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Sonntagstipp: Osnabrücker Fahrradmesse im Schinkel

Fahrradmesse Osnabrück 2015
Sonntagstipp: Osnabrücker Fahrradmesse im Schinkel

Auch wenn das Frühlingsgrün noch in den Startlöchern weilt und uns das Wintergrau wieder eingeholt hat: die Fahrradsaison 2015 ist gestartet!
Mehr als 6.000 Tagesbesucher werden im Autohaus Härtel (Mindener Straße, Schinkel) erwartet.

Die Fahrradmesse zum Saisonstart mit vielen Neuheiten, Trends und Visionen.

Auf über 6.000 qm bieten mehr als 45 Radhändler aus der Region, Tourismusverbände und Radreiseunternehmen aus der ganzen Bundesrepublik die ganze Vielfalt der Fahrradwelt.

Osnabrücker Fahrradmesse 2015
Vor Ort kann man in Absprache mit den Händlern die neuen Modelle testen, an einem Mountainbike-Training der Bergschule teilnehmen, mit seinem Nachwuchs um die Wette strampeln, den Rennsportnachwuchs von morgen auf die Laufrad-Piste schicken oder einfach in der Cafeteria die Seele baumeln lassen.
Neben einer ausgiebigen Beratung zum Thema GPS präsentiert der ADFC ein kleines Highlight zum Thema „Mobilität heute“.
Die Sonderausstellung „Packesel, Lastenrad, Kinderanhänger & Co.“ wird sicherlich zum Nachdenken anregen.

 

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PM/Fotos: ADFC

AFP

Vor 45 Jahren war Osnabrück die Hauptstadt der Elche!

Beatband "Pepitas"
Die Osnabrücker Beatband "Pepitas" (links Ulli Schlie). Foto: privat

Wenn es um Elche ging, dachte in Osnabrück Anfang der 70er Jahre noch niemand  an IKEA.

Hätte man um 1970 einen „jungen Osnabrücker“ gefragt, wer oder was denn Elche wären, hätte der vermutlich erst einmal etwas von Beat-Musik erzählt, von ein paar stadtbekannten Verrückten und dann vielleicht auch noch von dem Paarhufer mit dem markanten Geweih, da sind sich Ulli Schlie und Friedhold Kantwerk sicher, denn sie waren damals selber Elche!

Osnabrücker Elche
Osnabrücker Elche vor „Toscani“ und der „Elch-Apotheke“ in Laer. Fotos: privat

Man traf sich als Jugendlicher bei Eduscho auf einen Kaffee oder bei der Eisdiele Toscani.
Toscani war damals „die Eisdiele“ und später auch Lieferant des Osnabrücker „Elch-Eis“, doch dazu kommen wir noch.

Zu Elchen wurden sie durch einen Zufall (und einen netten Buchverleger)

Ulli Schlie, der heute an der Universität Osnabrück am Institut für Musikwissenschaften lehrt, fiel damals bei Bücher Wenner ein prächtiger Bildband in die Hände, auf dessen Buchumschlag ein imposanter Elch abgebildet war.
Da sich der junge Schlie regelmäßig mit Gleichgesinnten bei Eduscho und Toscani traf, und man gemeinsam so etwas wie einen „Club“ bildete, kam ihm die Idee mit dem Elch!
Der Bildband-Verleger muss entweder „ein ganz Netter“ gewesen sein, oder Ulli Schlie konnte einfach nur gut reden – vermutlich beides. Der Verleger jedenfalls schickte kostenfrei 100(!) großformatige Buchumschläge nach Osnabrück. Der Elch, der nun ausgeschnitten die Scheiben der Autos der Clubmitglieder zierte, war zum Namensgeber der Clique geworden: der „Elch-Club“ war geboren.

Elche on Tour und die Band Pepitas mit Ulli Schlie
Auch vor dem Ortsschild von Laer (noch ohne Zusatz „Bad“) posierten die Elche.
Die Beatband „Pepitas“, ganz links Ulli Schlie.

Beatmusik überall – 13 Bands an einem Abend

Es war aber weder der Elch, noch das gemeinsame Kaffeetrinken (heute würde man „chillen“ sagen) bei Eduscho oder die Vorliebe für das damals wie heute leckere Eis von Toscani, das die Truppe einte: es war die Beatmusik!
Bands mit Namen wie „Pepitas“, „After Ten“, „Dynamites“ und „The Four Lords“ waren damals auch über die Grenzen der Stadt bekannt und spielten regelmässig live. Musik vom Plattenteller war damals eher die Ausnahme. Friedhold Kantwerk erinnert sich noch an ein Festival in der Halle Gartlage, wo 13 Beat-Formationen nacheinander auf der Bühne standen!

