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Mit „Froschgeräuschen“ und Tastleisten: Osnabrück macht Baustellen für Sehbehinderte sicherer

Foto: Maurice Guss
Symbolbild / Foto: Guss

Seit 2021 gelten neue Richtlinien zur verkehrsrechtlichen Sicherung von Baustellen, die insbesondere auch eine Rücksichtnahme auf blinde, sehbehinderte und anderweitig mobilitätseingeschränkte Personen betonen. Die Stadt Osnabrück will dabei künftig als Vorreiter vorangehen.

In enger Kooperation mit Betroffenen und weiteren Interessenten wurde dazu ein Ansatz zur Optimierung der Baustellensicherung im Gehwegsbereich entwickelt. Das Ergebnis: Ein neues Leitsystem für mobilitätseingeschränkte Menschen.

Tastleisten & Froschgeräusche

Dirk Ohde, Fachdienstleiter Geodaten und Verkehrsanlagen, erklärt: „Die neue Vorschrift für Baustellensicherung erwähnt explizit auch Sehbehinderte und andere betroffene Personengruppen. Wir haben uns in der letzten Zeit intensiv mit Betroffenen und anderen Interessierten ausgetauscht und glauben, eine sinnvolle Lösung gefunden zu haben.“

Doch was genau bedeutet das in der Praxis? Ralf Schlake, Geschäftsführer der Schlake GmbH, gibt einen tieferen Einblick: „2021 wurde die neue Richtlinie bereits verankert, seitdem bestand Nachholbedarf. In Zusammenarbeit mit der Stadt und Betroffenen haben wir daher neue Produkte entwickelt, um den Bürgerinnen und Bürgern maximale Sicherheit bieten zu können.“ So wurden etwa Blindenschutz-Tastleisten entwickelt, an denen sich sehbehinderte Personen durch die Baustelle “tasten“ können. Diese werden unten an den Baustellenbaken angebracht und sind vollkommen barrierefrei.

Die Tastleisten helfen Sehbehinderten. / Foto: Guss
Die Tastleisten helfen Sehbehinderten. / Foto: Guss

Darüber hinaus signalisieren künftig “Froschgeräusche“ die Ein- und Ausgänge der Baustellen für mobilitätseingeschränkte Menschen. Diese werden durch eine App auf dem Handy der Betroffenen gesteuert und sind somit nicht dauerhaft zu hören. Mit den Maßnahmen sieht Schlake die Hasestadt im Deutschland-Vergleich sehr weit vorne, aber: „Es ist ein Anfang gemacht, allerdings muss man auch bedenken, dass Baustellen sehr individuell sind. Um künftig wirklich überall bestmöglich Sicherheit gewährleisten zu können, braucht es weiterhin die Unterstützung der Behörden.“

Zeitnahe Ausstattung geplant

Die Ausstattung der zahlreichen Baustellen in Osnabrück soll nun zeitnah erfolgen, kündigt Schlake an. Das ruft auch bei den Betroffenen positives Feedback hervor: „Es ist ein deutlicher Schritt nach vorne, insbesondere die Tastleisten. Bislang sind oft Baustellenelemente im Weg, sodass ich darüber gestolpert bin oder mir den Blindenstock in den Bauch gerammt habe.“ Auch die froschähnlichen Geräusche seien hilfreich. „Wenn alles umgesetzt wird, fällt mir vorerst keine weitere notwendige Verbesserung ein.“

AFP

Umfrageergebnis: Mehrheit der Bevölkerung fordert vollumfängliche Pflegeversicherung

Eine neue Umfrage zeigt, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland den Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung befürwortet.

Unterstützung für Pflegevollversicherung

Die Forsa-Umfrage, durchgeführt für den Paritätischen Gesamtverband, die Gewerkschaft Verdi und den Biva-Pflegeschutzbund, ergab, dass 81 Prozent der Befragten eine Pflegevollversicherung befürworten. Sowohl Anhänger der SPD (79 Prozent), der Grünen (82 Prozent), der CDU (78 Prozent) als auch der FDP (76 Prozent) unterstützen diese Idee mit entsprechenden Mehrheiten. Infolgedessen hat das Bündnis seine Forderung nach einer Pflegevollversicherung bekräftigt und die Bundesregierung dazu aufgefordert, den Ausbau der Pflegeversicherung zügig anzugehen.

