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Hofreiter sieht Deutschland nicht auf „Rutschbahn“ zur Kriegspartei

Foto: Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter sieht kein Risiko, dass Deutschland nach der Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine als eigene Partei in den Krieg zwischen Russland und der Ukraine hineingezogen wird. Das sei auch nicht der Fall, wenn Kampfflugzeuge zur Verfügung gestellt würden, sagte er in der ntv-Sendung „Beisenherz“.

Dabei widersprach Hofreiter auch Kritikern, die bei Waffenlieferungen einen direkten Weg der Eskalation von Panzern über Kampfflugzeuge bis zum Einsatz eigener Truppen sehen. Ein solches Szenario wird etwa im sogenannten „Manifest für Frieden“ der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht und der Publizistin Alice Schwarzer suggeriert. Hofreiter sagte: „Egal, was wir liefern, ist das Hilfe zur Selbstverteidigung.“ Und es gebe einen kategorialen Unterschied, ob man direkt in dem Krieg beteiligt sei. „Es ist nicht eine Rutschbahn in die Richtung. Sondern du hast auf der einen Seite die Unterstützung mit Material – und da ist es völkerrechtlich unabhängig, welches Material es ist – und auf der anderen Seite die direkte Beteiligung. Und das immer ineinander zu mischen, das ist unredlich.“

AFP

Osnabrücker Regionaljournalist Christoph Beyer teilt seine „Lieblingsplätze im Osnabrücker Land“

Christoph Beyer an seinem Lieblingsort: im Nettetal. / Foto: Schulte
Christoph Beyer an seinem Lieblingsort: im Nettetal. / Foto: Schulte

Während der Corona-Pandemie entdeckten viele Osnabrückerinnen und Osnabrücker ihre eigene Heimat noch einmal neu. In der Neuauflage von „Lieblingsplätze im Osnabrücker Land“ gibt der Regionaljournalist Christoph Beyer Ausflugstipps, unter denen wohl auch gebürtige Osnabrückerinnen und Osnabrücker etwas Neues finden dürften.

Auf knapp 200 Seiten hat Beyer die schönsten Orte im Osnabrücker Land zusammengefasst, die „Lust machen sollen, sich selbst auf den Weg zu machen“. 2015 ist der Band aus der Lieblingsplätze-Reihe im Gmeiner Verlag bereits erschienen. Jetzt folgte die Neuauflage, bei der laut Beyer eigentlich kein Stein auf dem anderen geblieben sei. Der Fokus wurde dieses Mal zusätzlich auf Umwelt- und Familienfreundlichkeit gesetzt.

In ganz neuem Look erstrahlt die Reihe Lieblingsplätze vom Gmeiner Verlag. / Foto: Schulte
In ganz neuem Look erstrahlt die Reihe Lieblingsplätze vom Gmeiner Verlag. / Foto: Schulte

Neu dabei ist unter anderem der Hermannsturm auf dem Dörenberg, der nach gut fünf Jahren Sanierungszeit nun wieder für Ausflüglerinnen und Ausflügler geöffnet ist. „Hier hat man vor allem morgens und abends ganz tolle Ausblicke“, weiß Beyer. Auch das Ausflugslokal „Weberhaus“ in Melle hat es unter die Lieblingsplätze im Osnabrücker Land geschafft. Mit einem Mix aus rustikal und edel habe es den Autoren überzeugt. Das Restaurant liegt zudem nahe des Zwickenbachtals, dessen Wanderpfad eine längere Zeit unmittelbar dem Bachlauf folgt – für Beyer eine Besonderheit in der Region. In dieser Ausgabe ist außerdem die Alfsee-Arena dabei. Für viele bestimmt kein „Geheimtipp“, aber auch der Journalist hatte zuvor einen Bogen um diesen Ort gemacht. „Eigentlich war mir da zu viel Rummel“, sagt Beyer. Doch er habe sich getäuscht: Die „schöne Szenerie“ lasse sich wunderbar vom Ufer aus beobachten.