Osnabrücker "Elche" in der PresseZur Elch-Apotheke in den Landkreis

Die Sache mit dem „Elch“ bekam eine irre Eigendynamik. Gemeinsam fuhren die „Elche“ im Autokorso nach Bad Laer, denn dort gab es eine Elch-Apotheke.
„Der musste man natürlich einen Besuch abstatten“, erinnert sich Ulli Schlie, der damals Mitglied der Band „Pepitas“ war.

Die Idee mit dem „Elch-Festival“

Weil alle Osnabrücker „Elche“ auch aus der Beat-Szene stammten, lag die Idee nahe ein Osnabrücker „Elch-Festival“ zu organisieren! Friedhold Kantwerk, damals wie heute Bassist der „Four Lords“, erinnert sich: „Alles wurde mit Elch verbunden: Der Wirt war der Thekenelch, und von Toscani gab´s natürlich Elcheis!“
Weil der Elch aber nicht nur als Motto dienen sollte, kamen die Elche auf eine neue Idee, denn ein „richtiger“ Elch fehlte noch in Osnabrück.

Wir stiften dem Zoo einen Elch!

Ein echter Elch sollte her, möglichst aus Schweden und natürlich für den Zoo am Schölerberg.
Hier bekommt die Geschichte allerdings einen kleinen Dämpfer, denn die (zum Glück) vorher befragten Spezialisten vom Osnabrücker Zoo sagten:

Elch ist schwierig, der bekommt in Gefangenschaft immer Würmer

Für derartige tierische Darmbeschwerden wollten die Beatmusiker nun aber nicht verantwortlich sein. Ob die Beatmusiker damals in Sachen nordeuropäischer Fauna nicht so bewandert waren, oder einfach nur pragmatisch, kann man heute nicht mehr mit Gewissheit sagen.

Dank des Zoodirektors Osnabrück.
Der Dank des Osnabrücker Zoodirektors Sprado an die „Elche“ für die Rentiere.

Es blieb jedenfalls bei der bei der Idee mit der Zoo-Spende. Gekauft wurden jedoch Rentiere, und davon gleich drei Stück! Das erste Osnabrücker „Elch-Festival“, 1970 bei Rahenkamp in Voxtrup, spielte stolze 1.715 D-Mark ein, die dem Zoo für den Ankauf der Rentiere übergeben wurden.

Immer noch aktiv: Samstag bei der „4. Osnabrücker Beat-Party“

Die Band von Friedhold Kantwerk, „The Four Lords“, wird auch bei der „4. Osnabrücker Beat-Party“ auf der Bühne stehen. Damals wie heute spielt Kantwerk dort den Bass – 45 Jahre, nachdem auf der Bühne bei Rahenkamp das „Elch-Festival“ stattfand.

Auf die Frage, ob es denn auch ein zweites, oder gar drittes Osnabrücker „Elch-Festival“ gegeben habe, schütteln Kantwerk und Schlie nur das inzwischen etwas schüttere Haupt. Warum eigentlich nicht?
Die Bands von 1970 und viele „Elche“ von damals sind auch heute noch aktiv und haben vor allem auch ihre Fans über die Zeit gerettet.
Der Osnabrücker Zoo hat immer noch keinen Elch …und vielleicht ist das mit den Würmern mittlerweile auch in den Griff zu kriegen?

Neben den „The Four Lords“ spielen am Samstag (21.03.)  „Just For Fun“ und  „The Beat“.

Die Bands versprechen das Beste aus Beat, Pop und Rock der Sechziger und Siebziger, live und im Originalsound, unverstaubt und mit großer Spielfreude präsentiert, ungeachtet des Geburtsjahres ein mitreißendes Vergnügen für alle Besucher mit Faible für Live-Musik. Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Bitte beachten: Tischreservierungen sind nur vorab möglich.

