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Gute Nachricht des Tages: SC Türkgücü sammelt beim Benefizturnier über 45.000 Euro für Erdbebenopfer

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Am Samstag (18. Februar) veranstaltete der SC Türkgücü zusammen mit Blau-Weiß Schinkel und SSC Dodesheide ein Benefizturnier zugunsten der Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien. Dabei kamen über 45.000 Euro zusammen.

Das Turnier fand in der Sporthalle der IGS Osnabrück statt, bei der einige Vereine wie der SV Kosova und der Osnabrücker SC teilnahmen. Durch die Benefizveranstaltung und weiteren Spenden sind 45.047,51 Euro zusammengekommen.

„Wir sind überwältigt von der unglaublichen Solidarität und Unterstützung, die wir von unserer Community erhalten haben“, schreibt der Verein auf Instagram. „Wir sind stolz darauf, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich für das Wohl anderer einsetzt. Es ist unglaublich, was der Amateurfußball in und um Osnabrück bewirken kann.“

Spendenaufruf des SC Türkgücü (Screenhsot Instagram)
Spendenaufruf des SC Türkgücü / Screenshot: Instagram

Der Amateurfußballverein verteilt die Spende nun direkt an Betroffene der Erdbebenkatastrophe in der Türkei, die in der verheerenden Situation dringend Hilfe benötigen. Die gesamte Summe wird an Hilfsbedürftige gegeben, sonstige Kosten wie beispielsweise Flugtickets bezahlen die Helfenden aus eigener Tasche. Weitere Spenden nimmt der Verein weiterhin dankend entgegen.

AFP

Bayern will Finanzhilfe für Medizin-Studienplätze

Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) fordert Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf, sich an den Kosten für zusätzliche Medizinstudienplätze zu beteiligen. „Es gilt: finanzieren, statt fordern“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Lauterbach hatte zuvor verlangt, die Länder müssten 5.000 neue Medizinstudienplätze einrichten, um dem drohenden Ärztemangel zu begegnen. Bayern bilde schon heute ein Fünftel aller Mediziner aus und schaffe aktuell 2.700 neue Plätze, so Blume. Auch Baden-Württemberg hat etwas aufgestockt, Brandenburg hat die Einrichtung der ersten Medizinfakultät im Land beschlossen, so eine Erhebung des „Handelsblatts“. Wegen des Mangels an Medizinstudienplätzen studieren nach einer heute veröffentlichten Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) mittlerweile rund 8.000 Deutsche im Ausland Medizin – und bezahlen dafür Gebühren von bis zu 150.000 Euro. „Es ist auf Dauer keine Lösung, sich auf Studienplätze im Ausland zu verlassen“, kritisierte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt. Daher müsse Deutschland „bei der Nachwuchsförderung schnell und entschlossen handeln“, sagte er dem „Handelsblatt“. Den knapp 12.000 Studienanfängerplätzen hier stünde ein Vielfaches an motivierten und fähigen Bewerbern gegenüber. Eine moderne Wohlstandsgesellschaft des langen Lebens, sollte in der Lage sein, ihre Ärzte selbst auszubilden, sagte Reinhardt. Dass angehende Ärzte überhaupt gezwungen sind, im Ausland zu studieren, ist in den Augen der Marburger-Bund-Vorsitzenden Susanne Johna auch deshalb ein Problem, weil unklar sei, „wie viele davon als Absolventen in deutschen Krankenhäusern oder Arztpraxen arbeiten werden“, sagte sie der Zeitung. Manche würden in anderen Berufen tätig oder im Ausland bleiben. „Einem solchen Brain Drain können wir am besten entgegenwirken, indem wir ausreichend Studienkapazitäten in Deutschland schaffen.“

AFP

Union kritisiert FDP-Vorschlag zu Reservisten als „Scheinlösung“

Foto: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Abgeordnete Johann Wadephul fordert eine allgemeine Dienstpflicht. Der Vorschlag der FDP, stattdessen die Reserve der Bundeswehr zu stärken, sei keine Alternative, sagte Wadephul den Sendern RTL und ntv.

Er sei zwar selbst Reservist, aber er wisse auch, dass er bei aller Leistungsfähigkeit, die er habe, keinen aktiven Soldaten ersetzen könne. Deswegen sei das eine „Scheinlösung“. Die Bundeswehr solle ab jetzt 30.000 Soldaten mehr haben, was ohne eine allgemeine Dienstpflicht nicht zu schaffen sei. Auch die FDP müsse sich fragen, „will sie wirklich eine Zeitenwende?“, so Wadephul.

