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Teilhabe am Arbeitsleben für psychisch Erkrankte: HHO und AMEOS Klinikum arbeiten noch enger zusammen

Gemeinsam laden die Kooperationsmitglieder (von links) Dr. Osman Mersinli (AMEOS Klinikum Osnabrück), Dr. Cornelia Kammann, Beate Flockenhaus, Reinert Baber, Martin Leigers sowie Markus Janßen (alle HHO) in die Gärtnerei ein. / Foto: AMEOS

Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist die Teilhabe am Arbeitsleben ein wichtiger Faktor. Bereits 2005 haben HHO und das AMEOS Klinikum Osnabrück – damals noch Niedersächsisches Landeskrankenhaus – Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung geschaffen. Die erfolgreiche Partnerschaft wurde nun mit einem Kooperationsvertrag frisch besiegelt.

Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung sei die Teilhabe am Arbeitsleben ein wichtiger Faktor. Denn Arbeit helfe dabei, dem Tag Struktur zu geben, Kontakte zu ermöglichen und gebe Selbstbewusstsein. Das habe wiederum positive Auswirkungen auf die Lebenssituation und den Krankheitsverlauf der Betroffenen.

Arbeiten in den Osnabrücker Werkstätten

Viele von ihnen können aber die hohen Leistungsanforderungen der heutigen Arbeitswelt nicht erfüllen und schaffen es nicht in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie sind in Deutschland überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit betroffen. Das soll sich ändern: Das Angebot für beschäftigte Mitarbeitende im Arbeitsbereich der HHO, den Osnabrücker Werkstätten, wurde auf 22 Plätze erweitert. Acht Teilnehmende haben darüber hinaus die Möglichkeit, im dortigen Berufsbildungsbereich für Menschen mit Beeinträchtigungen im Rahmen einer zweijährigen Bildungsmaßnahme qualifiziert zu werden.

Gärtnern für die Gesundheit

„Unsere Gärtnerei ist der ideale Ort dafür, denn wir bieten hier in einem geschützten Rahmen unglaublich vielfältige Aufgaben in einem Team“, berichtet Martin Leigers, Leiter der Gärtnerei und des Servicecenters am AMEOS Klinikum Osnabrück. Gemeinsam gestaltet sein Team aus elf Mitarbeitenden des AMEOS Klinikums Osnabrück und drei Kolleginnen und Kollegen der HHO die tägliche Zusammenarbeit in den verschiedenen Bereichen. Dazu gehören neben der Arbeit in der Grün- und Grauflächenpflege Aufgaben in der Pflanzenzucht, im Bereich des Service-Centers mit Logistik und Hol- und Bringediensten sowie der Entsorgung. Das Team, das aus  Ergotherapeuten und Gärtnern aus verschiedenen Bereichen besteht, legt den Fokus auf die individuellen Fähigkeiten des einzelnen Menschen und verfolgt damit einen personenzentrierten Ansatz.

„Neben der beruflichen Integration ist die Gärtnerei ebenso ein Ort der Begegnung“, sagt Beate Flockenhaus, Gruppenleitung der HHO. „Hier kommen so viele unterschiedliche Menschen täglich zusammen, da entstehen intensive Freundschaften und auch Paare haben sich schon gefunden.“ Denn über weitere Kooperation und Organisationen kommen täglich insgesamt 60 Menschen in die Gärtnerei.

Noch intensiviere Zusammenarbeit

„Unsere Partnerschaft besteht seit vielen Jahren und wird durch die Kooperation auf neue Füße gestellt. Das erweitert die Chancen für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht die Möglichkeit haben, sich zu beweisen“, so Dr. Cornelia Kammann, Prokuristin der HHO. „Wir freuen uns auf die noch engere Zusammenarbeit, die schon auf einem soliden Fundament steht“, ergänzt Markus Janßen, Bereichsleiter Bildung und inklusive Arbeitsangebote der HHO. Auch Dr. Osman Mersinli, Krankenhausdirektor des AMEOS Klinikums Osnabrück begrüßt die Zusammenarbeit: „Wir stehen für eine moderne, offene und vielfältige Psychiatrie und als regionales Zentrum für psychische Gesundheit ist die Vernetzung mit unseren Partnern ein wichtiges Anliegen für uns. Diese langjährige Partnerschaft freut mich sehr und zeigt, dass wir gemeinsam eine wichtige Aufgabe erfüllen.“

PM
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