Veranstaltung:

„4. Osnabrücker Beat-Party“ mit den Bands The Four Lords, Just For Fun, The Beat

Termin:

Samstag, 21.3.2015

Ort:

Haus Rahenkamp
Meller Landstr. 106
49086 Osnabrück

0541-386971

Einlass:

ab 19:00 Uhr

HP, Fotos: privat
AFP

Ferienpassinhaber sollen im Nettebad
nicht unter Generalverdacht stehen

Karolina Keller (JuLis) und Sebastian Kunde (Jusos)
Karolina Keller (JuLis) und Sebastian Kunde (Jusos) kritisieren gemeinsam Pläne des Bäderchefs.

In einer ungewöhnlichen Allianz und mit einer gemeinsamen Presseerklärung kritisieren die Osnabrücker Jungsozialisten (Jusos) und Jungen Liberalen (JuLis) die Planungen von Bäder-Chef Wolfgang Hermle.

Dieser hatte zuvor seine Idee öffentlich gemacht, die Ferienpässe junger BesucherInnen für die Zeit des Aufenthalts im Osnabrücker Nettebad einzubehalten und bei Vandalismus zur Identifizierung der Verursacher zu nutzen. Damit würden junge BesucherInnen pauschal in die Nähe von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten gerückt, finden Jusos und JuLis.

Karolina Keller (JuLis) und Sebastian Kunde (Jusos)
Karolina Keller (JuLis) und Sebastian Kunde (Jusos) kritisieren gemeinsam Pläne des Bäderchefs.

Sebastian Kunde, Sprecher der Osnabrücker Jusos, erklärt dazu: „Es spricht nichts dagegen, beim Betreten des Bades neben dem Ferienpass auch den Ausweis zur Identifizierung vorzeigen zu müssen. Das ist wie beim Bahnfahren für Studierende mit dem Semesterticket. Den Ferienpass aber direkt beim Betreten der Bäder einzubehalten, zeugt von tiefem Misstrauen gegenüber Kindern und Jugendlichen und gleicht einer Vorverurteilung einer bestimmten BesucherInnengruppe. Wir wollen keine gläsernen Badegäste. Der Jugendhilfeausschuss sollte den Vorschlag des Bäderchefs ganz schnell verwerfen.“

Karolina Keller von den JuLis ergänzt: „Das Einziehen des Ferienpasses ist überhaupt nicht notwendig. Einzelne BesucherInnen, die randalieren, können gezielt angesprochen und sanktioniert werden. Dafür müssen nicht alle Kinder und Jugendlichen unter Generalverdacht gestellt werden. Zudem ist auch nicht klar, wo und auf welcher Rechtsgrundlage die Daten auffällig gewordener Kinder und Jugendlicher gespeichert werden sollen und wer über den korrekten Umgang mit den Daten wacht.“

Das „Modell Nettebad“ könnte bald auch schon im Moskau gelten

Jusos und JuLis befürchten, dass das Modell, einmal für das Nettebad etabliert, auch später in anderen Bädern angewendet werden könnte. Keller und Kunde denken dabei zum Beispiel an das Moskaubad in der Wüste. Auch die 2013 erprobte Auflage, das Betreten der Bäder mit dem Ferienpass an den vielbesuchten Wochenenden nur in Begleitung der Eltern zu erlauben, lehnen Jusos und JuLis als viel zu bürokratisch ab. „Es sollte allen Jugendlichen erlaubt sein ihre Freizeit mit anderen Jugendlichen und Kindern zu verbringen und nicht auf die Zeit der Eltern angewiesen zu sein“, so Keller und Kunde einhellig.

Beide Jugendorganisationen begrüßen das Ferienpassangebot, mit dem Kindern und Jugendlichen attraktive Angebote zur Freizeitgestaltung gemacht werden. Der Ferienpass richtet sich an 16.500 Kinder und Jugendliche in Osnabrück, die zwischen fünf und siebzehn Jahren alt sind. Das Angebot verschiedener Freizeitangebote erstreckt sich auf die Sommerferien. „Der Ferienpass bietet vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Freizeitangebote wahr zu nehmen, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Diese Teilhabe ist für die gesellschaftliche Integration besonders wichtig“, so Keller und Kunde abschließend.

PM JuLis und Jusos
AFP

Die Zweitwohnungssteuer kommt – Studenten werden direkt auf dem Campus zu „echten Osnabrückern“

Symbolbild: Anmeldebogen des Einwohnermeldeamtes
Die Zweitwohnungssteuer kommt – Studenten werden direkt auf dem Campus zu „echten Osnabrückern“

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Rat die Einführung einer Zweitwohnungssteuer vorbereitet. In der vergangenen Ratssitzung (10.03.) wurde diese nun konkretisiert und auf den Weg gebracht.