Mix aus persönlichen Eindrücken und Fakten

„An allen Orten bin ich mehrfach gewesen“, erinnert er sich. „Meine Eindrücke habe ich direkt ins Handy gesprochen.“ So wollte er in seinen Texten einen Mix aus sehr persönlichen Eindrücken und Fakten schaffen. Die Fotos sind in der Regel von ihm selbst geschossen worden. „Ich möchte die Augen für Schönheiten der Region öffnen“, so der Lokaljournalist. Er will einen Anstoß à la „erkunde mal deine eigene Region“ geben. Vielen ist während der Pandemie nichts anderes übrig geblieben, so konnten sie sich noch einmal neu in ihre Heimat verlieben. Der Gemeiner Verlag hat laut Beyer in dieser Zeit die meisten Bücher aus der Lieblingsplätze-Reihe verkauft. Aber natürlich brachte die Pandemie auch die Kehrseite mit sich: Einige ehemalige Lieblingsplätze haben es nicht geschafft, mussten ihre Türen dauerhaft schließen.

Und es gibt für Beyer auch mehr als die 78 im Buch aufgeführten Orte, die zu seinen Lieblingsorten zählen. Nicht ins Buch haben es etwa der Dümmer – „nirgendwo gibt es so schöne Sonnenuntergänge“ – oder der Hagener Hausberg Borgberg geschafft. Auch der Silberberg oder etwa der Hüggel hätten Lieblingsplatzqualitäten. Doch im Buch sollte von allem etwas dabei sein, ein ausgewogenes Verhältnis von Nord- und Südkreis sowie Restaurants, Museen und Landschaft.

Übrigens: Christoph Beyer zog es vor über 20 Jahren für sein Studium nach Osnabrück. Seit jeher ist er Wahlosnabrücker und schrieb unter anderem den Regionalkrimi „Heimzahlung“. 2022 erschien im Zuge des Osnabrücker Kulturmarathon „Streifzüge am Stadtrand“.

AFP

Essen gegen Spenden: Osnabrücker Suppen-Prinz sammelt am Samstag Unterstützung für die Türkei

Stand auf dem Wochenmarkt / Foto: Der-Suppen-Prinz
Stand auf dem Wochenmarkt / Foto: Der-Suppen-Prinz

Am Samstag (18. Februar) ab 4:30 Uhr gibt es bei dem Suppen-Prinz auf dem Wochenmarkt am Domhof warme Speisen gegen eine freiwillige Spenden. Der Erlös geht an die Opfer der Erdbeben in der Türkei.

Der Suppen-Prinz steht regelmäßig auf dem Osnabrücker Wochenmarkt am Domhof. Am kommenden Samstag (18. Februar) teilt er Essen aus der Feldküche gegen eine Spende für die Menschen in der Türkei aus – ob belegte Brote, Chili con Carne oder Erbseneintopf. Auf diesem Wege konnte er bereits viele Projekte wie die Opfer der Hochwasserkatastrophe im Aatal 2022 unterstützen.

Stand auf dem Wochenmarkt / Foto: Der-Suppen-Prinz
Stand auf dem Osnabrücker Wochenmarkt / Foto: Der-Suppen-Prinz

Nun möchte er mithilfe der Osnabrückerinnen und Osnabrücker Geldspenden für die Türkei sammeln. „Jeder gibt das, was er geben möchte“, erklärt der Suppen-Prinz das Prinzip. Der Stand steht am Samstag auf dem Wochenmarkt am Domhof vor dem Hexengang.

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Dax startet leicht im Plus – Anleger warten auf US-Inflationsdaten

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstagmorgen mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Gegen 9:40 Uhr standen rund 15.415 Punkte auf der Tafel im Frankfurter Börsensaal, 0,1 Prozent mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

Vor allem die Verbraucherpreise in den USA dürften die Anleger im Laufe des Tages beschäftigen. „Die Zahl des heutigen Tages ist ganz klar die US-Inflationsrate für den Januar“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Anleger und Analysten rechneten bei der Jahresrate mit dem siebten Rückgang in Serie. „Im Monatsvergleich könnten die Preise allerdings deutlich angestiegen sein“, so Altmann.

