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Gasverbrauch bleibt weiterhin unter Vorjahren

Foto: Gaszähler, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland wird weiterhin weniger Gas verbraucht als in den Vorjahren. In der sechsten Kalenderwoche sei der Gasverbrauch insgesamt 17 Prozent niedriger gewesen als in den Jahren 2018 bis 2021, teilte Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller am Donnerstag mit.

In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei -14 Prozent. In der Industrie ging die Einsparung etwas zurück: Dort beträgt das Minus jetzt 16 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum, nach -18 Prozent in der Vorwoche. Haushalte und Gewerbe sparten dafür 18 Prozent gegenüber der Referenzperiode ein (Vorwoche: -10 Prozent). Das Einsparziel der Bundesregierung wird damit weiterhin nicht erreicht. Die Bundesnetzagentur hatte schon vor Monaten eine Einsparung von rund 20 Prozent ausgerufen. Müller rief zu weiteren Anstrengungen auf: Dem Bundesnetzagentur-Chef zufolge würden aktuellen Einsparungen jetzt schon für die Gasspeicherfüllung für den Winter 23/24 helfen.

AFP

Lauterbach hat 60. Geburtstag „lange verdrängt“

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) blickt beklommen auf seinen 60. Geburtstag am 21. Februar. Das sei in der Tat ein „schwieriger Geburtstag“ für ihn, sagte er dem „Stern“.

Er habe sich darauf „innerlich noch nicht richtig vorbereiten“ können. Als Kind habe er Menschen, die 60 Jahre wurden, immer „für steinalt gehalten“, so Lauterbach. „Es ist interessant, dass man lange Bilder aus der Kindheit bewahrt und plötzlich selbst dieses biblische Alter erreicht. Ich habe das lange verdrängt, aber nun ist es nicht mehr abzuwenden.“ Sein Jubiläum will der Politiker „im kleinen Kreis, sehr privat“ feiern. In diesen Zeiten sei „eine kleine Feier angemessen“, sagte Lauterbach zu seinen Plänen. Als Vorteil des Alters nennt er seine langjährige Tätigkeit in Gesundheitswesen und Politik: „Ich mache seit 25 Jahren Gesundheitspolitik und profitiere jetzt von dieser Erfahrung.“ Bei seinen Talkshow-Auftritten machten sich hingegen die Spuren des Alterns bemerkbar: „Mit jedem Jahr, das ich altere, dauert es länger in der Maske. Dort wird mittlerweile intensiv an mir gearbeitet. Früher war es eine Sache von Sekunden.“

AFP

Karlsruhe schränkt Einsatz von Data-Mining bei Polizei ein

Polizei (Symbolbild)
Polizei (Symbolbild)
Foto: Polizei in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die Regelungen zur automatisierten Datenanalyse für die vorbeugende Bekämpfung von Straftaten bei der Polizei in Hessen und Hamburg sind in ihrer derzeitigen Form verfassungswidrig. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am Donnerstag in Karlsruhe.

Die Vorschriften verstoßen demnach gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, weil sie keine „ausreichende Eingriffsschwelle“ enthalten. Die beanstandeten Regelungen ermächtigten die Polizei, Daten „in begründeten Einzelfällen“ zur vorbeugenden Bekämpfung bestimmter Straftaten mittels automatisierter Anwendung im Rahmen einer Datenanalyse (Hessen) oder einer Datenauswertung (Hamburg) weiter zu verarbeiten. Dieser Eingriffsanlass bleibe angesichts der besonders daten- und methodenoffen formulierten Befugnisse „weit hinter der wegen des konkreten Eingriffsgewichts verfassungsrechtlich gebotenen Schwelle einer konkretisierten Gefahr zurück“, so die Karlsruher Richter. Auch wenn das Urteil nur für Hamburg und Hessen gilt, dürfte es Auswirkungen auf andere Bundesländer haben, die ebenfalls an der Einführung von Datenanalyse-Systemen arbeiten. Das Gesetz in Hessen gilt dem Urteil aus Karlsruhe zufolge bis zu einer Neuregelung, längstens jedoch bis zum 30. September 2023 mit einschränkender Maßgabe fort, während das Hamburger Gesetz für nichtig erklärt wurde (Urteil vom 16. Februar 2023 – 1 BvR 1547/19, 1 BvR 2634/20).
AFP

