Freitag (14. Februar) gegen 13:00 Uhr folgten um die 300 Osnabrückerinnen und Osnabrücker dem bundesweiten Aufruf der sozialen Bewegung „Fridays for Future“, für das Klima auf die Straße zu gehen. Dabei stand nicht wie gewöhnlich einzig der Kampf gegen die Erderwärmung im Vordergrund, sondern auch die bevorstehende Bundestagswahl am 23. Februar.
Ein Protest gegen den Klimawandel und gegen Rechts!
„Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen den Faschismus in unser’m Land“, hallte es aus den Boxen über den Platz der Deutschen Einheit. Es wurde schnell klar, dass sowohl das Klima als auch die immer stärkere Ausbreitung rechter Gesinnung Anlass des Protests sind. Wobei der Fokus klar auf den Kampf gegen den Klimawandel liegen sollte, so betonte Pressesprecher Florian Fox:“Wir protestieren gegen alle Parteien, die sich für Kernkraft oder Kohlekraftwerke und gegen erneuerbare Energien aussprechen!“.
Bombenfund im Lokviertel stellt Protest auf die Probe
Kurz vor dem Protest wurde im Lokviertel eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt, so dass ein Teil Osnabrücks im Laufe des Tages evakuiert werden musste. Vorerst war nicht ganz klar, ob der Aufruf zum Klimastreik wie geplant umgesetzt werden kann, so dass letztendlich die Route leicht abgeändert werden musste. „So eine Situation hatte ich auch noch nicht. Natürlich kann so eine Nachricht für einige Personen ein Grund sein, nicht zu kommen, trotzdem freue ich mich, dass so viele dennoch erschienen sind“, so der Pressesprecher.
„Im Wahlkampf geht es wenig um Klimaschutz“
„Im Wahlkampf geht es sehr wenig um Klimaschutz und größtenteils um Migration. Migration ist natürlich ein wichtiger Punkt, aber man darf trotz allem den Klimaschutz nicht vernachlässigen“, erzählte ein Teilnehmer unserer Redaktion. Neben verschiedenen Reden auf dem Platz der Deutschen Einheit wurde nach einem gemeinsamen Protestgang ebenfalls eine Rede vor der Stadthalle gehalten.
Viele verschiedene kreative Plakate
Einige Teilnehmer zeigten ihren Protest in Form von der Gestaltung kreativer Plakate und wollten damit eine Botschaft senden. „Klima ist wie Bier – zu warm ist doof“ stand auf einem Plakat in Bierform geschrieben. Ein anderes Plakat zeigte die Erde, sitzend auf einen Stuhl, umringt von Flammen. Ein weitere Aussage lautete: „Damit ich auch in Zukunft friere, wenn ich im Winter demonstriere!“