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Europaabgeordneter aus Osnabrück: EU will künftig auch handwerkliche Erzeugnisse schützen

Siebdruck (Symbolfoto)
Siebdruck (Symbolfoto)

Neben Lebensmitteln sollen bald auch handwerkliche Erzeugnisse EU-weit geografisch geschützt werden, wie der Osnabrücker SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken mitteilt. So sollen diese vor Nachahmung gesichert werden.

Die Thüringer Rostbratwurst oder der Nürnberger Lebkuchen sind weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und Beispiele für geografisch geschützte Lebensmittel. Diese geschützte Ursprungsbezeichnung setzt voraus, dass die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Produktes in einem bestimmten geographischen Gebiet erfolgen muss. Auf Basis dieses Schutzsystems wird in der Europäischen Union zurzeit daran gearbeitet, traditionelle handwerkliche Erzeugnisse und ihre Bezeichnungen ebenfalls EU-weit zu schützen.

Handwerkskunst stärken und Kulturerbe schützen

Dazu haben am Dienstag (28. Februar) die EU-Abgeordneten im zuständigen Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments ihre Positionen beschlossen. Demnach könnte auch niedersächsische Handwerkskunst zukünftig geschützt werden, wie der Osnabrücker SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken mitteilt: „In vielen deutschen Regionen gibt es traditionelle handwerkliche Erzeugnisse, deren Bezeichnungen bisher europaweit kaum geschützt sind. In Niedersachsen denke ich beispielsweise an den Blaudruck aus Ostfriesland. Nach meiner Einschätzung ist es längst überfällig, auch handwerkliche Produkte zu schützen, wie es bereits bei Lebensmitteln der Fall ist. Ostfriesischer Blaudruck zum Beispiel darf sich dann nur noch nennen, was auch wirklich aus Ostfriesland stammt und dem traditionellen Herstellungsprozess folgt.”

Mit der Verordnung soll zudem ein wichtiger Beitrag geleistet werden, die Handwerkskunst zu stärken und das kulturelle Erbe vor Nachahmungen zu schützen. Wölken geht zudem davon aus, dass eine geografisch geschützte Bezeichnung das traditionelle Handwerk attraktiver macht. “Mit dem Schutz traditioneller handwerklicher Erzeugnisse erhalten diese mehr Aufmerksamkeit, was auch helfen kann, Arbeitsplätze zu erhalten und Fachpersonal zu gewinnen”, so der rechtspolitische Sprecher der Europa-SPD.

Im nächsten Schritt verhandeln Rat, Parlament und Kommission im sogenannten Trilog das finale Gesetz. Mit einer Einigung wird in der ersten Jahreshälfte 2023 gerechnet.

AFP

Bundesbank muss auf Risikovorsorge zurückgreifen

Foto: Deutsche Bundesbank, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesbank musste im letzten Jahr im Umfang von einer Milliarde Euro auf ihre Risikovorsorge zurückgreifen, um keinen Verlust auszuweisen. Das teilte die Bundesbank am Mittwoch bei Vorstellung ihrer Jahresbilanz mit.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung für 2022 werde daher mit null ausgewiesen, hieß es, daher werde wie schon in den Vorjahren kein Gewinn an den Bundeshaushalt abgeführt. „Im Jahr 2022 musste die Bundesbank besondere finanzielle Belastungen tragen“, begründete Bundesbankpräsident Joachim Nagel den Jahresabschluss. In den kommenden Jahren dürften die Belastungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bundesbank durch die hohen Wertpapierbestände und die Zinswende sogar noch deutlich zunehmen. „Die Ertragsentwicklung jetzt und in den kommenden Jahren ist letztlich das Ergebnis der außerordentlich expansiven Geldpolitik der vergangenen Jahre. Nun ist eine straffe Geldpolitik erforderlich, um Preisstabilität zeitnah wiederherzustellen“, erklärte Nagel. „Wenn damit bilanzielle Belastungen verbunden sind, müssen wir das und können wir das verkraften. Die Belastungen werden vorübergehen, anschließend werden wir wieder Gewinne erzielen“, sagte er. Die Bilanz der Bundesbank bezeichnete er trotz allem als „solide“.

