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Bundesministerien wollen 70 Milliarden Euro mehr ausgeben

Foto: Finanzministerium, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Innerhalb der Bundesregierung ist ein Streit um den Bundeshaushalt ausgebrochen. Einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitagsausgabe) zufolge summieren sich in den laufenden Haushaltsverhandlungen die zusätzlichen Wünsche der Bundesministerien allein für das nächste Jahr auf fast 70 Milliarden Euro.

Um diesen Betrag übersteigen also die Wünsche die bisherige Etatplanung von 424 Milliarden Euro. Die Wünsche seien „absolut unerfüllbar“, heißt es im Bundesfinanzministerium. Die geplanten Ausgaben von 424 Milliarden Euro seien die Obergrenze. Wenn einzelne Minister mehr ausgeben wollten, müsse das Geld an anderer Stelle eingespart werden. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wolle auch im nächsten Jahr die Schuldenbremse einhalten, wie es die Koalition fest vereinbart habe. Fast alle Häuser haben beim Bundesfinanzministerium höhere Bedarfe angemeldet. So verlangt etwa Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zehn Milliarden Euro mehr im nächsten Jahr und damit eine Aufstockung des Verteidigungsetats von rund 50 auf 60 Milliarden Euro. Zwar werde die nächste Steuerschätzung im Mai wohl etwas besser ausfallen als erwartet, heißt es im Bundesfinanzministerium, das werde aber nicht einmal reichen, um die bisher bestehende Etatlücke von zwölf Milliarden Euro im 2024er-Etat auszugleichen. Um sich etwas Luft im Haushalt zu verschaffen, gibt es deshalb die Überlegung, den Klima- und Transformationsfonds (KTF) umzubauen. Der Fonds zur Finanzierung der Klimawende, der Teil des regulären Haushalts ist, verfügt derzeit über 90 Milliarden Euro. Für die Jahre 2022 bis 2026 sieht er Ausgaben von insgesamt 200 Milliarden Euro vor. Allerdings gibt es beim KTF ein altbekanntes Problem: Auch hier fließt Geld wegen Bürokratieengpässen nicht ab.

Deshalb gibt es die Idee, im KTF andere Ausgaben als bisher geplant zu finanzieren, um hierüber andere Teile des Etats zu entlasten.

AFP

Ifo: Homeoffice zieht Menschen aus Großstädten in den Speckgürtel

Foto: Neubausiedlung, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeit im Homeoffice hat viele Menschen in Deutschland dazu veranlasst, ihren Wohnort zu verlegen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Ifo-Instituts und eines Immobilienportals, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Dies war demnach vor allem bei ehemaligen Großstädtern der Fall. „Unter den Personen, die die Großstadt verlassen haben, zogen 38 Prozent in den Speckgürtel“, sagte Mathias Dolls, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. „30 Prozent zogen in kleinere Großstädte zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern.“ Lediglich neun Prozent der ehemaligen Großstadtbewohner seien in eine Kleinstadt und fünf Prozent in den ländlichen Raum gezogen.

Gefragt nach Plänen für die kommenden zwölf Monate, gaben in der Umfrage zehn Prozent der Großstädter an, einen grundlegenden Umzug zu planen. Davon wollen 40 Prozent in eine kleinere Großstadt und 22 Prozent in den Speckgürtel ziehen. Kleinstädte und der ländliche Raum sind die am seltensten genannten Umzugsziele (acht bzw. zwölf Prozent). Nach Angaben des Ifo-Instituts hat die Corona-Pandemie, entgegen mancher Erwartungen, nicht zu einer Flucht aufs Land geführt.

Als wesentliche Kostentreiber, die einen Umzug erforderlich machten, nannten die Befragten gestiegene Kaltmieten und höhere Energiepreise. Im Mai 2021 wurden die Wohnkosten noch von zwölf Prozent der Befragten als eine große finanzielle Belastung wahrgenommen. Dieser Anteil stieg bei den im Herbst 2022 Befragten auf 20 Prozent. Von denjenigen Personen, die in den kommenden zwölf Monaten umziehen wollen, nennen zwölf Prozent die finanzielle Belastung als wichtigsten Umzugsgrund.