„Wunschkandidat“: Daniel Waschow wird neuer Stadtwerke-Chef

Daniel Waschow wird neuer Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück. / © EWE
Daniel Waschow wird neuer Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück. / © EWE

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Osnabrück AG hat einen Nachfolger für Interims-Manager Stefan Grützmacher gefunden. Daniel Waschow wechselt vom EWE-Konzern an die Spitze des kommunalen Infrastrukturdienstleisters. Die Entscheidung im Stadtwerke-Aufsichtsrat fiel einstimmig.

„Wir freuen uns, dass wir mit Daniel Waschow unseren Wunschkandidaten für die Weiterentwicklung unserer Stadtwerke gewinnen konnten“, sagt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke. „Daniel Waschow wird den mit Stefan Grützmacher begonnenen Weg fortsetzen, die gewaltigen Aufgaben der Energiewende, der Mobilitätswende und der digitalen Transformation zu bewältigen. Dafür brauchen wir gut aufgestellte und starke Stadtwerke.“

Oberbürgermeisterin und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende Katharina Pötter beglückwünscht Daniel Waschow zu dessen Wahl zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Osnabrück / © Stadtwerke Osnabrück (Marco Hörmeyer)
Oberbürgermeisterin und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende Katharina Pötter beglückwünscht Daniel Waschow zu dessen Wahl zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Osnabrück / © Stadtwerke Osnabrück (Marco Hörmeyer)

Wechsel vom EWE-Konzern

Der 46-jährige Waschow wechselt vom EWE-Konzern auf den Vorstandsvorsitz der Stadtwerke Osnabrück und ist seit 2004 in unterschiedlichen Positionen für das Oldenburger Unternehmen tätig. Aktuell leitet er die Geschicke des polnischen Teilkonzerns der EWE und agiert dort als Sprecher der Geschäftsführung. „In Osnabrück warten spannende Aufgaben und zahlreiche neue Eindrücke auf mich. Mein Dank gilt dem Aufsichtsrat für das ausgesprochene Vertrauen und die Chance, mein Wissen und meine Erfahrungen in die weitere Entwicklung der Stadtwerke einbringen zu dürfen. Die Aufgabe ist herausfordernd insbesondere mit Blick auf die aktuelle Energiekrise. Gerade deshalb freue ich mich darauf, das Unternehmen im Dialog mit den Kundinnen und Kunden, den Kolleginnen und Kollegen und der Stadt zu profilieren und zu stärken.“

Amtsantritt spätestens zum 1. Oktober

Daniel Waschow wird spätestens zum 1. Oktober 2023 den Vorstandsvorsitz übernehmen. Der aktuelle Interims-Vorstand Stefan Grützmacher wird den Übergang maßgeblich begleiten und solange als zweiter Vorstand für die Stadtwerke tätig sein, bis der zweite Vorstandsposten besetzt ist. Hierfür ist das Auswahlverfahren noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen des Neuzuschnitts des Vorstandsbereichs wird der zweite Vorstand den Bereich Finanzen verantworten.

AFP

Strom, Gas und Wärme: Abschläge bei den Stadtwerken Osnabrück sinken im März

(Symbolbild) Geld
(Symbolbild) Geld

Mit den Abschlägen im März werden Privatkunden der Stadtwerke Osnabrück erstmals durch die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme entlastet. Die Entlastung berechnen die Stadtwerke zunächst vorläufig – bis zentrale Fragestellungen geklärt und Abrechnungssysteme umgestellt sind.