2022 werde in die deutsche Wirtschaftsgeschichte als das Jahr mit einer der höchsten Inflationsraten seit Bestehen der Bundesrepublik eingehen, sagte Nagel. Er betonte, dass sich der Preisauftrieb schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine verstärkt habe; mit dem Krieg und seinen Folgewirkungen sei die Inflation dann erheblich angezogen. Und nach wie vor sei der zugrundeliegende Preisdruck sehr hoch, im Euroraum wie in Deutschland. „Daher braucht es eine Geldpolitik, die entschlossen handelt und die notwendigen Schritte unternimmt, um Preisstabilität wiederherzustellen“, so Nagel, wobei er auf die bisherigen Zinsschritte verwies.

Seit Juli 2022 hat der EZB-Rat die Leitzinsen um insgesamt 3 Prozentpunkte angehoben, für März hat er eine weitere Anhebung um 0,5 Prozentpunkte in Aussicht gestellt. „Auch danach könnten noch weitere deutliche Zinsschritte notwendig sein“, sagte der Bundesbankpräsident. „Die Zinswende hat Vieles in Bewegung gebracht“, sagte Joachim Wuermeling, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank und zuständig für Rechnungswesen und Controlling. Bei der Bundesbank schlügen sich die Leitzinserhöhungen auf beiden Seiten der Bilanz nieder: Sie führten in dem komplexen Gebilde von Verflechtungen einer Zentralbank zu einer grundlegenden Veränderung bei vielen Komponenten.

„Unsere Gewinn- und Verlustrechnung 2022 ist Ausdruck dieser Komplexität“, sagte Wuermeling. Der Nettozinsertrag, die wichtigste Position der Gewinn- und Verlustrechnung, erhöhte sich im vergangenen Jahr zwar von 2,5 Milliarden Euro auf 4 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften werde jedoch durch die gestiegenen US-Renditen belastet. Bei den Fremdwährungswertpapieren ergaben sich Abschreibungen aus Bewertungsverlusten von 0,9 Milliarden Euro und realisierte Verluste von 0,8 Milliarden Euro.

Darüber hinaus führte der Anstieg der Leitzinsen im Euroraum zu weiteren Belastungen, weil die Bundesbank höhere Zinsen auf die Einlagen zahlte, die Geschäftsbanken bei ihr hielten. Gleichzeitig blieben die Erträge aus den weiterhin sehr umfangreichen Anleiheportfolios relativ stabil. „Auf die mit den umfangreichen Wertpapierankäufen verbundenen finanziellen Risiken hat die Bundesbank immer wieder hingewiesen“, sagte Nagel. Die Bilanzsumme der Bundesbank sank im Jahr 2022 um 108 Milliarden Euro beziehungsweise 4 Prozent auf 2,9 Billionen Euro.

Wesentlicher Grund für den Rückgang auf der Aktivseite war die Abnahme der Refinanzierungsgeschäfte um 184 Milliarden Euro (auf 238 Milliarden Euro). Vor allem die gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG III) wurden vorzeitig zurückgezahlt. Dagegen wuchs aufgrund der Anleihekäufe in geldpolitischen Ankaufprogrammen der entsprechende Bestand an Euro-Wertpapieren im ersten Halbjahr um 45 Milliarden Euro (auf 1,07 Billionen Euro). Auf der Passivseite kam es zu einem deutlichen Rückgang der Einlagen der öffentlichen Haushalte und ausländischer Zentralbanken, sodass sich die Euro-Guthaben der in- und ausländischen Einleger um 198 Milliarden Euro auf 533 Milliarden Euro verringerten. Dagegen wuchsen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus geldpolitischen Operationen um 62 Milliarden Euro auf 1,20 Billionen Euro, so die Bundesbank.

AFP

Wirtschaftsministerium schaltet Hotline für Preisbremsen

Foto: Gaszähler, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Hotline für Fragen rund um die Gas- und Strompreisbremse geschaltet. Unter der kostenfreien Nummer 0800-7888900 sollen sich ab sofort alle Verbraucher und Unternehmen über die Funktions- und Wirkungsweise der Strom-, Gas- und Wärmepreisbremse informieren können, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte.

