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Osnabrück als Energieeffizienz-Kommune ausgezeichnet

Die Städte Osnabrück und Geestland (Landkreis Cuxhaven) sind als erste Kommunen in Niedersachsen von der Deutschen Energie-Agentur (dena) als dena-Energieeffizienz-Kommunen ausgezeichnet worden. Mit dem Titel würdigte die dena die beiden Städte kürzlich in Hannover für die erfolgreiche Einführung eines Energie- und Klimaschutzmanagementsystems in den Verwaltungen, das es ermöglicht, systematisch Energiesparpotenziale zu identifizieren und auszuschöpfen.

Osnabrück hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 95 Prozent seiner CO2-Emissionen einzusparen und seinen Energieverbrauch zu halbieren. Bis Ende 2016 sind dafür bereits mehr als 90 Klimaschutzmaßnahmen aus dem Masterplan 100 % Klimaschutz in die Umsetzung gegangen. So wurden zum Beispiel die Energetische Gebäudesanierung und der Ausbau Erneuerbarer Energien vorangetrieben und Maßnahmen zur Stärkung einer nachhaltigen Mobilität ergriffen.

Schuldächer bekommen Photovoltaikanlagen

Mit dem eingeführten Energie- und Klimaschutzmanagementsystem der dena werden bestimmte Handlungsfelder, wie in Osnabrück das Feld „kommunale Gebäude“, nochmals genauer analysiert und konkrete Potenziale systematisch erfasst und ausgeschöpft. So werden u.a. noch dieses Jahr mehrere große Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Schuldächern installiert. Neben dem Umweltaspekt spart die Stadt dadurch mittelfristig auch beachtlich Energiekosten ein.

Im Rahmen der Auszeichnung gab es für Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz und Mitarbeiterin Jennifer Hoeltke sowie Dirk König, Leiter des Eigenbetriebs Immobilien, lobende Worte der dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp und KEAN-Geschäftsführer Lothar Nolte (Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen): „Osnabrück und Geestland zeigen eindrucksvoll, dass Kommunen mit Hilfe eines Energie- und Klimaschutzmanagements einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, unabhängig von ihrer Größe, ihren personellen Möglichkeiten oder ihren finanziellen Voraussetzungen“, betonte dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp.
„Mit der Auszeichnung wird das große Engagement der beiden Städte gewürdigt. Sie setzen Standards und sind damit Vorbilder für andere Kommunen“, betonte KEAN-Geschäftsführer Lothar Nolte.

Mit Osnabrück und Geestland gibt es nun bundesweit neun dena-Energieeffizienz-Kommunen. Nach drei Jahren wird der Fortschritt der Umsetzung im Rahmen einer Rezertifizierung überprüft.

AFP

Germania castet Flugbegleiter via Facebook – 12 neue Stellen am FMO geschaffen

Germania Crew

Wir leben in modernen Zeiten, doch die „Faszination Fliegen“ bleibt. Und noch immer ist der Beruf des Flugbegleiters oder der Flugbegleiterin ein Beruf, der einen ganz besonderen Reiz hat.

Die auch am FMO stark vertretene Airline Germania ging in diesem Sommer einen ganz besonderen Weg um neue Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen für die Arbeit über den Wolken zu finden.

Mit der Social-Media-Kampagne #CareerCheck konnte die Airline mit den grün-weißen Flugzeugen im Juli zahlreiche Bewerber aktivieren, sich für die Tätigkeit als Cabin Crew Member zu bewerben. Via Facebook hatte Germania erstmals zu einem Vorstellungstag in Berlin und Rostock aufgerufen, dem zahlreiche Interessenten folgten.

Germania will weg vom „Üblichen“

“Wir merken, dass wir unsere zukünftigen Mitarbeiter anders ansprechen müssen als früher”, erklärt Markus Alwast, Director Inflight & Guest Experience, die Nutzung der Social Media Kanäle. “Schneller als bislang wollen wir Ängste nehmen, aber auch die persönlichen Fähigkeiten der Bewerber sehen, weshalb wir Begegnungstage schaffen und von den üblichen Bewerbungsverfahren wegkommen.”

Germania Flugbegleiterinnen
Für den Traumjob muss man flexibel sein.

Die überwiegende Mehrheit aller Bewerbungen für die Tätigkeit als Flugbegleiter erreicht Germania inzwischen über Facebook, Instagram & Co. Mit Eindrücken aus dem Flugalltag informiert Germania dort über die Arbeit an Bord. Unter dem Hashtag #GermaniaCrew posten Kollegen und Kolleginnen zahlreiche Bilder, Anekdoten und Videomaterial von der Ausbildung und der Arbeit über den Wolken. Mit dem Blick hinter die Kulissen #BehindtheScenes will Germania einen realistischen Eindruck für die ereignisreiche und verantwortungsvolle Aufgabe vermitteln und über offene Stellen unter flygermania.com informieren.

1/3 Männer, von wegen „Frauen-Job“

Im letzten Jahr haben 626 Cabin Crew Member bei Germania ihre Arbeit an Bord verrichtet. 72 Prozent von ihnen waren Frauen, 28 Prozent Männer. In über 80.000 Flugstunden wurden über eine Million Sandwiches und über eine Million warme Mahlzeiten serviert sowie 130.000 Liter Tomatensaft ausgeschenkt, aber auch die Sicherheit gewährleistet und ein reibungsloser Flugbetrieb organisiert. Die Verweildauer bei Germania-Flugbegleitern liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Mitarbeiter kommen aus 29 Nationen und sind an mehreren Crewstationen in sechs Ländern stationiert.