Die Nato, Deutschland und Europa müssten sich verteidigen können. Das sei zwar unangenehm, ließe sich aber nicht vermeiden, sagte der CDU-Politiker. Es sei schade, dass jetzt auch die FDP eher zu den Bremsern bei der Zeitenwende in dieser Koalition gehöre. Die FDP berät am Montag über einen Vorschlag, die Reserve der Bundeswehr deutlich zu stärken und Reservisten mehr Möglichkeiten zu bieten.

AFP

Deutlich weniger Gemüse geerntet

Foto: Möhren, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2022 haben rund 6.100 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland insgesamt 3,8 Millionen Tonnen Gemüse geerntet. Das waren zwölf Prozent weniger als im Jahr 2021, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Zudem waren es zwei Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Ursächlich dafür waren neben einer geringeren Anbaufläche unter anderem die Hitze und Trockenheit im Sommer 2022. Zudem war im Jahr 2021 mit 4,3 Millionen Tonnen Gemüse ein historischer Höchstwert erreicht worden. Die gesamten Anbauflächen für Gemüse wurden im vergangenen Jahr gegenüber 2021 um vier Prozent auf gut 126.400 Hektar reduziert. Damit entsprach die Anbaufläche nahezu dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Was die ökologische Landwirtschaft betrifft, erzeugten die Betriebe auf gut 17.800 Hektar insgesamt 431.000 Tonnen Gemüse. Nach stetigem Anstieg der ökologischen Anbaufläche seit der ersten Erhebung 2012 um insgesamt 71 Prozent sank diese 2022 erstmals um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Erntemenge um zehn Prozent abnahm. Der Anteil der vollständig ökologischen Erzeugung lag jeweils unverändert bei elf Prozent der Erntemenge und 14 Prozent der Anbaufläche. Die Gemüseart mit der größten Erntemenge waren Möhren beziehungsweise Karotten, von denen auf 13.600 Hektar im Freiland im Jahr 2022 insgesamt 780.500 Tonnen geerntet wurden, so die Statistiker weiter. Bei einer Reduzierung der Anbaufläche um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr ging die Erntemenge um 19 Prozent zurück. Die Gemüseart mit der zweitgrößten Erntemenge waren erneut Speisezwiebeln mit 578.200 Tonnen (-13 Prozent gegenüber 2021), gefolgt von Weißkohl mit 384.700 Tonnen (-zwölf Prozent), Einlegegurken mit 168.500 Tonnen (-ein Prozent) und Eissalat mit 138.800 Tonnen (+sechs Prozent). Im Hinblick auf die gesamte Anbaufläche im Freiland lagen Karotten an dritter Stelle hinter dem in Deutschland sehr beliebten Spargel mit gut 25.000 Hektar (-zwei Prozent), davon 21.300 Hektar ertragsfähige Fläche (-fünf Prozent), und den Speisezwiebeln mit 15.100 Hektar (+vier Prozent).

Danach folgten Weißkohl mit 5.400 Hektar (-zwei Prozent), Frischerbsen mit 5.000 Hektar (-elf Prozent) und Speisekürbisse mit 4.800 Hektar (+-0 Prozent). Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, zum Beispiel in Gewächshäusern oder hohen Folienabdeckungen, ging im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zurück. Sowohl die Anbaufläche als auch die Erntemenge sanken um etwa vier Prozent auf knapp 1.300 Hektar beziehungsweise 194.400 Tonnen. Die größte Erntemenge im geschützten Anbau entfiel auf Tomaten mit 102.200 Tonnen – fast unverändert gegenüber 2021.

Die Gemüseart mit der zweitgrößten Erntemenge war die Salatgurke mit 5.000 Tonnen (-zwölf Prozent), gefolgt von Paprika mit gut 16.900 Tonnen (-fünf Prozent).

AFP

Dax startet deutlich im Plus – Rückkehrer Commerzbank vorn

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Gegen 9:40 Uhr standen rund 15.385 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal und damit 1,1 Prozent mehr als beim Handelsschluss am Freitag.

