Bis 6. September sorgten die Darstellerinnen und Darsteller der Waldbühne Kloster Oesede beim Abendstück „Kein Pardon“ für mitreißende Musical-Momente. Doch jetzt richtet sich der Blick beim Waldbühnen-Team allerdings auch schon in Richtung Winter. Mit Monatsbeginn startete der Kartenvorverkauf für die beiden geplanten Produktionen „Schneeweißchen und Rosenrot – Das Abenteuer ruft“ sowie für „Frau Müller muss weg“.
Dabei bleibt das Waldbühnen-Ensemble dem im vergangenen Jahr eingeschlagenen Weg für die Wintersaison treu. Bedeutet: Die Marienkirche in Kloster Oesede ist erneut der witterungsunabhängige Veranstaltungsort und es werden wieder gleich zwei Stücke präsentiert – ein eher klassisches Musical sowie ein spritziges Theaterstück. „Die Mischung aus einer zur winterlichen Jahreszeit passenden Musicalaufführung für die ganze Familie und einer pointierten wie kurzweiligen Theaterdarbietung ist im vergangenen Jahr auf eine tolle Resonanz gestoßen – sowohl beim Publikum als auch bei uns im Ensemble der Waldbühne. Daran wollen wir in diesem Jahr weiter anknüpfen“, so der Waldbühnen-Spielleiter Thorsten Hülsmann.

Schwesternbeziehung wird auf die Probe gestellt
Dazu passt, dass auch für die Winterspielzeit 2025 ein Stück von Jan Radermacher als Autor für die Geschichte von „Schneeweißchen und Rosenrot“ gewonnen werden konnte. Bereits beim „Zauberer von Oz“ im vergangenen Jahr hatte er die Geschichte geliefert. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich also wieder auf ein unterhaltsames Musiktheater freuen, bei dem Schneeweißchen und Rosenrot aus ihrer kleinen Hütte am Waldrand das Grenzverbot zum magischen Teil des Waldes ignorieren und dort auf einen ziemlich übelgelaunten Zwerg und zwei Prinzen treffen. Von dort an beginnt für die Mädchen ein echtes Abenteuer, bei dem nicht nur magische Rosen und Zwergenbärte eine Rolle spielen, sondern auch die Beziehung zwischen den beiden Schwestern auf die Probe gestellt wird.
Klassenlehrerin nicht mehr tragbar
Auf die Probe gestellt wird auch Frau Müller bei der Inszenierung des fast gleichnamigen Theaterstücks „Frau Müller muss weg“. Die aufwühlende Ausgangslage ist dabei schnell erzählt: Bei einem außerplanmäßigen Elternabend wird beschlossen, dass die Klassenlehrerin – also Frau Müller – nicht mehr tragbar ist. Aus Sicht der Eltern ist angesichts der schlechten Noten der Kinder höchste Zeit, zu handeln. Doch Frau Müller denkt nicht daran, das Feld kampflos zu räumen. Was als kalkulierter Angriff beginnt, kippt somit schnell ins Chaos. Hinter der Fassade vermeintlich engagierter Eltern offenbaren sich Egoismus, Ängste und tiefsitzende Unsicherheiten. Masken fallen und Loyalitäten bröckeln, sodass es am Ende längst nicht mehr nur allein um Schulnoten geht. „Frau Müller muss weg!“ ist ein scharfzüngiges Kammerspiel über Macht, Verantwortung und die Frage: Wer trägt eigentlich wirklich die Schuld?
Es gibt bereits Karten
Am 1. September gingen für beide Produktionen die Karten auf www.waldbühne.com in den Vorverkauf. „Schneeweichen und Rosenrot – Das Abenteuer ruft“ feiert am 29. November Premiere, „Frau Müller muss weg“ folgt am 30. November.
