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45 ordentliche Minuten reichen nicht: VfL Osnabrück verliert auch gegen Magdeburg

Im ersten Pflichtspiel nach der Entlassung von Trainer Tobias Schweinsteiger zeigt der VfL Osnabrück 45 Minuten lang eine ordentliche Leistung – und bricht dann erneut ein. Am Ende steht eine 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg.

Im Vergleich zur letzten Partie unter Schweinsteiger behielt VfL-Interimstrainer Martin Heck zwar die Fünferkette bei, stellte allerdings auf gleich vier Positionen um, die meisten gezwungenermaßen: Dave Gnaase (5. Gelbe Karte), Michael Cuisance (Gelb-Rote Karte) und Timo Beermann (Oberschenkelverletzung) fielen aus, „Otschi“ Wriedt rückte auf die Bank. Maxwell Gyamfi, Lukas Kunze, „Babis“ Makridis und Christian Conteh begannen stattdessen.

Wiemann trifft beinahe ins eigene Tor

Auf dem Feld zogen sich die Lila-Weißen zunächst tief zurück in ihre eigene Hälfte und setzten auf schnelle Gegenstöße und Standards. Die erste Chance verzeichneten allerdings die Gäste aus Magdeburg, ein Flachschuss von Baris Atik ging knapp am linken Pfosten vorbei (4. Spielminute). Auf der anderen Seite brauchte Erik Engelhardt zu lange für einen ersten Abschluss (11. ), im direkten Gegenzug brachten sich die Osnabrücker dann beinahe selbst in Rückstand: Niklas Wiemann grätschte eine Flanke auf das eigene Tor, Keeper Lennart Grill lenkte die Kugel gerade so noch an die Latte.

Nach einer Viertelstunde gewannen die Hausherren zunehmend an Selbstbewusstsein und setzten auch offensive Akzente: Oumar Diakhite schloss bei zwei Standardsituationen eher ungefährlich ab (20./23.), besser machte es Christian Conteh, der nach einer Einzelaktion FCM-Keeper Dominik Reimann prüfte (25.).

Auch defensiv stand der VfL nun besser und hatte vor allem die Lufthoheit. Einzig eine flache Hereingabe rutschte durch den Sechzehner, ohne dass die Gäste Kapital daraus schlagen konnten (28.). Ohne weitere Chancen und somit auch ohne Treffer ging es schließlich in die Kabinen.

VfL bricht nach der Pause ein

An die ordentliche Leistung aus den ersten 45 Minuten konnten die Hausherren nach Wiederanpfiff dann allerdings nicht anknüpfen. Magdeburg kam mit Schwung aus den Kabinen und schlug nach nur wenigen Minuten direkt zu: Atik schloss nach einem hohen Ball und gekonnter Annahme mit links ab und traf zur Führung (52.).

Die Gäste blieben auch in der Folge dominiert, während der VfL wechselte: Jannis Wulff, Maximilian Thalhammer und John Verhoek kamen neu in die Partie. Fünf Minuten nach dem Dreifachwechsel erhöhte dann allerdings der FCM durch einen seiner Joker: Luca Schuler köpfte eine Freistoßflanke zum zweiten Treffer ein (71.). Kurz darauf vergab der Stürmer die Chance auf den Doppelpack (77.).

Ein großes Aufbäumen des VfL war auch im Anschluss nicht zu erkennen, Magdeburg verwaltete die Führung stattdessen gekonnt bis zum Schlusspfiff.

Hartes Restprogramm

Ordentliche 45 Minuten reichen dem VfL somit nicht, der auch unter Interimstrainer Martin Heck alles in allem eine Klasse schlechter bleibt als der Rest der Liga und weiterhin Tabellenletzter ist. Bis zur Winterpause wartet nun ein hartes Programm auf die Osnabrücker: Schalke, St. Pauli und Hertha BSC. Den Anfang macht am kommenden Wochenende das Gastspiel in Gelsenkirchen.

Maurice Guss
Maurice Guss
Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

  

   

 

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