Am FMO jüngst 12 neue Jobs geschaffen

Erst in diesem Frühjahr verstärkte die in Berlin beheimatete Airline ihre Aktivitäten am Flughafen Münster / Osnabrück (FMO). Zusammen mit dem nun zusätzlich ab Greven eingesetzten zweiten Airbus, wurden 12 neue Arbeitsplätze geschaffen – hier erfolgte die Personalauswahl noch „traditionell“ und vorerst ist der Bedarf am FMO gedeckt, wie uns die Germania-Pressechefin Sabine Teller mitteilte.

Angesichts des Höhenflugs, auf dem sich der FMO aktuell bewegt, kann es für Job-Interessierte sicher nicht schaden „in Kontakt“ mit der sympathischen Airline zu bleiben.
Neben der Facebook-Präsenz unterhält Germania auch noch eine klassische Website, den oben bereits erwähnten Instagram-Profil und einen Twitter-Account.

Mehr zum Thema Fliegen und FMO hier.

AFP

Mehr als 80.000 Euro von der AOK für die Hospizarbeit in der Region Osnabrück

AOK Niedersachsen Scheckübergabe Hospiz Osnabrück
Scheckübergabe im Osnabrücker Hospiz e.V.

„Dieses Geld gebe ich ganz besonders gerne ab“, betonte Klaus Hachmeister, Regionaldirektor der AOK im Osnabrücker Land, wie wichtig ihm die Arbeit der zahlreichen Ehrenamtlichen und Angestellten in der Hospizarbeit ist.

Bei der diesjährigen Förderung in Höhe von 81.849 Euro, von denen fast 60.000 Euro an den Osnabrücker Hospiz e.V. gehen, handelt es sich nicht um eine Spende, so Hachmeister, „sondern Geld, das wir aus den Mitgliedsbeiträgen zahlen“.

Den Zuschuss erhalten neben dem Ambulanten Hospizdienst und dem Ambulanten Kinderhospizdienst des Osnabrücker Hospiz e.V., auch der SPES VIVA e.V. für die qualifizierte Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen sowie für notwendige Personal- und Sachkosten.

Hier mehr lesen über die Arbeit im Osnabrücker Hospiz e.V.

Konfrontation mit dem Sterben muss verarbeitet werden

„Nicht nur die Frage nach einem guten Leben bewegt viele Menschen, sondern auch die Unsicherheit, wie man in Würde sterben kann“, schildert Klaus Hachmeister, Regionaldirektor der AOK im Osnabrücker Land. Ambulante Hospizdienste unterstützen sterbenskranke Menschen in dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben bis zuletzt. Ehrenamtliche BegleiterInnen nehmen sich Zeit für die Menschen, schenken ihnen Aufmerksamkeit und Geborgenheit. Sie helfen, die Konfrontation mit dem Sterben zu verarbeiten und leisten Beistand im Trauerprozess. Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen begleiten die Menschen im eigenen Zuhause, in Altenpflegeheimen, in Krankenhäusern und in weiteren Wohnformen.

Hospiz in Osnabrück„Die Wünsche und Bedürfnisse der sterbenden Menschen und ihrer Zugehörigen stehen im Zentrum der ambulanten Hospizarbeit. Wesentlicher Bestandteil ist das Engagement Ehrenamtlicher, mit dem sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Teilhabe des sterbenden Menschen und der ihm nahe Stehenden am Leben leisten“, würdigte Klaus Hachmeister bei der symbolischen Scheckübergabe.

Ehrenamtliche durchlaufen ein Auswahlverfahren

Ellen Ortmeyer, Leitende Koordinatorin im Osnabrücker Hospiz e.V., unterstrich im Gespräch mit unserer Redaktion, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen ist. Regelmäßig gibt es Informationsveranstaltungen, bei denen sich Interessierte darüber informieren können, ob diese ehrenamtliche Arbeit etwas für sie ist. In einem Auswahlverfahren wird dann festgestellt, ob die Freiwilligen tatsächlich die notwendige Eignung besitzen – siehe auch Terminhinweis unten auf dieser Seite.
Besonders gesucht werden männliche Ehrenamtliche – selbstverständlich werden alle Freiwilligen in gemeinsamer Gruppenarbeit, durch die Festangestellten und Fortbildungen auf die Herausforderungen vorbereitet und begleitet, erläutert Ellen Ortmeyer die Bedeutung der Freiwilligen, die oft „durch ganz spezielle Fähigkeiten glänzen“, die sie oft erst bei dieser Arbeit an sich entdecken. Die Ehrenamtlichen stammen dabei „aus allen gesellschaftlichen Schichten“ und haben ganz unterschiedliche Hintergründe.

„Unser Bestreben ist, die Auseinandersetzung mit Lebenssinn- und Glaubensfragen sowie die Suche nach Antworten zu begleiten. Wir blicken auf das Leben und finden Wege, mit dieser natürlich schwierigen, nicht auflösbaren Situation umzugehen“, erläuterte Jan-Felix Simon, Geschäftsführer der Osnabrücker Hospiz gGmbH. In der Hospizarbeit sei stets Zeit für Gespräche, in denen sich die Sterbenden nicht nur die Ängste von der Seele reden, sondern auch schöne Erinnerungen wachrufen und gemeinsam lachen können.

Titelbild (v.l.n.r.): Jan-Felix Simon, Ellen Ortmeyer, Klaus Hachmeister, Rebekka Hoffmann

 


Informationstag „Hospizarbeit“

Der Osnabrücker Hospizverein lädt ein zu einem Infotag am 9. September 2017. Interessierte verbringen einen gemeinsamen Tag von 10 – 17 Uhr, an dem sie ausführlich über die Hospizarbeit und das Thema Tod, Sterben und Trauer informiert werden. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Ein neues Kursangebot zur Qualifizierung zukünftiger ehrenamtlicher Kräfte im Erwachsenenbereich startet im November 2017. Daneben erfolgt zeitnah eine weitere Schulungsmaßnahme durch den Ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück.