10% der Nettokaltmiete als Steuer für den zweiten Wohnsitz

Der festgelegte Steuersatz, von 10% der Nettokaltmiete, orientiert sich an den Regelungen in Münster, Hannover und Hildesheim, wo diese Steuer bereits etabliert ist.
Auch bei der Definition der Wohnungen, die nicht als Zweitwohnungen besteuert werden, orientiert sich Osnabrück an den Vorreiter-Städten, geht aber in Teilen noch darüber hinaus – zugunsten der Betroffenen. Details zu den Ausnahmen und wie diese nachzuweisen sind, werden zeitnah von der Verwaltung kommuniziert.

Symbolbild: Anmeldebogen des Einwohnermeldeamtes

Bereits jetzt fast 500 Neu-Osnabrücker gemeldet

Mit Einführung der Zweitwohnungssteuer sollen mehr Menschen einen weiteren Anreiz bekommen endlich“echte Osnabrücker“ zu werden. Die Verwaltung kann schon jetzt erste Erfolge vermelden. Zum Stichtag 30. Januar gab es zahlreiche telefonische Rückfragen bei der Stadt und es wurden Abmeldungen sowie Ummeldungen von Zweit- in Erstwohnsitze angekündigt. Hochgerechnet rechnet die Verwaltung bereits mit etwa 480 Ummeldungen von Zweit- in Erstwohnsitze.

Stadt profitiert von Steuereinnahmen und Zuwendungen für Neu-Osnabrücker

Die Einnahmen durch die neue Steuer schätzt die Verwaltung auf überschaubare 140.000 Euro. Deutlich höher sind sind die erwarteten Zuwendungen im Rahmen des Finanzausgleichs. So sollen die neuen Osnabrücker auf diesem Wege bereits im ersten Jahr eine halbe Million Euro in die klammen Kassen spülen – in den Folgejahren wird mit jährlich rund einer Million Euro gerechnt.

Die Verwaltung kommt auf den Campus – der Student muss nicht ins Stadthaus

Da vor allem Studenten von der Zweitwohnsitzsteuer betroffen sind, soll die Verwaltung auf den Campus kommen – nicht der Student ins Stadthaus. In den ersten Tagen zum jeweiligen Semesteranfang, beginnend mit dem Sommersemester 2015, sollen Studenten die Möglichkeit zur Anmeldung des Wohnsitzes direkt an den Hochschulen erhalten, ohne dass ein Besuch der Stadtverwaltung notwendig wird.

HP

 

AFP

Evakuierung am Haster Berg – hier alle Fakten

Evakuierungsgebiet Haster Berg am 12. März 2014
Hier wird am 12. März evakuiert. Karte: Stadt: Osnabrück

Bombenräumung am Donnerstag – wir haben nochmal alle Fakten zusammengetragen:

Im Bereich Haster Berg wurden mehrere Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Nach jetzigem Erkenntnisstand handelt es sich um drei 5-Zentner-Bomben.

HASEPOST wird über diese Website, Facebook, Twitter und unseren neuen WhatsApp-Service (bei uns bereits seit zwei Wochen im Regelbetrieb) aktuell über den Stand der Bombenräumung berichten.


 

Wer ist betroffen?

Wegen der notwendigen Entschärfung müssen rund 1.000 Personen aus dem Bereich Haste und Wallenhorst-Rulle am Donnerstag, 12. März, ihre Häuser und Wohnungen räumen und bis 14 Uhr den Evakuierungsbereich verlassen.

Wohin während der Räumung?

Ein Evakuierungszentrum steht in der Anne-Frank-Schule im Schulzentrum Sonnenhügel, Knollstraße 143, zur Verfügung. Bis zum Abschluss der Evakuierung fahren Busse des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Osnabrück von der Haltestelle „Ruller Weg“ zur Anne-Frank-Schule.

Ab wann wird alles gesperrt?

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind ab 14 Uhr gesperrt. Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im vorgenannten Bereich ist nicht mehr möglich.

Evakuierungsgebiet Haster Berg am 12. März 2014
Hier wird am 12. März evakuiert. Karte: Stadt: Osnabrück

Und was machen Alte und Kranke?

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Telefon 0541 323 4455) angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden.

