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Anschlag auf Berliner Stromnetz beschäftigt Bundestag und Kontrollgremium

Deutscher Bundestag
Deutscher Bundestag (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Ein Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung mit einem großflächigen Stromausfall soll in der kommenden Woche den Innenausschuss des Bundestages beschäftigen. Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ (Mittwoch) haben sich Union und SPD darauf verständigt, den Vorfall auf die Tagesordnung zu setzen.

Innenausschuss und Kontrollgremium befassen sich mit Anschlag

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz mit einem weitreichenden Stromausfall im Stadtgebiet soll in der kommenden Woche auch den Innenausschuss des Bundestages beschäftigen. Wie die „Rheinische Post“ (Mittwoch) unter Berufung auf Unionskreise berichtet, haben sich Union und SPD darauf verständigt.

Es sei überdies „nicht unwahrscheinlich“, hieß es weiter, dass der Brandanschlag auch Thema im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) für die Kontrolle der Geheimdienste werde. Zu der Tat hatte sich die sogenannte „Vulkangruppe“ bekannt. Spekulationen gehen aber auch in andere Richtungen.

Henrichmann warnt vor Verwundbarkeit der Infrastruktur

Der Vorsitzende des PKGr, Marc Henrichmann (CDU), sagte der „Rheinischen Post“: „Der Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung im tiefsten Winter zeigt, wie verwundbar unsere kritische Infrastruktur ist.“ Mittlerweile gebe es fast täglich hybride Angriffe. „Was diese Angriffe so gefährlich macht, ist, dass sie nur schwer den Tätern zuzuordnen sind.“

Der CDU-Politiker ergänzte: „Unsere Infrastruktur darf nicht länger bis ins Detail offenliegen. Allumfassende Transparenz ist unter den heutigen Bedingungen zu einem echten Sicherheitsrisiko geworden.“ Auch das Parlamentarische Kontrollgremium müsse dabei alle Arten von Sabotage im Blick behalten, „um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen“, so Henrichmann.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Handgiftenrede: Katharina Pötter setzt auf das „Osnabrück-Gefühl“

Handgiften Osnabrück, 2026 / Foto: Pohlmann
Handgiften Osnabrück, 2026 / Foto: Pohlmann

Der Handgiftentag – die erste Ratssitzung des neuen Jahres im feierlichen Rahmen des historischen Friedenssaals – gilt in der Osnabrücker Kommunalpolitik traditionell als Moment des Hände- aber auch Innehaltens.

Zugleich ist er ein fester Termin im politischen Kalender, an dem Erwartungen formuliert und Linien sichtbar werden. Die diesjährige Handgiftentagsrede der Oberbürgermeisterin nutzte diesen Rahmen für eine breite Standortbestimmung.

Unabhängig vom besonderen Charakter des Tages läßt sich die Handgiftenrede der Rathauschefin kaum losgelöst vom kommunalpolitischen Kalender betrachten. Am 13. September steht die Neuwahl von Stadtrat und Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin an. Vor dem Hintergrund des Bundestrends sowie der Ergebnisse der vergangenen Europa- und Bundestagswahl – auch in Osnabrück – gilt eine veränderte Zusammensetzung des Rates ab kommenden Herbst als wahrscheinlich. Entsprechend aufmerksam wurde registriert, welche Themen die Oberbürgermeisterin für das Wahljahr setzte – und mit welchem Schwerpunkt.

Das „Osnabrück-Gefühl“ als politische Klammer

Ein zentraler Begriff der Handgiftenrede war das von der Oberbürgermeisterin mehrfach beschworene „Osnabrück-Gefühl“. Gemeint ist damit eine Haltung, die sie selbst so beschrieb: „Viele nennen das, was uns ausmacht, vielleicht Pragmatismus. Andere sprechen von niedersächsisch-westfälischer Bodenständigkeit. Ich nenne es: das Osnabrück-Gefühl.“

Sicherheit, Ordnung und klare Grenzen

Deutlich positionierte sich die Oberbürgermeisterin beim Thema Sicherheit. Sie erinnerte an belastende Ereignisse des vergangenen Jahres: den Femizid im Stadtteil Schinkel-Ost, den Amok-Alarm an der Berufsschule am Westerberg sowie die sieben Evakuierungen infolge von Bombenentschärfungen, bei denen insgesamt 14 Blindgänger unschädlich gemacht wurden. Diese Erfahrungen fasste sie mit den Worten zusammen: „In solchen Situationen ziehen wir in Osnabrück an einem Strang.“