Alle Werte legten am Morgen zu. Das größte Plus verzeichneten die Aktien der Commerzbank, die mehr als vier Jahre nach dem Abstieg in den Dax zurückkehrten. Das kleinste Plus gab es bei den Papieren von BASF, Siemens Energy und Qiagen. Am Freitag war der Dax mit kräftigen Kursverlusten ins Wochenende gegangen – davon konnte er sich am Montagmorgen etwas erholen. „Es könnte für den Dax eine Woche der Wahrheit werden“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Nach 16 Tagen in der gut 400 Punkte breiten Handelsspanne ist der Dax am Freitag nach unten ausgebrochen.“ Entscheidend werde jetzt sein, ob auf die Freitagsverkäufe weitere Verkäufe folgen. „Am Freitag waren die Umsätze bei den 40 Dax-Werten so hoch wie noch nie in diesem Jahr.“ Das zeige, mit welcher „Verkaufswucht“ Anleger auf den Ausbruch aus der Handelsspanne reagiert hätten. „Nach unten ist die psychologisch so wichtige 15.000-Punkte-Marke jetzt die nächste entscheidende Linie“, so Altmann. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagmorgen etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0554 US-Dollar (+0,07 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9475 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,29 US-Dollar. Das waren 13 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

AFP

Ab Mittwoch keine Corona-Testpflicht mehr in Osnabrücker Krankenhäusern

Das gehört bald der Vergangenheit an: Ab dem 1. März müssen Besucher und Patienten keinen Testnachweis mehr bereithalten. / Foto: Niels-Stensen-Kliniken
Das gehört bald der Vergangenheit an: Ab dem 1. März müssen Besucher und Patienten keinen Testnachweis mehr bereithalten. / Foto: Niels-Stensen-Kliniken

Ab Mittwoch (1. März) entfällt die Testpflicht für Besucher, Patienten und Bewohner der Niels-Stensen-Klinik und des Klinikums. Die FFP2-Maskenpflicht bleibt jedoch bestehen.

Die Niels-Stensen-Kliniken und das Klinikum Osnabrück lockern die Corona-Beschränkungen in ihren Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Corona-Tests werden ab Mittwoch (1. März) für Besucher, Patienten und Bewohner nicht mehr erforderlich sein.

Im stationären Bereich und in der Zentralen Notaufnahme der Niels-Stensen-Kliniken werden Patienten mit Covid-Symptomen weiterhin getestet. Im Klinikum bleiben die Corona-Testungen im stationären Bereich und im Notaufnahmezentrum vorerst bis zum 31. März unverändert, um den Infektionsschutz für alle Personen im Klinikum weiterhin zu gewährleisten.

Die FFP2-Maskenpflicht für Besucher und Patienten in den Praxen und Medizinischen Versorgungszentren bleibt vorerst bestehen. Mitarbeitenden der Kliniken und Pflegeeinrichtungen ist das Tragen der Maske freigestellt. Ausnahme in den Niels-Stensen-Kliniken: die Versorgung onkologischer Patienten.

Keine Schnelltests mehr im Testzentrum des Klinikums

Die Besuchszeiten im Klinikum sind nun täglich von 10 bis 19 Uhr. Eine vorherige Registrierung ist nicht mehr erforderlich. Die Teststation am Klinikum Osnabrück wird ab dem 1. März keine COVID-19-Schnelltestungen mehr durchführen.

In den Niels-Stensen-Kliniken sind außerdem die Cafeterien wieder komplett geöffnet. Hier entfallen auch die Abstandsregelungen.

AFP

Polizei fasst gesuchten 59-Jährigen am Osnabrücker Hauptbahnhof

(Symbolbild) Polizei am Hauptbahnhof
(Symbolbild) Polizei am Hauptbahnhof

Am Samstagvormittag (25. Februar) gegen 9 Uhr kontrollierte die Bundespolizei einen 59-Jährigen am Osnabrücker Hauptbahnhof. Die Polizei stellte fest, dass der Mann per Haftbefehl gesucht wird. 

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ließ mit Haftbefehl nach dem Mann fahnden. Denn der 59-Jährige wurde bereits wegen Hausfriedensbruch verurteilt. Ihn erwartete entweder eine 20-tägige Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe in Höhe von 200 Euro. Als die Beamten den Mann am Samstagvormittag am Osnabrücker Hauptbahnhof kontrollierten, zahlte er seine Geldstrafe und ersparte sich damit den Aufenthalt im Gefängnis.

AFP

Im Osnabrücker Landkreis wird an diesen Stellen wieder geblitzt

(Symbolbild) Blitzer
(Symbolbild) Blitzer

Auch in dieser Woche wird im Landkreis Osnabrück wieder geblitzt. An diesen Stellen müssen Autofahrer besonders aufmerksam sein.