Wie lange dauert das alles? Was soll ich mitnehmen?

Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern.
Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden.

Wissen alle Bescheid?

Die Stadtverwaltung bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren.

Was tun, damit mein Haus nicht zwischenzeitlich abbrennt?

Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen Ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Wie erfahre ich, wenn „der Spaß“ vorbei ist?

Die Stadtverwaltung informiert – auch über Rundfunkdurchsagen – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Betroffenen in Ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können.

Noch Fragen?

Für Fragen ist am Donnerstag, 12. März, von 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter der Nummer 0541 323 4490 geschaltet. Weitere Informationen auch im Internet unter www.osnabrueck.de.

AFP

Gemeinsam gegen „tote Winkel“ und riskante
Abkürzungen durch die Innenstadt

Fahrradfahrer im "toten Winkel"
Eindrucksvoll demonstriert: ein Fahrradfahrer im "toten Winkel".

Spediteure gemeinsam gegen Unfallrisiken

Abkürzungen, wie in unserem Zeitraffer-Video, sollen zukünftig die Ausnahme sein, geht es nach den Chefs der größten Osnabrücker Speditionen.

In einer freiwilligen Selbstverpflichtung verpflichten sich zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim für die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenkataloges.

Auslöser für die gemeinsamen Aktivitäten sind die im vergangenen Jahr in Osnabrück von LKW überfahrenen beiden Fahrradfahrer und die Fußgängerin, die im Bereich Rosenplatz ebenfalls von einem abbiegenden LKW erfasst wurde.

Von gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit über die Einführung technischer Systeme, Verkehrslenkung, Verkehrsvermeidung, bis hin zum Monitoring der Maßnahmen im Rahmen regelmäßiger Treffen, reicht der Katalog der vereinbarten Selbstverpflichtung. Neben den großen Osnabrücker Speditionen (u.a. Hellmann, Heinrich Koch, Meyer & Meyer und NOSTA) zählen auch die Stadtwerke Osnabrück , KME (ehemals Kabelmetall) und der Fahrzeugbauer Krone im Emsland zu den Unterzeichnern.

Fahrradfahrer im "toten Winkel"
Eindrucksvoll demonstriert: ein Fahrradfahrer im „toten Winkel“.

In einer Pressekonferenz, an der auch Stadtbaurat Frank Otte und Heiner Kröger von der Polizei teilnahmen, wurde an einem großen Speditions-LKW ein technisches System vorgestellt, das zukünftig den Fahrer vor sich im „toten Winkel“ befindlichen Radfahrern warnen soll.
Dieses System befindet sich allerdings noch in Erprobung. In absehbarer Zukunft, da sind sich die Spediteure einig, werden solche Systeme aber vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden.

Appell an die Einsicht der Radfahrer

Auch wenn es den Fahrradfahrern sicher nicht gefallen wird, richteten die Teilnehmer der Veranstaltung die ausdrückliche Bitte an die Radler: „nicht immer auf ein mögliches  Vorfahrtsrecht zu bestehen“.
Kommt es zu einem Unfall, ist der Radfahrer immer der Unterlegene. Spediteur Heinrich Koch dazu:

die sicherste Position eines Fahrradfahrers ist hinter einem LKW!

Damit aber immer weniger potentielle Gefahrensituationen entstehen, die auch von noch mehr Spiegeln (70 weitere Spiegel für Osnabrücker Kreuzungen werden von den Spediteuren finanziert) nicht verhindert werden können, wollen die Logistiker ihrer Fahrer in Zukunft verstärkt auf alternative Anfahrtsrouten hinweisen.

Rolf Meyer, von der Spedition Meyer & Meyer erklärte:

für jeden Fahrer ist einen Fahrt in der Innenstadt eine Qual!

Daher sind für ihn als Spediteur ein paar Cent mehr an Maut auch nicht relevant, so Rolf Meyer. Auch wenn die Strecke dafür im Falle seines Unternehmens einen Umweg über das Lotter Kreuz und ein paar Cent mehr LKW-Maut bedeutet, dies sei „immer der bessere Weg“, betonte Meyer.

Gespräche über eine Verlegung der B68 laufen

Stadtbaurat Otte erklärte auf Nachfrage, dass in der kommenden Woche Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium beginnen, in denen geklärt wird wann und wie eine Verlegung der Bundesstraße 68 erfolgen kann (HASEPOST berichtete). Aktuell ist dies noch die einzige übergeordnete Straße, die mitten durch die Osnabrücker Innenstadt führt.