Vor der Energiekrise hatten finanzielle Gründe noch eine untergeordnete Rolle gespielt. Für die Erhebung befragte das Ifo-Institut gemeinsam mit dem Portal „Immowelt“ im Herbst 2022 insgesamt 12.000 Personen. Die Studie ist eine Aktualisierung einer vorausgegangenen Befragung vom Mai 2021.

AFP

Dax weiter im Aufwind – Adidas besonders gefragt

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat seine anfänglichen Gewinne am Donnerstag bis zum Mittag gehalten. Gegen 12:30 Uhr notierte der deutsche Leitindex bei rund 15.575 Punkten und damit gut 0,4 Prozent über dem Handelsschluss am Vortag.

Offenbar hat sich bei den Anlegern zuletzt Optimismus breit gemacht. Die pessimistischen Marktteilnehmer hätten den optimistischen „das Feld überlassen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Die vorangegangene Skepsis mache der Hoffnung Platz. Dadurch sei es dem Dax gelungen, zeitweise auch wieder über das Kursniveau von 15.600 Punkten zu klettern. „Es gibt noch erhebliche Risiken in den Finanzmärkten, die jedoch derzeit kaum wahrgenommen werden“, mahnt Lipkow. Sollte sich die Robustheit des US-Arbeitsmarkts als inflationsbeschleunigend herausstellen, könne sich das derzeitige Zinsszenario noch einmal erheblich verändern, so der Experte. Besonders gefragt waren am Mittag Papiere von Adidas, die kräftig zulegten. Ein auf dem Papier deutliches Minus gab es unterdessen bei Siemens Healthineers – die Anteilsscheine des Konzers werden allerdings mit einem Dividendenabschlag gehandelt. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0697 US-Dollar (+0,08 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9349 Euro zu haben. Der Gaspreis sank unterdessen: Eine Megawattstunde zur Lieferung im März kostete rund 53 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

AFP

Osnabrücker Straßenverkehr während Friedenskette am 24. Februar eingeschränkt

Verkehr (Symbolbild)
Verkehr (Symbolbild)

Am Freitag (24. Februar), der Jahrestag des Ukraine-Krieges, bilden zwischen Osnabrück und Münster rund 40.000 Menschen eine Friedenskette. Dabei kommt es entlang der Strecke zu Einschränkungen im Straßenverkehr. 

Die Friedenskette schließt sich von 16 Uhr bis 16:10 Uhr. Die meisten Menschen werden dann in erster Linie im Seitenbereich auf dem Gehweg oder dem Radweg stehen. Vereinzelt werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Friedensinitiative an Kreuzungen auf der Fahrbahn stehen, wodurch Abschnitte wie etwa die Kreuzung am Heger Tor nicht befahrbar sein werden. Weil das nur kurz andauert, werden keine Umleitungen eingerichtet oder Absperrungen aufgestellt.

„Am besten ist es, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen“, sagt Thomas Cordes, Leiter des Fachbereichs Ordnung. „Es wird nicht genug Platz für alle Autos nah an der Strecke sein.“

Für Fahrten mehr Zeit einplanen

Zu Vollsperrungen kommt es am Wall im Bereich Heger Tor, an der Lengericher Landstraße im Bereich Große Schulstraße sowie der Innenstadt aus der Richtung Hasbergen via Rheiner Landstraße und Lengericher Landstraße. Die Stadt Osnabrück verweist darauf, diese Streckenabschnitte zu umfahren. Die beschilderte Umleitung für die Rheiner Landstraße kann aufgrund der Menschenkette kurzzeitig nicht genutzt werden.

Die Autobahn in Richtung Münster sowie die Auf- und Abfahrt in Hellern wird nicht beeinträchtigt. Die Kette muss für die Durchfahrt von Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn unterbrochen werden. Auch bei Busfahrten kann es zu Verspätungen kommen. Die Stadt bittet andere Verkehrsteilnehmende um Geduld und Verständnis, als Zeichen des Friedens.

Im Landkreis Osnabrück gibt es noch eine Besonderheit: Der Bahnübergang der Hüttenbahn an der Osnabrücker Straße beziehungsweise Holzhauser Straße ist von der Friedenskette betroffen. Bahnübergänge dürfen auch während der Schließung nicht betreten werden.

Weitere Informationen zu der Streckenaufteilung und zur Anmeldung finden Sie hier.