„Wir stehen voll und ganz hinter dem Ziel, die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar zu entlasten. Deswegen gehen wir im Sinne unserer Kundinnen und Kunden pragmatisch vor“, sagt Energiechef Jan-Hendrik Funke. Die pragmatische Lösung gehe nicht völlig konform mit den Vorgaben der Preisbremsengesetze. „Wir wollen möglichst zeitnah zu der gesetzlich vorgesehenen individuellen Entlastung kommen. Dafür ist es notwendig, dass der Gesetzgeber die für die Umsetzung der Preisbremsen kritischen Fragen und Widersprüche kurzfristig löst oder korrigiert.“

Ein Drittel der Kunden betroffen

Gut zwei Drittel der rund 180.000 Vertragskunden der Stadtwerke liegen mit ihren jeweiligen Tarifen unterhalb der gesetzten Preisgrenzen und sind somit überhaupt nicht betroffen. Für das restliche Drittel senken die Stadtwerke den Abschlag für Strom sowie Gas oder Wärme zunächst um einen pauschalen Betrag – und zwar abhängig vom Verbrauchspreis des jeweiligen Tarifs. Auf diese einfache Lösung setzen die Stadtwerke Osnabrück gemeinsam mit vielen anderen Stadtwerken. „Sicher ist: Alle berechtigten Kunden erhalten die vollständige Entlastung, die ihnen zusteht“, betont Funke.

Entlastungsbeträge müssen individuell errechnet werden

Seit Verabschiedung der Preisbremsengesetze Ende Dezember 2022 bereiten die Stadtwerke und ihr IT-Partner die Umsetzung vor. Die Preisbremsengesetze sehen vor, dass der Verbrauchspreis für Energie für 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs gedeckelt wird. Für Strom bedeutet das 40 Cent/kWh (brutto), für Gas 12 Cent/kWh (brutto) und Wärme 9,5 Cent/kWh (brutto). Entlastungsbeträge müssen für sämtliche Kunden individuell errechnet und mitgeteilt werden. Für Stromverträge gelten dabei andere Vorgaben als für Gas und Wärme.

Was für den einzelnen Vertrag einfach klingt, sei im Massengeschäft mit seiner Tarifvielfalt hochkomplex. Viele Vorgaben gehen am Alltag der Menschen vorbei. „Im Leben unserer Kundinnen und Kunden ändert sich ständig etwas. Sie wechseln den Energievertrag, sie ziehen um oder installieren eine PV-Anlage – alles mit Auswirkungen auf ihren Energievertrag und die Abrechnung der Preisbremse“, betont Funke. „Das ist in den Gesetzen nicht ausreichend berücksichtigt, muss aber im Massengeschäft unbedingt funktionieren.“ Damit Abrechnungen automatisiert laufen können, brauche es außerdem standardisierte Datenaustauschformate zwischen Versorgern, Klarheit bei den Berechnungsgrundlagen und für spezielle Tarifmodelle, die beispielsweise nach Tageszeit abgerechnet werden. Das alles sei nach dem Osnabrücker Stadtwerke-Energiechef nicht innerhalb weniger Wochen in den Systemen umzusetzen.

Mehr Informationen zu den Energiepreisbremsen gibt es auf der Webseite der Stadtwerke Osnabrück.

AFP

Bundesverfassungsgericht: Regelungen zur Datenanalyse bei der Polizei in Hessen und Hamburg verfassungswidrig

Hasepost Breaking
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Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Karlsruhe: Bundesverfassungsgericht: Regelungen zur Datenanalyse bei der Polizei in Hessen und Hamburg verfassungswidrig. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