Der Blick blieb dabei nicht auf die Stadt beschränkt. Die Rede spannte einen weiten Bogen – vom Anschlag auf ein Chanukka-Fest in Sydney über die Rolle der USA in Venezuela bis hin zum mutmaßlich von Linksextremisten verübten Anschlag auf die Energieversorgung in Berlin.
Die Oberbürgermeisterin betonte, dass Demokratie nicht nur erklärt, sondern auch geschützt werden müsse. Der Satz „Der Zweck heiligt nicht die Mittel“ setzte dabei eine klare Grenze – auch gegenüber Protestformen, die auf Desinformation oder Sachbeschädigung setzen.

„Friedensstadt“ nach 25 Jahren neu definiert

Programmatisch wurde die Rede dort, wo die Oberbürgermeisterin das Selbstverständnis Osnabrücks als Friedensstadt zur Diskussion stellte. „Friedensstadt zu sein war lange Zeit, wenn wir ehrlich sind, ziemlich einfach“, sagte sie – Frieden sei über Jahrzehnte als selbstverständlich wahrgenommen worden.

Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine und veränderter geopolitischer Realitäten müsse dieses Verständnis weiterentwickelt werden. Friedensstadt zu sein bedeute heute, Frieden zu schützen, Demokratie zu verteidigen und Verantwortung zu übernehmen – auch mit Blick auf internationale Bündnisse, sicherheitspolitische Fragen und den Umgang mit der Bundeswehr. Damit löste Pötter das Osnabrücker Selbstverständnis bewusst aus früheren Gewissheiten.

Rolle der Stadtverwaltung in der NS-Zeit soll aufgearbeitet werden

In direktem Zusammenhang mit der vorherigen Verleihung der Möser-Medaille an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Michael Grünberg, griff die Oberbürgermeisterin ein lange wenig thematisiertes Kapitel der Stadtgeschichte auf. Sie erinnerte daran, dass die erste Verleihung dieser höchsten städtischen Auszeichnung durch den nationalsozialistischen Oberbürgermeister Erich Gärtner erfolgt war – und dass sie selbst lange mit der Frage gerungen habe, wie mit diesem historischen Erbe umzugehen sei.

Vor diesem Hintergrund forderte sie eine systematische wissenschaftliche Aufarbeitung der Rolle der Osnabrücker Stadtverwaltung in der NS-Zeit. Es gehe nicht um nachträgliche Schuldzuweisungen, sondern um das Verständnis dafür, wie Verwaltungen Teil eines Unrechtssystems werden konnten – und was das für den heutigen Rechtsstaat bedeutet.

Wohnungsgesellschaft WiO muss nun liefern

Bei klassischen kommunalpolitischen Themen blieb der Ton der Oberbürgermeisterin sachlich. Beim Wohnungsbau bekannte sie sich klar zur städtischen Wohnungsgesellschaft WiO, verband dieses Bekenntnis jedoch mit einer klaren Erwartung. Seit dem Ratsbeschluss von 2020 seien 180 Wohneinheiten entstanden, weitere 250 befänden sich in Planung.

Zugleich machte sie deutlich, dass kommunales Engagement Grenzen habe: „Was wir uns aber nicht leisten können, ist dauerhaft die laufenden Betriebskosten einer Wohnungsbaugesellschaft zu subventionieren.“ Bezahlbarer Wohnraum bleibe eine Kernaufgabe der Kommune, müsse jedoch solide finanziert und langfristig tragfähig sein.

Mehr Leben in der Innenstadt – aber keine Verwaltungsbüros

Auch beim Thema Innenstadt blieb die Oberbürgermeisterin nüchtern. Leerstände an zentralen Orten wie der Krahnstraße bezeichnete sie als Warnsignale. Abwarten oder das Überlassen der Entwicklung an den Zufall schloss sie aus. Stattdessen kündigte sie an, neue Wege zu prüfen – von Zwischenlösungen bis hin zu dauerhaften Nutzungen.