Hohe Kosten für Pflegebedürftige

Das Bündnis berichtet, dass Pflegebedürftige in Deutschland im ersten Jahr ihres Aufenthalts in einem Pflegeheim durchschnittlich rund 2.700 Euro pro Monat selbst aufbringen müssen. Davon entfallen etwa 1.250 Euro auf die pflegerische Versorgung, während der Rest sich aus Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen zusammensetzt. Nur 14 Prozent der Befragten glauben, diese Kosten selbst tragen zu können.

Unterschätzung der Kosten und Forderung nach Veränderung

Eine „besorgniserregende“ Erkenntnis der Umfrage ist, dass 76 Prozent der Befragten die Kosten, die im Falle von Pflegebedürftigkeit in einem Heim entstehen würden, deutlich unterschätzen. „Wenn die Pflegeversicherung nicht endlich solidarisch ausgebaut wird, werden immer mehr Menschen von den hohen Kosten bei Pflegebedürftigkeit kalt erwischt“, warnte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Sylvia Bühler, Mitglied des Verdi-Bundesvorstands, fügte hinzu, dass ein System benötigt wird, das „alle pflegebedingten Kosten abdeckt und solidarisch finanziert wird“. Manfred Stegger, Vorsitzender des Biva-Pflegeschutzbundes, betonte, dass die Menschen Vertrauen in eine solidarische Versicherung haben sollten, die „das reine Pflegerisiko“ voll abdeckt.

Die Umfrage wurde vom 1. bis 7. August durchgeführt und befragte insgesamt 1.010 volljährige Personen.

AFP

Dax beginnt mit Gewinnen im Vorfeld des Notenbanker-Treffens

Dax legt kräftig zu – Bankenwerte vorn
Dax legt kräftig zu – Bankenwerte vorn

Die Frankfurter Börse startete am Donnerstag mit einem positiven Handel, wobei Anleger gespannt auf das bevorstehende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole warteten.

Erster Aufschwung des Tages

Die Frankfurter Börse begann den Handelstag mit Gewinnen. Wie die dts Nachrichtenagentur berichtet, wurde der Dax gegen 09:30 Uhr mit etwa 15.840 Punkten berechnet, was einem Zuwachs von 0,7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages entspricht. Die Aktien von Symrise, Vonovia und Sartorius waren zu diesem Zeitpunkt an der Spitze der Kursliste, während keiner der 40 Dax-Werte im Minus war.

Erwartungen an das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole

Thomas Altmann von QC Partners kommentierte, dass der aktuelle Börsentag von der Erwartung des bevorstehenden Notenbanker-Treffens in Jackson Hole geprägt sei. „Richtig spannend wird es dort allerdings erst morgen, wenn zunächst Jerome Powell und später Christine Lagarde sprechen“, sagte Altmann.

Hoffnungen auf zukünftigen geldpolitischen Kurs

Viele an der Börse erwarten weitere Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Fed. Allerdings warnte Altmann die Anleger vor zu hohen Erwartungen: „Anleger sollten allerdings nicht zu viel Konkretes erwarten“.

Einfluss des US-Handelverlaufs

Der positive Start des Handelstages wurde unter anderem auf den Handelsverlauf in den USA zurückgeführt. „Die Vorgaben aus den USA waren schon vor der Veröffentlichung der Nvidia-Zahlen gut. Mit den Bilanzzahlen von Nvidia sind die Vorgaben von der Wallstreet noch besser geworden“, erklärte Altmann.

AFP

Zusammenstoß auf der Osnabrücker Straße: Zivilpolizist übersieht 13-jährigen Radfahrer

Polizei (Symbolbild)
Polizei (Symbolbild)

Am Mittwochmorgen (23. August) kam es gegen 07:30 Uhr auf der Osnabrücker Straße zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Dienstwagen und einem Radfahrer.

Ein 46-jähriger Polizeibeamter war stadtauswärts mit einem zivilen Dienstwagen unterwegs. Als er nach rechts auf das Gelände der Polizei in Bramsche einbog, übersah er einen 13-jährigen Radfahrer. Dieser benutzte zu diesem Zeitpunkt den Geh-/Radweg in Richtung stadteinwärts.

Glücklicherweise gab es bei der Kollision beider Verkehrsmittel keine Verletzten. Sowohl am Dienstwagen als auch am Fahrrad entstanden jedoch Sachschäden.