„Mit diesem Angebot einer Telefonhotline wollen wir es noch einfacher machen, die Entlastungen und Energieeinsparanreize der Strompreis-, Gaspreis- und Wärmepreisbremse zu verstehen und allgemeine Fragen hierzu in kompetenter Weise beantwortet zu bekommen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Wenzel. Die Hotline soll auch über die allgemeinen Fragen zur Abschöpfung von sogenannten „Zufallsgewinnen“ im Rahmen der Strompreisbremse informieren, damit betroffene Anlagenbetreiber eine möglichst vollständige und korrekte Eigenerklärung abgeben. Hierfür werde den Anlagenbetreibern außerdem „in Kürze“ über die Übertragungsnetzbetreiber ein Excel-Tool bereitgestellt, wie das Ministerium weiter mitteilte.

AFP

Daten aus Ländern deuten auf konstant hohe Inflation

Foto: Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die bundesweite Inflationsrate, für Januar mit 8,7 Prozent berechnet, dürfte sich im Februar auf einem hohen Niveau kaum verändert haben. Darauf deuten erste Zahlen aus den Bundesländern hin, die bereits am Mittwochmorgen veröffentlicht wurden.

In Bayern lag die Inflationsrate im zweiten Monat des Jahres wie schon im Vormonat bei 8,8 Prozent, zuvor hatte NRW einen leichten Anstieg von 8,3 auf 8,5 Prozent gemeldet. In Niedersachsen sank die Inflationsrate unterdessen im Februar von 9,1 auf 8,7 Prozent, in Hessen von 8,5 auf 8,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die vorläufige Schätzung für die bundesweite Inflationsrate im Laufe des Tages, in der Regel gegen 14 Uhr. Die endgültigen Zahlen kommen Mitte des Monats, dabei gibt es aber nur sehr selten Änderungen.

AFP

Elf Besucher pro Tag: CDU fordert Neuausrichtung der Kunsthalle

(Symbolbild) Kunsthalle Osnabrück
Kunsthalle Osnabrück

Bereits seit 2021 kritisiert Oberbürgermeisterin Katharina Pötter die niedrigen Besucherzahlen der Kunsthalle und schlug vor, aus dem ehemaligen Dominikanerkloster einen „Dritten Ort“ in Osnabrück für Begegnung, Austausch und Kultur zu schaffen, um so das Potential der Halle zu entfalten. Nun zählte die CDU die Besucher der Kunsthalle und reichte für die Ratssitzung am 7. März einen Antrag zur Neuausrichtung der Halle ein.

„Die Kunsthalle Osnabrück bleibt erschreckend deutlich hinter den angestrebten Besucherzahlen zurück. Ihr selbst erklärtes Ziel für 2022 waren 4.250 zahlende Besucher. Tatsächlich dort waren aber nur 1.776, also im Schnitt elf pro Tag. Das entspricht nur rund einem Drittel der gewünschten Besucherzahlen. Eine so herausragende Räumlichkeit verdient es jedoch, für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt attraktiver zu sein und zeichnet leider ein eindeutiges Bild: Die derzeitige Nutzung geht am Bedarf der Osnabrückerinnen und Osnabrückern vorbei. Wir kommen daher nicht herum, die Frage zu stellen, wie das ehemalige Dominikanerkloster anderweitig genutzt werden kann“, so Marius Keite, CDU-Fraktionsvorsitzender.

Antrag auf Neuausrichtung gestellt

Die CDU-Ratsfraktion hat für die Ratssitzung am 7. März einen Antrag eingereicht, in dem sie die Verwaltung bittet, zu prüfen, wie das ehemalige Dominikanerkloster neu ausgerichtet werden könnte. So soll die Attraktivität dieser zentral gelegenen Räumlichkeiten für die Bevölkerung in der Breite erhöht werden. Sie solle dazu mit potenziellen Betreibern, Investoren, der Marketing Osnabrück GmbH, Stiftungen, etc. in Austausch treten. Die potenziellen Nutzungsmöglichkeiten würden anschließend den zuständigen Fachausschüssen zur weiteren Beratung vorgestellt.

„Mit dem Mangel von zahlenden Besuchern kommt auch ein fast verdoppeltes Haushaltsdefizit bei der Kunsthalle im Vergleich der letzten zehn Jahre einher – waren es 2013 noch -762.835 Euro sind für 2023 schon -1.390.324 Euro kalkuliert. Die Stadt Osnabrück muss für den kommenden Haushalt an jeder möglichen Stelle sparen, um die allgemein gestiegenen Kosten und die großen, unlängst beschlossenen Projekte, wie den Bau der neuen Oberschulen oder die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, zu kompensieren. Nur so funktioniert gewissenhafte Finanzpolitik und verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern“, macht Florian Schwab, Vorsitzender des Finanzausschusses und Mitglied der CDU-Fraktion deutlich.