Anmeldungen und nähere Informationen im Hospizbüro unter
Tel. Nr. 0541 / 350 55 25

 

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Historisches Modell der Stadtmauer wechselt von L+T in die Hände der Stadt Osnabrück

Osnabrück im Mittelalter

Als vor rund 25 Jahren das Modehaus Lengermann + Trieschmann (L+T) seine Tiefgarage baute, stießen die Bauarbeiter auf einen unerwarteten Fund.
Direkt vor dem Modehaus, zwischen dem schon älteren Hauptgebäude und dem jetzigen Verlauf der Hase, fanden sich seit Jahrhunderten verschüttete Reste einer mittelalterlichen Stadtmauer.

Wie bei solchen Funden üblich, konnten die herbeigerufenen Archäologen die Artefakte sichern und neue Erkenntnisse über die frühe Geschichte der Hasestadt gewinnen.
Um das historische Erbe und die bei den Ausgrabungen gewonnenen Erkenntnisse zu sichern, wurde im Anschluss an die Bauarbeiten im Auftrag des Modehauses ein detailliertes Modell der alten Befestigungsanlagen gebaut.

Aufgestellt und für die vergangenen Jahrzehnte ausgestellt wurde dieses Diorama in einem kleinen Gebäude am Haseufer.

Axel Friedrichs, Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück und L+T Geschäftsführer Mark Rauschen
Axel Friedrichs, Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück und L+T Geschäftsführer Mark Rauschen

Modell stand lange im „Hexenturm“

Schnell bekam das kleine Sandsteingebäude, das in den 90er Jahren am Ort der Ausgrabungen neu errichtet wurde, von den Osnabrückern den martialischen Namen „Hexenturm“.
Der Neubau, der nur so aussieht wie ein „echtes“ mittelalterliches „Türmchen“, diente allerdings einer recht profanen Funktion: Da die Tiefgarage einen Notausgang benötigte, wurde dieser Notausstieg in dem kleinen Türmchen untergebracht. Zusätzlich aber bekam auch das Modell der alten Befestigungsanlagen hier seine erste Heimat.

Der Platz am Haseufer wird eng

Im Zuge der Bauarbeiten für das neue Sporthaus von L+T und einer geplanten Fortführung des Haseuferwegs, wird der Platz am Ufer der Hase nun aber eng, zumal der Notausgang in Zukunft über das Sporthaus erfolgen wird, wie L+T Geschäftsführer Mark Rauschen am Mittwoch bei einem Pressetermin erläuterte.
Um sicherzustellen, dass das Diorama bei den Bauarbeiten nicht sprichwörtlich „unter die Räder“ kommt und auch zukünftig an die mittelalterliche Befestigungsanlagen am Herrenteichswall erinnern kann, hat man sich bei L+T dazu entschieden das Diorama in die Obhut der Stadt Osnabrück zu übergeben.
Axel Friedrichs, seit Juni neuer Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, nahm das Geschenk dankend entgegen und verspricht es schon bald im Museumsquartier wieder öffentlich zugänglich zu machen.

L+T Lengermann Trieschmann, Modell Mittelalter
Der L+T Chef (rechts) packt beim Transport mit an.

L+T wird auch weiter an die frühe Stadtgeschichte erinnern

Im Gespräch zwischen dem L+T Geschäftsführer und dem städtischen „Hüter der Bodenschätze“ wurde klar, dass das Modehaus auch in Zukunft weiter Bezüge zu der Historie des Standorts herstellen wird. „Ursprünglich stand bei uns natürlich der Bau einer Tiefgarage, und nun der Neubau des Sporthauses im Vordergrund“, so L+T Chef Mark Rauschen, „im Verlauf der Bauarbeiten haben aber auch wir ein Bewusstsein für diesen Teil der Osnabrücker Stadtgeschichte bekommen“.
Damit die Erinnerung an diese Zeit erhalten bleibt, soll zukünftig, seitlich an der Außenmauer des neuen Sporthauses, an die in diesem Bereich des mittelalterlichen Osnabrücks durchgeführten Hexenprozesse erinnert werden.

 

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George Clooney wartet an der Umkleidekabine bei HALLHUBER in Osnabrück

Eröffnung Hallhuber Osnabrück
vlnr Peter Hoffmann, Retail Director Hallhuber München, Nadja Hoff Storemanager Osnabrück, Ralf Weber Vorstandsvorsitzender der Hallhuber Muttergesellschaft GERRY WEBER International AG mit Ehefrau Irina Weber

George Clooney wartet an der Umkleidekabine bei HALLHUBER in OsnabrückGeorge Clooney in Osnabrück? Leider nur als gerahmtes Foto, aber ein nettes Detail in der neuen Osnabrücker Filiale des Münchner Modehauses HALLHUBER, die am Donnerstagvormittag feierlich eröffnet wurde.

Es ist der zweite Start der Münchner in der Hasestadt. Nachdem Hallhuber bereits im letzten Sommer 2016 erfolgreich mit einem Pop Up Store im ehemaligen House of Gerry Weber in Osnabrück vertreten war, präsentiert das Unternehmen nun auf rund 240 Quadratmetern in modernem Ambiente und in bester Lage der Osnabrücker Innenstadt seine neusten Kollektionen.

Zu finden sind die Hauptlinien HALLHUBER und HALLHUBER DONNA sowie Schuhe und Accessoires. Die Store Managerin Nadja Hoff wird das Geschäft des Münchner Traditionsunternehmen leiten.

Hallhuber Osnabrück
Die aktuellen Kollektionen sind schon verfügbar.

Zwölf Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Kundin

Vor dem Umkleidebereich gibt es einen Loungebereich für die Freundin oder den Gatten. Stilberatung wird bei Hallhuber großgeschrieben, Zwölf Mitarbeiterinnen gibt es in der Filiale Osnabrück. Es gibt dort alles, wie man es aus dem TV Format Shopping Queen kennt, Kleidung, Accessoires von Schuhe, Hut, Tüchern, Schmuck und Gürtel …alles passend auf das jeweilige Outfit farblich abgestimmt!