AFP

Bürgerfest auf dem Wall bietet am Sonntag ab 13 Uhr ein buntes Programm

Bürgerfest auf dem Wall 2023
Bürgerfest auf dem Wall 2023 / Foto: Pohlmann

Ausschlafen und dennoch nichts verpassen. Wenn das Wetter nur mitspielt, ist das am Sonntag beim Bürgerfest auf dem Osnabrücker Wallring möglich.

Die Stadt Osnabrück lädt für Sonntag, 27. August, von 13 bis 21 Uhr zu einem Bürgerfest auf dem Wall ein. Über die dafür notwendigen Sperrungen haben wir hier bereits gesondert berichtet. Um die notwendigen Aufbauarbeiten durchzuführen, beginnt die Sperrung bereits deutlich vor dem Veranstaltungsbeginn und dauert bis in den frühen Montagmorgen.

Gesperrt wird bereits ab 6 Uhr, los geht es um 13 Uhr

Auf dem Abschnitt zwischen Kunsthalle und OsnabrückHalle können die Besucherinnen und Besucher Kunst und Kultur erleben, sich an Ständen von Vereinen und Verbänden über ihre Arbeit in-formieren und kulinarische Spezialitäten von Gastronomen genießen. Der Wall wird dafür zwischen Rißmüllerplatz und Helmut-Kohl-Platz von Sonntag um 6 Uhr bis Montag um 5 Uhr für Fahrzeuge gesperrt.

Neben vielen Ständen, die jederzeit besucht werden können, gibt es zu folgenden Zeiten Vorführungen:

Bühne Projektbüro am Helmut-Kohl-Platz

13 Uhr GUIDO feat. ALL ACCESS (Tanz-Show)

14 Uhr Hexa Marching Band

15 Uhr Tanzaufführung Osnabrücker Sportclub e.V.

16.15 Uhr Die Tontauben (Chor)

17 Uhr Bag O´ Nails

18 Uhr WOMUKA – Wohnzimmermusikanten

19 Uhr Bag O´ Nails

Bühne Musikbüro am Natruper-Tor-Wall

13 Uhr Hotel (Rock)

14 Uhr Lego (Hip Hop)

15.15 Uhr Calling Orion (Post Rock)

16.20 Uhr Lynger (Hip Hop)

17.25 Uhr Ouzo (Pop/Hip Hop)

18.40 Uhr Elektro Strothmann (Laptop Punk)

20.05 Uhr The Livelines (Pop/Rock)

Bühne Alte-Synagogen-Straße

Ab 13 Uhr Offene Bühne mit Showeinlagen von

second voice (60s/70s-Cover)
Mitsing-Aktion mit Martin Gehrmann
Helmward Ungruhe (Handpan)
Svenja Niepel (Musik und Lyrik)
Mad Eye Eddie (Deutsch Pop)
Andre Sinner & Soku (Irish Folk)
Ab 18 Uhr Open Stage Session

Aktionsfläche Heger-Tor

13 Uhr Ryuudaiko Taiko-Gruppe

13:15 Uhr Pinoy Mabuhay Zumbagruppe

14 Uhr Tanzaufführung Sportverein Rot-Weiß Sutthausen e.V.

Ab 15 Uhr: Heger-Sounds – DJ-Sets in Kooperation mit der Lagerhalle e.V.

15 Uhr Anni & Glitzi Palermo (Indie, Rock & Pop)

16 Uhr Trixa (Reggae, Dancehall & Afrobeats)

17 Uhr Atwashere aka DJ At (funky dope beats)

18 Uhr DJ Dirt (Electronic World Music)

19 Uhr loup.ed (Brazil, Afro Disco & Boogie)

20 Uhr Saman (House, Deep-House & Tech-House)

21 Uhr duhrst (Techno)

VHS Osnabrück auf dem Platz der Städtefreundschaften

14.30 Uhr K-Pop Tanzperformance der VHS Osnabrück

16.30 Uhr SEVEN Performance auf den Treppen des neu gestalteten Vorplatzes der Volkshochschule zum 100. Jubiläum der VHS. Skurril anmutende Personen passieren die Treppen und geben der Fantasie Freiraum.