AFP

Nachhaltig nach Dresden und Prag: Neuer Nachtzug startet ab Ende April auch von Osnabrück aus

GreenCityTrip Nachtzug / Foto: GreenCityTrip
GreenCityTrip Nachtzug / Foto: GreenCityTrip

Der Nachtzuganbieter GreenCityTrip startet am 21. April mit einem neuen Nachtzug nach Dresden und Prag. Der Zuganbieter fährt wöchentlich mit eigens betriebenen Nachtzügen mit 16 Wagen und einer Kapazität von 720 Passagieren – und startet dabei auch von Osnabrück aus.

Der Zug hat nur Liege- und Schlafplätze und ist nicht weniger als 500 Meter lang. Weitere Startorte neben dem Osnabrücker Hauptbahnhof sind Bad Bentheim, Minden und Hannover. Ohne weitere Zwischenstopps kommt der Zug dann am nächsten Morgen in Dresden und Prag an.

Nachhaltiges Reisen: Fahren statt fliegen

GreenCityTrip gehört zur Muttergesellschaft Flywise, einem in den Niederlanden ansässigen Reiseveranstalter, der seit 2010 in verschiedenen europäischen Ländern aktiv ist. Mit dem Start eines eigenen Nachtzugnetzes in Europa hofft sie nun, „fliegende“ Touristen zu einer nachhaltigeren Art des Reisens durch Europa zu bewegen.

So sieht es im Nachtzug aus. / Foto: GreenCityTrip
So sieht es im Nachtzug aus. / Foto: GreenCityTrip

Der Nachtzug hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, nachdem das frühere Nachtzugnetz fast vollständig verschwunden war. „Nicht nur die Erkenntnis, dass Fliegen auf kurzen Strecken schlecht ist, spielt dabei eine Rolle. Die Menschen lassen auch wegen der ständig steigenden Treibstoffpreise immer öfter das Auto stehen“, erklärt Mitinhaber Hessel Winkelman.

Weitere internationale Strecken sollen folgen

GreenCityTrip fährt seine Strecken mit deutschen Zügen und will in den kommenden Jahren in Deutschland weiter expandieren. Es sollen weitere internationale Strecken hinzukommen, und alle Ziele sollen schließlich dreimal pro Woche angefahren werden. Hierfür sucht GreenCityTrip auch die Zusammenarbeit mit anderen Partnern. In den Niederlanden wurde im vergangenen Jahr eine Kooperation mit dem Reiseveranstalter TUI gestartet. Diesen Winter betreibt GreenCityTrip auch den TUI Ski Express – ein Nachtzug von Amsterdam zu verschiedenen Skigebieten in Österreich.

TUI bietet seine Städtereisen mit dem umweltfreundlichen Zug von GreenCityTrip als Alternative zum Flugzeug an. Auch in Deutschland werden Reiseveranstalter bald die Nachtzugverbindungen anbieten können. Über die Website greencitytrip.de können Reisende ab heute ihre Reise buchen.

Politisches Handeln ist gefragt

Trotz des steigenden Bedarfs an umweltfreundlichem Schienenverkehr steht die Umsetzung internationaler Zugverbindungen noch vor vielen Herausforderungen. „Wir stellen fest, dass die Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern verschiedener europäischer Länder unzureichend ist, was den Prozess der Aufnahme eines neuen Dienstes langsam und schwierig macht“, fügt Mitinhaber Maarten Bastian hinzu. „Es ist fraglich, warum umweltschädliche Flüge von der Mehrwertsteuer befreit sind, während für eine Zugfahrt Mehrwertsteuer gezahlt werden muss. Wenn die Politiker heutzutage etwas für die Umwelt und den Energieverbrauch tun wollen, ist dies das Mindeste, was sich ändern sollte. Aber wir werden nicht darauf warten und ab Mai mit dem Zug fahren.“

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Osnabrückerin will Germany’s Next Topmodel werden

Sarah Benkhoffs optisches Idol: Megan Fox / Foto: ProSieben/Richard Hübn
Sarah Benkhoffs optisches Idol: Megan Fox / Foto: ProSieben/Richard Hübn

Sarah Benkhoff ist in der aktuellen Staffel von Germany’s Next Topmodel dabei. Das optische Vorbild der 20-jährigen Osnabrückerin: Megan Fox.