AFP

Rund 1,1 Millionen Zuzüge von Ukrainern im Jahr 2022

Foto: Helfer für Flüchtlinge aus der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2022 sind in Deutschland rund 1,1 Millionen Zuzüge von Menschen aus der Ukraine erfasst worden. Aus dem Saldo der Zuzüge und Fortzüge ergibt sich eine Nettozuwanderung von 962.000 Ukrainern, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Die Zahlen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen und einer Sonderauswertung aus der Wanderungsstatistik. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 haben Millionen Menschen das Land verlassen. Gut zwei Drittel (68 Prozent) der Zugewanderten kamen von März bis Mai 2022 – den ersten drei Monaten nach Beginn des Krieges. Neben der hohen Zuwanderung aus der Ukraine hat seit Mai auch die Zahl der Fortzüge in die Ukraine zugenommen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 139.000 Fortzüge in die Ukraine registriert. Sowohl die Fortzüge als auch die Zuzüge überstiegen das Niveau des Vorjahres um ein Vielfaches. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 wurden rund 13.000 Zuzüge und 6.000 Fortzüge registriert. Die Nettozuwanderung aus der Ukraine war damit im vergangenen Jahr größer als die aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in den Jahren 2014 bis 2016 zusammen (834.000). Die hohe Zuwanderung hat dazu geführt, dass die Bevölkerung mit ukrainischer Staatsangehörigkeit hierzulande von 138.000 Menschen im Januar auf 1,02 Millionen Menschen im Oktober angewachsen ist und sich somit mehr als versiebenfacht hat (+639 Prozent). Der Anteil an der Gesamtbevölkerung ist im selben Zeitraum von 0,2 Prozent auf 1,2 Prozent gestiegen. Ukrainische Staatsangehörige waren damit nach türkischen Staatsangehörigen (1,6 Prozent oder 1,33 Millionen) die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Bei den 18- bis unter 60-Jährigen, die im vergangenen Jahr aus der Ukraine zuwanderten, lag der Frauenanteil bei 71 Prozent und bei denjenigen ab 60 Jahren bei 70 Prozent.

Somit kamen in den Altersgruppen ab 18 Jahren mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer nach Deutschland. Für ukrainische Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren gilt seit dem russischen Angriff ein Ausreiseverbot, allerdings mit mehreren Ausnahmen. Bei Kindern unter 18 Jahren war das Geschlechterverhältnis dagegen mit 49 Prozent Mädchen und 51 Prozent Jungen nahezu ausgeglichen. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sind die hier lebenden Ukrainer im Durchschnitt deutlich jünger.

13 Prozent waren im vergangenen Oktober 60 Jahre oder älter, während der Anteil in der Gesamtbevölkerung bei 30 Prozent lag. Rund ein Drittel (32 Prozent) der Ukrainer waren jünger als 18 Jahre. Der Anteil Minderjähriger war damit fast doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung (17 Prozent) und hat seit Januar 2022 deutlich zugenommen: Damals waren noch 11 Prozent der ukrainischen Bevölkerung in Deutschland jünger als 18 Jahre. Dagegen lag der Frauenanteil in dieser Bevölkerungsgruppe schon im Januar auf einem hohen Niveau (65 Prozent) und hat sich seitdem kaum verändert (64 Prozent im Oktober).

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Kein Streik am Flughafen FMO – aber Flüge nach München und Frankfurt fallen aus

(Symbolbild) FMO / Foto: Pohlmann
(Symbolbild) FMO / Foto: Pohlmann

Während die beiden größten deutschen Flughäfen Frankfurt und München sowie der Airport in Hamburg am Freitag (17. Februar) bestreikt werden, können Fluggäste, die einen Direktflug ab dem FMO gebucht haben, aufatmen: Nach derzeitigem Stand wird der Osnabrücker Heimatflughafen nicht bestreikt. 

Weil die Gewerkschaft Ver.di die öffentlichen Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zwingen will, wird am Freitag der Wirtschaftsstandort Deutschland weitestgehend aus dem internationalen Luftverkehr gecancelt.

Deutschlands größte Drehkreuze, die Flughäfen Frankfurt und München, sind ebenso wie der Hamburger Flughafen von den Streikmaßnahmen betroffen. Unter Deutschlands großen Flughäfen mit nennenswerten internationalen Linienverbindungen sind die NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln bislang von Streikdrohungen für den Freitag ausgenommen.

FMO wird am Freitag nicht bestreikt

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt Andrés Heinemann, Pressesprecher des Osnabrücker Heimatflughafens, dass auch für den FMO bislang keine Streikpläne bekannt sind. Allerdings ist der FMO mittelbar von den Streiks betroffen. Sämtliche Flüge der Lufthansa zu und von ihren beiden großen internationalen Drehkreuzen wurden für Freitag annulliert.

Airlines wollen FMO als Ausweichflughafen nutzen

Der Flughafen FMO hat nach Angaben von Pressesprecher Heinemann inzwischen Anfragen von verschiedenen Airlines erhalten, ob am Freitag Flüge nach Münster/Osnabrück umgeleitet werden können. Hierzu erwartet der FMO im Laufe des Tages weitere Informationen von den Fluggesellschaften.