Idee und Regie: Britta Habuch

Aktionsfläche Theater und Artistik

Arthur kommt vorbei

13 und 16 Uhr

Er macht gerne mal einen sportlichen Eindruck. Denn Arthur steht für Jonglage in XXL, merkwürdige Einradstunts, total bekloppte Verwandlungstricks, die ödeste Fliegernummer seit Copperfield, Frisurprobleme in luftiger Höhe, echtes Feuer und alles mit musikalischer Unterstützung aus dem Publikum. Und dann ist da noch Horst, der Doppelgänger…

Klaus Lang spielt diesen Arthur. Früher agierte er auf dem Dach eines Fiat 500 Oldtimer. Heute zeigt er – dem Klimawandel angepasst – auf einem einzigen Lastenfahrrad, wieviel halsbrecherischer Blödsinn passieren kann, nämlich jede Menge! Der Berliner Künstler verwandelt sein Fahrrad kurzerhand in seine eigene Bühne und bietet eine Show, dass sich die Balken seines Dachträgers biegen.

Artistikka – Akrobatik-, Feuer und Galashow

17.30 Uhr LED-Show

20.45 Uhr Feuer-Show

Die Gruppe kombiniert in ihrer Galashow atemberaubende Akrobatik mit moderner Lichttechnik, feinster Jonglage und sinnliche Luftartistik. Zudem verbreitet sie mit Stelzenlauf „Sommerflair“ und krönt das Ganze mit dem „Highlight“ einer Feuershow.

Frei Sand – Kunstwerk von Theo van Delft

Der niederländische Künstler Theo van Delft lässt eine große Sandmalerei mit floralen Motiven auf dem Wall entstehen. Interessierte können sich an weiteren Sand-Aktionen beteiligen, wie beispielweise mit Studierenden des Instituts für Freiraumentwicklung der Leibniz Universität Hannover Ideen für Freiräume in den Sand zeichnen.

Walk-Acts

Wer die Straße entlangläuft, darf sich nicht wundern, wenn Stäbe anfangen grazil zu schweben oder Stelzenläufer auf Fahrrädern entgegenkommen. Mit Pauken und Trompeten werden die Walk-Acts vom FOKUS e.V. die Straße erobern. Mit dabei sind neben vielen weiteren Acts u. a. Natalja Pfeiffer, Artista Entertainment und HEXA.

Weiteres Programm

Parallel zum Bürgerfest findet in der Heger Straße von 13 bis 20 Uhr der Walk of Art statt. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind der Einladung von Künstler Thomas Jankowski gefolgt und präsentieren ihre Arbeiten in der Heger Straße unter freiem Himmel.

OsnaMerch schafft ein einzigartiges Siebdruck-Erlebnis für Groß und Klein. Gemeinsam mit den Besuchenden bedruckt der Verein Biobaumwollbeutel mit dem eigenen City of Peace Motiv. Nachhaltig produzierte und handbedruckten T-Shirts und Hoodies aus der brandneuen City of Peace Kollektion können käuflich erworben.

AFP

Landkreis Osnabrück richtet Statistik-Portal ein: Online-Plattform bietet zahlreiche Informationen

Landkreis Osnabrück / Foto: Pohlmann
Landkreis Osnabrück / Foto: Pohlmann

Der Landkreis Osnabrück hat einen weiteren Schritt in Richtung Transparenz und Informationszugang gemacht: Mit dem neu eingeführten Statistik-Portal bietet die Verwaltung ab sofort einen umfassenden Einblick in statistische Daten über den Landkreis sowie seine kreisangehörigen Kommunen. Die Online-Plattform ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, sich mühelos und zielgerichtet über eine Vielzahl von Themen zu informieren, die den Landkreis betreffen.

Das Statistik-Portal ist eine benutzerfreundliche Internetanwendung, die eine breite Palette statistischer Informationen zugänglich macht. In dieser Plattform werden häufig nachgefragte Daten über den Bevölkerungsbestand, Geburten, Sterbefälle oder Zu- und Fortzüge präsentiert. Aber nicht nur das: Auch die Ergebnisse der neuesten Bevölkerungsprognosen des Landkreises Osnabrück sind hier verfügbar. Die Anwendung schöpft aus ausgewählten Daten der amtlichen Statistik, darunter Angaben des Landesamts für Statistik Niedersachsen und der Bundesagentur für Arbeit. Hierzu zählen offizielle Bevölkerungszahlen, Angaben zur Katasterfläche, sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, Pendlerstatistiken oder Arbeitslosenzahlen.