Dabei zog sie eine klare Grenze: Wenn von mehr Leben in der Innenstadt die Rede sei, gehe es ausdrücklich nicht um zusätzliche Verwaltungsbüros, sondern um Orte, die von den Osnabrückerinnen und Osnabrückern genutzt werden. Großprojekte wie das Lok-Viertel nannte sie als Beispiele für Stadtentwicklung mit langem Atem.

Gemeinsame Anstrengung für VW-Arbeitsplätze

Sehr konkret wurde die Oberbürgermeisterin beim Thema Volkswagen Osnabrück. Mehr als 2.000 Arbeitsplätze stehen ausgerechnet im Wahljahr auf dem Spiel. „Wir können und wir werden nicht akzeptieren, dass die Menschen in Osnabrück ausbaden müssen, was in Wolfsburg versäumt wurde“, sagte sie und kündigte an, alles in kommunaler Macht Stehende zu tun, um den Standort zu sichern.

Als Beispiel für erfolgreiche regionale Zusammenarbeit verwies sie auf die efolgreiche Initiative zur Sicherung der Flugverbindung vom Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) nach München. Daraus leitete sie Zuversicht ab, dass Geschlossenheit auch im Fall des VW-Standorts Osnabrück Wirkung entfalten könne.

Demokratie soll spürbar funktionieren

Ein Gedanke zog sich mehrfach durch die Rede: Demokratie muss im Alltag erlebbar sein. Vertrauen entstehe nicht allein durch Worte oder Erklärungen, sondern vor allem durch funktionierende Abläufe. Als Beispiel nannte die Oberbürgermeisterin die Verkürzung der Wartezeiten in der Führerscheinstelle von rund zwölf auf etwa vier Wochen.

Digitalisierung versteht die Verwaltungschefin dabei nicht als Selbstzweck, sondern als praktische Entlastung – für Mitarbeitende ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. Gerade für Menschen, die mit digitalen Angeboten Schwierigkeiten haben, solle Verwaltung persönlich ansprechbar bleiben.

Ergänzend verwies Pötter auf Investitionen in Bildung, Ganztagsschulen, Schulsanierungen und den geplanten Förderschulcampus sowie auf das Jugendparlament als Beispiel dafür, wie demokratische Beteiligung ganz konkret funktionieren kann. Auch die angespannte Finanzlage der Stadt sprach sie offen an – verbunden mit dem Hinweis, dass kommunale Spielräume begrenzt seien und Einsparungen vor allem die freiwilligen Leistungen träfen.

Im Lauf des Mittwochs mehr auf HASEPOST über die Handgiftentagsreden der Parteien: Von Klima-Alarmismus bis zur AfD-Fixierung.

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Theaterpreis des Bundes öffnet sich für alle Bühnen

Hörsaal
Hörsaal / Foto: dts

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer richtet den Theaterpreis des Bundes grundlegend neu aus. Künftig sollen alle Theater in Deutschland teilnehmen können, unabhängig von Größe, Trägerschaft oder Spielort. Die Bundesregierung hebt dazu erstmals institutionelle Zugangsbeschränkungen auf und verbindet die Preisvergabe mit dem Berliner Theatertreffen.

 

Theaterpreis des Bundes für die gesamte Theaterszene geöffnet

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat den Theaterpreis des Bundes neu ausgerichtet. Damit entfalle erstmals „jede institutionelle Zugangsbeschränkung“, teilte die Bundesregierung mit. Bislang richtete sich der Preis vorwiegend an kleine und mittlere Theater und Spielstätten der freien Szene.

Weimer sagte, mit der Neuausrichtung des Theaterpreises öffne man „den Blick auf die ganze Breite der deutschen Theaterszene“. Der Preis stehe künftig allen Theatern offen, „weil künstlerische Exzellenz nicht von Größe, Trägerschaft oder Spielort abhängt“. Der Preis rücke ins Licht, „was unser Theater ausmacht: Vielfalt, Kreativität und die Fähigkeit, demokratische Debatte mit ästhetischer Innovation zu verbinden“, so der Staatsminister.