Zweifel äußerte Otte gegenüber der kreativen Idee eines generellen Rechtsabbiegeverbots auf dem Wall (siehe HASEPOST-Dossier zur „Todesursache Rechtsabbiegen“). Insbesondere die Überprüfbarkeit einer solchen Maßnahme, würde gegen eine Umsetzung sprechen. „Das kann keiner kontrollieren, es halten sich nicht alle LKW-Fahrer an Verbotsschilder“, so der Stadtbaurat.
Speditionsprofi Ulrich Boll, der selbst lange Zeit als Kraftfahrer tätig war, hatte zuvor erklärt, dass für ihn das Rechtsabbiegen der größte Schrecken seines Berufs sei. Genau dort liegt für ihn als Profi das größte Gefahrenpotential, während Linksabbiegen mit dem LKW geradezu harmlos sei.

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Stadtrat entscheidet: Skate-Anlage in der Gartlage kommt!

Symbolbild Rollstuhlfahrer in Skateanlage
Stadtrat entscheidet: Skate-Anlage in der Gartlage kommt!

HASEPOST berichtete bereits mehrfach über die politisch umstrittene Anlage in der Gartlage (hier und hier). Nun ist eine Entscheidung gefallen:

„Mit Augenmaß“ – und dann in einem Kostenrahmen von vielleicht 250-300.000 Euro zu Lasten der Stadtkasse, hätte er einer Skate-Anlage an der Schlachthofstraße zugestimmt, so Unions-Fraktionschef Fritz Brickwedde, in der Ratssitzung am Dienstagabend.

Symbolbild Rollstuhlfahrer in SkateanlageBrickwedde zeigte sich enttäuscht, dass es die Verwaltung offenbar nicht geschafft hat, binnen eines Dreivierteljahres nennenswerte Sposoringleistungen Dritter zu aktivieren. Er habe mit etwa 200.000 Euro von Unternehmen, Stiftungen und Service-Clubs (Lions, Rotary etc.) gerechnet – tatsächlich gäbe es aktuell nur zwei Zusagen aus der Wirtschaft, die enttäuschend gering seien, und deren Betrag er auch nicht öffentlich in der Ratssitzung nennen wollte. Ausdrücklich lobte Brickwedde das Bemühen von Stadtkämmerer Thomas Fillep, der sich intensiv um weitere Sponsoren bemüht habe – leider weitestgehend erfolglos.

Lebhafte Debatte vor der Abstimmung

SPD-Chef Frank Henning erinnerte die CDU daran, dass der Rat im Mai vergangenen Jahres einen Grundsatzbeschluss gefasst habe, der für seine Fraktion bindend sei. Auch vor dem Hintergrund des Armutsberichts der Stadt, sähe er eine solche Anlage als wichtigen Baustein um den Stadtteil Schinkel zu stärken.
Wie zahlreiche Redner in dieser Debatte, schien auch Henning immer wieder hin- und hergerissen, ob die Skateanlage nun im Stadtteil Schinkel oder Gartlage gebaut werden soll – das aber nur am Rande.

Für die FDP erläuterte Ratsherr Thomas Thiele, seine Partei habe schon immer Kritik an den relativ hohen Summen, die einer vergleichsweise kleinen Gruppe zugutekommen, gestört.

SPD-Ratsherr Ulrich Sommer verwies hingegen auf die geplante Nutzung der Anlage auch im Rollstuhlsport – ein Aspekt der öffentlich so noch nicht mit der Anlage in Verbindung gebracht wurde.

Ich glaube an die Anlage (Oberbürgermeister Wolfgang Griesert)

Mit den Stimmen der Linken, der Grünen und der SPD stimmte auch der Oberbürgermeister Wolfgang Griesert für die Anlage. Das Stadtoberhaupt ermahnte aber den Rat, dass hier auf Gelder zugegriffen werde, die dann in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen werden.

HP, Foto: Aktion Mensch
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Kommt das Super-WLAN für Osnabrück?

Wifi City Osnabück
Kommt das Super-WLAN für Osnabrück?

In der Ratssitzung am Dienstagabend wurde der Weg freigemacht für ein freies WLAN in Osnabrück -vermutlich deutlich über die Innenstadt hinaus. HASEPOST berichtete bereits im Vorfeld.
Während die CDU erst noch abwarten wollte welche gesetzlichen Vorgaben dieses Jahr noch von der Bundesregierung zu erwarten sind, mochten die anderen Parteien nicht mehr warten.