Individuelle Anpassungen möglich

Eine Besonderheit des Statistik-Portals liegt in seiner Flexibilität. Nutzerinnen und Nutzer können die Daten an ihre individuellen Anforderungen anpassen und einschränken. Ob bestimmte Gemeinden, spezifische Jahre oder andere statistische Merkmale – die Plattform erlaubt eine maßgeschneiderte Datenabfrage.

Ein weiterer Punkt ist die Aktualität der bereitgestellten Daten. Das Statistik-Portal wird laufend fortgeschrieben, sodass der Benutzer stets Zugriff auf die jüngsten Informationen hat. Das Portal verwendet ausschließlich Zahlenwerte und enthält keine personenbezogenen Daten, so dass der Datenschutz gewährleistet ist.

Hier ist das Statistik-Portal abrufbar.

AFP

Grüne verlangen umfassendes Wirtschaftspaket bei Kabinettsklausur in Meseberg

Die Grünen zielen darauf ab, ein umfassendes wirtschaftliches Gesamtpaket bei der Kabinettsklausur in Meseberg zu verhandeln. Dies wurde von der Fraktionschefin Katharina Dröge in einem Interview mit den Sendern RTL und ntv bekannt gegeben.

Das geplante Gesamtpaket

Demnach soll das Gesamtpaket neben dem „Wachstumschancengesetz“ und der Kindergrundsicherung auch einen Industriestrompreis beinhalten. Dröge betonte, dass dieses Paket die Investitionsschwäche der Unternehmen adressieren müsse. Sie äußerte Unverständnis darüber, warum Bundeskanzler und FDP bei der Entscheidung für einen Industriestrompreis zögern. Ihrer Meinung nach bietet das „Wachstumschancengesetz“ keine ausreichende Lösung für die Investitionsschwäche der Unternehmen. Deshalb brauche es zusätzliche Maßnahmen wie den Industriestrompreis.

Kopplung an Kindergrundsicherung

Die Grünen-Fraktionschefin knüpfte auch eine Bedingung an das „Wachstumschancengesetz“. Sie forderte eine Einigung zur Kindergrundsicherung als Voraussetzung für die Zustimmung zum „Wachstumschancengesetz“. „Wir Grünen haben gemeinsam sehr klar gesagt, auf der einen Seite sind wir fest davon überzeugt, dass die Wirtschaft durch stärkere Investitionsanreize unterstützt werden muss. Und auf der anderen Seite braucht es aber auch jetzt die Einigung in der Bundesregierung, um Kinderarmut entschlossen zu bekämpfen“, so Dröge. Sie ist davon überzeugt, dass ein Konsens in beiden Angelegenheiten zeitnah erreicht werden kann.

AFP

Verbände fordern zügige Konsensfindung bei der Kindergrundsicherung

Finanzminister sieht kaum Spielraum für Kindergrundsicherung
Finanzminister sieht kaum Spielraum für Kindergrundsicherung

Verbände und Interessensgruppen drängen auf eine schnelle Einigung in Bezug auf die Kindergrundsicherung und fordern ein Ende der Verhandlungen zu Lasten der betroffenen Familien.

Verbände fordern schnelle Einigung

In einer gemeinsamen Erklärung des Zukunftsforums Familie (ZFF), der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und des Deutschen Kinderhilfswerks fordern Vertreter mehrerer Verbände die Bundesregierung auf, rasch eine Lösung im Streit um die Kindergrundsicherung zu finden. „Das Taktieren auf dem Rücken von Millionen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die dringend eine bessere Unterstützung brauchen, ist entwürdigend und erbärmlich und muss endlich ein Ende haben“, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

Einigung als dringende Notwendigkeit

„Seit Anfang des Jahres wird um die Kindergrundsicherung und ihre Ausgestaltung gerungen. Eine Einigung auf Schloss Meseberg ist nun dringend vonnöten“, äußert Awo-Chef Michael Groß. Er unterstreicht die Notwendigkeit, dass Finanzminister Christian Lindner (FDP) seine Blockadehaltung aufgeben und Mittel zur Bekämpfung der Armut bereitstellen müsse.

