Es waren gleich zwei Wettbewerbe, die unter dem Titel „RoboDay“ zum zweiten Mal gemeinsam in Osnabrück statt fanden. Schüler aus Osnabrück und Gäste aus Bremen und Paderborn nahmen am Samstag bei den Stadtwerken Osnabrück teil. Kids und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren stellten ihre technische Kompetenz im Roboterbau und der Programmierung unter Beweis.

Robo-Tec: lokaler Wettbewerb in Osnabrück

Der Robo-Tec fand bereits zum 6. Mal in Osnabrück statt. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt der Georgsmarienhütte GmbH, der KME Germany, der Stadtwerke Osnabrück AG und der Universität Osnabrück. Im jährlichen Wechsel wird er bei einem der Partner ausgetragen.



Drei Aufgabenstellungen gab es dabei zur Auswahl. In der ersten Disziplin mussten die Roboter an einer Linie entlang navigieren und Hindernisse detektieren. Alternativ konnten sie von einer Startlinie aus Spielsteine ansteuern und umkippen. Und in der dritten Kategorie galt es, auf einer engen Fahrbahn aneinander vorbei zu fahren und die Seiten wechseln.

24 Schülerteams beim Robo-Tec in drei verschiedenen Disziplinen

Ca. 70-75 Teilnehmer traten in 24 Teams beim Robo-Tec an. „Der Wettbewerb ist im Regelwerk sehr reduziert und hier treten Schüler unterschiedlichen Alters gegeneinander an. Sie sollen kreative Lösungen finden, sich ausprobieren können und Spaß dabei haben.“, erläuterte uns Dr. Michael Brinkmeier von der AG Didaktik der Informatik am Institut für Informatik der Universität Osnabrück. Er war für die inhaltliche Ausgestaltung zuständig.

Mit Pokalen gingen die drei besten Teams der Gesamtwertung „Gymnasium Oesede 3“ (1. Platz), „Die Python“ (2. Platz) und „GSGlaneB“ der Gesamtschule Glane (3. Platz) nach Hause. Die jüngeren unter ihnen wurden dann doch zusätzlich noch einmal extra gewertet, wobei die Gruppen „GSGlaneB“ (1. Platz), „SFZ – Die Kreativen“ vom Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück (2. Platz) und „GSGlaneA“ (3. Platz) mit Pokalen belohnt wurden.

Reginalentscheid der internationalen World Robot Olympiad (WRO)

Zeitgleich wurde der WRO in der „Open Category“ ausgetragen. Bei diesem Wettbewerb für Schüler von 8-19 Jahren können sich die Teams in lokalen Wettbewerben für das Deutschlandfinale und ein Weltfinale qualifizieren.

In der Open Category bekommen die Kinder und Jugendlichen geweils eine Saisonaufgabe und müssen dazu ein maximal 2x2x2 Meter großes Robotermodell entwicklen. Neben dem Einsatz von Legobausteinen sind auch andere Materialien und Elektronikbauteile zugelassen. In diesem Jahr ist es die Aufgabe ein Robotermodell zu bauen, welches sich auf innovative Weise mit dem Reduzieren, Verwalten und Recyceln von Müll beschäftigt.

Die Bandbreite der Lösungen war groß. Von einer Müllpresse, mit der uns auch die Jüngsten schon die Konstruktion einer Nürnberger Schere (Erklärung auf Wikipedia) erklären konnten, über das Modell eines Roboters um Kunststoffe aus Gewässern zu saugen, bis zum Roboter für Testbohrungen, der Temperaturen, Feuchtigkeiten und Gase misst, reichten die Präsentationen.

Kreative Lösungen beim WRO – Sieger im Deutschlandfinale

Rund 25 Schüler stellten in 7 Teams ihre Modelle der Jury vor. Die Mannschaften „Kaboom“ (1. Platz), „MDM“ (2. Platz) und „Der TRASHBOT“ (3. Platz) wurden auch hier als Beste geehrt. Alle drei Teams kommen aus Paderborn.

„Das Robotermodell des Teams fiel durch eine sehr ausgereifte Idee auf, die in der Praxis gut und sinnvoll umgesetzt werden kann. Die ausgeklügelte technische Umsetzung und die gute Programmierung überzeugten die Jury, dem Team den 1. Preis zu verleihen und es somit für das Deutschlandfinale der WRO am 18./.19. Juni 2016 in Ludwigshafen am Rhein (http://worldrobotolympiad.de/wro2016-deutschlandfinale) zu qualifizieren.“, so die Bewertung der Jury.