Aktuell Gewerkschaft will in den Herbstferien den Flughafen FMO lahmlegen

Gewerkschaft will in den Herbstferien den Flughafen FMO lahmlegen

FMO erwartet keine Auswirkungen für Ferienflieger

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Mit einem Warnstreik wollten die in der IG Bau organisierten Mitarbeiter der Osnabrücker Firma Piepenbrock für Beeinträchtigungen des Flugverkehrs sorgen – ausgerechnet in den Herbstferien.

Status um 07:45 Uhr am Dienstagmorgen: Alle Frühmaschinen konnten den Osnabrücker Heimatflughafen pünktlich verlassen. Lediglich in der Nacht kam es bei drei Flügen in die Türkei zu Verspätungen von wenigen Minuten bis zu unter einer Stunde, doch hier brachten die Maschinen teilweise bereits auf dem Hinflug von der Türkei zum FMO Verspätungen mit, die dann den Rückflug verzögerten.

Für den weiteren Tagesverlauf rechnet Flughafensprecher Detlef Döbberthin auch nicht mehr mit Auswirkungen auf den Flugbetrieb. bereits am Vorabend erklärte er gegenüber unserer Redaktion, dass das mit der Gebäude- und Flugzeugreinigung beauftragte Unternehmen zugesichert habe, dass mit keinen Problemen für die Reisenden zu rechnen sei.

Proteste an insgesamt acht weiteren deutschen Airports

Neben dem FMO sind auch die Airports Frankfurt, Berlin-Tegel, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hannover, Dortmund und Nürnberg von Arbeitsniederlegungen betroffen.

Grund für die Warnstreiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk. IG BAU und Arbeitgeber hatten sich in der vergangenen Woche auch in 6. Verhandlungsrunde nicht auf einen neuen Rahmentarifvertrag einigen können.
Ein zentraler Streitpunkt sind nach Angaben der IG BAU Zuschläge für Überstunden, für die Arbeit an Feiertagen sowie für qualifizierte und schwere Arbeiten. „Hier wollen die Arbeitgeber viel zu geringe oder gar keine Extra-Zahlungen leisten. Selbst bei bereits bestehenden Zuschlägen wollen sie sogar drastische Abstriche machen“, sagt Ulrike Laux vom Bundesvorstand der IG BAU.

IG Bau: „Reinigungskräfte haben jeden Cent bitter nötig“

Die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft kritisiert, dass die Unternehmen bei Überstunden eine Regelung durchsetzen wollen, bei der „Teilzeitkräfte und Mini-Jobber in Sachen Überstunden-Zuschlag praktisch leer ausgehen würden“. Dabei sei die Quote bei Gebäudereinigerinnen, die nur einen Teilzeitvertrag oder einen 450-Euro-Job hätten, enorm hoch. „Gerade sie leisten oft viele Überstunden. Und genau dafür wollen die Arbeitgeber nach wie vor keinen Cent extra bezahlen. Dabei hätten gerade diese Beschäftigten das Geld bitter nötig“, sagt Ulrike Laux.


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