Gerry Weber verstärkt Präsenz in der Region

George Clooney wartet an der Umkleidekabine bei HALLHUBER in OsnabrückZur Eröffnung kam auch Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Muttergesellschaft Gerry Weber International AG.
Weber zeigte sich erfreut endlich auch in Osnabrück richtig Fuß zu fassen:
„Ich freue mich, dass wir in unmittelbarer Nähe zum Unternehmenssitz Halle/Westfalen einen neuen Store eröffnen. Unser Ziel ist es, sowohl die Region zu stärken als auch vermehrt mit Hallhuber und seinen modernen, femininen Kollektionen präsent zu sein.“
Bislang mussten Osnabrückerinnen bis Rheine oder Bielefeld fahren um einen Hallhuber Store zu finden.

Während der ersten tage am neuen Standort genießen Kunden zahlreiche Angebote und Aktionen: An den ersten drei Eröffnungstagen bietet Hallhuber seinen Facebook-Fans 20% Rabatt auf das gesamte Sortiment. Zudem werden „Opening-Flyer“ mit einem Rabatt von 10% (bei einem Mindestumsatz von 50 Euro) verteilt. Die ersten 200 Gäste erhalten eine attraktive „Goodie Bag“.

Die Titelillustration zeigt die feierliche Eröffnung mit (v.l.n.r.) Peter Hoffmann, Retail Director Hallhuber München, Nadja Hoff, Storemanagerin Osnabrück, Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Hallhuber Muttergesellschaft GERRY WEBER International AG mit Ehefrau Irina Weber.

Adresse
HALLHUBER Store | Große Straße 55 l 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten
Montag — Samstag l 10.00 — 19.00 Uhr

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Ferienzeit – Arbeitszeit: Stadt nutzt Ferien für Schulsanierungen

Die sechswöchigen Sommerferien hat die Stadt Osnabrück genutzt, um notwendig gewordene Arbeiten an Schulen in Angriff zu nehmen. Wenn in dieser Woche die Schülerinnen und Schüler ins neue Schuljahr starten, hat sich in einigen Schulen manches getan.

Am meisten Geld investierte die Stadt in den Umbau der Integrierten Gesamtschule in Eversburg. 6,6 Millionen Euro kostete die Komplettsanierung eines mehr als 40 Jahre alten Traktes, die mehr als ein Jahr in Anspruch nahm und nun abgeschlossen werden konnte. Dort finden die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien unter anderem eine neue Lehrküche, Räume für die Fächer Arbeiten-Werken-Technik sowie eine Bibliothek vor. „Hier sind wir nun wirklich auf dem neuesten Stand“, sagt Ludger Rasche, Fachdienstleiter im Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück. In den Herbstferien wird dann noch das alte Verwaltungsgebäude abgerissen.  Die Sanierungsarbeiten an der Sporthalle laufen noch bis Ende der Herbstferien.  Das Dach, die Lüftungstechnik und der Sportboden werden erneuert. Kostenpunkt: 1,4 Millionen Euro.

Alle Schulen im Überblick:

Seit April wird an Dach und Fassaden des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums gearbeitet. „Dort hatten die Arbeiter allerdings mit den widrigen Witterungsbedingungen in diesem Sommer zu kämpfen“, erklärt Rasche. Trotzdem soll die Maßnahme, die 600.000 Euro kostet, möglichst zeitnah abgeschlossen werden. Im Inneren der Schule und der benachbarten Bertha-von-Suttner-Realschule wurden in den Ferien in insgesamt 20 Klassenräumen Akustikdecken eingebaut. „In acht Räumen haben wir besonders hochwertige Materialien verwendet, damit auch hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler dem Unterricht folgen können“, sagt Rasche. Gleichzeitig ist die Elektronik in den Klassenzimmern von nun an digital steuerbar.

600.000 Euro fließen noch bis Oktober in den verbesserten Brandschutz sowie eine Sanierung der Fassaden der Dreireligionenschule (Johannisschule). An der Grundschule Hellern rollten bereits seit Ferienbeginn die Bagger. Sie rissen den einstöckigen Gebäudeteil ab, um Platz für einen zweistöckigen Neubau zu schaffen. Dieser soll nach derzeitigem Planungsstand ab Oktober errichtet werden und bis Frühjahr 2019 fertiggestellt sein.

Grundlegend hat die Stadt in den Ferien den Brandschutz am Gymnasium in der Wüste erneuert. Die Maßnahmen kosteten 280.000 Euro. In den Umbau des Verwaltungstraktes der Stüveschule flossen 200.000 Euro. An der Gesamtschule Schinkel mussten die Duschräume in der Sporthalle saniert werden. Auch diese Arbeiten kosteten 200.000 Euro und sollen zeitnah abgeschlossen werden. In den Herbstferien folgt dann die Sanierung der WC-Räume der Schule. Kostenpunkt hier: weitere 180.000 Euro.

Neben diesen hat die Stadt die Ferien genutzt, um zahlreiche kleinere Verbesserungen an den Osnabrücker Schulen zu realisieren. So bekamen zwei Klassen des Carolinum Akustikdecken, der Boden wurde in zehn Klassen erneuert und in fünf Klassen waren Schadstoffsanierungen notwendig. Einen neuen Boden sowie neue Prallwände bekam auch die Sporthalle der Grundschule Haste. In der Möser Realschule baute die Stadt den Verwaltungsbereich aus und um. In der Heiligenwegschule installierte die Stadt neue Sonnenschutzanlagen. Neue Akustikdecken bekamen außerdem: die Heinrich-Schüren-Schule, die Möser Realschule, die Berufsbildenden Schulen Schölerberg, das Schulzentrum Sonnenhügel, die Anne-Frank-Schule, die Heilig-Geist-Schule, die Bergschule Lüstringen, die Montessori Förderschule sowie das Gymnasium in der Wüste.

