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Seniorin stirbt bei Kollision: Entgegenkommendes Auto gerät auf ihre Fahrspur bei Belm

Es war ein dramatisches Bild, dass die Rettungskräfte am Sonntagmorgen (4. Februar 2024) auf der Icker Landstraße (L87) erwartete. Zwei Autowracks standen abseits der Fahrbahn, etwa 100 Meter voneinander entfernt. In einem PKW saß eine leblose Person, ein schockierter Augenzeuge stand daneben.

Zwei Rettungswagen, zwei Notärzte, die Freiwillige Feuerwehr Belm und die Polizei rückten mit dem Alarm gegen 9:10 Uhr zur Unfallstelle zwischen Power Weg und B65 aus. Nach bisherigen Informationen war dort zuvor eine Audi Limousine in Richtung B65 gefahren. Am Ende einer Rechtskurve war sie auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort krachte der Wagen in den entgegenkommenden Nissan einer Seniorin. Dieser stürzte die Böschung hinab und landete umgekehrt zu seiner Fahrtrichtung auf einer Wiese. Die Front wurde zerstört und die Dame eingeklemmt.

Seniorin stirbt bei Kollision: Entgegenkommendes Auto gerät auf ihre Fahrspur bei Belm

Frau stirbt im Auto, Augenzeuge erlebt schlimme Situation

Ein nachfolgender PKW wurde von Trümmerteilen getroffen, sein Fahrer wurde Augenzeuge des Vorfalls. Er setzte den Notruf ab und eilte der Nissan-Fahrerin zur Hilfe. Doch er konnte keine Lebenszeichen ausmachen. Auch Rettungsdienst und Notarzt konnten der 63-Jährigen nicht mehr helfen, sie war bereits tot. Eine Notfallseelsorgerin betreute den Augenzeugen, der einen psychischen Schock erlitt.

Der Audi hatte sich ebenfalls um 180 Grad gedreht und war viele Meter später rückwärts gegen einen Straßenbaum gekracht. Die beiden Insassen, zwei Männer im Alter von 19 (Fahrer) und 33 Jahren, wurden sichtbar verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie zur Behandlung und genaueren Untersuchung in ein Krankenhaus, die Verletzungen schienen nach erster Betrachtung vor Ort nicht bedrohlich zu sein.

Seniorin stirbt bei Kollision: Entgegenkommendes Auto gerät auf ihre Fahrspur bei Belm

Etwa 30 Belmer Feuerwehrleute waren zur Absicherung der Unfallstelle, für die Sicherstellung des Brandschutzes und die technische Bergung des Leichnams im Einsatz.

Audi fuhr mutmaßlich zu schnell

Der Zentrale Verkehrsdienst der Polizei Osnabrück führte eine detaillierte Unfallaufnahme durch. Alle Unfallspuren wurden markiert, dokumentiert und vermessen. Mit einer Handkamera sowie einer Drohne wurden Bildaufnahmen gemacht, die eine maßstabsgerechte Rekonstruktion ermöglichen. Die Landstraße blieb für die Arbeiten bis zum Nachmittag in beide Richtungen voll gesperrt.

Unfallspuren, Schäden und die Aussagen des Zeugen deuten daraufhin, dass der Audi zu schnell unterwegs gewesen war. Eine abschließende Beurteilung wird aber erst nach den Ermittlungen der Polizei möglich sein.

Aufgrund erster Ermittlungen kann laut Polizei nicht ausgeschlossen werden, dass der Audi-Fahrer unter Einfluss von Alkohol stand. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Entnahme einer Blutprobe an. Zudem wurden die stark beschädigten Fahrzeuge beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Gefährdung des Straßenverkehrs.

Heiko Westermann
Heiko Westermann
Heiko Westermann fotografiert und schreibt für die HASEPOST. Er berichtet oft aktuell von Polizei- und Feuerwehreinsätzen im Großraum Osnabrück. Artikel von ihm erscheinen auch beim Studierenden-Portal Studentenleben-OS.de

  

   

 

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