Einrichtung „Dritter Ort“

„Die Einrichtung wird statistisch vor allem von eintrittsfreien Schülergruppen besucht. Hier sei die Frage gestattet, ob diese Schüler auch kämen, wenn der Besuch nicht Teil des Unterrichts wäre? Eine eigenständige Sogwirkung können wir, besonders neben den anderen Kultureinrichtungen der Stadt mit Leuchtturmcharakter (Theater, Felix-Nussbaum-Haus, MQ4 etc.), nicht feststellen. Auch einen klaren Neustart nach den Einschränkungen
durch die Corona-Pandemie vermissen wir. Daher kommt zwangsläufig nur eine Alternativnutzung in Frage. Wir könnten uns vorstellen, das Dominikanerkloster zum Beispiel als „Dritten Ort“ einzurichten, auf diese Weise verbliebe es im Zuständigkeitsbereich der Kulturverwaltung. Aber auch eine Zurverfügungstellung für private und öffentliche Veranstaltungen, in einem exklusiveren Rahmen ist für uns durchaus denkbar“, so Brigitte Neumann, CDU-Fraktionsmitglied und seit 17 Jahren Mitglied im Kulturausschuss. Dafür sollten private Investoren, Stiftungen und Unternehmen als Interessenten, sei es als Unterstützer oder sogar als eigenständige Träger, akquiriert werden. Die zentrale Lage und besondere Bausubstanz seien attraktive Grundvoraussetzungen, die Osnabrück nicht ungenutzt lassen sollte, stellt Neumann fest.

„Wir haben ganz hervorragende Kulturprojekte in der Stadt mit Strahlweite und Sogwirkung, auf diese sollten wir uns konzentrieren. Wir werben mit unserem Antrag auch ganz ausdrücklich um den Mut der anderen Ratsfraktionen, Veränderungen zuzulassen und auch mit Blick auf den finanziellen Status quo der Stadt sich von Ideologien frei zu machen und vernunftbasiert zu entscheiden“, so die drei CDU-Kommunalpolitiker abschließend.

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Deutschland bei Solaranlagen stark von China abhängig

Solarenergie
Solaranlagen / Foto: dts

Foto: Solaranlage, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland ist bei Photovoltaikanlagen stark von China abhängig. Rund 87 Prozent der importierten Anlagen kamen im Jahr 2022 aus der Volksrepublik, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Der Wert dieser Importe betrug gut 3,1 Milliarden Euro. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Photovoltaikanlagen im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro importiert. Auf China als wichtigster Lieferant von Solarzellen, Solarmodulen und Co. folgten mit großem Abstand die Niederlande (143 Millionen Euro oder vier Prozent) und Taiwan (94 Millionen Euro, drei Prozent). Der Wert der Importe war 2022 damit mehr als doppelt so hoch wie der Wert der Exporte dieser Waren aus Deutschland. Exportiert wurden im vergangenen Jahr Photovoltaikanlagen im Wert von gut 1,4 Milliarden Euro. Diese gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren Österreich (206 Millionen Euro, 14 Prozent), die Niederlande (164 Millionen Euro, elf Prozent) und Italien (160 Millionen Euro, elf Prozent). Unterdessen ist die Produktion von Solarmodulen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Von Januar bis September 2022 wurden rund 2,9 Millionen Solarmodule zum Absatz im In- oder Ausland produziert. Das waren 44 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen 2021 (2,0 Millionen Stück) und 75 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019 (knapp 1,7 Millionen Stück), für das die Daten erstmals vorlagen. Der erzeugte Strom aus Solarenergie kann entweder direkt genutzt, gespeichert oder in das Stromnetz eingespeist werden. Die Produktion von Solarkollektoren und auch deren Anstieg gegenüber den Vorjahren fiel dagegen deutlich geringer aus als bei Solarmodulen.

Solarkollektoren sind Bestandteil von Solarthermieanlagen. Diese wandeln Sonnenenergie in Wärme um, sowohl für die Warmwassererzeugung als auch zum Heizen, und werden unter anderem in der Industrie eingesetzt. Von Januar bis September 2022 wurden 202.000 Solarkollektoren produziert. Das waren in etwa so viele wie in den ersten drei Quartalen 2021 (200.000 Stück) und 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019 (gut 161.000 Stück), so die Statistiker weiter.