Auch außerhalb von Streikmaßnahmen werden in Greven regelmäßig Flüge anderer Airports übernommen – zum Beispiel von Düsseldorf -, wenn dort wegen des Nachtflugverbots keine Landung mehr möglich ist.

Allen Fluggästen, die für Freitag und das folgende Wochenende einen Linienflug geplant haben, wird unabhängig vom Abflugort dringend empfohlen, sich bei ihrer jeweiligen Airline zu erkundigen, da es durch das erwartete Chaos am Himmel über Deutschland zu Folgeverspätungen und Umleitungen kommen kann.

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Brandenburg drängt vor Flüchtlingsgipfel auf konkrete Lösungen

Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

Potsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der brandenburgische Innenminister Michael Stübgen (CDU) erwartet vom Flüchtlingsgipfel am Donnerstag in Berlin konkrete Lösungen. Die Situation bei der Aufnahme in Brandenburg und den anderen Ländern sei dramatisch, sagte der CDU-Politiker im RBB-Inforadio.

Die Kapazitäten seien erschöpft. Es brauche deshalb mehr als wohlfeile Ankündigungen: „Wir müssen den illegalen, den irregulären Zugang über die Balkanroute stoppen. Wir sind nicht mehr in der Lage, diese Belastung zusätzlich zu übernehmen.“ Zudem müsse die Bundesregierung erheblich mehr finanzielle Mittel direkt an die Kommunen geben. „Und dann fordere ich eine Kommission zur Steuerung des Migrationsgeschehens.“ Es reiche nicht aus, alle halbe Jahre mal einen Gipfel zu machen. „Wir müssen regelmäßig die Situation überprüfen. Und dazu kann es nur eine Kommission geben, die auch regelmäßig unter Beteiligung aller Bundesländer tagt.“ Stübgen übte zudem scharfe Kritik an Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Diese müsse neue Aufnahmeprogramme mit den Ländern abstimmen: „Was ich nachhaltig kritisiere, ist das autoritäre Verhalten von Frau Faeser. Im Bundesgesetz ist geregelt: Wenn es freiwillige Aufnahmeprogramme gibt, die sie sehr gerne großzügig verteilt, dann hat sie das mit den Bundesländern ins Benehmen zu setzen. Genau das tut sie nicht.“ Was die weitere finanzielle Unterstützung angeht, wirft Stübgen dem Bund falsche Berechnungen vor: „In dem Jahr mit dem höchsten Flüchtlingszugang in unserer Geschichte gibt es die wenigsten Förderungen für unsere Kommunen. Das Geld, das in Aussicht gestellt worden ist für die ukrainischen Flüchtlinge, wurde berechnet auf Grundlage einer Schätzzahl von 300.000. Wir haben mehr als eine Million aufgenommen. Frau Faeser muss endlich mal merken, dass die Situation nicht die ist, wie sie vor einem Jahr berechnet wurde.“

AFP

Polizei in NRW plant erhöhte Präsenz an Karnevalstagen

Foto: Polizei im Karneval, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Polizei in NRW will mit einer deutlich erhöhten Präsenz Ausschreitungen an den Karnevalstagen vorbeugen. „Unsere Polizisten sind gehalten, gegen Belästigungen und Übergriffe konsequent vorzugehen – auch an Karneval“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Er warnte potenzielle Gewalttäter davor, dass die Beamten bei Regelverstößen kein Auge zuzudrücken werden. Nicht nur für Kölner sei Weiberfastnacht sicher ein Highlight der Saison, so der CDU-Politiker. „Und genauso sicher ist es in dieses Mal ein besonderer Karneval. Denn die vergangenen drei Jahren haben ihre Spuren hinterlassen“, sagte der NRW-Innenminister. Krieg, Inflation und Geldsorgen würden viele Menschen belasten. „Umso wichtiger finde ich, dass es diese Tage gibt, an denen man mal für einige Stunden abschalten und die Sorgen beiseitelegen kann.“ Aber gerade weil Karneval ein „Fest der Freude“ sei, bitte er die Bürger eindringlich, friedlich zu bleiben und sich an die Regeln zu halten. „Jeder sollte wissen, wann es genug Kölsch gewesen sind“, sagte Reul.
AFP