Im Zoo Osnabrück herrscht erneut Trauer: Gleich drei tierische Senioren sind in den vergangenen Tagen verstorben. Zuerst musste sich das Team vom afrikanischen Löwen Kipangi verabschieden, der 17 Jahre alt wurde. Darauf folgte die Giraffe Makena, die in diesem Jahr aus Münster nach Osnabrück gezogen war und bereits ein beachtliches Alter erreicht hatte. Auch der letzte Mähnenwolf des Zoos ist gestorben.
„Der Abschied von Kipangi, Makena und unserem Mähnenwolf fällt uns schwer. Doch wir sind dankbar, dass wir sie so viele Jahre begleiten durften – und ihnen bis ins hohe Alter ein gutes Leben ermöglichen konnten“, teilte der Zoo mit.
Längeres Leben im Zoo
Alle drei Tiere haben die Lebenserwartung ihrer Artgenossen in freier Wildbahn laut Zooangaben bereits übertroffen. Das sei kein Einzelfall: „Eine groß angelegte Studie konnte zeigen, dass über 80 Prozent aller Säugetierarten in zoologischen Einrichtungen im Durchschnitt älter werden als ihre Verwandten in der Wildnis“, heißt es aus dem Zoo.
Die Gründe dafür liegen in den Bedingungen: keine Revierkämpfe, keine Fressfeinde, dazu eine verlässliche Versorgung mit Futter und Wasser sowie eine tiermedizinische Betreuung. Neben der Behandlung von Krankheiten zählen auch Impfungen und regelmäßige Gesundheitschecks zu den Standards.
Herausforderungen des Alters
Doch auch im Zoo macht das Alter nicht Halt. Veterinäre, Tierpfleger und Kuratoren achten besonders auf die Senioren unter den Tieren, um typische Alterserscheinungen – so genannte geriatrische Erkrankungen – früh zu erkennen. Unterstützt wird das durch angepasste Ernährung, medizinische Maßnahmen oder auch bauliche Veränderungen in den Anlagen.
