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Queer-Verband kritisiert Reiche und Kabinettslinie scharf


Die Berufung von Katherina Reiche (CDU) als designierte Wirtschaftsministerin im Kabinett Merz sorgt im Lesben- und Schwulenverband (LSVD) für scharfe Kritik. Der LSVD fordert klare Distanzierungen von bisherigen Äußerungen Reiches zu queeren Themen und warnt vor einer queerpolitisch ambitionslosen Linie der neuen Bundesregierung.

Kritik an Berufung von Katherina Reiche

Erik Jödicke, Mitglied Bundesvorstand Lesben- und Schwulenverband (LSVD), äußert gegenüber BuzzFeed News Deutschland von Ippen-Media erhebliche Bedenken: „Als größter LGBTIQ*-Verband Deutschlands sehen wir die Berufung von Katherina Reiche ins Kabinett Merz mit großer Skepsis.“ Jödicke verweist auf Reiches frühere Aussagen zur Ehe für alle und zu queeren Lebensrealitäten, die er als „ausgrenzend, rückwärtsgewandt und für uns nicht hinnehmbar“ bezeichnet.

Die Kritik bezieht sich unter anderem auf eine Äußerung Reiches aus dem Jahr 2019, in der sie sagte, die Zukunft liege „in der Hand von Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften“. Dazu erklärt Jödicke: „Solche Worte stellen queere Menschen bewusst ins gesellschaftliche Abseits und entwerten die Realität von Regenbogenfamilien.“ Er fordert: „Wir erwarten von Frau Reiche, dass sie sich klar und öffentlich von solchen Aussagen distanziert. Als Ministerin steht sie in der Verantwortung, das verlorene Vertrauen innerhalb der queeren Community aktiv zurückzugewinnen.“

Weitere Kabinettsmitglieder in der Kritik

Erik Jödicke sieht nicht nur bei Reiche Probleme in der queerpolitischen Ausrichtung der zukünftigen Bundesregierung. Er sagt: „Die Berufung von Reiche und weiteren Kabinettsmitgliedern stehe exemplarisch für eine queerpolitisch ambitionslose Linie.“ Viele benannte Minister hätten sich bislang kaum zu queeren Themen geäußert oder sogar abwertend positioniert.

Kritisch führt Jödicke weiter aus: „Die Benennung von Karin Prien, Mareike Wulf und Michael Brand lässt befürchten, dass queerpolitische Fortschritte der vergangenen Jahre gefährdet sind.“ Auch die designierte Forschungsministerin Dorothee Bär habe laut Jödicke von LGBTIQ-Themen als „Partikularinteressen queerer Ränder“ gesprochen.

Forderung nach klaren Zusagen

Angesichts dieser Entwicklungen fordert Erik Jödicke von der neuen Bundesregierung: „Wir erwarten daher klare und belastbare Aussagen der neuen Bundesregierung, dass LGBTIQ-Menschen in Deutschland weiterhin mit Schutz, Sichtbarkeit und gezielter politischer Unterstützung rechnen können.“ Wie BuzzFeed News Deutschland berichtet, äußerten sich weder Katherina Reiche noch die CDU bislang auf entsprechende Anfragen zum Thema.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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