Viele Firmen sind ausgelastet

„Besonders bei den kleineren Arbeiten ist es sehr gut gelaufen“, zieht Ludger Rasche ein Fazit. „Bei den größeren Projekten war und ist es teilweise schwierig, Firmen zu finden.“ Die Unternehmen seien sehr stark ausgelastet, was die Auftragsvergabe erschwere.

Inklusive der Kosten für den Umbau der Integrierten Gesamtschule in Eversburg, der bereits im vergangenen Jahr begonnen hat, und der Sanierung der dortigen Sporthalle hat die Stadt somit eine zweistellige Millionensumme in die Schulen investiert.

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Volker Kauder macht Wahlkampf in Wallenhorst

Volker Kauder

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, war zu Gast beim Tank- und Chemieanlagenhersteller PURPLAN in Wallenhorst Hollage, wo ihm eine große Halle für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurde.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende machte dort gemeinsam mit dem Osnabrücker CDU-Bundestagsabgeordneten Mathias Middelberg Wahlkampfstation vor etwa 200 meist älteren Zuschauern.

Kauder lobte Mathias Middelberg, der wüsste, „wie man sich in Fraktionskreisen verhält und äußert“ und als Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen ein „wichtiger Mann“ für die CDU sei.
Auf dem Sofa in der Produktionsstelle saß neben Mathias Middelberg und Volker Kauder auch PURPLAN-Geschäftsführer Andreas Sandmann; moderiert wurde das Gespräch von Regine Bruns.
Volker Kauder präsentierte wenig überraschende und bekannte Positionen des CDU Wahlprogramms, was seinem Kollegen Wolfgang Bosbach vor der Sommerpause und vor anderem Publikum noch mit wesentlich mehr Elan und auch mehr Begeisterung gelungen war.

„Deutschland gehe es so gut wie nie zuvor“, war Kauders Kernbotschaft an diesem Abend. „Und wir wollen, dass es die nächsten Jahre so weitergeht!“, appellierte er an die Zuschauer.

– Die Wirtschaft stehe vor Herausforderungen und muss mehr investieren
– Es müsse mehr in die Digitalisierung und die Infrastruktur investiert werden
– Es werde keine Steuererhöhung geben
– Es werde keine Erhöhung der Erbschaftssteuer geben
– Es werde auch sonst an keiner Stelleschraube gedreht werden
– Die unteren und mittleren Einkommen sollen entlastet werden
– Es soll in die Bildungspolitik investiert werden
– Gleichwertige Lebensverhältnisse für alle schaffen und
– Keine weitere Belastung der Wirtschaft

Regine Bruns, Mathias Middelberg, Volker Kauder und Purplan-Geschäftsführer Andreas Sandmann
Moderatorin Regine Bruns, Mathias Middelberg, Volker Kauder und Purplan-Geschäftsführer Andreas Sandmann (v.l.n.r.).

Die Außen und Europapolitik

Hier lobte Volker Kauder die Art von Kanzlerin Merkel mit Trump, Putin und Erdogan umzugehen. Sie würde nicht schimpfen und Drohungen aussprechen, weil es keinen Nutzen bringen würde, sondern: „Sie sagt, sie erwartet dies und darüber kann man sprechen.“

Er, Kauder, habe sein Verhältnis zur Türkei nicht neu justieren müssen. Die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sollten fortgesetzt werden, der Dialog bestehen bleiben. Es müsse aber deutlich gemacht werden, dass die EU mehr als Euro und Cent ausmachen würde, die EU sei eine Schicksals-und Wertegemeinschaft und der Rechtstaat, Religionsfreiheit und Menschenrechte ein hohe Gut. Mit schwierigen Nachbarn müsse man mit Ruhe und Gelassenheit begegnen.

Nicht so mit Putin, hier hielt Kauder aufgrund der Situation auf der Krim eine andere Art des Umgangs für nötig.
Ein Zuschauer kritisierte dies bei der anschließenden Fragerunde deutlich: Es hätte unter Adenauer, Kohl und Schröder immer ein gutes Verhältnis zu Russland gegeben und auch die deutsche Wirtschaft leide unter den Sanktionen. Die Franzosen würden es besser schaffen und eine Industrienation könne sich so ein schlechtes Verhältnis zu Russland einfach nicht leisten. Sein Beitrag fand Beifall beim Publikum.

Darauf ging Volker Kauder nicht direkt ein, er argumentierte lediglich, dass das Verhalten der Russen auf der Krim nicht geduldet werden dürfe. Warum die anderen Länder und besonders die Franzosen es besser schaffen als Deutschland unter einer Kanzlerin Merkel, auch darauf ging Volker Kauder nicht ein.
Nach jeder routiniert und standardisiert gelieferten Antwort folgte die nächste Frage. Ein wirklicher Dialog mit den Zuschauern kam nicht zustande. Auch ein paar kritischen Frage der mutigen älteren Zuschauer, führten zum immer gleichen Tenor „Deutschland geht es so gut wie nie zuvor“, alles sei nach 2005 besser geworden.

Volker Kauder
Bürger Fragen, Volker Kauder antwortet – ein wenig

Termin routiniert abgespult

Bei herausfordernden Frage ließ sich Kauder etwas Zeit zur Beantwortung geben, indem die Moderatorin bat, noch ein, zwei weitere Fragen einzusammeln. Diese wurden dann leidenschaftlich lang beantwortet und die Zuschauer so leicht sediert.
Da dieser Teil der Veranstaltung keine neuen Erkenntnisse mehr versprach, sehnten sich schon bald Teile der Zuschauer zu den für den Anschluss versprochenen Würstchen und das Freibier und begannen Gespräche mit ihren Nachbarn; „Durchhalten“, war die Devise!