Bei Friseur Goda hat das künftige Model eine Ausbildung zur Friseurin gemacht und möchte nun in der 18. Staffel von Germany’s Next Topmodel (GNTM) „Model werden und GNTM rocken“. Denn das war „schon immer mein größter Traum“. „Ich möchte mir selbst beweisen, was ich kann und mir meinen Lebenstraum erfüllen“, so Benkhoff. Seit 2006 wird die Castingshow im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und von „Modelmama“ Heidi Klum moderiert. Unterstützt wird sie auch in dieser Staffel von wechselnden Gastjuroren.

Mit 28 weiteren Kandidatinnen kämpft die 20-Jährige um den Rang als Germany’s Next Topmodel 2023. Sie selbst beschreibt sich in einem Videointerview mit ProSieben in drei Worten als lustig, tollpatschig und herzlich. In der Schule wurde sie wegen ihrer damaligen „Vampirzähne“ gemobbt, die durch eine Krankheit klein und spitz waren. Nun strahlt die Osnabrückerin aber mit einem weißen Lächeln in die Kamera und möchte ihrem Vorbild Megan Fox optisch näher kommen. Ihre Eltern haben ihr den Wunsch nach schönen Zähnen erfüllt.

Für den Sieg will sie alles tun

„Ich habe Klamotten ohne Ende, aber trotzdem nie was zum anziehen“, witzelt die Osnabrückerin. In Ihrer Freizeit macht sie gerne Sport und tanzt. Sie legt nach eigenen Angaben Wert darauf, authentisch zu sein, anderen zuzuhören und für sie da zu sein. Für den Sieg bei GNTM will sie „alles tun“. Die richtige Voraussetzung bringt sie mit: „Ich bin ein sehr disziplinierter und ehrgeiziger Mensch.“

Sarah Benkhoff ist als eines der 29 Models ab Donnerstag (16. Februar) um 20:15 Uhr auf ProSieben und Joyn zu sehen.

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FDP lehnt Pistorius-Vorstoß zu allgemeiner Dienstpflicht ab

Foto: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr lehnt eine allgemeine Dienstpflicht ab. „Eine Dienstpflicht wäre ein vollkommen falsches Zeichen gegenüber der jüngeren Generation, der die Corona-Pandemie bereits außerordentlich viel abverlangt hat“, sagte der FDP-Politiker dem „Spiegel“.

Man müsse sich jetzt darauf konzentrieren, die Bundeswehr zu modernisieren. Das sollte erstes und oberstes Ziel sein. „Im Übrigen bestehen an der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit der allgemeinen Dienstpflicht erhebliche Zweifel“, so Dürr. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte sich am Mittwoch offen für eine Debatte zur Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht zur Stärkung von Katastrophenschutz, Bundeswehr und Rettungsdiensten gezeigt.

Offen zeigte sich der FDP-Fraktionschef allerdings für Pistorius` Forderung, Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) künftig zur Untergrenze zu machen. „Ich glaube, wir sind uns alle einig, was das Ziel betrifft. Nicht umsonst haben wir ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden beschlossen. Jetzt geht es darum, dass dieses Geld zügig in die Truppe investiert wird“, sagte Dürr dem „Spiegel“.

Nach der Niederlage seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin mahnte Dürr einen sachlichen Kurs in der Ampelkoalition an. „Mein Stil ist klar – fair im Umgang und konsequent in der Sache“, so Dürr. Zuvor hatte FDP-Vize Wolfgang Kubicki einen härteren Kurs seiner Partei in der Ampel verlangt. Dürr forderte die Grünen auf, sich beim Thema Planungsbeschleunigung zu bewegen.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) habe dazu einen umfassenden Gesetzentwurf vorgelegt: „Noch hakt es an den Grünen. Bis Ostern sollten wir da in der Koalition zu einem Abschluss kommen. Beim LNG-Terminal in Wilhelmshaven haben wir als Regierung bereits bewiesen, dass wir Planungsbeschleunigung können“, so Dürr.

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Karneval bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor

Foto: Straßenkarneval, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Der Karneval bleibt in mehreren Regionen in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gastronomie, Einzelhandel und weitere Bereiche erwirtschaften in der aktuellen „Session“ an Karneval mindestens 1,65 Milliarden Euro, wie neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen.