Neue Struktur der Preisverleihung

Die Preisverleihung am 17. April 2026 wird den Angaben zufolge ebenfalls im neuen Format stattfinden und erstmals im Vorfeld des Berliner Theatertreffens veranstaltet. Verliehen wird ein Hauptpreis sowie je eine Auszeichnung in den drei Kategorien Stadt- und Staatstheater, Privattheater und Gastspielhäuser sowie freie Spielstätten und Produktionshäuser. Zusätzlich gibt es einen Hauptpreis.

Kriterien: Gesellschaftlicher Bezug und Innovation

Wesentliche Kriterien für eine Auszeichnung sind den Angaben zufolge „neue Ansätze zur künstlerischen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen, diverse Publika, ökologische und soziale Nachhaltigkeit und technisch-digitale Innovation“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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CDU-Politiker fordert Rentenreform, die Ost-Rentner schützt

Schild Agentur für Arbeit
Foto: dts

CDU-Präsidiumsmitglied Sven Schulze (CDU) fordert vor der Klausur des CDU-Bundesvorstands in Mainz eine besondere Berücksichtigung ostdeutscher Rentner bei der geplanten Rentenreform. Der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt mahnt, die Unterschiede zwischen Ost und West im Blick zu behalten und warnt davor, den Osten schlechter zu stellen. Zudem spricht er sich für ein flexibles Renteneintrittsalter aus und kündigt im Falle eines Wahlsiegs eine Arbeitspflicht für junge, gesunde Bürgergeldempfänger an.

Schulze fordert besondere Berücksichtigung ostdeutscher Rentner

Sven Schulze</em) (CDU) dringt vor der Klausur des CDU-Bundesvorstands in Mainz auf eine besondere Beachtung der Situation älterer Menschen in Ostdeutschland bei der geplanten Rentenreform. "Wichtig ist mir, dass die Kommission die Unterschiede zwischen Ost und West beachtet", sagte der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt dem "Stern". Seinen Angaben zufolge lebe in Ostdeutschland eine Vielzahl der Rentner allein von der staatlichen Altersrente, während im Westen deutlich mehr Menschen Betriebsrenten hätten und zudem länger privat vorgesorgt hätten. "Eine Rentenreform darf den Osten nicht schlechter stellen", erklärte Schulze, der Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September ist.

Sympathie für flexibles Renteneintrittsalter

Offen zeigte sich Schulze für eine flexible Erhöhung des Renteneintrittsalters. „Ich habe große Sympathie für ein flexibles Renteneintrittsalter anhand der Lebensarbeitszeit“, erklärte er dem „Stern“. Er verwies dabei auf seine eigene Erwerbsbiografie und betonte, er selbst sei erst nach dem Studium mit 26 ins Erwerbsleben eingestiegen: „Warum sollte für mich dasselbe Rentenalter gelten wie für meine Fußballfreunde, die mit 16 Jahren auf dem Bau oder in der Landwirtschaft angefangen haben?“

Forderung nach Arbeitspflicht für Bürgergeldempfänger

Außerdem kündigte Schulze an, im Falle seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts im September eine Arbeitspflicht für junge, gesunde Bürgergeldempfänger zu unterstützen. „Ich halte eine Arbeitspflicht für richtig und werde das Modell als Ministerpräsident unterstützen“, sagte Schulze dem „Stern“. Leistungsempfänger müssten seiner Auffassung nach auch selbst etwas leisten. „Entweder, indem sie sich qualifizieren, sich aktiv eine Arbeit suchen – oder eben gemeinnützig arbeiten.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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VDA-Präsidentin fordert Steuersenkungen, Bürokratieabbau und Technologieoffenheit

Autoproduktion
Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, unterstützt die Forderungen des CSU-Vorsitzenden Markus Söder nach vorgezogenen Steuersenkungen. In einem Interview mit der „Bild“ (Mittwochsausgabe) warnt sie vor Wettbewerbsnachteilen für den Standort Deutschland und dringt auf niedrigere Steuern, geringere Energiepreise und weniger Bürokratie.

VDA-Präsidentin fordert Entlastung für den Wirtschaftsstandort

Hildegard Müller</em stellte sich in der "Bild" (Mittwochsausgabe) hinter die Forderungen von CSU-Vorsitzendem Markus Söder nach vorgezogenen Steuersenkungen. Gegenüber der Zeitung sagte sie, es sei "wichtig, den Standort international wieder wettbewerbsfähig zu machen: mit niedrigeren Steuern und Abgaben, günstigeren Energiepreisen und echtem Bürokratieabbau. Nur so kann die heimische Industrie gestärkt und Arbeitsplätze in vielen Regionen Deutschlands erhalten werden".