Ob die Union aufgrund der stabil positiven Prognosen der Wahl im September entspannt entgegensehen dürfe, wurde gefragt. Kauder outete sich als Fußballfan und entgegnete, dass das Spiel erst bei Abpfiff entschieden sei. Die Union gehe mit Kraft und Zuversicht in die Wahl, aber ohne Überheblichkeit, so Kauder weiter.

Die zukünftige Koalitionsfrage ließ Kauder offen: Schwarz/Gelb könnte die Fragen der Wirtschaft und des Mittelstandes einfacher klären, andererseits hätte sich die FDP aber gegen eine Vorratsdatenspeicherung und gegen einen Bundeswehreinsatzes im Innern positioniert. Im Endeffekt lautete sein Credo: „Jedes Wahlergebnis sucht sich seine Koalition.“

Kauder: „Es ist nicht gefährlicher geworden“

Das Thema Sicherheit wurde auch kurz touchiert, „es ist nicht gefährlicher geworden“, resümierte Kauder seine Sicht der Dinge.

Einbrüche wären ein Thema, hier sollten mehr Stellen bei der Polizei geschaffen werden und es sollte höhere Strafen geben. Volker Kauder verwies auf die vielen Verordnungen beim Hausbau, bei der aber einbruchsichere Türen nicht berücksichtigt würden und warb für sichere Türen in den Häusern, „damit erst gar keiner reinkommt.“
Applaus aus dem Publikum gab es, als Kauder sich dann doch mehr von den sicheren Türen ab- und den Tätern zuwandte. „Gefährder gehören in Aschiebehaft“, damit konnte der CDU-Mann punkten. Abschließend äußerte sich Kauder wie folgt:
„2015 darf sich nicht wiederholen und man sieht es ja, dass es sich nicht wiederholt“.

Fachkräftemangel aus der Sicht des Praktikers

Der PURPLAN-Chef und Gastgeber des Abends Andreas Sandmann hält es für wichtig, Kinder frühzeitig für technische Berufe- schon im Kindergarten im Rahmen der MINT–Initiative zu begeistern, denn Schweißer und Mechatroniker würden händeringend gesucht.
Die Entwicklung sei in den 80er Jahre verschlafen worden, wo alle einer Bürotätigkeit nachgehen wollten. „Wir brauchen Schweißer und nicht noch mehr Leute, die nur im Büro sitzen wollen“, so Sandmann.
Nach Wünschen aus Wallenhorst an Berlin gefragt, war der größte Wunsch des Hollager Unternehmers „weniger Bürokratie“.
In den USA sei es wesentlich einfacher ein Unternehmen zu gründen, als hier, wo es bis zu einem halben Jahr dauern könnte; das sei in den Staaten in einem fünfminütigem Telefongespräch zu schaffen.
Weitere Punkte des einzigen Praktikers auf dem Podium waren die Rechtsunsicherheit bei den Umsatzsteuerpflichten in ganz Europa. Auch den Informationsaufwand, den das statistische Bundesamt hierzulande über viele Details erwarte, fand Praktiker Sandmann aufwendig und zeitraubend, dafür könne er schon eine Halbtagstelle einrichten, nur um einer EU-Stelle in Brüssel zum Beispiel darüber Bericht zu erstatten, wie man in seinem Unternehmen mit alten Autoreifen umgehe – warum auch immer diese Information in der EU-Bürokratie gebraucht würde.

Volker Kauder versprach keine Änderung des Bürokratie-Wahnsinns, sondern äußerte nur eine Hoffnung: „Vielleicht bringt die Digitalisierung hier Abhilfe“ und er werde „scharf darauf achten, dass es nicht zu zusätzlicher Bürokratie kommt“.

 

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Fahrten mit dem Fahrgastschiff „Lyra“ auf dem Stichkanal

Das ehemalige Amsterdamer Grachtenschiff MS „Lyra“ beteiligt sich am Sonntag, 6. August, am Aktionstag „Bahn, Boot, Bike und Beinvergnügen. Alle Wege führen zum Piesberg.“ Es legt an den „Piesberger Landungsbrücken“ am Piesberger Hafen um 13 Uhr, um 15 Uhr und bei ausreichender Teilnehmerzahl um 17 Uhr ab. Die Fahrt auf dem Kanal zwischen den Schleusen Haste und Hollage dauert circa 1,5 Stunden und endet wieder am Piesberg.

So ist es möglich, die Aussicht auf Osnabrücks höchsten Berg wie in den vergangenen Jahren wieder vom Wasser zu genießen. Die „Lyra“ kann bis zu 75 Passagiere transportieren und die Fahrgäste mit Kaffee und Kuchen sowie Würstchen und kalten Getränken versorgen.

Der ausgeschilderte Zugang erfolgt vom Piesberger Gesellschaftshaus über den Zechenbahnhof zum Kanal und Schiffsanleger (10 Minuten Fußweg). Der Fahrpreis für eine Hin-und Rückfahrt beträgt 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder.

 

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Stadt und Stadtwerke Osnabrück nutzten Ferien für Bauarbeiten

Die verkehrsarme Zeit in den Sommerferien haben Stadt und Stadtwerke-Tochter SWO Netz GmbH genutzt, um einige Baustellen einzurichten und laufende Projekte voranzutreiben. Diverse in den Ferien begonnene Arbeiten konnten bereits wie geplant abgeschlossen werden. So hat die Stadt die Maßnahmen am Hauswörmannsweg im Stadtteil Schölerberg beendet und die Vollsperrung aufgehoben. Dort wurde der Einmündungsbereich in die Iburger Straße umgebaut. In der Innenstadt hat die Stadtwerke-Netztochter am Pottgraben einen Kanalhausanschluss für das neue Alando-Hotel verlegt. Am Erich-Maria-Remarque-Ring wurde in Höhe des Iduna-Hochhauses ein neuer Wasserhausanschluss gesetzt. In der Sandforter Straße in Voxtrup hat die Stadtwerke-Netztochter seit Mitte Juni die Kanalisation saniert. Zwischen Heideweg und dem Kreisel Düstruper Straße musste dafür die Straße voll gesperrt werden. Diese Arbeiten wurden bereits drei Wochen früher als erwartet abgeschlossen.

