Hasepost App Werbemotiv
Geht es nach Justizminister Maas, wäre so eine Werbung bald verboten
Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

 

Hasepost App Werbemotiv
Geht es nach Justizminister Maas, wäre so eine Werbung bald verboten

Im Dezember suchten wir ein Anzeigenmotiv für unsere neue Smartphone-App (Download über diese Seite). Vorab stellten wir einige Überlegungen hinsichtlich möglicher Motive an:



Das Motiv sollte die Smartphone- oder Tablet-Nutzung in bequemer heimischer Umgebung zeigen – also gerade nicht in aufrecht sitzender Haltung am PC-Bildschirm.
Schnell war klar, dass das Motiv eine Frau zeigen sollte, denn weibliche Nutzer sind leicht überrepräsentiert unter unserer Leserschaft, die wollten wir jetzt auch für die App gewinnen.

So kurios es klingt (Frauenzeitschriften und Werbung für Kosmetikprodukte belegen das), Frauen fühlen sich in der Werbung von anderen Frauen angesprochen („Role Model Prinzip“). Männer finden Frauen in der Werbung auch attraktiv – vor allem wenn eine erotische Komponente dazu kommt.
Nach ein paar Tagen hatten wir ein paar Motive in der engeren Wahl. Eingesetzt haben wir schließlich ein Motiv, das eine junge Frau gemütlich beim Lebkuchen-Verzehr zeigt. Das Motiv passte hervorragend zur winterlichen Jahreszeit, in der wir die Anzeige bei Facebook schalteten.

Dieses Motiv war schließlich unser Favorit und wurde im Winter bei Facebook geschaltet.

Ein anderes Motiv fiel durch

Ein anderes (erotischeres) Motiv fiel durch (siehe oben), weil es einfach nicht passen wollte.
Zu viel Erotik für unsere Anzeigenidee. Doch dieses – und ein paar andere durchgefallene Motive – verstießen in keinem Fall gegen die Sitten. Selbst jenseits des Atlantiks, wo ja der berühmte „Nippel“ als Indikator für Veröffentlichungsfähigkeit gilt, wären alle Motive „safe“ gewesen – wichtig wenn man bei Facebook werben will.

„Modernes Geschlechterbild“ soll Vorgänge wie in Köln verhindern

Geht es nach Heiko Maas, dem Bundesjustizminister, könnte dieses Motiv in Zukunft mit einer von ihm und der SPD angestrebten Gesetzesnovelle kollidieren – selbst wenn noch nicht einmal ein „Nippel“ zu sehen ist.
Ausgerechnet die Straftaten in der Kölner Silvesternacht, bei denen nordafrikanische Strauchdiebe sich neben Taschendiebstahl auch in sexueller Belästigung übten, nimmt der Minister aus dem Saarland nun zum Anlass die Werbung in einer Weise zu reglementieren, wie man es vielleicht in Teheran oder einem Dorf voller Hinterwäldler im mittleren Westen der USA erwarten würde.
Warum? Glaubt man Medienberichten, dann fühlt sich Maas durch einen SPD-Vorstandsbeschluss angetrieben, der vor dem Hintergrund der Kölner Vorkommnisse für Deutschland ein neues und „modernes Geschlechterbild“ fordert.

Grapschende und vergewaltigende nordafrikanische Gewohnheitsverbrecher sind nach der SPD-Logik Opfer zu freizügiger Werbemotive geworden. Sie sind nicht einfach nur Täter und Kriminelle, nein, sie müssen nun vor unserer (Un-) Kultur geschützt werden.
Der implizite Umkehrschluss des Sozialdemokraten: Nicht die potentiellen Triebtäter müssen eingefangen werden, sondern die Werbetreibenden.

A propos Logik: Es entzieht sich noch immer meines Verständnisses, wie eben jener Minister Heiko Maas es im vergangenen Jahr geschafft  hat, trotz gegenteiliger Wahlversprechen und eines sehr eindeutigen Tweets (siehe unten), die Vorratsdatenspeicherung gegen alle und jeden in Deutschland durchzusetzen – dazu sehr lesenswert eine Stellungnahme des Osnabrücker FDP-Vorsitzenden.

Heiko Maas Tweet zur VDS
Vom Paulus zum Saulus: Im Dezember 2104 lehnte Heiko Maas (SPD) die Vorratsdatenspeicherung noch „entschieden“ ab. Screenshot: Twitter

Zur Person des Bundesministers sei noch an seine Rolle in der Anzeige gegen die Blogger von „Netzpolitik.org“ erinnert. Auch da zeigte sich ausgerechnet der Bundesjustizminister als engagierter Kämpfer gegen das Grundgesetz. Durch ein Bauernopfer  – der ihm unterstellte Generalbundesanwalt musste seinen Stuhl räumen – konnte sich Maas im Amt halten.

Gesetze gegen die Freiheit und für „kulturverschiedene“ Täter

Zuletzt sorgte Heiko Maas für Diskussionen, als er die Mindeststrafe für Mord auf 5 Jahre herabsetzen wollte.

Joeys Pizza Schachtel
Irgendwie auch eine sexuelle Anspielung. Wird der Justizminister bald auch Pizzaschachteln zensieren?

Strafmindernd soll, so die Pläne des Ministers, zukünftig eine „Beleidigung“ des Mörders durch sein späteres Opfer sein – ein üblicher Erklärungsversuch bei Tötungsdelikten durch „kulturverschiedene“ Straftäter.

Irgendwie passt das in die aktuell laufende Debatte um Jan Böhmermann und die Satiresendung extra3.
Statt sich klar und deutlich gegen die wirklichen „bösen Buben“ zu stellen – zum Beispiel Erdogan, einem Despoten, Leugner des Völkermords an den Armeniern und Feind der freien Presse – fällt diese Bundesregierung ein ums andere Mal der eigenen Bevölkerung in den Rücken und legt Hand an die grundrechtlich garantierten Freiheitsrechte.