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Wriedt trifft spät: VfL Osnabrück erkämpft sich Remis in Nürnberg

Der VfL Osnabrück kann auch in Nürnberg nicht gewinnen, zeigt beim 2:2 gegen den 1. FC Nürnberg allerdings eine kämpferische Leistung. Den Punktgewinn sichert ein Treffer in der wilden Schlussphase.

VfL-Trainer Uwe Koschinat setzte vor rund 600 mitgereisten Osnabrücker Fans im Nürnberger Max Morlock Stadion auf die Elf aus dem Paderborn-Spiel der Vorwoche; Kapitän Timo Beermann und der zurückgekehrte Bashkim Ajdini mussten also wie Neuzugang Thomas Goiginger zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Schwacher Start des VfL Osnabrück

Von dort aus sahen sie einen wackeligen Start ihrer Mannschaft, die sich bei Keeper Philipp Kühn bedanken musste, dass sie nicht schon nach wenigen Minuten hinten lag. Nach drei vergebenen aussichtsreichen Chancen belohnten sich die Hausherren im vierten Anlauf dann doch: Supertalent Can Uzun bekam im Mittelfeld viel zu viel Platz und traf aus der Distanz ins linke untere Eck (18. Spielminute).

Engelhardt im zweiten Versuch

Der VfL fing sich in der Folge zwar, bis zur ersten eigenen Gelegenheit dauerte es allerdings über eine halbe Stunde. Nach 36 Minuten verzogen Erik Engelhardt aus der Distanz knapp. Sieben Minuten später machte der Angreifer es dann besser: Christian Conteh kam nach Steckpass über die rechte Seite und legte perfekt für Engelhardt auf, der sicher zum 1:1 einschob. Diesen Pausenstand sicherte Kühn mit einer weiteren Parade in der Nachspielzeit – abgeschlossen hatte wieder Uzun.

Uzun trifft erneut

Die 18-jährige Nürnberger Nachwuchshoffnung stand auch zu Beginn der zweiten Halbzeit im Fokus: Der VfL war besser gestartet, musste dann allerdings nach starker Ballannahme und direktem Abschluss durch Can Uzun das 1:2 schlucken (51.).

VfL Osnabrück wird immer besser…

Nach kurzem Schlucken meldeten sich die Lila-Weißen zurück, Lukas Kunze verpasste jedoch die perfekte Antwort auf den Rückschlag (58.). Drei Minuten später probierte es Michael Cuisance aus der Distanz, fand jedoch ebenfalls in FNN-Ersatzkeeper Carl Klaus seinen Meister.

Der VfL lief nun an, Trainer Koschinat brachte mit Neuzugang Goiginger und Jannes Wulff zudem weitere Offensivpower aufs Feld. Kurz nach seiner Einwechslung machte sich der Aufstiegsheld der vergangenen Saison direkt bemerkbar, scheiterte mit seinem Versuch aus dem Rückraum allerdings an der Latte (72.).

…und belohnt sich

In den Schlussminuten warf der VfL alles nach vorne, neben Tyger Lobinger und „Otschi“ Wriedt kam auch der groß gewachsene Innenverteidiger Niklas Wiemann im Sturmzentrum ins Spiel. Und die Bemühungen wurden belohnt: Lobinger scheiterte zunächst an Klaus, ehe Wriedt per Abstauber in der dritten Minute der Nachspielzeit das 2:2 erzielte.

Conteh rettet hinen

Es blieb im Anschluss hektisch – beinahe mit besserem Ausgang für die Hausherren: In der letzten Minute der achtminütigen Nachspielzeit kam noch einmal der FCN, doch Flügelstürmer Conteh klärte auf der Linie.

Abstiegduell am kommenden Wochenende

So blieb es beim 2:2, das der VfL sich nach einer kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit auch verdient hatte. Angesichts von weiterhin neun Punkten Rückstand auf den Relegationsrang könnte es allerdings trotzdem zu wenig sein. Gegen den Abstiegskonkurreten Hansa Rostock muss daher am kommenden Wochenende zwingend ein Sieg her.

Maurice Guss
Maurice Guss
Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

  

   

 

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