Anleger hierzulande befänden sich schon seit gestern im Abwartemodus, woran sich bis zur Veröffentlichung der US-Inflation auch nichts ändern dürfe. „Die Handelsumsätze bei den 40 Dax-Werten waren gestern so niedrig wie noch nie in diesem Jahr“, so Altmann. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagmorgen kaum verändert. Ein Euro kostete 1,0730 US-Dollar (+0,06 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9319 Euro zu haben.

AFP

Mehr Karnevalsartikel importiert als vor Coronakrise

Foto: Clown im Straßenkarneval, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2022 sind in Deutschland mehr Karnevalsartikel importiert worden als vor der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu 2019 stieg der Import um 12,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

Verglichen mit 2021 gab es sogar einen Anstieg von 47,4 Prozent. Insgesamt wurden 2022 Karnevals- und Unterhaltungsartikel im Wert von 114,9 Millionen Euro importiert. Wichtigstes Herkunftsland der Artikel für den deutschen Markt war China. Drei Viertel (75,4 Prozent) der im letzten Jahr importierten Artikel kamen von dort. Der Export von Karnevalsartikeln steigerte sich gegenüber 2021 um 17,1 Prozent auf 50,3 Millionen Euro. Er lag damit auch leicht (+1,7 Prozent) über dem Wert von 2019 (49,5 Millionen Euro). Größter Abnehmer deutscher Karnevals- und Unterhaltungsartikel war Österreich – 23 Prozent aller exportierten Karnevalsartikel gingen in das Nachbarland. In den Jahren vor Ausbruch der Pandemie hatte der Außenhandel mit Karnevals- und Unterhaltungsartikeln stetig zugenommen. Im Jahr 2019 wurden Artikel im Wert von insgesamt 102,1 Millionen Euro importiert. Das waren gut zwei Drittel (+68,6 Prozent) mehr als zehn Jahre zuvor (2009: 60,6 Millionen Euro). Auch die Exporte legten im selben Zeitraum um mehr als die Hälfte zu (+58,9 Prozent).

AFP

SC Türkgücü organisiert Benefizturnier: Osnabrücker Amateurfußballer spielen für Opfer und Hinterbliebene der Erdbeben

Hallenfußball (Symbolbild)
Hallenfußball (Symbolbild)

Die schweren Erdbeben in der Türkei und in Syrien haben weltweit Betroffenheit ausgelöst – so auch in der Region. Osnabrücks einziger türkischer Fußballclub, der SC Türkgücü, will daher helfen und organisiert am kommenden Wochenende gemeinsam mit zwei weiteren Amateurvereinen ein Benefizturnier.

„Wir, der SC Türkgücü Osnabrück, Blau-Weiß Schinkel und SSC Dodesheide haben uns zusammengeschlossen, um ein Benefizturnier zu organisieren und möglichst viele Spenden für die Erdbeben-Opfer zu sammeln“, heißt es auf der Instagram-Seite des Kreisligisten. Alle Einnahmen sollen persönlich an die Opfer und Hinterbliebenen übergeben werden, auch ein Spendenkonto wurde bereits eingerichtet.

Spendenaufruf des SC Türkgücü (Screenhsot Instagram)
Spendenaufruf des SC Türkgücü (Screenhsot Instagram)

Für das Turnier in der Sporthalle der IGS Osnabrück haben derweil bereits einige Vereine zugesagt, darunter der SV Kosova, der Osnabrücker SC oder Spielverein 16. Weitere Zusagen dürften noch folgen. Turnierbeginn ist am Samstag (18. Februar) um 9 Uhr.

