben würden. Was sollen wir sagen? Wir haben Recht behalten!
Am 29. Januar und am 30. Januar war es soweit, da wurde dann wirklich an zwei Tagen in Folge der betriebsinterne Streit um den schicken Schnellimbiss in den Rang einer Nachricht erhoben – auch wenn es da schon um das baldige Ende ging.

Outtakes Eat Local

Ein ehemaliger Autor der HASEPOST bedauerte neulich auf seiner persönlichen Facebook-Seite: »Wieso ticken Osnabrücker so ab, sobald hier ein Hauch von Großstadtflair durch die Gassen weht und vergessen in einer 30-Minuten-Warteschlange, dass es in Osnabrück schon andere und bessere Burger gibt?«
In der folgenden Diskussion fielen Namen und Konzepte wie Burger Biene oder die Steakmeisterei, die beide jeweils nur 1x die Ehre hatten von der Lokalzeitung zum Gegenstand der Berichterstattung zu werden. Was ist damit? Können wir nicht anerkennen, was aus der Mitte unserer Stadt entsteht? Mit Handarbeit und Herzblut statt mit der Pflichtenliste eines seelenlosen Franchisegebers? Kocht es sich mit einem BWL-Diplom besser als mit dem „Glück aus Osnabrück“ zu stammen?
Wir nehmen das mal zum Anlass uns hiermit und heute zur diskriminierungsfreien Berichterstattung über lokale Gastronomiekonzepte zu bekennen!

Eat Local!

Unsere Rubrik OutTakes erscheint regelmäßig jeden Sonntagabend, hier sind die bisherigen Beiträge in unserem Archiv zu finden.

Hasepost
Dieser Artikel ist keinem bestimmten Kollegen zuzuordnen.
 

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