Zum 38. Tag der Niedersachsen, der vom 29. bis 31. August in Osnabrück stattfindet, öffnet das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum einen besonderen Schatz: Originaldokumente aus der Zeit, als der spätere Weltautor Erich Maria Remarque in den 1920er Jahren als Werbetexter für die Werkszeitschrift Echo Continental arbeitete.
Frühe Karriere bei Continental
Zwischen 1921 und 1924 war Remarque Redakteur der Unternehmenszeitschrift der Continental-Gummiwerke in Hannover. Dort arbeitete er eng mit Wilhelm Lichtenfeld zusammen, der die literarische Gestaltung der Unternehmenskommunikation verantwortete. „Die Originale aus dem Nachlass Lichtenfelds konnten von einem Enkel mit Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Osnabrück erworben werden und dokumentieren diese Zusammenarbeit eindrücklich“, erklärt Dr. Sven Jürgensen, Leiter des Friedenszentrums. Einige Entwürfe stammen noch aus Remarques Zeit in Hannover, andere entstanden später in Berlin.
Von Reifenwerbung bis Fotomotive
Die Sammlung umfasst Entwürfe für Conti-Ballon-Reifen, kleine Hefte für den Sonntagsausflug sowie Fotografien mit handschriftlichen Werbeslogans auf der Rückseite. Sie zeigt, wie Remarque schon früh Sprache und Bild geschickt einsetzte – lange bevor er 1928 mit „Im Westen nichts Neues“ Weltruhm erlangte.
Ausstellung mit freiem Eintritt
Während des Tags der Niedersachsen sind die Dokumente im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück ausgestellt. Der Eintritt ist frei und bietet eine seltene Gelegenheit, den berühmten Autor von einer ganz neuen Seite kennen zu lernen.