WWW = welt-weites-warten

…unkte während der Debatte noch Volker Bajus (Grüne).

Einstimmig freie Fahrt für das Super-WLAN

Nicht gegen, aber unter Enthaltung der Unions-Stimmen wurde dann jedoch nicht mehr gewartet, sondern ein weitreichender Antrag der rot/grünen Zählgemeinschaft einstimmig angenommen.

In Abwandlung eines ursprünglich von UWG und Piraten gestellten Antrags, soll die Verwaltung nun prüfen in welchem Rahmen sich die Stadt an der Weiterentwicklung eines privaten und frei zugänglichen WLAN-Netzes in Osnabrück beteiligen kann.

Synergien finden statt Wifi-Inseln aufbauen

Wifi City OsnabückKern des Antrags ist es, Synergien zwischen den Aktivitäten des Stadtmarketing (zusammen mit dem Werbevermarkter Ströer), dem bestehenden WLAN-Netz der Stadtwerke in Zusammenarbeit mit der Lokalzeitung NOZ (www.free-wlan-osnabrueck.de) und dem Projekt Freifunk (osnabrueck.freifunk.net/) herzustellen. Aufwändige Doppelstrukturen sollen ausdrücklich vermieden werden. Angesichts der bereits bestehenden Abdeckung der Fußgängerzonen durch das Stadtwerke/NOZ-Netz, dürfte das entstehende Netz nun auch weit über das Zentrum der Stadt hinausreichen.

Zuvor hatte Ralf ter Veer von den Piraten noch fleissig Werbung für die Privatinitiative Freifunk gemacht. Volker Bajus von den Grünen attestierte seinem CDU-Kollegen Christoph Bertels mehr technischen Sachverstand zu haben als die Bundesregierung.  Heiko Panzer von der SPD äußerte zudem erhebliche Bedenken, ob bei den Verhandlungen mit dem Werbevermarkter Ströer nicht Dinge miteinander verhandelt werden, die „nichts miteinander zu tun haben“.

Stadträte spenden 20 Zugangspunkte für den Freifunk

Vor der Abstimmung, hatte Wulf-Siegmar Mierke (UWG) angekündigt, dass er zusammen mit Ralf ter Veer 20 Zugangspunkte für das städtische Wifi-Netz aus eigener Tasche spenden will.
Obwohl der angenommene Antrag erst eine Prüfung durch die Verwaltung vorsieht, werden allein durch die Router-Spende von UWG und Piraten – und den bereits aktiven Freifunkern – Fakten geschaffen, die zu einem Super-WLAN in der Stadt führen könnten.

AFP

Testet die US Luftwaffe krebserregende Uran-
Munition im Großraum Osnabrück? [Update]

A 10 Warthog Kampfflugzeug
Testet die US Luftwaffe krebserregende Uran-
Munition im Großraum Osnabrück? [Update]

[Update 18:30] Während die von uns bereits am frühen Morgen angefragte Pressestelle der US-Airforce schweigt, verbreitet die dpa über diverse Medien eine beruhigende Nachricht des Nordhorner Standortkommandanten Major Hanjo Neue.
Er schließt die Verwendung uranhaltiger Übungsmunition aus, weil diese Verboten sei… Zitat: „Unser Platz hat genau wie jeder andere deutsche Übungsplatz ein Verbot dieser Munitionsart. Das ist nicht zulässig.“


 

Obwohl technisch eigentlich schon veraltet, haben die USA vor einigen Wochen mehrere Kampfflugzeuge vom Typ A10 Thunderbolt II nach Spangdahlem in Rheinland-Pfalz verlegt. Kritiker werfen der NATO vor, damit eine weitere Eskalation des Konflikts um die Ukraine zu provozieren. Nun tauchen die martialisch wirkenden Kampfjets auch im Luftraum über Osnabrück auf.

Die aus den 70er Jahren stammenden Flugzeuge tragen den Spitznamen „Warthog“ (Warzenschwein) und sind spezialisiert auf die Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen. Die Bordkanone kann bis zu 70 Schuss panzerbrechender Munition pro Sekunde abfeuern.