Für längere Zeit abschnittsweise gesperrt ist die Bramscher Straße im Stadtteil Sonnenhügel. Dort erneuert die SWO Netz GmbH seit dem 24. Juli zwischen Weserstraße und Süntelstraße die Kanäle. Die Arbeiten dauern noch bis voraussichtlich Ende 2018 an. Bis Januar 2018 dauert vor-aussichtlich die Erneuerung der Strom-, Gas- und Wasserleitungen, die die SWO Netz GmbH seit dem 17. Juli in der Süsterstraße in der Innenstadt durchführt. Die Süsterstraße ist zwischen der Johannisstraße und der Kommenderiestraße in diesem Zeitraum nur für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Im Stadtteil Fledder saniert die Stadtwerke-Netztochter seit dem 3. Juli Versorgungsleitungen und die Kanalisation im Abschnitt zwischen Dammstraße und Otto-Brenner-Platz. Deshalb ist die Frankenstraße noch bis Ende 2017 voll gesperrt.

Neue Versorgungsleitungen hat die SWO Netz GmbH seit Anfang Mai an der Lengericher Landstraße auf Höhe des ehemaligen Max-Bahr-Geländes im Stadtteil Hellern verlegt. Diese Arbeiten werden bis Freitag abgeschlossen sein. Es folgen noch Straßenbauarbeiten der Stadt.

Seit Anfang April saniert die Stadtwerke-Netztochter die Gasleitungen an der Hermann-Ehlers-Straße zwischen „Am Wulfter Turm“ und Middenkamp im Stadtteil Sutthausen. Diese Arbeiten sind zunächst unterbrochen worden, um den Verkehr zu entlasten. Im weiteren Verlauf der Hermann-Ehlers-Straße wird im Rahmen der von der Stadt begonnenen Umgestaltung des Haltepunktes „Sutthauser Bahnhof“ der Verkehr stadtauswärts über die Malberger Straße und die von-Galen-Straße in Holzhausen geführt. Stadteinwärts ist die Hermann-Ehlers-Straße als Einbahnstraße befahrbar. Diese Verkehrsführung wird voraussichtlich bis Ende August andauern. Für zwei Wochen voll gesperrt ist die Meller Straße im Stadtteil Schölerberg zwischen Großer Fledderweg und „Am Galgesch“. Dort setzt die SWO Netz GmbH ab Donnerstag, 3. August, einen neuen Kanalhausanschluss.

Bis Herbst dieses Jahres erneuert die Stadtwerke-Netztochter die Versorgungsleitungen auf der Wittekindstraße in der Innenstadt zwischen Möser Straße und Alte Poststraße. Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten am Galgesch im Stadtteil Schölerberg. Dort war seit Anfang März der gesamte Bereich zwischen Voxtruper Straße und Meller Straße voll gesperrt. Der Grund: Die Stadtwerke-Netztochter hat die Versorgungsleitungen erneuert.

Eine neue Wasserhauptleitung vom Hochbehälter Piesberg Richtung Innenstadt verlegt die SWO Netz GmbH bereits seit März. Seit dem 19. Juni regelt eine Ampelschaltung den Verkehr auf der Oldenburger Landstraße im Abschnitt zwischen der B68-Brücke und „Im Hone“. Die gesamte Maßnahme soll Ende des Jahres abgeschlossen werden.

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Im Osnabrücker Zoo werden Bäume für die Sicherheit der Besucher gefällt

Grüner Zweig, Jan-Tobias Welzel

Die Untere Naturschutzbehörde genehmigt dem Zoo Osnabrück nach ausführlicher Beratung mit externen Baumexperten zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit weitere notwendige Baumarbeiten, das teilte der Zoo unserer Redaktion am Dienstag mit. Die betroffenen Bäume weisen Pilze, Stock- und Stammfäule, Buchenkomplexerkrankungen oder Wurzelschäden auf, die die Arbeiten zu sofort trotz aktuellem „Schnittverbot“ notwendig machen.

„Wir wissen, dass viele Anwohner und auch Zoobesucher sich Sorgen um die Bäume machen. Wir können versichern, dass uns die Bäume ebenfalls sehr wichtig sind. Sie sind Lebensraum für viele heimische Tiere. Gleichzeitig braucht der Zoo den Wald auch, weil die Bäume ihm die besondere Atmosphäre und Kulisse geben“, so Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Ohne den Wald wäre der Zoo nur halb so attraktiv. Zudem bieten die Bäume unseren Tieren sowie den Besuchern angenehmen Schatten in den Sommermonaten und schützen vor Wind.“ Aus diesem Grund hat der Zoo auch begonnen ein genaues Baumkataster mit der Erfassung aller Bäume auf dem Gelände der neuen nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ zu erstellen. Jeder Baum erhält hierbei eine Nummer und wird mit allen Daten, möglichen Krankheiten und Besonderheiten erfasst. Dieses Kataster soll nach und nach um den gesamten Zoobereich ergänzt werden, um so den Baumbestand noch besser pflegen und weiterentwickeln zu können.