Appell für „echte Technologieoffenheit“

Für die Automobilindustrie selbst verlangte Müller in der „Bild“ „echte Technologieoffenheit“. Alles, was Klima und Arbeitsplätzen helfe, „muss möglich sein: Range Extender, Plug-In-Hybride, hocheffiziente Verbrennerfahrzeuge“. Das sei „entscheidend für Wohlstand, für den Erhalt von Arbeitsplätzen und für das Klima“.

Kritik an EU-Plänen zum Verbrenner-Aus

Mit Blick auf die Brüsseler EU-Kommission, die ein paar Ausnahmen am Verbrenner-Aus ab 2035 zulassen will, mahnte Müller in der „Bild“: „Technologieoffenheit darf kein bloßes Lippenbekenntnis sein, sondern muss in der Praxis auch tatsächlich realisierbar sein.“ Durch die Vorschläge aus Brüssel drohten jedoch „für die deutsche Automobilindustrie neue Hürden, neue Belastungen, neue Bürokratie“, kritisierte sie. „Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten müssen jetzt dringend nachbessern. Dazu braucht es auch weiterhin eine starke deutsche Stimme in Brüssel.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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CDU-Kandidat Schulze attackiert AfD und wirbt für Alleinregierung

Sven Schulze
Sven Schulze (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze greift im sachsen-anhaltischen Landtagswahlkampf die AfD scharf an und traut seiner Partei eine eigene Mehrheit zu. Er wirft der AfD inhaltliche Unfähigkeit vor und warnt vor einem Versinken des Landes im Chaos, sollte sie politische Verantwortung übernehmen. Trotz Umfragen, in denen die AfD deutlich vorn liegt, hält Schulze eine Alleinregierung der CDU für „realistisch“.

Schulze wirft AfD Planlosigkeit vor

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hat im Interview mit dem Magazin „Stern“ die AfD scharf kritisiert und ihr fehlende Konzepte für politische Herausforderungen vorgeworfen. „Die AfD hat für komplexe Themen keinen Plan. Null“, sagte Schulze dem „Stern“. Er griff insbesondere die Darstellung der AfD zur Rolle von Migration an. So behaupte die Partei, dass Deutschland ohne Migranten „alle Sorgen los“ sei, sagte Schulze. „Und das ist eine Lüge.“

Schulze ist Mitglied des CDU-Bundespräsidiums und Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt, wo am 6. September ein neuer Landtag gewählt wird. Mit Blick auf die Regierungsfähigkeit der AfD erklärte er: „Die AfD kann es nicht.“ Aus seiner Sicht gehe es bei der Landtagswahl nicht darum, der Bundesregierung „einen Denkzettel zu verpassen“. Schulze betonte: „Es geht bei der Wahl darum, ob Sachsen-Anhalt weiter eine handlungsfähige Regierung hat oder ob das Land im Chaos versinkt – und zwar, weil die AfD inhaltlich nichts draufhat.“

Kritik an AfD-Entscheidungen und Koalitionsausschluss

Als Beispiel „der Unfähigkeit der AfD“ nannte Schulze die Ablehnung von Bundesgeldern aus dem Infrastruktur-Sondervermögen. „Es geht um 2,6 Milliarden Euro, die Sachsen-Anhalt bekommt“, sagte er dem „Stern“ und ergänzte: „Ich lasse mein Land nicht zum Experimentierfeld verkommen.“ Die AfD bezeichnete er als „nur eine leere Hülle“, die „von einem einzigen Namen getragen“ werde, womit er auf den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund Bezug nahm.