2001 dementierte das Pentagon Tests mit Uran-Munition

Um auch stärksten Stahl zu durchbrechen, besteht die Munition aus abgereichertem Uran. Der Einsatz dieser Munition gilt als Kritikern zufolge als eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen bei Kindern und Neugeborenen im Umfeld der Einsatzgebiete. Auch zahlreiche Erkrankungen bei Angehörigen von Nato-Armeen stehen in Veracht durch Uran-Munition ausgelöst worden zu sein.
Bereits 2001 gab es Berichte über Tests mit Uran-Munition in Nordhorn, diese wurden jedoch von einer Sprecherin der US-Luftwaffe zurückgewiesen.

1988 stürzte ein „Warzenschwein“ über der Stadt Remscheid ab

Noch zu Zeiten des Kalten Krieges stürzte im Dezember 1988 ein Flugzeug dieses Typs über der Stadt Remscheid ab. Es gehörte zu einer in Großbritanien stationierten Einheit, die im Rahmen eines Manövers über dichtbesiedeltem Gebiet Tiefflüge übte. Anwohner der Absturzstelle bringen zahlreiche Krebsfälle in Zusammenhang mit dem Absturz, Wissenschaftler bestreiten jedoch einen Zusammenhang.

Aktuelle Waffentests unweit von Osnabrück auf YouTube

Obwohl die Flugzeuge in Süddeutschland stationiert wurden und den USA in menschenleeren Wüsten großflächige Übungsplätze zur Verfügung stehen, wurden die umstrittenen „Panzerknacker“ vergangene Woche von einem niederländischen „Plane-Spotter“ über dem Übungsgelände „Nordhorn-Range“ bei Waffentests gefilmt. Der Übungsplatz liegt etwa 60km Luftlinie von Osnabrück und 8km vom Kernkraftwerk Lingen entfernt.

HP, Video: YouTube
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Zahl der Wohnungseinbrüche in Osnabrück
seit 2008 fast verdoppelt

Symbolbild Einbrecher, Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention
Zahl der Wohnungseinbrüche in Osnabrück
seit 2008 fast verdoppelt

Opferschutz muss im Vordergrund stehen

Seit 2008 hat sich die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Stadt Osnabrück fast verdoppelt. Die Menschen fühlen sich in ihren eigenen Häusern und Wohnungen oftmals nicht mehr sicher

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde sieht diese Zahlen als beunruhigend an. Vor dem Hintergrund  dieser Entwicklung, stellt die CDU-Fraktion in der Ratssitzung am Dienstag einen Antrag, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, bei der kommunalen Kriminalprävention den Fokus auf das Thema „Wohnungseinbrüche“ zu verstärken.

Symbolbild Einbrecher, Quelle: Polizeiliche KriminalpräventionHier sollen zusammen mit den Partnern, wie zum Beispiel der Polizei und weiteren Organisationen, Gespräche geführt werden, damit die Menschen noch besser über dieses allgegenwärtige Thema informiert werden. „Es ist die oberste Aufgabe eines Staates, die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Wir können als Politik die Menschen mit diesem Problem nicht alleine lassen“, so Bürgermeister Burkhard Jasper (CDU).

Alleine in 2013 kam es im Stadtgebiet zu 397 Wohnungseinbrüchen

2013 waren es 40 Einbrüche mehr als noch im Vorjahr, für 2014 liegt noch keine Statistik vor. Aus Sicht der CDU-Fraktion gilt es, diesem Trend schnellstmöglich entgegenzuwirken. „Dies geht nur durch bessere Information der Bewohner zum Schutz vor Einbrüchen und durch verstärkte Polizeipräsenz. Wir fordern in diesem Zusammenhang, dass die Niedersächsische Landesregierung den Gesetzesentwurf des Landes Bayern im Bundesrat unterstützt“, so Brickwedde und Jasper weiter. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Einbrüche nicht mehr als minder schwere Fälle bewertet werden, sondern zukünftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren geahndet werden. „Ein Einbruch in die eigene Wohnung ist für die Betroffenen kein minder schwerer Fall. Hier muss der Opferschutz klar im Vordergrund stehen. Auch die Telekommunikationsüberwachung muss bei solchen Delikten möglich sein. Schließlich sind es immer mehr organisierte kriminelle Banden“, so Brickwedde und Jasper abschließend mit der Hoffnung, dass der Antrag breite Unterstützung im Stadtrat findet.

 

PM CDU OS, Symbolbild Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention

 

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