Mittlerweile nutzen immer mehr Unternehmen, aber auch private Haushalte Solarenergie zur Stromerzeugung: Im November 2022 waren auf Dächern und Grundstücken knapp 2,5 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt gut 63,7 Gigawatt installiert. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber November 2021 um 14 Prozent zu, die installierte Leistung stieg binnen Jahresfrist um 13 Prozent. Im Januar 2018, als die Daten erstmalig erhoben wurden, waren es rund 1,7 Millionen Anlagen mit einer Nennleistung von knapp 42,3 Gigawatt gewesen. Seitdem stieg die Zahl der Anlagen um 47 Prozent, während die installierte Leistung um 51 Prozent zunahm.

Durch den Betrieb von Photovoltaikanlagen wurden von Januar bis November 2022 rund 53,4 Terawattstunden Strom aus Sonnenlicht ins Netz eingespeist. Das waren 20 Prozent mehr als von Januar bis November 2021 (44,5 Terawattstunden) und 33 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018 (40,2 Terawattstunden). Auch der Anteil an der Stromerzeugung insgesamt ist gestiegen: Mit fast zwölf Prozent des eingespeisten Stroms von Januar bis November 2022 erreichte er hierzulande einen neuen Höchstwert. Von Januar bis November 2021 entfielen gut neun Prozent der gesamten Stromerzeugung auf Photovoltaik.

Bisheriger Rekordmonat für Solarstrom in Deutschland war der Juni 2022 mit gut 7,6 Terawattstunden und einem Anteil von 20 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. Für viele private Haushalte ist Solarstrom nicht nur Energie-, sondern auch Einnahmequelle. 2021 hatten fast 1,6 Millionen oder vier Prozent aller privaten Haushalte Einnahmen aus der Einspeisung von Solarstrom ins Netz. Zahl und Anteil haben in den vergangenen Jahren zugenommen: 2015 waren es rund 1,2 Millionen oder drei Prozent aller Haushalte. Die Einnahmen dieser Haushalte aus dem Stromverkauf lagen 2021 bei durchschnittlich 183 Euro im Monat und damit leicht über denen des Vorjahres (174 Euro im Monat). Im Vergleich zu 2015 mit 266 Euro pro Monat sind die durchschnittlichen Einnahmen um knapp ein Drittel (31 Prozent) gesunken. Eine Ursache für diesen Rückgang dürfte die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkende Einspeisevergütung für neu installierte Anlagen sein.

AFP

Arbeitslosenzahl im Februar gestiegen

Foto: Bundesagentur für Arbeit, über dts Nachrichtenagentur

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar um 192.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mit.

Gegenüber dem Vormonat legte die Zahl um 4.000 auf 2,620 Millionen Arbeitssuchende zu. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber Januar unverändert bei 5,7 Prozent. „Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation beständig“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles in Nürnberg. Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im Februar bei 3,486 Millionen Personen. Das waren 316.000 mehr als vor einem Jahr. Ohne die Berücksichtigung ukrainischer Geflüchteter hätte die Unterbeschäftigung laut BA um 25.000 unter dem Vorjahreswert gelegen. Saisonbereinigt stieg die Unterbeschäftigung gegenüber dem Vormonat um 14.000. Die Nachfrage nach neuem Personal ging zurück. Insgesamt waren bei der Arbeitsagentur im zweiten Monat des Jahres 778.000 Stellen gemeldet, 44.000 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt 838.000 Personen erhielten im Februar 2023 Arbeitslosengeld, 37.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag bei 3,886 Millionen. Gegenüber dem Vorjahresmonat war dies ein Anstieg um 302.000 Personen. 7,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

AFP

192.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

Hasepost Breaking
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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar um 192.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber Januar wurden 4.000 mehr Arbeitssuchende registriert, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte.

Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

AFP

Dax startet freundlich – Starke China-Daten erfreuen Anleger

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Mittwoch zunächst Kursgewinne verzeichnet. Gegen 09:30 Uhr wurde der Dax mit rund 15.410 Punkten berechnet.