Eine Regierungszusammenarbeit mit der AfD oder der Linken schloss Schulze aus. „Ich will in meinem Kabinett niemanden von der AfD oder von der Linkspartei neben mir sitzen haben“, sagte er dem „Stern“. Sein Ziel für die Landtagswahl formulierte er klar: Die CDU solle stärkste Kraft werden. „Ich will eine eigene Mehrheit und das ist auch realistisch.“

AfD in Umfragen vorn

In aktuellen Umfragen führt die AfD mit knapp 40 Prozent klar vor der CDU. Bei einer möglichen Wahl zum Ministerpräsidenten wäre Schulze nach jetzigem Stand auf die Hilfe der Linken angewiesen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Dow, S&P und Nasdaq steigen: Nvidia treibt KI-Rallye

Straßenschild Wall Street
Wall Street / Foto: dts

Die US-Börsen haben am Dienstag deutlich zugelegt. Der Dow schloss mit einem Plus von 1,0 Prozent, auch S&P 500 und Nasdaq 100 verzeichneten Gewinne. An den Rohstoffmärkten legte Gold zu, während der Ölpreis nachgab. Der Euro zeigte sich zum US-Dollar schwächer.

Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.462 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.945 Punkten 0,6 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.640 Punkten 0,9 Prozent im Plus.

Mehr Zuversicht an der Wall Street

In New York herrsche zum Jahresstart mehr Zuversicht als Skepsis, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Der Anlegerliebling Nvidia bringt wieder etwas Kursfantasie in die zuletzt etwas unter Bewertungsdruck stehende KI-Branche und deren Aktien. Neben der Ankündigung, mit einem Partner ins autonome Fahren einsteigen zu wollen, sorgt die Erwartung der neuen Chip-Generation Rubin dafür, dass die Sorgen über zu hohe Bewertungen mit dem Jahreswechsel zunächst einmal wie weggeblasen sind. Hier steht die nächste Bewährungsprobe sicherlich mit den kommenden Quartalszahlen und den Ausblicken der Unternehmen an“, so Romar laut CMC Markets.

Schwächerer Euro, festeres Gold

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1691 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8554 Euro zu haben. Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.489 US-Dollar gezahlt (+1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 123,46 Euro pro Gramm.

Ölpreis unter Druck

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 60,55 US-Dollar, das waren 121 Cent oder 2,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Stromausfall in Berlin: Experten warnen vor Rohrbruch und Frostschäden

Absperrhahn und
Absperrhahn und Wasseruhr in einem Altbaukeller (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts des großflächigen Stromausfalls im Südwesten Berlins warnt der Bundesverband Sachverständiger (BVS) vor erheblichen Frost- und Wasserrohrbruchschäden. Besonders gefährdet seien derzeit leerstehende Wohnungen und Häuser, in denen Leitungen auskühlen können.

Warnung vor klassischen Frostschäden

Der Bundesverband Sachverständiger (BVS) sieht angesichts des Stromausfalls im Südwesten der Hauptstadt ein deutlich erhöhtes Risiko für Schäden an Trinkwasserleitungen. „Wenn Gebäude auskühlen und die Temperatur in Leitungsbereichen in Richtung Gefrierpunkt fällt, kann Wasser in Trinkwasserleitungen gefrieren, sich ausdehnen und Leitungen sowie Armaturen sprengen – häufig mit erheblichen Folgeschäden an Bausubstanz und Einrichtung“, sagte der BVS-Bundesfachbereichsleiter Ralf Masuch der dts Nachrichtenagentur.

„Wichtig ist: Leitungen können auch in unbewohnten, nicht genutzten Wohnungen platzen, wenn sie auskühlen. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern in solchen Lagen ein klassischer Schadenverlauf – und er wird oft erst bemerkt, wenn es zu spät ist“, erklärte Masuch weiter laut dts Nachrichtenagentur.

Viele Wohnungen vorübergehend unbewohnbar

Nach dem Stromausfall sind nach BVS-Angaben viele Haushalte temporär nicht bewohnbar. Betroffene seien teilweise in Hotels, Notunterkünften oder bei Angehörigen untergebracht worden, viele Wohnungen stünden leer. „In dieser Konstellation steigt das Risiko für Frostschäden in Trinkwasserinstallationen erheblich“, so Masuch gegenüber der dts Nachrichtenagentur.