„Optimistische Schätzungen“ gehen demnach sogar von bis zu 2,75 Milliarden aus. Dabei entfällt der größte Posten auf die Gastronomie: Hier rechnen die IW-Forscher mit einem Umsatz von 796 Millionen Euro. Der Einzelhandel, vor allem der Kostümverkauf, erwirtschaftet 385 Millionen Euro. Für Transporte kalkulieren die Wissenschaftler knapp 287 Millionen Euro, Hotels erwirtschaften rund 187 Millionen. Wer von außerhalb anreist und noch Übernachtungen in einer der Karnevalshochburgen sucht, kommt in Düsseldorf am günstigsten davon, so die IW-Berechnungen. Hier kosten zwei Übernachtungen – wären sie am 14. Februar gebucht worden – im Doppelzimmer von Karnevalssamstag bis Rosenmontag im Schnitt 190 Euro, das ist sogar günstiger als im vergleichsweise ereignislosen Vergleichszeitraum zwei Wochen später (200 Euro). Mainzer Hoteliers veranschlagen im Schnitt über das Karnevalswochenende 197 Euro (zwei Wochen später: 186 Euro). In Kölner Hotels müssen Karnevalsfans dagegen besonders tief in die Tasche greifen: Hier kosten zwei Übernachtungen im Doppelzimmer von Samstag bis Montag im Schnitt 376 Euro, deutlich mehr als im Vergleichszeitraum (234 Euro). Nach drei entbehrungsreichen Jahren ist die „Session“ 2022/23 die erste, in der ohne Einschränkungen gefeiert werden kann.

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Gasverbrauch bleibt weiterhin unter Vorjahren

Foto: Gaszähler, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland wird weiterhin weniger Gas verbraucht als in den Vorjahren. In der sechsten Kalenderwoche sei der Gasverbrauch insgesamt 17 Prozent niedriger gewesen als in den Jahren 2018 bis 2021, teilte Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller am Donnerstag mit.

In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei -14 Prozent. In der Industrie ging die Einsparung etwas zurück: Dort beträgt das Minus jetzt 16 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum, nach -18 Prozent in der Vorwoche. Haushalte und Gewerbe sparten dafür 18 Prozent gegenüber der Referenzperiode ein (Vorwoche: -10 Prozent). Das Einsparziel der Bundesregierung wird damit weiterhin nicht erreicht. Die Bundesnetzagentur hatte schon vor Monaten eine Einsparung von rund 20 Prozent ausgerufen. Müller rief zu weiteren Anstrengungen auf: Dem Bundesnetzagentur-Chef zufolge würden aktuellen Einsparungen jetzt schon für die Gasspeicherfüllung für den Winter 23/24 helfen.

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Lauterbach hat 60. Geburtstag „lange verdrängt“

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) blickt beklommen auf seinen 60. Geburtstag am 21. Februar. Das sei in der Tat ein „schwieriger Geburtstag“ für ihn, sagte er dem „Stern“.

Er habe sich darauf „innerlich noch nicht richtig vorbereiten“ können. Als Kind habe er Menschen, die 60 Jahre wurden, immer „für steinalt gehalten“, so Lauterbach. „Es ist interessant, dass man lange Bilder aus der Kindheit bewahrt und plötzlich selbst dieses biblische Alter erreicht. Ich habe das lange verdrängt, aber nun ist es nicht mehr abzuwenden.“ Sein Jubiläum will der Politiker „im kleinen Kreis, sehr privat“ feiern. In diesen Zeiten sei „eine kleine Feier angemessen“, sagte Lauterbach zu seinen Plänen. Als Vorteil des Alters nennt er seine langjährige Tätigkeit in Gesundheitswesen und Politik: „Ich mache seit 25 Jahren Gesundheitspolitik und profitiere jetzt von dieser Erfahrung.“ Bei seinen Talkshow-Auftritten machten sich hingegen die Spuren des Alterns bemerkbar: „Mit jedem Jahr, das ich altere, dauert es länger in der Maske. Dort wird mittlerweile intensiv an mir gearbeitet. Früher war es eine Sache von Sekunden.“

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