Forderungen nach Verbesserungen und Gesamtkonzept

Es besteht weiters die Forderung, dass die Kindergrundsicherung tatsächlich eine Verbesserung darstellt. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie, betont: „Eine Verwaltungsvereinfachung und Erhaltung des Status quo, wie sie derzeit angedacht ist, ist absolut inakzeptabel.“

Thomas Krüger, Präsident des Kinderhilfswerkes, drängt weiterhin auf ein Gesamtkonzept: „Das mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, umfassende Reformen bündelt und verschiedenste Politikbereiche miteinander verzahnt“. Er unterstreicht, dass die Kindergrundsicherung in der Lage sein könnte, die finanzielle Situation vieler Familien zu verbessern, „aber dafür muss sie auch finanziell ausreichend untersetzt werden, um die realen Bedarfe von Kindern tatsächlich abzudecken und sie damit vor Armut zu schützen“.

AFP

Dröge bekräftigt, dass Russland-Sanktionen das richtige Vorgehen sind

Die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge betont weiterhin die Bedeutung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland, obwohl ein schnellerer Effekt wünschenswert gewesen wäre.

Die anhaltende Relevanz von Wirtschaftssanktionen

Katharina Dröge, die Fraktionschefin der Grünen in Berlin, erklärte in einem Interview mit RTL und ntv, dass die Wirtschaftssanktionen gegen Russland trotz ihres langsamen Aufschlags weiterhin ein wirksames Mittel seien. „Die Sanktionen üben Druck aus, auch auf Russland üben sie jetzt schon Druck aus“, sagte Dröge. Dabei machte sie deutlich, dass bei einer Volkswirtschaft der Größe Russlands zu erwarten sei, dass Sanktionen erst nach einer gewissen Zeit ihre volle Wirkung entfalten.

Die Herausforderungen der Sanktionen

Trotz ihres Glaubens an die Wirkung der Sanktionen gab Dröge zu, dass sie sich gewünscht hätte, dass die Sanktionen schneller und stärker wirken würden. Sie wies darauf hin, dass Russland sich durch Rohstoffexporte zunächst stabilisieren konnte.

Die politische Bedeutung der Sanktionen

Neben ihrer wirtschaftlichen Wirkung betonte Dröge auch die politische Bedeutung der Sanktionen. „Aber sie könnten nicht so als Instrument gewertet werden, dass sofort effektiv ein Krieg beendet würde“, sagte sie.

Reaktion der Außenministerin

Die Aussagen von Dröge stehen im Kontrast zu den jüngsten Äußerungen der Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die sich enttäuscht über die Wirkung der Sanktionen geäußert hatte.

AFP

Ufa prognostiziert bedeutenden Wandel im TV-Produktionsmarkt

Neue “Harry Potter”-Serie angekündigt
Neue “Harry Potter”-Serie angekündigt

Der TV-Produktionsmarkt steht vor einem Umbruch, so Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann. Dieser prognostiziert Veränderungen aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Streaming-Bereich und dem hohen Konkurrenzdruck aus den USA.

Veränderungen im TV-Produktionsmarkt

Nico Hofmann, Geschäftsführer des Film- und Fernsehproduzenten Ufa, erwartet signifikante Veränderungen auf dem TV-Produktionsmarkt. „Aus meiner Erfahrung heraus gibt es eine Tendenz, dass sich der Markt alle acht bis zehn Jahre neu erfindet“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Die letzten Jahre waren stark vom Streaming geprägt. Jetzt stehe eine „allgemeine Marktbereinigung“ bevor. Entscheidend dafür sind zahlreiche Fragen: „Was kosten die Inhalte? Was sind die Erlöse bei hohen Investitionen ins Streaming? Was macht der hohe Konkurrenzdruck in den USA mit uns? Wie viel Programm verträgt der Markt?“

Signale des Umbruchs

Ein Indikator für diesen anstehenden Umbruch ist laut Hofmann die Entscheidung des Pay-TV-Senders Sky, in Deutschland keine deutschen Produktionen mehr zu beauftragen. Dies wirft Fragen auf und wirkt sich auf die Ausrichtung der Ufa aus.

Zukünftige Ausrichtung der Ufa

In Reaktion darauf wird die Ufa ihre Prioritäten neu definieren. „Die Ufa wird sich künftig wieder mehr auf den deutschen Markt fokussieren“, sagte Hofmann. Trotzdem plant das Unternehmen, weiterhin auch internationale Projekte zu realisieren.

Dieser anstehende Wandel wirft weiterhin viele Fragen auf und entscheidet maßgeblich über die Zukunft der TV-Produktion sowohl in Deutschland als auch weltweit.

AFP