SC Türkgücü erhält weitere Spenden

Weitere Unterstützung aus dem Osnabrücker Amateurbereich erhielt der SC Türkgücü bereits am vergangenen Wochenende. Der Testspielgegner VfL Kloster Oesede überreichte vor dem Anpfiff einen Spendenumschlag. „In solch schweren Zeiten […] machen solche schönen Gesten einfach unglaublich viel aus“, freute sich der Verein auf Instagram.

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Nach Unfall: Verkehrsbeeinträchtigung auf der Hannoverschen Straße

(Symbolbild) Polizei / Foto: Dieter Reinhard
(Symbolbild) Polizei / Foto: Dieter Reinhard

Nach einem Verkehrsunfall am Dienstagmorgen (14. Februar) auf der Hannoverschen Straße kommt es zu einem Stau. Busse fahren bereits einen Umweg. 

Gegen 9 Uhr kam es an der Hannoverschen Straße zu einem Verkehrsunfall. Verletzt wurde niemand, allerdings ist eines der involvierten Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit. Damit ist die Hannoversche Straße teilweise blockiert, heißt es in einer Ad hoc-Meldung der Polizei Osnabrück. Busse fahren bereits eine Umleitungen, weiteres Verkehrschaos ist nach Angaben der Beamten zu erwarten.

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Großhandel erzielt neuen Rekordumsatz

Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Großhandel in Deutschland hat im Jahr 2022 einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet. Demnach erzielten die Händler 2022 real (preisbereinigt) 1,0 Prozent sowie nominal (nicht preisbereinigt) 19,2 Prozent mehr Umsatz als im bislang stärksten Jahr 2021, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 stiegen die Umsätze real um 4,9 Prozent und nominal um 30,7 Prozent. Die Differenz zwischen den realen und nominalen Umsätzen spiegelt die enormen Steigerungen der Erzeugerpreise im Großhandel wider, die zusammen mit den coronabedingten Störungen des globalen Warenverkehrs und den damit einhergehenden Lieferkettenproblemen die reale Umsatzentwicklung gedämpft haben dürften. Der Großhandel agiert einerseits als Bindeglied zwischen Unternehmen in zwei unterschiedlichen Produktionsstufen der industriellen Wertschöpfung, indem er die Industrie- und Handwerksbetriebe mit Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Investitionsgütern beliefert (Produktionsverbindungshandel), andererseits beliefert der Großhandel den Einzelhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des privaten Konsums. Weiterhin ist ein Teil der Großhändler auch als Exporteur tätig.

Für den Produktions- und den Konsumtionsverbindungshandel sind aktuell die Ergebnisse von Januar bis November 2022 verfügbar: In diesem Zeitraum wurde im Produktionsverbindungshandel, das heißt dem Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen, real 1,2 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als in den ersten elf Monaten des Jahres 2021, so die Statistiker. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2022 stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern im Großhandel mit speziellen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (+5,9 Prozent) und im Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+4,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders deutlich. Im Gegensatz dazu verbuchte der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren im Zeitraum von Januar bis November 2022 einen realen Umsatzrückgang von 3,0 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Während die realen Umsätze im Großhandel mit Getreide, Rohtabak und Futtermitteln nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums stagnierten (+0,1 Prozent), verzeichnete der Großhandel mit lebenden Tieren unter allen erfassten Großhandelsbranchen mit einem Minus von 10,3 Prozent den größten Umsatzeinbruch im Betrachtungszeitraum.

Besonders groß waren die Rückgänge im Großhandel mit Holz und Baustoffen (-6,3 Prozent), mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (-3,8 Prozent) und mit chemischen Erzeugnissen (-3,4 Prozent), die auf mögliche Lieferengpässe hindeuten. Lediglich im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen wurde trotz enormer Preissteigerungen ein reales Umsatzplus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum generiert. Dieser Umsatzanstieg lässt sich vor allem durch den starken coronabedingten Umsatzeinbruch zu Beginn des Jahres 2021 erklären, von dem sich die Branche seitdem langsam erholt. Der Großhandel mit Konsumgütern erzielte von Januar bis November 2022 real 1,3 Prozent mehr Umsatz als im selben Zeitraum des Jahres 2021.