Empfehlungen der Sachverständigen

Die Sachverständigen des BVS empfehlen nach Angaben gegenüber der dts Nachrichtenagentur regelmäßige Kontrollgänge in betroffenen Gebäuden. Wenn eine ausreichende Beheizung nicht sicher möglich sei, müsse die Trinkwasseranlage frostfrei gestellt werden. „Das bedeutet in der Praxis: Wasser an der Hauptabsperrung abstellen und Leitungen entleeren, soweit möglich.“

Zugleich warnen die Sachverständigen laut dts Nachrichtenagentur ausdrücklich davor, eingefrorene Leitungen mit offener Flamme oder ungeeigneten Heizgeräten „aufzutauen“. „Brandgefahr und Folgeschäden sind real“, sagte Masuch. Nach längerer Abwesenheit oder nach Entleerung müssten Absperrorgane nach BVS-Empfehlung langsam geöffnet und auf Dichtheit kontrolliert werden.

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Eurojackpot-Ziehung: Aktuelle Gewinnzahlen und Chancen im Überblick

Spielschein für
Spielschein für Eurojackpot / via dts Nachrichtenagentur

Bei der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots sind am Abend die neuen Gewinnzahlen gezogen worden. Neben den Hauptzahlen wurden auch zwei Eurozahlen ermittelt, die über den Hauptgewinn in der Gewinnklasse 1 entscheiden.

Die Gewinnzahlen lauten 21, 23, 30, 33 und 38, die beiden „Eurozahlen“ sind die 8 und 12. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn

Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.

Höhe und Entwicklung des Jackpots

Beim Eurojackpot wird für jede Ziehung ein Jackpot in Höhe von mindestens 10 Millionen Euro garantiert. Wird dieser nicht gewonnen, wächst der Jackpot bis zu einer Begrenzung von 120 Millionen Euro an. Wenn der Jackpot dann noch immer nicht geknackt ist, wird der Mehrbetrag in die Gewinnklasse 2 überwiesen, dort reichen „5 Richtige“ und eine richtig getippte „Eurozahl“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Merz stellt deutsche Truppen für Ukraine-Waffenstillstand in Aussicht

Bundeswehr-Soldat (Archiv)
Bundeswehr-Soldat (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine mögliche militärische Beteiligung Deutschlands zur Absicherung eines zukünftigen Waffenstillstands in der Ukraine in Aussicht gestellt. Nach einem Treffen der Verbündeten der Ukraine in Paris sprach er von der Bereitschaft, Kräfte auf benachbartem Nato-Gebiet einzumelden und schloss grundsätzlich keinen Beitrag aus. Frankreich und Großbritannien haben bereits Absichtserklärungen mit der Ukraine zur Entsendung von Soldaten nach einem Waffenstillstand unterzeichnet, die als Sicherheitsgarantie dienen sollen.

Merz stellt deutschen Beitrag in Aussicht

Friedrich Merz</em (CDU) erklärte am Dienstag nach einem Treffen der Verbündeten der Ukraine in Paris, dass Deutschland bereit sei, Kräfte für die Ukraine "auf benachbartem Nato-Gebiet einzumelden".

Weiter sagte Merz: „Über Art und Umfang eines deutschen Beitrags müssen und werden Bundesregierung und Deutscher Bundestag entscheiden, sobald die genannten Bedingungen geklärt sind.“ Er fügte hinzu: „Ich will für mich sagen und auch für die Bundesregierung: Wir schließen dabei grundsätzlich nichts aus.“

Pläne von Frankreich und Großbritannien

Frankreich und Großbritannien haben bereits eine Absichtserklärung mit der Ukraine unterzeichnet, die die Entsendung von Soldaten für eine multinationale Truppe nach einem Waffenstillstand vorsieht. Diese Truppe soll als Sicherheitsgarantie für die Ukraine dienen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron</em sagte, dass es nicht um einen Fronteinsatz, sondern um die Friedenswahrung aus der Distanz gehe. Der britische Premierminister Keir Starmer</em kündigte an, dass Frankreich und Großbritannien den Aufbau von Stützpunkten in der Ukraine planen, sobald Russland seine Bereitschaft zum Frieden zeigt.

Breite Bereitschaft westlicher Staaten

Bereits im September hatten sich 26 westliche Länder bereit erklärt, Truppen zur Absicherung eines Waffenstillstands oder Friedens zwischen Russland und der Ukraine zu entsenden.

Die Bundeswehr ist bislang an der Nato-Ostflanke im Einsatz, unter anderem in Litauen und Polen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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