Das entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Siemens Energy, Adidas und Infineon. Am Ende rangierten die Papiere von RWE, Vonovia und der Commerzbank entgegen dem Trend im Minus. Für gute Stimmung auf dem Parkett sorgten unter anderem starke Konjunkturdaten aus China. Chinas Einkaufsmanagerindex der Industrie stieg im Februar auf 52,6, von 50,1 im Januar. „Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes sind ein dickes Ausrufezeichen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Die Wirtschaft im Reich der Mitte melde sich eindrucksvoll zurück. „So hoch stand der Einkaufsmanagerindex für den so wichtigen produzierenden Sektor zuletzt im Jahr 2012.“ Wenn Chinas Wirtschaft wieder Schwung aufnehme, dann sei das auch eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft. In Deutschland stehen am Mittwoch auch mehrere wichtige Datenveröffentlichungen auf dem Programm. Im Laufe des Tages werden die Anleger unter anderem nach Wiesbaden blicken, wo das Statistische Bundesamt Inflationsdaten für den Monat Februar bekannt geben wird. Zuvor werden zudem neue Arbeitsmarktdaten erwartet. „Die vorläufige Inflationsrate für den Februar wird vor allem zeigen, dass es für eine Entwarnung an der Inflationsfront weiterhin zu früh ist“, sagte Altmann. Die Inflationsraten für Frankreich und Spanien hätten die Optimisten bereits am Dienstag „bitter enttäuscht“. Die gute Nachricht für die Anleger könnte jedoch sein, dass die Rentenmärkte eine längere Zeit hohe Inflation sowie höher ansteigende Leitzinsen zuletzt bereits in großen Teilen eingepreist hätten, so der Marktexperte. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmorgen stärker. Ein Euro kostete 1,0642 US-Dollar (+0,61 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9397 Euro zu haben.

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Osnabrücker Hochschulprofessorin ist neue VDI-Vorsitzende

Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier, Professorin für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Osnabrück, ist die neue Vorstandsvorsitzende vom Bezirksverein OsnabrückEmsland des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). / Foto: Hochschule Osnabrück / Oliver Pracht
Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier, Professorin für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Osnabrück, ist die neue Vorstandsvorsitzende vom Bezirksverein OsnabrückEmsland des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). / Foto: Hochschule Osnabrück / Oliver Pracht

Die Osnabrücker Professorin für Bioverfahrenstechnik Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier von der Hochschule Osnabrück ist die neue Vorstandsvorsitzende des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) im Bezirksverein Osnabrück-Emsland. Drei große Ziele sind für die dreijährige Amtszeit geplant.

Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier ist seit 2002 promovierte Mikrobiologin und hat eine Professur für Bioverfahrenstechnik an der Osnabrücker Hochschule. Für ihre Forschungsarbeit bekam sie bereits den Konrad Albert Schäfer-Innovationspreis. Aktuell forscht sie an einem Verfahren für die Medizin von der Bekämpfung des Pilzes des Kartoffelkrebserregers. Nun leitet sie den VDI-Bezirksverein Osnabrück-Emsland mit seinen rund 1.850 Mitgliedern und 18 Arbeitskreisen.

Große Ziele für ihre Amtszeit

Seit 2012 leitet sie zusammen den „VDIni-Club“ mit, der Kinder von vier bis zwölf Jahren das Thema Technik mit diversen Veranstaltungen nahebringen soll. „Die Arbeit mit jungen Menschen macht mir viel Freude“, erzählt Hamann-Steinmeier. Ein weiteres großes Ziel ist für die VDI-Vorsitzende, den Verein mit aktuellen Diskussionen wie zu Corona oder ChatGPT zu verjüngen und auch für die jungen Menschen ein kritisches Denken zuzulassen. „Wenn wir unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen wollen, sind wir nicht nur auf Erfahrung ‚alter Hasen und Häsinnen‘, sondern auch auf neue Köpfe und frische Ideen angewiesen“, so Hamann-Steinmeier. Neben der Arbeit mit Heranwachsenden ist sie die Leiterin des Studiengangs „Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik“ an der Hochschule Osnabrück, womit sie Ingenieurinnen und Ingenieure ausbildet.

Klimawandel und Nachhaltigkeit stehen  im Vordergrund

Hamann-Steinmeier betont: „Ohne Technik können wir das Klima nicht retten – und es ist höchste Zeit, dass Nachhaltigkeit in allen technischen Berufen mitgedacht und als wichtiges Kriterium eingesetzt wird.“ Das zweite große Ziel der neuen VDI-Vorsitzenden ist deshalb, das Thema Nachhaltigkeit fest im Verein zu verankern.

AFP