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Startseite AktuellWie das Bistum Osnabrück sexualisierte Gewalt aufarbeitet – und was sich jetzt ändern soll
AktuellOsnabrück

Wie das Bistum Osnabrück sexualisierte Gewalt aufarbeitet – und was sich jetzt ändern soll

von Dominik Lapp 9. Oktober 2025
von Dominik Lapp 9. Oktober 2025
Dom Osnabrück / Foto: Pohlmann
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Seit dem 1. Oktober hat der Schutzprozess gegen sexualisierte Gewalt im Bistum Osnabrück eine neue Unabhängige Beauftragte: Die Kirchenrechtlerin Anne Mülhöfer.

Das ist die neue Unabhängige Beauftragte

Die 47-Jährige Anne Mülhöfer stammt aus Wolken bei Koblenz und hat Theologie und Kirchenrecht in Vallendar, Sankt Augustin, Rom und Münster studiert. Nach Tätigkeiten im europäischen Ausland und einer längeren Familienphase war sie zuletzt Referentin in der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im Bistum Rottenburg-Stuttgart. Ihr erklärtes Ziel sei „den Umgang der Kirche mit Fällen sexualisierter Gewalt nachhaltig zu verbessern“.

Anne Mülhöfer / Foto: Bistum Osnabrück

Anne Mülhöfer / Foto: Bistum Osnabrück

Neue Ordnung, neue Strukturen

Mit der neuen Ordnung des diözesanen Schutzprozesses setzt das Bistum Osnabrück auf dauerhafte Strukturen. Neben der Unabhängigen Beauftragten gibt es künftig auch eine fest verankerte Ombudsperson. „Wichtig ist, dass deren sachliche und fachliche Unabhängigkeit festgeschrieben ist“, betont die Juristin Barbara Havliza als Sprecherin der Monitoring-Gruppe. Neu eingerichtet wird zudem eine „Gruppe Erinnerungskultur“, die Formen des öffentlichen und internen Gedenkens an das Leid Betroffener entwickeln und dauerhaft verankern soll.

Pressegespräch im Forum am Dom. / Foto: Dominik Lapp

Pressegespräch im Forum am Dom. / Foto: Dominik Lapp

Ein neuer Ort für Nähe und Offenheit

Die Geschäftsstelle des Schutzprozesses hat nun ihren Platz mitten in der Osnabrücker Fußgängerzone gefunden – in der Krahnstraße 32/33, fernab der Bischöflichen Verwaltung. In den großzügigen Räumen sollen alle, die ein Anliegen haben, unkompliziert Unterstützung finden. Unterstützt wird die Arbeit künftig von Dr. Simon Haupt, der als wissenschaftlicher Referent sowohl die Unabhängige Beauftragte als auch den Ombudsmann begleitet.

Hintergrund: Der Schutzprozess seit 2019

Der Schutzprozess wurde 2019 gestartet, um Maßnahmen zur Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt im Bistum Osnabrück zu bündeln und zu optimieren. Von Anfang an waren Betroffene und externe Fachleute beteiligt. Bischof Dominicus betont in einem Pressegespräch am Donnerstagmorgen (9. Oktober): „Betroffene sollen geschützt, Täter straf- und kirchenrechtlich belangt werden. Es soll nichts mehr verschleiert werden.“

Banner des Betroffenenrat Nord. / Foto: Dominik Lapp

Banner des Betroffenenrats Nord im Forum am Dom. / Foto: Dominik Lapp

Ein wichtiger Meilenstein war die Studie der Universität Osnabrück, die bis heute zentrale Grundlage für die Aufarbeitung und Verbesserung des Schutzprozesses ist. Seit 2022 gibt es zudem eine Ombudsperson, die die Unterstützung für Betroffene deutlich verbessert haben soll.

Prävention: Lernen gegen das Wegsehen

Die Präventionsstelle des Bistums organisiert jährlich rund 100 Schulungen. Mehrere Tausend haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in Kitas, Schulen und Kirchengemeinden werden dort fortgebildet, um Übergriffe zu verhindern und sensibel zu handeln.

Bischof Dominicus Meier

Bischof Dominicus Meier (Archivbild). / Foto: Dominik Lapp

Bischof Dominicus sieht den Schutzprozess als dauerhafte Aufgabe

Bischof Dominicus sieht den Schutzprozess als dauerhafte Aufgabe: Ziel sei es, „das Erreichte zu verstetigen und gezielt weiterzuentwickeln“. Er dankt Betroffenen und Fachleuten, deren Engagement „mit schmerzhaften Erkenntnissen, kritischen Auseinandersetzungen und gemeinsamen Lernprozessen verbunden“ sei.

Auch an den neu konstituierten Betroffenenrat Nord richtet er seinen Dank: „Ich selbst habe mich als Bischof eingereiht in eine Reihe von Lernenden. Ich bin außerordentlich dankbar, dass der Schutzprozess initiiert wurde. Wir müssen uns da als Bistum Osnabrück vor anderen Bistümern nicht verstecken.“

Warum Namen nicht veröffentlicht werden

Auf die Frage, warum das Bistum Osnabrück die Namen von mehr als 120 beschuldigten Geistlichen nicht veröffentlicht, obwohl das Bistum Aachen 53 Namen bekanntgab, verweist der Bischof auf rechtliche Unterschiede: „In Aachen handelte es sich ausschließlich um bereits Verstorbene, und man hat dort jetzt große rechtliche Probleme mit deren Familien.“ Barbara Havliza ergänzt: „Es gilt die Unschuldsvermutung, solange die Schuld nicht bewiesen ist.“

Ein Prozess, der weitergehen soll

Mit der neuen Unabhängigen Beauftragten, neuen Strukturen und neuen Räumen will das Bistum Osnabrück den Weg offen, lernbereit und mit dem erklärten Ziel, Betroffene zu schützen und Verantwortung zu übernehmen, weitergehen. Dabei bleibt die Hoffnung, dass das alles mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist und Täter künftig auch konsequent angezeigt und nicht mehr nur kirchenintern versetzt werden. „Betroffene sollen geschützt, Täter straf- und kirchenrechtlich belangt werden. Es soll nichts mehr verschleiert werden“, hat der Bischof versprochen. Ob dieses Versprechen hält, wird sich nicht an Worten, sondern an Taten messen lassen.

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Dominik Lapp

Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.

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