Der Landkreis Osnabrück stellt auch ab Montag (27. Februar) wieder Radarfallen auf. An folgenden Stellen müssen Autofahrer aufpassen. Natürlich können auch an anderen Stellen Radarkontrollen durchgeführt werden. Deshalb gilt: Augen auf im Straßenverkehr!
Montag 27.02. Alfhausen
Dienstag 28.02. Melle
Mittwoch 01.03. Bad Iburg
Donnerstag 02.03. Badbergen
Freitag 03.03. Bad Essen
Samstag 04.03. Belm
Sonntag 05.03. Nortrup
AFP

Zahl der Studienberechtigten gesunken

Foto: Junge Leute vor einer Universität, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Studienberechtigten in Deutschland ist im Jahr 2022 gesunken. Insgesamt erwarben rund 385.000 Schüler die Hochschul- oder Fachhochschulreife, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Nach vorläufigen Ergebnissen waren das 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr (-8.300). Die Abnahme ist zum Teil demografisch bedingt: Zum 31. Dezember 2021 sank die Zahl der Personen in der relevanten Altersgruppe (17 bis 19 Jahre) um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von der Gesamtzahl der Studienberechtigten erwarben vier Fünftel (80,0 Prozent) die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Ein Fünftel der Studienberechtigten (20,0 Prozent) erlangte die Fachhochschulreife.

Zwei Drittel (67,2 Prozent) erwarben ihre Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulreife an einer allgemeinbildenden Schule, ein Drittel (32,8 Prozent) an einer beruflichen Schule. Der Frauenanteil an den Studienberechtigten ist 2022 mit 54,3 Prozent erneut leicht angestiegen; 2021 waren es noch 54,1 Prozent, so die Statistiker weiter. Dabei war bei den Studienberechtigten mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife der Frauenanteil mit 55,5 Prozent höher, während bei der Fachhochschulreife der Männeranteil mit 50,5 Prozent leicht überwog. Im Bundesländer-Vergleich zeigte sich, dass die Zahl der Studienberechtigten in den ostdeutschen Ländern (mit Berlin) um 1,4 Prozent zurückging, während der Rückgang in Westdeutschland bei 2,2 Prozent lag.

Lediglich in Sachsen (+1,5 Prozent) und Baden-Württemberg (+1,2 Prozent) gab es einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Nach einer Sonderauswertung des Bundesamtes erwarben Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, bezogen auf ihren Anteil an der gleichaltrigen Bevölkerung, in den Jahren 2015 bis 2021 deutlich häufiger eine Studienberechtigung als Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Quote der Studienberechtigten mit deutscher Staatsangehörigkeit lag 2021 bei 53,4 Prozent. 2015 hatte sie noch 56,5 Prozent betragen.

Die Quote der Ausländer, die eine Studienberechtigung erwarben, lag 2021 bei 16,0 Prozent. Sie ging von 16,1 Prozent im Jahr 2015 auf 14,5 Prozent im Jahr 2019 zurück und stieg seitdem wieder an.

AFP

Feuerwehrexperte will Reichstagsbrand aufarbeiten

Foto: Deutscher Bundestag, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 90 Jahre nach dem Reichstagsbrand gibt es neue Untersuchungen zu den Hintergründen. Wie die „Bild“ berichtet, will Roland Goertz, Professor am Lehrstuhl für Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz der Uni Wuppertal und Direktor des Feuerwehrwissenschaftlichen Instituts FSI, Ursache und Verlauf des Feuers mit alten Akten und neusten wissenschaftlichen Methoden aufarbeiten.

„In Hinblick auf die Bedeutung des Reichstagsbrandes für die Entwicklung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und vor dem Hintergrund, dass bis heute die Ursachen für den sehr schnellen Brandverlauf im Plenarsaal unklar und umstritten sind, habe ich mich entschieden, an diesem Thema zu arbeiten“, sagte der Experte der Zeitung. Der Feuerwehrexperte hat einen Großteil der mehr als 50.000 Seiten historischer Akten aus den Jahren 1933 bis 1936 zu dem Brand ausgewertet. „Der wichtigste Zeuge in dem Brandfall ist nach heutigem Stand der Wissenschaft noch gar nicht befragt worden: nämlich der Brand selber und die durch ihn hinterlassenen Spuren“, so Goertz. Bei seinen bisherigen Untersuchungen orientiert sich der Experte an internationalen Standards von Brandermittlungen, der sogenannten NFPA-Richtlinie 921 (Guide for Fire and Explosion Investigations) und ihrer Untersuchungssystematik. Mit modernster Technik soll der Brand nachträglich simuliert werden. Goertz: „Bis zu einem veröffentlichungsfähigen und belastbaren Ergebnis werde sicher noch ein bis zwei Jahre Forschung notwendig sein.“

AFP