Sowohl im Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern als auch im Großhandel mit Lebensmittel stiegen die Umsätze zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent an. Der Großhandel mit Bekleidung und Schuhen erwirtschaftete in den ersten elf Monaten des Jahres 2022 ein Plus von 17,6 Prozent. Nach Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen verbuchte der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren im Jahr 2022 besonders hohe Zuwächse gegenüber dem Vorjahr, die jedoch nicht ausreichten, die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre zu kompensieren, so das Bundesamt.

AFP

Berliner CDU-Chef sieht „viele Schnittmengen“ mit SPD

Foto: Kai Wegner am 12.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins CDU-Chef Kai Wegner hat nach dem Wahlsieg seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag den Anspruch bekräftigt, die neue Regierung anzuführen. Er wolle „offene“ Gespräche mit SPD und Grünen führen, sagte Wegner den Sendern RTL und ntv.

Mit Blick auf ein Umfrageergebnis von Forsa, wonach sich 81 Prozent der CDU-Wähler eine Koalition mit der SPD und nur 16 Prozent mit den Grünen wünschen, fügte er hinzu: „Das habe ich auch im Wahlkampf gespürt, gerade in der Verkehrspolitik.“ Die Diskussion habe die Stadt sehr gespalten – „Innenstadt gegen Außenbezirke, Fahrrad gegen Auto“. Er wolle die Stadt wieder „zusammenführen“. An der Wahlkarte sehe man auch, dass die CDU in den Außenbezirken sehr stark sei. „In der Innenstadt haben sie viele grüne Wahlkreise, und jetzt geht es darum, diese Stadt wieder zusammenzuführen.“ Mit der SPD gebe es „viele inhaltliche Schnittmengen“. Man müsse aber ausloten, ob die SPD wirklich bereit sei, „auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auch in einer schwarz-roten Koalition“. Und das würden die Gespräche ergeben. Auf eine Reihenfolge bei den Sondierungen wollte er sich aber nicht festlegen: „Wir haben zur gleichen Zeit die Einladung ausgesprochen, damit gar keine Präferenzen erkennbar sind.“ Ihm gehe es darum, dass man eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ entwickele. In den letzten sechs Jahren habe Rot-Grün-Rot „auf offener Bühne gestritten“ und das wollten die Berliner nicht mehr. „Man soll zusammenarbeiten und man soll die Probleme dieser Stadt lösen. Und das ist mein Ziel bei den Sondierungen. Und da werde ich mit SPD und Grünen ausloten, was da geht.“

AFP

Preisdynamik im Großhandel nimmt weiter ab

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Preisdynamik im deutschen Großhandel nimmt weiter ab. Im Januar 2023 waren die Verkaufspreise um 10,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Die Veränderungsrate war damit zum vierten Mal in Folge rückläufig. Im Dezember hatte sie noch bei +12,8 Prozent gelegen, im November bei +14,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Großhandelspreise im Januar 2023 erstmals seit September 2022 wieder leicht (+0,2 Prozent). Für den hohen Anstieg der Großhandelspreise im Vorjahresvergleich sind hauptsächlich Preissteigerungen bei Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren verantwortlich. Im Durchschnitt lagen die Preise hier um 16,2 Prozent über denen von Januar 2022. Teurer waren insbesondere die Produkte im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+30,3 Prozent), Fleisch- und Fleischerzeugnissen (+21,0 Prozent), Zucker, Süß- und Backwaren (+20,1 Prozent) sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln (+15,6 Prozent). Nach wie vor hatte auch der Preisanstieg im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (+13,1 Prozent) einen großen Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember 2022 fielen die Preise hier aber um 4,4 Prozent. Billiger als vor einem Jahr waren die auf Großhandelsebene verkauften Altmaterialien und Reststoffe (-21,5 Prozent).

AFP