Stand- und Bruchsicherheit nicht gegeben

Für das neue Baumkataster hatte nun ein Baumsachverständiger der betreuenden Firma Grüner Zweig GmbH aus Tecklenburg im Zeitraum Mai bis Juni 2017 die Bäume auf dem ersten Bauabschnitt hinsichtlich ihrer Verkehrssicherheit, also Gefährdung von Menschen, Gebäuden oder Straßen, überprüft. Bei der Durchführung der Baumkontrolle wurde für jeden Baum in diesem Bereich ein detailliertes Protokoll mit Baumgröße, Stammdurchmesser und Zustand erstellt. Dabei stellte der Experte fest, dass auf dem ersten Bauabschnitt bei 17 der 316 Bäume die Stand- bzw. Bruchsicherheit nicht mehr gegeben ist und diese kurzfristig gefällt werden müssen. Weitere 31 Bäume müssen beschnitten werden, das heißt, es werden unter anderem Baumkronen verkleinert, um auch hier die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Für die Arbeiten muss am 8. und 9. August der Wanderweg außerhalb des Zoos an der Nordostseite gesperrt werden.

Pilze und Fäule machen Stämme marode

Ursache für die notwendigen Arbeiten sind vor allem holzzersetzende Pilze, wie zum Beispiel der Brandkrustenpilz, der die Standfestigkeit stark reduziert, Stock- und Stammfäulen, die die Baumstämme von innen aushöhlen und Löcher verursachen, Buchenkomplexerkrankungen oder zusätzliche Wurzelschäden. Die Erkrankungen sind in älteren Buchenwäldern wie am Schölerberg häufig anzutreffen. Bei den 17 zu fällenden Bäumen handelt es sich um zwei Vogelkirschen, drei Lärchen, eine Salweide, eine Zitterpappel, eine Papierbirke, eine Weide und acht Buchen. Teilweise sind die Bäume bereits abgestorben oder auch sehr instabil, sodass 35 Meter hohe Buchen auf Wege oder Gebäude zu fallen drohen und damit potenziell Zoomitarbeiter, Besucher, Wanderer außerhalb des Zoos oder Tiere gefährden. Vier der 17 Bäume müssen in Zusammenhang mit den Bauarbeiten wegen eines Wurzelschadens (Rotbuche), Gefahr des Tierausbruchs (zwei Vogelkirschen) und Anfahrschaden (Papierbirke) gefällt werden.

Über 40 neue Bäume und Wurzelschutzplatten

Bislang hatte der Zoo den gesamten Bereich „Manitoba“ (Bauabschnitt 1 und 2) durch eine sogenannte Negativ-Kontrolle überprüfen lassen. Dabei werden zunächst die Bäume, die nach einer visuellen Überprüfung sofort als sicherheitsgefährdend eingestuft werden, herausgenommen. Insgesamt wurden in der letzten „Schnittzeit“ mit Genehmigung der entsprechenden Behörden rund 70 Bäume von rund 510 bestehenden Bäumen entfernt, zu etwa 80 Prozent aus Gründen der Verkehrssicherheit. „In dem Bereich gab es wegen der Tiergehege längere Zeit keine Baumkontrollen, deswegen hatte sich einiges aufgestaut. Die Bäume waren aufgrund von Krankheiten instabil geworden und drohten umzufallen. Unter den 70 Bäumen befanden sich viele kleinere Gewächse wie auch Obstbäume“, so Angelika Mösche vom Baubüro Drecker. Etwa 40 Bäume sowie Sträucher im Wert von 60.000 Euro werden vom Zoo nachgepflanzt. Zusätzlich zu diesen geplanten Nachpflanzungen wird der Zoo nun aufgrund der weiteren Fällungen sieben weitere großkronige und standortgerechte Laubbäume im Frühjahr 2018 in der Nordamerika-Anlage pflanzen. So will der Zoo eine neue Generation von Bäumen in diesem Bereich etablieren und den Waldcharakter erhalten. Grundsätzlich ist man bei Baumarbeiten aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht verpflichtet Bäume zu ersetzen. Zusätzlich hat der Zoo in „Manitoba“ an Bäumen entlang der Wege sogenannte Wurzelschutzplatten verlegen und darunter spezielles Baumsubstrat verteilen lassen, um die bestehenden Bäume zu schützen. „Die Schutzplatten bestehen aus einem recycelten Kunststoffmaterial und lassen Luft und Wasser in den Boden. Durch das spezielle Baumsubstrat kann der Baum sehr gut durchwurzeln. So können wir die Baumstandorte erhalten“, berichtet Baumgutachter Jan-Tobias Welzel von der Firma Grüner Zweig. 

Befreiung vom „Schnittverbot“

Die aktuell notwendigen Baumarbeiten können nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden und sind zwingend kurzfristig durchzuführen, da die betroffenen Bäume sich in unmittelbarer Nähe zu Verkehrsflächen befinden und damit die Sicherheit von Menschen gefährdet ist. Die anstehenden baumpflegerischen Maßnahmen wurden im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) der Stadt Osnabrück bei einem Ortstermin besprochen und anschließend abgestimmt. Nach einer vorausgegangenen artenschutzrechtlichen Überprüfung durch die Grüner Zweig GmbH wurde eine notwendige Befreiung von §39 BNatSchG („Schnittverbot“) zur sofortigen Durchführung der Baumarbeiten und Baumpflegemaßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit durch die UNB erteilt. Die Baumarbeiten werden unter Beachtung artenschutzrechtlicher Vorgaben und in Begleitung durch einen Sachverständigen durchgeführt. „Bei der Überprüfung vom Boden aus wurden keine aktuell besetzten Nester oder Höhlen entdeckt. Vor der Durchführung ist allerdings eine Kontrolle des oberen Stammbereiches und der gesamten Krone auf aktuell besetzte Nester, langjährig genutzte Fortpflanzungsstätten und Quartiere von Fledermäusen mit einem Hubsteiger notwendig“, so Welzel. Sollten hierbei dennoch brütende Vögel oder Fledermäuse in den Bäumen festgestellt werden, werden die festgelegten Maßnahmen ausgesetzt und die betreffenden Bereiche bis zum Abschluss des Brutgeschäftes zur Sicherheit abgesperrt. Das weitere Vorgehen wird in diesem Falle erneut mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

AFP